Montag, 15. Oktober 2018

Herbstferien in Dänemark 4

4. Oktober 2018

Weil wir ein paar Tage vorher für eine Besichtigung zu spät dran waren, fahren wir nun an unserem vorletzten Tag des Urlaubs nochmal nach Skagen, um den grauen Leuchtturm zu besuchen. Der zweithöchste Leuchtturm Dänemarks befindet sich genau zwischen der Kleinstadt Skagen und Grenen, der Landspitze, wo Nordsee und Ostsee aufeinandertreffen.

In den Nebengebäuden des Leuchtturms wurde im letzten Jahr eine nagelneue Ausstellung über das Leben der Zugvögel eröffnet. Als Eintrittskarte bekommen Gäste ein Armband mit dem Bild eines Vogels und einem QR-Code. Den kann man an einigen Stationen in der Ausstellung scannen und bekommt noch mehr Informationen über diesen speziellen Vogel.

Die Räume sind wunderschön gestaltet. Auf großen Monitoren kann man atemberaubende Filme über den Vogelflug sehen. Wir fliegen quasi mit den Vögeln über Land und Wasser. Die Sprachen sind Englisch und Dänisch, weshalb die Kinder von den Erklärungen leider noch nicht so viel verstehen konnten.

Aber dann wagen wir uns an den Aufstieg. Auch der Turm wurde frisch renoviert. Das Treppenhaus ist hell und angenehm. Praktisch diesmal: die Stufen im Leuchtturm sind durchnummeriert. Sehr schön sind auch die Vogelstimmen an verschiedenen Etappen im Treppenhaus. Am Ende des Turms kommt noch eine sehr enge Wendeltreppe aus Metall und dann noch eine Mini-Tür, die vielleicht höchstens einen Meter hoch ist. Ich muss mich sehr klein machen, um auf die Aussichtsplattform zu gelangen. Aber dann ist es geschafft, ich stehe mit dem Mutzelchen, dem kleinen Bruder und dem Adventsjungen oben. Wir haben einen wunderbaren Blick über die gesamte Landzunge.

Gen Süden schauen wir auf Skagen mit dem größten Fischereihafen des Landes. Vor uns liegt die Ostsee. Gen Norden sehen wir die Landspitze Grenen. Die Stelle, an der sich die Meere treffen ist ganz deutlich zu erkennen. Ein weißer Streifen aus Wellen zeigt sie an. Interessant, das mal von oben zu sehen! Am Horizont bewegen sich ganz langsam riesige Schiffe. Ein herrlicher Blick und so ein besonderer Ort!





Blick nach Skagen

Ostsee

Landspitze Grenen

Auf dem Hinweg zum Leuchtturm haben wir direkt in Skagen am Wegesrand ein hübsches Café entdeckt. Dort möchten wir am Nachmittag süße Sachen essen. Wir parken gegenüber. Der Liebste geht zuerst in das Café hinein, um die Lage zu sondieren. Passen wir zu sechst noch rein? Ja, das klappt. Drinnen rücken alle Gäste, nur deutsche Urlauber, zusammen und so finden wir noch Platz in dem kleinen Raum. Alle bekommen etwas Leckeres.

Danach machen wir noch einen Spaziergang durch Skagen. Die Stadt ist wirklich hübsch. Überall gibt es Galerien und interessante Geschäfte. Außer in der Fußgängerzone, in der wir hauptsächlich Läden mit Outdoormode oder Souvenirs entdecken. Just auf dem Leuchtturm hat meine Armbanduhr eine schwache Batterie gemeldet. So bekomme ich im Skagen-Shop, also der mit dem Schmuck und den Uhren, eine neue Batterie.

Ich habe in Skagen außerdem ein interessantes Detail gelernt. Viele Ränder der Dächer sind leuchtend weiß angemalt. Das diente früher den Schiffen als Seezeichen.

Wir fahren dann wieder zum Ferienhaus. Vor dem Abendbrot gehe ich mit den drei Großen nochmal runter zum Strand. Der Sonnenuntergang steht kurz bevor und wir genießen die besondere Stimmung unter dem farbenfrohen Himmel.


Fortsetzung folgt...


















Freitag, 12. Oktober 2018

12 von 12 im Oktober

Heute mal kurz und knackig: meine 12 Bilder vom 12. Oktober. Weitere Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieser Fotoaktion versammeln sich drüben bei Caro, die heute Geburtstag hat.

Wach um 5:30 Uhr: die Augustschnuppe, der Liebste und ich. Zum Frühstück freuen wir uns wieder über unser Schnäppchen aus dem Dänemark-Urlaub, eine neue hübsche Kaffeekanne. Der Liebste fährt ins Büro, ich wecke die Kinder. Heute ist der letzte Ferientag hier in Hamburg.


Nach dem Frühstück: Zähne putzen für alle.


Das Mutzelchen und der kleine Bruder besuchen den Ferienhort. Ich bringe den Adventsjungen in den Kindergarten. Ich freue mich über meine neuen LKW-Aufkleber am Lastenrad.


Auf dem Weg zum Supermarkt. Was für ein schöner Morgen!


Da, es gibt sie schon! Meine Lieblingsweihnachtsnüsse.


Fensterdekoration zu Hause.


Die Post bringt ein Leseexemplar von Christian. Dankeschön! Das Buch "Ein Vater greift zur Flasche" (Amazon-Partner-Link) gibt es ab genau jetzt zu kaufen.


Die Augustschnuppe schläft von halb 11 bis 13 Uhr. In der Zeit schaffe ich es, einen neuen Reisebericht unserer Herbstferien in Dänemark zu schreiben.

Das Mutzelchen und der kleine Bruder kommen heute schon nach dem Mittagessen nach Hause. Das Mutzelchen hat einen wunderschönen Kranz für unsere Tür gestaltet. Ich hänge ihn gleich auf.

Die beiden packen dann ihre Rucksäcke und machen sich auf den Weg ins Schwimmbad.


Ich hole mit der Augustschnuppe den Adventsjungen aus dem Kindergarten. Der Liebste kommt heute schon zur Kaffeezeit nach Hause. Er bleibt am späten Nachmittag bei der Augustschnuppe während ich mit dem Adventsjungen noch einen wunderschönen Herbstspaziergang mache.

Was für ein Glück, dass wir den Trecker sehen, der das Heu auf der großen Wiese wendet!




Vor dem Spaziergang hatte ich schon Pizzateig angesetzt. Der Adventsjunge hilft mir bei der Zubereitung der zwei Bleche. Das Mutzelchen und der kleine Bruder kommen nach Hause. Wir essen alle zusammen. Dann gibt es das Sandmännchen und auch die Augustschnuppe ist müde.

Jetzt stelle ich diesen Eintrag fertig, dann gibt es Tee und Sofa für den Liebsten und mich. Wir schauen gerade "Babylon Berlin" in der Mediathek an. Die Hälfte der Serie haben wir schon geschaut. Sie übt irgendwie einen Sog aus. Ich freue mich über die schöne Ausstattung und die Berliner Straßenszenen.


Herbstferien in Dänemark 3

2. und 3. Oktober 2018


Am Dienstag, den 2. Oktober, war Regenwetter angesagt. Für diese Fälle haben wir einen Besuch im Schwimmbad eingeplant. Das Schwimmbad in Frederikshavn haben wir im letzten Herbsturlaub vor 3 Jahren schonmal besucht. Nach dem ruhigen Vormittag im Ferienhaus und dem Mittagsschlaf fahren wir los. Am Schwimmbad parken wir und kaufen Eintrittskarten.

Hier brauchen wir übrigens das EINZIGE Mal im gesamten Dänemarkurlaub Bargeld. Und zwar die Münze für den Schrank. Ansonsten kann man in ganz Dänemark, selbst am kleinsten Kiosk mitten im Wald, mit Karte zahlen. (Schneller Handyempfang ist übrigens auch flächendeckend vorhanden.)

Im Bad toben die Kinder sich im warmen Wasser richtig aus. Hinterher gehen wir in einem Restaurant in der Frederickshavner Fußgängerzone essen. Von den Ladenschließzeiten werden wir dann überrascht. Pünktlich um 17:30 Uhr wird überall abgeschlossen. Damit haben wir nicht gerechnet, denn die Supermärkte haben 7 Tage die Woche von 7 bis 21/22 Uhr geöffnet.




Am nächsten Tag ist wieder Sonnenschein. Eine dreiviertel Stunde fahren wir bis nach Hirtshals, wo wir das Nordsee Ozeanarium besuchen möchten. Das größte Aquarium Europas lieben wir. Wir schauen uns ein bisschen um, ganz in Ruhe, denn es ist noch schön leer. Im Tunnel unter dem Robbenbecken herrscht schön schummeriges Licht. Dann wird durchgesagt, dass gleich die Fütterung des Mondfisches beginnt. Wir begeben uns zum größten Wasserbecken, das wir je erlebt haben. Wie in einem Kinosaal befinden sich Bankreihen davor, die schon mit einigen Besuchergruppen gefüllt sind.

Der Mondfisch ist seit unserem Besuch vor 3 Jahren mächtig gewachsen. Und er hat Gesellschaft von einem kleineren Exemplar bekommen. Sachte ziehen sie ihre Bahnen in dem großen Becken. Die Fütterung wird eingeleitet von lauter, aufputschender Musik. Dann plötzlich springt eine Person ins Becken hinein. Es ist eine Taucherin, die in einem Netz Futter dabeihat. Sie trägt eine Helmkamera, so dass wir auf Monitoren das Geschehen im Becken mitverfolgen können. Ein Moderator läuft vor dem Becken hin und her und unterhält sich mit der Taucherin auf dänisch. Die Vorstellung ist ziemlich beeindruckend.






Nach der Fütterung der Mondfische gehen wir ins Restaurant. Darauf haben wir uns schon gefreut, denn hier gibt es die schönsten Kinderteller. Schlicht und einfach.


Das hier ist übrigens mein Hühnchen-Burger.


Nach dem Essen besuchen wir den neu gestalteten Außenbereich. Auf einem Fischerboot kann man nachvollziehen, wie sich Wind und sogar ein Sturm auf so einem Boot anfühlen. Der vordere Teil des Bootes beginnt, sich zu heben und zu senken, einen Windmaschine pustet sehr ordentlich und ab und zu kommt eine kleine Wasserdusche dazu.

Draußen gibt es außerdem mehrere Klettergerüste in Form eines Wals oder eines Leuchtturmes. In einem überdachten Picknickbereich kann selbst mitgebrachtes Essen verzehrt werden. Als die Kinder alles ausprobiert haben, fahren wir weiter zum Leuchtturm Hirtshals.



Das Klettergerüst war ja wirklich sehr detailgetreu, oder?! Am Leuchtturm hängt eine Kasse des Vertrauens und ein Code, mit dem man auch per Karte zahlen kann. Der Blick von oben ist natürlich herrlich. Ich glaube, ich werde noch zum Leuchtturmfan.





Nach dem kurzen Stopp am Leuchtturm wollen wir einen Geheimtipp von Frau Meermond ausprobieren. Wir fahren zunächst auch am Ziel vorbei, da unser Navi ein bisschen verwirrt ist.

Wir drehen um und finden dann den kleinen Parkplatz im Wald. Dort liegt Yxengaard. Das ist ein fiktives Wikingerdorf. Wir treten ein und geraten gleich mal in eine Schlacht. Junge Männer und eine junge Frau in alten Gewändern rennen an uns vorbei und es gibt einen Kampf mit Schwertern und Schilden direkt vor uns. Ein älterer Mann bläst in ein Horn und so schnell, wie sie gekommen sind, verschwinden die Kämpfenden wieder.

Der Liebste fragt den Mann ein bisschen über diesen Ort aus, während die Kinder schon mit Begeisterung auf Entdeckungstour gegangen sind. Historisch korrekt ist das hier alles nicht, aber das macht nichts. Das Dorf wurde errichtet, um hier Jugendgruppen Erlebnisse in der Natur zu ermöglichen. Die Gemeinschaft und das Leben im Wald tun ihnen gut.

Wir streifen noch ein bisschen über das Gelände. Da ist eine Schänke, ein Backhaus, eine Schmiede, Schlaf- und Gemeinschaftshütten. Es gibt Plätze, die sehen aus, als ob sie für kultische Rituale verwendet. Hier und da befinden sich auch Überreste von Tieren. Der Kopf eines Hahnes steckt auf einem Spieß, Füße von Rehen baumeln an Stricken. Damit muss hier also gerechnet werden, ich sage es lieber gleich.

Wir suchen uns trotzdem einen schönen Picknickplatz an einem langen Holztisch. Vorher haben wir uns im Gebäckregal des Supermarktes einen allgegenwärtigen frischen Zimtkuchen ausgesucht. Der ist im Nu aufgegessen. Weil das Wetter ein bisschen frisch ist, fahren wir bald darauf wieder ins Ferienhaus.


Fortsetzung folgt...