Sonntag, 12. November 2023

12 von 12 im November 2023

Heute ist wieder 12 von 12. Zum vorletzten Mal in diesem Jahr nehme ich wieder an der langjährigen Blogaktion teil. Am 12. eines Monats macht man im Tagesverlauf Fotos und zeigt am Abend 12 davon im Blog. Alle, die auch dran teilnehmen, versammeln sich drüben bei Caro

Ich wache um 6:59 Uhr von alleine auf. Eine Minute vor dem Weckersummen. Ich gehe ins Bad und dann in die Küche. Zuerst mache ich mir Kaffee. Dann backe ich ein Blech schnellen fluffigen Lebkuchen für das Kaffeetrinken nach dem Gottesdienst. Mit Haferdrink wird der auch vegan. 
 

Gestern habe ich die doppelte Menge Teig gemacht, deshalb gibt es zum Frühstück gleich nochmal Weckmänner. Den Teig habe ich einfach über Nacht in den Kühlschrank gestellt. Klappt wunderbar. 


Um halb 8 geht die Sonne auf. Morgenblick vor unseren Fenstern. Dazu Rufe von unzähligen Kranichen und Gänsen. Im Unterholz höre ich auch die Wildschweine rascheln und grunzen.


Ich wecke die Kinder. Im Zimmer der Jüngsten eine kleine Installation. Die äußerst praktische und lustige Laterne durfte gestern Abend mit zum Lichterspaziergang durch die Stadt.


Gegen viertel nach 9 fahren wir mit den Fahrrädern los. Es geht am Hafen vorbei. Hier der Westhafen.


In der Gemeinde leite ich heute den Gottesdienst. Dazu gehört die Auswahl von Texten oder Impulsen zum Vortragen und von Liedern, die das Musikteam begleitet. Der Pastor hält die Predigt. Es ist ein schöner Gottesdienst, die Gemeinschaft tut gut. Danach sind wir noch eine Weile beisammen. Die Kinder spielen in den Kinderräumen oder wuseln durchs Haus, die Erwachsenen trinken Kaffee und haben Zeit zum Austausch untereinander.


Gegen 13 Uhr sind wir wieder zu Hause. Die großen Kinder verschwinden in ihren Zimmern, die Jüngste guckt "Sendung mit der Maus" und ich habe ein bisschen Zeit, die Füße hochzulegen und eine Zeitschrift anzuschauen. Danach räume ich ein bisschen auf, kontrolliere Schultaschen und mache Wäsche. 


Gemeindemitglieder haben Quitten geerntet und welche mitgebracht. Ich habe nur zu gerne welche mitgenommen. Ich mag den Duft, wenn auch nicht für lange. Ich möchte gerne mal diese gebackenen Quitten aus dem Ofen ausprobieren. 


Am Nachmittag kommt der Liebste von seiner mehrtägigen Dienstreise heim. Wir empfangen ihn mit einem schön gedeckten Kaffeetisch. 


Wir haben noch Lebkuchen vom Blech übrig und auch Weckmänner. 


Während der Freizeit zwischen den Workshops hat der Liebste einen skandinavischen Laden in der Hamburger Innenstadt entdeckt. Für die kommende Adventszeit hat er uns einen sehr schönen Kerzenhalter passend zu unseren schon vorhandenen Porzellanbäumen mitgebracht. 


Ich habe vorgestern mit den beiden Großen den ersten Film einer Trilogie geschaut. Lang war der! Die Große fühlte sich sehr inspiriert und hat eine Figur daraus gezeichnet. Wer errät den Film?

Zum Abendessen gibt es Resteessen der vergangenen Tage: Maultaschen, Nudeln Bolognese oder Kartoffelsuppe. Wenn die Kinder gleich alle in ihren Zimmern sind, machen der Liebste und ich es uns bei einer Tasse Tee gemütlich und erzählen uns alles der letzten Tage. 


Ich danke für das Mitlesen und die Anteilnahme. Hier gibt es die Möglichkeit, etwas in die virtuelle Kaffeekasse zu tun. Vielen lieben Dank dafür!

Mittwoch, 8. November 2023

Novemberwochenende in Berlin

Meine Gage vom diesjährigen Theaterspielen habe ich gespart. Als Belohnung für die viele Arbeit wollte ich damit etwas Schönes nur für mich machen.

Dann trudelte die Ankündigung zur "Blogfamilia" ein, der Bloggerkonferenz für Familienbloggerinnen und -blogger. Die letzte, die ich besuchte, fand 2019 statt. Die im Jahr 2020 fiel aus bekannten Gründen leider aus. Nostalgie, Neugier und Reiselust ließen mich ein Ticket bestellen. 

Und auch wenn die Hotelpreise im Vergleich zu damals sehr gestiegen sind, entschied ich mich wieder für das Motel One am Berliner Hauptbahnhof. Da stimmt einfach alles für mich. Die Lage ist perfekt. Wenn man am Hauptbahnhof aussteigt, kann man gleich rüberlaufen und den Koffer loswerden. Außerdem kommt man von dort sehr schnell überall hin. Die Zimmer sind gewohnt schick und gemütlich. Das Frühstücksangebot am Morgen ist super (ich nutze es aber nicht, weil es sich für mich nicht lohnt), die Bar am Abend ist sehr entspannt.  

Als ich am Freitagabend aus dem Zug stieg, wurde es schon dunkel. Ich brachte kurz meine Sachen ins Hotelzimmer und machte mich gleich wieder auf in die Stadt. Bis zu meiner Abendverabredung hatte ich noch ein bisschen Zeit. 

Anlässlich des 17. Jahrestages unseres Kennenlernens stieg ich extra am Brandenburger Tor aus und schickte dem Liebsten ein Foto von DEM Ort, wo wir uns am 4. November 2006 das erste Mal küssten. Das war ein wirklich bedeutsamer Moment für uns beide. Siebzehn Jahre! 


Von dort aus wollte ich zum Potsdamer Platz laufen. Ich entschied mich, durch Nebenstraßen zu gehen. Weil ich etwas Bestimmtes brauchte, besuchte ich ein großes Einkaufszentrum. Definitiv kein Lieblingsort, zu voll, zu grell, zu warm, auch wenn ich dort sogar noch ein schönes Kleid erstand. 

Als ich draußen auf dem Fußweg über einen schmalen Streifen mit der Inschrift "Berliner Mauer 1961-1989" lief, erinnerte ich mich, wie ich dort in den Jahren nach dem Mauerfall auf dem leeren Niemandsland beim Umsteigen durch den Matsch gewatet bin. Die Entwicklung des Potsdamer Platzes wurde meiner Meinung nach in den Jahren darauf zu schnell vorangetrieben. Namhafte Architekten durften sich mit Wolkenkratzern austoben, trotzdem ist die gesamte Gegend heute total seelenlos und austauschbar. Einige Konzerne haben ihre Areale schon wieder verkauft. Es herrscht viel Leerstand.

Auf meine Verabredung am Abend hatte ich mich sehr gefreut. Vom Potsdamer Platz aus fuhr ich in die Nähe eines weiteren geschichtsträchtigen Ortes, der Bernauer Straße, wo sich auch die Mauergedenkstätte befindet. 

Im sehr hübschen Mauerwinzer wartete ein Tisch auf uns. Ich traf eine Bekannte aus dem Internet. Wir kennen uns schon jahrelang, haben uns aber noch nie getroffen. Wir verbrachten einen sehr schönen Abend bei anregendem Gespräch, feinen Weinen und knusprigem Flammkuchen. 



Freuden der Großstadt: wichtige öffentliche Verkehrsmittel fahren tagsüber alle 5 Minuten und ansonsten auch die ganze Nacht durch. Gut für mich, gegen Mitternacht war ich schließlich im Hotelzimmer. 


Am nächsten Morgen trank ich nur kurz einen Kaffe und fuhr dann vom Hauptbahnhof rüber zum Bahnhof Zoo. Im Zoo Palast habe ich früher sehr viele Filme gesehen. Im großen Saal mit fast 1000 Plätzen war das immer sehr beeindruckend.


Im Marmorhaus war ich früher auch öfter. Das Kino wurde 1913 eröffnet und war somit das älteste am Kurfürstendamm. Es wurde aber leider im Jahr 2001 geschlossen. 


Der Anblick der Gedächtniskirche war mir viele Jahre sehr vertraut. Am Wochenende aber fiel mir ihre Bedeutung nochmal so richtig auf. Es hat ja seinen Grund, warum man diese im Krieg zerstörte Kirche eben nicht wieder komplett aufgebaut hat sondern als Mahnmal für den Frieden erhielt. 


Ich bog in kleine Seitenstraßen ein. Da ich noch nichts gefrühstückt hatte, schaute ich mich nach einer Bäckerei um. Wie schön, dass ich ausgerechnet ein kleines französisches Café entdeckte! Ein sehr charmanter Herr verkaufte mir ein Croissant. Das war soooo fluffig und blättrig, très bien!


Um kurz nach 10 erreichte ich schließlich den Friseursalon von Michael Treffeisen. Bei meinem letzten Besuch im Sommer entdeckte ich durch Zufall den Salon. Ich bekam die schönsten blonden Strähnen meines Lebens. Das wollte ich mir jetzt wieder gönnen und freute mich sehr, dass ich einen Termin in dem inhabergeführten Salon bekam. 


Frisch gestylt fuhr ich dann nach Berlin-Mitte zur Oranienburger Straße. Wieder sehr vertraute Pfade und definitiv eine meiner liebsten Gegenden. Unzählige Male war ich hier spazieren, essen, trinken, tanzen und auch hier waren der Liebste und ich an unserem Kennenlerntag einen Kaffee trinken.


Das Tacheles, früher mal ein 1908 eröffnetes Kaufhaus, nach der Wende Kunst- und Begegungsstätte, ist nun umgebaut worden. Das Portal des alten Hauses blieb erhalten, der Rest ist wieder recht austauschbare Architektur. Ich erinnere mich noch an Lagerfeuer und Musik auf der Brache hinter dem Haus. 


Gleich gegenüber lag der Veranstaltungsort der Blogfamilia. Das erste indische Restaurant von Amrit feierte gerade seinen 27. Geburtstag. Ich weiß noch, wie es ganz neu in der Oranienburger Straße eröffnete. Der Laden hat sich echt gemausert und mittlerweile gibt es vier Restaurants an den besten Plätzen in Berlin. 

Der Saal war schon gut gefüllt, es herrschte überall eine fröhliche Stimmung. Ich sah auf Anhieb bekannte Gesichter, wenn auch nicht so viele wie auf den vergangenen Treffen. Dann begann die Veranstaltung schon mit Impulsvorträgen von Susanne Mierau, Anne Dittmann und Nicole Beste-Fopma vom LOB Magazin. Alle im Saal standen noch unter dem Vereinbarkeitschaos der Corona-Zeit. Personalmangel in den Einrichtungen allerorten, die Bildungskrise, Kinderarmut und generell eine zu kleine Lobby von Themen rund um Familie nervt alle. Aber es ist sehr schwer, dagegen anzugehen, wenn man im Familienalltag eh schon wenig Zeit hat. In anschließenden Barcamps wurden Möglichkeiten der Vernetzung und der Sichtbarmachung besprochen. Es war eine schöne und gut organisierte Veranstaltung mit tollen Gesprächen, leckerem indischen Essen und Getränken. 


Danach schlenderte ich die Oranienburger Straße bis zum Hackeschen Markt runter. Ich hatte eine Kinokarte für den Abend gekauft. Ein bisschen Zeit hatte ich noch. So genoss ich die Abendstimmung in den Hackeschen Höfen. Das war sehr schön und entspannend. Ich liebe diesen Ort!


Als ich neulich einen Film über die Firma "Aseli" sah, stieg mein Respekt für das Familienunternehmen, das seit 1921 in Berlin Schaumzuckerwaren produziert, noch mehr. Die Augen der Schaummäuse werden sogar noch per Hand aufgetupft. Immer, wenn ich sie sehe, freue ich mich. Der Laden ist auch allerliebst!



Sawade, auch ein Berliner Traditionsunternehmen, hatte noch geöffnet, so tauchte ich ein in die verführerische Welt der Pralinen und Trüffel. Märchenhaft! Ein bisschen Luxus in Form einiger Pralinen gönnte ich mir.



Abends ist es in den acht verschachtelten Hackeschen Höfen schön ruhig. Alles sieht irgendwie festlich beleuchtet aus. Die prächtig gestalteten Fassaden im ersten Hof sind besonders sehenswert. Dort befindet sich auch das Kino, das ich schon sehr lange für die Programmvielfalt schätze. 


Im Foyer begegneten mir wieder Aseli-Mäuse, diesmal sogar in einem kleinen Pfandglas. Ich schaute mir "Anatomie eines Falls" an. Ich bewundere die Schauspielerin Sandra Hüller und schaue mir ihre Filme sehr gerne an. 

Schon lange hatte ich keinen rappelvollen Kinosaal bei so einem speziellen Film erlebt. Noch dazu war der Film in Originalsprache, also französisch/englisch. Das nüchterne Krimidrama spielt in einem abgelegenen Haus in den verschneiten Bergen und im Gerichtssaal. Nach und nach werden wir tiefer in den Fall hineingezogen. Es werden Schichten einer Beziehung freigelegt. Das ist überraschend, entlarvend und schmerzhaft. Die Wahrheit hat viele Gesichter. Sandra Hüller ist wie gewohnt ganz großartig. Aber auch ihre Partnerinnen und Partner sind sehr einzigartig. 


Nach dem Film lief ich an der Museumsinsel vorbei Richtung U-Bahnhof. Hier der Lustgarten mit dem Alten Museum und der großen Granitschale....


... hier der Berliner Dom, der Fernsehturm und ganz rechts das Rote Rathaus. Alles um 23 Uhr im Nieselregen. 


Den neuen U-Bahnhof Museumsinsel hatte ich auch noch nicht gesehen. Sehr schön. Und die Verbindung quer durch die Stadtmitte war absolut überfällig. 

In der Hotelbar traf ich zwei Frauen von der Blogfamilia wieder. Wir unterhielten uns noch sehr angeregt. Weit nach Mitternacht war ich im Bett. 


Am Sonntagmorgen trödelte ich ein bisschen vor mich hin. Im Motel One braucht man erst um 12 Uhr auschecken. Vor der Rückfahrt nach Wismar wollte ich noch etwas unternehmen. Das Mies van der Rohe Haus stand schon ganz lange auf meiner Wunschliste. Und weil der Ort ziemlich in der Nähe befindet, wollte ich gleich noch die Gedenkstätte Hohenschönhausen besuchen. 

Ich holte mir eine Tasse Kaffee, packte meinen Koffer und lief zum Hauptbahnhof. 

Dort wollte ich meinen Koffer bis zur Abfahrt einschließen. Ich fuhr ins Untergeschoss zu den Schließfächern. Zunächst wollte ich an einem Automaten meinen Geldschein in Münzen umtauschen. Der Automat war leer. Die Schließfächer eh alle voll. Ich musste zwei Stockwerke höher fahren, um zu anderen Schließfächern zu gelangen. Auf dem Weg dorthin besuchte ich das WC. Wieder Kleingeld. Und anstehen. So wenige Toiletten für so einen großen Bahnhof! Das dauerte alles ewig. Ich war so genervt und sah meine Zeit schwinden. Plötzlich hatte ich keine Lust auf gar nix mehr.

Ich blies meine Ausflugspläne ab. Ach, wie schade. Ich ging kurz nach draußen an die frische Luft. Ein letztes Foto vom Ufer der Spree aus. Dann nahm ich einen früheren Zug zurück nach Wismar.



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Mittwoch, 1. November 2023

Hallo November!

Im November werde ich...

... nach Berlin zur Blogfamilia fahren

... dort viele liebe Menschen treffen

... und auch zum Friseur gehen

... im Hotelzimmer so richtig schön rumgammeln

... ins Kino gehen

... an St. Martin Weckfiguren backen

... den Liebsten zu einer Dienstreise verabschieden

... am 2. Modul des Gemeindeleitungsseminars in Rostock teilnehmen

... die Mama des Liebsten zu Besuch haben

... mit dem Liebsten ein Wochenende alleine in Kühlungsborn verbringen

... die Vorratsschränke sichten und aufräumen

... die Backzutaten aufstocken

... Wismars schönste Herbstecken suchen

... weiter mit dem Liebsten zum Qigong-Kurs gehen

... die 7000 Kilometer auf dem Fahrradtacho vollmachen

... alle Fenster putzen

... die Wohnung weihnachtlich schmücken 

... am Adventskranzbasteln in der Stadt teilnehmen


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Sonntag, 29. Oktober 2023

Ende Oktober

Merkwürdiger Anblick im Supermarkt: Tulpen neben Kürbissen neben Lebkuchen. Muss das alles gleichzeitig sein? 

Alles gleichzeitig derzeit auch bei den Familienterminen: hier ein Herbstfest, da ein Kennenlerncafé, da ein Hoffest, da Laternenlauf, dann noch Elterngespräche, Dienstreisen, Seminare, Weiterbildungen, Verträge kündigen, Verträge unterschreiben, Anwaltstermine, unangenehme Gespräche führen, Weinen, Lachen, Quatsch machen, Filme gucken, verliebt sein und, und, und... Kein Tag vergeht ohne Terminjonglage. 

Das aktuelle Weltgeschehen geht natürlich auch nicht einfach so an uns vorbei. Wir führen Gespräche mit den Kindern, versuchen einzuordnen, Quellen zu unterscheiden und reden auch über Einfluss und Nutzung von Medien. 


Wismar hat den Sturm am 20. Oktober an der Ostseeküste glimpflich überstanden. Das Hochwasser hielt sich in Grenzen. Trotzdem waren Teile des Hafenbereichs überflutet. Hauseingänge wurden vorsichtshalber mit Sandsäcken gesichert. 




Am Abend des 20. Oktobers besuchte ich noch die Vernissage im Phantechnikum. Die neue Sonderausstellung mit dem Namen "I AM A.I." zum Thema künstliche Intelligenz ist ziemlich umfangreich. Auch wenn es hier nicht so aussieht, ist die Ausstellung ziemlich interaktiv. 


Als ich nach der Vernissage im Sturm nach Hause radelte, wurde ich bis auf die Haut nassgeregnet. Das Hafenbecken war dann auch voll bis zum Rand und schwappte vor dem Wassertor auch etwas über. 



Am vorletzten Oktoberwochenende besuchten der Liebste und ich zunächst das Kaffeefestival "ungefiltert". Das war eine sehr schöne Sache, auf so viele Expertinnen und Experten und Kaffeefans zu treffen. 

Abends besuchten wir die Lange Bibliotheksnacht und waren danach noch mit einem befreundeten Paar Sushi essen. 


Letzte Woche habe ich wieder das Nachbarschaftscafé in unserer Kirchengemeinde vorbereitet. 25 Personen besuchten schließlich unsere Räume und genossen eine reichliche Menge Kaffee und Kuchen. 


Dieses Wochenende besuchten der Liebste und ich einen Chansonabend, der von der Deutsch-Französischen-Gesellschaft Wismar organisiert wurde. Pierre Velghe, ein Musiker aus Calais, trat auf und machte echt tolle Stimmung. Wismar und Calais sind tatsächlich schon seit 1971 Partnerstädte. Die Partnerschaft war etwas eingeschlafen und wurde kürzlich wiederbelebt. Weitere tolle Veranstaltungen wie Konversationsnachmittage, Bouleturniere, Filmabende oder gemeinsames Kochen und Essen werden folgen. 


Den ganzen Samstag und den heutigen halben Sonntag verbrachte ich im Bürgerschaftssaal im Rathaus von Wismar. Ich hatte Post vom Bundesministerium für Umwelt, Natur- und Verbraucherschutz bekommen. Ich wurde aus dem Melderegister zufällig ausgewählt, am Dialog zum Thema "Klimaanpassung" teilzunehmen.

Klimaanpassung bedeutet, es werden Maßnahmen entwickelt, um mit den Folgen des Klimawandels zurechtzukommen. Bürgerinnen und Bürger können in den Dialogen ihre Ideen und Wünsche besprechen. Expertinnen und Experten stehen mit ihrem Wissen zur Seite. So konnten wir in den letzten beiden Tagen ziemlich konkrete Forderungen an die Politik formulieren. 

Solche Dialoge finden an fünf Standorten in ganz Deutschland statt. Wismar wurde beispielhaft für die Küstenregionen ausgewählt. Alle Vorschläge und Forderungen werden gesammelt und sollen in die politische Arbeit einfließen.  



Nach diesem intensiven Austausch freute ich mich heute Nachmittag über ein paar Sonnenstrahlen und herbstlich strahlendes Laub. Bei dem ganzen Trubel in letzter Zeit habe ich irgendwie gar nicht mitbekommen, wann die Blätter sich so schön verfärbt haben...


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