Mittwoch, 20. November 2019

Adventskranz mal anders


Keinen Schreck kriegen, bis zum 1. Advent ist es ja noch ein bisschen Zeit! Aber damit Ihr vorbereitet seid und es vielleicht selber noch ausprobieren könnt, zeige ich Euch schonmal unseren diesjährigen Adventskranz.

Adventskranz? Stimmt, ein Kranz ist es nicht. Seit einigen Jahren stehen bei uns ganz verschiedene Varianten. Mir macht es Freude, mal etwas Neues zu finden. Die Suppenterrine mochte ich sehr. Den Kindern haben natürlich die Lebkuchenhäuschen im letzten Jahr am besten gefallen. Ah, und da war auch noch das Adventsschwein!

Wisst Ihr eigentlich, dass der Adventskranz in Hamburg erfunden wurde? Und zwar vom Hamburger Johann Hinrich Wichern. Er gründete in Hamburg das "Rauhe Haus", eine Anstalt zur Rettung "verwahrloster und schwer erziehbarer Kinder". Die Kinder lebten in familienähnlichen Strukturen zusammen und bekamen Schulunterricht.

Im Dezember 1838 soll Wichern den Kindern an jedem Tag des Advents eine Kerze angezündet haben, um ihnen die Wartezeit zu verkürzen. Die Kerzen waren auf einem Holzreifen befestigt. Die Kerzen für die vier Adventssonntage waren etwas größer. Später wurde der Holzreifen mit Tannengrün geschmückt. Der Brauch hat sich weltweit verbreitet. Über die Jahre sind nur noch die vier Kerzen für die Adventssonntage übriggeblieben.

In diesem Jahr habe ich unsere vier Kerzen auf kleinen Apothekerfläschchen platziert. In den Flaschen stecken kleine Zweige verschiedener Arten immergrüner Pflanzen, z.B. Tanne, Kiefer oder Eukalyptus. Um den Flaschenhals hängen an schlichtem Garn kleine Etiketten mit den Zahlen 1 bis 4. Im Moment stehen die Flaschen auf einem schmalen länglichen Tablett. Sie können aber auch einzeln stehen oder auf einem runden Holztablett.

Falls Ihr es auch ausprobieren wollt, verrate ich Euch, welche Materialien ich verwendet habe (alle Links sind Amazon-Partner-Links):

* Apothekerflaschen à 250ml
* fertige Etiketten (weiß, schwarz oder naturfarben) mit Kordel
* Jumbo Etikettenstanzer
* Kreidemarker
* Wurstgarn
* weiße Tafelkerzen
* Kerzenanspitzer
* verschiedene immergrüne Zweige

Man kann auch ganz unterschiedliche Flaschen verwenden, die man schon zu Hause hat. Ich habe lange nach Flaschen gesucht, in die auch die ganz normalen Tafelkerzen passen. Nun passte es doch nicht so ganz, deshalb habe ich die Kerzen noch ein bisschen angespitzt. Etiketten habe ich in unterschiedlichen Ausführungen gefunden, die ich auch gleich als Geschenkanhänger für Weihnachten verwende. Oder ihr stanzt aus Papier Eurer Wahl selber Etiketten aus. Die Etiketten können bestempelt, beschriftet oder beklebt werden. Die zweifarbigen Kordeln heißen Wurstgarn. So eine Rolle reicht bei mir ewig.

Viel Freude beim Gestalten Eures "Adventskranzes"! 






Sonntag, 17. November 2019

Ein vorfreudiges Wochenende

Auf den Besuch von Frau Rotkraut und ihren Mann haben wir uns schon ganz lange gefreut. Diesen Samstag sollte es endlich soweit sein. Am Morgen schob ich erstmal ein Blech Lebkuchen in den Ofen. Danach ein Blech Apfelkuchen. Und dann ein Blech Rotkraut, natürlich!



Am Samstagmittag kamen die beiden bei uns an. Dann habe ich gar nicht mehr so viel fotografiert, weil wir mit reden beschäftigt waren. Die Kinder bekamen das Kenner-Spiel des Jahres 2019 (Amazon-Partner-Link) geschenkt, das allein schon wunderbar fürs Auge ist. Das Spiel ist mehr für größere Kinder geeignet.

Wir quatschten also und aßen und aßen und quatschten und dann war der Samstag auch schon rum.



Am heutigen Sonntag haben wir Weihnachten aus dem Keller geholt. Wir haben im Advent so viel Schönes vor und die Adventszeit ist diesmal so kurz, dass wir dieses Jahr schon ein bisschen eher mit den Vorbereitungen beginnen.

Am meisten haben sich die Kinder über den großen roten Koffer mit unseren Winter- und Weihnachtsbüchern gefreut. Und ich mich über den Anblick lesender Kinder :-)

Ansonsten haben wir viel gefaulenzt, die Sendung mit der Maus geschaut, die Kinder haben ihre Wunschzettel geschrieben und nun ist das Wochenende schon wieder vorbei.


Was andere Familien so gemacht haben, könnt Ihr bei Alu und Konsti nachlesen.




Donnerstag, 14. November 2019

Hurra, wir backen Plätzchen!


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"Hurra, wir backen Plätzchen!" rufen in der Adventszeit viele Kinder glücklich. Die Freude auf das Ausrollen, Ausstechen und Naschen Verzieren von Plätzchen ist groß. Manchen Erwachsenen treibt nur der bloße Gedanke an klebrige Finger, großzügig verteilten Mehlstaub und Zuckerstreuselberge überall schon den Angstschweiß auf die Stirn.

Wahrscheinlich ist es Typsache: man mag es oder man mag es eben nicht. In der Adventszeit gibt es so viele Rituale, da gibt es ja noch ganz viel Auswahl. Auch vorlesen, singen, Weihnachtsfilme schauen, einen Weihnachtsmarkt besuchen, Kränze winden oder Sterne falten, können schöne Beschäftigungen in der Adventszeit sein. Oder noch ganz andere Dinge oder auch gar nichts davon. Traditionen gibt es so viele, wie es Familien gibt.

Nach fast 21 Jahren als Mutter von mittlerweile fünf Kindern, von denen gleich zwei im Dezember Geburtstag feiern, kann ich gar nicht mehr zählen, wie oft ich schon mit Kindern Plätzchen gebacken habe. Mit meinen Adventskindern haben sich Kindergeburtstage mit Plätzchenbacken sehr bewährt. Zur Freude der anderen Eltern ;-)

Dabei hatte ich in manchen Jahren im Advent auch nicht immer Lust drauf oder gar Zeit für große Backaktionen. Ich gestehe, ich habe auch schon fertigen Plätzchenteig verwendet. Oder ich habe ganz alleine gebacken, wenn die Kinder nicht da waren. Einige Jahre lang haben wir die Plätzchen gar nicht erst verziert sondern gleich pur aufgegessen. Oder manchmal gab es mehr gekaufte als selbst gebackene Plätzchen.

In diesem Jahr haben wir schon ganz früh angefangen, uns auf die Adventszeit einzustimmen. Bei Tchibo gibt es nämlich seit dieser Woche viele schöne Backutensilien, von denen wir uns etwas aussuchen durften. Zuerst haben alle Kinder eine schöne rote Schürze mit goldenen Pünktchen bekommen. Durch das verstellbare Nackenband haben die Schürzen den kleinen und großen Kindern gut gepasst. Wie kleine Wichtel sahen sie damit aus, als sie gespannt um den Tisch herumsaßen.

Mit der Zeit habe ich die Abläufe, was das Plätzchen backen betrifft, immer mehr optimiert. So haben alle ihren Spaß und ich kann so einen trubeligen Nachmittag auch etwas genießen.



Meine Tipps für ein möglichst schönes Backerlebnis für alle Beteiligten:

* Hole Dir Unterstützung.

Warum nicht gleich mit einer befreundeten Familie zusammen backen? So verteilt sich alles auf mehrere (erwachsene) Schultern. Man sollte dann schon vorher die Zuständigkeiten klären. Ich hatte diesmal den Liebsten im Vorfeld darum gebeten, einzig auf die zweijährige Augustschnuppe zu schauen und notfalls mit ihr raus zu gehen. Ich ahnte schon, dass sie nur kurz Geduld haben würde. Das hat prima geklappt.

* Vorbereitung ist alles.

Die Teige sollten am besten schon fertig sein. Man kann sie einen Tag vorher vorbereiten und im Kühlschrank lagern. Auf dem Tisch sollte alles griffbereit stehen. Das wären genug Nudelhölzer, Keksausstecher und kleine Schüsseln mit Mehl für das Ausrollen am Platz.

* Nur kleine Mengen Teig auf einmal verarbeiten.

Jedes Kind bekommt eine kleine Kugel Teig an seinen Platz. Kleinere Mengen lassen sich leichter und platzsparender ausrollen. Außerdem nimmt der Teig bei der kurzen Verarbeitung nicht soviel Mehl auf und wird somit nicht so trocken.

* Bleche und Ofen schon einsatzbereit haben.

Den Ofen heize ich rechtzeitig vor. Unser Ofen heizt zum Glück mit Umluft. So kann ich immer gleich zwei oder drei Bleche gleichzeitig backen. Ich lege die Bleche mit Backpapier aus. Das Papier verwende ich ganz oft wieder und es rotiert am Backtag zwischen Herd und Tisch. Wenn die Bleche im Ofen sind, legen die Kinder am Tisch ihre fertig ausgestochenen Plätzchen auf ein Blatt Backpapier. Hole ich die fertig gebackenen Kekse aus dem Ofen, ziehe ich das alte Papier mit den heißen Keksen vom Blech und ziehe ein neues Papier gleich wieder drauf. Dabei hat uns in diesem Jahr erstmals das stapelbare dreistöckige Abkühlgitter von Tchibo sehr gute Dienste erwiesen. Unsere Küche ist nicht groß, da war das sehr praktisch!

* Beim Verzieren entspannt bleiben.

Ich bin immer noch Liebhaberin von ganz puren und knusprigen Plätzchen. Aber die Kinder lieben es nunmal bunt. Deshalb atme ich einfach entspannt weiter, reiche Zuckerstreusel und Schokolinsen an und lasse die Kinder ansonsten einfach machen. Sie haben dabei so einen Spaß! Handfeger und Kehrblech liegen immer griffbereit.

* Musik!

Und dann machen wir Weihnachtsmusik an, Rock Christmas & Co., drehen ein bisschen lauter und singen alle mit. Für die volle Pulle Weihnachtsgefühl!



Als ich bei Tchibo gesehen habe, dass es jetzt einen Pullover-Ausstecher gibt, hatte ich gleich eine tolle Idee: Wir machen einen Pullover-Wettbewerb! Vielleicht kennt Ihr ja die Tradition des "Ugly Christmas Sweater" aus den englischsprachigen Ländern. An bestimmten Tagen oder auch am Weihnachtsfest werden von Weihnachtsfans besonders kitschige und bunte Weihnachtspullover getragen. Je ausgefallener, desto besser!

Pullover aus Lebkuchenteig hatte ich schon am Vortag ausgestochen und gebacken. Die fertigen Lebkuchen-Pullover durften die Kinder dann nach Herzenslust verzieren. Hilfreich ist dabei zunächst eine feine Kontur am Rand des Kekses, dann läuft nichts vom Keks. Bei Tchibo gibt es dafür ganz neu ein Dekorier-Spritzset. Das ist eine kleine praktische Silikonflasche mit verschiedenen Aufsätzen für viele Gelegenheiten. Die Glasur trocknet darin nicht aus. Das Auswaschen geht hinterher ganz einfach.

Wenn die Konturen etwas angetrocknet sind, lassen sie sich mit eingefärbtem Puderzuckerguss ausfüllen. Das Verteilen in die Ecken geht prima mit einem Zahnstocher. Man kann die Pullover aber auch mit dünn ausgerolltem Fondant überziehen. Für kleinere Verzierungen bringt das Ausstech-Set noch ein kleines Herz und einen Stern mit. Und dann darf es ruhig sehr bunt werden. Die Kinder waren mit großer Kreativität und erstaunlicher Geduld dabei. Natürlich nur die Großen. Ich empfehle diese etwas filigranere Tätigkeit für Kinder ab dem (Vor)Schulalter. Schaut mal weiter unten, wie bunt und lustig unsere Pullover wurden!

Die Silikonbackform für das 3D-Weihnachtsbäumchen haben sich die Kinder gewünscht. Die einzelnen Gebäckstücke lösen sich wunderbar leicht aus der Form. Der kleine süße Kuchen steht in diesem Jahr bestimmt auch auf unserer weihnachtlichen Kaffeetafel. Ich denke, da werden wir mit der Verzierung noch ein bisschen experimentieren. Und die grünen und gold-glitzernden Deko-Bäumchen auf dem Fensterbrett bleiben bestimmt den ganzen Winter über da stehen.

Schaut gerne mal bei Tchibo vorbei, was es ab sofort Praktisches und Schönes für die Adventszeit gibt! Ich wünsche Euch ganz viel Spaß bei Euren Vorbereitungen!














Dienstag, 12. November 2019

12 von 12 im November 2019

Schon das vorletzte 12 von 12 in diesem Jahr!

So fühlt es sich also an, wenn man von 23 bis 6 Uhr durchgeschlafen hat! Ich bin völlig verwundert und fühle mich irgendwie aus der Zeit gefallen.

Das übliche Morgenprogramm. Um 06:57 Uhr sieht es vor dem Essplatzfenster so aus:


Mein Frühstück: Glattgerührter Magerquark mit Kaki und ein bisschen Knuspertopping.


Das Mutzelchen und der kleine Bruder gehen zusammen zur Schule. Weil der Liebste schon weiß, dass er heute länger arbeitet, geht er ein bisschen später los und bringt den Adventsjungen zur Schule.

Meine Berliner Freundin ruft vor ihrer Arbeit an und wir tauschen uns mal wieder ein bisschen aus. Das war sehr schön.

Wenig später fahre ich mit dem Fahrrad los und habe wieder Dienst in der Schulbibliothek. Die Augustschnuppe ist immer mit dabei. Mittlerweile hat sie sich an die vielen Kinder gewöhnt. Heute sind sogar um die 70 Kinder in der Bibliothek.


Danach: einkaufen fahren.


Ich schätze mal, uns übersieht man nicht.


Wieder zu Hause setze ich einen Hefeteig für Weckmänner an. Wir feiern Sankt Martin nicht, deshalb ist es nicht so schlimm, dass es das Hefegebäck erst heute gibt. Der Laternenlauf in der Grundschule steht erst Ende der Woche an.


Dieses Regal wird heute mal aufgeräumt.


Mittags kommt die Sonne raus.


Zum Mittagessen gibt es Ofengemüse mit Hüttenkäse.


Die großen Schulkinder trudeln ein. Ich hole den Adventsjungen ab. Wir essen die Weckmänner, die ich diesmal kleiner gehalten habe. So sind noch welche für die Schulbrotdosen morgen übrig.


Mein Stressvermeidungstrick, wenn ich mit den Kindern am Abend alleine bin: es gibt ein Essen, was alle mögen und das wenig Arbeit macht. Das waren heute mal TK-Pommes und Hühnchen-Nuggets. Dazu Gemüse zum Knabbern.


Nach dem Essen gucken die Großen das Abendprogramm auf dem KIKA. Die Augustschnuppe ist da schon müde und lässt sich ins Bett bringen.

Und weil ich wegen Stressvermeidung schon vor dem Abendessen ganz viel aufgeräumt habe, ist schon um 18:40 Uhr die Küche aufgeräumt, der Geschirrspüler läuft, der Trockner trocknet und das Teewasser kocht.

Nach dem Sandmännchen gehen die Großen in ihre Zimmer. Die Jungs hören den Dauerbrenner "Die Schule der magischen Tiere" (Amazon-Partner-Link) und das Mutzelchen bastelt für den Adventsjungen aus einer Streichholzschachtel eine Zahndose für seinen ersten Wackelzahn.

Jetzt ist der Liebste nach Hause gekommen, ich schaue die Berliner Abendschau und dann gibt es Tee und Sofazeit.


Meine Bilder trage ich jetzt in die lange Liste drüben bei Caro ein.

Montag, 11. November 2019

Unser Wochenende....


... begann am Freitag mit einigen Vorbereitungen. Ein großes Paket eines Kooperationspartners kam an, so konnte ich mit den Planungen loslegen. Mit der Augustschnuppe werkelte ich dafür ein bisschen in der Küche.


Auf ebay hatte ich endlich die von mir seit Jahren gewünschten rot-weiß-gestreiften Ikea-Vorhänge ergattert. Ich musste sie zwischendurch noch kürzen und umnähen. Damit alles schön passt, kleidete ich unsere Sofakissen schonmal winterlich gemütlich ein.

Am Freitagabend fuhr der Liebste mit dem Mutzelchen und dem kleinen Bruder zur Gemeinde. Dort fand das erste Treffen all derer statt, die beim diesjährigen Krippenspiel mitmachen wollen.


Am Wochenendfrühstückstisch erzählte ich den Kindern vom 9. November 1989 in Berlin. Sie hatten viele Fragen und waren richtig interessiert.

Später am Vormittag kam wieder unsere Abokiste aus Wulksfelde. Der Liebste fuhr dann noch einkaufen.


Nach dem Mittagessen kam die Freundin vom Mutzelchen rüber. Bis 18 Uhr saßen wir dann alle um den Tisch herum, hatten Spaß und richtig viel zu tun. Ich machte ganz viele Fotos und werde demnächst berichten, worum es sich drehte. Besonders froh war ich um die sehr gute Absprache mit dem Liebsten, so wurde die Aktion ein voller Erfolg.



Am Abend fuhr ich ins Kino Koralle. Dort schaute ich mir den Film "Lara" an, der gerade angelaufen ist. Lara feiert ihren 60. Geburtstag. Sie ist geschieden und pensioniert. Gerade ist ihr erwachsener Sohn ausgezogen. Am Abend dieses Tages soll er ein Konzert als Pianist geben und will dort erstmals seine eigene Komposition spielen. Laras Tag beginnt nicht so gut. Sie zieht in ihrer Wohnung die Vorhänge auf, die Berliner Skyline mit dem grünen Tiergarten taucht auf. Vielleicht hält sie nur das Klingeln an der Tür von ihrem Vorhaben ab, das sie auf einem Stuhl stehend am geöffneten Fenster zeigt.

Wir begleiten Lara vom frühen Morgen bis in den späten Abend. Sie verlässt das Haus, hebt all ihre Ersparnisse vom Konto ab und kauft alle Restkarten für das Konzert ihres Sohnes auf. Es soll schließlich ausverkauft sein. Ist sie stolz auf ihren Sohn? Er meldet sich schon seit Wochen nicht bei ihr.

Lara besucht ihre alte Arbeitsstelle in der Verwaltung. Sie kauft sich ein elegantes Cocktailkleid. Sie besucht die Musikschule und will mit einem alten Professor reden. Sie trifft die Freundin ihres Sohnes. Sie verschenkt alle Konzertkarten an Menschen, die sie trifft. Sie besucht ihre Mutter. Dort trifft sie ihren Sohn, der gerade dort wohnt. Das Gespräch zwischen Mutter und Sohn verläuft nicht gut. Später trifft sie ihren Ex-Mann und dessen neue Frau. Dann das Konzert...

Lara ist eher unsympathisch, ja fast schon intrigant und bösartig. Trotzdem will man unbedingt wissen: Was ist ihr passiert, dass sie so ist?

Ich habe den Film so gerne gesehen! Anfangs ist der Film etwas sperrig, ungewöhnlich für einen deutschen Film. Zum Ende des Films klärt sich aber alles auf. Der Moment der Erkenntnis hat mich richtig glücklich gemacht. Da werden ganz existenzielle Fragen, die das Zusammenleben in einer Familie betreffen, geklärt. Wie lebe ich mit meinen Kindern zusammen? Wie gehe ich mit Lob und Kritik um? Wie ist das mit den Lebensträumen einer Mutter? Oder den Träumen der Kinder? Oder überhaupt?

Corinna Harfouch spielt die Lara ganz grandios. Fast stoisch läuft sie durch Berlin, nur an kleinen Gesten erkennt man ihren Gemütszustand. Überhaupt Berlin, das herbstliche Berlin! Mir wohl vertraute Ecken wurden gekonnt in Szene gesetzt. Die bunten Blätter harmonieren mit dem rostbraunen Mantel und ein braunen Haaren der Schauspielerin. Die Kameraführung macht richtig Spaß und lässt dem Auge viel Zeit. Dem Regisseur Jan-Ole Gerster ist nach "Oh Boy" wieder ein großer Film gelungen. Tom Schilling ist auch wieder dabei und spielt den Sohn. Ich kann den Film nur empfehlen!

Auf dem Nachhauseweg gegen 22:30 Uhr dieses Bild:


Am Sonntag waren wir eingeladen, den 60. Geburtstag unseres Freundes und gleichzeitig auch Arbeitskollegen des Liebsten zu feiern. Wir fuhren am Vormittag mit dem Bus zum Ort der Feier, einer wunderschönen Villa eines Bekannten. Dort fanden sich ungefähr 60 Personen ein. Alle brachten etwas fürs Buffet mit, das sehr bunt und abwechslungsreich war.

Die Kinder spielten mit anderen Kindern und wir Erwachsenen unterhielten uns mit den durch die Bank sehr sympathischen Gästen. Erst am Nachmittag fuhren wir wieder nach Hause, wo das übliche Sonntagsabendprogramm auf uns wartete.


Noch mehr Einblicke in Familienwochenenden werden bei Alu und Konsti gesammelt.


Donnerstag, 7. November 2019

Donnerstagsschnipsel



* Novemberwetter. Kalt. Grau. Nass. So muss das eben. Und wie früh es jetzt dunkel wird! Umso schöner, dass bald die Zeit voller Licht und Wärme beginnt. Also drinnen. Ich bin schon dabei, ein bisschen zu planen. Wir haben im Advent viel vor. Wir haben uns ganz viel lieben Besuch eingeladen, werden schöne Ausflüge machen und es uns so richtig gemütlich machen.

* Ihr wisst ja, Weihnachten kommt immer so plötzlich, ne?! Für meine Planungen habe ich ein schönes Büchlein entdeckt, das ich schon im Sommer gekauft habe. "Weihnachten ist keine Jahreszeit, sondern ein Gefühl" (Amazon-Partner-Link) heißt der Weihnachtsplaner.  Drinnen ist ganz viel Platz für eigene Eintragungen und Listen. Was sind meine schönsten Weihnachts-Erinnerungen? Welches Fest war besonders gut gelungen? Was ist mir wichtig? Was gibt mir Kraft? Was habe ich für Geschenkideen? Wem will ich schreiben? Was möchte ich backen, kochen oder basteln? Was sollte ich nicht so wichtig nehmen? Das alles kann man auf ganz schlicht gestalteten Seiten notieren. So kann man in dem Buch einen ganz persönlichen Erfahrungsschatz zusammentragen und jedes Jahr wieder hineinschauen.


* Neulich waren wir mit der ganzen Familie beim Zahnarzt. Das ist immer eine logistische Meisterleistung. Unsere Zahnarztpraxis hat das aber super drauf. Wir kommen in zwei nebeneinanderliegende Behandlungsräume. Und während die Zahnarzthelferin sich von den Kindern nochmal das Putzen zeigen lässt, sind wir Eltern schonmal dran. Die Zahnärztin wechselt zwischen den Räumen hin und her und hat nach einer guten Stunde alle unsere Zähne gesehen. Ich habe diesmal leider Pech gehabt. Neulich habe ich aus Versehen auf ein Stückchen Nussschale gebissen und hatte dolle Schmerzen. Nun hat einer meiner Backenzähne hat einen feinen Riss von oben nach unten. Er braucht eine neue Füllung und eine Krone. Das wird eine längere Sitzung. Und wird teuer. Uh, bis auf zwei rausoperierte Weisheitszähne hatte ich noch nie etwas und nun das!

* In letzter Zeit häufen sich die Fragen, wann ich denn wieder arbeiten gehe. Mir fällt auch auf, dass ich nur noch selten Mütter mit Kindern, die älter als ein Jahr sind, im Straßenbild sehe. Wenn ich dann aber erzähle, dass ich manchmal drei Mal die Woche im Museumsdorf arbeite und zusätzlich noch ein Mal in der Woche in der Schulbibliothek tätig bin, staunen die Leute. So eine Doppelbelastung! Das empfinde ich zum Glück nicht so, weil ich das ja alles freiwillig mache. Aber Arbeit, die Geld einbringt, wiegt eben doch im Ansehen noch mal anders.

* Und welches kleine Mädchen ist sehr fordernd, hält mich von allem möglichen ab, macht keinen Mittagsschlaf mehr, braucht keinen Kinderwagen mehr und will nicht, dass ich auch nur ein paar Minuten sitze? Richtig, die Augustschnuppe. So mache ich tagsüber vor allem Hausarbeit, immer mit der Kleinen am Rockzipfel. Sie ahmt alles nach und will ganz viel helfen.

* Und heute Abend gehts wieder zum Aquafitness.