Donnerstag, 21. März 2019

Donnerstagsschnipsel

* Ich möchte mich nochmals für alle Kommentare zum Thema Einschulung bedanken! Ich habe mich sehr darüber gefreut. Da sind viele schöne Geschichten dabei. Mir fielen beim Lesen auch noch einige Begebenheiten meiner Schulzeit ein, vielleicht erzähle ich ja mal davon.

* Anfang der Woche hatte der Adventsjunge seinen Termin zur Einschulungsuntersuchung. Ich fuhr mit ihm und der Augustschnuppe zum Gesundheitsamt. Dort wurde der Adventsjunge zuerst gemessen und gewogen. Dann wurde ein Seh- und ein Hörtest durchgeführt. Später absolvierte der Adventsjunge verschiedene Tests, in denen er z.B. Bilderreihen sinnvoll ergänzen sollte, Mengen auf einem Blick erfassen sollte oder Formen in Bilder einzeichnen sollte. Das hat er alles ganz locker geschafft. Ein bisschen soll er noch an seiner Stifthaltung arbeiten, aber das wird schon. Er ist somit auch ganz offiziell schulreif.

* In dieser Woche war ich das erste Mal bei einer Sitzung der Museumspädagogen im Museumsdorf Volksdorf dabei. Ich durfte viele neue Leute kennenlernen. In der nächsten Zeit beginnen die Veranstaltungen für Schulklassen. Das Angebot des Museumsdorfes ist sehr begehrt und schon sehr gut gebucht. In meinem Kalender stehen nun auch ein paar Termine. Ich freue mich schon sehr darauf.

* Nach richtigem Aprilwetter mit Regenschauern, Hagel und Sturm hatten wir am Dienstag mal einen ganzen Tag lang Sonne. Das tat richtig gut. Jetzt beginnen auch die Forsythien zu blühen. Im Gärtchen lugt der Frauenmantel aus der Erde hervor und die Rosenstöcke bekommen kleine grüne Blättchen.

* Die Augustschnuppe kann mich nicht sitzen sehen. Während ihres Mittagsschlafes ist fast die einzige Gelegenheit für mich, mal zu pausieren. Ansonsten ist die Kleine immer in meiner Nähe und fordert mich. Wenn ich etwas tue, bewegt sie sich in Kreisen um mich herum und spielt mit den Dingen, die sie in die Finger bekommt. So habe ich sehr viel Gelegenheit zum Aufräumen und für die Hausarbeit. Wenn ich z.B. die Wäsche mache, kennt die Augustschnuppe schon alle Abläufe und drückt an den Geräten für mich auf die Knöpfe.

* Ausgemistet habe ich auch schon wieder. Und zwar die Kleiderschränke der Jungs. Nach meinem letzten Aufräum-Beitrag wurde ich gefragt, ob ich mal den Schrank der Kinder zeigen kann. Wir haben große Pax-Schränke. Die Kleidung liegt in Drahtkörben. Oben drin sind Nacht- und Unterwäsche und Socken. In der Mitte T-Shirts und Pullover und unten lange und kurze Hosen. Vom kleinen Bruder wanderte nun einiges nahtlos von links nach rechts rüber in den Schrank des Adventsjungen. Wenn dann beim Adventsjungen noch etwas heile und im Design neutral ist, heben wir es für die Augustschnuppe auf. Doch in letzter Zeit bleibt nicht mehr viel ganz. Vor allem Unterwäsche und Socken sind "Verbrauchsmaterial" das nur ein Kind lang hält. Da links im Schrank beim kleinen Bruder sind jetzt auf alle Fälle Lücken bei den Pullovern, den T-Shirts und in der Sockenkiste.

* So. Gleich geht's, wie jede Woche, zum Aquafitness.


Montag, 18. März 2019

Wochenende am 16. und 17. März

"Fridays for Future" - Freitage für die Zukunft. Mit der Teilnahme an der Hamburger Demonstration begann unser letztes Wochenende. Am Freitag waren in Hamburg noch Ferien. Trotzdem sind 7000 bis 10.000 Menschen auf der Straße gewesen. Es waren nicht nur Schülerinnen und Schüler, sondern auch deren Eltern, Großeltern und Geschwister.

Als wir losfahren wollten, stürmte es draußen und regnete in Strömen. Wir hatten so dermaßen keine Lust! Aber die Kinder schauten sich an und eins sagte "Was würde Greta tun? Sie würde gehen." Und so machten wir uns auf den Weg.

Treffpunkt war auf einem Platz am Hamburger Hauptbahnhof. Schon im Bahnhof war kein Durchkommen mehr. Wir folgten einfach dem Menschenstrom mit den vielen Schildern und Fahnen. Es wurde immer voller. Schon bald darauf wurde die Straße vor dem Hauptbahnhof von der Polizei abgesperrt.

Auch wenn wir nur kurz dort waren, fand ich es wichtig, meinen Kindern zu zeigen, dass es gut ist, sich gemeinsam mit anderen Menschen für eine Sache einzusetzen.






So sah dann der Abend aus: Badewanne für die Kinder.


Der Liebste und ich schauten später "Aufbruch zum Mond" (Amazon-Partner-Link). Wow, den Film hätte ich ja zu gerne im Kino gesehen! Es war, als würde man mit im Fluggerät sitzen. Man spürt jede Erschütterung, hört jedes Ächzen und Klappern und sieht jede einzelne Schraube im Raumschiff. Die Gesichter der Raumfahrer werden ganz nah gezeigt. Da ist keine Spur Heldentum sondern viel Angst, Schmerz und auch Augen-zu-und-durch. Auch die Familien werden gezeigt die bangen, ob diesmal alles gut geht. Es geht in dem Film um Leben und Tod und nebenbei auch um die Landung der ersten Menschen auf dem Mond. Ich fand ihn sehr bewegend.

Der Samstag verlief recht ereignislos. Wir konnten lange im Bett bleiben und frühstückten spät. Der Liebste fuhr mit dem Adventsjungen wieder zum Schwimmkurs und danach einkaufen. Spätes Mittagessen, rumkruscheln zu Hause, schlechtes Wetter...


Am Sonntag fuhren wir in unsere Gemeinde zum Gottesdienst. Nach dem Gottesdienst blieben wir noch dort zum Familiennachmittag. Ein Mann buk in der Küche süße und herzhafte Pfannkuchen für 35 Personen. Dazu gab es selbstgemachte Aufstriche, Apfelmus und Obst und Gemüse.

Wir hatten eine schöne Zeit mit anderen Eltern und Kindern aus unserer Gemeinde. Die Kinder konnten in den Räumen spielen und basteln. Wir Eltern hatten ein bisschen Zeit, zu quatschen.


Am Nachmittag zeigte sich leider nur ganz kurz die Sonne, bevor sich wieder das Aprilwetter durchsetzte.


Am Abend gab es Selbstmachsalat. Das machen wir schon viele Jahre so. Ich schnippelte Gemüse und gab alles in einzelne Schüsselchen. Ich hatte bunte Möhren, grüne Gurken, Mais aus der Dose, Tomaten, Paprika, gekochtes Ei und gemischten grünen Salat. Dazu gab es Joghurtsauce. Aus den Brötchen des Wochenendes machte ich in der Pfanne knusprige Croutons. Alles wurde ratzeputz leergegessen.


Noch mehr Wochenendeinblicke gibt es bei Alu und Konsti


Freitag, 15. März 2019

Und zum Tee: Friesentorte


Auf unserem Ausflug an die Nordsee habe ich Ostfriesentee und Kluntje gekauft. Außerdem eine Zuckerzange und einen kleinen Sahnelöffel. Zu Hause wollte ich auch eine gemütliche ostfriesische Teezeremonie machen.

Statistiken sagen, die Menschen in Ostfriesland haben den weltweit größten Teeverbrauch pro Kopf. In Deutschland trinken sie das Elffache des deutschen Durchschnittsverbrauchs. Bei befreundeten Personen in Ostfriesland durfte ich erleben, dass das stimmt. Zum Teetrinken nehmen sich die Menschen in Ostfriesland in geselligen Runden gerne Zeit.

Teeblätter werden in eine vorgewärmte Kanne gegeben und mit siedendem Wasser übergossen. Nach kurzer Ziehzeit wird der Tee entweder in eine andere Kanne umgegossen oder durch ein kleines Sieb in die Tassen gegossen. Auf einem Stövchen mit Kerze wird die Kanne warmgehalten.

Beim Eingießen des Tees in die Tasse gibt es eine Reihenfolge zu beachten: zuerst wird ein großes Stück Zucker, der Kluntje, in die Tasse gelegt. Das ist eine Art Kandiszucker. Kluntje gibt es hier im Norden in jedem Supermarkt oder aber hier (Amazon-Partner-Link). Wenn der Tee auf den Kluntje gegossen wird, knistert es ganz leise und zauberhaft. Zum Schluss wird mit dem Sahnelöffelchen etwas Sahne in den Tee gegeben. Die Sahne steigt auf und es zeigen sich kleine Wölkchen, Wulkje.

Der Tee wird vor dem Trinken nicht umgerührt, so kann man ganz unterschiedliche Aromen schmecken. Den herben Schwarztee, die Milde der Sahne und zum Schluss die Süße des Zuckers. In kleinen Teetassen reicht ein großes Stück Kluntje für ungefähr drei Tassen Tee. Die werden bei einem Besuch bei Ostfriesinnen oder Ostfriesen auf alle Fälle getrunken. Der Löffel wird erst ganz zum Schluss benötigt. Den legt man in die Tasse um zu signalisieren, dass man keinen Tee mehr nachgeschenkt haben möchte.

Im Alltag werden allerdings auch allerlei abgespeckte Versionen des Teetrinkens praktiziert. Manche trinken ihren Tee je nach Vorliebe ohne Kluntje oder ohne Sahne oder auch aus großen Tassen. Deshalb fand ich es jetzt nicht so schlimm, dass wir den Tee "nur" in unserer großen Teekanne von Bodum (Amazon-Partner-Link) aufgebrüht haben. Zuckerzange und Sahnelöffel (beides Amazon-Partner-Link) gibt es genau so auch in Friesland.

Und was fehlt jetzt noch? Ein schönes Stück Kuchen. In Ostfriesland habe ich sehr üppige Torten kennengelernt. Bei meiner Suche nach einem ganz schnellen und unkomplizierten Rezept stieß ich dann auf die Friesentorte. Rezept? Bitteschön:

Zutaten:

ca. 500g Blätterteig (am allerbesten 2 Rollen frisch aus dem Kühlregal)
500ml Sahne
2 Tütchen Sahnesteif
2 Tütchen Vanillezucker
200g Pflaumenmus
ca. 5 Esslöffel brauner Zucker

* tiefgekühlte Blätterteigplatten antauen lassen, etwas ausrollen und aneinanderlegen
* oder: frischen Blätterteig einfach ausbreiten
* mithilfe eines Springformbodens 2 große Kreise ausschneiden
* einen der Kreise in 12 Tortenstücke zerteilen
* Teig mit Wasser bestreichen und mit braunem Zucker bestreuen
* Kreis und Tortenstücke bei 180°C Umluft ca. 13-15 Minuten backen
* herausnehmen und abkühlen lassen
* Schlagsahne mit Sahnesteif und Vanillezucker steif schlagen
* den unteren Boden mit Pflaumenmus bestreichen
* Sahne darauf geben
* Blätterteigstücke schräg auf die Sahne setzen
* bis zum Servieren kalt stellen

Das ist leicht, oder?! In Norddeutschland habe ich sogar schon fertig gebackene Blätterteigböden im Supermarkt gesehen. Der braune Zucker auf dem Blätterteig karamellisiert im Ofen. Dadurch weicht der Boden nicht so schnell auf und knuspert ganz toll. Die Friesentorte ist wie der Tee: herb, sahnig und süß. Perfekt für eine gemütliche Teestunde! Die Kinder wollten auch unbedingt Tee trinken. Na warum wohl? Weil sie dann den Rest Kluntje gleich mitgetrunken haben :-)

Aus den Resten des Blätterteigs habe ich übrigens kleine Schweineöhrchen gebacken. Einfach ausrollen, mit Zucker bestreuen und von zwei Seiten zur Mitte rollen. Dann mit einem scharfen Messer in Scheiben schneiden und auf einem Blech backen.




Mittwoch, 13. März 2019

Einschulung 2019 mit ergobag


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Wenn ich an meine eigene Einschulung denke, fällt mir die Vorfreude wieder ein. Endlich war es soweit! Mir eröffnete sich eine ganz neue Welt. Vor allem das Lesen und Schreiben haben mir enorm viel gebracht. Ab jetzt war keine Bibliothek mehr sicher vor mir! Schon ein Jahr später las und las und las ich. Langeweile kannte ich gar nicht. Aber auch der Schulgarten und die Werkräume aus den ersten Jahren sind mir in sehr guter Erinnerung geblieben.

Meine Kinder haben sich bis jetzt immer auf die Schule gefreut. Sie profitieren sicher auch davon, dass ich persönlich vor allem meine positiven Erinnerungen teile. Ich traue ihnen zu, dass sie es schaffen werden. Außerdem bin ich mit den Jahren gelassener geworden. In diesem Jahr ist nun der Adventsjunge dran. Kaum zu glauben! Es ist immer wieder eine spannende Sache, auch beim vierten Kind, das eingeschult wird. Und ja: auch bei dieser Einschulung werde ich vermutlich ein Tränchen verdrücken, wie immer.

Der Adventsjunge durfte sich aus der Kollektion von ergobag einen Schulranzen aussuchen. Mit ergobag haben wir schon gute Erfahrungen gemacht. Diesmal ist es ein ergobag cubo Bäranusaurus Rex geworden. In der Lieblingsfarbe des Adventsjungen. Mit Dino-Kletties.

Der ergobag cubo ist kompakt in der Form und erinnert an einen klassischen Schulranzen. Der Stauraum ist durch die Ranzenform leicht überschaubar. Auch mit geöffnetem Deckel steht der cubo sicher und fällt nicht um. Gleichzeitig bietet der cubo aber auch den Komfort eines Rucksacks. Auf die breiten gepolsterten Träger und den Brust- und Hüftgurt legen wir besonders viel Wert. Sehr interessant ist die stufenlose Rückenlängenanpassung. Dafür wird das ganze Rückenteil aufgeklappt. Dort befindet sich eine Körpergrößen-Skala. Man löst eine sehr feste Klettverbindung und kann dann die kompletten Träger in der Höhe verschieben. So sitzt der Ranzen bei Kindern der ersten Klasse bis zum Ende der Grundschulzeit immer perfekt.

Natürlich bringt der Ranzen alles mit, was zum Schulanfang gebraucht wird: einen Sportbeutel, eine komplett gefüllte Federtasche und ein sogenanntes "Schlampermäppchen" für Klebestift, Schere usw. Die Kletties am Ranzen können auch ausgetauscht werden. Es gibt sogar Kletties zum Selbstgestalten, z.B. aus Bügelperlen, mit Stiften oder mit persönlichen Fotos. So kann der Schulranzen immer wieder anders aussehen ohne dass gleich eine neue Tasche hermuss. Für eine gute Sichtbarkeit im Straßenverkehr ist der ergobag cubo rundherum mit Reflektoren ausgestattet.

Was ich ja besonders spannend finde: die Stoffe für die Ranzen von ergobag werden zu 100% aus recycelten PET-Flaschen hergestellt. Diese Produktionsweise verringert die Umweltbelastung. Reccourcen werden geschont und Plastikmüll findet eine neue Verwendung. Für einen cubo wird z.B. Material von 27 Flaschen benötigt. Dadurch sind die Stoffe wasserabweisend, robust und leicht. Für alle, die es interessiert: Hier gibt es alle Informationen zur Nachhaltigkeit.

Gerade habe ich den Adventsjungen gefragt, auf was er sich besonders freut. "Auf die Hausaufgaben!" rief er begeistert. Das habe ich hiermit mal für uns alle aufgeschrieben ;-)

Verlosung

Und jetzt habe ich eine Überraschung für meine Leserinnen und Leser: ich darf ein Schulranzen-Set von ergobag verlosen! Die Gewinnerin oder der Gewinner darf sich aus der gesamten Kollektion (nach Verfügbarkeit) ein Modell aussuchen. Die Verlosung endet am 18. März 2019, 24 Uhr. Die Gewinnerin oder der Gewinner wird ausgelost und wird von mir benachrichtigt.

Bitte kommentiert hier unter diesem Beitrag und erzählt doch mal, auch für alle anderen Leserinnen und Leser: Was war das schönste Erlebnis in Eurer Grundschulzeit?

Viel Glück!


Die Kommentare sind jetzt geschlossen. Die Gewinnerin wurde benachrichtigt. Vielen Dank für all die schönen Geschichten!








Dienstag, 12. März 2019

12 von 12 im März

Heute ist schon wieder 12 von 12. Am 12. eines Monats macht man im Tagesverlaufs Fotos und zeigt dann am Abend 12 davon im Blog. Bei Caro versammeln sich schon seit Jahren alle, die mitmachen.

Ich wache um 6 Uhr auf. Der Liebste will sich aus dem Bett schleichen, hat aber die Rechnung ohne die Augustschnuppe gemacht, die auch aufgewacht ist und mit ihm mitwill. Ich bin noch sehr müde, denn die Nacht war mal wieder kurz und unterbrochen.

Aber als ich später fertig aus dem Bad komme sehe ich: um viertel vor 7 ist es schon hell, hurra!


Noch ein schöner Anblick: der Liebste hat schon den Tisch gedeckt. Wir frühstücken und wecken dann die Kinder. Die konnten heute wegen der Märzferien ein bisschen länger schlafen.


Der Liebste fährt ins Büro, ich mache Küchenarbeit. Immer mit der Augustschnuppe dabei. Die anderen Kinder kommen an den Tisch und frühstücken.


Das Mutzelchen und der kleine Bruder nehmen seit neustem diese großen Becher (Amazon-Partner-Link) mit zur Schule. Unten kommt Naturjoghurt rein und klein geschnittenes Obst. Oben Müsli. In der Pause vermischen die Kinder sich die Zutaten und haben eine leckere Pausenmahlzeit.

Heute gibt es eine Premiere, die Großen gehen in den Ferienhort und bringen vorher den Adventsjungen in den Kindergarten. Ganz stolz ziehen sie alle zusammen los. Praktisch!


Ich fahre ein wenig später mit der Augustschnuppe im Lastenrad los zur Fahrradwerkstatt. Mit an Bord ist ein Buggy. Ich hatte das Fahrrad eigentlich letzte Woche während unseres Ausflugs an die Nordsee schon in der Werkstatt. Vorne hatte ich einen Platten. Doch das Rad stand die ganze Woche dort und kein Platten zeigte sich. Ich holte das Rad ab und zu Hause war es doch wieder platt.

So pumpt der Liebste heute den Reifen nochmal auf und ich fahre nochmal los.


Warum ich meistens neben dem Radweg fahre: unbenutzbare Radwege. Außerdem viel zu schmal.


Das Rad bleibt in der Werkstatt und ich laufe mit der Augustschnuppe im Buggy wieder zurück. Unterwegs kaufe ich ein bisschen ein.


Frühling am Wegesrand.


Als die Augustschnuppe mittags schläft, schreibe ich meinen Beitrag über einen Schulranzen fertig, der morgen erscheinen soll. (Psssssst, schaut unbedingt rein, ich werde einen Ranzen verlosen!)

Das Mutzelchen und der kleine Bruder holen den Adventsjungen ab und alle drei kommen fröhlich nach Hause. Große Kinder sind toll!

Das Mutzelchen und er kleine Bruder wollen gerne etwas backen. Ich schlage Grießkekse vor, die ich auch schon im Hinterkopf hatte.


Zwischendurch kommt der Paketbote und bringt dem kleinen Bruder einen neuen Hockeyschläger.


Dann mümmeln wir alle die frischen Kekse.


Der Liebste kommt gegen 17:30 Uhr nach Hause. So kann ich schnell nochmal los, mein Fahrrad abholen. 4 Minuten vor Feierabend erreiche ich die Fahrradwerkstatt. Und tatsächlich: im Schlauch steckte ein kleines Steinchen. Super, dass der Grund doch noch gefunden wurde.

Als ich nach Hause komme, hat die Familie schon geabendbrotet. Die Kinder sitzen alle in Schlafanzügen vor dem KIKA. Ich mache mir schnell noch einen Salat, dann bringe ich die Augustschnuppe ins Bett.

Jetzt gibt es gleich Tee mit dem Liebsten und unsere aktuelle Netflix-Serie.

Montag, 11. März 2019

Ausflug an die Nordsee


Wir haben gerade Märzferien. Heute vor genau einer Woche checkten wir für ein paar Tage im Center Parc an der Nordseeküste ein. Diesen Ferienpark kannten wir noch nicht und waren mal neugierig. Davor lag leider eine sehr unschöne Fahrt auf der Autobahn. Bei starkem Sturm und Regen kämpften wir uns voran.

Das Schlimmste an der Fahrt zwischen Hamburg und Bremen war allerdings der LKW-Verkehr. Auf der dreispurigen Autobahn war für PKW tatsächlich nur noch eine Spur übrig, denn die LKW überholten sich gegenseitig. Bei teilweise unbegrenztem Tempolimit glich das Fahren auf der übrig gebliebenen Spur einem Glücksspiel. Rasende und drängelnde Personen überholten links und rechts und fuhren viel zu dicht auf.

Eine ganze Weile vor dem Bremer Kreuz galt für die LKW ein Überholverbot. Die Folge war ein kilometerlanger LKW-Stau. Die LKW standen quasi auf der rechten Spur still. Nur lagen dort Auf- und Abfahrten. Ganz langsam mussten wir uns an unsere Abfahrt heranpirschen und eine Lücke finden, um zwischen den LKW hindurchzufahren. Auf der anderen Seite mussten wir auf der Hut sein, um andere Autos rechtzeitig zu sehen, die auch zwischen den LKW hindurchschlüpfen wollten. Wie gesagt, es war der Horror! Auf der Rückfahrt nahmen wir lieber die Landstraße über Stade. Das dauerte nur wenig länger, war dafür aber viel entspannter.

Im Center Parcs Nordseeküste (keine Werbung, alles selbstbezahlt) in Butjadingen bewohnten wir ein Premium-Ferienhaus für 6 Personen. Jetzt im März ist das einigermaßen günstig. Urlaub im Center Parc heißt für uns vor allem: ins Schwimmbad gehen. Der Eintritt ins tropische Wasserparadies ist im Preis enthalten. Für uns als große Familie ist das interessant, da Tageskarten für Schwimmbäder nicht immer günstig sind. Hier können wir unsere Wasserliebe mal so richtig ausleben.

Gleich, nachdem wir das Haus eingerichtet hatten, packten wir also unsere Taschen für den ersten Besuch im Schwimmbad. Ich ging mit den drei Großen schwimmen, der Liebste fuhr mit der Augustschnuppe im nächsten Supermarkt eine kleine Basis an Lebensmitteln einkaufen.

In den nächsten Tagen waren wir manchmal vormittags und auch nachmittags oder abends für mehrere Stunden im Schwimmbad. Das Mutzelchen und der kleine Bruder benutzten die zahlreichen Rutschen sehr ausgiebig. Der Adventsjunge war immer bei mir oder dem Liebsten und übte schwimmen. Im Wellenbad trafen wir alle uns dann ab und zu wieder. Die Augustschnuppe war nur zwei Mal mit, denn der Bereich für die Kleinsten war leider sehr begrenzt und nicht besonders einladend. Außerdem bekam sie eine Augenentzündung, weswegen wir auch die Arztversorgung auf dem Land testeten. So wechselten der Liebste und ich uns ab mit der Schwimmbadbegleitung der Großen.




Draußen war es die ganze Woche sehr grau, stürmisch, kalt und regnerisch. An einem Vormittag wollten wir trotzdem etwas von der Gegend sehen. Wir fuhren nach Fedderwardersiel. Fedderwardersiel ist ein kleiner Ort an der Außenweser direkt am Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Dort befindet sich ein kleiner Hafen, in dem Krabbenkutter liegen. Am Rand des Hafenbeckens befinden sich eine Rettungsstation der DGzRS, einige Fischgeschäfte und Restaurants.

Eins der Gebäude am Hafen beherbergt das Nationalpark-Haus Fedderwardersiel. Der Besuch war außerordentlich schön! In diesem winzigen Ort hatten wir, ehrlich gesagt, kein Museum dieser Qualität erwartet. Die Kinder konnten ganz viel ausprobieren und dabei das Wattenmeer, seine Tierwelt und das Leben und Arbeiten an der Nordsee kennenlernen. Das ganze Haus ist barrierefrei. Auch der Souvenirshop mit seinen kleinen, feinen Produkten hat uns sehr gut gefallen. Die Mitarbeiterin war sehr hilfsbereit und (kinder)freundlich.







Nach dem Besuch im Museum liefen wir bis zur Hafeneinfahrt von Fedderwardersiel. Es herrschte gerade Flut, also war das Wasser glücklicherweise da. In der Ferne am Horizont sahen wir die großen Kräne von Bremerhaven. Dann wollten wir in einem Restaurant zu Mittag essen. Doch die meisten waren wegen der Nebensaison geschlossen. Eins hatte nur ausnahmsweise geöffnet. Wir aßen sehr gut und hatten es sehr gemütlich. Der Liebste bestellte sich eine Kanne ostfriesischen Tee. Die kam ganz stilecht mit Kluntje, Sahne und Stövchen. Ich weihte die Familie in das Geheimnis der ostfriesischen Teezeremonie ein. Ich weiß das, denn mein großer Sohn ist halber Ostfriese ;-)

Nach dem Essen war es draußen sonnig. Wir spazierten einmal um das ganze Hafenbecken herum. Die Kinder hatten eigentlich keine Lust mehr, weil sie unbedingt ins Schwimmbad wollten. Doch dann hätten wir etwas Tolles verpasst. Im Hafenwasser schwamm ein echter Seehund herum. Ab und zu tauchte er ab und schaute dann an anderer Stelle mit seiner Nasenspitze wieder aus dem Wasser heraus. Da waren wir dann doch alle froh um den Spaziergang und es konnte nun endlich zurück zum Ferienpark und zum Schwimmbad gehen.