Sonntag, 29. März 2020

Zu-Hause-Tagebuch Tag 14

(Alle meine Einträge sammle ich jetzt unter dem neuen Label Zu-Hause-Tagebuch. Es lohnt sich, auch in ältere Beiträge reinzuschauen, da ich jedes Mal eine Menge interessanter Tipps für Groß und Klein aus dem Internet zusammengetragen habe.)

Um 6 Uhr wache ich das erste Mal auf. Dann schlafe ich aber doch nochmal ein. Um 8 Uhr stehe ich auf. Dass das die alte Zeit war, merke ich erst, als ich auf mein Handy schaue. Meine Armbanduhr hat sich nämlich gar nicht selber umgestellt.

Die Kinder sind schon wach. Ich gehe duschen, ziehe mich an und mache zuerst mal Kaffee. Draußen fliegt Schneeregen dickflockig am Fenster vorbei.

Dann rühre ich Teig für Pancakes an. Ich verdopple gleich die Menge. Auf unserem Pfannkuchengerät (Amazon-Partner-Link, Nachfolgemodell) backe ich 30 Stück.

Ich halte die Pfannkuchen warm, weil wir dann erstmal den Online-Gottesdienst live aus unserer Gemeinde schauen. Wir hören Musik, sehen ein kleines Stück für Kinder und hören die Predigt unseres Pastors.

So frühstücken wir heute erst um 11:30 Uhr neuer Zeit. Zu den Pfannkuchen essen wir Erdbeeren vom Markt. Die schmecken schon richtig gut.



Nach dem Frühstück schaut der Liebste mit den Kindern die "Sendung mit Maus". Ich räume die Küche auf und schalte eine Ladung Wäsche ein.

Dann überlege ich, was wir am Nachmittag schnabulieren könnten. Ich entscheide mich für einen saftigen Möhrenkuchen. Möhren haben wir noch ganz viele da, gemahlene Mandeln auch. Mehl wird für diesen Kuchen gar nicht benötigt. Ich gieße den Teig diesmal auf ein Blech. Als der Kuchen abgekühlt ist, bestreiche ich ihn mit einem Puderzuckerguss. In der Dose mit den Backzutaten habe ich auch noch paar Marzipan-Möhren für die Dekoration gefunden.



Der Liebste spielt mit den Kindern das lustige Spiel "Crazy Coconuts" (Amazon-Partner-Link). Das funktioniert für alle Altersstufen.


Am Nachmittag geht der Liebste kurz mit den Kindern raus. Mittlerweile scheint draußen die Sonne. Mit ihren Rollern und Rädern drehen die Kinder eine Runde um den Block. Ich genieße die Stille in der Wohnung. Aaaahhhhhh, wie selten das vorkommt! Weil der Wind draußen aber ziemlich kalt pustet, ist die Familie viel zu schnell wieder zurück.

Ich habe in der Zwischenzeit den Tisch gedeckt. Wir essen das halbe Blech Möhrenkuchen auf. Der Puderzuckerguss ist noch nicht ganz fest, das macht aber nichts.



Danach verkrümeln sich die Kinder wieder. Der Liebste schaut einen Olsenbande-Film. Die Jungs setzen sich dazu. Das Mutzelchen schreibt ihrer Freundin.

Ich schreibe an diesem Eintrag hier. Und einen Brief an eine alte Frau aus unserer Gemeinde. Dann wartet noch die Wäsche. Als die Kinder die Abendsendungen auf dem KIKA schauen, mache ich mit dem Pastamaker (Amazon-Partner-Link) frische Nudeln. Diese Maschine war einfach eine der besten Anschaffungen in der letzten Zeit! Die frischen Spaghetti essen wir nach dem Sandmännchen.

Draußen ist bis nach 19 Uhr blauer Himmel und Sonnenschein.

Gegessen: Pancakes, Möhrenkuchen, Spaghetti mit Tomatensauce
Gesehen: Gottesdienst, Sendung mit der Maus
Gespielt: Crazy Coconuts, Puzzle, Brio-Bahn
Bewegt: Spaziergang, Hausarbeit
Vorgelesen: "Nick und der Wal" (Amazon-Partner-Link)
Gelesen: Rezepte, nette E-Mails

Tipps aus dem Internet:

Frau Ottilie: Memospiel für Kinder kostenlos zum Ausdrucken
arte.tv: Konzerte live und zum später anschauen
das Nuf: Digitalisierung ohne Herz und Verstand - Wie Homeschooling gerade aussehen kann
Instagram: Kunstwerke nachstellen. Was wären wir ohne Kunst!
Heute ist Musik: Der ewige Familien-Speiseplan - Nie mehr grübeln über das Mittagessen
Mequito: Woran ich mich erinnern will






Samstag, 28. März 2020

Zu-Hause-Tagebuch Tag 13

(Alle meine Einträge sammle ich jetzt unter dem neuen Label Zu-Hause-Tagebuch. Es lohnt sich, auch in ältere Beiträge reinzuschauen, da ich jedes Mal eine Menge interessanter Tipps für Groß und Klein aus dem Internet zusammengetragen habe.)

Ausgeschlafen bis 8 Uhr! Der Liebste sogar noch länger. Bevor ich ins Bad will, gehe ich ins Kinderzimmer, sage den Kindern guten Morgen und öffne die Vorhänge. Da sehe ich gerade in diesem Moment den Lieferanten vom Gut Wulksfelde mit seiner Sackkarre auf unser Haus zulaufen. Wah, und ich bin noch im Schlafanzug!

Hilft ja nix, ich öffne und nehme unsere Lieferung entgegen. Zu unserer Abokiste haben wir diesmal noch einen großen Sack Kartoffeln und ein bisschen mehr Käse bestellt. Eier sind in dieser Woche schon wieder nicht lieferbar. Der Lieferservice verzeichnet einen sehr hohen Andrang und nimmt momentan keine Neukunden mehr an.

Die frischen Sachen sind für mich ein wahrer Schatz!


Ich gehe duschen, ziehe mich an und mache in der Küche erstmal einen Kaffee. Dann backe ich heute mal Scones. Die lieben hier alle. Weil ich neulich nur Vollkorn-Mehl kaufen konnte, mische ich das jetzt immer nach und nach unter unsere normalen Backwaren. Dann gebe ich einfach ein wenig mehr Flüssigkeit in den Teig. So werden die Scones heute ein bisschen dunkler. Aber schmecken tun sie gut wie immer.



Wir frühstücken erst so gegen 10 Uhr. Danach machen wir alle zusammen ein bisschen Sport. Wir zeigen dem Liebsten, was wir in der Woche am Morgen immer so machen. Heute machen wir die Sportstunde von Alba Berlin für Kitakinder mit.

Später will ich ein wenig Fahrrad fahren. War vielleicht doch keine so gute Idee, vor einiger Zeit den Ergometer wegzugeben. Ich vermisse meinen Aquafitnesskurs und das Fitnessstudio. Aber das Wetter ist schön und raus dürfen wir ja noch.

Ich radle ins Ortszentrum, da hat der Blumenladen auf und ich möchte Zweige für die Vase holen. Dass schon in zwei Wochen Ostern ist, habe ich irgendwie verdrängt. Der Wochenmarkt findet auch noch statt. Ich kaufe beim Fleischer und am Gemüsestand.

Zum Mittagessen gibt es Schnitzel mit Spargel. Da ist es schon 15 Uhr. Danach gehen wir gleich ins Gärtchen. Der Liebste und ich räumen die Terrasse auf. Jetzt sieht es wieder ein bisschen schicker aus.

Ich bringe alte Blätter zur Kompostsammelstelle. Die Kinder begleiten mich auf ihren Rollern und Rädern. Als die Sonne hinter dem nächsten Haus verschwindet, gehen wir wieder rein.

Nach dem Sandmännchen gibt es Abendbrot mit Bratkartoffeln und sauren Gurken. Am Abend machen der Liebste und ich einen Filmabend. Wir probieren einen neuen Filmdienst aus (s.u.) und schauen einen Film, den wir in den letzten Jahren online nicht gefunden haben.

Gegessen: Scones, Schnitzel und Spargel
Gesehen: einen Zitronenfalter
Gespielt: "Küche" mit der Augustschnuppe
Bewegt: Fahrrad gefahren, Gartenarbeit
Vorgelesen: heute nichts
Gelesen: Blogs in meinen Feedreader

Tipps aus dem Internet:

Lust auf Pizza und keine Hefe bekommen? Pizzateig funktioniert auch super mit Quark-Öl-Teig. Der muss auch gar nicht gehen. Hier mein Rezept für schnelle Pizza.
Diakonie Hamburg: Mit der "Aktion Hoffnungsbrief" sollen alte und pflegebedürftige Menschen in den Einrichtungen der Diakonie ein kleines Hoffungszeichen in Form von Briefen erhalten. Alle können mitmachen.
Alles Kino: Das neue Portal "Alles Kino" versammelt deutsche Kinofilme. 90 Prozent des deutschen Filmerbes sind online nicht verfügbar. Das möchte "Alles Kino" ändern. Dazu gibt es Hintergrundwissen zu Film und Mitwirkenden.
Bundesforum Männer: Corona-Krise: Survival-Kit für Männer unter Druck. Handlungsempfehlungen für Stressmomente zur Gewaltprävention. Hilfreich nicht nur für Männer.
Süddeutsche Zeitung: Journal in Zeiten der Pandemie von Carolin Emcke. "... Ein Journal wie dieses wird auch ein Journal der Fehleinschätzungen sein, der falschen Töne und Begriffe, das wird sich erst nachträglich zeigen, es kann nur die sich verändernde Zeit und mein Nachdenken darin bezeugen. Das Schreiben hilft. ..."


Freitag, 27. März 2020

Zu-Hause-Tagebuch Tag 12

(Alle meine Einträge sammle ich jetzt unter dem neuen Label Zu-Hause-Tagebuch. Es lohnt sich, auch in ältere Beiträge reinzuschauen, da ich jedes Mal eine Menge interessanter Tipps für Groß und Klein aus dem Internet zusammengetragen habe.)

Gestern Abend gibt es zum Abendbrot einfach die übrig gebliebenen Waffeln vom Vortag. Die Kinder sind begeistert. So ein leckeres Abendessen gab es ja noch nie!

Der Liebste und ich gehen wie immer in der letzten Zeit viel zu spät ins Bett. Gegen Mitternacht schlafen wir. Zum Glück ist es diesmal in der Nachbarschaft ruhig.

Ich wache heute gegen halb 7 auf. Ich gehe duschen und ziehe mich an. Draußen ist schon wieder so ein herrlich strahlender Tag angebrochen. Also... bis ich das Radio einschalte.

Bevor die Familie aufwacht, setze ich mich schnell mal an meinen Rechner und schreibe ein Rezept für knusprige Müsli-Cantuccini auf. Die sind lecker und ich backe sie seit Anfang des Jahres ständig.


Zum Frühstück gibt es frischen Joghurt mit Müsli oder Brot. Nach dem Frühstück geht der Liebste nach nebenan ins Homeoffice. Die Kinder verkrümeln sich erstmal. Ich räume die Küche auf und schalte eine Ladung Wäsche ein.

Um 9:30 Uhr beginne ich mit den Kindern den Vormittag wieder mit einer kleinen Sporteinheit. Heute testen wir mal ein Video von Alba Berlin für die Oberstufe. Das ist deutlich herausfordernder. Aber super gemacht! Ich bin wirklich sehr angetan von der Arbeit der Trainerinnen und Trainer des Berliner Basketballvereins. Daumen hoch! Hinterher tanzen und schunkeln wir zum neuen Lied von Albertus von Borkum durchs Wohnzimmer. "Ach, Borkum!"

Das Mutzelchen und der kleine Bruder haben heute keine Aufgaben zu erledigen. Ich bitte sie, ein bisschen im Haushalt zu helfen und auf die Augustschnuppe zu schauen.

Ich setze mich mit dem Adventsjungen an den Tisch. Er erledigt die letzten Aufgaben der Woche. Wir sind sehr gut im Plan, er schafft heute alles. Zum Abschluss lasse ich ihn nochmal ein bisschen vorlesen.

Gegen 11 Uhr gibt es wieder eine kleine Obstpause. Der Liebste bekommt von mir auch immer ein Schälchen an seinen Platz.


Nach dem Obst haben die Kinder Zeit zum Spielen. Ich bin in der Küche und bereite schonmal das Mittagessen vor. Mal überlegen: noch ganz viel Kartoffeln und Möhren da. Hm, dann mache ich Kartoffel-Möhren-Curry. Ich gebe viele Gewürze, u.a. Garam Masala, eine Dose Kichererbsen und eine Dose Kokosmilch dazu.

Wir essen das alles mit einem Klecks Naturjoghurt und gerösteten Nüssen. Lecker!


In der Mittagspause schauen die Kinder die "Sendung mit der Maus". Am Nachmittag gehen wir alle raus ins Gärtchen. Wir genießen die Sonnenstrahlen sehr. Unsere Terrasse wird immer bunter. Die Lehrerin des Adventsjungen kommt persönlich vorbei und bringt uns die Schulaufgaben für die nächsten drei Wochen.

Am Abend rasseln die Jungs in ihrem Zimmer aneinander. Und ich muss mich auch beherrschen, dass ich nicht schreie. Wir kriegen gerade noch die Kurve und sind hinterher ganz stolz auf uns. Die ganze Zeit, die wir jetzt aufeinander sitzen, schwöre ich die Familie täglich auf Zusammenhalt ein. Wie so eine Trainerin vor einem Teamsport-Wettkampf.

Ich merke, wie sich alle besonders große Mühe geben, sich zusammenzureißen. Wir bedanken uns jetzt viel öfter für Kleinigkeiten und machen viel mehr gemeinsam. Das ist eine beachtliche Leistung unter diesen Umständen. Ganz besonders für die Kinder, die ihren Alltag und ihre Freundinnen und Freunde sehr vermissen.

Gegessen: Kartoffel-Curry
Gesehen: Sendung mit der Maus
Gespielt: mit dem Tier-Puzzle
Bewegt: Sport und Tanzen, Gartenspaziergang
Vorgelesen: Lego-Zeitschrift
Gelesen: gar nichts... außer meine Tipps s.u.

Tipps aus dem Internet:

Die Seite mit der Maus: Astronaut Alexander Gerst erklärt in der täglichen Frage "Was ist Quarantäne?"
Kinderfilmblog: Sowieso immer sehr empfehlenswert! In diesem Eintrag gibt es Tipps für Kinderfilme, die es auch über den kostenfreien Streamingdienst "Filmfriend" für Nutzerinnen und Nutzer der öffentlichen Bibliotheken zu sehen gibt
Hurrahelden: auf dieser Seite kann man kostenlos ein personalisiertes Malbuch fürs Kind ausdrucken
Soulemama: Wer sie noch kennt: Sie hat wieder gebloggt!
Das Land hilft. Auf dieser Plattform wird Arbeit in der Landwirtschaft angeboten. Und es kann Arbeit in der Landwirtschaft gefunden werden.
Prostspender: Hier kannst Du Dein Lieblingslokal in Form von Gutscheinkäufen oder Essensbestellungen unterstützen.
The New York Times: The Great Empty. Große Städte auf der ganzen Welt sind jetzt menschenleer. Gespenstisch schöne Fotos!






Knusprige Müsli-Cantuccini


Kennt Ihr das auch? Zwischendurch mal schnell so ein knuspriger Keks, das ist doch was Feines! Als kleine Ergänzung zum Tee oder Kaffee. Zum Überbrücken des Hungers bis zur nächsten Mahlzeit. Für die Kinder oder für Euch selbst.

In diesen Cantuccini steckt Müsli. So habe ich ein bisschen das Gefühl, sie wären auch noch gesund *hüstel* Cantuccini sind ein traditionelles Mandelgebäck aus Italien und werden eigentlich mit Mandeln hergestellt. Das Gebäck wird, wie Zwieback, doppelt gebacken und ist deshalb sehr knusprig und lange haltbar.

Ich habe dieses Gebäck seit Anfang des Jahres mittlerweile schon ganz oft gebacken. So haben wir immer eine Dose oben auf dem Küchenschrank stehen. Ihr könnt dafür Euer bevorzugtes Müsli verwenden. Ich nehme mein selbst gebackenes Knuspermüsli oder gekauftes Müsli mit Schokoladenstückchen.

Die Zubereitung ist auch gar nicht so schwierig. Der Knetteig wird zu dicken Stangen gerollt. Anfangs habe ich aus dem Teig nur 4 Stangen gerollt. Da wurden die Kekse ziemlich groß. Jetzt rolle ich mehr Stangen, dann werden die Kekse kleiner und man bekommt eine größere Anzahl raus. Die ganze Familie liebt diese Kekse!

Zutaten:

200g Mehl
1 Tl Backpulver
60g weiche Butter
100g Zucker
125g Müsli nach Wahl
2 Eier
1 Prise Salz

* Mehl in einer großen Schüssel mit Backpulver mischen
* übrige Zutaten hinzufügen
* mit Knethaken zu einem Teig verkneten
* Teig zu mindestens daumendicken Stangen rollen
* Teigstangen auf mit Backpapier ausgelegte Ofenbleche legen
* bei 200°C (Umluft 180°C) ca. 10 bis 12 Minuten backen
* das Backpapier mit den Stangen von den Blechen ziehen
* etwas abkühlen lassen
* Stangen schräg in fingerdicke Scheiben schneiden
* Scheiben mit der Schnittfläche wieder auf Bleche legen
* nochmal ca. 10 Minuten goldbraun backen (Bitte beobachten! Kleinere Kekse werden natürlich schneller braun!)
* nach dem Abkühlen sind die Cantuccini schön knusprig

Gutes Gelingen!







Donnerstag, 26. März 2020

Zu-Hause-Tagebuch Tag 11

(Alle meine Einträge sammle ich jetzt unter dem neuen Label Zu-Hause-Tagebuch. Es lohnt sich, auch in ältere Beiträge reinzuschauen, da ich jedes Mal eine Menge interessanter Tipps für Groß und Klein aus dem Internet zusammengetragen habe.)

Gestern Abend hat unser Großer aus München angerufen. Ihm geht es den Umständen entsprechend ganz gut. Gerade war er dabei, sich Nudeln zu kochen. Gegenüber hat er einen kleinen Supermarkt, der auch noch ganz gut ausgestattet ist. Seine Arbeit kann er aus dem Homeoffice erledigen. Und auch was seine weitere Arbeit und sein Masterstudium angeht, ist er noch ganz optimistisch.

Zum Einschlafen habe ich mir gestern ein Lavendelsäckchen mit ins Bett geholt und Autogenes Training gemacht. Hat nicht so gut geklappt. In der Nachbarschaft steigen derweil genau seit den Schließungen der Kindertagesstätten, Schulen, Geschäften und anderen Einrichtungen jeden Abend bis nach Mitternacht diverse Partys. Das trägt nicht unbedingt zum erholsamen Nachtschlaf bei.

Heute Morgen bin ich wieder früh wach. Ich fahre gleich zu 7 Uhr zum Supermarkt und hole frisches Obst und Gemüse. Täglich gehen bei uns fast zwei Kilo Obst und diverses Gemüse weg. Im Supermarkt treffe ich überraschend meine Freundin, mit der ich immer viel ins Kino gehe. Ach, wie ich das vermisse! Wir unterhalten uns ein bisschen im Gang. Mit Abstand natürlich. Danach radle ich noch zum Drogeriemarkt, Windeln kaufen.

Zum Frühstück um 8 Uhr bin ich wieder zu Hause. Alle sitzen schon am Tisch. Es gibt frischen Naturjoghurt von gestern mit Schokoraspeln und Obst oder aufgetautes Brot aus der Abokiste vom Gut Wulksfelde.

Nach dem Frühstück macht der Liebste die Tür zum Schlafzimmer zu und setzt sich an den Schreibtisch. Sein Arbeitstag beginnt mit der täglichen Telefonkonferenz. Die Kinder verkrümeln sich erstmal und spielen sehr einträchtig miteinander. Ich vermute, sie wollen den "Schulbeginn" rauszögern. So habe ich Zeit, in Ruhe die Küche aufzuräumen. Ich schalte außerdem eine Ladung Wäsche ein und sauge die Wohnung.

Gegen 9:45 Uhr starten wir unseren Tag mit der täglichen Sportstunde von Alba Berlin. Das hat uns gestern so gut gefallen! Danach setze ich mich mit dem Adventsjungen an den Tisch. Er hat noch ein paar Seiten im Mathebuch zu bearbeiten. Alle, die noch fehlen, habe ich mit bunten Klebezetteln markiert. Er darf frei wählen, was er schon heute oder erst morgen bearbeiten will.

Die Augustschnuppe sitzt auch mit am Tisch. Der kleine Bruder kommt dazu und malt ihr, was sie sich wünscht. Ein Auto. Biene Maja und Willi. Und einen Spielplatz. Die Augustschnuppe nimmt einen Stift, zeichnet einen großen Kreis um den ganzen Spielplatz herum und sagt "Spielplatz gesperrt!" Oh. Ich staune und schlucke, dass sich ihr der Anblick des mit rot-weißem Absperrband gesperrten Spielplatzes in der Nachbarschaft so eingeprägt hat. 


Ein wenig später rennt sie mit ihrer Bettmaus als Feuerwehrschlauch durch die Wohnung und löscht "Digaliiii, digaliiiii!" rufend als Feuerwehrfrau Brände.

Der kleine Bruder hat heute wieder so einiges zu tun. Alle Aufgaben können online abgegeben werden. Parallel dazu gibt es einen Klassenchat und eine Chatmöglichkeit mit der Klassenlehrerin. Das Mutzelchen gibt final ihre Arbeit ab und hat dann heute noch ganz viel Zeit übrig. Ich bitte sie, doch mal ihren Kleiderschrank durchzusehen. Was passt noch, was nicht? Was kann in den Keller, was zur Kleidersammlung oder was muss ganz aussortiert werden?

Ich veröffentliche meinen Werbe-Artikel über meine neue Jeans.


Zum Mittagessen gibt es den Rest vom Shepherd's Pie von gestern. Danach macht der Liebste heute mal eine längere Pause und schaut mit den Kindern die tägliche "Sendung mit der Maus". Ich nutze die Gelegenheit für einen Spaziergang ganz allein. Die Sonne strahlt, aber es ist ziemlich frisch. Überall grünt und blüht es schon. Ein tröstlicher Anblick in diesen Zeiten, finde ich.





Wieder zu Hause, gehe ich in die Küche und backe Schoko-Cookies. Die drei Bleche leben nicht lange. Als die Sonne die Terrasse erreicht, gehen die Kinder ein bisschen raus. Sie malen sich mit Kreide Hopsekästchen auf. Die Augustschnuppe läuft-fährt mit dem Laufrad rund ums Gartenhäuschen.

Ich setze mich mal kurz in den Sessel und schreibe an diesem Eintrag. Als die Großen nicht mehr draußen bleiben wollen, gehe ich raus zur Augustschnuppe und setze mich in die letzten Sonnenstrahlen, bevor die Sonne gegen 17:30 Uhr hinter dem nächsten Haus verschwindet.


Sehr pünktlich zur vereinbarten Uhrzeit klingelt der Mann, der über die Kleinanzeigen unseren Wickeltisch geschenkt bekommt, den wir wegen des Homeoffice-Platzes abgebaut haben. Der Mann ist total glücklich. Wir auch. Der Liebste hat Feierabend gemacht und hilft, den Schrank mit Aufsatz zum Auto zu tragen. Dann ist schon wieder KIKA-Zeit. Ich setze mich derweil kurz an den Schreibtisch und schreibe diesen Eintrag fertig.

Gegessen: Shepherd's Pie und Schoko-Cookies
Gesehen: "Sendung mit der Maus"
Gespielt: Hopse, den Dauerbrenner "Das verrückte Labyrinth" (Amazon-Partner-Link)
Bewegt: Fahrrad gefahren, Albas Sportstunde, Spaziergang
Vorgelesen: Pixie-Bücher
Gelesen: ein paar Seiten der neuen Zeitschrift "Brigitte Be Green"

Tipps aus dem Internet:

Museum Kunst der Westküste Föhr: das Museum auf der Nordseeinsel wollten wir im Mai besuchen. Leider können wir nun nicht hin. Dafür kommt das Museum zu uns. Mit digitalen Einblicken in die Ausstellungen.
Zeit Online: Gebärende sollen jetzt ohne vertraute Begleitperson ihre Kinder zur Welt bringen. Dabei können sie froh sein, wenn es überhaupt genügend Hebammen im Kreißsaal gibt. Wie die Arbeit dort jetzt aussehen kann, steht in diesem Artikel.
Der Tagesspiegel: (Achtung: schwieriges Thema!) Jugendämter schlagen Alarm: Kinderleid - und niemand sieht es mehr "Eine Vierjährige kann und wird nicht anrufen."
Maske auf: Die Initiative #MaskeAuf klärt über den Gebrauch von Atemschutzmasken auf
ARD Mediathek: nur noch heute in der Mediathek: der lustige und leichte französische Film "Willkommen bei den Schtis






Wenn Jeans, dann diese!

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Mit über 50 Kilogramm Körpergewicht weniger mache ich mir nun Gedanken, was ich anziehen möchte. Zuletzt war ich vor über 25 Jahren so schmal. Seitdem habe ich mich aber schon ein Stückchen weiterentwickelt. Ich darf nun ganz neu überlegen, wie ich aussehen möchte oder wen ich mit meiner Kleiderwahl darstellen möchte.

Bloß keine Jeanshose! Das stand für mich sofort fest. Jeanshosen sind für mich der Inbegriff einer Uniform, die „Praktisch!“ schreit. Tag für Tag sehe ich Menschen auf der Straße, die quasi alle das Gleiche tragen. Ich will aber anders aussehen. Wenn schon, denn schon. Die Zeit des Verhüllens, Versteckens und Kaschierens ist für mich definitiv vorbei.

Seit 6 Monaten trage ich nur noch Minirock. Ich könnte täglich vor Freude quietschen, dass das geht! Mit warmen Strumpfhosen und langen Stiefeln hat das im vergangenen Winter ganz gut geklappt. Die schmalen Oberteile stecke ich in den Rock hinein und betone meine Taille auch noch mit einem bunten Gürtel. Ich finde das so großartig!

Doch irgendwann dachte ich, warum ich nicht doch mal eine Jeans anprobieren sollte. Vielleicht hat sich da in der vergangenen Zeit auch etwas getan. Doch wo schaue ich mich nach passenden Jeanshosen um? Ein Artikel in einer Zeitschrift öffnete mir dann die Augen. Wenn Jeans, dann möglichst nachhaltig und fair produziert!

Denn die Produktion von Jeanshosen belastet unser Klima. Es wird extrem viel Wasser verbraucht und sehr viel CO2 ausgestoßen. Außerdem verunreinigen gefährliche Chemikalien das Grundwasser. Die Chemikalien nehmen wir beim Tragen belasteter Kleidungsstücke über unsere Haut auf. Ein Grund mehr, darauf zu achten, wie unsere Kleidung hergestellt wurde.

Nicht zu vergessen sind die Produktionsstätten und die Menschen, die unsere Kleidung produzieren. Auch sie sollen möglichst gesund bleiben und ihre Umwelt direkt vor Ort soll möglichst auch geschont werden. Mode sollte nicht auf Kosten von Mensch und Umwelt gehen.

Meine Überlegungen führten mich zu ARMEDANGELS. Diese nachhaltig und fair produzierende Firma hatte ich schon länger im Blick. Leider bietet sie noch (!) keine Mode für größere Größen an, deshalb habe ich die Entwicklung der Firma immer nur von der Seitenlinie aus beobachtet.



Jetzt aber! Ich habe beschlossen, einfach mal Jeanshosen auszuprobieren. Warum denn nicht? Vorher musste ich mich erstmal ausmessen und in einer Größentabelle nachsehen, welche Größe ich überhaupt trage. In den letzten Jahren habe ich immer dehnbare Materialien und eher weite Schnitte bevorzugt. Enge Sachen anzuziehen ist für mich noch ganz neu. Immer wieder schaute ich in die Größentabelle und konnte gar nicht glauben, was für eine Größe ich jetzt angeblich tragen soll. Diese Zahlen sind noch ganz ungewohnt für mich.

Als das Paket von ARMEDANGELS kam, war ich ganz aufgeregt. Ich und Jeans! Ich habe ein paar verschiedene Modelle anprobiert. Eine Hose saß obenrum super, war aber leider zu kurz. Ich bin 176cm groß, da kommt das schonmal vor. Andere Modelle waren untenrum gut, aber wiederum oben zu kurz. Aber dann! Skinny Fit. Skinny Fit!!! Ich hätte nie gedacht, dass ich in meinem Leben mal eine Skinny Fit Jeans tragen würde! Es könnte sein, dass ich das ein oder andere Tränchen verdrückt habe.



Das Modell Ingaa ist schön weich, reicht angenehm über Hintern und Bauch und auch bis an meine Knöchel. Die Farbe "rinse" ist ein schönes Dunkelblau, die finde ich himmlisch! Es ist ein richtig gutes Gefühl, eine „gesunde“ Jeans auf der Haut zu tragen.

Für die Bilder habe ich eine Ecke im Kinderzimmer freigeräumt. Ich wollte so gerne die blaue Wand mit drauf haben. Dann habe ich vor der Wand getanzt und meine Kinder haben mich fotografiert. Improvisation ist alles, so ist das eben bei uns. Und als ich das Puppenhaus wieder an seinen Platz stelle, entstehen ganz spontan noch weitere Bilder. Erinnert sich noch jemand an die Jeanswerbung aus den 90ern? Mit dem Mann in der Autowerkstatt? Nun, ich trage eben keine Autoreifen sondern Kinderstühle. Leben mit Kindern halt ;-)

Auf der Seite von ARMEDANGELS findet ihr noch mehr Informationen zur Aktion "DETOXDENIM". 



Mittwoch, 25. März 2020

Zu-Hause-Tagebuch Tag 10

(Alle meine Einträge sammle ich jetzt unter dem neuen Label Zu-Hause-Tagebuch. Es lohnt sich, auch in ältere Beiträge reinzuschauen, da ich jedes Mal eine Menge interessanter Tipps für Groß und Klein aus dem Internet zusammengetragen habe.)

Heute bin ich schon wieder ziemlich früh aufgewacht. 5:48 Uhr zeigt die Uhr an. Prima, da stehe ich doch gleich mal auf! Ich gehe duschen, ziehe mich an und koche erstmal Kaffee. Ich freue mich auch über eine neue Ladung Naturjoghurt, den wir jetzt wieder öfter im Joghurtbereiter (Amazon-Partner-Link) selber machen. Da brauchen wir keinen kaufen, sondern können immer mit einem Gläschen eigenen Joghurt neuen ansetzen. 1200g fertigen Joghurt bekommen wir aus einem Liter Milch und 150g Naturjoghurt raus. Die Kinder essen den Joghurt zu Müsli oder Obst oder auch mal mit Schokoraspeln.



Dann setze ich mich mit meiner Tasse Milchkaffee an meinen Rechner. Ich will nämlich endlich einen angefangenen Text für eine Kooperation fertigstellen. Doch tagsüber komme ich zu nix und abends bin ich so müde, dass ich keinen klaren Gedanken fassen kann. Ich schreibe den Rest meines Textes auf und sichte Fotos. Nach anderthalb Stunden kann ich mein Ergebnis der Kooperationspartnerin schicken.

Da sind dann auch alle anderen Familienmitglieder wach. Wir frühstücken Körner-Toast und gekochte Eier. Dazu gibt es frische Kresse. Die Samen, die wir letzte Woche an Tag 2 ausgesät haben, sind nun hoch genug.

Um 9 Uhr geht der Liebste an seinen Schreibtisch. Sein Tag beginnt wie immer mit einer Telefonkonferenz. Das läuft eigentlich sehr gut und ich schätze mal, nach dieser ganzen Zeit wird in der Firma ganz neu über das Arbeiten aus dem Homeoffice nachgedacht werden.


Um 9:45 Uhr treffe ich mich mit den Kindern im Wohnzimmer. Sessel beiseite und los gehts mit dem Sport! Heute machen wir wieder bei der täglichen Sportstunde von Alba Berlin mit. Diesmal für die Altersgruppe der Kindergartenkinder. Das sind super Übungen, so kindgerecht und mit Phantasie und Spaß, ich bin total begeistert! Da wird jetzt auch mal die tolle Arbeit von Leuten sichtbar, die sonst täglich für viele nicht sichtbar in den Sportgruppen in den Vereinen tätig sind.

Schulaufgaben. Der kleine Bruder hat wieder eine Menge Stoff in Englisch und Mathe abzuarbeiten. Aber so langsam kommt er rein und die technischen Möglichkeiten erleichtern ihm die Arbeit. Das Mutzelchen hat es im Moment noch gut getroffen, aber ich schätze mal, ab nächster Woche, für die die Stundenpläne für die verschiedenen Klassenstufen festgelegt wurden, wird die Arbeit mehr.

Vom Schulleiter des Gymnasiums kommt heute eine Mail mit dem Hinweisen auf Hilfsangebote für Eltern und Kinder. Es gibt ganz viele Telefonnummern für Seelsorge und andere Beratungen von der Schule oder Anbietern im Bezirk. Außerdem wurde eine Spendensammlung angeschoben für die digitale Ausrüstung von Kindern, die zu Hause vielleicht kein Tablet oder anderes technisches Gerät zur Verfügung haben.

Der Adventsjunge schreibt zunächst mal in sein Tagebuch. Er schreibt eine Comic-Geschichte über Star Wars. Er kennt die Geschichten nur aus einigen Zeitschriften von Lego. Ich finde es so süß, was er da macht, ich lasse ihn einfach. Er ist heute müde und für anderen Schulstoff nicht so motiviert. Deshalb will ich ihn mit anderen Sachen gar nicht quälen. Ich sitze neben ihm und schreibe Postkarten. Nach der Obstpause gegen halb 12 Uhr darf er spielen gehen.

Es war einmal in einer weit entfernten Galaxie.
Chewbacca



Zum Mittagessen gibt es heute Shepherd's Pie. Der Liebste und ich haben gestern Abend wieder "Anne with E" auf Netflix geschaut. Ich habe die Serie schon geshen, jetzt schauen wir sie nochmal gemeinsam. Passt mit der netten Geschichte und den schönen Bildern jetzt gerade ganz gut. Jedenfalls kocht Anne mit ihren Freundinnen einen Shepherd's Pie für ihren Klassenkameraden Gilbert, dem gerade sein Vater gestorben ist. Ich habe gleich ein Rezept herausgesucht und zufällig alle Zutaten da. Die Kinder gucken heute Mittag erst ein bisschen sparsam, aber dann sind sie begeistert! Fruchtiges Hackfleisch mit einer Schicht Kartoffelbrei aus dem Ofen, das gefällt ihnen.


Weil wir erst gegen 14 Uhr gegessen haben, gehen wir heute nicht so lange spazieren. Als die Sonne unsere Terrasse erreicht, schicke ich die Kinder ins Gärtchen. Ich räume auf, staubsauge und bereite dann einen Teig für Waffeln zu. Denn, tadaaaa, heute ist internationaler Tag der Waffel. Den wollen wir natürlich angemessen begehen. Ich verdopple die Teigmenge aus meinem Rezept für klassische Waffeln. Das werden 18 fluffig, knusprige Waffeln. Es bleiben welche übrig.


Am Nachmittag bringe ich die Post weg. Dann fotografiere ich unseren Wickeltisch und setze ihn bei den Kleinanzeigen zum Verschenken rein. Der muss jetzt weg, weil wir einen Schreibtischplatz brauchen. Und in den Keller soll das Teil gar nicht erst. Ich kann mich sofort nach Erscheinen der Anzeige vor Anfragen nicht retten. Im Nu ist der Wickeltisch vergeben. Sehr gut.

Dafür erreicht uns ein neues Teil. Und zwar ein neuer Schreibtischstuhl für den Liebsten. Er kann nicht mehrere Stunden am Tag auf einem Küchenstuhl sitzen. Voraussetzung für den Stuhl war, dass die Armlehnen hochklappbar sind. So passt der Stuhl unter den Tisch und steht in dem schmalen Zimmer nicht im Weg rum.

Gegessen: Shepherd's Pie und Waffeln
Gesehen: eine Schwanzmeise in unserem Gärtchen
Gespielt: Feuerwehr mit der Augustschnuppe
Bewegt: Albas Sportstunde, ansonsten nur 7469 Schritte heute
Vorgelesen: "Bei der Feuerwehr wird der Kaffee kalt" (Amazon-Partner-Link)
Gelesen: mein Adressbuch und liebe Post von Freundinnen

Tipps aus dem Internet:

St. Georg hilft: die Suppenküche im Hamburger Stadtteil St. Georg hilft weiter, seit über 25 Jahren sind sie aktiv in der Hilfe für Bedürftige und in der aktuellen Situation erst recht. Um Spenden wird gebeten. Danke!
LizzyNet: Der Corona-Soli-Newsticker versammelt Hinweise auf nachahmenswerte und solidarische Aktionen
NZZ: Nochmal ganz kurz und knapp und anschaulich erklärt: So mindert man die Gefahr, sich anzustecken
Coolibri: Virtuelle Rundgänge durch Museen der Welt
Instagram: hier noch viele schöne Regenbogenfenster
Youtube: unser tägliches Betthupferl ist wieder ein plattdeutsches Lied von Albertus von Borkum "Lat jo neet unnerkriegen!" sagt er immer zum Schluss.













Dienstag, 24. März 2020

Zu-Hause-Tagebuch Tag 9

(Alle meine Einträge sammle ich jetzt unter dem neuen Label Zu-Hause-Tagebuch. Es lohnt sich, auch in ältere Beiträge reinzuschauen, da ich jedes Mal eine Menge interessanter Tipps aus dem Internet zusammengetragen habe.)

Heute ging es mir schon viel besser. Vielen herzlichen Dank für den netten Zuspruch von nah und fern!

Wir haben gerade eine weltweite Pandemie. Zusätzlich zur Klimakrise. Und anderen sehr ernsten Problemen. So eine Lage gab es in der jüngeren Menschheitsgeschichte noch nie. Da ist es ganz normal, dass wir alle gerade nicht besonders rund laufen. Da ist es ganz normal, dass wir Sorgen und Ängste haben. Da ist es ganz normal, dass mal die Tränen fließen.

Und das darf ich bitte auch in meinem eigenen Blog so niederschreiben. Damit werte ich die Sorgen anderer Menschen nicht ab. Damit verschließe ich auch nicht die Augen vor den vielen Notlagen auf der Welt.

Selbstverständlich bin ich dankbar für unsere privilegierte und komfortable Situation hier zu Hause. Das habe ich in den letzten Tagen auch schon öfter thematisiert. Ich weiß trotzdem, dass es für viele Menschen auf der Welt jetzt im Moment oder auch sonst schon nicht einfach ist.

Ich bin ich den vielen Menschen, die um mich herum den ganzen Laden am Laufen halten, überaus dankbar. Zum Beispiel den Menschen, die bei der Post tätig sind. Oder bei der Müllabfuhr, im Elektrizitätswerk, im Wasserwerk, im Supermarkt, beim Rettungsdienst, bei der Feuerwehr, bei den Fuhrunternehmen, den Reinigungsfirmen, in den Kindergärten und Schulen, in den Krankenhäusern und Pflegeheimen und, und, und....

Ich denke auch an die Menschen, deren Zuhause kein sicherer Ort ist. An die Opfer von häuslicher Gewalt. Physisch oder psychisch. Gerade die Kinder sind ohne die tägliche Betreuung in Kindergarten oder Schule nun ziemlich schutzlos. Es muss gerade die Hölle für sie sein, den ganzen Tag mit ihrer Familie eingesperrt zu sein. Ich hoffe so, dass sie heil durch diese Zeit kommen.

Nun ist meine Einleitung länger geworden als ich eigentlich vorhatte. Ich bin jedenfalls gestern Abend in die heiße Badewanne gegangen und habe mit dem Liebsten geredet. Nach der Nacht sah heute morgen die Welt schon wieder ein bisschen besser aus.

Ich stehe um 7 Uhr auf und gehe schnell ins Bad. Ich muss nüchtern bleiben, da ich in meiner Hausarztpraxis einen Termin zur Blutabnahme habe. Die letzte Blutuntersuchung wegen meiner Schilddrüsenerkrankung Hashimoto ist schon ein halbes Jahr her, deshalb ist der Termin dringend.

Ich nehme das Rad. Um halb 8 stelle ich mich vor der Praxis an. Eine Person ist schon vor mir da. Bei der Türöffnung um 8 Uhr sind es dann schon ungefähr 10 Personen. Personen, die zum Labor müssen, bekommen eine Nummer und gehen gleich durch. Die Blutabnahme geht dann ziemlich fix. Alle Sprechstundenhilfen tragen Mundschutz und schwitzen schon darunter.

Nach diesem Termin radle ich zum Supermarkt. Die Regale sind gut gefüllt, außer beim Toilettenpapier. Es gibt sogar Mehl. Oh, das habe ich bestimmt zwei Wochen nicht gesehen! Ich nehme ein paar Packungen mit. Doch an der Kasse werden mir wieder welche abgenommen. "Haushaltsüblich" heißt in diesen Zeiten: zwei Kilo Mehl. Dass wir 6 Personen sind, zählt an dieser Stelle nicht. Ich verstehe es.

Als ich um kurz vor 9 nach Hause komme, frühstücke ich erstmal. In meinen glattgerührten Magerquark schnibble ich mir heute eine Erdbeere und streue Schokoraspeln drüber. (Jaha, nicht regional.)


Der Liebste geht an seinen Schreibtisch im Schlafzimmer. Ich räume die Küche auf und räume im Wohnzimmer Sessel und Beistelltischchen zur Seite. Um halb 10 beginne ich mit den Kindern wie jeden Tag mit einer kleinen Sporteinheit. Heute schauen wir das Video von Alba Berlin und machen mit viel Spaß mit.

Danach machen die Kinder ihre Schulaufgaben. Der kleine Bruder hat heute eine Unmenge an Aufgaben im Fach Englisch zugeschickt bekommen. Vier Stunden sitzt er dran. Zwischendurch muss ihm der Liebste helfen. Er zeigt ihm wie PDF's bearbeitet werden, wie sie wieder hochgeladen werden und dann der Lehrerin zugesendet werden können.

Das Mutzelchen hat heute die Bearbeitung ihrer Schullektüre abgeschlossen. Sie hatte noch nicht so viele Aufgaben bekommen. Das wird sich ab nächsten Montag ändern. Da hat die Schule Stundenpläne für alle Klassenstufen festgelegt. Die Aufgaben werden für zwei Fächer täglich zwei Mal 120 Minuten umfassen. Bis 16 Uhr sollen dann jeden Tag die Ergebnisse online abgegeben werden. Die werden dann den Umständen entsprechend auch bewertet werden.

Der Adventsjunge hat schon heute alle Deutschaufgaben für diese Woche erledigt. Das ist schnell. Er hat dann noch Mathematik gemacht und dann war die Zeit auch schon rum. Morgen wird er wieder Postkarten schreiben oder ergänzend in den sogenannten "Indianerheften" (Amazon-Partner-Link) arbeiten.


Ich habe nochmal schnell ein Fenster im Jungszimmer schön geputzt. Dort prangt nun gut sichtbar ein schöner bunter Regenbogen. Das ist eine weltweite Aktion, die besonders Kindern, die draußen mit ihren Eltern spazierengehen, ein bisschen Freude bringen soll. So können sie sehen, wo andere Kinder auch die meiste Zeit zu Hause sind. Es soll ein Zeichen der Hoffnung sein. Ein Zeichen dafür, dass wir stark bleiben und das alles durchstehen. Und ein Zeichen für: Alles wird gut.


Der Postbote bringt mir heute eine Karte einer lieben ehemaligen Berliner Kollegin, wie schön! Dann eine meiner Lieblingszeitschriften und schönes Hirnfutter "Das Magazin" und ein Buch, in das ich mich gleich verguckt habe, als es bei Kinstabuch auf Instagram vorgestellt wurde. In "Manno! Alles genau so in echt passiert" (Amazon-Partner-Link) erzählt Anke Kuhl in Wort und comicartigen witzigen Bildern lustige Geschichten aus ihrer Kindheit.


Nach dem Mittagessen gehe ich mit den Kindern wieder raus auf die große Wiese am Naturschutzgebiet. Es ist zwar sonnig, aber ziemlich kalt. Zwei Stunden sind wir draußen. Als wir wieder heimkommen, machen wir Kaffeezeit mit Käsekuchen von gestern.


Nach dem Kaffee spiele ich mit den Kindern das Spiel "Rund ums Taschengeld" (Amazon-Partner-Link) von Ravensburger. Wir müssen uns erstmal ein wenig reinfinden, aber dann läuft es ganz gut mit dem Taschengeld verdienen und ausgeben. Es passt ganz gut, weil der Erstklässler erst kürzlich in der Schule im Mathematikunterricht mit Geld rechnen gelernt hat.

Dann ist auch schon Abendbrotzeit. Und Sandmännchenzeit. Und Schon-Wieder-Küche-Aufräumzeit. Wenn alle Kinder im Bett sind, haben der Liebste und ich endlich Sofazeit.

Gegessen: Nudelsuppe, Käsekuchen
Gesehen: trötende Gänse am blauen Himmel
Gespielt: "Rund ums Taschengeld" s.o.
Bewegt: Sportvideo, langer Spaziergang
Vorgelesen: Spielanleitung
Gelesen: Das Magazin, Manno! s.o.

Tipps aus dem Internet:

Museum für Naturkunde Berlin: das Museum bleibt online erlebbar 
Aufruf aus dem Erzgebirge: mit Schwibbogen-Licht gegen die Corona-Krise
Kiki überlegt: Welche Berufe sind eigentlich systemrelevant?
Unser tägliches Betthupferl: Albertus von Borkum spielt mit seinem Akkordeon heute den plattdeutschen Klassiker "Dat du min Leevsten büst"


Montag, 23. März 2020

Zu-Hause-Tagebuch Tag 8

(Alle meine Einträge sammle ich jetzt unter dem neuen Label Zu-Hause-Tagebuch. Es lohnt sich, auch in ältere Beiträge reinzuschauen, da ich jedes Mal eine Menge interessanter Tipps aus dem Internet zusammengetragen habe.)

Heute geht es mir nicht so gut. Die Sekunden nach dem Aufwachen sind noch schön, bis mir alles wieder einfällt. Dann stellt sich auch wieder das unschöne Bauchkribbeln ein, das nicht verschwinden will. So wie vor einer Prüfung oder einem sehr unangenehmen Termin.

So langsam glaube ich auch nicht mehr daran, dass die Schulen und Kindertagesstätten in vier Wochen wieder öffnen. Dass der Liebste dann wieder regulär ins Büro fährt. Dass das also überhaupt alles in nur vier Wochen ausgestanden ist...

Ich bin heute nah am Wasser gebaut und könnte ständig losheulen. Ich denke an meinen Großen, der ganz alleine weit weg in seinem Münchner Appartement im Homeoffice sitzt. Ich hätte ihn so gerne bei mir. Dann könnte ich wenigstens auch für ihn kochen und ihn umsorgen.

Jedenfalls frühstücken wir heute wieder pünktlich, so dass der Liebste sich um 9 Uhr an seinen Schreibtisch setzen kann. Ich räume die Küche auf, schminke mich und treffe mich mit den Kindern gegen halb 10 im Wohnzimmer. Sessel und Beistelltische räume ich beiseite. Heute testen wir wieder ein Sportvideo, das der kleine Bruder von seinem Sportlehrer geschickt bekommen hat. Das Kinderzumba macht Spaß und hinterher ist uns warm.

Dann geht's an die Schulaufgaben. Der kleine Bruder hat über iServ wieder neue Aufgaben gestellt bekommen. Er lernt heute etwas über die unterschiedlichen Gelenkarten im menschlichen Körper. Das Mutzelchen bearbeitet immernoch ihre Schullektüre.

Der Adventsjunge lernt heute mit mir den nächsten neuen Buchstaben. Zuerst überlegen wir, welche Wörter mit "P" wir schon kennen. Dann suchen wir im Haushalt nach Gegenständen mit diesem Anfangsbuchstaben. Die tragen wir auf dem Tisch zusammen. Danach lernt er, wie der Buchstabe geschrieben wird, liest entsprechende Silben und Wörter und schreibt einige Zeilen. Dann ist seine Geduld aufgebraucht.


Ich schneide Äpfel und Birnen für die Familie. Um halb 12 sind alle Kinder durch mit ihren Aufgaben. Ich gehe in die Küche und backe zuerst einen Käsekuchen. Diesmal einen mit Boden und Streuseln.

Dann bereite ich das Mittagessen vor. Heute gibt es Nudelsuppe mit Gemüse. Ich schneide Möhren, ein Stück Knollensellerie und Lauch sehr klein, dünste alles in einem großen Topf an und gieße mit Wasser auf. Das bringe ich zum Kochen und würze mit Pfeffer und Salz. Die feinen Nudeln mache ich mit dem Pastamaker (Amazon-Partner-Link) ganz frisch und koche sie dann ganz kurz in der Gemüsebrühe mit. Gut, dass wir wegen des Gerätes eh immer einige Packungen Mehl und Grieß vorrätig haben.



Nach dem Essen will ich eigentlich mit den Kindern ein Brettspiel spielen. Doch meine Stimmung ist immernoch nicht besonders gut. Deshalb will ich mit den Kindern lieber rausgehen. Aber nicht ins Gärtchen sondern lieber weiter und länger.

Wir ziehen uns warm an, denn es ist zwar sonnig, aber ziemlich frisch draußen. Wir laufen zum Naturschutzgebiet und der großen Wiese. Dort rollen wir unsere Picknickdecke aus und legen uns erstmal alle in die Sonne.

Ich schließe die Augen und denke an meinen Kurs für das Autogene Training. Das hat mir schon öfters geholfen. Ich frage die Kinder, ob sie mitmachen wollen und darf dann ein bisschen dazu erzählen. Sie machen sogar gerne mit und wollen danach gar nicht mehr aufstehen. Aber die Augustschnuppe kriegt ihre Geschwister dann doch noch zum Frisbee- und Versteckenspielen.




Als wir nach zwei Stunden wieder nach Hause kommen, hat der Liebste schon den Tisch für das Kaffeetrinken gedeckt. Der Käsekuchen ist heute besonders lecker. Mit schön knusprigen Streuseln!

Der Liebste geht nochmal an den Schreibtisch. Ich räume ein bisschen auf und beginne dann diesen Eintrag hier. Die Kinder spielen mit der Brio-Bahn oder lesen. Als der Liebste am Schreibtisch fertig ist, setze ich mich ran und schreibe diesen Eintrag fertig. Dann ist auch schon KIKA-Zeit und Abendprogramm.

Heute wollen wir mit den drei Großen einen Filmabend machen. Richtig mit Chips, Flips und Popcorn aus dem Popcornmaker (Amazon-Partner-Link). Mitten in der Woche? Ach, warum denn nicht, es ist halt eine besondere Zeit.

Gegessen: Gemüse-Nudel-Suppe, Käsekuchen
Gesehen: wolkenlosen Himmel
Gespielt: Frisbee
Bewegt: Kinderzumba, langer Spaziergang
Vorgelesen: Pixie-Bücher
Gelesen: sehr wenig

Tipps aus dem Internet:

Radio Eins: Kirsten Fuchs und die DEO Lesebühne ab 19 Uhr im Livestream
Ärzteblatt: Die "Stiftung Deutsche Depressionshilfe" stellt ihr Online-Programm iFightDepression für 6 Wochen ohne Einschränkung zur Verfügung
Twattwanderung: ein neuer Teil der Wattwanderung mit Mandy (an der Nordsee ist viel Wind, deshalb ist die Tonqualität stellenweise leider nicht optimal)
Ohhhmhhh: Ich freue mich, dass die Grundschullehrerin Sassi gastbloggt und heute schreibt: "Wie behalte ich im Home-Schooling die Nerven?"