Dienstag, 28. Januar 2020

Wochenbeginn

Nach der Krankheitswoche ist nun wieder der Alltag eingezogen. Gestern sind wieder alle Schulkinder zur Schule gegangen und der Liebste ist ins Büro gefahren.

Der Adventsjunge hat eine Krankenmappe bekommen, in der alle Arbeitsblätter gesammelt wurden, die er nachholen soll. Der kleine Bruder hat in der letzten Woche täglich Krankenbesuch von seinem Freund bekommen, der ihn an der Haustür mit Schulaufgaben versorgt hat. Der Liebste saß gestern Abend hier zu Hause noch an seinen 160 Mails, die er abarbeiten musste.

Ich habe gestern vier Waschmaschinenladungen gewaschen, getrocknet und weggefaltet. Außerdem die Küche auf Vordermann gebracht, Waschbecken geputzt, die Wohnung gesaugt und einige Ecken aufgeräumt. Jetzt sind wir wieder halbwegs in der Spur.

Den ganzen Tag über habe ich Beiträge zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus gelesen. Vor genau 75 Jahren, am 27. Januar 1945, wurde das Konzentrationslager Auschwitz befreit. 1996 wurde der Gedenktag eingeführt. Kurz habe ich mit den Kindern drüber geredet, mit ehrlichen Worten. Unser Bücherregal kann da auf alle Fälle noch eine Auffrischung vertragen. "Das Tagebuch der Anne Frank" haben wir natürlich. Das ist viel Text. Für den leichten Einstieg ist auch "Anne Frank" (Amazon-Partner-Link) aus der Reihe "Little People, Big Dreams" empfehlenswert. Ansonsten schicke ich Euch mal rüber zum Kaffeehaussitzer, der hat eine umfangreiche Literaturliste gegen das Vergessen für junge Leserinnen und Leser zusammengetragen.

Gestern Abend bin ich dann wieder ins Fitnessstudio geradelt. Ich wollte den Zumbakurs ausprobieren, der im Mitgliedspreis enthalten ist. Der große Raum war gut mit hauptsächlich jungen Frauen gefüllt. Als der Trainer kam, zogen sich viele Frauen ihre Jacken aus, unter denen sie nur dünne Trägershirts trugen. Das hätte mir schon ein Zeichen sein können. Dann schaltete der Trainer die Musik ein und los ging's. Wah! Ich kannte keinen einzigen Schritt! Einer Choreografie gleich hüpften, stampften und drehten sich alle um mich rum. Die Schrittfolgen wechselten so dermaßen schnell, dass ich absolut nicht hinterherkam. Zudem war die Musik ohrenbetäubend laut.

Nach 20 Minuten gab ich auf und suchte schnell das Weite. Zumba ist wohl nichts für mich. Ich ging dann noch eine halbe Stunde eine Etage höher an die Fitnessgeräte. Die Trainerin vom Probetraining letzte Woche hat mir mein Programm auf eine Karteikarte geschrieben. Die kann ich mir selbstständig nehmen und mein Programm absolvieren. Ich trainierte Arme, Schultern, Rücken, Beine und Bauch. Wenn ein Gerät besetzt war, nahm ich halt ein anderes. Noch finde ich das alles sehr spannend :-)

Filigranes aus dem Gärtchen:


Heute brachten das Mutzelchen und der kleine Bruder ihr Halbjahreszeugnis nach Hause. Ich vergesse jedes Mal, dass es die Zeugnisse schon ein paar Tage vor dem offiziellen letzten Schultag gibt. Genau genommen sind es immer Kopien. Die sollen die Eltern unterschreiben, dann werden die Kopien wieder in der Schule abgegeben und erst dann wird das richtige echte Zeugnis ausgehändigt. In diesem Jahr steht das erste Mal "Notenübersicht" oben drüber. Wie auch immer: das Mutzelchen und der kleine Bruder haben beide super Noten. Nur Einsen und Zweien. Das ist toll, vor allem, weil sie nicht viel für die Schule machen müssen und noch genug Freizeit haben.

Der Adventsjunge hat als Erstklässler auf einem Selbsteinschätzungsbogen Symbole angekreuzt. Es gab einen lachenden Smiley, einen neutral schauenden oder ein Baustellenschild. Es wurde z.B. abgefragt, ob er sich wohl in der Klasse fühlt, wie er seine Konzentrationsfähigkeit, sein Konflikt-  oder Arbeitsverhalten einschätzt. Der Bogen wurde danach von der Lehrerin angeschaut, die ihrerseits eine Einschätzung abgab. Darüber wird dann gemeinsam im Lernentwicklungsgespräch geredet.

Zur Feier des Tages habe ich heute schwedische Haferkekse gebacken. Das Rezept steht schon seit Januar 2012 hier im Blog. Es scheint, der Januar ist ein Monat für Haferkekse.

Kurz vor dem Schlafengehen standen die Kinder und ich gerade zusammen am Fenster und haben dem Schneetreiben draußen zugesehen. Die parkenden Autos und die Wiese vor dem Haus waren sogar schon ein bisschen weiß. Die Kinder waren ganz aus dem Häuschen. Die Augustschnuppe hat bewusst noch nie Schnee erlebt. Wir haben "Es schneit, es schneit, kommt alle aus dem Haus!..." gesungen und den Moment zelebriert. Denn morgen früh wird von der weißen Pracht nichts mehr übrig sein. Es ist ja viel zu warm.


Sonntag, 26. Januar 2020

In der vergangenen Woche...

... waren 4 von 6 Familienmitgliedern krank. Der Liebste hatte ja vor dem letzten Wochenende damit angefangen und dachte, es wird schon besser. War dann aber doch nicht so. Eigentlich sollte er die ganze Woche auf Dienstreise sein, das hat er dann lieber doch gelassen.

Am Montag rief dann die Grundschule an, wir sollen doch bitte den Adventsjungen abholen. Am Dienstag rief das Gymnasium an, dem kleinen Bruder gehe es nicht gut. Und dann wurde auch noch die Augustschnuppe krank. Alle mit plötzlich beginnendem sehr hohen Fieber, Gliederschmerzen und Schlappheit.

So habe ich hauptsächlich Kranke gepflegt, war einkaufen, habe Tee und Suppen gekocht. Das Mutzelchen und ich haben uns zum Glück wacker gehalten. Ich hoffe, das bleibt auch so.

Dafür habe ich mich in der letzten Woche endlich im Fitnessstudio angemeldet. Tschakka! Ich war auch tatsächlich schon drei Mal dort! Beim ersten Mal habe ich ein Probetraining gemacht. Eine Mitarbeiterin hat sich eine ganze Stunde Zeit für mich genommen und mir ein Programm an den Fitness-Geräten zusammengestellt. Vorher hat sie mich gefragt, was ich mit dem Training erreichen möchte. Beweglichkeit hauptsächlich.

Beim zweiten Mal habe ich einen Kurs mitgemacht, der im monatlichen Mitgliedspreis enthalten ist. Bei der Wirbelsäulengymnastik am Vormittag war ich die jüngste Teilnehmerin. Allerdings bei weitem nicht die sportlichste. Am heutigen Sonntag war ich das dritte Mal dort. Ich habe am Vormittag Tai Chi ausprobiert. Das hat mir seeeeehr gut gefallen! Das will ich auf alle Fälle noch öfter machen.

Gestern bin ich zum Heldenmarkt in den Hamburger Messehallen gefahren. Das Wetter war kalt und nieselig. Der Fernsehturm war fast im Nebel verschwunden. In einer großen Halle gab es sehr viele Stände zum Thema Nachhaltigkeit. Wie in einem großen Warenhaus konnte man sich informieren, probieren und auch kaufen. Die nachfolgenden Empfehlungen schreibe ich auf, weil ich es will und nicht, weil ich davon irgendeinen Vorteil habe.

Ich bin hauptsächlich zum Heldenmarkt gefahren, weil ich Familie Janbeck von Janbeck*s FAIRhaus treffen wollte, deren Hofcafé wir jeden Sommer in unserem Urlaub in Angeln besuchen. Ich habe sie auch getroffen und konnte sehr leckere selbstgebackene Haferkekse kosten. Ich freue mich schon wieder auf den Sommer, wo wir wieder Scones und selbstgebackene Kuchen essen werden.

Katrin Wolff von Teufelswerk und Engelsgabe habe ich auch wiedergesehen. Als der Adventsjunge Baby war, besuchte ich sie hier in Hamburg in ihrer Manufaktur. Ich freue mich, dass sie nun schon so lange dabei ist und auch immer wieder ein paar Neuigkeiten bietet. Ich kaufte ein Cashew-Mus.

Das Gut Wulksfelde war auch auf der Messe vertreten und warb für seinen Bio-Lieferservice. Wir sind ja nun, mit ein paar Pausen, schon über 10 Jahre dabei und freuen uns immer noch jede Woche auf unsere Lieferung.

Am Stand von True Gum aus Dänemark wurde ich ein bisschen überrascht. Ich weiß auch nicht, warum ich mir noch nie darüber Gedanken gemacht habe, woraus Kaugummis eigentlich wirklich bestehen. Ich hätte jetzt nicht gedacht, dass auch in ihnen auch Plastik enthalten sein kann. Bei den Kaugummis von True Gum ist jedenfalls nicht so. Und gut schmecken tun sie auch.

Der kleine feine Stand von Fien Tüch ist mir gleich ins Auge gesprungen. Fien Tüch ist plattdeutsch und heißt "Feines Zeug". Die bunt bedruckten Stoffe sind vielseitig einsetzbar. Mit ihrer Idee, Geschenke in Tüchern einzuwickeln, ist Dörte Kelm bei mir natürlich offene Türen eingerannt. Wenn die Stoffe dann noch so schön bedruckt sind, ist das Geschenk fast schon Nebensache, finde ich. Die schlichten aber phantasievollen Illustrationen finde ich wunderschön!

Zum Abschluss möchte ich noch vom Neunmalklug Verlag erzählen. Der Verlag hat umweltfreundliche Bilderbücher und Postkarten im Programm. Bei ihrer Herstellung achtet Neunmalkug als erster deutscher Kinderbuchverlag von Anfang bis Ende auf gesundheitlich unbedenkliche und umweltfreundliche Materialien. Zum Beispiel stammt das Papier aus zertifizierten Wäldern, die Druckfarben bestehen aus Pflanzenölfarben und die Produktion läuft mit Ökostrom. Gerade kleine Kinder nehmen auch Bücher oft in den Mund, was bei diesen Büchern nicht schädlich ist. Ich habe die Bücher angefasst, sie fühlen sich anders und sehr angenehm an. Und die Geschichten und Bilder sind richtig gut.

Als es schon längst dunkel war, verließ ich die Messe und fuhr wieder nach Hause. Heute haben wir, bis auf meine Sportrunde, rumgeschlumpert. Nun sind alle Schultaschen kontrolliert und morgen geht es wieder los in eine hoffentlich gesunde letzte Schulwoche in diesem Halbjahr. Was ich ja bei meiner Monatsvorschau ganz vergessen habe, aufzuschreiben: ich werde drei Lernentwicklungsgespräche mit den Kindern besuchen. Dafür haben die Kinder einen Tag schulfrei. Ich werde ein Gespräch in der Grundschule führen und zwei im Gymnasium. Immer die Augustschnuppe im Schlepptau. Mal sehen, wie das klappt...


Noch mehr Wochenendeinblicke sammeln Alu und Konsti.












Mittwoch, 22. Januar 2020

Selbst genähter Küchenschwamm


Vor einiger Zeit habe ich beim Aufräumen des Kellers alte Handtücher gefunden. Die habe ich gekauft, da hatte ich noch gar keine Kinder. Das ist also über 21 Jahre her. Damals war ich Babysitterin bei einer sehr netten Familie, die hatten diese Art von Handtüchern. Ich fand sie superschick und legte mir auch solche Handtücher zu. Waffelpiquée. Mit Häkelborte. In weiß. Viel zu schade fand ich sie zum Benutzen. Seitdem begleiteten mich die Handtücher mein halbes Leben lang über viele Umzüge und Orte.

Im Zuge des Ausmistens und "Nutze, was Du hast" habe ich die Handtücher aus dem Keller geholt. Ich will nicht mehr länger Dinge "für gut" horten, sondern sie benutzen. Weil weiße Handtücher in unserem Haushalt aber nicht funktionieren, habe ich sie in einer Farbe eingefärbt, die die meisten unserer Handtücher haben. Doch beim ersten Abtrocknen nach dem Duschen fand ich den Stoff ungemütlich und sehr rauh. So hatte ich also endlich den passenden Stoff für das Nähprojekt gefunden, das ich schon lange angehen wollte: Küchenschwämme.

Die üblicherweise gelben Schaumstoffblöcke mit der praktischen Seite zum Scheuern benutze ich einfach gerne. Für alles. Lieber noch als einen Lappen. Doch diese Schwämme müssen regelmäßig erneuert werden, wenn man sich keine Keimschleudern ranzüchten will. Da fällt mit der Zeit eine Menge Plastikmüll an. Ich habe also überlegt, wie ich meinen Verbrauch an Schwämmen eindämmen oder ganz einsparen kann. Als natürliche Schwammvariante gibt es z.B. Luffa (Amazon-Partner-Link), aber damit komme ich nicht ganz so gut zurecht.

Ich ging im Kopf meine Stoffvorräte durch. Da gab es noch bunte Stoffreste und auch noch ein paar Stücke Volumenvlies. Jetzt konnte ich starten.

Ich schnitt mir kleine Rechtecke zurecht. Ungefähr in der Größe 10 mal 15 Zentimeter. Zu beachten ist, dass das fertige Stück nach dem Nähen und Wenden etwas kleiner sein wird! (Hüstel...) Also wer mehr in der Hand haben will, schneidet lieber noch etwas großzügiger zu.

Dann legte ich die Stoffstücke übereinander, wie hier auf den Bildern zu sehen. Wichtig ist, dass die Stoffstücke, die später an der Außenseite sitzen sollen, rechts auf rechts aufeinander liegen. Zwischen die Stoffe legte ich noch ein Bändchen nach innen, das später zum Aufhängen verwendet wird.

Dann nähte ich die Stofflagen an drei Seiten zusammen. Ich begann an einer langen Seite, nähte die kurze Seite mit dem eingelegten Band entlang und schloss mit der anderen langen Seite ab. Die andere kurze Seite ließ ich offen.


Die offene Seite dient zum Wenden. Gewendet wird zwischen den beiden Stoffen, die außen sitzen sollen. Um die Ecken auszuformen, kann man vor dem Wenden noch die Ecken schräg abschneiden und dann eine Stricknadel oder ähnliches verwenden, mit der man von innen nachdrückt. Dann klappte ich den Stoff an der Wendeöffnung nach innen. Wer mag, kann das auch mit Nadeln oder Klammern zusammenhalten. Dann einmal rundherum mit einem Geradstich absteppen. Fertig!


Ich habe gleich ein paar mehr Schwämmchen genäht. Sie überstehen die Waschmaschine und den Trockner locker. So habe ich immer frische Schwämme zur Hand. Weil sie nicht so leicht trocknen wie ein Schwamm, ist die Aufhängung wirklich wichtig. Man kann auch andere grobe, kratzige Stoffe verwenden, wie z.B. Jute o.ä.



Und so sieht die Ecke in unserer Küche jetzt aus. Für stärkere Verkrustungen verwenden wir Schwämme aus recycelten Edelstahl. Manches wird mit einer Spülbürste geputzt, die auswechselbare Köpfe hat. Für Flaschen verwenden wir eine schmale Flaschenbürste. Und Gemüse wird mit dieser Bürste (alles Amazon-Partner-Links) geputzt.

Von selbst gemachtem Spülmittel bin ich wieder abgekommen, die Ergebnisse waren nicht so optimal. Dafür wird das Lieblings-Spülmittel (Amazon-Partner-Link) jetzt im Kanister bestellt. Umgefüllt in eine Flasche von Lemonaid reichen die 5 Liter ewig. Durch den passenden Spender kann man das Spülmittel sehr sparsam dosieren.

Die sympathische und faire Hamburger Firma Lemonaid bietet für ihre Limo-Flaschen sehr tolle Upcycling-Sets an, die kann man hier auf deren Seite bestellen. Da sind gleich noch Aufsätze für Essig und Öl und Salz und Pfeffer drin enthalten. Endlich haben wir Essig und Öl-Flaschen für den Tisch. Sieht ganz witzig aus, finde ich.

So. Das ist also wieder ein Schrittchen mehr, um einerseits Geld zu sparen und andererseits nachhaltiger zu leben. Angesichts der politischen und klimatischen Weltlage kommen mir meine kleinen Schwämmchen irgendwie ziemlich unbedeutend vor. Aber die Hoffnung, die Hoffnung will ich nicht aufgeben! Denn sonst würde ich nur noch Verzweifeln...



Sonntag, 19. Januar 2020

Wochenende am 18. und 19. Januar

Nachdem der Liebste von seiner Dienstreise nach Berlin wiederkam, war er erstmal krank. Er blieb am Freitag zu Hause und kurierte sich aus. Ich bin immer ein bisschen neidisch auf seine Konsequenz, dann wirklich den ganzen Tag auf dem Sofa zu liegen. So lief dann am Wochenende ziemlich viel Wintersport im Fernsehen.

Am Samstagvormittag fuhr ich mit dem Lastenrad für das Wochenende einkaufen.


Als ich wieder zu Hause war, wurde gerade unsere Abokiste aus Wulksfelde geliefert. Die Kinder stürzten sich gleich drauf und so wurden die frischen kalten Bananen und eine rote Paprika verspeist. Das Brot friere ich immer sofort ein, das brauchen wir erst am Wochenbeginn für die Schulbrote.


Dann wurden noch 10 Kilo Orangen vom Crowdfarming geliefert. Unsere Clementinen waren alle, so wollten wir mal die Orangen ausprobieren. Toll! Die Früchte sind ungespritzt und wurden frisch geerntet. Sie schmecken richtig gut.


Nach dem Nudelmittagessen hatte ich ein bisschen Bammel vor dem langen Samstagnachmittag. Doofes graues Wetter, keine Pläne und unausgelastete Kinder sind eine Kombination, die erfahrungsgemäß viel Streit bringt.

Deshalb wollte ich zumindest mit den drei Großen irgendetwas unternehmen. Wir kamen dann auf die Abenteuerwelt "Burg Dampfstein" hier bei uns im Ortszentrum. Ich fuhr mit dem Mutzelchen, dem kleinen Bruder und dem Adventsjungen mit dem Bus hin. Ich gab die Kinder ab und verabredete mich mit ihnen nach einer Stunde wieder am Ausgang.

So hatte ich ein bisschen frei. Eine halbe Stunde verbrachte ich allein schon in der Buchhandlung. Ich trödelte durch die Regale und wollte mir irgendein Buch gönnen. Das neue Buch für Marias Lesekreis auf Instagram hatte ich schon gebraucht im Internet bestellt. Weil ich im Moment Interesse an der Geschichte Hamburgs habe, kaufte ich mir das Buch "Hamburger Frauen: Historische Lebensbilder aus der Stadt an der Elbe" (Amazon-Partner-Link).


Dann ging ich zum Lieblingsbäcker und trank einen kleinen Milchkaffee. Ich las die ersten drei, vier Biografien Hamburger Frauen. Gefällt mir, das Buch.


Dann war meine Stunde auch schon wieder rum. Die Kinder waren noch nicht ganz fertig, so wartete ich kurz auf sie. Sie hatten in der Rollenspielwelt viel Spaß miteinander.


Im Anschluss gingen wir alle zusammen ins Eiscafé.

Am Abend, als die Augustschnuppe im Bett war, machten die drei Großen einen Filmabend in Mutzelchens Zimmer. Der Liebste und ich schauten den Film "Arctic" mit Mads Mikkelsen. Ich bin ohne Vorwissen und ohne Erwartungen an den Film herangegangen. Der Film hat mir überraschend gut gefallen und beschäftigt mich auch nach einem Tag noch. Der Überlebenskampf eines Mannes im Eis ist keine leichte Kost aber sehr sehenswert. Mads Mikkelsen trägt den Film nahezu allein. Das hat mich stark an den Film "All is lost" (beides Amazon-Partner-Links) mit Robert Redford erinnert.


Am heutigen Sonntag war der Liebste halbwegs wiederhergestellt. Doch zum Gottesdienst und anschließenden Familiennachmittag in der Gemeinde fuhren wir dann doch nicht. Das Mutzelchen wurde von ihrer Freundin für einen Kinobesuch abgeholt.

Nach der "Sendung mit der Maus" gab es zum Mittagessen Pizza. Den Teig lassen wir schon seit Jahren einfach im Brotbackautomaten (Amazon-Partner-Link, Nachfolgemodell) kneten und gehen. Das klappt super, die Pizza gelingt immer.


Nach dem Mittagessen strahlte draußen die Sonne vom wolkenlosen Himmel. Wir machten einen langen Spaziergang und tankten ganz viel frische Luft. Wir entdeckten die ersten Schneeglöckchen und noch andere interessante Dinge am Wegesrand.






Wieder zu Hause gab es frische Zimt- und Mohnschnecken nach meinem bewährten Rezept. Mit schön viel Kardamom.

Danach wurde überall Ordnung gemacht und dann war auch schon Badewannenzeit für die Kinder. Die Augustschnuppe schlief verdächtigerweise schon um 18 Uhr ein. Ich hoffe, sie bleibt gesund.


Noch mehr Einblicke in Familienwochenenden werden von Alu und Konsti gesammelt.


Donnerstag, 16. Januar 2020

Donnerstagsschnipsel

* Wieder reicht es in dieser Woche nur für Wochenschnipsel. Der Liebste war von Montag bis gestern auf Dienstreise in Berlin. Ich habe also hier zu Hause alles allein bewerkstelligt. (Es folgt ein Einblick in meine Gedankengänge beim Bloggen und warum es manchmal ein bisschen länger dauert: Manchmal suche ich absichtlich nach einer deutschen Entsprechung für englische Wörter, die schon längst in meinem Sprachgebrauch sind. Hier habe ich zuerst "gemanagt" geschrieben. Das sieht im Text aber komisch aus, deshalb suchte ich nach Synonymen. Ich fand "bewerkstelligen, führen, handhaben, leiten, betreuen". Deshalb steht dort oben also "bewerkstelligen", obwohl das kaum noch gesagt wird. Gedankengang Ende.)

* Am Dienstagvormittag hatte ich wieder Dienst in der Schulbibliothek. Weil es draußen so nass und kalt war, hielten sich um die 70 Kinder in den Räumen auf. Das ist gerade so verkraftbar, denn es ist dann sehr unruhig und laut. Ich muss dann vorrangig für Ruhe sorgen, während mir Kinder der 4. Klasse bei der Ausleihe helfen. Wenn die lange Pause vorbei ist, gehe ich alle Regale durch und räume auf. Auf dem Foto seht Ihr die begehrtesten Bücher der Bibliothek. Einige sind vom vielen Anschauen schon sehr abgenutzt. Diese Bücher werden selten ausgeliehen und mit nach Hause genommen. Meistens schnappen sich die Kinder allein oder in kleinen Gruppen große Sitzkissen und setzen sich in die hinterste Ecke der Bibliothek, wo man sie nicht sofort entdeckt. Dort sind sie dann ganz versunken oder kichern miteinander.


* Ich habe fluffigen Nusskuchen gebacken und kann dieses Rezept nur empfehlen! Vor allem die Tipps für ein wirklich saftiges Ergebnis sind super! Die Anleitung für die Eislaternen für drinnen habe ich im Februar 2018 aufgeschrieben. Ich habe gerade die Befürchtung, es wird hier in Hamburg nie wieder ausreichend Frost für echte Eislaternen geben.


* Gestern war es endlich mal wieder klar draußen. Schon als es am Morgen hell wurde, ahnte ich, dass es ein schöner Tag werden würde. Gleich nachdem ich den Adventsjungen zur Schule gebracht hatte, fuhr ich mit der Augustschnuppe im Lastenrad einen Schlenker zum Naturschutzgebiet. Dort wollte ich den Sonnenaufgang sehen. Um Punkt 8 Uhr sah es dann so aus:


* Am Vormittag schien dann so schön die Sonne in die Wohnung, dass ich Fensterputzgefühle bekam. Erstmal nahm ich die bunten Fenstersterne von den Fenstern. Die weißen, winterlichen Sterne dürfen noch ein bisschen bleiben. Dann habe ich zumindest den Akku des Fenstersaugers (Amazon-Partner-Link (gerade im Angebot)) für den baldigen Einsatz schon mal frisch aufgeladen. Ich habe meinen Fenstersauger im Februar 2014 gekauft und bin immer noch sehr zufrieden.


* Gestern Abend war der Liebste wieder da und ich hatte glücklicherweise Zeit, zum Mitarbeitertreffen im Museumsdorf zu fahren. Bevor es losging, schaute ich noch kurz im Stall bei den Tieren rein. Die Pferde und Kühe hatten gerade ihr Futter bekommen und zermalmten es in ihren Mäulern. Das Geräusch, das dabei entsteht, mag ich total. Das hat sowas Gemütliches. Ansonsten war es ganz ruhig im Stall. Ein schöner Moment! Die Tiere leben in dem Stall wie vor 200 Jahren, als noch Mensch und Tier unter einem Dach gewohnt haben. Die Ställe sind nicht besonders groß, aber tagsüber sind die Tiere draußen auf der Weide oder arbeiten sogar, denn sie werden für die Landschaftspflege, zum Kutschfahren und zum Holzrücken eingesetzt.


* Später wurde ich dann überrascht: das Mitarbeitertreffen war ein Abend für alle ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Museumsdorfes. Immerhin fast 100 Menschen von den rund 200 hatten sich eingefunden. Mit der großen Zahl hatte ich gar nicht gerechnet. Es gab zwei lange Tafeln, die mit liebevoll zubereiteten Schnittchen eingedeckt waren. Getränke gab es auch. Und überall auf den Tischen stand Knabberzeug. Mein Glas mit pikanten Nüssen, das ich für die vermeintlich kleine Runde eingepackt hatte, ließ ich dann doch in der Jackentasche. Der Abend war sehr schön. Ich lernte viele neue Leute kennen, denn nicht alle sind zu jeder Zeit im Museumsdorf vor Ort. Als ich gegen 21 Uhr meinen Bus kriegen wollte, war noch lange nicht Schluss.


* Als die Augustschnuppe und ich heute Morgen im Ortszentrum beim Einkaufen waren, entdeckte sie am Himmel den hell strahlenden Mond. Sie zeigte ganz aufgeregt drauf und rief: "Oh! An!" als ob das eine Lampe wäre.


Sonntag, 12. Januar 2020

12 von 12 im Januar 2020

Hallo zum 12 von 12 im neuen Jahr! Auch in diesem Jahr möchte ich an jedem 12. des Monats Bilder machen und 12 davon im Blog zeigen. Alle, die mitmachen, versammeln sich drüben bei Caro.

Um kurz vor 9 wache ich auf. Nun aber schnell! Um 10 Uhr soll der Adventsjunge von einer befreundeten Mutter und seinem Freund abgeholt werden. Es steht ein Kindergeburtstag an, der im Polizeimuseum gefeiert werden soll.

Der Liebste holt mit dem kleinen Bruder Brötchen. Ich frühstücke Quark mit Kaki und selbstgemachtem Knuspermüsli.


Als der Adventsjunge abgeholt werden soll, will er aus heiterem Himmel nicht mitgehen. Er ist nicht dazu zu bewegen. So bleibt er halt doch zu Hause. Das Geschenk fürs Geburtstagskind wird er dann morgen in der Schule überreichen. Ich bin wegen dieser Sache traurig, denn es ist nicht das erste Mal.

Der Liebste fährt das Mutzelchen zu einem Treffen ihrer Natur-Arbeitsgemeinschaft der Schule. Da wird der Jahresplan besprochen, eine Exkursion geplant und Pizza gebacken.

Für das Knuspermüsli, das ich jetzt wieder öfter mache, will ich das große Vorratsglas verwenden, das schon einige Jahre oben auf den Küchenschränken steht. Hüstel, es ist natürlich ziemlich verklebt. Aber ich habe neulich gemerkt, dass Sterillium diese schmierige Schicht super auflöst.


Zum Mittagessen möchte ich Borschtsch kochen. Theresa Baumgärtner hat es im Fernsehen so schön gezeigt. Ich habe alle Zutaten da.


Im Topf sieht es schön bunt aus, ich freue mich richtig darüber.


Doch ach... meine Suppe wird gar nicht pink, nichtmal rosa. So schade! Anscheinend war es zu wenig Rote Bete. Aber schmecken tut die Suppe wunderbar. Das probiere ich demnächst nochmal.


Dann backe ich noch Friesenkekse. Die gehen ganz schnell. Bis auf die Kühlzeit, die ich nicht bedacht habe. Ich lege die Teigrollen einfach kurz ins Gefrierfach.

Am Nachmittag essen wir die Kekse zusammen mit unseren letzten Mandarinen vom Crowdfarming. Die Kiste mit 10 Kilo hat jetzt drei Wochen gereicht. Wir mögen die ungespritzten Früchte und unterstützen die Arbeit der Bauern in Spanien sehr gerne. Eine Kiste Orangen haben wir jetzt nochmal nachbestellt.




Der Tag heute war ansonsten unspektakulär. Draußen grau in grau und strömender Regen. Vormittags "Sendung mit der Maus". Am frühen Abend kamen Käufer über die Kleinanzeigen, die einen Sessel mitnahmen. Wieder ein bisschen mehr Platz im Keller.

Ich habe heute gar keine 12 Fotos zusammenbekommen. Deshalb zeige ich einfach noch welche von gestern:

Am Morgen wurde wieder unsere Abokiste vom Gut Wulksfelde geliefert.


Für den Nachmittag hatte ich Kinokarten für mich und die drei Großen reserviert. Weil das Wetter sonnig war, fuhren wir alle zusammen mit dem Bus ins Museumsdorf Volksdorf. Da drehten wir eine Runde. Ich habe sogar Kolleginnen und Kollegen getroffen.


Die wunderschönen schwarzen Percherons haben gerade ihr Winterfell und sehen schön kuschelig aus.


Die Ziegen durften alte Weihnachtsbäume abnagen.

Dann fuhr der Liebste mit der Augustschnuppe wieder nach Hause. Ich ging mit den anderen drei Kindern ins Kino. Wir sahen "Die Eiskönigin 2". Ein netter Film, keine Frage. Man merkt, dass an den großen Erfolg des ersten Teils angeknüpft werden soll. Die starken Frauenfiguren sind ein Lichtblick in der Filmlandschaft. Mich hat der Film allerdings nicht so richtig gepackt, ich kann nicht genau sagen, warum nicht. Aber den Kindern hat es auf alle Fälle gefallen.