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Samstag, 22. Februar 2025

Was schön war:

Nach dem außergewöhnlichen Wochenende, das sich wie ein kleiner Urlaub angefühlt hat, begann hier für die Kinder das zweite Schulhalbjahr. Die Große schreibt in wenigen Wochen ihre Abitur-Klausuren. Der kleine Bruder wählt seine Leistungskurse, er kommt in diesem Jahr in die 11. Klasse. Der Adventsjunge kommt auch schon in die Mittelstufe. Und für die Augustschnuppe ist dann auch schon wieder die Hälfte der Grundschulzeit rum. 

Was schön war in der vergangenen Woche: Morgendämmerung um 6:30 Uhr. Es geht aufwärts!


Fast jeder Tag startete mit einem schönen Morgenhimmel. Hier über der Altstadt in Wismar. 


Als es am Wochenanfang so eisig war, fuhr ich mit dem Fahrrad am Welterbepfad vorbei. Am "magischen Blick" entdeckte ich die feinen Eiskristalle und staunte, was die Kamera am Handy mittlerweile alles kann.





Lieblingsplatz im Esszimmer.


Immer noch kalt und sonnig mit einer Eisdecke im Yachthafen und im Alten Hafen.



Die letzte Weihnachtsschokolade habe ich in Cookies verwandelt. Das Rezept hat mir mal Vicky von der Fika Kaffeebar verraten, als sie diese Cookies mal in ihrer Kaffeebar hatte. Weniger Zucker reicht aber auch :-)




Diese Nelken habe ich mir gegönnt, weil ich sie so schön fand. Jahrelang habe ich keine Nelken mehr gesehen. Ganz lange mochte ich sie auch nicht, weil ich sie irgendwie angestaubt fand und mich an ihnen in meiner Kindheit sattgesehen hatte.


In der Gemeinde fand wieder das Nachbarschaftscafé statt, das habe ich vorbereitet. Es tat allen so gut, zusammen leckere Sachen zu essen und zu quatschen. 


Heute Vormittag trafen wir uns wiederholt in der Gemeinde, um über die verschiedenen Aufgabenbereiche zu sprechen. Nachdem wir alle Aufgaben niedergeschrieben haben, wurde mal ersichtlich von wie viel Engagement so eine Kirchengemeinde lebt. Alle bringen sich mit ihren Fähigkeiten ein, jede Person ist wichtig. 


Nach dem Termin in der Gemeinde und vor dem Wochenendeinkauf nahmen der Liebste und ich uns Zeit für Kaffee und tollen selbstgebackenen Kuchen im Rauschen am Wismarer Yachthafen.  



Plan für morgen: gemütlich frühstücken, ich empfange im Museum eine große Gruppe, die Familie besucht den Gottesdienst. Danach gehen wir selbstverständlich ins Wahllokal. Dann machen wir einen Ausflug und am Abend eine Hotdog-Party, wie wir es seit die Kinder klein waren immer nennen. Zuversichtlich bleiben. Das Schöne suchen. Weiterleben. Weiterlieben.  


Ich danke für das Mitlesen und die Anteilnahme. Hier gibt es die Möglichkeit, etwas in die virtuelle Kaffeekasse zu tun. Vielen Dank dafür!

Dienstag, 11. Februar 2025

Februartage

Am Samstagmorgen standen wir alle zusammen auf. Ich hatte Lust, Brötchen zu backen. Nach diesem Rezept habe ich sie schon mehrmals gebacken, geht superschnell und einfach! 


Um 11 Uhr trafen wir dann am Bahnhof Wismar ein. Mal wieder demonstrierten viele Menschen für Demokratie und Vielfalt. Übrigens ganz freiwillig und unbezahlt. 






Nach der Kundgebung schauten wir im Kulturwohnzimmer vorbei. Dort trafen sich Pokémon-Fans zum Fachsimpeln und Tauschen von Sammelkarten. 


Auf dem Heimweg schauten wir an der Nikolaikirche nach dem neuen Spielplatz. Der ist noch im Bau, wird aber bald eröffnet. Sieht schick aus und wird hoffentlich gut angenommen. Leider wurde auch hier wieder nicht an Kinder gedacht, die gerne einen barrierefreien Ort zum Spielen hätten. 


Am Sonntag wieder die Entdeckung, dass die Sonne eine halbe Stunde eher und ein Stückchen weiter im Osten aufgeht, als noch vor drei Wochen :-)


Ich hatte wieder im Museum zu tun. Weil Ferien sind, war das Haus gut besucht und ich führte im Schaulabor gleich zwei Mal hintereinander die Experimente mit Feuer vor. Weil das Wetter so schön sonnig war, radelte ich hinterher noch eine kleine Runde durch die Gegend. 




Am Montagmorgen fuhren die Große und ich mit dem Liebsten zusammen nach Hamburg. Er setzte uns an einer U-Bahn-Station ab und fuhr weiter ins Büro. Wir fuhren in die Innenstadt. Es war noch sehr früh, deshalb zeigte ich in der Mönckebergstraße meiner Großen mal das Levantehaus mit der schönen Passage. 



Dem Hamburger Rathaus mussten wir natürlich auch "Hallo!" sagen. 


Noch mehr Einblicke...



Weil das Geschäft, das wir besuchen wollten, erst um 11 Uhr öffnete, gingen wir in der Europa-Passage in einen Buchladen. Ich erstand zu meinem großen Glück einen im Preis reduzierten Kinder-Kalender (Amazon-Partner-Link). Den mögen wir dank einer lieben Leserin seit vielen Jahren. 

Die Große und Buchläden! Ich setzte mich in einen Sessel mit Panoramablick auf den Jungfernstieg und die Alster. Da ließ es sich sehr gut aushalten. Die Große durchstöberte nahezu alle Regale. Doch ich musste sie irgendwann da wegholen. Wir hatten eine Mission!


Wir waren nämlich auf der Suche nach einem Kleid für den Abi-Ball. Der Laden war ein Traum! Lange Kleider in allen Farben des Regenbogens hingen da in Reih und Glied. Es glitzerte und funkelte wunderbar. Doch für die Große war nichts dabei.


Wir liefen zu einem großen Kaufhaus in der Mönckebergstraße. Ganz oben gab es eine halbe Etage mit Abendkleidern. Auch dort fanden wir nichts passendes. Schließlich fuhren wir eine halbe Stunde mit der U-Bahn zu einem Laden in Eppendorf. Die Mitarbeiterinnen waren supernett, die Auswahl riesig, aber auch hier wiederholte sich dann doch das Angebot. 

Wenn man nicht gerade auf Spaghetti-Träger und tiefe Ausschnitte steht, sieht das Angebot dann doch ziemlich mau aus. Wie es aussieht, müssen wir noch eine Weile nach DEM Kleid suchen. Wie gut, dass wir jetzt schon angefangen haben. 


In Eppendorf waren wir vietnamesisch essen, bevor wir mit der U-Bahn wieder Richtung Hauptbahnhof fuhren. 


Als wir den Bahnhof "Landungsbrücken" erreichten, sprangen wir mal kurz raus. Die Sonne schien, die Möwen kreischten, die Wellen schwappten, Boote tuckerten die Elbe entlang. Über uns flog sogar der mächtige Beluga. Was für ein schöner Moment am Hamburger Hafen!




Weil der Liebste einen langen Tag hatte und erst am späten Abend nach Hause fuhr, nahmen die Große und ich den Zug. Im Hamburger Hauptbahnhof holten wir uns noch Lesestoff im Zeitungsladen und an einem Stand saftige Donuts. Die Heimfahrt nach Wismar verlief reibungslos und pünktlich. 



Heute hatte ich noch einen freien Tag. Zum späten Frühstück bereitete ich den Ferienkindern einen Berg Eierkuchen zu. Dann radelte ich für Besorgungen in die Innenstadt.


Im Café Alte Löwenapotheke legte ich eine Pause nur für mich ein. Im Café war es ganz ruhig. Es lief angenehme Swing-Musik. Ich bestellte einen Milchkaffee und einen der hauseigenen Schokokekse. Ich las zuerst die Zeitung. Dann öffnete ich das Buch, das ich mir zuvor in der Buchhandlung gegenüber gekauft hatte. 

Lange hatte ich mich vor dem Buch gedrückt, weil ich schon ahnte, dass es aufrütteln und schmerzhaft sein würde. Ja. Schon am Ende der ersten Seite weinte ich. Unheimlich, wie sehr ich die Gefühle kannte. Und unheimlich, dass mich die Ereignisse im Buch gar nicht wunderten. Als ich auf Seite 30 war, hatte ich noch zwei Mal geweint. "Die Wut, die bleibt" von Mareike Fallwickl (Amazon-Partner-Link) ist echt kein leichter Stoff. 

Ein bisschen dünnhäutig kehrte ich zurück nach Hause, wo die Kinder immer noch in ihren Schlafanzügen rumschlumperten und den Berg Eierkuchen weggefuttert hatten. Ich schnitt den Jungs die Haare, kochte einen großen Topf Königsberger Klopse für morgen vor, schrieb Mails, machte Wäsche und irgendwie war der Tag dann schon wieder rum.


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Montag, 30. September 2024

Wie ich das alles schaffe:

Gar nicht. 

Mein Tag hat ja auch nur 24 Stunden. Meine Woche auch nur 7 Tage. Also ist doch ganz klar, dass ich gar nicht alles schaffen kann. 

Und ich will auch gar nicht alles schaffen. Ich gestehe mir zum Beispiel Nachlässigkeit im Haushalt zu. Ich bin längst nicht mehr so pingelig wie früher. Ich sehe auch nicht ein, dass alles an mir hängenbleiben soll. Wir sind sechs Personen in der Familie, die Kinder sind groß, alle können mit anpacken. Das machen sie auch, mal mehr, mal weniger. 

Im Moment habe ich eine 30-Stunden-Woche im Museum. Ich arbeite oft auch am Wochenende, da dann ja meistens die Kindergeburtstage anstehen. Das Team des Besucherservices unterstütze ich auch. 

Im Frühling und im Sommer hatte ich viel mit der Theatergruppe zu tun. Mehrmals in der Woche haben wir geprobt oder hatten Auftritte. Das ist jetzt im Herbst vorbei. Dafür kann ich jetzt wieder zum Qigong-Kurs gehen. Außerdem besuchen der Liebste und ich einen mehrwöchigen Ehe-Kurs. Denn das ist das Wichtigste: dass die Partnerschaft nicht auf der Strecke bleibt. Und dann sind ja auch noch die Bedürfnisse aller Kinder zu beachten. 


Heute hatte ich einen freien Tag. Der Wecker summte trotzdem wie immer um 5:15 Uhr. Die Kinder sind alle morgens zur ersten Stunde zur Schule gegangen. Der Liebste hatte sich an seinem freien Tag zum Wandern mit seinem Freund in Schleswig-Holstein verabredet. So war ich nach langer Zeit mal wieder ganz alleine zu Hause. Eigentlich hatte ich vor, mich wieder ins Bett zu legen und einfach mal nichts zu tun. Hat nicht so ganz geklappt.

Zuerst dachte ich an den Nachmittag. Um nicht etwas in der Bäckerei holen zu müssen, rührte ich schnell einen Schokoladenkuchen zusammen. Die Zutaten haben wir immer zu Hause. Außerdem gehört es zu meiner Liebessprache, meinen Kindern etwas Leckeres auf den Tisch zu stellen. 

Dann bereitete ich eine Bolognese-Sauce zu. Und zwar die Besser-Bolognese von Jamie Oliver aus seinem nagelneuen Buch "Simply Jamie" (Amazon-Partner-Link). Das Buch habe ich als Rezensionsexemplar bekommen. Ich stelle es nochmal genauer vor, da sind eine Menge tolle Rezepte drin, die im Alltag super funktionieren. Ich mag besonders den Ansatz, dass keine großen Vorräte, keine fancy Zutaten und kein spezielles Equipment in der Küche nötig ist, um leckere Gerichte zu zaubern. 

Die Sauce köchelte zwei Stunden vor sich hin und duftete köstlich!


Zwischendurch saugte ich die Wohnung und putzte in der Küche und im Esszimmer die Fenster. Da schien gerade die Sonne rein und es war kein schöner Anblick. Ich wusch zwei Waschmaschinenladungen und räumte hier und da ein paar Kruschelecken auf. 

Dann deckte ich schonmal den Tisch für den Nachmittag. Beim Eintreffen der Jüngsten wollte ich wieder zu Hause sein. 


Ich wollte eine Radtour rund um den Mühlenteich machen. Da war ich schon viel zu lange nicht mehr. Eine Weile war der Rundweg gesperrt, da die Holzstege durchs Moor erneuert wurden. Auf dem Mühlenteich gab es bei dem heutigen Wind sogar richtige Wellen. 


Ich radelte am ehemaligen Haus meiner Großeltern und Elternhaus meiner Mutter vorbei und weiter am Ufer entlang. Plötzlich kam mir der Weg sehr unbekannt vor. Alles war zugewachsen! Naja, es war halt lange gesperrt. Doch ich hatte die falsche Abzweigung genommen und kam plötzlich ganz woanders raus. Zurückfahren wollte ich nicht. 


Ich suchte mir eine neue Strecke raus und wollte Richtung Dorf Mecklenburg fahren. Doch unterwegs gab es plötzlich eine Umleitung wegen einer Baustelle. Der Weg wurde über eine Schotterstraße zur großen Landstraße geleitet. So war heute bei meiner Radtour der Wurm drin. Ich radelte zurück durch die Stadt, trank noch einen Kaffee und holte einen Becher Schlagsahne für den Kuchen. 

Zu Hause trafen nach und nach die Kinder ein. Wir saßen ein bisschen zusammen, und erzählten vom Tag. Dann waren die Hausaufgaben dran, zwei Kinder gingen später nach draußen spielen und zwei in ihre Zimmer. 


Der Nachmittag plätscherte vor sich hin. Ich setzte mich in den Sessel und begann meinen Blogeintrag hier. Der Kaffeetisch wurde erst später abgeräumt. 


Der Liebste traf von seiner Wanderung ein und ging erstmal in die Badewanne. Ich nutzte einen Teil der Bolognese-Sauce für das Abendessen. Es gab aus dem selben Buch von Jamie Oliver einen Auflauf mit Gnocchi. Geht, wenn man erstmal die Sauce hat, superschnell. Es schmeckte allen, die große Auflaufform war schließlich fast leer. 

Nun haben die Kinder den Geschirrspüler eingeräumt und die Wäsche weggefaltet. Alle sind in ihren Zimmern. Der Liebste geht heute früh schlafen. Ich sitze im Sessel, schreibe das hier zu Ende und schaue die Tagesschau. Danach gucke ich mal in der Mediathek nach, was ich schauen will. 


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