Donnerstag, 12. Mai 2022

12 von 12 im Mai 2022

Heute ist wieder "12 von 12". Diese Aktion wurde vor vielen Jahren von einem Mann namens Chad Darnell ins Leben gerufen, der dann irgendwann damit aufgehört hat. Am 12. eines Monats macht man Bilder des Tages und zeigt dann 12 davon im Blog. Die Faszination daran ist, dass es ganz normale Tage sein können, oder Wochenenden, Feiertage oder Urlaubstage. 

Caro von "Draussen nur Kännchen" hat dann im März 2008 begonnen, auch 12 Bilder ihres Tages zu zeigen. Daraus wurde dann der Treffpunkt der deutschsprachigen Blogs. Mein erstes 12 von 12 erschien im Februar 2009. Das war lange vor Twitter und Instagram, wo man heute viel schneller Einblicke in andere Leben bekommt. Seitdem sammelt Caro Monat für Monat alle Beiträge. So auch heute. 

Ich wache um halb 5 auf. Es ist schon hell und der Regen trommelt ans Fenster. Der erste richtige Regen seit Monaten. Ich habe für unsere Stadt nachgeschaut: den letzten wirklich nennenswerten Regen gab es im Februar! 

Mein Gedankenkarussell springt an. Kinder, Jobs, Haushalt, künftige Reisen und andere Termine... So werde ich nicht mehr einschlafen können. Ich stehe auf, gehe duschen, ziehe mich an und mache am Fenster im Esszimmer das erste Foto des Tages. Es ist 5:18 Uhr. Ganz kurz nach Sonnenaufgang. 

Ich räume den Geschirrspüler aus, stelle die drei Brotdosen bereit, hole Obst und Gemüse, schalte den Wasserkocher ein, mahle Kaffeebohnen, mache Milch warm und trinke erstmal eine Tasse Kaffee. 

Ich wecke den Liebsten und die Schulkinder, decke den Tisch und mache mit den Brotdosen weiter. Zum Frühstück gibt es Brot, Müsli oder Hirsebrei. Seit ich im Museum mit den Jugendlichen mittelalterlich gekocht habe, gibt es den Brei jetzt öfters bei uns. Ich koche ihn am Abend, denn der braucht eine Weile, und wärme ihn morgens nochmal auf. Mit Apfelmus und Zimt und Zucker schmeckt der richtig gut!

Nach dem Frühstück mache ich mich fertig zum Losgehen. Ordentliche Klamotten, immer Kleid, ein bisschen Farbe auf die Wangen, Kaffee im Thermobecher und los. Der Liebste bringt später die Augustschnuppe in den Kindergarten.


Auf dem Weg zur Arbeit habe ich heute ein bisschen Zeit und fahre gemütlich eine Runde am Hafen entlang. Die Regenwolken haben sich verzogen und die Sonne kommt heraus. Der frische Wind hat schon wieder fast alle Pfützen weggepustet. 


Die Fischer sind mit ihren kleinen Booten schon lange im Hafen eingetroffen und verarbeiten ihren Fang. Überall riecht es nach geräuchertem Fisch. 


In der Möbelmanufaktur bearbeite ich am Computer Bestellungen, Anfragen von Kundinnen und Kunden und spreche mit den Mitarbeiterinnen in der Werkstatt und im Büro, verpacke Post, mache Fotos und poste auf Instagram. Drei Stunden bin ich dort, dann kann ich gehen. Ich kann mir meine Zeit über die Woche selber einteilen. 


Ich besorge Schulmaterialien für den Adventsjungen. Ihm fehlen Hefte, sein Füller ist kaputt. Dann besorge ich noch Materialien für den Internationalen Museumstag am kommenden Sonntag. Ich werde arbeiten und im Museumsgarten eine Kreativstation für Kinder anbieten. Das wird sicher ein schöner Tag! Bei freiem Eintritt kann man das Museum besichtigen, an Führungen teilnehmen und ein Kuchenbuffet gibt es auch. Und meine Kollegin stellt ihr nagelneues deutsch-schwedisches Kinderbuch "Hej kleiner Henry!" (Amazon-Partner-Link) vor.  Kommt alle ins Schabbellhaus nach Wismar!

Es ist erst halb 12. Aber ich beschließe, etwas essen zu gehen. Manchmal vergesse ich das nämlich und esse dann nicht das Richtige. Das bereue ich meistens. Gut, dass das Suppengrün jeden Tag eine große Auswahl an tollen Suppen hat. Heute entscheide ich mich für die schwedische Sommersuppe mit Lachs und Dill. Sehr gut! 


Dann fahre ich schnell nach Hause. Ich muss noch einen Kuchen backen, den ich für das Kuchenbuffet des Kindergartens versprochen habe. Ich entscheide mich für einen Klassiker: Marmorkuchen geht immer!  

Ich mache gleich ein bisschen mehr Teig und backe einen zusätzlichen Minikuchen. So haben die Kinder etwas zu essen, wenn sie alle nach Hause kommen. Da ist der Hunger erfahrungsgemäß sehr groß. Egal, wann vorher zu Mittag gegessen wurde. Dann räume ich die Küche auf, mache den Geschirrspüler an und schalte gleich auch noch die Waschmaschine ein. Während der Kuchen bäckt, fange ich schonmal an, die bisherigen Fotos zu sichten und diesen Eintrag hier zu schreiben.


Die beiden Großen trudeln ein, ich gehe die beiden Kleineren abholen. Wie immer plappern beide auf mich ein, haben auf ein paar Minuten Weg mehrere unterschiedliche Launen und ich bin eigentlich auch schon viel zu lange wach und durch und muss trotzdem alles auffangen und aushalten. 

Zu Hause gibt es ein Stück Kuchen für alle, frisch machen für die Augustschnuppe und mich, Rucksack mit T-Shirt und Trinkflasche packen und weiter. Für die Augustschnuppe und mich geht es mit dem Lastenrad in die Stadt. Sie besucht seit ein paar Wochen einen Kindertanzkurs. Der findet in einem wunderschönen Altstadthaus statt. 


Ich habe eine Dreiviertelstunde Zeit und begebe mich zur Fika Kaffeebar. Die hat seit Kurzem auch an ein paar Nachmittagen in der Woche geöffnet. Vor der Tür steht dieses Schätzchen. Ahhhhh, ich liebe alte Autos! Oben auf der Feuerwehr ist ein Dachzelt. Der Besitzer sitzt in der Kaffeebar und wir reden bei jeweils einem Eiskaffee sehr angeregt miteinander. Wir beide kennen Wismar noch aus früheren Zeiten. Und er kennt sogar meinen Geburtsort! 



Dann muss ich ziemlich schnell wieder los und hole die Augustschnuppe wieder ab. Mit dem Rad geht es zurück nach Hause. Unterwegs treffen wir ihre Geschwister. Sie steigt schon aus, ich fahre weiter nach Hause. Dort will ich den Marmorkuchen in die Kuchentransportbox packen. Er ist aber so hoch geworden, dass er nicht reinpasst. Ich lasse also das Rad stehen und trage den Kuchen auf einem großen Teller zum Stadtteilfest und gebe ihn am Kuchenstand ab. Dort wird er freudig in Empfang genommen und sofort werden die ersten Stücke verkauft. Er ist sogar noch ein bisschen warm.

Die Kinder treffen Freundinnen und Freunde aus Schule und Kindergarten, ich quatsche mit Nachbarinnen und Bekannten aus der Stadt. Die Augustschnuppe will mehrmals am Glücksrad drehen, weil sie jedes Mal eine Süßigkeit bekommt. Dann steigt sie in das Feuerwehrauto und "löscht" Dosen. 

Die großen Geschwister gehen schon nach Hause, ich gehe mit der Augustschnuppe noch schnell in den Supermarkt, Milch holen. Zu Hause muss ich noch das Lastenrad umparken. Gegen 17:30 Uhr bin ich in der Wohnung.

Die Kinder spielen oder streiten oder wollen etwas essen. Um 18 Uhr machen wir der Augustschnuppe den KIKA an. Der Liebste hat Feierabend und setzt sich zu ihr. Ich verziehe mich ins Schlafzimmer an meinen kleinen Schreibtisch und schreibe diesen Eintrag hier fast fertig. 

Die Großen decken den Tisch um 19 Uhr gibt es Abendessen. Die beiden sind nicht dabei, weil sie am Online-Bibelunterricht unserer Gemeinde teilnehmen. Wir anderen essen Brot mit verschiedenen Belägen und Gemüse. Beim Essen mache ich das Fenster groß auf, weil die Nachtigall direkt vor unserem Fenster wieder so laut zwitschert. 

Nach dem Abendessen streiten die beiden Jüngsten wieder im Bad beim Zähneputzen. Ich hole die Augustschnuppe da raus und bringe sie ins Bett. Dach schaue ich Nachrichten und schreibe diesen Eintrag hier zu Ende. Die beiden Großen essen noch etwas und räumen dann den Tisch ab und den Geschirrspüler ein.

Der Liebste und ich haben gleich noch Redezeit und dann hoffentlich einen ruhigen Abend. Vielleicht schaffen wir auch noch eine Folge unserer neu angefangen Serie. Danke fürs Anschauen und Mitlesen! 



Ich danke für das Mitlesen und die Anteilnahme. Hier gibt es die Möglichkeit, etwas in die virtuelle Kaffeekasse zu tun. Herzlichen Dank für die Anerkennung!

Montag, 9. Mai 2022

Volle Pulle Leben!


Die letzten Tage waren vollgepackt wie schon lange nicht mehr! Letzte Woche war der Liebste ein paar Tage auf Dienstreise in Hannover. Ich war von früh bis spät auf Achse.

Trotzdem war ich mittags auch mal warm essen. Und zwar im Suppengrün, das am 5. Mai zehnjähriges Bestehen feierte. Schon bei unseren Urlaubsbesuchen in Wismar waren wir regelmäßig in dem Suppenladen essen. Die Corona-Zeit wurde ganz knapp überstanden. Die Suppen gibt es auch eingeweckt für zu Hause. 


Am Donnerstagabend fand im Museumsgarten des Schabbell der erste Termin einer neuen Veranstaltungsreihe statt. "Tell me your Story" möchte Gelegenheit zum Treffen und zum Austausch bieten. Menschen mit unterschiedlichsten Geschichten erzählen von ihrem Leben in Wismar. Bei freiem Eintritt soll das Museum ganz neu erlebt werden. 

Die Auftaktveranstaltung war sehr gut besucht und wir hoffen, es spricht sich herum. Ich habe an dem Abend eine kleine Kinderecke eingerichtet als Signal, dass alle Altersklassen willkommen sind. Der nächste Termin findet am 19. Mai statt. 



Am Freitag hatte ich zwischen Arbeit und Kinderabholen ein bisschen Zeit für eine kurze Radtour. Viel zu lange war ich nicht mehr an der Seebrücke in Wendorf. Ich habe es gleich genossen. Das Sahnehäubchen war an diesem Tag der Anblick der Poeler Kogge, die von der Bucht wieder den Wismarer Hafen ansteuerte. Und die Farben!



Der Liebste traf am Freitagnachmittag gerade ein, als ich mit dem Lastenrad aufbrechen wollte. So radelten wir zusammen in die Stadt, um unsere Regiotüte bei MVliebe abzuholen. Damit wir dort noch ein bisschen quatschen konnten, haben wir der Augustschnuppe eine Packung Kreide eingepackt. 


Am Samstag war sogar die Zeit knapp. Ich war mittags mit der Theatergruppe verabredet. Vorher sind wir noch mit den zwei Jüngsten zu einer Ladeneröffnung geradelt. Tadaaaa, Wismar hat endlich auch einen Unverpacktladen! Das Füllwerk wurde von vielen Menschen der Stadt sehnlichst erwartet. Die Eröffnungsfeier war wunderbar, es gab Leckereien und der Laden ist sehr schön geworden. 



Der Liebste radelte mit den Kindern weiter, ich blieb in der Stadt. Wir bauten die Figur auf und liefen dann zwei Stunden durch die Stadt. Wir verteilten Flyer, machten auf das Crowdfunding und unsere Theaterauftritte im Sommer aufmerksam. Danach war ich doch etwas geschafft, die Arme der Figur mit dem langen Stab so lange zu tragen ist nicht gerade leicht. 


Danach schaute ich noch bei einem kleinen schönen Markt an der Nikolaikirche vorbei. Gerade trat eine Einradfahrerin auf. Das war toll. 


Am Sonntag war ich schon wieder um halb 6 wach. Ich machte mir eine Tasse Kaffee und setzte mich endlich mal wieder in den gelben Sessel. Ich blätterte ganz in Ruhe in ein paar Zeitschriften und machte ansonsten mal gar nichts. 

Nach dem Frühstück bereitete ich den Kuchen für den Nachmittagsgottesdienst zu. Für das Blech Rhabarber-Baiser-Kuchen habe ich einfach mein Rezept verdoppelt. 



Der Nachmittag in der Kirchengemeinde war sehr schön. Die Predigt war super und das Beisammensein hinterher auch. Erst am Abend waren wir wieder zu Hause. Als die Kinder im Bett waren, goss ich die Balkonpflanzen und schrieb meinen neuen Text für das Stadtgeflüster Wismar fertig (erscheint noch). 

Als es schon dunkel war, haben der Liebste und ich uns ans Fenster mit Richtung Naturschutzgebiet gesetzt, eine Schüssel mit einer Kugel Eis in der Hand und haben den Geräuschen draußen gelauscht. Das Froschkonzert war beeindruckend und der nicht enden wollende Gesang der Nachtigall war wunderschön.


Ich danke für das Mitlesen und die Anteilnahme. Hier gibt es die Möglichkeit, etwas in die virtuelle Kaffeekasse zu tun. Herzlichen Dank für die Anerkennung!

Mittwoch, 4. Mai 2022

Die neue Woche...


... ist ja nun auch schon wieder drei Tage alt. Ich wachte immer gegen 5 Uhr auf. Weil ein kleines Kind in unserem Bett zappelte, weil es draußen schon hell war, weil eine Möwe kreischte oder weil ich so früh wie möglich zur Arbeit radeln wollte. 

Montag und Dienstag war ich um kurz nach 7 Uhr in der Möbelmanufaktur. Jedes Mal, wenn ich dort den Computer einschalte, bin ich gespannt, was sich so getan hat. Was gibt es für Anfragen? Was wurde im Onlineshop bestellt? Ich bearbeitete dann schnell alles, was anlag und radelte dann weiter ins Büro des Stadtmuseums. Das liegt nicht im Museum selber sondern in einem extra Gebäude ein paar Straßen entfernt. 

Der Blick geht von dort in den Garten des Welterbehauses und der Tourismus-Information. Der kleine spitze Turm gehört zur Heilig-Geist-Kirche, deren Hof Drehort von Nosferatu und der SOKO Wismar ist. Ist das nicht alles hübsch?!


Im Büro des Museums sitze ich dann auch viel am Computer, bearbeite Anfragen für Führungen oder unsere museumspädagogischen Angebote, habe Kontakt mit anderen Wismarer Institutionen und plane mit dem Team verschiedene Aktionen, wie zum Beispiel den Internationalen Museumstag, der am 15. Mai stattfindet. 

Bei freiem Eintritt gibt es an diesem Tag Einblicke in die Museumsarbeit, interessante Führungen, kreative Angebote und Spiele für Kinder und die Vorstellung des nagelneuen Kinderbuches meiner lieben Kollegin. 

Am Dienstagabend besuchte ich wieder die Theatergruppe. Wir probten diesmal draußen rund um die St. Nikolaikirche, einem Ort, an dem wir im Sommer auch mit den Großfiguren spielen werden. Im Abendlicht um 19 Uhr leuchtete das frische Grün der Linden wunderschön.



Heute hatte ich endlich meine allererste richtige Führung im Museum. Das Schabbellhaus birgt Schätze aus 800 Jahren Wismarer Geschichte. Vom Mittelalter, über die Renaissance, der Industrialisierung, den Kriegen und der Wendezeit.

Zusammen mit Schülerinnen und Schülern einer 3. Grundschulklasse entdeckte ich, wie im Mittelalter gelebt und gearbeitet wurde, wie Waren zur Zeit der Hanse transportiert wurden und ... Ah, das will ich hier mal aufschreiben, damit ich es nicht vergesse, das war zu herrlich:

Ich stehe mit der Gruppe im Eingangsbereich des herrschaftlichen Wohn- und Brauhauses der Familie Schabbell aus dem 16. Jahrhundert. Gerade erkläre ich, warum die Türen an der Vorder- und Hinterseite des Hauses so hoch waren. Somit konnten nämlich Pferde-Fuhrwerke hindurchfahren und große Fässer aus Holz abladen, in denen sehr lange Zeit alle Arten von Waren transportiert wurden. Die Fässer wurden dann durch Luken im Boden entweder nach unten in den Gewölbekeller herabgelassen oder wahrscheinlich auch nach oben in andere Lagerräume gezogen. 

Wir stehen also da und wollen uns diese Szene gerade bildlich vorstellen, da nähern sich von der Straße aus zwei Männer. Sie haben eine Sackkarre dabei und auf der steht ein riesiges hölzernes Fass. Ein Prachtstück von einem Fass! Sie rollen vorne hinein, an uns vorbei und zur Hofseite wieder hinaus. Wir stehen alle völlig staunend daneben und können unser Glück nicht fassen. Es war einfach großartig, wie das genau in dem Moment gepasst hat! 


Nach der einstündigen Führung wurde die Gruppe aufgeteilt. Ein Teil ging mit meiner Kollegin mit und hörte dort spannende Sagen. Ich ging mit meinem Teil der Gruppe in den Museumsgarten. Dort hatten wir im Vorfeld ganz viele alte Spiele aufgebaut, die die Kinder ausprobieren durften. 

Vorbild zu dieser Idee waren mittelalterliche Exponate unserer Ausstellung, die in Wismar gefunden wurden. Mit Murmeln, Kreiseln oder Spielsteinen spielten damals übrigens nicht nur Kinder sondern es war in allen Altersgruppen ganz üblich. Und die Faszination der einfachen Spiele ist ungebrochen, wie ich heute wieder an der Begeisterung der Kinder und auch ihrer Begleitpersonen erleben durfte!

Zum Abschluss des Tages versammelten wir uns alle im Dachgeschoss des Museums, wo wir quasi in einer kleinen Kinovorstellung das neue Kinderbuch erleben durften. Als Dank für unsere Arbeit sangen uns die Kinder noch ein wunderschönes altes Frühlingslied vor und es gab einen Gedichtvortrag.

Nach diesem Tag war ich ganz beseelt und hatte einen warmen Bauch. Dass so eine Arbeit auch ziemlich herausfordernd ist, merke ich dann immer ein bis zwei Stunden später, wenn die Spannung abfällt und mein Kopf dringend Ruhe braucht. Dann bin ich erstmal leergequasselt und muss meine Akkus aufladen.



Akkus aufladen musste dann erstmal auf dem Heimweg passieren, wo ich mir schnell einen Kaffee auf die Hand holte. Am süßen Laden an der Schweinsbrücke, gleich gegenüber des Stadtmuseums, lächelte mich die Tafel an. Ich kaufte zur Feier des Tages für meine Kinder kleine Schweinebuttons. MAY THE SWINE BE WITH YOU! 



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Montag, 2. Mai 2022

Rund um den ersten Mai...


Letzte Woche Mittwoch sind der Liebste und ich recht spontan ins Marienkino gegangen. Im Fuße des Turmes der ehemaligen Kirche kann man sonst einen Infofilm über die Herstellung von Backstein und den Bau der Kirche ansehen. Ein paar Mal im Jahr werden dort in Kooperation mit dem Filmbüro Spielfilme gezeigt. Das wollten wir doch zu gerne unterstützen! 

Die erste Veranstaltung nach langer Pause brachte den 100 Jahre alten Filmklassiker "Nosferatu - Eine Symphonie des Grauens" auf die Leinwand. Den hatte ich tatsächlich bis jetzt nur in Auszügen gesehen. Und auf Leinwand ist das nochmal was anderes als als zu Hause auf einem kleinen Bildschirm. Der Stummfilm dauert anderthalb Stunden und ist erstaunlich spannend! Die Orchestermusik trägt auf alle Fälle einen großen Teil dazu bei. Wenn es den Film nochmal mit Live-Begleitung gibt, würde ich gerne dabei sein. 

Auf dem Heimweg radelten wir dann mit ganz viel Vorfreude auf den Sommer in den Sonnenuntergang am Hafen. Dann werden wir wieder mit einem kühlen Getränk in der Hand dort sitzen und aufs Wasser schauen. 

Nach ein paar vollgepackten und arbeitsreichen Tagen hatte ich Ende der Woche mal Zeit, ganz in Ruhe die Arbeitsplatte in der Küche zu ölen. Das war dringend nötig. Mehrere Stunden lang strich und wischte ich, bis am Nachmittag die Küche wieder benutzt werden musste und die schöne Ordnung vorbei war. 


Unseren Fika-Samstagskaffee haben wir diesmal auf dem Familienflohmarkt am Wismarer Hafen genossen. Vicky schenkte ihren Kaffee dort aus einer "Ape", einem kleinen dreirädrigen Gefährt aus. 

Mehrere Stunden hielten wir uns schließlich dort auf. Wir stöberten an Flohmarktständen, ich kaufte Pflanzen auf dem Pflanzenmarkt, wir hörten einer Band zu, aßen frisch gebackene Pizza und das Wichtigste: wir trafen total viele nette Leute, die wir während unserer Zeit in Wismar kennengelernt haben. 



Am Nachmittag fuhren der Liebste und ich nochmal kurz zum Baumarkt, um Erde und Balkonkästen zu kaufen. Unterwegs beschlossen wir, einfach mal kurz einen Schlenker auf die Insel Poel zu machen. Nur wir beide. Das war wunderschön! 





Abends habe ich mir nochmal mein Fahrrad geschnappt und habe eine Sonnenuntergangsrunde gedreht. Ich traf wieder ein paar nette Menschen und sah überall kleine und größere entspannte Mai-Feiern. 



Am Sonntag nach dem Gottesdienst gab es zum Mittagessen endlich mal wieder Ofengemüse. So einfach, so gut! Sogar Spargel funktioniert aus dem Ofen hervorragend! 


Am Abend auf dem Weg zu einer Verabredung kam mir noch ganz spontan die Idee, für das Stadtgeflüster Wismar über den Bahnhof zu schreiben. 


Zusammen mit meinem Mutzelchen, ihrer Klassenkameradin und zwei von meinen neuen Wismarer Freundinnen besuchten wir das nagelneue Sushirestaurant. Es hat sich sehr gelohnt und wir hatten eine wunderbare Zeit miteinander. 

Mein Herz ist voller Demut und Dankbarkeit für dieses angefüllte Leben gerade.



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Sonntag, 1. Mai 2022

Hallo Mai!

Im Mai werde ich...

... mich mit Freundinnen zum Essen treffen

... die Balkons mehr und mehr begrünen

... wöchentlich die Theatergruppe besuchen

... und wieder mit den Großfiguren die Straßen bespielen

... spannende Sachen auf der Arbeit im Museum planen

... zum Beispiel das Programm zum Internationalen Museumstag am 15. Mai

... und meine erste richtige Führung anbieten

... den 13. Geburtstag des gar nicht mehr so kleinen Bruders feiern

... ein Stadtteilfest besuchen

... für ein paar Tage alleine nach Hamburg fahren

... dort einen Termin zur Jahreskontrolle nach meiner Magen-Op haben

... und einen Termin im Kontaktlinsenstudio

... ansonsten schön im Hotelzimmer faulenzen

... weiterhin in der Möbelmanufaktur arbeiten

... das Mutzelchen zu zwei Gruppenfahrten verabschieden

... die Augustschnuppe zum Kindertanz bringen

... am Treffen des Bogenschützenvereins des kleinen Bruders teilnehmen

...  wieder jede Woche für das Stadtgeflüster Wismar schreiben

... ganz bestimmt mehrmals an die Ostsee fahren

... endlich wieder Rhabarber-Baiser-Kuchen backen

... und vielleicht auch schon diese Erdbeer-Joghurt-Torte? (ohne Mehl übrigens!)

... ein ganzes Jahr in Wismar wohnen! 


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Mittwoch, 27. April 2022

Es ist ja so:


Je mehr im echten Leben passiert, desto weniger geschieht hier im Blog. Denn neben Familie, mittlerweile fast (Vollzeit-)Arbeit und Freizeit ist das Bloggen eben nur ein Hobby. "Und dann muss man ja auch noch Zeit haben, einfach nur dazusitzen und vor sich hinzuschauen." wie es Astrid Lindgren schon so schön sagte. Ich sitze ja liebend gern einfach nur so da. Ich komme nur so selten dazu.  

Doch ein paar Momente nehme ich mir ganz bewusst, bevor es wieder weitergeht mit den oben aufgezählten Dingen. Zum Beispiel um den Sonnenaufgang vor meinem Fenster zu genießen.


Oder um mit meinen beiden Töchtern töpfern zu gehen. Ich war ganz erstaunt, wie gut das die Augustschnuppe gleich beim ersten Mal gemacht hat. Wir haben nun einen Kerzenhalter mehr im Schrank.


Die Mutter des Liebsten war ein Tage bei uns. Wir hatten uns sehr lange nicht gesehen. Doch wir hatten eine wunderbare Zeit miteinander und wollen das auf alle Fälle wiederholen. Wir zeigten ihr am Wochenende unsere Stadt. Natürlich zuerst die Fika Kaffeebar.


Dann schlenderten wir bei frühlingshaftem Wetter durch die Straßen und Gassen.


In der Kirche St. Georgen fand ein Kunsthandwerksmarkt statt mit feinen ausgesuchten Produkten, die man nicht überall bekommt.


Im Schabbellhaus, dem Stadtmuseum, waren wir auch. Ich konnte gleich ein bisschen von meinem Wissen weitergeben.



Und natürlich sind wir ans Meer gefahren! Am Sonntag war es im Landesinneren gar nicht so windig. Aber als wir am Strand auf der Insel Poel standen, peitschte uns der Wind die feinen Sandkörner ins Gesicht. Wie kleine Nadelstiche fühlte sich das an. Deshalb hatten wir den ganzen weiten Strand für uns ganz alleine. Die Wellen rauschten und wir konnten herrlich entspannen.



Kein Frühling ohne ein Foto von Magnolienblüten. Hier in Wismar muss ich erstmal rausfinden, wo sie alle wachsen, dann bin ich beim nächsten Mal schneller, denn die Blüten fallen schon ab.


Gestern Abend habe ich mich wieder mit der Theatergruppe Nosferatour getroffen. Wir waren diesmal so besetzt, dass wir mit zwei von den großen selbstgebauten Figuren eine Runde um die St. Nikolaikirche drehen konnten. Ein Filmteam vom NDR begleitete uns. In der untergehenden Sonne probten wir eine Szene. Mit Biss sozusagen.

Regelmäßiger erscheinen meine Texte drüben im Stadtgeflüster Wismar. Lest Ihr da mit? Jeden Montag gibt es dort etwas Neues. Schaut gerne drüben vorbei! 




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