Freitag, 28. Februar 2020

Käsekuchen ohne Boden


Weil so viele Leserinnen nachgefragt haben und weil das Wochenende vor der Tür steht, schreibe ich mal schnell das Rezept für den Käsekuchen ohne Boden auf. Das sind dann halt in dieser Woche nach den fluffigen Amerikanern zwei Rezepte hintereinander (was man ja als Bloggerin auch nicht tun sollte), aber ich wünsche mir, dass Ihr alle am Wochenende einen leckeren Kuchen auf dem Tisch stehen habt :-)

Das Rezept für diesen Kuchen habe ich vor einigen Jahren aus einer Zeitschrift rausgerissen. Bis jetzt habe ich allerdings öfter meinen bewährten Käsekuchen mit Boden und Streuseln gebacken. Da ich aber seit einiger Zeit Kohlehydrate nicht mehr so gut vertrage und besonders viel Eiweiß essen muss, kommt mir dieser Kuchen gerade recht. Er besteht hauptsächlich aus Quark und Eiern. Fest wird er durch etwas Puddingpulver, also Stärke. Wer zusätzlich Zucker meiden möchte, kann auch einen bevorzugten Zuckerersatzstoff verwenden. Die Zuckermenge habe ich eh schon von 250 auf 200g reduziert. Wer will, kann den Kuchen also weitestgehend auch unter Low Carb einordnen.

Die Menge reicht für eine Springform oder ein Blech. In der Springform wird der Kuchen schön hoch und die Stücke sind dann richtige Sattmacher. Auf dem Blech wird der Kuchen natürlich flacher. Am letzten Wochenende habe ich unter die Hälfte der Quarkmasse backfertige Mohnmasse gerührt. Die Mohn-Quark-Masse habe ich dann zuerst in die Springform gegeben und dann den Rest daraufgestrichen. Mohn und Quark haben sehr gut zusammen geschmeckt!

Zutaten:

6 Eier
500g Magerquark
500g Sahnequark (meiner hatte 20% Fett, funktioniert auch super)
200g Zucker
2 Packungen Vanillepuddingpulver oder ca. 70g Stärke
75g geschmolzene Butter
Saft einer halben Bio-Zitrone oder ca. 3 EL Zitronensaftkonzentrat
abgeriebene Schale einer halben Zitrone oder 1 Pckg. geriebene Zitronenschale (ich nehme immer diese hier (Amazon-Partner-Link))
1 Prise Salz

* Ofen vorheizen 175°C (Umluft 150°C)
* Butter schmelzen
* Springform mit Butter fetten und mit Semmelbröseln oder Grieß ausstreuen
* Backblech mit Backpapier auslegen
* Eier trennen
* weil die Stäbe vom Mixer anfangs noch sauber und fettfrei (!) sind, schlage ich zuerst das Eiweiß zu schön festem Schnee (er ist richtig, wenn man die Schüssel umdrehen kann und nichts rausfällt)
* dann in einer anderen Schüssel beide Sorten Quark, Eigelb, Zucker, Puddingpulver, Zitronensaft und -schale vermixen
* Eischnee unter die Quarkmasse heben, ich rühre immer mit einem großen Löffel kurz von außen nach innen
* Quarkmasse in die Form oder aufs Blech geben und glatt streichen
* in der Springform ca. 50 bis 60 Minuten backen
* auf dem Blech ca. 30 bis 40 Minuten backen
* der Kuchen soll leicht gebräunt aussehen
* Ofen ausschalten und den Kuchen bei leicht geöffneter Backofentür ca. 15 Minuten abkühlen lassen, dann herausnehmen und komplett abkühlen lassen

Guten Appetit und ein schönes Wochende!









Montag, 24. Februar 2020

Fluffige Amerikaner


Willkommen hier bei "Frische Brise" zum Live-Bloggen! Ich blogge ja sehr selten vor, was ja laut allen möglichen Ratgebern zum Thema Bloggen der größte Fehler überhaupt sein soll. Man soll doch unbedingt den Zeitpunkt der Veröffentlichung beachten! Dann auch noch Keywords und Zwischenüberschriften einfügen und zum Schluss am besten eine Frage an die Leserinnen. Aber wisst Ihr was: nach bald 12 Jahren Bloggerei ist mir das relativ schnuppe. Ich werde weiter so vor mich hin bloggen und mich freuen, wenn das hier jemand liest.

Und deshalb habe ich erst heute Vormittag beschlossen, den Kindern etwas Buntes zum Fasching zu backen. Fasching spielt ja hier in Hamburg so gar keine Rolle. Nur im Kindergarten oder der Grundschule wird gefeiert. Fertig. Weil das deshalb so gar nicht in meinem Gedächtnis war, musste ich dafür heute auch noch extra einkaufen, weil ich gar nicht alle Zutaten vorrätig hatte. Hätte ich gewusst, wie einfach das geht, hätte ich auch dem Adventsjungen dieses Gebäck statt kleingeschnittener aufgebackener Laugenstangen für das Buffet in die Schule mitgeben können. Hätte, hätte, Fahrradkette...

Amerikaner liebe ich schon seit meiner Kindheit. Heute gibt es sie immer seltener beim Bäcker zu kaufen. Ich kann mich entsinnen, dass ich vor vielen Jahren mal welche nach einem Originalrezept mit Hirschhornsalz gebacken habe. Gebäck mit Hirschhornsalz hält sich länger. Das hatte ich aber wohl falsch dosiert und der Geruch hat ganz schön in der Nase gebissen. Von dem Backtriebmittel kommt übrigens auch der Name des Gebäcks. Früher hießen sie nämlich "Ammonikaner", nach dem Ammoniumhydrogencarbonat. Dieser Name verwischte im Laufe der Zeit zu "Amerikaner". Mein heutiges Rezept habe ich drüben im sowieso empfehlenswerten Blog Wienerbrød gefunden und gleich verdoppelt. Mit 250g Mehl brauche ich hier gar nicht erst anfangen :-)

Zutaten für 22 Stück:

250g zimmerwarme Butter
200g Zucker
4 zimmerwarme Eier
500g Mehl
6 EL Speisestärke
1 Packg. Backpulver
1 Prise Salz
geriebene Schale einer halben Zitrone/ 1 Päckchen Zitronenabrieb
ca. 8 EL Milch
1 Packung Puderzucker (250g)
ca. 5 EL Zitronensaft
bunte Streusel

* Butter mit dem Zucker schaumig rühren
* Eier untermixen und ca. 5 Minuten zu einem Schaum rühren
* Mehl, Stärke, Backpulver, Salz und Zitronenschale in einer extra Schüssel vermengen
* trockene Zutaten zum Schaum geben
* Milch nach und nach unterrühren
* aufpassen: es soll ein ziemlich zäher Teig entstehen, er darf nicht zu flüssig sein!
* mit einem Eisportionierer (Amazon-Partner-Link) Teigkugeln auf Bleche setzen
* dabei etwas Abstand lassen, das Gebäck wird noch breiter
* mit Esslöffeln geht es auch, bei mir wurden es insgesamt drei Bleche
* bei 160°C Umluft ca. 15 Minuten backen
* zwischendurch beobachten, die Amerikaner sollen nur leicht gebräunt sein
* abkühlen lassen
* aus dem Puderzucker und dem Zitronensaft einen dickflüssigen Guss anrühren
* dafür den Saft langsam nach und nach zum Puderzucker geben und gut verrühren!
* die flache Seite des Gebäcks einstreichen und sofort mit Streuseln verzieren
* zum Trocknen habe ich das Gebäck auf tiefe Teller gelegt und am Rand abgestützt, denn durch die Kegelform liegen sie nicht ganz gerade und der Guss läuft sonst herunter

Guten Appetit!






Sonntag, 23. Februar 2020

Wochen- Ende

Die politischen Ereignisse der letzten Wochen stecken mir noch in den Knochen. Nach dem rassistischen Anschlag in Hanau fehlen mir die Worte. Aber ich bin es leid, dass die anständigen Menschen in diesem Land demonstrieren müssen und Kerzen aufstellen, wieder und wieder und gefühlt ändert sich nichts. Ich persönlich kann nur hier in meinem Umfeld weitermachen, weiterleben, weiterlieben und versuchen, Vorbild zu sein. In Menschlichkeit und Toleranz.

Am Donnerstagabend bin ich zum Museumsdorf gefahren. Ein Mal im Jahr müssen alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an einer Sicherheitsunterweisung teilnehmen. Vorher hatte ich noch ein bisschen Zeit, mal den Unverpacktladen direkt am U-Bahnhof Volksdorf zu besuchen. "Ohne Gedöns" heißt der Laden. Hat mir sehr gut gefallen. Die ganze Wand mit Schüttgut ist besonders schön. Im Museumsdorf traf ich viele bekannte Gesichter und jetzt freue mich schon wieder auf die neue Saison.


Am Freitag war ich den ganzen Vormittag damit beschäftigt, Pakete zu packen. Ich habe nun tatsächlich fast alle meine aussortierten Kleider und Mäntel an nette Menschen weitergeben können. Ich fuhr am Vormittag zur Post und am Nachmittag auch nochmal.

Der Liebste verbrachte den Tag beruflich in Lübeck. Zur Kaffeezeit war er schon zu Hause. Ich hatte Donuts im Faschingsoutfit besorgt. Die einzigen faschingshaften Anzeichen hier in Hamburg zu dieser Jahreszeit.

Weil ich plötzlich so viel Zeit zur Verfügung hatte, fuhr ich mit dem Rad zum Fitnessstudio. Ins Lastenrad passt praktischerweise auch meine große Sporttasche. Im Fitnessstudio absolvierte ich meine übliche Runde. Ich wärme mich ein bisschen auf dem Ergometer auf und gehe dann an die Geräte. Auf meiner Übungskarte kann ich ablesen, an welchem Gerät ich was mache. Bestimmt weiß ich das irgendwann auch auswendig.

Als ich abends nach Hause kam, gab es Abendbrot. Als die Kinder dann das Programm auf dem KIKA schauten, ging ich ausgiebig in die Badewanne. Mit Buch (Amazon-Partner-Link) und ganz viel Schaum. Herrlich! Als die Kinder im Bett waren, schauten der Liebste und ich die letzte Folge der Serie "Carnival Row" (Amazon-Partner-Link, kostenlos in Prime enthalten) mit Orlando Bloom. Diese Fantasy-Krimi-Reihe mit Anklängen an aktuelle Politik finde ich ganz sehenswert, obwohl der Schluss für mich etwas abrupt kam.




Am Samstagmorgen frühstückten wir gemütlich. Der Liebste fuhr dann einkaufen und nahm den Adventsjungen und die Augustschnuppe mit. Denn der kleine Bruder und ich hatten einen Termin beim Friseur. Vorher fuhr ich noch schnell zur Post, denn ich hatte zwei weitere meiner Mäntel verpackt.

Für den kleinen Bruder war das mit seinen elf Jahren der erste Friseurbesuch. Bis jetzt durfte ich das immer mit dem Langhaarschneider machen. Jetzt will er das nicht mehr. Ich ließ mir im Salon auch nur trocken die Spitzen schneiden. Dadurch hatten wir hinterher noch Zeit, zusammen ins Café bei unserem Bäcker zu gehen. Ich fand es schön, mal nur Zeit für ein Kind zu haben. Das sollte ich noch viel öfter tun.


Wieder zu Hause suchte ich ein Rezept für Käsekuchen ohne Boden raus. Eine Masse aus Quark, Eiern, Zucker und Vanillepuddingpulver wird mit Eischnee vermengt. Oh, wie luftig locker das wurde! In einer kleinen Extraform tat ich dem Liebsten einen Gefallen und verrührte die Hälfte des Quarks mit backfertigem Mohn. Das passte auch hervorragend zusammen.



So sieht nun unser Garderobenschrank ohne meine ganzen Jacken und Mäntel aus:


Und so sieht aktuell mein Kleiderschrank aus. Die Kleider, die da noch hängen, will ich noch auf meinem Flohmarkt weitergeben. Aktuell habe ich drei Miniröcke, in schwarz, rot und jeansblau, und fünf Langarm-Shirts, alle gestreift. Das kombiniere ich alles bunt durcheinander und trage dicke Strumpfhosen und Stiefel dazu. Für die Frühlingssaison brauche ich demnächst unbedingt noch einen neuen Regenmantel.

Und noch etwas ist neu an diesem Anblick: ich bekomme meinen Kleiderschrank wieder richtig auf! Da neben meinem Bett stand seit zweieinhalb Jahren, also seit der Geburt der Augustschnuppe erst das Beistellbettchen und dann ein Sessel zum Fläschchengeben. Die Augustschnuppe brauchte die Einschlafflasche ein bisschen (sehr viel) länger als ihre Geschwister, deshalb hat es bis jetzt gedauert, bis der Sessel weichen konnte.


So hat der Liebste gestern endlich meinen Nachttisch aufgebaut. Davon hatten wir vor langer Zeit mal zwei Stück bei Tchibo gekauft. Lampen werden folgen.



Am heutigen Sonntag brauchten wir zum Aufstehen einen Wecker. Nach dem Frühstück fuhren wir in die Gemeinde, wo der Liebste wieder die Kinderstunde leitete. Mein Outfit heute:


Das Mittagessen kochte heute der Liebste. Nachdem gestern in der Abokiste Süßkartoffeln waren, suchte er ein Rezept für Süßkartoffel-Frittata mit Spinat und Feta raus. Ich machte noch ein paar Hackbällchen auf dem Blech dazu. Das Essen ist super geworden. Die Kinder waren geteilter Meinung, aber das wussten wir vorher auch schon.



Nach dem Essen schauten wir die "Sendung mit der Maus". Und danach gingen der Liebste und ich wählen. In Hamburg wurde heute die Bürgerschaft gewählt. Weil es sehr, sehr regnete ließen wir die Augustschnuppe mit den beiden Großen kurz zu Hause. Der Adventsjunge wollte gerne mitkommen.

Die Wege waren voller Menschen und die große Wahlurne im Wahllokal war schon am frühen Nachmittag zu Dreiviertel gefüllt. Ein gutes Gefühl.

Dann Kaffeezeit, Aufräumzeit und Badewannenzeit für die Kinder. Nun Hochrechnungen schauen und dann ist das Wochenende auch schon wieder rum.


Noch mehr Einblicke in Familienwochenenden werden bei Alu und Konsti gesammelt.








Donnerstag, 20. Februar 2020

Donnerstagsschnipsel

* Auch in dieser Woche reicht meine Zeit nur für kurze Schnipsel hier im Blog. Die Augustschnuppe wuselt den ganzen Tag um mich herum. Mittagsschlaf macht sie ja seit Monaten nicht mehr. Sitzen lässt sie mich zwischendurch überhaupt nicht. Wichtige Sachen am Computer mache ich kurz im Stehen. Wenn ich eine Pause machen will, ist sie sofort zur Stelle und fordert mich. Entweder möchte sie bestimmte Spielsachen haben, essen, trinken oder beides auf einmal. Nur wenn ich irgendetwas im Haushalt arbeite, ist sie zufrieden. Dabei ist sie meistens nur einen Meter von mir entfernt, schaut zu, imitiert mich, hilft mir oder beschäftigt sich selbstständig mit Dingen. Alles in Reihen zu legen, steht gerade ganz hoch im Kurs.


* Danke nochmals für die vielen lieben Rückmeldungen auf meinen sehr persönlichen Eintrag von letzter Woche! Es wird lange dauern, auf alle Nachrichten zu reagieren. Vielleicht schaffe ich es auch nie. Ich fühle mich da ein wenig unter Druck gesetzt, weil es wirklich viel ist, ich aber nicht unhöflich erscheinen mag. Ich werde demnächst noch ein paar Sachen in meinem Instagram-Flohmarkt anbieten. Ich habe noch schöne Badeanzüge und Regenmäntel im Schrank, die auf neue Besitzerinnen warten.

* Als Anfang der Woche die Sonne schien, habe ich die Fenster geputzt. Dabei habe ich, wie schon seit mittlerweile 6 Jahren, meinen Fenstersauger (Amazon-Partner-Link) zur Hilfe genommen. Während ich die Fenster ruckzuck putzte, machte ich mir Gedanken über Luxus und warum man ihn sich so selten gönnt. Also mir geht es jedenfalls so, dass ich ganz lange dachte, ein extra Gerät brauche ich nicht. Geht doch auch mit Spülmittel und Lappen! Dafür habe ich dann aber auch ewig gestanden, um die Fenster sauber zu polieren. Mit Grausen denke ich an die vielen hohen Doppelfenster im Berliner Altbau zurück. Da habe ich dann eben nur zwei Mal im Jahr Fenster geputzt, im Frühling und vor der Adventszeit. Jetzt tue ich das viel öfter, nämlich ungefähr alle 6 bis 8 Wochen. Genau so ging es mir mit einem Akku-Staubsauger. Erst als wir vor einigen Jahren zufällig durch eine Kooperation unseren Staubsauger (Amazon-Partner-Link) bekamen, erkannte ich die Vorteile so eines Gerätes. Vorher hasste ich staubsaugen, weil das alte Gerät so sperrig und schwer war und beim Hinterherziehen immer an den Ecken hängenblieb. Jetzt liebe ich es! Der Sauger hängt griffbereit an der Wand und ich kann zur Not auch mehrmals am Tag staubsaugen. (Und ich sage Euch, bei vier Kindern im Haus ist es immer nötig.) Dasselbe auch mit einer übergroßen Bettdecke. Und einem guten Nackenkissen (Amazon-Partner-Link). Oder richtig guten Schuhen. Das alles ist wahrer Luxus für mich und ich will es nicht mehr missen.

* Ansonsten hatte ich auch in dieser Woche wieder Dienst in der Schulbibliothek. In der nächsten Woche habe ich nochmal eine längere Sitzung bei meiner Zahnärztin. Da bleibt der Liebste zu Hause, um bei der Augustschnuppe zu sein. Er wird meinen Dienst übernehmen. Als ich das in der Schule ankündigte, waren alle total erstaunt. Aber warum denn eigentlich nicht?

* Im Museumsdorf geht die neue Saison wieder los. Täglich trudeln neue Anfragen ein, mein Terminkalender ist ab dem Frühlingsbeginn schon wieder sehr gut gefüllt. Ich freue mich schon wieder sehr auf meine Aufgaben dort.

* Im Fitnessstudio tauche in in die ganz neue Welt ein. Vorher habe ich ja ein ganzes Jahr lang in meiner Physiotherapiepraxis trainiert. Da waren wir manchmal nur zu zweit. Das war sehr angenehm, aber die Zeit passte jetzt nicht mehr für mich. Nun besuche ich ein ziemlich großes Fitnessstudio. Ich kann hingehen, wann es mir am besten passt und auch verschiede Kurse besuchen. Dort treffe ich auf ganz unterschiedliche Menschen aller Altersgruppen. Doch geredet wird dort fast gar nicht. Alle sind mit ihren Übungen beschäftigt. Viele haben Kopfhörer in den Ohren. Das kenne ich von meinem Aquafitnesskurs ganz anders, da quatschen wir viel miteinander. Da gehen Kopfhörer ja auch gar nicht :-) Nun habe ich mir überlegt, dass ich die Zeit an den Geräten auch dazu nutzen kann, um Podcasts zu hören. Ich würde das gerne mal ausprobieren, habe aber im Alltag leider überhaupt keine Muße dafür. Ich habe schon einige Podcasts im Auge: Nur 30 Minuten, Work is not a Kinderspiel oder Kaffee, Stulle, Gin zum Beispiel. Da kann ich netten Bloggerinnen, die ich schon mehrmals getroffen habe, zuhören. Nun hat aber meine Sportkleidung gar keine Taschen, wo ich mein Handy reintun könnte. Ich kann mir aber nicht vorstellen, es beim Sport an einem Band um den Hals zu hängen. Benutzt man dafür eine Gürteltasche? Oder etwas anderes? Wer hat Tipps?

* Mittlerweile habe ich die Hoffnung auf Schnee in diesem Winter komplett aufgegeben. Das Aprilwetter ist eigentlich schon seit Jahresbeginn voll im Gange. Regen, Sonne, Hagel, Regen, Sonne und wieder Regen. Und das in Massen. Die Wiesen sind komplett durchgeweicht und das Flüsschen hier im Ort reicht schon lange bis hoch ans Ufer. Manchmal wechselt das Wetter so schnell, dass wir uns beeilen müssen, den perfekten Zeitpunkt zum Rausgehen zu erwischen. Und dass der Winter fehlt, ist nicht nur so ein Gefühl. 


Sonntag, 16. Februar 2020

Das Wochenende danach...

Das war also das Wochenende nach einem meiner persönlichsten Blogeinträge. Nachdem ich den Text über die Geschichte meines Körpergewichts veröffentlicht hatte, explodierten meine Nachrichtenkanäle auf Twitter, Instagram, im Blog und auch mein privates Mailpostfach.

Mein Blog wurde am Tag der Veröffentlichung über 21.000 mal aufgerufen. Normalerweise sind es ungefähr 4000 bis 5000 Seitenzugriffe pro Tag. Auch gestern und heute waren es fast nochmal so viele.

Ich freue mich sehr über ausnahmslos respektvolle Kommentare. Das ist bei so einem persönlichen Thema absolut nicht selbstverständlich. Aus diesem Grund habe ich lange gezögert, den Text und vor allem die Bilder zu veröffentlichen. Die Wertschätzung, die mir entgegengebracht wurde, bedeutet mir sehr viel. Herzlichen Dank dafür!

Ich werde noch eine Weile brauchen, um auf manche Kommentare oder Mails genauer einzugehen. Es waren sehr viele gute Gedanken dabei. Vor allem solche, wie wir unseren Kindern ein gutes Körper- und Selbstwertgefühl mitgeben können. Selbstreflexion ist dabei schon sehr viel wert! Denn erst wenn ich mir selber meine Stärken und Schwächen eingestehen kann, kann ich auch meine Kinder gut auf ihrem Weg begleiten.

Wer sich vielleicht zum Thema Adipositas-OP einlesen möchte, kann dies z.B. mit diesen Büchern tun. Die kann ich empfehlen, die haben mir rund um die OP auch sehr geholfen. "Gut essen rund um die Adipositas-OP" oder auch das neuere "Gut essen Adipositas-OP" beide von Heike Raab. (Amazon-Partner-Links). Beide Bücher klären genau über die unterschiedlichen Operationsverfahren auf und bieten eine Fülle an Rezepten für die verschiedenen Phasen.

So habe ich also am Wochenende sehr viel am Rechner oder Handy gesessen, um alle Nachrichten zu lesen. Das Wochenende war ansonsten ganz entspannt. Am Samstagvormittag war der Liebste kurz einkaufen. Die Gemüsekiste wurde geliefert.

Ich bin mittags zum Museumsdorf Volksdorf gefahren, weil ich da meine erste Gruppenveranstaltung als Museumspädagogin in diesem Jahr hatte. Eine Kindergruppe wollte etwas zum Thema "Vom Schaf zur Socke" erfahren. Weil es nur eine kleine Gruppe war, habe ich das diesmal ganz alleine gemacht. Ich habe mich sehr über das mir entgegengebrachte Vertrauen meiner Kolleginnen vom Museumsdorf gefreut.

Ich bin extra eine Weile früher hingefahren, um genug Zeit für den Aufbau zu haben. Das war ganz gut, weil es auch noch diverse Führungen durch das Dorf gab, die alle auch durch die "gute Stube" des alten Hofes führten. Die Stube ist der einzige beheizte Raum im alten Bauernhaus. Dort stehen auch wertvolle Möbel und in den "Wandschränken" befinden sich die Betten der ehemaligen Hofbesitzer.



Ich hatte vorher noch ein bisschen Zeit und besuchte die Tiere im Stall. Sie leben dort noch wie früher, sind aber tagsüber viel draußen unterwegs. In der anderen guten Stube bewunderte ich noch die Arbeit der Weberin am alten Webstuhl. Sie schafft im Moment Stoff für einen langen Rock im Jahr zu weben. Es ist ein wahrer Schatz! Ich habe immer nur einen schlichten langen Baumwollrock und ein Schultertuch aus Wolle an.




Die Arbeit mit der Kindergruppe war dann sehr schön. Ich habe es sehr genossen. Als die Kinder wieder weg waren, räumte ich auf und trug wieder "Zivil". Das Geld für die Aktion brachte ich zur Kasse des Museumsdorfes.

Weil der Liebste mir vorher gesagt hatte, ich kann mir ruhig Zeit lassen, tat ich das auch und ging hinterher noch zum Krämerladen. In dem angeschlossenen winzigkleinen Café, das eher Omas Küche gleicht, setzte ich mich zu zwei anderen Besuchern mit an den einzigen Tisch. Ich bekam einen Pott Kaffee und ein Stückchen Butterkuchen aus dem museumseigenen Holzbackofen. Lecker!

Ich saß dann doch noch bis 17 Uhr dort. Wir quatschten alle ganz gut miteinander. Im Krämerladen schaute ich mich auch noch um. Da gibt es so viele schöne Dinge. Alle Besucherinnen und Besucher seufzen immer bei deren Anblick.

Zur Abendbrotzeit war ich dann wieder zu Hause. Nach dem Sandmännchen ging die Augustschnuppe ins Bett. Mit den drei Großen machten wir einen Filmabend und schauten Asterix.





Am heutigen Sonntag standen wir früh auf und fuhren in unsere Gemeinde. Nach dem Gottesdienst fand wieder ein Familiensonntag statt. Wir aßen zusammen mit anderen Familien Mittagessen und machten hinterher noch gemeinsame Spiele. Weil im Moment in den Räumen der Winterspielplatz aufgebaut ist, hatten die Kinder ganz viel Gelegenheit zum Spielen und Toben. Wir Erwachsenen konnten ein bisschen quatschen.

Als wir am Nachmittag zu Hause waren, schauten wir die "Sendung mit der Maus" aus der Mediathek. Ich machte noch zwei Bleche Grießkekse. Zusammen mit Resten von Apfelmuskuchen von Freitag und Butterkuchen aus dem Museumsdorf hatten wir dann einen ziemlich üppigen Kaffeetisch.



Am Nachmittag begann es, stürmisch zu werden. Bei 16 Grad war es sehr mild, ja fast schon warm draußen. Ich fotografierte im Gärtchen den Status der Narzissen im Februar.

Nach Badewannenzeit und Sandmännchenzeit ist dann Bettzeit für die Kinder. Der Liebste und ich machen es uns auf dem Sofa gemütlich und dann ist das Wochenende auch schon wieder rum.


Noch mehr Einblicke in Familienwochenenden werden bei Alu und Konsti gesammelt.


Freitag, 14. Februar 2020

Mein Weg

Als die Waage vor zwei Jahren 128 Kilogramm anzeigt, habe ich Angst. Todesangst. Mehr als einmal liege ich nachts im Bett und kann vor Angst nicht einschlafen. Ich spüre, wie mein Herz rast und stolpert und höre mein Blut im Ohr rauschen. Ich denke, ich werde im Schlaf sterben. Ich versuche mir vorzustellen, wie mein Mann und meine Kinder ohne mich weiterleben.

Ein Besuch bei meiner Hausärztin ergibt, dass ich Bluthochdruck habe. Die verschriebenen Blutdrucksenker vertrage ich nicht. Ich kann mich fast nicht mehr bewegen. Ich komme nicht mehr an meine Füße ran. Ich habe jeden Tag an unterschiedlichen Stellen in meinem Körper Schmerzen. Ich nehme mehrmals täglich Schmerzmittel aller Art zu mir. Da wird mir klar: so geht es nicht mehr weiter.



Rückblick: Schon als Kind im Kindergartenalter fühle ich mich dick. Ich nehme mal vorweg: ich war es nie. Doch im Elternhaus werde ich kurz gehalten, was Essen betrifft. Süßigkeiten werden versteckt. Andererseits werde ich zum Aufessen gezwungen. Ich sitze am Tisch und würge, muss aber sitzenbleiben, bis der Teller leer ist. Kartoffelpuffer ist zum Beispiel so ein Essen, was seitdem nicht mehr geht. Auch im Kindergarten ist der Zwang zum Aufessen an der Tagesordnung. Manchmal habe ich Essen im Mund, bis ich abgeholt werde. Als ich älter bin, wird zu Hause tagsüber die Küche abgeschlossen. Ich hatte mir am Nachmittag nach der Schule in der Pfanne Spiegelei gebraten, weil ich Hunger hatte. Ich esse heimlich.

Ständig wird an mir und meinem Körper herumgemäkelt. Ich sitze und laufe angeblich nicht richtig. Ich soll keine X-Beine machen. Ich soll die Füße anders setzen. Ich gucke falsch. Ich sehe auf Fotos nicht vorteilhaft genug aus. Ich spreche und lache zu laut. Ich bin zu emotional. Nie bin ich gut genug. Andere Mädchen aus dem Bekanntenkreis werden mir ständig als Vorbilder hingestellt.

Ich bin gerne draußen in der Natur, fahre Rollschuh, liebe Radfahren und schwimme leidenschaftlich gern. Auf dem Reiterhof arbeite ich lieber stundenlang hart im Stall als zu Reiten. Ich spiele Theater, bin gerne künstlerisch tätig und bin eine Leseratte. Ich spaziere gerne im Schlosspark umher, balanciere über umgestürzte Bäume und wate in der Panke. Ich bin lieber draußen unterwegs als zu Hause. Dass meine Kleidung draußen dreckig wird oder kaputt geht, bringt mir zu Hause wieder unendlichen Ärger ein. Ich versuche also, mich anzupassen und aufzupassen, wo es nur geht.

Mit 13 Jahren habe ich einen Autounfall. An dessen Folgen habe ich jahrelang zu leiden. Mein Knie ist kaputt. Ich werde mehrmals operiert und verbringe sehr, sehr viel Zeit bei der Krankengymnastik.

Als ich 15 Jahre alt bin, mache ich meine erste Diät. Niemand redet es mir aus. Ich süße meine Erdbeeren mit Süßstoff. Ich esse manchmal einen ganzen Tag gar nichts. Ich versuche in den nächsten Jahren Nulldiät, Fastentee, Früchtewürfel, Zellulosekapseln, Entwässerungstabletten, Abnehm-Shakes, FdH und verschiede andere Diäten, die gerade so propagiert werden. Ich nehme ab und wieder zu. Ich nehme ab und nehme noch mehr zu. Hallo Jojo-Effekt!



Mit 17 lerne ich meinen zukünftigen ersten Mann kennen. Mein Bauch ist ihm zu dick. Da habe ich aber Normalgewicht. Ich diäte weiter und weiter. Da habe ich schon längst das normale Gefühl für Nahrung verloren. Wenn ich das überhaupt jemals hatte. Ich werde immer dicker und dicker. Dann bringe ich mein erstes Kind zur Welt. Die Ehe ist eine Farce. Ich esse, um mich zu trösten und zu belohnen. Wie dick ich da schon bin, ist mir egal. Ich habe mich mit meinem Körper irgendwie arrangiert. Ich trenne mich und bin einige Jahre alleinerziehend.

Dann lerne ich den Liebsten kennen. Alles ist gut. Er liebt mich, so wie ich bin. Wir bekommen vier Kinder miteinander. Ich bin heilfroh, dass mein dicker Körper alle Schwangerschaften problemlos mitmacht. Nach dem Feinultraschall steht im Bericht, dass wegen Adipositas ein spezieller Schallkopf verwendet werden musste. Der Liebste kennt das Wort "Adipositas" nicht. Der Glückliche. Vor den Geburten habe ich immer Sorge, dass ich das als dicke Frau nicht schaffe, weil ich ja wenig Kondition habe. Aber die Geburten verlaufen glücklicherweise immer superschnell. Die Kinder sind gesund. Ich bin stolz auf mich und meinen Körper.

Irgendwann... Ha! Als ob ich nicht wüsste, wann! Ich kann ganz genau sagen, wie viel ich in jedem Jahr seit meiner Pubertät gewogen habe. Also irgendwann bekomme ich in normalen Läden keine Kleidung mehr. Das Internet mit Onlineshops für große Größen ist ein Segen für mich. Ich ziehe nur noch Kleider an, weil die besser verdecken als Hosen.

Als ich das erste Mal von Adipositasoperationen höre, gruselt es mich. Magenband? Magenverkleinerung? Magenbypass? So ein einschneidender Vorgang (im wahrsten Sinne des Wortes)! Da muss man aber schon sehr verzweifelt sein, wenn man sowas über sich ergehen lässt!

Anfang 2018 bin ich so verzweifelt. Ich habe 50 Kilo Übergewicht und trage Größe 56. Ich denke, ich werde nicht alt und sehe für mein Leben keine Perspektive mehr. Ich informiere mich im Internet und schicke einer Klinik meine Anmeldeunterlagen zu. Ich bekomme einen Termin zur Erstvorstellung. Drei Monate muss ich darauf warten. Bei dem Termin sitze ich zitternd da und weine. Aber das erste Mal seit langem macht mir bei einem Arztbesuch niemand Vorwürfe und behandelt mich wie einen normalen Menschen.

Ich durchlaufe ein festgelegtes Programm. Fast ein ganzes Jahr lang gehe ich regelmäßig zur Ernährungsberatung. Ich besuche ein Patientenseminar. Zusätzlich mache ich mehrmals in der Woche Sport und trage alles in ein Bewegungsprotokoll ein. Ich muss dafür Quittungen sammeln und durch Stempel und Unterschriften jede einzelne Sportstunde nachweisen. Ich schreibe jeden Tag meine gelaufenen Schritte auf. Auch im Urlaub. Zusätzlich habe ich ein Gespräch mit einer Psychologin. Als die ganze Zeit rum ist, habe ich vier Kilo abgenommen. Das ist das Zeichen für mich, dass ich es aus eigener Kraft nicht schaffen kann, abzunehmen. Ich werde mich operieren lassen.

Mit meinem prall gefüllten Ordner treffe ich zum Termin zur Antragstellung ein. Eine ganze Stunde lang wird jede Seite sehr akribisch geprüft. Alle Unterlagen werden an die Krankenkasse geschickt, die ihr Einverständnis zur Operation und somit zur Kostenübernahme geben muss. Die Operation wird genehmigt. Ich warte nochmal drei Monate auf meinen Operationstermin. Im Aufklärungsgespräch werden Operationsverfahren und Risiken erörtert.

Vor der Operation darf ich genau zwei Wochen lang ausschließlich flüssige Shakes mit einem hohen Eiweißanteil zu mir nehmen. Nur drei am Tag. Das ist sehr wichtig, denn dadurch verkleinert sich die Leber und die Operation wird vereinfacht.

Am Montag, den 20. Mai 2019 ist es schließlich soweit: ich werde operiert. Es soll ein Magenbypass werden. Ich habe ziemliche Angst. Ich checke am Morgen in der Klinik ein und muss bis zum Abend warten, bis ich endlich drankomme. Die Narkose ist diesmal anstrengend und ich wache schlecht wieder auf. In den nächsten Tagen geht es mir erstmal nicht so gut. Ich brauche viele Schmerzmittel. Aber als ich am Freitag entlassen werde, geht es mir schon viel besser und schon ab dem nächsten Tag brauche ich auch keine Schmerzmittel mehr.

Meinen Bauch zieren sechs kleine Schnitte. Die Fäden werden nach zehn Tagen von meiner Hausärztin gezogen. Die Wunden verheilen gut und sind bald fast nicht mehr zu sehen. Ich gehe regelmäßig zu den Kontrolluntersuchungen in der Klinik.

In den folgenden Wochen esse ich erstmal nur Flüssiges wie Suppen und Quark oder Joghurt. Nach ungefähr sechs Wochen taste ich mich so langsam an festere Nahrung heran. Ich muss vorrangig eiweißhaltige Nahrung zu mir nehmen, um die Muskelfunktionen zu erhalten. Außerdem muss ich seit der Operation lebenslang täglich ein hochdosiertes Multivitaminpräparat und Calcium zu mir nehmen, da durch die Operation die Aufnahme von Nährstoffen in den Körper reduziert ist.

Kohlehydrate vertrage ich nicht mehr so gut. Es hat eine Weile gedauert, mich daran zu gewöhnen, dass ich keine Brötchen mehr zum Frühstück essen kann. Eine halbe Scheibe reines Vollkornbrot geht ganz gut. Aber lieber esse ich jetzt glattgerührten Magerquark mit Obst und ein ganz bisschen Müsli. Mittags gibt es bei mir jetzt immer Gemüse mit einer Eiweißquelle, also z.B. Quark, Hüttenkäse, Tofu, Feta, Hühnchen oder Fisch. Und am Abend Ähnliches. Die Portionen sind jetzt immer ganz klein.

Ich habe keinen Hunger und Durst mehr. Das ist ziemlich befreiend. Dafür habe ich das erste Mal seit sehr langer Zeit wieder ein Sättigungsgefühl. Weil ich viel trinken soll, bleibt gar nicht so viel Zeit zum Essen. Ich esse ganz langsam und bewusst. Doch ich gebe zu, Appetit und Gelüste sind geblieben. Denn wie wird immer so schön gesagt: Der Kopf wird nicht operiert. Das Essverhalten wird vom Kopf gesteuert. Deshalb ist die Operation nur eine Hilfe, kein Allheilmittel. Das weiß ich auch.

Trotzdem habe ich ein ganz neues Lebensgefühl. Die Kilos sind rasant verschwunden. Ich kann mich wieder mehr bewegen. Ich kann beim Sitzen die Beine übereinanderschlagen. Ich bekomme meine Socken wieder ohne Atemnot an. Ich passe wieder in die Badewanne und komme da auch wieder raus, das ist so schön! Der Bluthochdruck ist weg. Ich schlafe besser. Ich trage Miniröcke. In Größe 40. Mir geht es richtig gut! Ich bin wahrlich erleichtert. Und ich habe mich befreit. Innerlich und äußerlich. Um negatives Gedankengut. Und um genau 50 Kilogramm.


An dieser Stelle bitte ich um Respekt und darum, von Kommentaren in der Art "... ich kannte da mal eine, die hat aber wieder zugenommen..., da ist etwas schief gegangen... , ... bei meiner Kollegin war das aber so..., das hätte ich aber niemals gemacht..., ah, der leichte Weg! " etc. Abstand zu nehmen. Vielen herzlichen Dank!



Diese Fotos zu zeigen, fällt mir nicht leicht. Ich habe sehr wenige Ganzkörperfotos aus den letzten Jahren. Ich erschrecke mich selber, wenn ich die alten Bilder sehe. Zwischen den Bildern liegt genau ein Jahr. 19. Februar 2019 und 14. Februar 2020. Auf den Bildern vom letzten Jahr ging es mir gar nicht gut. Heute geht es mir sooo viel besser!