Montag, 18. Januar 2021

18. Januar 2021

In der Nacht träume ich von einem Treffen mit anderen Menschen. Im Traum fällt mir auf, dass alle keine Gesichtsmasken tragen. 

Kurz nach 7 wache ich auf. Da klettert gerade die Augustschnuppe in unser Bett. Ich stehe auf, gehe duschen und wecke die anderen Kinder. Erstmal Kaffee.

Um 8:30 Uhr sitzen die beiden Großen und der Liebste an den Schreibtischen in ihren Zimmern. Der Adventsjunge beginnt um 9. Er sitzt am Schreibtisch im Wohnzimmer.

Gestern haben wir noch schnell den großen Umschlag mit den Aufgaben für die Woche abgeholt. Die sind nun nach Tagen aufgeteilt, das klappt besser als wenn er sich die Aufgaben selbst einteilt. Wir besprechen die Aufgaben und dann lasse ich ihn selbstständig arbeiten. Ab und zu schaue ich um die Ecke und stupse ihn. 

Für Kunst und Englisch gibt es eine gemeinsame Aufgabe: Farben benennen und einen Hampelmann ausmalen und basteln. Ich helfe ein bisschen. Die Augustschnuppe sitzt derweil am Esstisch und malt oder klebt Sticker auf. Ich mache den Haushalt, schreibe E-Mails oder laufe von Kind zu Kind und schaue nach, wie es überall läuft. Insgesamt ist es aber ein ruhiger Vormittag.

Zum Mittag gibt es Reste vom Wochenende. Sehr praktisch. Ich schneide zwischenzeitlich Sterne aus weißen Muffinförmchen aus. Einfach ein bisschen glattstreichen, falten und Muster hineinschneiden. Letztes Jahr im ersten Lockdown waren die in unserem Drogeriemarkt ausverkauft, da bestellte ich gleich 200 Stück bei Amazon. (Amazon-Partner-Link)

Dann nehme ich die bunten Fenstersterne aus Papier vorsichtig von den Fenstern ab, die heben wir auf, und klebe die Schneeflocken mit Röllchen aus Klebefilm an. Wenigstens ein paar Schneeflocken, wenn schon kein echter Schnee in Hamburg liegt. 

Am Nachmittag sind die beiden Großen fertig mit ihren Schulaufgaben. Das machen sie ganz alleine, das klappt echt gut. Sie haben Zeit für die Augustschnuppe. Ich radle mit dem Adventsjungen bei strömenden Regen ins Ortszentrum. Er hat wieder seinen Termin bei der Ergotherapie. Ich kaufe schnell in der Drogerie ein. Ansatzspray für neues Blond. Wer weiß, wann meine Friseurin wieder öffnen darf.

Der Blumenladen hat auf! Endlich! Ah, nicht so ganz. Draußen auf einer großen Tafel steht eine Telefonnummer geschrieben. "Click and Collect" quasi. Ich halte mich vor dem Laden auf und rufe mit meinem Handy an. Die Mitarbeiterin geht ans Telefon. Zuerst nimmt sie Namen und Telefonnummer auf. Dann darf ich meine "Bestellung" tätigen. Alle Blumen sind gut sichtbar hinter der großen Scheibe aufgebaut. Ich möchte bunte Tulpen mitnehmen. Wir beenden das Telefonat, sie packt die Blumen drinnen ein und bringt sie dann zum "Schalter" an der Tür, wo ich auch bezahle. Ein kreativer Weg auf alle Fälle.

Zu Hause wird wieder gespielt. Dann ist Badewannenzeit für die beiden Kleineren. Danach Abendessen mit Brot und Spiegelei. Zur Sandmännchenzeit sitze ich nebenan am Schreibtisch und schreibe meinen Tag hier auf.

Meine heutigen Entdeckungen im Internet:

Schule hat viele gesellschaftliche Funktionen. Durch die Corona-Krise sind diese ins Wanken geraten. In der Zukunft müssen wir überlegen: was ist uns wichtig an der Schule? Interessante Gedankenanstöße zum Thema von einem Bildungsexperten und Erziehungswissenschaftler unter: Schule muss scheitern, wenn sie den Normalzustand simuliert. 

Der Verein Jordsand betreut verschiedene Naturschutzgebiete im Norden. Ganz neu sind die Online-Vorträge zu bestimmten Themen. Am 21. Januar 2021 wird zum Beispiel über Pinguine und andere Seevögel der Antarktis berichtet. Per Live-Stream kann man am Vortrag teilnehmen.

Die European Space Agency kurz ESA hat auch eine umfangreiche Kinderseite. Auf ESA - Space for Kids gibt es super viele Sachen zu entdecken. Auf der Lernseite gibt es zum Beispiel Wissenswertes zum Universum, den Planeten, der Erde, zu Raumschiffen, Teleskopen, der Erderwärmung und, und, und... Seit neustem gibt es die ESA-App. Sie ist ein Einstieg für Kinder in die Welt der Raumfahrt und sogar in 14 Sprachen verfügbar. 

Radio Eins aus Berlin-Brandenburg sammelt wieder Emotional Rescue-Songs. Musik ist gut für die Seele. Meinen Lebensretter-Song heute habe ich ebenda auf meinem Hausradiosender gehört. "The Great Gig in the Sky" von Pink Floyd ist ein sechsminütiges Wunderwerk, das mich davonträgt und mir Bauchkribbeln macht. 


Ich danke für das Mitlesen und die Anteilnahme. Ich will denen, die es gerne möchten, die Möglichkeit geben, etwas in die virtuelle Kaffeekasse zu tun. Herzlichen Dank für die Anerkennung!

Sonntag, 17. Januar 2021

17. Januar 2021

Ausgeschlafen, doch, doch. Um 11 Uhr sitzen wir schließlich alle am Frühstückstisch. Plan für danach: zum Gut Karlshöhe fahren und Kuchen für den Nachmittag abholen.

Wir streifen wieder übers Gelände, wie schon die vielen letzten Monate auch. Am Café ist diesmal sogar eine ziemlich lange Schlange. Viele Kuchensorten sind schon ausverkauft. Gut für das Unternehmen, das als Ziel hat, keine Mitarbeitenden zu kündigen. Bis jetzt hat es geklappt.




Zu Hause gibts Kaffee, Kakao und Kuchen. Das warme Essen verschieben wir auf den Abend. Hier mein hübsches Stück Torte, wovon ich nur die Hälfte geschafft habe:


Am Nachmittag spielen die Kinder alle miteinander in ihren Kinderzimmern. Der Liebste sitzt am Computer und bereitet eine Präsentation für die Arbeit vor. Da schnappe ich mir mein Fahrrad und fahre eine Runde.

Mein Radius wird immer größer. Es gibt immernoch Ecken, die ich gar nicht kenne. Mit dem E-Bike bin ich so schnell und wenig, dass mir auch größere Umwege überhaupt nichts ausmachen. 

Heute biege ich mal woanders ab und bin plötzlich an einer für mich neuen Stelle im Naturschutzgebiet, wo man den dort lebenden Galloways komplett ohne Zäune begegnen kann. Und es ist so viel Platz! Ich bin völlig sprachlos und freue mich einfach nur.

Die breiten Wege aus Betonplatten sind total hässlich. Sie stammen noch vom ehemaligen Truppenübungsplatz. Zum Fahrradfahren sind sie allerdings ideal.





Eine ganze Stunde bin ich unterwegs. Durchgefroren aber schön durchgelüftet komme ich zu Hause an. Dann bereite ich das Abendessen vor. Gestern war in der Gemüsekiste Mangold. Wurde mal wieder Zeit für Mangold-Cannelloni

Diesmal habe ich Mangold angedünstet, mit Ricotta vermengt und alles püriert. Da fällt auch das Befüllen mit einem kleinen Löffel nicht schwer. Ich halte einfach den Löffel mit der Füllung über die Nudelrolle und lasse die Masse langsam herunterrutschen. 

Gestern haben der Liebste und ich mal wieder die "Herr der Ringe" - Trilogie angefangen. Die extra lange Version. Da dauert der erste Film allein schon dreineinhalb Stunden. Das schauen wir jetzt in Häppchen bis zum bitteren Ende. 

Meine heutigen Entdeckungen im Internet:

In der Mediathek von arte ist einer meiner Lieblingsfilme zu sehen. "In den Gängen" mit Sandra Hüller und Franz Rogowski ist ein ganz leiser Film und beleuchtet das Arbeiten, Leben und Lieben in einem Großmarkt. Ich liebe solche Filme!

Bei Kino on Demand kann man Filme schauen und gleichzeitig seinem Lieblingskino helfen. 

Der Pianist Igor Levit hat wieder ein House Concert gespielt. Heute: Beethoven

Das MACHmit! Museum für Kinder in Berlin hat im Moment leider auch geschlossen. In den MACHMit! - Werkstätten für Zuhause gibt es einige schöne Kreativideen für Kinder. 

Sue Reindke mag ich. Sie hat jetzt ein Blog eröffnet, in dem sie ihre Gedanken teilt. 



Ich danke für das Mitlesen und die Anteilnahme. Ich will denen, die es gerne möchten, die Möglichkeit geben, etwas in die virtuelle Kaffeekasse zu tun. Herzlichen Dank für die Anerkennung!


Samstag, 16. Januar 2021

16. Januar 2021

Aufgewacht um 2. Wach bis halb 4. Aufgewacht um 6. Geschlafen bis 7. Aufgestanden. Naja, konnte ja nur noch besser werden der Tag.  

Und das wurde er! 

Nach dem Frühstück werfe ich alle Gläser unserer Snack-Bar in eine große Tasche. Und um halb 10 sitzen wir alle schon im Auto. Der Wetterbericht verspricht Sonne, deshalb wagen wir einen Ausflug.

Und zwar ans Meer! Wir haben extra einen Strand an der Ostsee ausgesucht, der so dermaßen am Ende der Welt ist, dass wir da wahrscheinlich garantiert auf keine Menschen treffen. 

Und so ist es auch. Wir fahren übers Land, durch schöne Alleen, über grüne Hügel, immer weiter und weiter. Die Straße wird immer schmaler.

Und dann sind wir angekommen. Die Sonne hat es noch nicht ganz durch die Wolken geschafft. Es ist eisekalt. Am Strand hat der Wind so richtig Platz zum pusten. Wir preisen unsere mehrlagigen Kleidungsschichten. Die Nasen laufen, die Augen tränen, die Handschuhe sind nass vom Sammeln der Strandschätze, aber es ist einfach herrlich!









Nach anderthalb Stunden verabschieden wir uns schon von der Ostsee. Es ist einfach zu kalt. Als wir wieder Richtung Heimat fahren, kommt die Sonne raus. Und es kommen uns doch noch ein paar Autos entgegen. 

Auf dem Heimweg fahren wir auf dem Gut Wulfsdorf rum und kaufen im Hofladen für das Wochenende ein. Zu Hause gibt es erstmal heißen Kakao. Aus einer Kanne aus meiner Porzellansammlung. Aus genau solchen Modellen gab es schon in meiner Kindheit im Kindergarten oder im Ferienlager Kakao oder Tee.

Dann koche ich ein Huhn aus. Die Kinder spielen Lego. Im Fernsehen läuft ein bisschen Skispringen und ich gehe in die Badewanne.

Zum Abendessen gibt es einen großen Topf Hühnersuppe mit Karotten und Kartoffeln. Ich dachte noch, da bleibt ganz viel übrig... Die Öko-Kiste steht auch vor der Tür. Nachher schauen der Liebste und ich einen spannenden Film. Wir haben es gut!

Meine heutigen Entdeckungen im Internet:

Wer wie ich Schneesehnsucht hat, schaut sich die schönen Bilder auf dem LandLebenBlog an. 

54books: Demokratie (vor)lesen - Über politische Kinder- und Jugendbücher in Krisenzeiten

Manche machen einen "Dry-January", wollen also im Januar keinen Alkohol trinken. Das gelegentliche Gläschen Wein gegen den Stress und die Überforderung als Mutter klingt erst einmal harmlos – und scherzhafte Memes sowieso. Aber sind sie das wirklich? Wine-Moms und Dry January

Diesen Schokoladen-Cheesecake habe ich mir gemerkt.

So, so, so wunderbar: WindowSwap. Beim Fenstertausch kann man mit nur einem Klick aus irgendeinem Fenster auf der Welt schauen. Das könnte ich stundenlang machen!


Ich danke für das Mitlesen und die Anteilnahme. Ich will denen, die es gerne möchten, die Möglichkeit geben, etwas in die virtuelle Kaffeekasse zu tun. Herzlichen Dank für die Anerkennung!

Freitag, 15. Januar 2021

15. Januar 2021

Ich wache um 6 Uhr auf. Die Augustschnuppe sitzt im Dunklen zwischen dem Liebsten und mir und spielt mit ihrer Babypuppe. Ich flüstere ihr etwas von "Schlafenszeit" zu, da legt sie sich wieder hin. Ich döse vor mich hin, aber schlafe nicht mehr ein. Ich stehe irgendwann leise auf und gehe duschen. 

Erstmal Kaffee. Ich mahle eine Portion Kaffeebohnen und gieße sie in der Stempelkanne auf. Leider gibt es ja noch kein Duft-Internet...

Gegen 7:30 Uhr sind auch alle anderen Familienmitglieder wach. Wir frühstücken Brot oder Müsli. Ich mache mich schick, wie ich immer dazu sage, und bringe die Augustschnuppe in den Kindergarten. 

Danach fahre ich mit dem Fahrrad ins Büro. Es sind Bestellungen abzuarbeiten. Ich mache das echt gerne und bin sehr dankbar für den Job. Beim Einpacken der Pakete stelle ich mir vor, wer sie auspackt oder bewundere die gelungene Auswahl. Ja ich klebe manchmal sogar die Aufkleberchen farblich passend zur Bestellung auf.

Wir drei Frauen teilen uns die Zeiten im Büro ein bisschen auf, so dass wir uns dort vorsichtshalber nicht treffen. Und wenn, dann nur kurz und mit Masken. Ist schön ruhig heute, aber auch nicht so gesellig wie sonst.

Als ich am frühen Nachmittag wieder nach Hause komme, mache ich mir etwas zu Essen. Zum Mittag haben sich der Liebste und die drei Schulkinder Wraps gemacht. Wir bestreichen die fertig gekauften Teigfladen meistens mit Frischkäse oder Soßen. Dann wickeln wir da immer Salat, verschiedene Gemüsesorten, Käse, Thunfisch oder Hühnchen ein. 

Ich probiere mal den neusten Hit aus meinem Internet aus: den Wrap einmal bis zur Mitte einschneiden und belegen. Dabei auf jeden Fall Reibekäse verwenden. Dann zu Vierteln einklappen und von beiden Seiten ganz kurz in einer Pfanne anbraten. Da schmilzt der Käse und man hat quasi ein gegrilltes Käse-Sandwich. Funktioniert und ist tatsächlich super!

Der Adventsjunge hat am Vormittag so unbeaufsichtigt wieder sehr wenig von seinen Aufgaben geschafft. Er setzt sich ran, als ich da bin und ist dann aber sehr schnell fertig. Er kann es, wenn er will. Die beiden Großen sind sehr selbstständig und haben ganz guten Kontakt zu ihrer Lehrerschaft und den anderen Kindern ihrer Klassen. 

Für die Kaffeezeit backe ich dann noch schnell Grießkekse. Das sind die beliebtesten Kekse bei uns. Und sie gehen so schön schnell! Der Liebste hat Feierabend und freut sich auch über die Kekse.

Nach der Kaffeezeit gehen die vier Kinder noch ein bisschen raus. Sie nehmen ihre Roller und Fahrräder mit und drehen eine Runde um den Block. Ich bin so froh, dass das jetzt so gut klappt. 

Ich bin plötzlich todmüde und lege mich in den Sessel. Als die Kinder nach einer gefühlten Viertelstunde wieder zur Tür hereinlärmen, tue ich so, als ob ich sie nicht gehört hätte. Sie lassen mich tatsächlich in Ruhe und spielen in ihren Zimmern. Ich schlafe nochmal ein bisschen ein.

Zum Abendessen will die Familie auch mal die angebratenen Wraps ausprobieren. Abgemacht, das ist ein superschnelles Essen. Beim nächsten Mal probieren wir sie auf alle Fälle auch mal mit Tomate, Mozzarella und Pesto aus. 

Meine heutigen Entdeckungen im Internet:

Naja, von heute ist das nicht. Seit Tagen schon summe ich ein Seemannslied. Das geht im Moment um die Welt. Es macht Spaß, vielen Menschen beim Singen und Musizieren zuzuhören. In diesen Zeiten ein kleiner netter Lichtblick. Wird Zeit, dass Land in Sicht kommt, oder?!

Die Süddeutsche Zeitung listet mal auf, wo es welche Angebote für Bildungsfernsehen für Kinder gibt. Wir nehmen diese Angebote im Grunde gar nicht in Anspruch, denn die Kinder, besonders die Großen, haben einen straffen Zeitplan, in dem sie ihre täglichen Aufgaben erledigen müssen. 

Wie der Distanzunterricht aktuell so läuft, hat die Zeit am Beispiel von Erfahrungsberichten Hamburger Eltern aufgeschrieben. 

Das Filmmuseum Potsdam erweitert sein Filmangebot ins Digitale. Es gibt ab heute Stummfilmraritäten oder aktuelle Produktionen, die man mit dazu passenden Kommentaren anschauen kann. Das Programmangebot wechselt monatlich, die Filme können nach Anmeldung zu moderaten Preisen angeschaut werden. (im Moment sogar noch kostenlos, weil die Bezahlfunktion noch nicht funktioniert)

Im Corona-Impfterminrechner kann man nach der Eingabe der persönlichen Parameter erfahren, welchen Platz man in der Warteschlange für die Impfung hat.


Ich danke für das Mitlesen und die Anteilnahme. Ich will denen, die es gerne möchten, die Möglichkeit geben, etwas in die virtuelle Kaffeekasse zu tun. Herzlichen Dank für die Anerkennung! 

Donnerstag, 14. Januar 2021

14. Januar 2021

Geschlafen bis um 7:30 Uhr. Da ist der Liebste schon unter der Dusche. Nach ihm ist das Mutzelchen im Bad. Die beiden Jungs kommen zu mir und der Augustschnuppe ins große Bett. Wir kuscheln eine Weile, bis ich aufstehe und die Jungs dem Liebsten helfen, den Tisch zu decken.

Als ich schließlich am Frühstückstisch bin, haben die beiden Großen nur noch ein paar Minuten, bis ihr Unterrichtstag am Bildschirm beginnt. Ihr Fern-Unterricht folgt dem ganz normalen Stundenplan. Als wenig später auch der Liebste am Schreibtisch im Schlafzimmer sitzt, höre ich aus drei Zimmern hinter den geschlossenen Türen Gespräche über die Lautsprecher. 

Ich räume die Küche auf, gehe mich schminken und gebe dem Adventsjungen seinen morgendlichen Schubs in Richtung Arbeitsplatz. Er beginnt mit einigen Zeilen Schreibschrift und hat dann eine Seite im Mathe-Arbeitsheft zu bearbeiten. Die Augustschnuppe holt wieder ihr Bastel- und Malzeug raus und macht eine Weile etwas am Esstisch. Ein Tipp einer Leserin (Danke!) hat mich endlich mal einen auslaufsicheren Becher (Amazon-Partner-Link) bestellen lassen. Klappt super! Wenn man ihn wirklich nur bis zur Markierung befüllt. 



Dann will die Jüngste gerne etwas anderes machen und geht durch die Zimmer, um jemanden zum spielen zu finden. Doch ihre Geschwister haben alle keine Zeit. Da beschließe ich, mit ihr rauszugehen. Ich brauche noch Zutaten für das morgige Mittagessen. Wir ziehen uns warm an und gehen los. Die Glocke im Kirchturm schlägt genau zehn, als wir vorbeikommen.

Im großen Supermarkt ist es schön leer. Wir sind schnell durch. Danach laufen wir noch einen etwas längeren Weg nach Hause. Wir sehen Krokusse, die schon aus der Erde kommen. An der Feuerwache machen wir einen längeren Halt, genauso wie an einer Baustelle. Wir besprechen, welche Fahrzeuge wir sehen, was da wohl gearbeitet wird und wo wir sowas schonmal gesehen haben. Ich habe da übrigens genauso viel Interesse dran wie die Kinder. Ich würde mich auch alleine an eine Baustelle stellen. 




Als wir wieder am Kirchturm um die Ecke vorbeikommen, schlägt die Glocke elf. Der Adventsjunge ist in der Zwischenzeit bei seinen Schulaufgaben gar nicht weitergekommen. Dafür hat er mal ganz in Ruhe mit seinem Super Mario Lego (Amazon-Partner-Link), das er zu Weihnachten bekommen hat, gespielt. Naja, muss auch mal sein. In der Zeit bis zum Mittagessen schafft er aber noch alle seine Aufgaben. 


Das Mittagessen ist heute sehr schnell gemacht. Von der gestrigen Bolgnese-Sauce war noch eine gute Menge übrig. Die habe ich in einen großen Topf getan, eine Packung passierte Tomaten dazugegeben, Gewürze und einige Dosen Kidney-Bohnen und Mais. Tadaaaa: Chili con Carne! Mit Nacho-Chips war die Suppe der Renner! Passend zum feurigen Essen habe ich den Tisch mal ein etwas bunter gedeckt. Hat gleich richtig gute Laune gemacht! Plan für nach Corona: mit den Kindern ein mexikanisches Restaurant besuchen. 



Nach dem Essen sind der Liebste und die beiden Großen wieder am Schreibtisch. Der Adventsjunge und die Augustschnuppe spielen, ich räume die Küche auf, mache Wäsche und esse heimlich *pssssst* ein Mini-Magnum-Eis in der Küche. 

Die Augustschnuppe sucht dann einen Film aus. "Heidi" (Amazon-Partner-Link) soll es sein. Der Film ist wunderschön und gehört zu unseren Lieblingsfilmen. Anuk Steffen spielt die Heidi großartig. Hannelore Hoger als Großmutter und Bruno Ganz als Alm-Öhi sind auch wunderbar. 

Am Nachmittag gibt es Obst, Brioche-Brötchen und die letzten Scheiben Stolle. Der Liebste hat sogar schon Feierabend. Dann geht die Familie nochmal raus an die Luft. Um kurz nach vier ist es sogar noch ein bisschen hell.

Ich überlege, was ich in der leeren Wohnung alles tolles machen kann. In Ruhe aufräumen, staubsaugen, die Garderobe sortieren... Ha, denkste! Ich gehe in die Badewanne! Am Nachmittag! Das kommt mir sehr luxuriös vor. Ich mache mir eine kleine Knabberschüssel mit dunkler Schokolade, Cranberries und Mandeln. Ich versinke in ordentlich Schaum und lese fast mein Buch aus.

"... Ich konnte weit schauen, weit hinaus in den Fjord, wo die Konturen der zerklüfteten Felsen und die Bergketten so deutlich zu sehen waren, als hätte sie jemand mit einer Rasierklinge in den eisblauen Abendhimmel gestochen. Selbst das Meer war kein Meer, sondern eine Masse aus zähflüssigem Öl, in der sich in hellsten Neonfarben alles spiegelte: der hellblaue Himmel, die fliederfarben schimmernden Berge, die vom Sonnenlicht gelbgoldenen Wolken,. Die Metallverkleidung des Schornsteins leuchtete kupferfarben, der schwarze Rumpf schimmerte lila. Leise zog das Schiff durch den Fjord, wie ein Messer durch weiche Butter. Wir hinterließen schimmernde Rillen im dunkelblau-schwarzen Wasser. Ich schaute zurück und stellte mir ein Band vor, das sich zwischen mir und dem Land spannte und immer dünner wurde, bis es zerriss. ...

So heißt es irgendwo zu Beginn von "Beinahe Alaska" (Amazon-Partner-Link) von Arezu Weitholz. Die Ich-Erzählerin beschreibt die Landschaften, die sie sieht, das Wetter, die Eigenheiten ihrer Mitreisenden und der Crew. Sie streift die Geschichte der Orte, die sie besucht und ihre eigene Vergangenheit. Es ist leicht zu lesen und lässt mich träumen. Hachseufz. So eine Schiffsreise wäre was für mich!

Fast eine ganze Stunde bin ich im Wasser. Die Familie ist schon längst wieder zurück. Der Adventsjunge geht nach mir in die Wanne. Ich setze mich in Schlafanzug und kuscheligem Bademantel an den Schreibtisch und fange diesen Text hier an. Nach dem Sandmännchen gibt es Abendessen. Dann kommt die Augustschnuppe als Erste ins Bett. Der Liebste hat einen Online-Spieleabend mit seinen Kollegen. Ich schreibe hier zu Ende und schaue nebenbei Dokumentationen über Grönland und Alaska auf dem NDR. 

Meine heutigen Entdeckungen im Internet:

Die Universität Mannheim untersucht die Auswirkungen elterlichen Stresserlebens durch die derzeitige COVID-19-Pandemie auf den Schwangerschaftsverlauf, das Geburtserleben sowie die Eltern-Kind- und die Paar-Beziehung im Übergang zur Elternschaft. Wer mag, kann bei der Studie mitmachen. 

Und auch der Landeselternausschuss Berliner Kindertagesstätten macht eine Umfrage: Wie geht Kita während Corona? (bis 22.01. für Berliner Eltern)


Claudia ist Mutter von vier Kindern und Grundschullehrerin. Schon letzten März hat sie ihre Tipps fürs Homeschooling aufgeschrieben. Ein paar Tipps - und ein Plädoyer für ganz viel Lässigkeit



Ich danke für das Mitlesen und die Anteilnahme. Ich will denen, die es gerne möchten, die Möglichkeit geben, etwas in die virtuelle Kaffeekasse zu tun. Herzlichen Dank für die Anerkennung!

Mittwoch, 13. Januar 2021

13. Januar 2021

Ich wache gegen 6 Uhr auf. Wieder so ein Zappelkind zwischen uns im Bett. Heute ist Mittwoch. Mittwoch ist Markttag. Ach, ich kann den Marktbesuch ja auch vor dem Frühstück erledigen. Ich stehe also auf, gehe duschen, heute mal ohne Haare, denn sonst müsste ich sie ja vor dem Rausgehen föhnen, ziehe mich warm an, Ski-Unterwäsche ist super!, und schleiche mich aus der Wohnung.

Na gut, letztes Frühjahr war das schon ein anderes Gefühl, früh am Morgen zum Markt zu radeln. Da war es schon hell. Und warm. Heute ist es noch stockfinster. Und es hat ein bisschen geschneit, manche Stellen auf der Straße sind bedeckt mit Schneematsch. Wieder fällt mir auf, wie schlecht Menschen in schwarzer Kleidung im Dunklen zu sehen sind. Egal ob joggende oder spazierende Personen oder Personen auf dem Fahrrad: Schwarz ist wirklich die ungeeignetste Farbe für den Winter. 

Der Wochenmarkt ist um 7:20 Uhr noch menschenleer. Ich laufe einmal drüber und kaufe, was ich brauche. Das Coffeebike ist leider schon eine ganze Weile nicht mehr da. Tchibo hat im Moment geschlossen. Aber bei Bäcker Junge gibt es auch sehr guten Kaffee. Ich kann mir allerdings abgewöhnen "Zum Mitnehmen, bitte!" zu sagen. Anders gibt es den Kaffee ja gerade eh nicht.

Mit frischen Brötchen im Gepäck fahre ich nach Hause. Da sind schon alle wach und der Frühstückstisch ist gedeckt. Die beiden Großen müssen um Punkt 8:30 Uhr wieder am Schreibtisch sein. Da findet immer die erste Klassenkonferenz des Tages online statt. Auch die Pausenzeiten sind gesetzt. Wie in der "richtigen" Schule auch. Den Kindern gefällt das besser, denn so sind sie verlässlich um 14 Uhr fertig mit ihrem Stoff. Letztes Jahr haben sie manchmal erst um 10 Uhr angefangen und dann oft bis weit in den Nachmittag gearbeitet. 

Der Adventsjunge fängt heute mit Kunst an. Er soll einen Eisbären als Collage gestalten. Ich helfe ihm ein bisschen. Wir klären erstmal, was mit einer Collage gemeint ist. Die wird dann auch ganz schön. Danach macht er Deutsch und Mathe. 

Ich mache den Haushalt, den Haushalt, den Haushalt... Drei Maschinen Wäsche heute. Zweieinhalb mal den Geschirrspüler. Kochen. E-Mails. Staubsaugen. Schuhe putzen. Zum Mittag gibt es Spaghetti Bolognese. Auf dem Markt habe ich beim Fleischer frisches Hackfleisch gekauft. 

Beim Nudelnmachen mit dem Pastamaker (Amazon-Partner-Link) hilft mir die Augustschnuppe. Sie kippt allerdings die Flüssigkeit etwas daneben. Ich gieße dann einfach beim Knetvorgang nach Gefühl ein bisschen dazu. Es war aber zu viel Flüssigkeit. Der Teig ist nicht feinkrümelig wie sonst, sondern ein großer Klumpen. Fast hebt der Deckel ab. Als die Spaghetti vorne rausgedrückt werden, kleben sie sofort zusammen. Ich mache den Deckel auf und schütte oben etwas Hartweizengrieß über den Teig. Die fertigen Nudeln bestäube ich auch mit Grieß und lockere sie mit den Fingern auf. So kann ich die Nudeln doch noch retten. Das war das erste Mal, dass das nicht perfekt funktioniert hat. Nur falls jemand auch mal das Problem haben sollte...

Nach dem Essen sind die Großen wieder am Arbeitsplatz. Der Liebste kommt erst später an den Tisch zum Essen. Die beiden Kleineren schauen "Vaiana" (Amazon-Partner-Link). Die Augustschnuppe mag vor allem die Lieder, da tanzt sie immer vor dem Fernseher.

Ich schaue auf den Wetterbericht und beschließe, sofort nochmal loszuradeln. Die Apotheke hat eine Salbe angerührt, die nun abgeholt werden kann. Das geht ganz schnell. Auf dem Rückweg werde ich trotzdem nass. Ich glaube, ich brauche mal so Überzieher für die Beine, denn meine Stiefel sind nach dem Fahrradfahren regelmäßig bis ans Knie nass und verschlammt.


Dann ist es draußen stockfinster und ein richtiger Schneesturm bricht herein. Doch es bleibt nix liegen, es wird nur alles noch nasser. Die Kinder spielen sich durch die ganze Wohnung. Ich lasse sie gewähren, Ordnung halten ist gerade ganz hinten auf der Prioritätenliste. Aber es gibt es keinerlei Rückzugsmöglichkeiten für mich. Außer das Klo. Bis jemand klopft.

Der Liebste und ich treffen uns zur kurzen Kaffeepause in der Küche. Ich bin heute geknickt, denn mir ist trotz des Gewusels um mich herum und trotz der vielen kleinen Aufgaben sehr, sehr, sehr langweilig. Ich fühle mich innerlich ganz stumpf. Müde bin ich auch. Ich muss schon wieder Tränen runterschlucken.

Wahrscheinlich trägt das komische Wetter heute zur Stimmung bei. Und die täglichen Nachrichten mit gleichbleibend hohen Infektionszahlen, Toten, Virus-Mutationen und gleichzeitig schleppend verlaufenden Impfungen und obendrein Impfverweigerern lassen befürchten, dass uns diese Situation noch eine ganze Weile erhalten bleibt. Es ist momentan keine Besserung in Sicht. Alles, was Kindern und Familien irgendwie Spaß macht und Ablenkung bietet und sonst zu unserem Leben dazugehört habt, wie Schwimmbäder, Kinos, Tierparks, Museen, Jugendherbergen oder Ferienwohnungen an der Ostsee sind geschlossen und unerreichbar.  

Und selbstverständlich weiß ich, dass es in der Menschheitsgeschichte schon schlimmere Zeiten gab und aktuell auch sehr viele Menschen auf der Welt große Not leiden. Doch Leid lässt sich nicht aufwiegen. Mir geht es jetzt nicht automatisch besser, wenn ich das weiß. Ich weiß aber, dass es für uns ganz bestimmt wieder schönere Zeiten kommen werden. Wir halten uns natürlich weiterhin an alle Empfehlungen, das kriegen wir auch hin. Nur heute will ich das auch mal so aufschreiben dürfen. (Diskutieren möchte ich das auch nicht, danke!)

Am Nachmittag hat der Adventsjunge wieder eine Videokonferenz mit seiner Lehrerin und der Hälfte seiner Klasse. Die andere Hälfte spricht mit der zweiten Klassenlehrerin. Bei den Gruppenzusammenstellungen wurde auf Freundschaften geachtet. Eine halbe Stunde lang reden alle miteinander und zeigen Aufgaben vor. Danach ruft er noch seinen Freund an und die beiden bauen zusammen Lego. Jeder vor seinem Bildschirm. 

Zum Abendbrot gibt es Brötchen von heute Morgen oder für die Augustschnuppe einen kleinen Rest Nudeln vom Mittagessen. Die teilt sie mit ihrer Babypuppe. Die heißt jetzt übrigens Leni.

Wenn alle Kinder im Bett oder in ihren Zimmern sind, freuen der Liebste und ich uns aufs Sofa und die Mini-Serie "Lupin" auf Netflix, die wir gestern angefangen haben. Der Start ist sehr vielversprechend und es macht Spaß, dem Hauptdarsteller zuzusehen. 

Meine heutigen Entdeckungen im Internet:

Der Liebste ist begeistert: Hier kann man für die nächste Videokonferenz ein Alpaka mieten. Oder auch ein Lama, ein Rentier oder ein Kamel. Viele Tierparks haben hohe Kosten, die einfach immer weiterlaufen. Dieser Hof bietet sonst Wanderungen mit seinen Tieren an. Eine tolle kreative Idee!

Zeit: Corona-Lockdown: Was Unternehmen jetzt für Eltern tun können. Der Lockdown bringt viele Menschen mit Kindern an ihre Grenzen. Sechs Ideen, wie ihre Chefs sie unterstützen können. 

Die Jugendnotmail möchte Jugendlichen bei ihren Problemen zur Seite stehen. Es gibt moderierte Themen- Chats, Einzel-Chats und auch ein Forum.

Die Fachhochschule Münster klärt auf: Möglichkeiten und Grenzen der eigenverantwortlichen Wiederverwendung von FFP2-Masken für den Privatgebrauch.  

Quarks: Wie geht Asien mit der Corona-Pandemie um? Was einige asiatische Staaten besser machen. Die Zahlen sind auffallend niedrig. Was ist das Erfolgsrezept?


Ich danke für das Mitlesen und die Anteilnahme. Ich will denen, die es gerne möchten, die Möglichkeit geben, etwas in die virtuelle Kaffeekasse zu tun. Herzlichen Dank für die Anerkennung!

Dienstag, 12. Januar 2021

12 von 12 im Januar 2021

Das erste 12 von 12 in diesem Jahr! Alle, die bei dieser Aktion mitmachen, versammeln sich drüben bei Caro.

Heute summt der Wecker um 7:30 Uhr. Die Nacht war mal wieder kurz. Gegen halb 3 höre ich die Tür ins Schloss fallen. Der Große hatte sich auf den Weg gemacht. Er ist mit dem Zug vom Hamburger Hauptbahnhof zuerst nach Frankfurt und von dort nach Paris gefahren. 

Die Augustschnuppe spielt auch in dieser Nacht zwischen uns mit ihrer Babypuppe und hampelt herum. Nach dem Aufstehen entdeckte ich in der Küche die zurückgelassenen Dinge des Großen.

Schnelles Frühstück. Die Großen und der Liebste gehen an ihre Arbeitsplätze. Der Adventsjunge ist instruiert. 

Ich bringe die Augustschnuppe in den Kindergarten und radle ins Büro. Der strömende Regen vom Morgen hat zum Glück aufgehört. Leere Fußgängerzone im Ortszentrum. Da haben im Moment nur die Drogeriemärkte und die Supermärkte geöffnet. 

Im Büro packen meine Kollegin und ich zusammen Bestellungen ein. Gut, dass sie da ist, denn ich hatte morgens bei meinem Laptop auf "aktualisieren" geklickt. Ich ahnte ja nicht, dass das Update drei Stunden dauern würde. So teilten wir uns einen Computer. Wir arbeiten die ganze Zeit natürlich mit Gesichtsmasken und lüften gründlich.

Zu zweit sind wir heute viel schneller fertig, deshalb habe ich noch ein bisschen Zeit zwischen Büro und dem geplanten Eintreffen zu Hause. Das Abholen der Augustschnuppe habe ich am Morgen schon an die Geschwister delegiert. So bleibt mir Zeit, um eine Zeitung zu holen und Essen für mich. Ich entscheide mich für eine kleine Schachtel Sushi. Nur mit Lachs und Gurke, die mag ich am liebsten. 

Dann radle ich Richtung Naturschutzgebiet. Die Sonne ist überraschenderweise rausgekommen. Es ist einfach herrlich! Ich fahre eine sehr große Runde. Als ich auf der Weide die Galloways entdecke, mache ich eine Pause und esse dabei. Es ist nahezu komplett still. Nur ein paar Vögel sind zu hören. Ich bin sehr, sehr glücklich!



Am frühen Nachmittag bin ich wieder zu Hause. Die Großen wollen gerade die Augustschnuppe aus dem Kindergarten abholen. Ich rate ihnen, nochmal kurz am Spielplatz zu halten, denn am Horizont rollen Wolken heran. 

Ich bereite währenddessen Waffelteig vor. Mein Rezept für die klassischen Waffeln verdopple ich, wie immer. Der Trick, damit sie nicht matschig werden ist, sie nach dem Backen erstmal auf Kuchengitter zu legen. So bleiben sie außen knusprig und innen schön fluffig. Das Waffeleisen (Amazon-Partner-Link) habe ich schon benutzt, als ich das Rezept notiert habe. Sieh mal an, das ist fast auf den Tag genau vor 10 Jahren gewesen! 


Die Kinder kommen nach Hause. Glück gehabt, nur kurze Zeit später regnet es wieder wie aus Eimern. Wir essen die Waffeln mit Puderzucker oder Marmelade. Danach entdecke ich, dass der Adventsjunge den ganzen Vormittag über von seinen Schulaufgaben nur sehr wenig geschafft hat. Da muss er leider nochmal ran, denn sonst gibts einen Aufgaben-Stau. Es ist auch gar nicht viel und plötzlich ist er in einer halben Stunde fertig.

Der Liebste macht heute schon um kurz nach 16 Uhr Feierabend. Wir trinken einen Kaffee zusammen auf dem Sofa. Ich lese meine Zeitung, er liest auf dem Tablet und wir erzählen uns die Neuigkeiten vom Tag. Der Große schickt eine Nachricht aus Paris und ein Foto von seinem Zimmerausblick auf dem Campus.

Für die Kinder kommt heute ein neues Buch an. In dem tollen Lesestarter-Buch "Unser Weg ins Weltall" (Amazon-Partner-Link) wird von den beiden deutschen Astronautinnen Insa Thiele-Eich und Suzanna Randall von ihrem Werdegang und ihren Vorbereitungen für ihren Flug zur ISS erzählt. Dazu gibt es viele Informationen, Rätsel und Experimente für Kinder. Sehr empfehlenswert! Eine Stiftung hat sich zum Ziel gesetzt, im Jahr 2021 erstmals eine deutsche Frau ins Weltall zu schicken. Alles nachzulesen auf der Seite "Die Astronautin". 

Vor dem Abendessen hat der Adventsjunge eine kleine Show im Kinderzimmer vorbereitet. Das Mutzelchen spielt auf dem Keyboard dazu. Wir alle verkleiden uns und bekommen eine Eintrittskarte und eine kleine Schüssel mit Snacks.

Nach dem Abendessen ist Abendprogramm. Duschen und Bettgehzeit für die Kinder, Sofazeit für den Liebsten und mich. Mal sehen, welche Serie wir heute anfangen. 

Meine heutigen Entdeckungen im Internet:

Damit Innenstädte Orte sind, an denen man sich gerne aufhält, muss ein bisschen was passieren. Die Corona-Krise hat manche Dinge beschleunigt und fordert uns heraus. "Was kommt nach der Einkaufsstraße?" im brand eins Magazin erzählt von verschiedenen Ideen, wie Innenstädte zu lebenswerten Orten werden können. 

Im Blog vom Ankerherz-Verlag wird von den in Hamburg gestrandeten Seemännern berichtet. Eine Reederei hat nun sogar eine Jugendherberge angemietet.

Im Bericht wird auch Hanseatic Help erwähnt. Diese Organisation wurde 2015 gegründet und versorgt seitdem Geflüchtete und Obdachlose mit Kleidung oder Hygieneprodukten. Während der Corona-Krise werden auch Studierende, Alleinerziehende oder Senioren unter dem Stichwort "Hamburg packt's zusammen" mit Dingen für den täglichen Bedarf unterstützt. 

Veronika Smoor hat 10 Dinge, die unseren Lockdown erleichtern aufgeschrieben. 

Selbstfürsorge und Achtsamkeit - 16+3 Dinge, die uns vom Glücklichsein abhalten. Nic hat ihren älteren Artikel ein bisschen ergänzt. Es gibt Dinge, die wir selbst beeinflussen können. Vielleicht ist da für Euch etwas Hilfreiches dabei.


Ich danke für das Mitlesen und die Anteilnahme. Ich will denen, die es gerne möchten, die Möglichkeit geben, etwas in die virtuelle Kaffeekasse zu tun. Herzlichen Dank für die Anerkennung!