Sonntag, 24. Mai 2020

Zu-Hause-Tagebuch Tag 70

Alle meine Einträge sammle ich unter dem Label Zu-Hause-Tagebuch. Es lohnt sich, auch in ältere Beiträge reinzuschauen, da ich jedes Mal eine Menge interessanter Lese-Tipps für Groß und Klein aus dem Internet zusammengetragen habe.

Um 4 Uhr tappen schnelle Schritte durch den Flur und Kinderzimmertüren werden aufgerissen. Die Augustschnuppe ist aufgestanden und will mit ihren Geschwistern spielen. Als ich sie vom Hochbett ihrer Brüder pflücke, guckt sie ein bisschen verdattert. Es ist ja so dunkel! Ich nehme sie wieder mit in unser Bett. Zum Glück schläft sie schnell wieder ein. Ich auch.

Als ich aufwache, ist es schon 10 Uhr. Das ist der Rekord in den letzten Jahren. Die anderen Familienmitglieder sind schon längst aufgestanden. Durch die Tür zieht ein Duft von Kaffee und aufgeknusperten Brötchen rein. Ich stehe auf und frühstücke Quark mit Erdbeeren.


Danach ist faulenzen angesagt. Den ganzen Tag. Die Kinder und der Liebste schauen die Sendung mit der Maus. Ich trinke eine Tasse Kaffee und blättere in Zeitschriften und Büchern. Den Online-Gottesdienst unserer Gemeinde verpassen wir schon wieder. Dabei geben sich so viele Gemeindemitglieder so viel Mühe damit, was ich richtig toll finde.

Doch Gottesdienst ist für mich nicht nur die Predigt. Gottesdienst heißt für mich Gemeinschaft mit den anderen Gemeindemitgliedern. Nach dem Gottesdienst gibt es in unserer Gemeinde Kaffe und Kekse, die Kinder wuseln mit anderen Kindern im ganzen Haus und in den Kinderräumen umher und wir Erwachsenen haben Zeit für Gespräche. Diese Gemeinschaft fehlt im Moment und ist schwer zu ersetzen. Videotreffen sind zwar auch schön, haben mich aber traurig gemacht, weil ich die Menschen vermisse.

Ich bereite das Mittagessen vor. Es gibt heute Kassler mit Sauerkraut und Kartoffeln. Für den Nachtisch habe ich gestern Rhabarbergrütze mit Erdbeeren gekocht. Ich serviere sie in alten feinen Gläsern mit Vanillesauce und frischen Erdbeeren oben drauf. Ich staune: alle Kinder essen das!


Am Nachmittag kontrollieren alle Kinder ihre Schultaschen, denn in der kommenden Woche gehen alle wieder für einige Stunden in die Schule. Der Adventsjunge an einem Tag, die beiden Großen jeweils für zwei Tage. "Präsenzbeschulung" heißt das offiziell. Der Inhalt der Federtaschen wird aufgeräumt und vervollständigt. Die Ordner ordentlich sortiert. Ich kläre die Kinder nochmals über die geltenden Regeln in der Schule auf. Abstand, Hygiene und, und, und... Die Kinder wissen längst Bescheid.

Der Adventsjunge hat den größten Papierstapel aus den letzten neun Wochen Fernbeschulung. Ich gestehe, so ganz sehe ich nicht mehr durch. Morgen früh geben wir wieder einen Stapel ab und bekommen neue Wochenaufgaben in der Garage eines Klassenkameraden. Der nächste Austausch wird dann Ende der Woche in der Schule stattfinden.

Nur noch vier Wochen bis zu den Zeugnissen...


Am Abend ist für alle Kinder Badezeit angesagt. Frisch duftend sitzen sie in ihren Schlafanzügen vor dem Sandmännchen. Nach dem Abendbrot zieht langsam Ruhe ein.

Gegessen: Kassler mit Sauerkraut, Rhabarber-Baiser-Kuchen, Eis mit Erdbeeren
Gesehen: Sendung mit der Maus
Gespielt: den ganzen Tag :-)
Bewegt: sehr wenig
Vorgelesen: Die kleine Raupe Nimmersatt
Gelesen: dies und das

Tipps aus dem Internet:

Süddeutsche Zeitung: 3-D-Animation: Warum Abstand halten so wichtig ist. Deutschland macht auf, mit der Öffnung von Restaurants und Biergärten kommt die Normalität zurück. Warum es jetzt umso wichtiger ist, Abstand zu halten, zeigt diese sehr gute Animation.
Das Erste: Video: Corona-Tagebuch (4): Moskau macht dicht. ARD-Korrespondentin Ina Ruck lebt in der Stadt und berichtet, wie sich das Leben und ihre Arbeit verändert haben.
Der Tagesspiegel: Margot darf nicht husten. Was wirklicher Lockdown bedeutet: Anne Frank hat die Angst in ihrem Amsterdamer Versteck beschrieben. Unsere Corona-Gegenwart wirkt dagegen trivial.
aktuelle Sozialpolitik: Corona-„Familienbonus“: 300 Euro pro Kind. Warum nicht gleich 600 Euro? Für alle. Wirklich für alle? Und was soll Helikoptergeld sein?
nordisch.info: Den dänischen Traumkuchen gibt es auch in vegan. Und er ist ganz sicher sehr lecker!


Ich freue mich, dass meine regelmäßigen Tagebuch-Einträge so guten Anklang finden! Ich danke sehr für die Anteilnahme und für die Tipps, die mir von Leserinnen oder Lesern geschickt werden. Ich will denen, die es gerne möchten, die Möglichkeit geben, etwas in die virtuelle Kaffeekasse zu tun. Herzlichen Dank für die Anerkennung!


Samstag, 23. Mai 2020

Zu-Hause-Tagebuch Tag 69

Alle meine Einträge sammle ich unter dem Label Zu-Hause-Tagebuch. Es lohnt sich, auch in ältere Beiträge reinzuschauen, da ich jedes Mal eine Menge interessanter Lese-Tipps für Groß und Klein aus dem Internet zusammengetragen habe.

Heute ist der Liebste schon ganz früh wach und steht als Erster auf. Als ich gegen 8 Uhr aufstehe, war er schon beim Bäcker und sitzt mit einer Tasse Kaffee im Sessel und liest Zeitung.

Wir frühstücken und überlegen, was wir am Wochenende essen wollen. Ich schreibe alles auf meinen Einkaufszettel im Handy. Nennt sich Buy Me a Pie, übrigens. Die Liste haben der Liebste und ich jeweils auf dem Handy. Jede Person kann etwas eintragen oder streichen, die Listen aktualisieren sich dann gegenseitig.

Die Kinder kommen nach und nach dazu, frühstücken und gehen dann wieder spielen. Ich nehme Einkaufsbeutel und Masken mit und fahre mit dem Lastenrad zum Wochenmarkt. Dort mache ich meine übliche Runde und gönne mir dann wieder einen Kaffee am Coffee-Bike. Das ist mein Ritual geworden. Ich danke an dieser Stelle den netten Kaffeespenderinnen. Ich freue mich sehr darüber!


Als ich wieder zu Hause bin, verräume ich die Einkäufe und koche Nudeln. Heute mal Spirelli aus der Packung, denn gedrehte Nudeln schafft die Nudelmaschine noch nicht. Dann brate ich Zwiebeln und Speck an. Die gekochten Nudeln schichte ich damit und mit geriebenem Käse in eine große Auflaufform. Im Ofen wird dann alles schön knusprig gebacken. Die Idee haben wir einem Kinderfilm aus der Weihnachtszeit entnommen, seitdem will die Augustschnuppe immer Käsenudeln essen.

Nach dem Essen backe ich einen Rhabarberkuchen mit Baiser. Der ist einfach der beste Kuchen zur Rhabarberzeit! Weil ich noch Rhabarber übrig habe, koche ich Rhabarbergrütze und fülle sie für morgen in Gläser.

Am Nachmittag geht der kleine Bruder zu seinem Freund in den Garten. Wir anderen machen Kaffeezeit mit dem frischen Kuchen und den Himbeerschnitten von gestern, die eigentlich Erdbeerschnitten sind.



Nach dem Kaffee geht der Liebste mit den drei Kindern raus. Ich bin tatsächlich alleine zu Hause! Ein sehr seltenes Phänomen. Ich ziehe mir etwas Bequemes an, gucke in der Wohnung umher und wasche meine Unterwäsche. Seitdem ich richtig gute BHs aus dem Fachgeschäft habe, wasche ich sie sehr gerne mit der Hand. In meinem Geschäft wurde mir Soak (Amazon-Partner-Link) empfohlen. Das muss nicht mehr umständlich ausgewaschen werden und duftet zart und sehr gut. Es ist nicht günstig, aber die Flasche reicht wirklich lange.

Dann höre ich draußen komische Geräusche. Ist das Donner? Ich gehe auf die Terrasse und fotografiere die Blüten unseres über 3 Meter hohen Rhododendrons.  Die sind so dermaßen pink! Tatsächlich, es grummelt und donnert überm Haus. Trotzdem scheint die Sonne. Und kein Regen in Sicht. Ich hoffe, die Familie kommt trocken nach Hause. Und da sind sie auch schon. Auch der kleine Bruder trudelt ein. Regnen tut es erstmal nicht.

Am Abend schauen der Liebste und ich die letzten beiden Folgen von Downton Abbey. Die ganze Serie haben wir in den letzten Wochen komplett durchgesehen. Jetzt fehlt nur noch der Kinofilm (beides Amazon-Partner-Links). Das war ein schönes Erlebnis im letzten Jahr im Kino. Der ganze Saal ist richtig schön mitgegangen mit Ah! und Oh!

Gegessen: Käsenudeln, Rhabarber-Baiser-Kuchen
Gesehen: Blütenfülle
Gespielt: vor allem mit Lego
Bewegt: Fahrrad gefahren, Spaziergang
Vorgelesen: Lego-Zeitschrift
Gelesen: nette E-Mails

Tipps aus dem Internet:

Süddeutsche Zeitung: Politisch-persönliche Notizen zur Corona-Krise. Woche 9: Vom Ende des sprachlichen Mitgefühls, vom Anfang einer großartigen Idee für Europa – und von einer erstaunlich bösen Querflöte. Von Carolin Emcke.
Der Tagesspiegel: Die vergängliche Nettigkeitsinfektion. Um Nachbarn kümmern, applaudieren, den Kleinkrieg einstellen, auch auf der politischen Bühne. Corona hat uns sanft gemacht. Aber nur kurz. Eine Kolumne von Pascale Hugues.
Der Tagesspiegel: Mehr Stress durch Personaluntergrenzen. Sie sollten helfen, doch die neuen Personaluntergrenzen haben die Situation in Kliniken eher noch verschlechtert. Und das war vor Ausbruch der Corona-Pandemie.
Zeit Online: Welche Orte sind besonders gefährlich? Restaurants öffnen wieder, Parks und Bäder füllen sich, Supermärkte sowieso. Wie sich die Ansteckungsgefahr einschätzen lässt: ob unterwegs oder in klimatisierten Räumen.
Men's Health: Mental Load bei Paaren. Dieses Problem belastet wirklich jede Beziehung. Immer mehr Frauen beklagen den sogenannten "Mental Load" in ihrer Partnerschaft. Was das genau ist und warum sich dafür auch alle Männer interessieren sollten.
Der Tagesspiegel: In der täglichen Rezeptkolumne gibt es Rezeptideen aus aller Welt. Heute: Extraknuspriger Börek. Am Ende des Artikels sind alle bisher erschienenen Rezepte aufgelistet.


Ich freue mich, dass meine regelmäßigen Tagebuch-Einträge so guten Anklang finden! Ich danke sehr für die Anteilnahme und für die Tipps, die mir von Leserinnen oder Lesern geschickt werden. Ich will denen, die es gerne möchten, die Möglichkeit geben, etwas in die virtuelle Kaffeekasse zu tun. Herzlichen Dank für die Anerkennung!


Freitag, 22. Mai 2020

Zu-Hause-Tagebuch Tag 68

Alle meine Einträge sammle ich unter dem Label Zu-Hause-Tagebuch. Es lohnt sich, auch in ältere Beiträge reinzuschauen, da ich jedes Mal eine Menge interessanter Lese-Tipps für Groß und Klein aus dem Internet zusammengetragen habe.

Ich wache gegen 6 Uhr auf, weil die Augustschnuppe wieder um sich tritt. Ich schleiche mich aus dem Schlafzimmer, gehe duschen und mache dann erstmal Kaffee. Die Kaffeebohnen sind alle, ich nehme einfach Espressobohnen. Mit viel Milch geht das schon.

Mir fällt der Teig von gestern ein, der stand seitdem im Kühlschrank. Ich nehme ihn heraus, knete ihn durch und stelle ihn für eine Stunde in den warmen Backofen. Da geht er tatsächlich auf.

In der Zwischenzeit will ich einen Blogeintrag über dänische Rezepte vorbereiten. Ich lese mich in meinen eigenen Blogeinträgen über unsere Reisen nach Dänemark fest. Eine ganze Stunde schwelge ich in Erinnerungen. Hach, es war immer zuuuu schön!

Irgendwann tauche ich wieder auf, denn ich höre so langsam Geräusche aus den Zimmern. Meinen Blogeintrag habe ich noch gar nicht angefangen. Ich forme die Bagel und schiebe die Bleche in den Ofen.

Um 10 Uhr gibt es schließlich Frühstück. Heute braucht niemand arbeiten oder Schulaufgaben machen. Die Schokoladenplättchen zum Belegen in hell und dunkel (Amazon-Partner-Links) essen wir zu besonderen Anlässen. Sie sind superdünn, wie wir es von unseren Urlauben in Dänemark kennen. Dadurch schmelzen sie sehr schön im Mund, lecker!


Ich nehme das Fahrrad und fahre ins Ortszentrum. Die Kinder brauchen Unterwäsche und Socken. Ich hole mir einen Becher Kaffee und stehe an meinem Fahrrad so rum und schaue mir das Treiben an. Coro...was?! Könnte man meinen, wenn man die Menschen so beobachtet.

Dann läuft meine Schwimmtrainerin vorbei. Wir quatschen eine Weile, das tut so gut. Wir kennen uns nun schon fast 11 Jahre. Hoffentlich können wir uns bald wieder in der Schwimmhalle sehen.

Ich gehe dann noch Lebensmittel einkaufen und radle nach Hause. Für das Mittagessen habe ich Boxen im asiatischen Restaurant mitgenommen.

Nach dem Essen bereite ich weiter den Blogartikel über Dänemark vor. Ich habe dafür extra ein neues Rezept ausprobiert. Das Gebäck wird super! Ich mache Fotos und der Liebste fotografiert mich. Dann sichte ich die Bilder und schreibe meinen Text fertig. Am Nachmittag veröffentliche ich meinen Beitrag mit dem Rezept: Taste the North - Eine Reise nach Dänemark.



Das Mutzelchen und der kleine Bruder dürfen sich heute mit ihren besten Freundschaften treffen. Da die Kinder ab nächster Woche eh wieder zur Schule gehen, haben wir es erlaubt. Die Kinder sind jeweils in den Gärten mit reichlich Abstand.

Der Liebste und ich sind nach Wochen mal nur mit zwei Kindern zu Hause. Es ist merklich ruhiger. Der Liebste spielt mit der Augustschnuppe und später auch mit dem Adventsjungen.


Um 19 Uhr kommen die beiden Großen glücklich nach Hause. Wir haben heute die endgültigen Stundenpläne für die nächsten vier Wochen bekommen. Dann beginnen hier in Hamburg eh die Sommerferien. Bis dahin wird das Mutzelchen am Montag und am Mittwoch zur Schule gehen, der kleine Bruder am Dienstag und am Donnerstag und der Adventsjunge auch am Donnerstag. Der Rest bleibt Fernbeschulung wie gehabt. Ich drucke die Stundenpläne aus und hänge sie am Kühlschrank auf.

Am frühen Abend beginnt es zu regnen. Endlich! Die Pflanzen brauchen es so dringend! Nach dem Sandmännchen machen wir eine "Hot-Dog-Party", wie wir das Essen immer nennen. Das kommt von einem Urlaub in Dänemark, als wir dort im Supermarkt mal ein Komplett-Paket für Hot-Dogs mitgenommen haben. Da stand das auf der Packung drauf :-)

Gegessen: Bagel, asiatisches Essen, Himbeerschnitten, Hot-Dogs
Gesehen: Regen!
Gespielt: Stapelspiel (Amazon-Partner-Link)
Bewegt: Fahrrad gefahren
Vorgelesen: nichts
Gelesen: wenig

Tipps aus dem Internet:

Zeit Online: "Mein Sohn ist von 7.30 bis 20.30 Uhr permanent an meiner Seite". Kinder mit Behinderung kommen in der Debatte über die Öffnung von Schulen und Kitas kaum vor. Drei Mütter berichten von ihrem Alltag in der Corona-Krise.
Süddeutsche Zeitung: Sind so brave Kinder. Auf Symbolbildern zum Thema Home-Office sieht die Welt ein wenig idyllischer aus als in der Realität.
Vorspeisenplatte: Rosenfest – die ganze Geschichte bis zum großen Fest. Das Fest habe ich im letzten Jahr aus der Ferne verfolgt und mag die Verschriftlichung der vielen Überlegungen, die zu so einem schönen Fest führten.
Ralph Caspers: Hier geht es wieder weiter mit den vorgelesenen Gutenachtgeschichten für Kinder.


Ich freue mich, dass meine regelmäßigen Tagebuch-Einträge so guten Anklang finden! Ich danke sehr für die Anteilnahme und für die Tipps, die mir von Leserinnen oder Lesern geschickt werden. Ich will denen, die es gerne möchten, die Möglichkeit geben, etwas in die virtuelle Kaffeekasse zu tun. Herzlichen Dank für die Anerkennung!


Taste the North- Eine Reise nach Dänemark


Michaela von MAHTAVA! hat zu einer Rezeptsammlung gegen Nordweh und Corona-Koller aufgerufen. Den ganzen Mai über können alle, die mitmachen wollen, Rezepte aus den nordischen Ländern veröffentlichen. Jede Woche aus einem anderen Land. Da ist schon eine stattliche Sammlung an Rezepten aus Skandinavien zusammengekommen.

Diese Woche ist Dänemark dran. Selbstverständlich habe ich da auch das ein oder andere Rezept in meiner Sammlung. Nach meinem Geschmack könnten es ein paar mehr sein, so sehr mag ich das Land.

Kaum haben wir die Grenze von Deutschland nach Dänemark passiert, breitet sich pure Entspannung aus. Wir haben auf unseren Reisen von Flensburg nach Skagen oben am nördlichsten Zipfel Dänemarks mit dem Auto schon mehrmals das ganze Land durchquert. Ich sage, es kann nur am Tempolimit auf den Straßen liegen.


Die Infrastruktur gefällt mir auch sehr gut. Überall gibt es saubere öffentliche Toiletten mit Wickelmöglichkeiten, sehr wichtig für uns als Familie mit großen und kleinen Kindern. Überhaupt fühlen wir uns mit Kindern überall und jederzeit sehr willkommen. Das ist einfach nur schön.

Und dann bin ich natürlich verliebt in die Landschaft. Diese Weite und das Licht da oben im Norden finde ich besonders eindrucksvoll.


Ein Besuch in einer Bäckerei oder einem Café ist jedes Mal ein Traum. Wir bestellen einfach querbeet aus der Auslage und lassen uns überraschen. Meistens gibt es süße Teilchen, die manchmal ganz schön kleben. Die Rezepte, die ich hier im Blog in den letzten Jahren veröffentlichte, habe ich Euch mal zusammengetragen.

Dänischer Traumkuchen. DER Klassiker. Den gibt es überall. Im dänischen Supermarkt habe ich auch Backmischungen davon entdeckt. Rezepte gibt es wohl so viele, wie es dänische Familien gibt. Der Teig ist superfluffig, wahrscheinlich, weil die Eier am Anfang ganze 10 Minuten schaumig geschlagen werden.

Dänische Brottorte. Eine super Idee, um Brotreste zu verwerten. Wenn dabei so etwas Leckeres rauskommt, finde ich das gleich noch besser. Die Torte ist ein bisschen herb, ein bisschen süß und schön sahnig.

Dagmartorte. Quasi Zimtschnecken auf Hefeteig mit Puddingfüllung mit Zuckerguss. Das ist Dänemark in Kuchenform!


Heute habe ich noch ein neues Rezept für Euch. Himbeerschnitten sind auch so ein Klassiker. Es gibt sie in Dänemark in jeder Bäckerei oder im Supermarkt. Die Kinder mögen sie sehr, weil sie ganz schlicht und außerdem schön süß sind. Der Teig ist ein einfacher Mürbeteig. Zwei große Keks-Platten werden mit Marmelade zusammengeklebt und dann mit Zuckerguss bestrichen. Hier in Hamburg gibt es so etwas ähnliches beim Bäcker, das heißt hier Hanseaten(kekse).


Zutaten für den Teig:

220g kalte Butter, in Würfel geschnitten
350g Mehl
150g Puderzucker
1 Prise Salz
1 Tl Vanillezucker
1 Ei
250g Marmelade

Zuckerguss:

250g Puderzucker
ca. 4 El Zitronensaft
evtl. einen Tropfen rote Speisefarbe

* Butter, Mehl, Puderzucker und Vanillezucker mit der Küchenmaschine oder den Händen (ich nehme die Hände) zu ganz feinen Streuseln verarbeiten
* das Ei dazugeben und zügig zu einem Teig verkneten
* den Teig zu einer Kugel formen und mindestens eine Stunde im Kühlschrank aufbewahren
* den Backofen auf 170°C Umluft vorheizen
* dann den Teig in zwei Hälften teilen und jede Hälfte zu einem großen Rechteck ausrollen, ich habe den Teig zuerst auf der bemehlten Arbeitsfläche ausgerollt, dann auf zwei Bleche gelegt und jeweils mit Hilfe eines Glases auf Blechgröße ausgerollt
* beide Teigplatten goldgelb backen, das dauert je nach Ofen ca. 12 bis 15 Minuten, einfach mal beobachten
* abkühlen lassen
* untere Platte mit Marmelade bestreichen, da die Keksschnitten in Dänemark "Himbeerschnitten" heißen, natürlich mit Himbeermarmelade. Ich hatte nur Erdbeermarmelade, das geht auch prima.
* obere Platte vorsichtig darauflegen und leicht andrücken
* einen dicken Zuckerguss anrühren, ich habe ihn ganz leicht mit roter Speisefarbe eingefärbt
* wer mag, bestreut die Schnitten mit bunten Streuseln, ich habe ganz dekadent gefriergetrocknete Erdbeeren und Raspelschokolade draufgestreut
* wenn der Zuckerguss getrocknet ist, sind die Teigplatten nicht mehr so zerbrechlich und lassen sich ganz gut in Schnitten schneiden

Guten Appetit! 


Donnerstag, 21. Mai 2020

Zu-Hause-Tagebuch Tag 67


Alle meine Einträge sammle ich unter dem Label Zu-Hause-Tagebuch. Es lohnt sich, auch in ältere Beiträge reinzuschauen, da ich jedes Mal eine Menge interessanter Lese-Tipps für Groß und Klein aus dem Internet zusammengetragen habe.

Aufgewacht um halb 5. Die Augustschnuppe hat eine verstopfte Nase und bekommt keine Luft. Und ich keinen Schlaf. Irgendwann stehe ich auf und suche die Kindernasentropfen.

Dann bin ich wach. Dafür sehe ich den Sonnenaufgang. Ich schaue nach dem Hefeteig, den ich vor dem Schlafengehen um Mitternacht angesetzt und in den Kühlschrank gestellt habe. Hm, da ist noch gar nichts aufgegangen. Ob das was wird? Ich weiß, dass so ein Teig mehr Zeit braucht.

Vorsichtshalber bereite ich noch einen Teig zu und lasse ihn draußen in der Küche stehen. Gegen 6 Uhr lege ich mich wieder ins Bett. Ich schlafe dann tatsächlich bis 9 Uhr.

Nach dem Duschen und Anziehen gehe ich gleich in die Küche und backe Bagel. Das ist eins meiner ersten Rezepte, die ich aufgeschrieben habe. Noch im alten Berliner Blog. Ich habe heute gleich mal neue Bilder gemacht, die ich da noch ergänze. Wir essen die Bagel mit Frischkäse und Lachs und Marmelade.



Als wir mit dem Frühstück fertig sind, ist es schon 12 Uhr. Wir wollen gerne einen Ausflug machen, aber wir befürchten, dass alle schönen Orte zu voll sind. So beschließen wir, wieder zum Gut Karlshöhe zu fahren und uns von dort wieder Kuchen für zu Hause mitzunehmen.

Erst laufen wir wieder durch den Wald. Die Kinder spielen verstecken oder klettern und balancieren. Ich führe heute mein neues Kleid aus und bin schon ganz schön stolz. Ich klettere sogar mit den Kindern aufs Klettergerüst.

Wir holen Kuchen und essen vor Ort ein Eis am Stiel. Das Restaurant hat wieder geöffnet und ist ganz gut gefüllt. Ein Leierkastenmann macht Musik.







Zu Hause decken wir den Kaffeetisch auf der Terrasse. Dann packen wir das Boule-Spiel aus und hinterher gehen wir noch auf den Spielplatz.



Zum Abendbrot essen wir warm. Es gibt Kartoffeln vom Blech mit Salat, Röstzwiebeln, Hüttenkäse oder Pesto. Lecker! Gleich schauen der Liebste und ich den wunderschönen und berührenden Film "Astrid" über die frühen Jahre von Astrid Lindgren. Ich habe ihn schon im Kino gesehen und kann ihn nur empfehlen! Er läuft heute erstmals im Fernsehen und zwar im ZDF. (Ab 22:10 Uhr ist der Film dann auch in der Mediathek verfügbar)

Gegessen: Bagel, gekauften Kuchen, Kartoffeln vom Blech mit Salat
Gesehen: Wald, Wiese, Vögel und Schafe
Gespielt: Boule
Bewegt: draußen
Vorgelesen: nichts
Gelesen: nichts, deswegen auch wenige Tipps heute

Tipps aus dem Internet:

hmbl: the bigger picture. Eine persönliche Corona-Chronik.
Zeit Online: Frauen, seid dankbar! Die deutsche Wirtschaft will uns weismachen, wir alle seien von ihr abhängig. Dabei ist der Kapitalismus abhängig davon, die Arbeit der Frauen auszunutzen.
Nutriculinary: Alle Lesungen von Stevan Paul aus "Schlaraffenland" auf einem Blick.
Bielinski: Vatertag. Ein Vatersein-Zwischenfazit nach 12 Jahren.


Ich freue mich, dass meine regelmäßigen Tagebuch-Einträge so guten Anklang finden! Ich danke sehr für die Anteilnahme und für die Tipps, die mir von Leserinnen oder Lesern geschickt werden. Ich will denen, die es gerne möchten, die Möglichkeit geben, etwas in die virtuelle Kaffeekasse zu tun. Herzlichen Dank für die Anerkennung!


Mittwoch, 20. Mai 2020

Zu-Hause-Tagebuch Tag 66

Alle meine Einträge sammle ich unter dem Label Zu-Hause-Tagebuch. Es lohnt sich, auch in ältere Beiträge reinzuschauen, da ich jedes Mal eine Menge interessanter Lese-Tipps für Groß und Klein aus dem Internet zusammengetragen habe.

Überraschung! Ich war heute gar nicht zu Hause! Seit 6 Monaten stand mein heutiger Termin fest: die Jahreskontrolle in der Klink. Denn genau heute vor einem Jahr wurde ich operiert. Der Liebste hat sich für heute frei genommen und verbringt den Tag mit den Kindern.

Um 5 Uhr wache ich mit starken Kopfschmerzen auf. Ich tapere ins Bad und nehme Tabletten ein. Dann lege ich mich wieder hin und schlafe glücklicherweise auch schnell wieder ein. Kurz bevor um halb 8 der Wecker summt, wache ich von selber auf. Ich gehe duschen, ziehe mich an und mache mir in der Küche meinen Frühstücksquark.

Die Augustschnuppe kommt dazu und will Müsli essen. Dann weckt sie ihre Geschwister. Ich mache mich schick und packe dann meine Sachen für den Ausflug in die Innenstadt. Ich fahre mit dem Fahrrad zum nächsten Bahnhof und steige in die U-Bahn ein.

Es ist meine erste Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln seit.... seit wann eigentlich? Es ist schon so lange her, ich kann mich nicht mehr erinnern. Vor Corona auf alle Fälle. Jetzt herrscht Mund-Nasen-Schutz-Pflicht. Ich habe vorsichtshalber vier Masken in der Tasche, denn nach einer halben Stunde sind sie von der Atemluft etwas feucht.


Ich komme zu früh in der Klinik an uns muss dann noch eine Weile warten. Dann habe ich ein Gespräch mit einer Ärztin. Mir wird eine Menge Blut abgenommen. Ich werde gemessen und gewogen. Und ich werde zu meinem neuen Leben befragt. Wir sind beide äußerst zufrieden. Minus 53 Kilogramm. Minus 30 Zentimeter Bauchumfang. Es ist ein Traum!




Nach dem Termin fahre ich zu einem Bekleidungsgeschäft in der Innenstadt. Ich habe dort einen Termin und werde sehr gut beraten. Mihi, ich passe in Hosen der Größe 38! Über den Besuch berichte ich demnächst.

Ich feiere das mit einem Milchkaffe und einem Museumsbesuch. David Hockney im Bucerius Kunstforum hatte ich verpasst. Zum Glück wurde die Ausstellung verlängert. So habe ich mir heute die farbenfrohen und teils sehr berührenden Gemälde angeschaut. Überraschenderweise ist die Ausstellung ziemlich klein. Aber das Gebäude an sich ist auch eine Augenweide.





Dann muss ich doch mal etwas essen. Das gestaltet sich in der Innenstadt tatsächlich immer schwierig, finde ich. Ich kenne da kein richtig schönes gemütliches Restaurant. Ich gehe also in eine Kette, die Salate, Bowls und Wraps anbietet. Ganz frisch gemacht, immerhin. Von dem Salat mit Hühnchen schaffe ich nur einen kleinen Teil. Das bin ich mittlerweile schon gewohnt.



Und weil ich schonmal in der Stadt bin, will ich doch noch ein bisschen Hafenluft schnuppern. An den Landungsbrücken raus... Und da gibt es solche schönen Fliesen.


Am Hamburger Hafen ist es heute ziemlich leer. Ich fahre mit der Fähre rüber zur Elbphilharmonie. Die Fahrt bietet meinen Lieblingsblick vom Wasser aus.





Dann macht so langsam mein Handyakku schlapp. Ob ich es damit noch nach Hause schaffe? Auf dem Handy habe ich mein Tagesticket für die öffentlichen Verkehrsmittel. Wäre blöd, wenn ich es bei einer Kontrolle nicht vorzeigen könnte.

Ich laufe zum 25hours Hotel in der Hafencity. Da durfte ich schon zwei Mal übernachten. Ich bitte an der Rezeption um Hilfe und bekomme netterweise ein Kabel gereicht. Im Schallplattenraum lade ich mein Handy und schaue ein bisschen aus dem Fenster. Der Große schreibt mir und der Liebste schickt Bilder vom Ausflug ins Grüne mit den Kindern.


Als mein Akku wieder halb voll ist, mache ich mich so langsam auf den Rückweg. Ich laufe durch die Speicherstadt und mache noch kurz Halt für einen Cappuccino im Café "Schönes Leben". Bei Manufactum im Chilehaus hole ich mir noch schnell eine Flasche von meinem Lieblingsduft (Amazon-Partner-Link). Dann fahre ich mit der U-Bahn Richtung Heimat.




Gegessen: Quark mit Blaubeeren, Salat mit Hühnchen, Eis
Gesehen: Hamburg :-)
Gespielt: draußen
Bewegt: viel
Vorgelesen: nichts
Gelesen: nichts

Tipps aus dem Internet:

Der Tagesspiegel: Wie das Coronavirus den Körper befällt. Eine sehr anschauliche visuelle Reise.
Zeit Online: Die Ausreden machen es nur schlimmer. Eltern, die gerade ihre Kinder betreuen, bekommen länger Lohnersatz. Die Arbeit zu Hause bleibt trotzdem ungleich verteilt. Genau das müssen Paare jetzt neu verhandeln.
Gorki Theater Berlin: Gorki Stream. Immer mittwochs um 18:00 geht hier eine Gorki-Produktion für 24 Stunden on air. Eine vorerst wöchentliche Dosis Gorki.
Dawn Chorus: Werdet Teil eines weltweiten Vogel-Chors für die Wissenschaft und die Künste. Steht früh auf und nehmt das morgendliche Vogelkonzert vor Eurer Haustür mit dem Handy auf. Ladet die Aufnahmen auf dieser Seite hoch und teilt Euer Erlebnis mit Menschen auf der ganzen Welt.
designyoutrust: Ein Japaner hat seinen Schrank in ein Homeoffice-Büro verwandelt.
Instagram: Darüber habe ich heute unterwegs so gelacht: Ein Mann stellt mit einer Lampe eine meiner Lieblingszenen aus einem meiner Lieblingsfilme nach. Herrlich!

Ich freue mich, dass meine regelmäßigen Tagebuch-Einträge so guten Anklang finden! Ich danke sehr für die Anteilnahme und für die Tipps, die mir von Leserinnen oder Lesern geschickt werden. Ich will denen, die es gerne möchten, die Möglichkeit geben, etwas in die virtuelle Kaffeekasse zu tun. Herzlichen Dank für die Anerkennung!