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Donnerstag, 8. August 2024

Balkonernte

In diesem Jahr hatte ich auf dem Balkon vier Buschtomaten-Pflanzen. Die hatte ich vorgezogen gekauft. Zwei Pflanzen bekamen braune Blätter. Noch vor drei Wochen waren alle Tomaten grün. Nun waren plötzlich alle auf einmal reif. Drei Kilo habe ich schon geerntet. 
 


Neben schlichtem Tomatensalat oder dem Klassiker Tomate-Mozzarella esse ich die Tomaten gerne aus dem Ofen. Ich schneide sie klein und gebe sie mit ein paar Zwiebelwürfeln und Salz und Pfeffer in eine Auflaufform. Etwas Öl darüber und Hirtenkäse dazu. Dann backen bis der Käse etwas gebräunt aussieht und die Küche wundervoll aromatisch duftet. Lecker!



Nicht so gut geklappt hat das mit den Kartoffeln in den alten Töpfen. Schön grün war der Balkon, ja. Mit der Ernte habe ich gewartet, bis das Laub weggetrocknet war. Immerhin anderthalb Kilo sind es schließlich geworden. Gerade genug für ein Essen: Ofenkartoffeln mit Möhren, Hüttenkäse und Zauberwürstchen, eine Erinnerung an meine Kindheit. 





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Sonntag, 9. Juni 2024

Anfang Juni

Schon am letzten Wochenende wollte ich etwas von den schönen Momenten am Kindertag zeigen. Die Mama des Liebsten war ja noch zu Besuch. Nach einem gemütlichen Kinder-Lieblingsfrühstück haben wir den Tag in Kühlungsborn verbracht.  


Bei strahlendem Sonnenschein schlenderten wir durch den gesamten Ort einmal von Kühlungsborn-Ost bis West und wieder zurück. Vorbei an unserem Hochzeitsrathaus natürlich. 







Auf dem Baltic-Platz war wieder das gewaltige Riesenrad aufgebaut, mit dem wir eine Runde drehten. 



Das Wochenende ließen wir in Wismar am Hafen mit leckersten Ice-Shakes bei den Chocohelden ausklingen. Die Mama des Liebsten war insgesamt eine Woche bei uns. Wir haben die Zeit sehr genossen, es hat allen sehr gut gefallen. 


Das Phantechnikum rüstet sich für die 9. Oldtimer-Rallye am 22. Juni. Nach einer gemeinsamen Ausfahrt werden alle teilnehmenden Fahrzeuge im großen Hof präsentiert und die besten prämiert. Alle Gäste werden von einem bunten Rahmenprogramm unterhalten und auch verpflegt.

Ich bin nach einer deutlichen Stundenerhöhung noch stärker eingebunden und freue mich über das tolle Team und die absolut befriedigende Arbeit mit Gruppen unterschiedlichster Art. Das macht richtig Spaß! Zusätzlich zu den Fortbildungen, die ich absolviere und auch selber gebe, bin ich nun ziemlich gut ausgelastet.  


Nach der wöchentlichen Theaterprobe schaute ich diese Woche noch am Alten Hafen vorbei. Dort hatte schon der Aufbau für die Hafentage begonnen. Es waren die letzten ruhigen Momente, die folgenden Tage wurden sehr voll und sehr laut. 



Am Freitag sind der Liebste und ich nach Hamburg gefahren. Und das kam so: bei der Vorsorge neulich wurde beschlossen, eine Sache genauer untersuchen zu lassen. Im Standort Wismar war wegen Personalmangels kein Termin zur Mammographie zu bekommen. In Schwerin wurde mir ein Termin im März angeboten. 2025. In Rostock wurde ich nach Ribnitz-Damgarten geschickt. So versuchte ich mein Glück in der Hamburger Praxis, in der ich schon vor einigen Jahren war. 

Den Termin nutzten wir, um uns am alten Wohnort in Hamburg-Rahlstedt umzusehen. Ich stellte fest, dass ich seit dem Umzug nichts vermisst hatte. 

In Wulfsdorf auf dem Biohof mit Hofladen war das anders. Unzählige Wochenenden haben wir dort seit 2009 mit den Kindern verbracht. Sehr viele "Weißt Du noch....?!"s lauerten an allen Ecken und Enden.  Doch ich war nicht in der Stimmung, sentimental zu werden. 



Am Wochenende durften wir bei einem schönen Hochzeitsgottesdienst in der Inselkirche auf Poel dabei sein. Das war ein sehr schönes Fest der Liebe bei schönstem Sonnenwetter. 




Auf unseren Balkonen grünt und blüht es weiter. Die Kartoffelpflanzen haben die Vorherrschaft übernommen. Unsere gelbe Bank (Amazon-Partner-Link) ist endlich angekommen und macht sich hervorragend. Es ist eine praktische Bank zum Klappen, so können wir sie im Winter im Keller aufbewahren. 




Heute waren wir noch vor dem Gottesdienst im Wahllokal. Unsere Große durfte das erste Mal wählen. Wir sprechen viel mit den Kindern über Politik und ihre Auswirkungen auf unser Leben, unser Land und Europa. 

Ich beschließe diesen Eintrag mit einem Bild der vergangenen Woche: Mittsommer rückt näher. Um 5 Uhr scheint schon die Sonne. 



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Donnerstag, 13. April 2023

13. April 2023

Heute sind die Schulkinder wieder zur Schule gegangen. Ich wache auf, als die Tür klappt. Der Liebste versorgt mich mit Kaffee. Später bringt er seine Mutter zum Bahnhof. Schade, sie und ich haben diesmal nicht so viel voneinander gehabt.  

Vom Einkaufen bringt er mir etwas Buntes mit.

Der heutige Tag steht ein bisschen im Zeichen der Pläne und des Aufbruchs. Der zweite Strich auf dem Schnelltest ist nur noch gaaaaaaz schwach zu sehen. Ich denke, morgen kann ich mein Zimmer verlassen. Mir geht es auch besser, ich rieche und schmecke ganz normal. 

Ich bereite mich auf meinen Vortrag vor, den ich nächste Woche auf einem Fachtag für Schule und Museum halten werde. 

Nach der gestrigen Beschäftigung mit meinem Eintrag über unseren Balkon habe ich weiter auf Gartenseiten und in Gartenbüchern gestöbert. Um dem Liebsten meine Ideen zu verdeutlichen, habe ich mir heute ausführliche Gedanken gemacht und die ersten Skizzen angefertigt. 

Ich bestelle mir eine Arbeitshose und habe richtig Lust darauf, endlich im Garten weiterzumachen!

Am Nachmittag ist es endlich nicht mehr so windig und kalt. Ich kann mich länger auf dem Balkon aufhalten. Ich entferne abgestorbene Pflanzen, fülle Erde nach und pflanze endlich die neuen Kräuter ein. 


Zum Abendessen werde ich vom Liebsten wieder gut versorgt. Ich esse mit Blick auf den frisch bepflanzten Balkon.

Im Vorabendprogramm entdecke ich einen Bericht über den Bunker in Hamburg St. Pauli. Vor ein paar Jahren bin ich dort mal gewesen. So ein Bauwerk ist für die Ewigkeit gemacht, das sprengt man nicht so einfach weg. Berührend in dem Bericht war der 91jährige Mann, der diesem Bunker sein Leben verdankt. Er und bis zu 25.000 Menschen harrten während des Krieges in dem Bauwerk aus. 

Nun wird der Bunker begrünt und so zu einer wahren Oase mit einem phantastischen Blick inmitten der Stadt. Mit einem grünen Wanderweg drumherum! Schaut Euch das unbedingt mal an!


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Mittwoch, 12. April 2023

12 von 12 im April 2023

Willkommen zu "12 von 12"! Wer noch nicht weiß, was das ist: Am 12. eines Monats macht man im Laufe des Tages Bilder und zeigt dann am Abend 12 davon im Blog. Das war vor vielen Jahren eine Idee eines Mannes namens Chad Darnell. Alle, die im deutschsprachigen Raum mitmachen, versammeln sich drüben bei Caro. 

Wie schon im letzten Jahr fällt mein heutiges 12 von 12 ein bisschen anders aus, seufz... Damals habe ich mich während meiner Quarantäne an die Neu-Planung des Balkons gemacht. Der Balkon am Schlafzimmer war und ist auch heute die Rettung! So kann ich mir zwischendurch mal die Beine vertreten und frische Luft schnappen. Außerdem ist die Aussicht super.


An meinem kleinen Schreibtisch habe ich eine Skizze gezeichnet, wie ich mir den Balkon so vorstelle. 


Das war meine Vorstellung. An den Seiten wollte ich Kistenbeete mit Rankgittern hinstellen und bepflanzen. Links mit Klematis, erkennt Ihr es? Vorne an der Brüstung habe ich mir drei Reihen mit Kästen gewünscht. 

Inspiriert hat mich vor allem Birgit Schattling mit ihrem Instagram-Kanal und dem sehr empfehlenswerten Buch "Mein Biotop auf dem Balkon". Sie hat im 6. Stock in Berlin eine tolle grüne Oase geschaffen. Nach ihrem Vorbild wollte ich vor allem einen grünen und insektenfreundlichen Ort haben. Am liebsten ein bisschen wild, essbar und auch mehrjährig. Ich höre noch den Liebsten rufen "INSEKTEN?!"

Ähnlich toll ist das Buch "Grüner geht's nicht - Nachhaltig gärtnern auf dem Balkon". Es ist wunderbar anzuschauen und bringt eine Menge ganz leichte Tipps mit. 

Mit noch einer Sache habe ich mich beschäftigt. "Permakultur auf dem Balkon" hat mir dabei weitergeholfen. Allerdings habe ich das Gefühl, es dauert länger, das wirklich richtig hinzubekommen. Auf alle Fälle wollte ich keine Pflanzen mehr haben, die nur schön aussehen und sonst keinen Nutzen haben. 


Mit zwei Reihen habe ich dann mal angefangen. Außen am Balkon waren schon Halterungen befestigt, in die ich nur Kästen reinstellen brauchte. Für innen habe ich im Baumarkt Balkonkästen mit Halterungen gekauft. 


Das kleine Hochbeet war im Baumarkt im Angebot. Im Trödelladen habe ich alte Emailleeimer und riesengroße Töpfe entdeckt und bepflanzt. Immerhin konnten wir dann sogar eine einzige Erdbeere ernten :-)

Im Buch "Mein Stadtbalkon - Gartenglück auf kleinem Raum" gibt es ganz viele Pflanzensteckbriefe. Von Vertikalbeeten träume ich noch. "Vertikales Gemüse" zeigt mit vielen hübschen DIY-Projekten, wie verschiedene Pflanzbehälter hergestellt werden können. Ich werde wohl noch öfter den Trödelhof aufsuchen müssen. 

Wer ein bisschen mehr Platz hat, kann es gerne mit Kistengärtnern probieren. Das habe ich in Berlin in den Prinzessinnengärten gesehen, ich habe mich direkt in den Ort verliebt! Man braucht nicht mal einen Garten dafür! Aber viele Kisten. Das Besondere: der Garten ist mobil. Bei einem Umzug könnte man ihn mitnehmen. Mein Buch "Kistengärtnern" habe ich gebraucht gekauft. Es wurde von einer Person so geliebt, dass es eingeschlagen wurde. Außerdem sind wichtige Stellen unterstrichen. Es macht Spaß und ist sehr informativ. 



Die Tomatenpflanzen haben ganz gut losgelegt. Es war das erste Mal in meinem Leben, dass ich selber Tomaten hatte. Doch den Wasserbedarf hatte ich echt unterschätzt! Zum Glück hat ein Freund während unseres Urlaubs gegossen, sonst wärs das gewesen. 



Im Eimer der Erdbeerpflanze wuchs plötzlich eine Pflanze empor. Ich fand sie mit den großen Blättern ganz schön und war froh über das viele Grün. Irgendwann wollte ich aber mal wissen, was das für eine Pflanze ist und habe eine App ausprobiert. Die sagte mir, die Pflanze wäre giftig. Da musste die Pflanze leider weichen. 


Da ich die Kräuter gar nicht alle abgeerntet habe, konnten sie blühen und haben damit auch ziemlich viele Insekten angelockt. Ich wusste gar nicht, wie hübsch Schnittlauch blüht! So ein grüner Balkon ist eher etwas für die Betrachtung aus der Nähe. Von der Straße aus sind die kleinen Blüten natürlich nicht zu sehen. 



Am Ende haben wir ca. 3 bis 4 Kilo Tomaten auf unserem Balkon geerntet. Super! Alle Pflanzen waren ewig grün, teilweise sogar über den Winter. Der Rosmarin ist ein richtiger Strauch geworden. 

Insgesamt ist es nicht ganz so gekommen, wie geplant. Der Balkon ist superheiß und sonnig. Und es weht ständig Wind, zum Teil auch sehr stark. Außerdem habe ich vor dem Haus ein Beet abgesteckt, um das ich mich kümmern musste. Weil unten kein Wasseranschluss ist, schleppte ich Wasser von der Wohnung nach unten. Und ich verteidige das Beet vor den Hinterlassenschaften der Hunde der Umgebung. Nach der Winterpause war ich neulich echt geschockt.

Und dann ist da auch noch ein Kleingarten dazugekommen. Davon erzähle ich demnächst mehr. 


(Alle Buch-Links sind Amazon-Partner-Links.)


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Donnerstag, 25. August 2022

Donnerstagsschnipsel



Unser Urlaub ist nun auch schon wieder vier Wochen her. Seitdem ist hier eigentlich ständig was los. Erst war ich mit der Theatergruppe "Nosferatour" beim Straßentheaterfestival. Dann hatten wir viele Proben, die Generalprobe, die Premiere und noch eine weitere Aufführung. Das verlief alles ziemlich erfolgreich. Kleinere Pannen haben nur wir selber bemerkt. Die Tage endeten meist erst gegen Mitternacht. Besonders schön finde ich, nach der Anspannung, der Arbeit und der Vorstellung mit über 100 Leuten durch die stille, menschenleere Stadt zu laufen...


Und auch im Stadtmuseum war sehr viel los. Es fanden insgesamt vier Vorstellungen im Open-Air-Kino statt. Immer mit einem Vortrag der Mitarbeitenden, die passend zum jeweiligen Film ein Stück aus der Sammlung präsentierten. Das Wetter war am Abend durchgehend warm und trocken. Ich war an drei Abenden dabei, zwei Mal mit dem Liebsten. Und auch hier wurde es jedes Mal spät.

In Wismar fand wieder das Schwedenfest statt. Das erste, seit wir in der Stadt leben. Das Fest dauerte drei Tage. Es gab viele Buden, einen Rummel, einen großen Umzug, mehrere Bühnen und Livemusik. Es war überall sehr voll. Mittelalter, Ritter, Wikinger... mit der Schwedenzeit, die für Wismar am 18. August 1803 endete, hatte das nicht wirklich etwas zu tun. Aber den Leuten hat es wohl gefallen. 

Für das Protokoll: erste Sichtung von Lebkuchen im Supermarkt am 24. August. Das war auch schon vor 13 Jahren so. 


Auch für das Protokoll: von den vier Tomatenpflanzen auf dem Balkon konnte ich bis jetzt bestimmt schon zwei Kilo Tomaten ernten. Und es hängen noch mehr dran. Die Zucchinipflanzen sind leider eingegangen, die fast fertigen Früchte wurden mit dahingerafft. Die Gurkenpflanze hält sich tapfer, vielleicht können wir eine zweite ernten. Und von nur einer Paprika-Pflanze haben wir ungefähr ein Kilo rote Paprika geerntet. 


Gestern Morgen war ich ganz verzückt von dem Anblick vor meinem Fenster: der Nebel waberte vorbei, die Morgensonne tauchte alles in ein goldenes Licht.

Gestern Abend besuchte ich einen Elternabend im Gymnasium. Das Mutzelchen geht nun in die 10. Klasse, der kleine Bruder in die 8. Klasse. Eine Klassenreise steht an. Das ist schön. Nicht so schön ist der Personalmangel beim Lehrpersonal, der ganz konkret Auswirkungen auf unsere Kinder hat. Wichtige Lerninhalte werden nicht mehr vermittelt und das Schuljahr beginnt schon mit Unterrichtsausfall. Nun haben wir Eltern einfach selber Unterricht organisiert.  

Nach dem Elternabend radelte ich am Hafen vorbei, um den Sonnenuntergang zu genießen. Einer der letzten warmen Sommertage. Die Luft war trotz der Hitze des Tages schon merklich knisterig kalt geworden. 

So. Und jetzt gehts wieder los, die nächste Theateraufführung steht an!



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