Freitag, 15. Februar 2019

14. Februar 2019

Was war das für ein Wetterchen gestern in Hamburg! Und heute auch! Aber ich will von gestern berichten, da hatte ich wieder einen schönen Termin im Museumsdorf Volksdorf.

Und zwar habe ich dort an einer Veranstaltung für eine Kindergruppe teilgenommen. Das Thema hieß "Vom Schaf zur Socke". In einer warmen Bauernstube waren allerhand Utensilien aufgebaut, an denen die Kinder die unterschiedlichen Arbeitsschritte sehen konnten. Zunächst war da Rohwolle, wie sie direkt vom Schaf kommt. Die Schafe wurden übrigens zuvor besichtigt. Dann bekam jedes Kind eine Handvoll Wolle, die schon gewaschen wurde. Diese Wolle wurde mit entsprechenden Geräten von Hand kardiert, d.h. alle Wollfasern wurden quasi gekämmt, damit sie alle in eine Richtung zeigen. Dann wurde die Wolle mit Handspindeln zu einem Faden gesponnen. Die Kinder konnten alle Arbeitsschritte ausprobieren und etwas Wolle mit nach Hause nehmen.

Die Augustschnuppe war auch dabei. Anderthalb Stunden lang saß sie auf meinem Schoß oder auf dem Boden und beschäftigte sich. Sie räumte zum Glück nichts um. Danach machte ich noch einen Spaziergang durchs Museumsdorf. Überall waren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dabei, das Gelände frühlingsfein zu machen. Ziegen und Schafe hatten schon allerliebsten Nachwuchs, der durch die Gegend sprang. Ein Pferd bekam in der Schmiede neue Hufeisen.

Ich genoss den Rundgang im Sonnenschein sehr. Ich fühlte mich schon ein bisschen heimisch und werde demnächst noch viel öfter dort sein dürfen. Denn ich habe mich bereiterklärt, den museumspädagogischen Dienst des Museumsdorfes zu unterstützen. Ich freue mich total auf diese neue Aufgabe und darauf, viele neue nette Menschen kennenzulernen!










Dienstag, 12. Februar 2019

12 von 12 im Februar

Heute ist wieder 12 von 12. Am 12. eines Monats macht man Fotos des Tages und zeigt dann am Abend 12 davon im Blog. Viele machen jetzt auch bei Instagram oder Twitter mit. Bei Caro versammeln sich dann alle, die mitmachen.

Vor genau 10 Jahren habe ich das erste Mal bei 12 von 12 mitgemacht. Damals war das Mutzelchen noch ganz klein, der Liebste ist jeden Tag um 4 Uhr aufgestanden, um von Berlin nach Hamburg zur Arbeit zu fahren, ich war schwanger mit dem kleinen Bruder und es sollte ein sehr aufregendes Jahr werden....

Heute war der Tag angenehm unaufregend. Die Augustschnuppe weckt uns schon um 5 Uhr. Während ich noch überlege, schon aufzustehen, schläft sie doch nochmal zwischen uns ein und ich auch. Gegen 7 Uhr sitzt die ganze Familie am Frühstückstisch.


Die Augustschnuppe sitzt schon, seit wir die neue Bank haben, zwischen dem Liebsten und dem Mutzelchen auf genau dieser und will ihren Hochstuhl nicht mehr sehen. Na gut, das ist auch gemütlich dort und heute holt sie sich Lektüre an den Tisch.


Um halb 8 sieht der Himmel so aus:


Nachdem ich den Adventsjungen in den Kindergarten gebracht habe, bin ich mit der Augustschnuppe in der Schulbibliothek. Eine Herausforderung mit einem Kind, das überall hochklettert und liebend gerne Regale ausräumt.


Nach dem Dienst in der Schule radle ich kurz zu Hause vorbei und hole Pakete, die ich zur Post bringe. Der Liebste war fleißig und hat einige Dinge weiterverkauft. Nach dem Abstecher bei der Post gehe ich ein bisschen einkaufen.


Wieder zu Hause mache ich Hausarbeit, die Augustschnuppe räumt Regale aus. Die Zeitschriften wollte ich aufheben und habe sie zu einem Bündel zusammengebunden, weil die Kleine die Zeitschriften immer verteilt hat. Jetzt zieht sie die ganzen Bündel aus dem Regal und rupft Papier ab.


Die Augustschnuppe wird müde, ich habe Mittagspause. Ich esse gebratenes Hühnchen mit Salat. Dann lege ich kurz die Füße hoch.


Ich lese ein paar Seiten im Buch "Geschwister als Team" von Nicola Schmidt (Amazon-Partner-Link). Es liest sich leicht und bietet Stoff zum Nachdenken, wenn auch viele Dinge mir persönlich nicht neu sind. Manchmal muss ich nur wieder dran erinnert werden, dass wir Eltern es in der Hand haben, wie die Geschwister mit einander umgehen. Ich habe das Buch vor einer Weile als Rezensionsexemplar bekommen.


Dann muss ich die Augustschnuppe leider schon wieder wecken, weil es Zeit ist, den Adventsjungen aus dem Kindergarten abzuholen. Wieder zu Hause beschließe ich, Grießkekse zu backen. Das Rezept hängt schon seit Jahren fest an unserem Kühlschrank.



Als das Mutzelchen und er kleine Bruder zu Hause sind, essen wir die gerade abgekühlten und schön knusprigen Kekse. Ich rette noch ein paar für den Liebsten, weil sie sonst alle aufgefuttert werden. Meine Kaffeetasse ist heute extra groß.


Das Mutzelchen geht rüber zu ihrer Freundin. Die anderen Kinder spielen und malen. ich falte Wäsche. Mit Hilfe natürlich, denn die Augustschnuppe ist bei allem dabei. Ich schütte die Wäsche aus dem Trockner direkt auf unser Bett. Dann *muss* sie nämlich weggefaltet werden, wenn wir da schlafen gehen wollen.

Abendprogramm, der Liebste kommt erst kurz vor dem Sandmännchen nach Hause.

Jetzt warten wir darauf, dass die Augustschnuppe müde wird und einschläft. Dann machen der Liebste und ich uns einen Tee und haben Sofazeit. Wir schauen gerade die 3. Staffel von "The Expanse" (Amazon-Partner-Link, kostenlos bei Amazon-Prime), einer interessanten Science-Fiction-Serie.

Montag, 11. Februar 2019

Wochenende am 9. und 10. Februar

Als ich am Samstag aufwache, ist es schon 10 Uhr. Die Nacht war... ähm... bescheiden. Der Liebste ist gegen 9 Uhr mit der Augustschnuppe aufgestanden und hat mich noch schlafen lassen. Durch den Türspalt der Schlafzimmertür scheint helles Licht. Ich horche in die Wohnung, höre Kinderstimmen und Besteckgeklapper. Ich stehe auf und sehe das:


Die Großen haben den Tisch gedeckt. Der Liebste ist gerade Brötchen holen. (Ja, die Stühle stehen im Moment in einem anderen Zimmer, weil die Augustschnuppe raufklettert und dann auf dem Tisch steht. Der Tisch ist jetzt auch immer ein wenig von der Bank weggerückt. Leben mit einem Kletterkind...)

Ich gehe duschen und als ich aus dem Bad komme, gibt es auch schon Frühstück. Dann fährt der Liebste mit dem Adventsjungen ins Schwimmbad. Wir haben einen der sehr begehrten Plätze für einen Schwimmkurs ergattert. Es ist ein Wochenendschwimmkurs, der jetzt vier Wochen dauert. Immer samstags und sonntags hat der Adventsjunge seinen Termin im Wasser.

Nach dem Schwimmkurs fährt der Liebste mit dem Adventsjungen einkaufen. Als sie wieder zu Hause sind, gibt es Mittagessen. Danach ist gar nicht mehr viel Zeit und der Liebste geht mit dem Mutzelchen und dem kleinen Bruder los. An der Bushaltestelle treffen sie noch eine Freundin des kleinen Bruders. Alle zusammen fahren ins Kino Koralle und schauen den 3. Teil des Films "Drachen zähmen leicht gemacht". Erst zum Abendbrot sind sie wieder da.


Über die Nacht rede ich gar nicht. Am Sonntagmorgen ist draußen alles grau in grau. Es regnet in Strömen. Es ist der Tag, an dem unsere Augustschnuppe genau anderthalb Jahre bei uns ist. Nach dem Frühstück fährt der Liebste mit den beiden Großen zur Gemeinde. Er gestaltet dort den Kindergottesdienst.

Ich bringe währenddessen den Adventsjungen zum Schwimmkurs. Zuerst hatte ich überlegt, mit der Augustschnuppe während des Kurses auch baden zu gehen. Ich entscheide mich aber dagegen, weil der Schwimmkurs nur 30 Minuten dauert und ich nicht ganz alleine mit zwei Kindern in der Umkleide sein will. Das stellt sich später als gute Entscheidung heraus, denn das Schwimmbad ist rappelvoll.

Zunächst überlege ich, wie wir hinkommen. Wenn wir mit dem Bus fahren, sitzt die Augustschnuppe im Kinderwagen und ich kann mit ihr während des Kurses spazieren gehen. Doch es regnet ohne Unterlass und spazieren gehen wäre nicht so dolle. Wenn wir mit dem Bus fahren, müssten wir außerdem erstmal zur Bushaltestelle laufen und am Zielort auch noch eine Weile zur Schwimmhalle. Da würden wir alle nass werden.

Im Lastenrad würden zumindest die Kinder trocken bleiben. Außerdem geht das insgesamt schneller. So nehme ich also das Fahrrad. Wir parken vor dem Schwimmbad, wo schon ein anderes Lastenrad parkt. Ich sehe in unserer Gegend immer mehr davon.

Der Adventsjunge zieht sich um und wir warten im Gang auf die Schwimmtrainerin. Mit uns weitere 8 Kinder mit ein oder zwei Eltern und Geschwisterkindern. Außerdem die Eltern von Kindern, die den Kurs vor unserem besuchen. Und andere Schwimmbadgäste laufen auch noch durch. Wir warten und warten. Der Kurs sollte schon vor 10 Minuten beginnen. Es ist heiß und stickig. Und voll. Die Augustschnuppe verliert die Geduld.

Endlich ist die Gruppe vor uns fertig und die Gruppe des Adventsjungen wird abgeholt. Ich warte mit der Augustschnuppe in der Eingangshalle des Schwimmbades. Zuerst sitzt sie mit mir auf der Bank, dann fängt sie irgendwann an, hin und her zu rennen.

Dann ist es Zeit, den Adventsjungen zu treffen. Voller Gang, Hitze, Augustschnuppenlaune... ja, sie will in der Umkleidekabine sogar unter den Wänden durchkrauchen. Irgendwann sind wir fertig und können wieder nach Hause fahren.


Es gibt Mittagessen. Danach sind das Mutzelchen und der kleine Bruder jeweils mit Freundin oder Freund verabredet. Ich backe einen Berg Waffeln für uns vier, die wir es uns gemütlich machen. Draußen regnet es immer noch, aber nun wird es schon dunkel. Am Abend sind alle Kinder in ihren Betten, außer die Augustschnuppe, die im Moment irgendwie weniger Schlaf zu brauchen scheint...


Noch mehr Wochenendeinblicke von anderen Familien versammeln sich bei Alu und Konsti

Sonntag, 10. Februar 2019

Anderthalb Jahre Augustschnuppe

Heute ist unsere Augustschnuppe genau anderthalb Jahre bei uns. Wir lieben sie über alles! Ich habe keine Worte dafür, wie glücklich wir mit ihr sind. Sie hat unsere Familie komplett gemacht.

Mit 18 Monaten...

... hat sie die vollsten Haare von all unseren Kleinkindern
... hat sie 12 Zähne, vier Schneidezähne oben, vier unten und vier Backenzähne
... ist sie 91cm groß und 11,5kg schwer
... sagt sie "Mama" und "Baba"
... und den Namen des kleinen Bruders als Sammelbegriff für all ihre Geschwister
... außerdem kann sie nur mit "daaaaaa" unterschiedliche Sachen aussagen
... wenn sie einen Hund sieht, ruft sie "wawa"
... kann überaus laut kreischen, wenn sie etwas nicht bekommt
... schnalzt sie, wenn sie etwas essen möchte
... macht sie Zungenbewegungen, wenn sie etwas trinken möchte
... liebt sie Gurke über alles
... fängt sie an, zu tanzen, wenn sie Musik hört
... schaut sie gerne geduldig Bücher an
... kann sie klatschen und winken und "fünf" geben
... kann sie mit dem Finger an den Kopf tippen, um den "piep" zu zeigen
... tippt sie sich auch an den Kopf, wenn sie draußen Vögel hört
... kann sie schon richtig rennen
... klettert sie überall hoch
... bekommt sie Türen auf
... kann sie die Waschmaschine einschalten
... ist sie die süßeste Anderthalbjährige der Welt!


Freitag, 8. Februar 2019

Nebenan 57

Es wird mal wieder Zeit, meine sehr sträflichst vernachlässigte Sammlung interessanter Texte von nebenan aufzunehmen. "Nebenan" weil der nächste Text oder die nächste Inspiration hier im Internet nur einen einzigen Klick entfernt ist. Eben nebenan.


Vielen Dank für die netten Zuschriften zum Thema "Leih-Oma"! Ich durfte schon viele schöne Geschichten lesen und bin nun ganz zuversichtlich, dass wir in der Zukunft eine Person finden, die sich gerne mit den Kindern und uns in Verbindung setzen will. Auslöser, in dieser Richtung aktiv zu werden, war der Text auf dem Kinderhaben-Blog als Reaktion auf den Text von Andrea "Ich kann nicht mehr!".

Anna von Berlinmittemom hat einen sehr berührenden und wichtigen Text über die Liebe geschrieben. Gefühle sind niemals falsch. Liebe ist niemals falsch. Schubladen für Menschen sind falsch und gehören endlich abgeschafft. "Mama bist du bi?"

Wie viel Wissen tut uns gut? fragt Mareice vom Kaiserinnenreich. Ein Blut-Test in der Schwangerschaft stellt werdende Eltern und die Gesellschaft vor neue Herausforderungen.

Dieser ganz aktuelle Bericht vom WDR sagt, dass Geschirr aus Bambus wohl doch nicht so eine tolle Idee ist. Wir hatten uns extra für Kaffeebecher und Kindergeschirr aus diesem Material entschieden, weil wir dachten, es wäre umweltfreundlich. Es ist wirklich zum Verzweifeln. Müssen wir wirklich vor jeder Kaufentscheidung Nachforschungen anstellen? Es bleibt uns wohl nichts anderes übrig. Wie wir möglichst nachhaltig Essen einkaufen können, zeigt dieser Bericht aus der Schweiz.

Mahtava ist für mich im Moment, neben meinen Koch- und Backbüchern, erste Anlaufstelle, wenn ich ein skandinavisches Rezept suche. Im Monatsrückblick Januar versammeln sich noch viele andere Bloggerinnen und Blogger mit Skandinavien-Schwerpunkt. Eine ganz wunderbare Sammlung!

Bald geht auch die Gartensaison wieder los. Bei Hej Hanse habe ich eine sehr interessante Idee entdeckt, mit der sich die Zeit bis zum Frühling überbrücken lässt: Saatbänder selber basteln.


Donnerstag, 7. Februar 2019

Donnerstagsschnipsel

Huch! Schon Donnerstag! Wo rennen denn bloß die Tage hin?!

*  Am Montagmorgen hatte ich mit dem kleinen Bruder einen Termin im Gymnasium. Wir haben ihn dort für das neue Schuljahr angemeldet. In der letzten Woche hat er sein Halbjahreszeugnis erhalten. Zusätzlich zu den Noten bekommen Schülerinnen und Schüler in Hamburg ein sogenanntes Kompetenzraster, in dem sehr umfangreich auch soziale Fähigkeiten abgebildet werden. Mit einem Notendurchschnitt von 1,6 gehört der kleine Bruder zu den besten Schülern seiner Klasse. Neben seinen guten Noten wird er außerdem von den Lehrerinnen gut gesehen und eingeschätzt, was uns auch sehr freut.

* Heute habe ich den Adventsjungen zu einem Kindergeburtstag gebracht. Den Rückweg bin ich mit der Augustschnuppe im Kinderwagen gelaufen. 30 Minuten war ich unterwegs. Die Sonne kam raus, ich hörte Vogelzwitschern und sah Schneeglöckchen, lila Krokusse und gelbe Winterlinge. Immer, wenn ich denke, der Winter dauert noch ewig, zeigt die Natur, dass es doch immer, immer weiter geht.

* Gestern Nachmittag habe ich eine ganze Zeitschrift durchgelesen. Das ist bemerkenswert, weil ich sonst nachmittags pausenlos in der Wohnung rumwirble. Neben dem Haushaltskram ist im Moment besonders der ständige Geschwisterzwist ein Stressfaktor. Die Augustschnuppe will überall mitmischen und darf aber nicht immer. Dann kreischt sie in den allerhöchsten Tönen, uff. Gestern habe ich mich einfach mit meiner Zeitschrift in den Sessel gesetzt und für alle sichtbar "nichts" gemacht. Und es blieb ruhig und war sehr entspannt. Ich will das jetzt öfter probieren und mir Zeit zum Lesen nehmen. Dann werde ich auch sehen, ob das nur eine Ausnahme war oder ob es jetzt öfter so entspannt ist.

*  Wir überlegen, eine "Leih-Oma" für die Kinder zu suchen. Wir haben keine Verwandtschaft in der Nähe und im Moment auch sonst keine Hilfe. Wir hätten gerne noch eine Person, die zu den Kindern eine Beziehung aufbaut und gerne Zeit mit ihnen verbringen will. Das würde uns und auch den Kindern gut tun. Es geht uns gar nicht vorrangig ums abends Ausgehen oder so, sondern wirklich um Beziehung. Mal mit einem Kind am Nachmittag etwas unternehmen, mal vom Kindergarten abholen, mal spazieren gehen, mal Pfannkuchen backen, vorlesen, im Notfall einspringen... Wer hat Erfahrungen oder Tipps für uns? Gerne auch über das Kontaktformular schreiben. Vielen Dank!

* So und nun ab zum Aquafitness!

Dienstag, 5. Februar 2019

5. Februar 2019

Um 1 Uhr weckt uns die Augustschnuppe. Der Liebste schuckelt sie ein Weilchen, aber so will sie sich nicht beruhigen. Also mache ich eine Flasche und gebe sie ihr im Sessel neben meinem Bett sitzend. Sie lässt sich viel Zeit, gegen 2 Uhr schlafen wir endlich wieder.

Um 6 Uhr piept der Wecker des Liebsten. Er steht als Erster auf und geht ins Bad. Danach streichelt er mich, um mich zu wecken. Ich wache auf und höre neben mir im Bett ein Atmen. Nanu, ist das die Augustschnuppe? Nein, der Adventsjunge hat sich diesmal in unser Bett geschlichen, wir haben es gar nicht gemerkt.

Ich gehe duschen, der Liebste deckt den Frühstückstisch. Die Kinder stehen nach und nach auf. Wir frühstücken Brot oder Müsli. Ich beeile mich, denn nach dem Frühstück gehe ich heute als Erste aus dem Haus. Gestern Abend beim Sport habe ich meinem Physiotherapeuten von meinem Nacken erzählt. Irgendwie habe ich mich in der letzten Woche verlegen. Früher ging sowas irgendwie von alleine weg... Er hat mir sofort einen Termin für heute Morgen gegeben, damit er sich das mal anschauen kann.

Um 7:30 Uhr bin ich in der Physiotherapie-Praxis. Mein Nacken und Rücken werden massiert, was nicht so angenehm ist, wie es sich anhört. Danach fühlt sich mein Rücken ganz warm an und ich stehe ein wenig neben mir.



Draußen bin ich mit dem Liebsten verabredet. Er hat den Adventsjungen und die Augustschnuppe dabei. Ich übernehme die Kinder, er läuft zur Bushaltestelle und fährt zur Arbeit. Ich bringe den Adventsjungen in de Kindergarten und laufe mit der Kleinsten nochmal nach Hause. Dort schalte ich die Waschmaschine ein und räume die Küche auf.

Dann müssen wir schon wieder los. Heute habe ich Dienst in der Schulbibliothek. Ich treffe dort den kleinen Bruder, der dort auch helfen darf. Hauptsächlich hilft er mir dabei, aufzupassen, dass die Augustschnuppe nicht abhaut. Ich gebe derweil Bücher aus oder nehme wieder welche entgegen. Zum Abschluss gehe ich durch die Regalreihen und mache ein bisschen Ordnung.

Nach dem Dienst in der Schule setze ich die Augustschnuppe wieder ins Lastenrad und fahre ins Ortszentrum. Ich halte an der Arztpraxis, wo ich schnell eine Überweisung abhole. Dann fahre ich weiter zum Drogeriemarkt. Ich brauche dringend neuen Concealer, also das Zeug, mit dem ich versuche, meine Augenringe zu verbergen. Seit fast genau 15 Jahren habe ich immer das gleiche Produkt verwendet. In letzter Zeit wurde es immer schwieriger, Nachschub zu bekommen. Heute habe ich erfahren, dass es aus dem Programm genommen wurde. Ein neues Produkt ist an die Stelle getreten. Na gut, ich gebe ihm eine Chance.

Dann radle ich nach Hause. Während der Fahrt sinkt der Kopf der Augustschnuppe immer weiter zur Seite. Kurz vor dem Haus schläft sie endgültig. Ich trage sie rein und kann sie schlafend ablegen. Die Mütze nehme ich ihr noch ab, den Schneeanzug kriege ich nicht aus. Ich ziehe den Reißverschluss herunter und öffne das Fenster. So schläft sie noch über eine Stunde.



Ich mache mir derweil Essen warm und schaue ein, zwei Folgen der sehr zauberhaften Serie "This is us" (Amazon-Partner-Link). Die 2. Staffel ist endlich ganz neu auch kostenlos auf Amazon-Prime zu sehen. Die Geschichte dieser Familie wird so gefühlvoll erzählt, ich habe schon öfters Tränen in den Augen gehabt.

Die Augustschnuppe wird wach, meine Mittagspause ist beendet. Ich bringe Wäsche in den Trockner und schalte das zweite Mal für heute die Waschmaschine an. Ich räume den Geschirrspüler ein und bringe trockene Wäsche ins Schlafzimmer, wo ich später Wäsche falte. Dann ist es auch schon Zeit, den Adventsjungen abzuholen. Wir spazieren nochmal schnell zum nächsten Supermarkt, denn ich habe kurzfristig beschlossen, etwas zu backen.

Und zwar werden in Finnland immer am 5. Februar die sogenannten "Runeberg-Törtchen" gegessen. Es ist der Geburtstag von Johan Ludvig Runeberg, der als Nationaldichter Finnlands gilt. Er soll jeden Tag die von seiner Frau erfundenen Törtchen gegessen haben. In den Törtchen werden übrig gebliebene Pfefferkuchen von Weihnachten oder altes Brot oder Knäckebrot verwendet. Im Rezept aus dem wunderbaren Buch "Skandinavisch backen" (Amazon-Partner-Link) von Trine Hahnemann werden Semmelbrösel verwendet. Die habe ich auf alle Fälle vorrätig.

Nach dem Einkaufen laufen wir also nach Hause, wo ich gleich mit dem Backen beginne. Kurz darauf kommt das Mutzelchen nach Hause. Dann klingelt es und auch der kleine Bruder ist schon da. Sein Hockey-Kurs fällt heute aus. So spielen die Kinder, streiten und vertragen sich und ich mache die Törtchen fertig. Dann kommt auch Mutzelchens Freundin vorbei, ich mache mir einen Kaffee und dann sitze ich mit fünf Kindern am Tisch, wo wir eine Weile quatschen und die Augustschnuppe daran hindern, auf den Tisch zu klettern.



Das Mutzelchen geht dann noch kurz mit rüber zu ihrer Freundin. Die Jungs spielen in ihrem Zimmer und die Augustschnuppe verteilt Spielzeug in der ganzen Wohnung. Ich räume die Küche auf und falte mit den Jungs zusammen die Wäsche.

Der Liebste schafft es nicht zum Abendbrot. ich mache den Kindern bunte Schnittchenteller und dann dürfen sie den Kinderkanal KIKA schauen. Kurz vor dem Sandmännchen trifft der Liebste ein. Er setzt sich zu uns aufs Sofa und alle zusammen holen wir uns den Schlafsand ab. Die Großen gehen Zähne putzen, der Liebste macht die Augustschnuppe bettfertig. Ich mache eine Flasche und setze mich mit der Augustschnuppe ins abgedunkelte Zimmer. Sie schläft ein und ich kann sie in ihr Bettchen legen. Die Großen lesen noch ein bisschen und dann wird hoffentlich bald Ruhe einkehren.

Der Liebste und ich kochen uns jetzt einen Tee. Er wird noch ein Törtchen kosten und dann schauen wir zusammen unsere aktuelle Serie "The Marvelous Mrs. Maisel" (Amazon-Partner-Link, kostenlos bei Amazon-Prime) weiter. Ich werde noch ein Körnerkissen auf meinen Nacken legen. Ob er jetzt noch weh tut, kann ich gar nicht sagen, denn nun schmerzt er großflächig, was ich schon von vergangenen Massagen kenne...


Noch mehr Tageseinblicke sind bei Frau Brüllen unter #WMDEDGT versammelt. Was das heißt? Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?


Montag, 4. Februar 2019

Erstes Februarwochenende

Letzten Freitag hatten die Schulkinder einen freien Tag. Der Kindergarten hatte auch geschlossen. So haben der Liebste und ich uns ganz spontan entschieden, den Gutschein für das Wonnemar einzulösen, den wir im vergangenen Jahr gekauft hatten.

Nach dem Frühstück packen wir unsere Sachen. Wir haben eine Nacht in der Jugendherberge Wismar gebucht. (Gibt es eigentlich schon Studien, warum das Packen für eine Nacht fast genau so lange dauert wie das Packen für zwei Wochen?) Jedenfalls sind wir gegen Mittag im Wonnemar. Das Bad ist wirklich schön. Das flache Becken ist perfekt für ganz kleine Kinder. Die Großen haben Spaß im Wellenbad und dann gibt es auch noch aufregende Rutschen für unterschiedliche Altersklassen. Im Gutschein war Essen für die ganze Familie enthalten. Kein Sterne-Essen, aber Pommes lieben doch alle.

Nach dem Schwimmbadbesuch fahren wir in die Jugendherberge. Wir melden uns an und bringen unsere Taschen ins Zimmer. Es ist ein großes Zimmer mit drei Doppelstockbetten. Für die Augustschnuppe steht ein Reisebettchen bereit. Gegenüber im Gang befindet sich das Bad. Wir sind die einzigen Gäste im Gang. Zuerst beziehen wir unsere Betten.

Gegen 16:15 Uhr fahren wir nochmal in die Stadt. Wir parken am Hafen und laufen los. Die Innenstadt ist einfach zu schön! Ich liebe die alten Stadthäuser sehr. Wir haben Glück: im Café Alte Löwenapotheke ist ein großer Tisch für uns frei. Es gibt leckeren Kuchen für alle. Außer für die Augustschnuppe, die schläft eine ganze Stunde in ihrem Kinderwagen.

Nach dem Kuchenessen dämmert es draußen schon. Wir laufen einmal quer durch die Stadt, über den Marktplatz, durch Straßen und Gassen. Als es dunkel ist, sind wir zurück in der Jugendherberge. Da gibt es dann auch Abendessen. Es ist ein großes Salatbuffet, Eintopf mit Würstchen und zum Nachtisch gibt es Rote Grütze mit Vanillesauce.

Später beschäftigen wir uns in unserem Zimmer oder im Aufenthaltsraum. Wir puzzeln, lesen oder spielen. Da die Augustschnuppe am Nachmittag erst so spät geschlafen hat, ist sie noch lange wach. Als sie schließlich gegen 21:30 einschläft, machen auch wir anderen das Licht aus.








Am Samstagmorgen steht die Augustschnuppe um halb 6 rufend in ihrem Bettchen. Ich hole sie in mein Bett. Da sitzt sie eine Weile neben mir und legt sich dann noch mal hin. Wir schlafen bis halb 8.

Nach und nach werden alle wach. Nachdem alle fertig sind, ziehen wir unsere Betten ab. Dann gehen wir frühstücken. Wir hätten es vorher nicht gedacht, aber wir sind die letzten am Frühstücksbuffet. Die Fußballmannschaft war schon da. Es ist aber noch genug Essen da, sogar Berliner, was die Kinder freut.

Nach dem Frühstück packen wir unsere restlichen Sachen ein und verabschieden uns. Dann fahren wir nochmal Richtung Innenstadt. Wir parken am Hafen und laufen ein Stückchen. Es ist nicht viel los. Die Kinder wollen wieder die Kogge besichtigen, den Nachbau eines Handelsschiffes aus dem 14. Jahrhundert. Sehr faszinierend, wie so ein Schiff aus groben Balken schwimmen kann. Es beginnt, zu schneien. Wir machen uns auf den Heimweg.







Kurz bevor wir zu Hause sind, kaufen wir schnell im Hofladen in Wulfsdorf ein. Zu Hause gibt es dann Nudeln. Am Nachmittag machen wir eine große Eis-Party. Denn der Liebste und ich feiern unseren 11. Hochzeitstag. Vor 11 Jahren saßen nur wir und unsere Kinder im Kühlungsborner Rathaus bei einer wunderschönen Zeremonie.

Das feiern wir und weil der 11. Hochzeitstag auch "Stahlhochzeit" heißt, habe ich uns einen Eisportionierer geschenkt, den wir zusammen mit den neuen Kerzenleuchtern, die der Liebste besorgt hat, einweihen. Es gibt richtig viele Eissorten, Sahne, Streusel und Waffeln. An diesem Abend gibt es zum Abendbrot nur noch Rohkost ;-)


Der Sonntag wird sehr gemütlich. Wir haben gar nichts vor, frühstücken sehr spät und essen noch später zu Mittag. Der Liebste hat sich von meinem Aufräumrappel anstecken lassen und sortiert seinen Kleiderschrank aus. Der kleine Bruder räumt ein Fach in seinem Schrank leer und fühlt sich richtig gut hinterher. Der Adventsjunge füllt mit mir ein Freundebuch aus.

Ich bin am frühen Abend mit einer Freundin verabredet. Wir schauen im Kino Koralle den Film "Green Book" (Trailer auf Youtube) nach einer wahren Geschichte. Der Kinosaal ist ausverkauft. Der Film über eine besondere Freundschaft wird vor allem getragen von dem Spiel von Mahershala Ali und Viggo Mortensen. Der Film gefällt mir sehr gut. Hier und da hätte er ein bisschen mehr in die Tiefe gehen können, man merkt schon, er will vor allem unterhalten. Und ich liebe die Autos und die Landschaftsaufnahmen!

Der Sonntag endet auf dem Sofa mit dem Liebsten und einer Tasse Tee.


Mehr Wochenendeinblicke gibt es bei Alu und Konsti.


Freitag, 1. Februar 2019

Hallo Februar!

im Februar werde ich...

... mit den Kindern ins Spaßbad gehen
... mit dem Liebsten unseren 11. Hochzeitstag feiern
... Wismar besuchen
... mit einer Freundin ins Kino gehen
... den kleinen Bruder im Gymnasium anmelden
... das Meer sehen
... weiterhin jede Woche in der Schulbibliothek tätig sein
... den Adventsjungen zu einem Kindergeburtstag bringen
... ein MRT meines Kopfes anfertigen lassen
... den Adventsjungen zum Schwimmkurs begleiten
... unsere Augustschnuppe schon anderthalb Jahre bei uns haben
... immer noch zwei Mal in der Woche sporteln
... im Museumsdorf einen Kurs besuchen
... nach Frühblühern Ausschau halten
... mal wieder Brot backen