Dienstag, 18. Dezember 2018

Stille Zeit

"Mama, das tollste Essen hatten wir an dem Weihnachten, als du die Minipizzen aus dem Gefrierschrank aufgetaut hast!" schwärmten die Kinder neulich.

Ich, mit tausend Dingen im Kopf, blickte auf und dachte erleichtert: "Was? So einfach?" Ich atmete auf und erinnerte mich: den Kindern ist ein großes Menü tatsächlich egal. Ihnen ist auch nicht wichtig, ob es zehn verschiedene Plätzchensorten gibt oder die ausgefallenste und neuste Weihnachtsdekoration in den Farben der Saison.

Komischerweise vergessen sie manchmal sogar, am Morgen das Türchen ihres Adventskalenders zu öffnen. Die adventliche Flaschenpost fordern sie auch nicht so dringend ein. Denn vorlesen, singen und Plätzchen backen tun wir natürlich sowieso. Immer nach Lust und Laune und nicht nach einem starren Plan.

Manchmal schalten wir einfach schon am Nachmittag den Fernseher ein und schauen einen Weihnachtsfilm. "Pettersson und Findus", "Weihnachten in Bullerbü" oder "Santa Claus" gehen gerne auch doppelt und dreifach. Und wenn wir am Nachmittag zu viele Plätzchen genascht haben, gibts am Abend Rohkostteller zum Knabbern. Auch auf dem Sofa. Gemütlich ist das!

So fahren wir ganz gut und haben zum Glück wenig Stress. Na gut, so einige Krankheiten haben in diesem Jahr unsere Pläne für die Adventszeit ganz schön abgespeckt. Aber das hat uns ganz gut getan. Ihre neuen Schlafanzüge haben die Kinder einfach schon bekommen. Wir haben vor, sie an den Weihnachtsfeiertagen gar nicht erst auszuziehen.

Den Weihnachtsbaum haben wir in der letzten Woche alle zusammen ausgesucht. Er wird wahrscheinlich am 23. Dezember aufgestellt und gemeinsam geschmückt. Da dürfen sich die Kinder ausleben, denn für sie gehört das zu den Höhepunkten der Weihnachtszeit. Wie das dann aussieht? Na bunt, und das ist auch gut so!

Die Geschenke sind alle schon in ihrem Versteck. Das meiste haben wir online ausgesucht und teilweise auch schon verpacken lassen. Der Rest kommt in die selbst genähten Geschenkbeutel aus Stoff. Ja, ein bisschen nachhaltig ist das auch. Aber vor allem schont das unsere Nerven, denn diese Beutel sind so superpraktisch. Außerdem blutet mein Herz nicht so beim Anblick von zerrissenem Geschenkpapier und der Papierkorb bleibt hinterher auch schön leer.

Geputzt wird ganz nebenbei. Großputz sowieso erst wieder im Frühling. Es ist im Moment eh den halben Tag dunkel, da sieht man die Flecken und den Staub gar nicht so sehr. Eingekauft wird nach und nach. Verhungern werden wir auf keinen Fall. Und wer einen Pastamaker, ein Waffeleisen, ne Pfanne und ausreichend Mehl und Eier im Haus hat, hat sowieso sehr viele Optionen für beliebte Familiengerichte.

Ein paar schöne Ideen haben es auch in diesem Jahr wieder nicht in mein Blog geschafft. Jetzt schaffe ich es auch nicht mehr und will mich nicht unter Druck setzen. Dann halt im nächsten Jahr. Vielleicht fange ich dann doch mal im Oktober an, das vorzubloggen, wie die gut organisierten Bloggerinnen und Blogger. Vielleicht aber auch nicht. Die Dauerbrenner hier im Blog sind eh jedes Jahr gleich: Fenstersterne aus Transparentpapier oder aus Tortenspitze, Lebkuchen vom Blech, Lebkuchenanhänger mit Bonbonfenster oder auch die Eislaternen für drinnen.

Generell frage ich mich, wer mich dazu zwingt, Dinge machen zu müssen. Wenn ich merke, ich gerate unter Druck, überlege ich, woher das kommt. Vielleicht sollte ich dann nicht so sehr nach links und rechts schauen, sondern ganz bei mir bleiben. Vielleicht sollte ich meine Erwartungen runterschrauben. Dann wird das "Müssen" zu einem "Wollen". Ich mache nur, was ich will und was mir und meiner Familie gut tut. Und wenn das Minipizzen aus dem Frost sind, dann ist es eben so.

Auf einer Zeitschrift las ich neulich "für die stille Zeit". Da wurde ich dran erinnert, worum es in der Adventszeit wirklich geht. Still zu werden, zur Ruhe zu kommen und die Zeit voller Traditionen und Wunder wirken zu lassen. Das will ich und das wünsche ich meinen Leserinnen und Lesern auch.


Montag, 17. Dezember 2018

Drittes Adventswochenende

Am Samstag mache ich nur ein einziges Foto. Das vom Frühstückstisch. Der Liebste ist immer noch ein bisschen erkältet, so fahre ich mit dem Lastenrad zum Markt und zum Supermarkt für den Wochenendeinkauf. Das dauert eine Weile und ich staune über die Menschenmassen überall.

Nach dem schnellen Mittagessen fahre ich mit dem Mutzelchen, dem kleinen Bruder und dem Adventsjungen ins Kino. Wir sehen "Tabaluga - Der Film". Der Kinosaal ist ziemlich leer. Den Kindern gefällt der Film, der Adventsjunge findet ihn an einigen Stellen zu spannend. Ich finde die Geschichte recht einfach und habe heute noch einen Tabaluga-Ohrwurm.

Der Samstag geht recht ereignislos und ganz entspannt zu Ende.


3. Advent! Wir haben ein Geburtstagskind! Als der Adventsjunge vor 6 Jahren geboren wurde, war es auch ein dritter Adventssonntag. Das war eine gemütliche Zeit damals. Heute ist er ein stolzes Vorschulkind mit einer Menge lustiger Ideen.

Auf seinem Geburtstagstisch befinden sich Dinge, die die Spielzeuge ergänzen, mit denen er im Moment am meisten spielt. Zu seinen magnetischen Bausteinen (Amazon-Partner-Link) bekommt er einen Roboter mit Fernsteuerung (Amazon-Partner-Link). Der ist der Hit!

Für seinen Dauerbrenner, das Feuerwehrauto von Playmobil (Amazon-Partner-Link) hat er sich einen Anhänger (Amazon-Partner-Link) gewünscht und auch bekommen. Da passt allerhand Zubehör rein.

Zum Frühstück gibt es Geburtstagskuchen und einen rosa Himmel. Dann fährt der Liebste mit den Jungs zu unserer Gemeinde und zur Probe des Krippenspiels. Ich bleibe mit der Augustschnuppe und dem Mutzelchen zu Hause. Das Mutzelchen wird vormittags von ihrer Freundin abgeholt. Sie besuchen ein Theaterstück. Ich bereite eine Menge Plätzchenteig für den Nachmittag vor. Da sollen die Freunde des Adventsjungen kommen und wir wollen eine Plätzchenbacksause machen.

Als der Liebste mit den Jungs wieder eintrifft, legt sich der Adventsjunge aufs Sofa im Kinderzimmer und schläft sofort ein. Das ist äußerst ungewöhnlich für ihn! Wir vermuten nichts Gutes. Ein Weilchen warten wir noch ab, aber dann entscheiden wir, die Geburtstagsfeier abzusagen. Es ist traurig, aber leider nicht zu ändern. Die anderen Familien sind darüber nicht unglücklich, denn auch sie haben mit Krankheiten zu kämpfen.

So machen wir den Rest des Tages ganz langsam. Ich verarbeite schnell einen Teil des Teiges. Es werden doch 6 Bleche Kekse. Das Mutzelchen und der kleine Bruder verzieren später die Kekse mit Zuckerguss und bunten Streuseln. Der Adventsjunge ist nicht richtig krank geworden und spielt mit seinen neuen Spielsachen.

In der Dämmerung fällt ein wenig Schnee. Die Kinder sind völlig aus dem Häuschen. Dann ist auch schon Badewannenzeit und im Schlafanzug sitzen die duftenden Kinder vor dem KIKA. Mir fällt irgendwie die Decke auf den Kopf. Ich bin traurig, weil der Tag so anders als geplant verlaufen ist. Ich brauche Luft und Bewegung. Ich schnappe mir meinen Mantel und gehe eine halbe Stunde spazieren. Ich laufe eine große Runde durch die Nachbarschaft, schaue mir die Weihnachtsbeleuchtungen an und atme kräftig durch.

Als ich nach Hause komme, hat der Liebste schon die Augustschnuppe ins Bett gebracht. Die anderen Kinder gehen in ihre Zimmer. Der Liebste und ich schauen bei einer Tasse Tee und Schokolade zur Entspannung einen Weihnachtsfilm. "Rettet Weihnachten" (Amazon-Partner-Link) spielt u.a. in London und ist mal ein etwas anderer Weihnachtsfilm. Er ist ganz unterhaltsam mit netten Ideen. Und dann ist das dritte Adventswochenende auch schon wieder vorbei.


Die Wochenendeinblicke werden ab jetzt im Blog Große Köpfe von Alu und Konsti gesammelt. 









Samstag, 15. Dezember 2018

1000 Fragen an mich selbst (44) und (45)

Tschakka, fast geschafft! Alle 1000 Fragen an mich selbst und meine bisherigen Antworten befinden sich oben im Menü.


881. Fühlst du dich wohl in deiner Haut?

Mal mehr, mal weniger.

882. Was würdest du tun, wenn du dein gesamtes Geld verlieren würdest?

Ach, so viel habe ich gar nicht.

883. Mit welchem Material bastelst du am liebsten?

Mit Naturmaterialien, mit Filz, Ton oder Papier.

884. Welche TV-Sendung könnte, wenn es nach dir ginge, sofort wiederholt werden?

Kann ich nicht sagen.

885. Hast du gern mehrere Eisen im Feuer?

Hö? Eher nicht.

886. Führst du in Gedanken häufig Fantasiegespräche?

Ja, oft.

887. Könntest du ein Geheimnis mit ins Grab nehmen?

Oh ja.

888. Welchen Comedian magst du am liebsten?

Schwierige Sache. Leute, die sich Comedian nennen, sind nicht so mein Fall. Früher mochte ich Harald Schmidt und Herbert Feuerstein in "Schmidteinander" und habe "Neues aus der Anstalt" gesehen. Ah, und die "Missfits" mit Gerburg Jahnke und Stephanie Überall habe ich geliebt! Vater aller Comedians ist und bleibt für mich der unerreichbare Vicco von Bülow alias "Loriot".

889. Welche Blumen verschenkst du gern?

Wiesenblumen.



890. Was raubt dir den Schlaf?

Ach, das kann alles mögliche sein. Termine, Sorgen, Gesagtes und Ungesagtes, Schmerzen...

891. Was machst du an einem regnerischen Sonntagnachmittag am liebsten?

Tee trinken, in Zeitschriften blättern, backen, mit den Kindern kuscheln und spielen, Filme oder Tiersendungen gucken...

892. Sagst du lieber „Guten Morgen“ oder „Gute Nacht“?

Das weiß ich gar nicht.

893. Liest du gern vor?

Doch, ja. Wenn ich dabei nur nicht immer so müde werden würde.

894. Wie würdest du das Leben anpacken, wenn du noch einmal von vorn anfangen dürftest?

Wahrscheinlich würde ich mich noch weniger drum scheren, was andere Leute denken oder sagen könnten. Ich würde mein Glück nicht von äußeren Dingen abhängig machen. Ich würde keinem Bus mehr hinterherrennen.

895. Hast du jemals einen IQ-Test gemacht?

Ja.

896. Beherrscht du Standardtänze?

Geht so. Ich habe irgendwann mal einen Tanzkurs besucht, aber habe nie groß getanzt.

897. Auf welcher Seite des Bettes liegst du am liebsten?

Immer auf der linken Seite.



898. Welches ist dein peinlichstes Lieblingslied?

Fällt mir jetzt spontan keins sein. Sicher irgendein Schlager.

899. Hast du schon einmal ein Weltwunder gesehen?

Eins nach der klassischen Definition nicht. Aber ich habe fünf Kinder auf die Welt gebracht. Kann es ein größeres Wunder als ein Neugeborenes geben?

900. Hast du gern recht?

Doch, schon.

901. Hast du schon einmal eine Rede gehalten?

Ja, öfter.

902. Welche Art von Restaurants bevorzugst du?

Kann ich so genau nicht sagen. Ich mag italienisch, mexikanisch, thailändisch aber auch z.B. schwäbisch.

903. Welchen grossen Vorteil hat es, wenn man als Single lebt?

Meine Wohnung, meine Regeln.

904. Welchen grossen Vorteil hat es, wenn man in einer Beziehung lebt?

Das Teilen von Freud und Leid.

905. Findest du dich selbst schön?

Ich kann nicht klagen.

906. Welche Gefühlsregung erlebst du mindestens einmal am Tag?

Müdigkeit. Mehrmals am Tag. Freude. Auch mehrmals am Tag.

907. Wann hast du zuletzt Champagner getrunken?

Direkt nach der Geburt des Adventsjungen morgen vor 6 Jahren. Da hatte ich, wie bei den beiden Geburten davor, eine mittelgroße Flasche Champagner gekauft und im Kühlschrank gelagert. Bei der Augustschnuppe habe ich das irgendwie vergessen. Wahrscheinlich, weil Alkohol nichtmal mehr zum Anstoßen in meinem Leben eine Rolle spielt.

908. Bist du ein Sonntagskind?

Sonntagskinder sollen Glückskinder sein. Nein, das bin ich nicht.

(Ha, jetzt wo ich mal nachgeforscht habe, stimmt meine Annahme gar nicht. "Geisterseher" ist ja irgendwie was ganz anderes. Jetzt finde ich dieses Wort fast gruselig.)

909. Wie würde das Gemälde aussehen, das dein Leben darstellt?

Da fallen mir zuerst die Gemälde von Bruegel ein. Wimmelig und bunt. (Beim Recherchieren habe ich gerade gesehen, in Wien ist gerade eine Ausstellung zu sehen. Die Internetseite dazu ist sehr sehenswert!)

910. Mit welchem Kleidungsstück von früher verbindest du gute Erinnerungen?

Als Kind mochte ich Trägerröcke gern.

911. Was würde in einer Kontaktanzeige über dich stehen?

Oh, ich habe so einige geschaltet, damals, als ich einen Partner gesucht habe. Auf alle Fälle stand etwas mit Herz und Hirn drin.

912. Mit wem hast du zuletzt laut gelacht?

Mit den Kindern und dem Liebsten.

913. In welchen Sprachen kannst du dich verständlich machen?

Englisch. Wenn ich alle Erinnerungen an den Unterricht zusammenkratze, vielleicht auch noch auf Französisch oder Russisch.

914. Wozu hast du immer wieder keine Zeit?

Seufz. Zum Lesen, zum Malen, fürs Theater oder für Konzerte.

915. Kommt Weisheit mit den Jahren?

Nein.

916. Was ist das schlimmste Schimpfwort, das du jemals einer Person an den Kopf geworfen hast?

Das weiß ich nicht. Ich verwende recht selten Schimpfworte.

917. Was war die spontanste Aktion deines Lebens?

Die hat die Augustschnuppe für sich entschieden als sie im letzten Jahr hier zu Hause sehr spontan und ohne Hebamme geboren werden wollte.

918. Findest du, dass das Leben erst durch Kinder ein erfülltes wird?

Nein. Ich denke, auch ohne Kinder kann das Leben sehr erfüllt sein.

919. Wie verhältst du dich in einem Haus, in dem es zu spuken scheint?

Daran glaube ich nicht.

920. Mit wem würdest du gern einen Tag das Aussehen tauschen?

Kann ich nicht sagen. Wäre mir jetzt auch nicht so wichtig.

Freitag, 14. Dezember 2018

Dieser Moment...

Nur ein Foto, keine Worte. Ein Augenblick, eingefangen in dieser Woche. Zum Innehalten, Genießen und Erinnern.

Mittwoch, 12. Dezember 2018

12 von 12 im Dezember

Zum letzten Mal in diesem Jahr heißt es heute wieder 12 von 12. Am 12. eines Monats macht man im Tagesverlauf Bilder und zeigt dann am Abend 12 davon im Blog. Viele machen jetzt auch auf Twitter oder Instagram mit. Bei Caro versammeln sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Um 2 Uhr werde ich wach, weil die Augustschnuppe quengelt. Ich gehe in die Küche und mache eine Flasche. Als ich zurückkomme, ist alles ruhig. Sie ist wieder eingeschlafen. Um 5 Uhr ist sie dann endgültig wach. Ich lege sie ein bisschen zwischen den Liebsten und mich. Guten Morgen, Augustschnuppe!


Um viertel vor 6 stehe ich als Erste auf. Schnell duschen, Kontaktlinsen rein, Schilddrüsentablette nehmen, Kinder wecken, Kaffee kochen. Zum Frühstück gibt es für alle Weihnachtsmüsli, das der Liebste besorgt hat.


Als die Schulkinder auf dem Weg sind, strahlt der Morgenhimmel.


Ich bringe den Adventsjungen in den Kindergarten und fahre mit der Augustschnuppe im Kinderwagen mit dem Bus ins Ortszentrum. Mein Lastenrad ist gerade in der Werkstatt. Ich bringe zwei Pakete zum Paketshop und laufe dann über den Markt. Hier kaufe ich die Kartoffeln für mein Mittagessen.

Ich treffe die Mutter von Mutzelchens Freundin. Während wir so quatschen, klappt die Augustschnuppe die Äugeln zu. Nein, nein! Ich sehe meine Mittagspause schwinden. Ich tippe die Kleine an, da ist sie wieder wach. Sie bleibt es, bis wir zu Hause sind.


Ich bringe die Kleine ins Bett und schneide zuerst Kartoffeln und Möhren für den Ofen klein. Dann knete ich einen schlichten Plätzchenteig.


Mittach. Ofengemüse könnte ich jeden Tag essen. Schmeckt mir mit Kräuterquark oder körnigem Frischkäse.


Die Augustschnuppe wird pünktlich wach und ich kann den Adventsjungen abholen gehen. Ach, da kommt der Liebste nach Hause. Seine Erkältung ist schlimmer geworden und er ist von der Arbeit aus zu seiner Ärztin gegangen. Nun ist er den Rest der Woche krank geschrieben.

Ich laufe schnell alleine los und hole den Adventsjungen und seine Freundin aus dem Kindergarten ab. Den kleinen Bruder nehmen wir gleich aus der Schule mit. Zu Hause wird erst ein wenig gespielt. Der kleine Bruder macht Hausaufgaben. Dann geht es los mit dem Plätzchen backen.


Während die Plätzchen abkühlen, gehen der Adventsjunge und seine Freundin noch ein bisschen raus.


Dann wird verziert und genascht. Das Mutzelchen ist in der Zwischenzeit nach Hause gekommen und macht mit. Wie immer mittwochs riecht ihre Kleidung nach dem Rauch des Lagerfeuers ihrer Naturgruppe in der Schule.



Kein 12 von 12 ohne den Beweis der Hausarbeit ;-)


Während die Kinder das Abendprogramm auf dem KIKA schauen, fängt es an, in der Wohnung zu stinken. Wah! In der Küchenspüle kommt das dreckige Abwasser hoch! Wir rufen den Notdienst der Wohnungsbaugesellschaft an. Innerhalb von einer Stunde ist ein Handwerker da und das Problem behoben. (Wie erstaunt Menschen sind, wenn man ihnen mit einem kleinen Geschenk dankt. Ist das heutzutage so selten?)



Gerade ist die Augustschnuppe überraschend auf dem Arm des Liebsten eingeschlafen und ließ sich ins Bett legen. So schauen wir jetzt den zweiten Teil des Fernsehfilms über Aenne Burda. Vor genau einer Woche haben wir den ersten Teil gesehen, hat mir gut gefallen. Ich denke über die Anschaffung von Sektschalen nach, weil das so elegant aussah. Auch wenn wir gar keinen Sekt trinken...

Sonntag, 9. Dezember 2018

2. Adventswochenende

So ein Regenwochenende! Wir waren hauptsächlich drinnen und haben es uns sehr, sehr gemütlich gemacht. So bestehen meine Wochenendfotos hauptsächlich aus Essensfotos.

Am Freitagabend kommt Mutzelchens Freundin und übernachtet bei uns. Am Samstagmorgen können wir alle ein bisschen länger schlafen und frühstücken erst um halb 10. Danach fährt der Liebste mit dem kleinen Bruder einkaufen. In einer Regenpause fahre ich später mit dem Adventsjungen im Lastenrad ins Ortszentrum noch ein paar kleinere Besorgungen machen.

Als wir wieder nach Hause kommen, war die Post da. Unsere Kiste mit Clementinen direkt aus Spanien wurde geliefert. Die Kinder haben in letzter Zeit so reingehauen, dass wir uns überlegt haben, dass es sich lohnen würde, eine 10 Kilo Kiste direkt beim Bauern zu bestellen. Freunde machen das schon ein paar Jahre so. Über Crowdfarming haben wir nun beim Bauern in der Nähe von Valencia direkt bestellt. Normalerweise kann man dort einen Clementinenbaum "adoptieren" und bekommt in der Erntesaison eine garantierte Menge Obst. In diesem Jahr gab es aber einen Ernteüberschuss und man konnte Extrakisten bestellen. Die Clementinen sind wirklich gut und werden wohl den ganzen restlichen Dezember für uns reichen.

Mittags gibt es frische Nudeln aus dem Pastamaker (Amazon-Partner-Link). Seit wir den haben, kaufen wir keine Nudeln mehr im Laden. Der Nachmittag verrennt irgendwie, alle schlumpern vor sich hin. Zum Kaffee gibts Stolle, Baumkuchen und Clementinen. Die Windlichter mit den Salzkristallen halten bei uns nun schon eine Weile. Hier gibt es meine Anleitung.

Als alle Kinder schlafen, schauen der Liebste und ich "Tatsächlich Liebe" (Amazon-Partner-Link, kostenlos in der Prime-Mitgliedschaft enthalten). Den Film schaue ich am liebsten wegen Emma Thompson, Colin Firth, Alan Rickman und Bill Nighy. Manche von den Kurzgeschichten in dem Film mag ich gar nicht, aber im Gesamten ist er doch kitschigschön ;-)






Am Sonntag schlafen wir schon wieder relativ lange und müssen uns dann etwas beeilen. Der Liebste holt Brötchen, ich decke mit den Kindern den Tisch. Und wie immer, wenn es schnell gehen soll, passiert irgendetwas, das den Plan durcheinanderwirft. Heute war es ein Glas, das auf dem Küchenboden in tausend Teile zerspringt. Bestimmt 10 Minuten fege ich. Danach entscheiden wir, der Liebste fährt alleine mit den Großen in die Gemeinde und zur Probe des Krippenspiels.

Ich bleibe mit der Augustschnuppe zu Hause und bereite das Hühnerfrikassee für mittags vor. Zwischendurch stelle ich die Fotobücher für die Kinder fertig und bestelle sie. Nach dem Mittagessen schauen wir die Sendung mit der Maus. Eigentlich wollten wir zum Weihnachtsmarkt im Museumsdorf, aber es regnet immer noch in Strömen, das wäre kein Spaß für uns. Dann backe ich halt mit den Kindern Engelsaugen, das geht fix. Wir essen die Kekse gleich sofort, so schmecken sie am besten. Am frühen Abend schaue ich mit den Schulkindern mal ihre Schulranzen durch und helfe beim sortieren.

Am Abend fotografiere ich unser Kerzentier für das Kerzentiertreffen bei Instagram. Der 2. Sonntag im Dezember ist der Gedenktag für Kinder, die nie zu uns kommen durften oder uns zu früh verlassen haben.

Jetzt ist es 20:30 Uhr und alle Kinder sind in ihren Betten. Die Augustschnuppe schläft, bei den Jungs war ich gerade, die sollen das Licht ausmachen und das Mutzelchen wird noch bis ca. 21 Uhr lesen. Auf mich wartet nun eine Tasse Tee und ein gemütlicher Fernsehabend mit dem Liebsten. Kommt gut in die neue Woche!


Bei Susanne gibt es heute zum letzten Mal noch mehr Einblicke in Familienwochenenden. Die Reihe wird von Alu und Konsti weitergeführt. 





2. Advent

Ich wünsche einen schönen 2. Advent!


Freitag, 7. Dezember 2018

1000 Fragen an mich selbst (42) und (43)

Soso, ein Ende ist in Sicht. Ich habe mich von den Fragen gar nicht unter Druck gesetzt gefühlt und einfach immer wieder zwischendurch ein paar beantwortet. Da ich beim Bloggen in diesem Jahr eh ein bisschen kürzer getreten bin, kamen mir die Fragen ganz gelegen. Alle 1000 Fragen und meine bisherigen Antworten sind oben im Menü versammelt.

841. Bist du schon einmal nachts geschwommen?

Oh ja, schon mehrmals. In brandenburgischen Seen. Ohne Badebekleidung. Ein herrliches Gefühl!

842. In welchen sozialen Netzwerken bist du aktiv?

Außer hier im Blog noch auf Twitter und Instagram. Bei Facebook bin ich eher passiv. WhatsApp nutze ich mit Freundinnen oder Freunden, allerdings keinerlei Gruppen. Mit dem Liebsten tausche ich mich über Telegram aus.

843. Was würdest du tun, wenn Geld keine Rolle spielen würde?

Am Meer leben. Vögel zählen. In der Schule oder in der Bibliothek vorlesen. Im Museumsdorf tätig sein.



844. Was ist deiner Einschätzung nach lästig, wenn man alt ist?

Die körperlichen Einschränkungen.

845. Wer trifft die meisten Entscheidungen in deinem Leben?

Ich.

846. Welches Lebensalter hättest du gern für immer?

Zwanzig sein war ganz schön. Dreißig sein war sehr toll! Vierzig sein ist super. Mal sehen, wie die Fünfzig wird.

847. Welche Obstsorten verwendest du am liebsten für einen Obstsalat?

Äpfel, Birnen, Weintrauben, Erdbeeren, Mandarinen... Auf keinen Fall will ich Bananen oder Kiwistücke drin haben.

848. Gelingt es dir gut, ein Pokerface aufzusetzen?

Das weiß ich nicht.

849. Hast du schon mal selbst ein Schmuckstück hergestellt?

Ja, früher mal. Broschen und Ohrringe. Ein richtiger Goldschmiedekurs steht aber noch auf meiner Liste.

850. Wie siehst du dich selbst am liebsten?

Als gut gelaunte, kluge, backende und handwerkende Frau :-)

851. Bedeutet Fremdgehen das Ende der Beziehung?

In allen Beziehungen, die ich hatte und die ich kenne, wo das der Fall war: ja.

852. Würdest du das Gesetz übertreten, um jemanden zu retten, den du liebst?

Wahrscheinlich schon.

853. Bist du jemals wegen deiner Ansichten zurückgewiesen worden?

Kann sein. Aber dann passte das sowieso nicht.

854. Welches Urlaubssouvenir bereitet dir immer noch Freude?

Oh, da gibt es viele! Wenn ich hier in meinem Sessel im Wohnzimmer sitze, fällt mein Blick auf Bilder aus Flensburg, einem Kerzenhalter aus Kühlungsborn, einem Schiffchen aus Skagen in Dänemark, Schalen aus Barcelona, Dosen aus London und viele, viele Steine und Muscheln von Nord- und Ostsee.



855. Hältst du an etwas fest, das du eigentlich schon lange hättest besser loslassen müssen?

Nein.

856. Ist irgendwann einmal deine grösste Befürchtung eingetreten?

Ja, es gab da eine gescheiterte Ehe, mehrere Autounfälle und schwere Krankheiten. Reicht fürs erste.

857. Was hat dir vor fünf Jahren den Schlaf geraubt?

Vor fünf Jahren, mal überlegen... 2013 war der Adventsjunge ein Jahr alt. Kann sein, dass er das war ;-)

858. Hast du manchmal das Gefühl, dass du „heute“ schon häufiger erlebt hast?

Nein.

859. Wer macht einen besseren Menschen aus dir?

Der Liebste, meine Kinder, Freundinnen und Freunde.

860. Was bringt dich zum Lachen?

Sehr viel.

861. Was wäre auf deinem eigenen TV-Sender zu sehen?

Reportagen übers Meer, über Länder und Leute, also eigentlich so, wie meine Lieblingsfernsehsendungen "mare TV", "Länder, Menschen, Abenteuer" oder "GEO Reportage".

862. Was motiviert dich zum Sporttreiben?

Schmerzfreiheit und gute Laune.

863. Wie sieht deiner Meinung nach der Himmel aus?

DER Himmel? Es ist ein sehr schöner Ort.

864. Was nimmst du dir mindestens zweimal im Monat vor?

Hm, fällt mir jetzt nichts ein.

865. Wann hast du zuletzt in einer Hängematte gelegen?

Das ist schon sehr lange her. Seit der Rückengeschichte nie mehr.

866. Was findest du an einer Wellnessbehandlung am angenehmsten?

Das Entspannen.

867. Schaust du ausländische Filme gelegentlich im Original?

Nein, da komme ich nicht mit und Untertitel mag ich nicht. Auf der Berlinale ging das wohl, aber oft mache ich das nicht.

868. Machst du es dir manchmal unnötig schwer?

Auf keinen Fall.

869. Welches Wort hast du jahrelang falsch ausgesprochen?

Pergola.

870. Was ist wichtiger: der Weg oder das Ziel?

Ich glaube, das eine geht nicht ohne das andere.

871. Lässt du dich manchmal ausnutzen?

Immer seltener.

872. Hörst du oft Radio?

Ja, Radio Eins. Jeden Tag und von der allerersten Sendesekunde an.

873. Was ist wichtiger: zu scheitern oder es gar nicht erst versucht zu haben?

Oh, versuchen sollte man es immer! Scheitern finde ich nicht so schlimm. Daraus können dann wieder neue Dinge entstehen.

874. Was hätten die anderen nie von dir erwartet?

Ich weiß es, das sage ich hier aber nicht.

875. Auf welchen Feiertag freust du dich jedes Jahr?

Auf Weihnachten, oh ja!



876. Welche Farbe würdest du deinem Leben zuordnen?

Blau. Blau ist beruhigend, frisch, angenehm, elegant und unendlich.

877. Wer beschützt dich?

Gott hält seine Hände über mich.

878. Betrachtest du manchmal die Sterne am Himmel?

Manchmal?! Immer! Ich sehe jeden Tag in den Himmel. Wenn ich morgens die Vorhänge aufziehe, wenn ich das Haus verlasse, beim Warten an der Bushaltestelle, beim Bahnfahren, am Nachmittag beim Kaffeetrinken, am Abend, wenn ich die Vorhänge zuziehe und in der Nacht, wenn ich in der Küche eine Flasche zubereite. Sterne sehe ich dann natürlich bei klarer Sicht. Im Moment ist vor Sonnenaufgang ein wunderschön heller Morgenstern zu sehen. Abends und nachts suche ich die Sternbilder, die ich kenne.

879. Wovon wirst du ruhig?

Von einer Tasse Tee, von guter Musik, von einem guten Film, von Meeresrauschen, von Umarmungen und Händchenhalten mit dem Liebsten.

880. Kannst du Stille gut aushalten?

Ja.



Mittwoch, 5. Dezember 2018

5. Dezember 2018

Um 01:32 Uhr wache ich auf, weil die Augustschnuppe sich nicht beruhigt. Sie weint nicht, quengelt aber mit Nachdruck. Der Liebste hält sie im Arm, während ich ihr in der Küche eine Flasche mache. Im Sessel neben meinem Bett sitzend, füttere ich sie. Wenn ich Glück habe, schläft sie gleich wieder ein. Diesmal aber nicht. Ich lege sie in unser Bett zwischen uns. Da wälzt sie sich noch eine Weile hin und her, schläft dann aber irgendwann ein.

Den Wecker höre ich nicht. Als ich aufwache, hebt die Augustschnuppe neben mir gerade ihr Wuschelköpfchen und grinst mich an. Der Adventsjunge kommt an mein Bett geschlichen und präsentiert mir stolz, dass er schon angezogen ist. Das ist tatsächlich ein seltener Anblick, denn am Morgen tut er sich sonst etwas schwer. Sicherlich haben auch der Adventskalender und unsere Adventsflaschenpost ihren Anteil an der morgendlichen guten Laune.

Der Liebste deckt schon den Frühstückstisch. Ich stehe auf und ziehe die Augustschnuppe an. Dann schicke ich sie los in Mutzelchens Zimmer. Ich gehe ins Bad. Es ist schon nach halb 7. Ich beeile mich und bin 15 Minuten später am Frühstückstisch. Wir essen Brot oder Müsli. Die Schokoladentäfelchen fürs Brot haben wir uns noch vom letzten Besuch in Dänemark aufgespart. Sie sind so dünn und zart, sowas habe ich hier bei uns noch nie gefunden.




Der Liebste muss los. Kurz darauf verlassen das Mutzelchen und der kleine Bruder das Haus. Beim Winken am Fenster sehe ich wieder die schmale Mondsichel und die strahlend helle Venus am klaren Morgenhimmel. Wunderschön!

Ich räume die Küche auf, den Geschirrspüler ein, schalte die Waschmaschine ein und bringe den Müll raus. Dann schminke ich mich und mache die Betten. Der Adventsjunge und die Augustschnuppe spielen noch ein wenig, bis wir loswollen. Wir ziehen uns warm an, denn es ist draußen nur 1 Grad. Ich setze beide Kinder ins Lastenrad und so radeln wir zum Kindergarten. Die Straßenbauarbeiten in unserer Straße sind nach 1,5 Jahren endlich zum Abschluss gekommen, es radelt sich endlich ganz entspannt. Die Sonne steht tief und alles ist mit Raureif überzuckert.




Nachdem ich mich im Kindergarten vom Adventsjungen verabschiedet habe, fahre ich zur Post, um Pakete zu verschicken. Dort nebenan gehe ich gleich noch in den Supermarkt. Bei Budni habe ich die Idee für die diesjährigen Weihnachtsgeschenke für die Erzieherinnen und Lehrerinnen der Kinder. Ich stelle meinen Einkaufskorb zusammen und freue mich, gleich zu Hause die Geschenke herzustellen.

Zu Hause mache ich mich gleich an die Arbeit. Ach, zuerst setze ich den Hefeteig für die Weckmänner an. Die will ich am Nachmittag mit den Kindern backen. Ich verdoppele die Menge. Dann fällt mir ein, dass die Menge in der Schüssel wahrscheinlich über den Rand wächst und teile den Teig zum Gehen auf zwei Schüsseln auf.



Die Augustschnuppe sitzt immer zu meinen Füßen. Irgendwann wird sie quengelig. Das Zeichen für den Mittagsschlaf. Als sie schläft, fotografiere ich die fertigen Geschenke. Tadaaaaaa: Weihnachten im Glas! Für einen weihnachtlichen Moment. Unten drin ist normale Watte als Schnee, dann gibt es ein Tannenbäumchen, einen Schokoweihnachtsmann, einen Weihnachtsteebeutel und eine Kerze aus echtem Bienenwachs, das duftet so schön.



In der Mittagspause esse ich Hühnchen mit gemischtem Salat und schreibe schonmal ein Stück dieses Eintrags auf. Kurz bevor ich den Adventsjungen abholen muss, wecke ich die Augustschnuppe. Diesmal nehme ich den Kinderwagen, denn ich möchte bei dem schönen Wetter noch ein bisschen spazieren. Ich hole den Adventsjungen ab und wir besuchen den neuesten Spielplatz im Wohngebiet. Da gibt es auch mal etwas zum Klettern für größere Kinder.

Wieder zu Hause räume ich Wäsche in den Trockner und mache eine neue Waschmaschinenladung an. Die Kinder spielen ein wenig und wir warten auf den kleinen Bruder. Als der nach Hause kommt, backen wir die ersten drei Weckmänner. Als ein bisschen später das Mutzelchen kommt, backe ich mit ihr noch drei Weckmänner. Die gibt es morgen zum Nikolausfrühstück.



Der Liebste kommt nach Hause und wir trinken Kaffee bei Kerzenschein. Das Mutzelchen besucht kurz ihre Freundin, die anderen Kinder spielen. Dann wird noch Wäsche gefaltet und die Wohnung aufgeräumt. Als im KIKA die Weihnachtsserie anfängt, dürfen die Kinder schon fernsehen. Weil wir erst so spät am Nachmittag Stolle, Kekse und Obst gegessen haben, bekommen sie nur bunte Rohkostteller zum Knabbern.

Ich schreibe nebenan ein bisschen an diesem Eintrag weiter. Nach dem Sandmännchen gehen die Kinder Zähne putzen und in ihre Zimmer. Dort dürfen sie noch ein bisschen lesen. Die Augustschnuppe ist noch gar nicht müde und strolcht noch beim Liebsten und mir im Wohnzimmer herum. Nachher werde ich den Nikolaus spielen und die Stiefel der Kinder und des Liebsten befüllen. Seit ich die großen Stoffstiefel im Advent 2012 selbst genäht habe, brauchen die Kinder ihre Schuhe nicht mehr putzen. Falls wir dazu kommen, würde ich nachher gerne in der ARD den Film über Aenne Burda gespielt von Katharina Wackernagel sehen (in der Mediathek ab jetzt bis 04.03.2019 verfügbar).


Noch mehr Tageseinblicke sind, wie immer am 5. eines Monats, unter #WMDEDGT bei Frau Brüllen versammelt. 

Montag, 3. Dezember 2018

1. Adventswochenende

Am Samstag schlafen wir bis 8 Uhr. Na gut, die Augustschnuppe hat den Liebsten und mich in der Nacht auch auf Trab gehalten. Den anderen Kindern haben wir gesagt, dass sie ihre Adventskalender beim Frühstück bekommen und sie uns nicht früh wecken sollen. Hat funktioniert, tolle große Kinder :-)

Beim Frühstück staunen sie über die Adventsflaschenpost. Der Adventsjunge darf die erste Nachricht lesen. "Wir backen heute Plätzchen" steht drin. Alle freuen sich. Ich bekomme vom Mutzelchen den weltbesten selbstgemachten Adventskalender. Wie süß!

Doch zunächst fährt der Liebste nach dem Frühstück mit dem Mutzelchen zum Markt, den Wochenendeinkauf machen. Außerdem braucht das Mutzelchen neue Winterschuhe. Ich darf per Handyfotos beim Entscheidungsprozess dabeisein.

Ich bin am Vormittag derweil in der Küche und stelle unseren diesjährigen "Adventskranz" fertig. Damit will ich die Kinder überraschen. Die Idee habe ich aus der Zeitschrift "Living at home". Hier gibt es die Schablonen als PDF. Die kleinen Lebkuchenhäuschen haben mich in den letzten Tagen eine Menge Nerven gekostet. Erst war der Teig ein bisschen krumm, die Löcher im Dach waren für die Kerzen viel zu klein und dann sind mir die Häuser beim Kleben ein paar Mal auseinandergefallen. Puh...

Aber jetzt scheint alles in Ordnung zu sein und ich bestreiche die Dächer mit dickem Zuckerguss und beklebe sie mit bunten Schokolinsen. Die kaufe ich übrigens schon seit Jahren in einer großen Packung von einer Flensburger Firma (Amazon-Partner-Link) und nicht vom Schokoriesen.

Weil die Zeit schon fortgeschritten ist, bringen der Liebste und das Mutzelchen Essen vom thailändischen Restaurant mit. Nach dem Essen schauen wir den Trickfilm "Niko - ein Rentier hebt ab" (Amazon-Partner-Link). Ich finde den so lala und, wie viele Filme, für kleinere Kinder nicht geeignet. Die Kinder mögen den Film aber immer sehr.

Am Nachmittag backen wir das erste Mal in dieser Adventszeit Plätzchen. Ich verdopple unser Standardrezept. Da kommen drei Bleche raus. Das Plätzchen machen ist eine schnelle Sache. Jahrelange Routine zahlt sich aus: Weihnachtsmusik anmachen, die Kinder lieben besonders die von Annie Lennox (Amazon-Partner-Link), Ofen vorheizen, Tisch leerräumen, Bleche mit Backpapier auslegen und hinstellen, Ausstechförmchen bereitlegen und jeden Arbeitsplatz mit ein bisschen Mehl bestäuben. Jedes Kind bekommt eine kleine Kugel Teig und darf loslegen. Mittlerweile brauchen sie so gut wie keine Hilfe mehr dabei. Ich schiebe dann nur noch die Bleche in den Ofen und rühre derweil schonmal Zuckerguss an. Die Plätzchen sind schnell abgekühlt und werden sofort verziert. Fertig. Ist ne Sache von einer Stunde. Essen tun wir die Plätzchen gleich, denn frisch schmecken sie doch am besten.

Am frühen Abend besucht der Liebste mit den drei Großen eine befreundete Familie. Dort findet eine ziemlich große Adventsfeier statt. Für die Erwachsenen gibt es Feuerzangenbowle und die Kinder erfreuen sich am Lagerfeuer. Ich bleibe mit der Augustschnuppe lieber zu Hause. Als diese schläft, kommt auch der Liebste mit dem Mutzelchen und dem Adventsjungen wieder nach Hause. Den kleinen Bruder haben sie bei seinem Freund zum Übernachten gelassen.






Am Sonntag brennt die erste Kerze an unserem "Adventskranz". Die Kinder haben sich die Häuschen schon jetzt für nach dem Advent aufgeteilt. Nach dem Frühstück fährt der Liebste mit dem Mutzelchen und dem Adventsjungen zum Gottesdienst in unsere Gemeinde. Danach proben sie noch für das Weihnachtstheaterstück.

Ich warte zu Hause auf den kleinen Bruder und bereite das Mittagessen vor. Wir proben schonmal für Weihnachten und wollen Entenbraten mit Rotkohl essen. Zwischendurch kommt ein Anruf, der kleine Bruder will doch noch bis abends bei seinem Freund bleiben. In der Mittagspause schauen wir anderen "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" (Amazon-Partner-Link). Dieser Film gehört für uns einfach zur Weihnachtszeit dazu!

Nachmittags machen wir es uns bei Kerzenschein gemütlich und dann ist auch schon Abend und Badewannenzeit für die Kinder. Die Augustschnuppe liebt es, zu plantschen. Hinterher kann ich immer gleich das Bad wischen. Die Kinder schlafen spät ein und dann ist das erste Adventswochenende auch schon rum.


Mehr Einblicke in Familienwochenenden sammelt Susanne