Samstag, 18. August 2018

10jähriges Blogjubiläum

Tadaaaaaa! 
Heute ist es soweit: ich blogge auf den Tag genau seit 10 Jahren!

Mein allererster Eintrag lautet:

MONTAG, 18. AUGUST 2008


Nun gehts los...

Nun will ich loslegen, aber klein Mutzel sitzt zu meinen Füßen und plärrt.
Ich mache also später weiter.
Finde ich ein bisschen witzig, weil das ja irgendwie die Richtung vorgibt, wie es mit dem Bloggen in den folgenden Jahren weitergehen sollte.

Der Liebste und ich waren im Sommer 2008 gerade 1 Jahr und 9 Monate zusammen. Das Mutzelchen ist damals 11 Monate alt gewesen. Mein Großer war 9 Jahre alt. Wir wohnten noch in Berlin in einer schönen großen Altbauwohnung in Pankow. Wir waren viel im Bezirk unterwegs, besonders im Bürgerpark. An den Wochenenden war regelmäßig die Bonustochter bei uns, die 6 Jahre alt war und noch in Hamburg wohnte. Der Liebste arbeitete in Hamburg und pendelte fast täglich von Berlin aus zur Arbeit.

Am ersten Geburtstag des Mutzelchens wussten wir schon, dass wir noch ein Kind bekommen. Im Mai 2009 wurde der kleine Bruder geboren. Kurz darauf haben wir beschlossen, von Berlin nach Hamburg zu ziehen. Es war für uns und die Kinder ganz klar von Vorteil. Wehmütig war ich trotzdem sehr.



Im Zuge des Umzugs im Sommer 2009 habe ich ein neues (dieses) Blog eröffnet und es "Frische Brise" genannt. Ich wollte damit sagen, dass ich eine frische Brise in die Hansestadt mitbringe. Der Start in Hamburg war holprig. Und schmerzhaft. Für mich, denn ich musste mich einer Operation an der Bandscheibe unterziehen. Den Winter drauf machte ich eine ambulante Reha und seitdem hatte ich nie wieder Probleme mit dem Rücken.

Unsere neue Wohnung in Hamburg war ein Traum. Sie befand sich in einem historischen Gutshaus, hatte alte Balken, Fenster in alle Himmelsrichtungen und einen schönen großen Gemeinschaftsgarten mit Apfelbäumen drumherum. Gleich hinter dem Grundstück befand sich ein Wald. So sah z.B. das Kinderzimmer vom Mutzelchen und dem kleinen Bruder aus.

Im Juni 2010 eröffnete ich einen Dawandashop mit selbstgenähten Produkten. Nach einer Weile bin ich umgestiegen auf einen Shop mit eigener Seite. Das Nähen von Esslätzen für Senioren, Halstüchern für Babys und Stofftieren hat mir Spaß gemacht. Damals gab es auf dem Markt so gut wie keine handgefertigten Wiegetücher für Hebammen. Ich entwarf ein eigenes Schnittmuster und nähte und verkaufte ziemlich viele Wiegetücher. Das Nähen für den Verkauf habe ich 2014 beendet.

Im August 2011 habe ich wieder angefangen, zu arbeiten. Die Arbeit als Erzieherin im Unterricht einer Grundschule hat mir sehr viel Freude gemacht. Ich habe sehr viele Kinder auf ihrem Weg begleitet und eine Schulstation gegründet.

Leider endete das Wohnglück in unserer Wohnung ganz plötzlich wie in einem schlechten Film. Im Dezember 2011 sind wir hier in Hamburg nochmals umgezogen. Weihnachten 2011 haben wir in der neuen Wohnung mit noch leeren Regalen gefeiert. Am Silvestertag 2011 ist meine Oma in einem Hospiz in Berlin gestorben.

Im Mai 2012 habe ich mich irgendwie komisch gefühlt, was sich dann klärte. Die ganze Schwangerschaft über führte ich ein Schwangerschaftsblog. Im Dezember 2012 wurde schließlich der Adventsjunge bei uns zu Hause geboren.



Ich nähte weiter. Ich machte weiter im Familienalltag. 2012 habe ich auch meine Nebenan-Reihe gestartet. In loser Folge empfehle ich seitdem in dieser Rubrik Texte, die ich in meinem Internet entdeckt habe. Seit 2014 schreibe ich immer wieder Texte zum Thema Hebammenmangel. Die Situation hat sich seitdem immer mehr verschlechtert.

Bis Sommer 2015 war ich wieder in Elternzeit. Mein Job von vorher war nicht leider mehr frei. So versuchte ich es mit einer neuen Aufgabe. Es kamen schwierige Zeiten auf mich und die Familie zu. Ich kündigte den Job und begann zeitgleich eine Weiterbildung zur Fachkraft für Naturerlebnispädagogik. Ich fand einen neuen Job und hatte eine sehr schöne Aufgabe. Dann passte es trotzdem nicht und ich fand eine neue Arbeitsstelle.

Nach einer Fehlgeburt im September 2016 war die Welt erstmal grau. Auf meinem Text über das Ende der 13 Wochen gab es sehr viel Resonanz. Mit diesem Text gewann ich auch den Scoyo-Elternblogaward 2017.

Sehr überraschend war ich Ende 2016 wieder schwanger. Die ganze Schwangerschaft über habe ich mir Sorgen gemacht, obwohl es mir ansonsten für mein Alter recht gut ging. Die Geburt der Augustschnuppe werden der Liebste und ich nie vergessen. Wir haben das nämlich ganz alleine gemeistert :-)



Und sonst so? Die Kinder wurden größer und größer. Wir feierten Kindergeburtstage, Einschulungen und Abschiede. Der Große zog aus und begann sein Studium. Wir machten viele schöne Urlaube in Kühlungsborn, Angeln und Dänemark. Ich war zwischendurch oft in Berlin, zwei Mal in London, in Salzburg und Barcelona.

Mein Blog ist quasi eine Chronik der letzten 10 Jahre. Bloggen hat mein Leben bereichert. Ich durfte viele wunderbare Menschen kennenlernen. So einige Freundschaften haben sich daraus entwickelt. Viele Leserinnen und Leser begleiten mich hier an diesem Ort. Ich bekomme viele sehr persönliche Nachrichten und tolle Post. Ich freue mich, wenn meine Rezepte ausprobiert werden oder Kinder viele schöne Bücher bekommen. Die positiven Seiten überwiegen ganz klar und lassen mich missgünstige Kommentare vergessen. Herzlichen Dank dafür!

Noch ein paar Zahlen?

In beiden Blogs stehen 3194 Einträge.
Fast 12 Millionen mal wurden meine Blogs seit 2008 aufgerufen.
Im Monat gibt es aktuell durchschnittlich 150.000 bis 190.000 Seitenzugriffe.
Auf Twitter habe ich im Moment 3837 Follower.
Auf Instagram sind es 4491 Follower.

Die meistgelesenen Einträge aller Zeiten sind: 

Apfelmuskuchen (111480)
Was ist schön am Kinderhaben? (58448)
13 Wochen (31079)
Fenstersterne aus Spitzenpapier (29941)
Fenstersterne - Die Anleitung (13359)
Rhabarberkuchen mit Baiser (12152)
Lebkuchen vom Blech (11200)
Bewölktes Glück (9895)
Abschiedsritual (9773)
Der Moment, als ich alleinerziehend wurde... (9599)


Und weiter geht's! Auf in die nächsten 10 Jahre! Mindestens...




Donnerstag, 16. August 2018

Sommer in Angeln - Eine Schifffahrt auf der Schlei

Montag, 23. Juli 2018

Der Morgen startet mit einem grauem Himmel. Nach wochenlangem Sonnenschein auch mal schön. Aber ausgerechnet am Tag meines Lieblingsausflugs! Um 11 Uhr wollen wir in Kappeln am Hafen sein. Dort startet die Schlei Princess ihre Fahrt die Schlei hoch bis zur Lotseninsel, der Stelle, an der die Schlei in die Ostsee mündet.

Weil die Hitze uns lange wach gehalten hat, haben wir am Morgen ein bisschen länger geschlafen. Zum Frühstück essen wir wieder die Brötchen, die der Bäcker aus dem nächsten Ort an den Hof liefert. Im Supermarkt des Ortes haben wir Rosengelee entdeckt. Himmlisch! Kommt zwar aus Sylt, aber immerhin aus dem Norden.

Nach dem Frühstück packen wir unsere Wasserflaschen und den ganzen Babykram ein. Windeln, Wechselsachen, Obstgläschen, Reiswaffeln, Trinkbecher mit Wasser usw. Wir kommen pünktlich los. Der Himmel ist doch sehr malerisch.


In diesem Jahr haben wir es uns endlich mal gemerkt: immer um Dreiviertel wird in Kappeln die Klappbrücke für 15 Minuten hochgeklappt. Das führt zu Staus auf den Straßen drumherum. Um das Warten zu vermeiden, fahren wir so los, dass wir ohne Verzögerung die Stadt erreichen.

Der große Parkplatz vor der Klappbrücke in Kappeln ist schon voll. Ui, der Ort scheint in diesem Jahr sehr voll zu sein. Wir haben Glück und finden in einer Seitenstraße einen Parkplatz. Wir laufen durch die kleine hübsche Stadt runter zum Wasser.



Bis das Schiff losfährt, haben wir noch ein bisschen Zeit. Wir sehen, wie sich die Auto-Klappbrücke öffnet und kleine und große Schiffe und Boote durchlässt. Die Schlei ist ein beliebtes Segelrevier.

Kurz nach 11 Uhr ist Einlass aufs Schiff. Viele Menschen steigen gleich die Treppen hoch aufs Sonnendeck. Da wollen wir gar nicht hin. Wir können auf dem barrierefreien Schiff mit dem Kinderwagen bis an einen der vielen Tische im Unterdeck fahren. Rundherum reichen die Panoramafenster bis zum Boden, so dass eine schöne Aussicht gewährleistet ist.



Um 11:45 Uhr legt unser Schiff ab. Weil wir im Restaurantdeck am Tisch sitzen, bestellen wir eine Runde Getränke für alle. Andere Passagiere essen warme Gerichte vom üppigen Buffet. Die drei großen Kinder pendeln zwischen dem Oberdeck, wo es ein kleines Kletterschiff gibt und unserem Platz hin und her.

Der Liebste und ich wechseln uns ab mit dem Halten und Tragen der Augustschnuppe. Irgendwann schläft sie ein und wir können sie in den Kinderwagen legen. Der Liebste bleibt bei ihr. Ich kann an Deck fotografieren und lasse mir den Wind um die Nase wehen.

Nach 30 Minuten Fahrt taucht der Fischerort Maasholm auf. Im Yachthafen wird ganz kurz angelegt. Ein paar wenige Passagiere steigen aus oder zu. Ein ganz schmaler Steg ist dafür da. Dann geht es gleich weiter. Nur noch ein paar Minuten, dann erreichen wir die Lotseninsel.





Am Horizont taucht schon der Leuchtturm der Lotseninsel auf. Vor ein paar Jahren wurde seine Farbe seine Farbe von schwarz-weiß nach grün-weiß geändert. Wie schön er jetzt leuchtet! Und die Wolkendecke reißt auch auf. Das Wasser schimmert gleich in ganz anderen Farben. Unter den Wolken war es grau, weiß, dunkelgrün, lila, ja manchmal fast schwarz. Unter dem blauen Himmel ist das Wasser türkis, gelb, hellblau, hellgrün, blassblau. Mit Glitzer, natürlich.




Und dann legen wir an der Lotseninsel an. Das Mutzelchen, der kleine Bruder und der Adventsjunge gehen mit mir von Bord. Sie laufen gleich zum Wikingerschiff zum Klettern in der Nähe des Strandes. Der Liebste bleibt mit der schlafenden Augustschnuppe auf dem Schiff.

Ich beeile mich, damit ich die Erste am Leuchtturm bin. Um die 200 Leute sind mit uns auf dem Schiff. Die meisten steigen aus und schauen sich die Insel an, die streng genommen gar keine Insel ist. Zwischen Maasholm und der Lotseninsel verläuft ein ganz schmaler Streifen Land, der allerdings nur der Natur vorbehalten ist. Es ist ein Vogelschutzgebiet.

Aber zurück zum Leuchtturm. Im letzten Herbst war der Zugang zum Turm wegen Bauarbeiten versperrt. Nun gibt es auf beiden Seiten des Weges ein Geländer. Ich bin tatsächlich die Erste auf dem schmalen Weg und genieße den Anblick. Schnell laufe ich einmal zum Leuchtturm hin und wieder zurück. Ich liebe diesen Ort! Segelboote fahren um den Leuchtturm drumherum, Himmel und Wasser sind weit und es weht eine frische Brise. Auf dem Rückweg kommen mir alle anderen Leute entgegen.






Ich laufe zu den Kindern. Das Mutzelchen ist schon wieder auf dem Schiff. Der kleine Bruder und der Adventsjunge sind am Strand und gehen ihrer Lieblingsbeschäftigung nach: Steinweitwurf. Uns bleibt nur noch wenig Zeit, bis das Schiff wieder ablegt. Wir stopfen uns die Taschen mit schönen Steinen voll. Da ist noch einer! Und der ist auch schön! Der Adventsjunge verliert fast seine Hose, so schwer und voll sind die Hosentaschen.




Da tutet auch schon das Schiffshorn und ruft damit die Passagiere an Bord. Jetzt aber schnell! Eigentlich wollten wir dieses Mal länger bleiben und in der "Giftbude" ("Gift" von norddeutsch "Gabe") etwas essen. Wir hätten dann 3 Stunden Aufenthalt auf der Insel gehabt und wären mit dem Nachmittagsschiff zurück gefahren. Aber leider ist der nette junge Betreiber mit den innovativen Ideen vom Herbst nicht mehr da. Das haben wir vorher schon im Internet gesehen. So haben wir für den Nachmittag etwas anderes geplant und fahren wieder zurück.

Nach einem kurzen Stopp in Maasholm geht es wieder zurück nach Kappeln. Weil die Kinder Hunger haben, bestellen wir auf dem Schiff Pommes für alle. Um 13:55 Uhr erreichen wir den Hafen mit der charakteristischen Klappbrücke. Das war ein schöner entspannter Ausflug! Bis zum nächsten Mal!



Montag, 13. August 2018

1000 Fragen an mich selbst (30) und (31)

Jetzt ist es passiert: ich bin mit den 1000 Fragen so in Verzug, dass ich gar nicht mehr weiß, welche diese Woche dran wären. Durch die Sommerferien und den Urlaub war ich selten am Computer. Aber ich will mich nicht stressen lassen sondern taste mich einfach weiter voran. Hier kommen diesmal gleich zwei Teile. Alle 1000 Fragen und meine bisherigen Antworten befinden sich oben im Menü.



581. Wie kannst du es dir selbst leichter machen?

Hm, was ist damit gemeint? Mein Leben? Meinen Alltag? Ich mache mir schon ziemlich vieles leicht. Ich bügle nicht. Alle Wäsche wird im Trockner getrocknet, außer es ist draußen sehr heiß. Ich putze lieber jeden Tag ein bisschen als einen Großputz zu machen. Der Fenstersauger (Amazon-Partner-Link) ist eine super Erleichterung! Wir haben nur wenige Teppiche, das Laminat ist leicht zu pflegen. Ich verstecke Kram in Schubladen. Ich habe nur ein kleines Gärtchen mit wenig Pflanzen. Ich fahre die Kinder nicht umher. Ich mache eine Kinderserie an, wenn der Nachmittag noch lang ist und die Nerven aufgebraucht sind. Ich mache Schnittchenteller fürs Sofa, wenn ich keine Lust auf großes Abendessen habe. Ich backe und koche schlichte und schnelle Gerichte. Ich bestelle im Internet, weil ich auf diese Weise viel Zeit und Nerven spare. Ich lege meine Sorgen in Gottes Hand.

582. Worum weinst du insgeheim?

Das sage ich hier nicht.

583. Hast du jemals einen Liebesbrief geschrieben?

Aber ja!

584. Hast du jemals einen Liebesbrief erhalten?

Oh ja!

585. Spendest du regelmässig für einen guten Zweck?

Ja.

586. In wie vielen Weltstädten bist du gewesen?

In diesem Jahr war ich in Barcelona und in meiner Heimatstadt Berlin. In London war ich auch ein paar Mal. Ich war in Edinburgh, Aberdeen, Kopenhagen, in Brüssel, Straßburg, Köln, Freiburg, Wismar, Mannheim, Ludwigshafen, Emden, Leer, Koblenz, Salzburg, Prag, Dresden, Leipzig, Hannover, Bremen, Malmö, Flensburg, Lübeck, Nürnberg... Jaaaa, ich weiß, nicht alles sind totale Weltstädte, aber alle bergen viele Erinnerungen für mich.



587. Welchen Modetrend von früher findest du heute lächerlich?

Ach naja, das hatte ja alles seine Zeit. In dem Moment fand ich es natürlich superschick. Mir fallen da Leggins mit Spitzenrand oder Jeans mit weiten Hosenbeinen ein. Die 90er waren waren im Nachhinein nicht gerade mein Lieblings-Modejahrzehnt.

588. Ist deine Grundeinstellung positiv?

Ja.

589. Wie reich wärst du gern?

So reich, dass es für ein Haus mit Platz für die ganze Familie reicht. Vielleicht sogar am Meer. So reich, dass der Liebste und ich uns aussuchen können, womit wir unsere Zeit verbringen. Vielleicht doch ein Café oder eine Pension...? So reich, dass ich meine Kinder jederzeit fördern und unterstützen kann. So reich, dass ich mehr soziale Projekte unterstützen kann. Und so reich, dass ich auch im Alter keine Geldsorgen haben muss.

590. Darf man lügen, um jemanden zu schützen?

Schwierig. Kann ich nicht sagen.

591. Was hast du in letzter Zeit gebraucht gekauft?

Bücher und Babyausstattung

592. Was ist als Kopie besser als das Original?

Also meine Mozartkugeln finde ich schon ziemlich lecker :-)

593. Hörst du gut auf deinen Körper?

Sollte ich. Ich mache meistens weiter, bis er unmissverständliche Alarmsignale sendet.

594. Von welchem Beruf weisst du nicht, was man da genau macht?

Fällt mir gerade keiner ein.

595. Was stimmt nicht, wenn du dich jetzt umschaust?

Ich sitze im Moment am Esstisch. Das Baby schläft, die anderen schauen mit dem Liebsten das Abendprogramm des KIKA. Was stimmt nicht? Hm, draußen vor dem Fenster hängen die Äste der Bäume wegen der lang anhaltenden Dürre. Der gestrige Regen reicht noch lange nicht aus. Der hat aber dafür den Staub auf den Fensterscheiben sichtbar(er) gemacht. Also werde ich morgen wohl mal die Fenster putzen.

596. Was wünschst du dir für die Menschheit?

Kluge Entscheidungen. Frieden und Nahrung für alle. Und Liebe, Liebe ist immer gut.

597. Gehst du unter die Leute, wenn du dich allein fühlst?

Es ging mir schon sehr, sehr lange nicht so. Und wenn, war ich trotz Menschen um mich herum einsam. Ich bevorzuge dann lieber einen Aufenthalt in der Natur.



598. Welche Droge würdest du gern ausprobieren, wenn sie legal wäre?

Keine. Ich bin gerne Herrin meiner Sinne.

599. Wann hattest du zuletzt Schmetterlinge im Bauch?

Vorhin, als ich die Augustschnuppe angeschaut habe. Als ich mit dem Liebsten an ihre schnelle Geburt letztes Jahr gedacht habe. Als am Wochenende alle unsere 6 Kinder an unserem Tisch saßen. Als der Liebste und ich im Urlaub beim Schwimmen in der Ostsee geknutscht haben.

600. Wie oft schaltest du dein Telefon aus?

Nie. Aber es ist immer lautlos. Weshalb ich gar nicht sagen kann, was das Telefon für einen Klingelton hat. Im seltenen Fall eines Anrufs vibriert es.

601. Worauf achtest du bei jemandem, dem du zum ersten Mal begegnest?

Zuerst auf die Augen. Dann auf die Hände. Auf Mimik und Gestik. Und auf den Geruch.

602. In welcher Hinsicht könntest du etwas aktiver sein?

Ich sollte mehr Sport treiben.

603. Spielst du in deinem Leben die Hauptrolle?

Schwierige Frage. Im Moment sind die Kinder dran, vor allem das Baby. Aber meine Bedürfnisse sind bald auch wieder dran.

604. Welcher Lehrer hat einen positiven Einfluss auf dich gehabt?

Da gibt es sehr, sehr wenige. Am ehesten war das die Lehrerin, die die Psychologie-Arbeitsgemeinschaft angeboten hat. Sie hat mich wirklich "gesehen".

605. Was würdest du am meisten vermissen, wenn du taub wärst?

Musik und Meeresrauschen.

606. Über welche Nachricht warst du in letzter Zeit erstaunt?

Fällt mir keine ein.

607. Wärst du gern wieder Kind?

Auf keinen Fall. Ich fühlte mich gegenüber Erwachsenen sehr klein und ausgeliefert.

608. Was kannst du stundenlang tun, ohne dass es dir langweilig wird?

Aufs Meer schauen.



609. Wann warst du zur richtigen Zeit am richtigen Ort?

Als der Liebste und ich uns kennengelernt haben :-)

610. Denkst du oft darüber nach, wie Dinge hergestellt werden?

Ja und es interessiert mich. Und deshalb schaue ich sehr gerne Reportagen darüber oder z.B. auch die Sendung mit der Maus. Außerdem besuche ich sehr gerne Museen oder Schauwerkstätten.

611. Welchen kleinen Erfolg konntest du zuletzt verbuchen?

Das Fest für die Augustschnuppe war sehr schön.

612. Wirst du am meisten jünger oder älter geschätzt?

Jünger.

613. Wann hast du zuletzt Sand zwischen den Zehen gespürt?

Den ganzen Sommerurlaub in Angeln lang. Es war Ostseesand. Oder Spielplatzsand. Oder Reitplatzsand.

614. Welchen Beruf haben sich deine Eltern für dich vorgestellt?

Das weiß ich gar nicht. Wir haben nie drüber gesprochen. Als ich nach der 11. Klasse vom Gymnasium abgegangen bin und die Ausbildung zur Erzieherin begonnen habe, haben sie wenig dazu gesagt.

615. Welches Gerät von früher fehlt dir?

Erst wollte ich Plattenspieler sagen, aber wir haben längst wieder einen (Amazon-Partner-Link)

616. In welcher Hinsicht denkst oder handelst du immer noch wie ein Kind?

Wenn ich in der Natur bin fühle ich mich gleichzeitig alt und jung. Die Natur ist alterslos und meine Gefühle für sie auch. Ich kann Stimmungen erspüren. In Gruppen, im Alltag, bei anderen Menschen. Das konnte ich schon immer.

617. Heilt die Zeit alle Wunden?

Nein. Es bilden sich Krusten über der Wunde, die mal dünner und mal dicker sind. Manchmal platzen die Krusten auf und dann blutet und schmerzt die Wunde wieder.

618. Bist du romantisch?

Früher war ich romantischer. Träumte von roten Rosen und Kerzenschein und ich weiß nicht was... Heute lebe sehr gerne im Hier und Jetzt in einer gleichberechtigten Partnerschaft und warte nicht auf den Prinz auf dem weißen Pferd. Na gut, manchmal lasse ich mich richtig treiben und veranstalte romantische Feste, wie hier zu unserer Rosenhochzeit :-)



619. Was würdest du deinem jüngeren Ich mit auf den Weg geben?

Bleib ganz du selbst.

620. Was machst du mit Souvenirs, die du bekommen hast?

Ich bewahre sie eine Weile auf. Da ich selber aber keine Beziehung zu ihnen habe und keine Erlebnisse mit ihnen verbinde, kann es sein, dass ich sie irgendwann auch weitergebe oder entsorge.

Sonntag, 12. August 2018

12 von 12 im August

Heute ist schon wieder der Zwölfte, da heißt es schon seit vielen Jahren "12 von 12". Am 12. eines Monats macht man im Tagesverlauf viele Fotos und zeigt am Abend 12 davon im Blog. Bei Caro gibt es dann eine Liste, in der man sich eintragen kann und auch bei anderen Bloggerinnen luschern kann, wie deren Tag so war.

Gegen 6 Uhr wacht heute die Augustschnuppe auf und brabbelt in ihrem Bettchen vor sich hin. Immerhin hat sie seit gestern Abend durchgeschlafen. Eine halbe Stunde quasselt sie, dann wird sie aber ungeduldig. Der Liebste holt sie in unser Bett, wo sie noch ein bisschen zwischen uns herumturnt. Na gut, dann stehen wir halt auf!

Ich gehe duschen, danach ist der Liebste dran. Der geht dann Brötchen holen, während ich aufs Baby aufpasse und schonmal Kaffeebohnen mahle. Dann wird der Tisch gedeckt.

Weil wir den ersten Geburtstag der Augustschnuppe gefeiert haben, sind auch der Große und meine Bonustochter da. Der Große ist für nur eine Nacht aus Essen gekommen, die Große aus München ist schon seit Mittwoch bei uns. Toll, so ein volles Haus!


Wir haben dann schon Kaffeedurst und Hunger. Also fangen der Liebste, die Augustschnuppe und ich schonmal mit dem Frühstück an. Die anderen Kinder schlafen noch ein bisschen und kommen erst nach und nach an den Tisch.


Am Vormittag schläft die Augustschnuppe nochmal für fast 2 Stunden ein.

Dann sind die Nachtlager der großen Kinder wieder leer. Sie haben in den Kinderzimmern mit übernachtet. Die Große beim Mutzelchen, der Große beim kleinen Bruder und dem Adventsjungen im Zimmer.



Der Liebste fährt mit seiner Großen, dem Mutzelchen und dem Adventsjungen in die Stadt. Die Große will vor ihrer Abfahrt nochmal den Hamburger Hafen sehen. Nach der Besichtigung gehen alle noch etwas essen, bevor der Zug am Hauptbahnhof losfährt.



Mein Großer packt seine Sachen und verlässt ein bisschen später auch das Haus Richtung Bahnhof.

"Es ist so schön, mit dir alleine zu Hause zu sein!" schwärmt zu Hause derweil der kleine Bruder. Ganz alleine sind wir ja nicht, die Augustschnuppe ist ja noch da, aber ja, es ist ein seltener (und schön ruhiger) Augenblick.

Ich bringe nach dem gestrigen Familienbesuch anlässlich des Geburtstages der Augustschnuppe die Wohnung wieder in Ordnung. Tisch verkleinern, Stühle sammeln, Küche aufräumen, Betten abziehen, Wäsche waschen...


Derweil lüfte ich, was das Zeug hält. Es sind angenehme Temperaturen, knapp über 20 Grad. Uff. Zum Durchatmen nach der wochenlangen Hitze.


Zum Mittag gibt es für den kleinen Bruder und mich Hühnerfrikassee von gestern.


Danach gehts weiter mit dem Durchsaugen der Wohnung...


... und ein letztes Mal für heute den Geschirrspüler einräumen.


Der Liebste kommt mit dem Mutzelchen und dem Adventsjungen heim. Das Mutzelchen geht gleich rüber zu ihrer Freundin, wo sie auch übernachten wird. Der Adventsjunge möchte einer Freundin, die bald eingeschult wird, etwas basteln. Der kleine Bruder geht ein bisschen Fahrrad fahren.


Die Augustschnuppe schläft gegen 17 Uhr nochmal ein. Mal sehen, wie lange sie schläft. Jetzt ist Badewannenzeit und dann startet das Abendprogramm.

Freitag, 10. August 2018

1 Jahr Augustschnuppe

mit einem Jahr...

... krabbelt die Augustschnuppe superschnell
... läuft sie auch an Möbeln entlang
... bewegt sie Türen und Waschmaschinenklappen hin und her
... schmust sie mit Kuscheltieren und sagt "eiiiii"
... hat sie gerade ihr 7. Zähnchen bekommen
... zeigt sie mit den Ärmchen wie groooooß sie mal werden will
... kann sie klatschen und winken
... steckt sie sich jeden Fussel und jedes Steinchen in den Mund
... beherrscht sie also den Pinzettengriff perfekt
... sagt sie "mama" "baba" "da" "dadada" "wawa" "dede" "lala"
... zeigt sie mit ihrem Zeigefinger auf alles, was sie sieht
... hat sie süße kringelige Löckchen
... wippt sie zu Musik
... "singt" sie "tatatataa" wenn wir ihr etwas vorsingen
... schläft sie am liebsten an der Flasche oder auf unserem Arm ein
... spielt sie gerne Verstecken hinterm Vorhang
... schaut sie sich gerne Bilderbücher an
... quietscht sie, wenn sie Familienmitglieder auf Fotos erkennt
... ist sie das allersüßeste Geburtstagskind der Welt 


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Donnerstag, 9. August 2018

Sommer in Angeln - Das erste Wochenende

21. und 22. Juli 2018

Eigentlich wissen wir gar nicht, welcher Wochentag ist. Hier im Norden auf dem Land ticken für uns die Uhren anders. Der Alltag, der Verkehr, das Internet mit all seinen Aufregern sind meilenweit entfernt. Ah, doch, wir wissen, am Wochenende hat das Restaurant "Möwe Jonathan" ab Mittag geöffnet!

In den letzten Jahren sind wir immer an unserem Anreisetag mittags in diesem schwäbischen Restaurant essen gegangen. Es gibt dort sehr schmackhafte Maultaschen und andere Gerichte. Die Kindergerichte sind auch sehr toll. Es gibt als Vorspeise eine leckere Tomatensuppe, als Hauptgang einen großen Pfannkuchen und als Nachtisch einen kleinen Eisbecher. Außerdem lieben die Kinder die großzügige Spielecke.

Am diesjährigen Anreisetag standen wir mittags aber vor verschlossenen Türen. In diesem Jahr wurden trotz intensiver Suche keine Saisonarbeitskräfte gefunden, weshalb das Restaurant in der Woche erst am Abend öffnen kann. Am Wochenende ist ab 12 Uhr geöffnet. So sind wir also am Samstag die ersten Gäste. Das Essen ist wie immer vorzüglich.

Wir fahren nach dem Essen nicht, wie sonst, zum Strand am Leuchtturm Falshöft. Denn dort wird kein bisschen Schatten sein, was bei der Hitze für uns kein Spaß wäre. Wir fahren wieder zurück zur Ferienwohnung.


Am Nachmittag spielen die Kinder auf dem Hof. Am frühen Abend beschließen wir, zum Strand runterzulaufen. Der ist zwar sehr steinig, liegt am Nachmittag aber komplett im Schatten. Wir nehmen den Einkaufstrolley mit, in dem wir unsere Handtücher und Wasserschuhe transportieren. Fast 30 Minuten laufen wir vom Gut bis zur Ostsee. Unterwegs wird uns richtig heiß. Wir singen und quatschen auf dem Weg, ich fotografiere und alle atmen wir auf, als wir hinterm Wald das Wasser sehen.





Die Badesachen haben wir schon unter. Wir legen unsere Kleidung auf die großen Steine am Rand und ziehen unsere Wasserschuhe an. So können wir bequem und gefahrlos am steinigen Strand mit den spitzen Muschelschalen und auch im Wasser laufen.

Der Liebste bleibt bei der Augustschnuppe auf der Decke. Ihr ist der Sand nicht geheuer, über den Rand der Decke krabbelt sie nicht. Ich gehe mit den anderen drei Kindern ins Wasser. Huh! Vorne im Schatten ist es ganz schön kalt. Aber weiter hinten wird das Wasser über einer Sandbank wieder flacher und liegt in der Sonne, da ist es gut auszuhalten. Wir hüpfen eine Weile über kleine Wellen und probieren, zu schwimmen. Für mich ist das Wasser fast zu flach zum Schwimmen. Für die Kinder ist es genau richtig. Der Adventsjunge hängt an mir und probt das Schweben im Wasser. Ich schaue zwischendurch immer wieder zu der Stelle, wo Meer und Himmel miteinander verschwimmen. Immer wieder herrlich, dieses Blau!

Als wir genug haben, sammeln wir unser Zeug zusammen und spazieren wieder zur Ferienwohnung. Die Erfrischung vom Meer ist bald aufgebraucht. Auf der Straße neben dem Feld steht die Hitze. Ein paar graue Wolken sehen vielversprechend aus, ziehen dann aber doch nur vorbei. Wir essen zu Abend und danach sind die drei Großen wieder auf dem Hof unterwegs.





Weil wir so spät im Bett waren, schlafen wir für unsere Verhältnisse recht lang. Erst um 9 Uhr weckt uns die Augustschnuppe. Als die Kinder aus dem Keller des Herrenhauses unsere bestellten Brötchen holen, ist unsere Tüte die allerletzte, d.h. alle anderen Familien auf dem Hof sind schon länger wach.

Wir schlumpern uns so durch den Tag. Die Kinder sind wieder draußen, bei den Tieren im Streichelzoo, bei den Pferden oder auf dem großen Trampolin. Mittags haben wir noch gar keinen Hunger. So fahren wir dafür schon recht früh am Nachmittag ins Café Kranz. Wir sitzen bei der Hitze drinnen, da ist es ganz angenehm und auch noch ganz leer. Wir bestellen Kindereisbecher, Saftschorlen, Eiskaffee und Kuchen. Es ist lecker, wie immer.



Weil das am Vortag so gut geklappt hat, beschließen wir, gleich nochmal zum Meer zu fahren. Wir halten an der Ferienwohnung an und holen alle Badesachen. Dann fahren wir sofort weiter. Das Auto parken wir auf dem Waldparkplatz und laufen das Stück durch den Wald runter zum Wasser.

Heute bleibt das Mutzelchen bei der Augustschnuppe auf der Decke. Der Liebste und ich planschen mit dem kleinen Bruder und dem Adventsjungen in der Ostsee. Das Baby mag aber irgendwann nicht mehr. Es quengelt und schreit dann, so dass wir uns beim Einpacken unserer Sachen beeilen müssen.

Am Abend wird es wieder spät. Die Hitze lässt nur langsam nach, keine Chance auf einen frühen Feierabend. Vor dem Schlafen steht noch die Mückenjagd in den Zimmern an.