Donnerstag, 10. Juni 2021

Lieblingszimmer

Wenn ich morgens schon um 5 oder 6 wach bin, freue ich mich ganz besonders auf meinen Lieblingsplatz in der neuen Wohnung. Der gelbe Sessel mit dem Hocker zog als allererstes Möbelstück hier ein. 

Ja, wir haben jetzt acht Zimmer. Wir wohnen aber trotzdem in keinem Palast. Die beiden 4-Zimmer-Wohnungen, die zusammengelegt wurden, waren nicht besonders groß. Insgesamt sind es nun ungefähr 130 Quadratmeter. 

Aber wir haben für alle vier Kinder je ein eigenes Kinderzimmer, ein Arbeitszimmer für den Liebsten, ein Schlafzimmer, ein Wohnzimmer und eben dieses Esszimmer. Man könnte es auch Familienzimmer nennen. Denn hier treffen wir uns alle mehrmals am Tag. 


In den Regalen hinter der Tür befinden sich Weingläser, Vasen, Kerzenhalter und Servietten. Dann steht da die Kochbuchsammlung mit Koch- und Backbüchern aller Art, auch sehr tolle für Kinder. Ganz oben stehen meine liebsten Winter- und Weihnachtsbücher. Psssst, in einem halben Jahr ist schon wieder die Adventszeit in vollem Gange. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, Weihnachtsbücher günstig zu kaufen ;-)

Weil in den Kinderzimmern der Platz begrenzt ist, haben wir viele Wissensbücher für alle möglichen Altersgruppen einfach hier an den Lesesessel geholt. Das sind Sachbücher zu bestimmten Themen, viele Natur- und Tierbücher und Lexika. 

Und dann sind da noch die Mal- und Bastelsachen. Damit werkelt vor allem die Augustschnuppe. Es gibt Papier in weiß und bunt. Stifte aller Art, Radiergummi, Anspitzer, Scheren, Klebe, Klebebänder, Tuschkästen, Wachsmaler, Knete und Sticker. Hier darf sie sich jederzeit ganz alleine bedienen. 


So sieht der Raum jedenfalls im Moment aus. Es fehlen noch Vorhänge, aus rein dekorativen Gründen und weil es dann weniger schallt. Von draußen hineinschauen kann niemand. Das Bord mit Bildern und einer Lichtleiste kommt auch wieder an die Wand hinterm Esstisch. Die Deckenlampe wird noch etwas tiefer und mittig über dem Esstisch hängen. 

An den Wänden hängen schon Farbkärtchen mit den Farbtönen, mit denen ich bald streichen werde. Vorher habe ich übrigens mit der App von Schöner Wohnen ausprobiert, welche Farben passen würden. Man hält den Bildschirm des Handys ins Zimmer und kann virtuell verschiedene Farben auf die Zimmerwände legen. Hat mir gut geholfen, weil ich dann nämlich gesehen habe, dass die Farbe, die ich erst im Sinn hatte, nicht so optimal zum Sessel passt. 

Am schönsten ist aber, wie gesagt, der Moment am Morgen, der nur mir gehört. Der Sessel, eine Tasse Kaffee, die Morgensendung im Radio und ich. Hach!


Ich danke für das Mitlesen und die Anteilnahme. Ich will denen, die es gerne möchten, die Möglichkeit geben, etwas in die virtuelle Kaffeekasse zu tun. Herzlichen Dank für die Anerkennung!



Mittwoch, 9. Juni 2021

Paarzeit

Abendstimmung am Meer. Der Liebste und ich. Fast spiegelglattes Wasser. Herrliche Farben. Schwäne. Eine frische Brise auf dem Fahrrad. Um die Wette fahren. Immer die Türme der Stadt im Blick. Softeis Sorte "Schwarze Vanille-Kirsche" am Hafen. Neue Heimat Wismar. 




Dienstag, 8. Juni 2021

Ein arbeitsreiches Wochenende...

 ... liegt hinter mir. Uff. Am Freitagnachmittag fuhr der Liebste mit mir und drei von vier Kindern nach Hamburg. In der alten Wohnung waren auch noch ein paar Dinge, die geholt werden mussten. 

Und die ganze Wohnung musste gestrichen werden. Weil ich in unserer Familie für das Streichen zuständig bin, hatte ich das ganze Wochenende dafür eingeplant. Dass ich einen Tag vorher zufällig ganz spontan geimpft wurde, war nicht eingeplant. Aber mein Arm tat nach zwei Tagen gar nicht mehr weh. 

Das Zimmer der Jungs hatte ich genau vor einem Jahr gerade gestrichen. Da wussten wir von unseren Umzugsplänen natürlich noch nichts. Gezeigt habe ich das fertige Zimmer im Blog irgendwie nie.

Eigentlich müssen laut Mietvertrag nur die farbigen Wände gestrichen werden. Doch als diese Wände frisch weiß waren, sah man den Unterschied doch ganz schön. Deshalb habe ich einfach kurzerhand die gesamte Wohnung gestrichen. Vier Zimmer, Flur und Küche. Sieht jetzt alles schick und fast übergabebereit aus. 

Da geht es übrigens vom Wohnzimmer raus auf die Terrasse. Die lag zwischen den Häusern, war die meiste Zeit des Tages dunkel und am Nachmittag für drei Stunden in der prallen Sonne, so dass es meistens zu heiß zum dort sitzen war.

Der kleine Bruder und der Adventsjunge sind mit mir in Hamburg geblieben. Der Liebste ist wieder nach Wismar gefahren und hat uns nach dem Wochenende wieder abgeholt. 

Am ersten Tag haben die Jungs mir noch beim Malern geholfen. Am Samstag und am Sonntag haben sie sich dann jeweils draußen mit ihren Freunden getroffen. Ich habe weiter Löcher verspachtelt, gemalert, geräumt, geputzt und gepackt. 

Ach, wir hatten großes Glück: das gesamte Laminat wurde ausgebaut und abgeholt! Wir durften es nicht drinlassen und haben es bei ebay-Kleinanzeigen verschenkt. Der Mann, der die knapp 90 Quadratmeter abholte, war ganz froh und hat wirklich alles bis auf den letzten Fitzel abgebaut und mitgenommen. Sogar die Endstücke, die Fußleisten und die Trittschalldämmung hat er mitgenommen. 

Ich habe mit den beiden Jungs in den leeren Räumen campiert. Wir haben auf Matratzen geschlafen und am alten Schreibtisch gegessen. Ich war zwischendurch ein paar letzte Male in der Gegend spazieren. Mein Bett am Wochenende:


Was mich wirklich erschreckt hat, war die Lautstärke vor unserem alten Haus. Dass es laut war, war klar, aber dass es SO laut war... uh, wie belastend! Es gibt tagsüber quasi keinen Moment ohne Autogeräusche vor den Fenstern. Und von der Straße flog ständig Staub in die Wohnung. 

Als wir vor knapp 10 Jahren die Wohnung bekommen haben, war der Verkehr noch nicht so dicht. Aber seit die Straße erneuert wurde, war eigentlich fast jeden Tag Stau vor unseren Fenstern. 

Als ich nach dem Wochenende wieder nach Wismar kam, fühlte ich mich wie im Urlaub. Hier ist es so ruhig, dass ich manchmal denke, irgendetwas stimmt mit meinen Ohren nicht, weil ich absolut nichts höre. 

Oder aber ich höre die Rufe von Möwen, Kranichen, Schwalben, Krähen, Elstern, Spatzen, dem Kuckuck und von Fröschen. Und das habe ich jetzt jeden Tag, hach!



Ich danke für das Mitlesen und die Anteilnahme. Ich will denen, die es gerne möchten, die Möglichkeit geben, etwas in die virtuelle Kaffeekasse zu tun. Herzlichen Dank für die Anerkennung!


Freitag, 4. Juni 2021

Dieser Moment...

Nur ein Foto, keine Worte. Ein Augenblick, eingefangen in dieser Woche. Zum Innehalten, Genießen und Erinnern.


Dazu mein Text, den ich drüben auf Instagram schon geschrieben habe: 

Hab gehört, heutzutage macht man ein Impfie: Tadaaaa, ich trage heute Pflaster und das ist auch gut so. 🩹  Der Termin kam ganz plötzlich und unerwartet. Ich dachte ja, ich heule nach dem Pieks vor Erleichterung und Freude. Stattdessen sehe ich ziemlich müde und geschafft aus. Das letzte Jahr hat Spuren hinterlassen. Sichtbare und unsichtbare. Übern Berg sind wir noch nicht. Aber ich hoffe, unser neuer Alltag wird weniger kräftezehrend.

Dienstag, 1. Juni 2021

Hallo Juni!

Im Juni werde ich...

... mit meinen Kindern den Kindertag feiern

... weiter die neue Wohnung schick machen

... die alte Wohnung malern

... und endlich abgeben

... mit den Schulkindern das verkorkste Schuljahr abhaken 

.. in dem sie sehr viel gearbeitet und gelernt haben

... (in drei Wochen, jippieh!)

... Mittsommer feiern

... dazu gehören auf alle Fälle Kladdkaka, Zimtschnecken oder Himbeerschnitten

... pssssst, insgeheim hoffe ich auf ein Mittsommerfest am Ostseestrand

... den Kindern ein fettes Ferienpäckchen packen

... mit den Kindern die Sommerferien genießen

... nicht verreisen

... aber sehr viel Eis essen gehen

... hoffentlich mal wieder schwimmen gehen

... nach einem Fitness-Studio Ausschau halten

... weiter auf einen Corona-Impftermin hoffen

... Wismar und Umgebung entdecken

... glücklich sein 


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Montag, 31. Mai 2021

Letztes Maiwochenende

Ein aufregender Monat geht zu Ende. Unser Umzugsmonat. Ich bin selten am Rechner gerade. Ich räume die letzten Kisten aus und optimiere. Ich baue Regale auf. Bringe mit dem Liebsten zusammen Gardinenstangen an oder Küchenoberschränke. 

Ich laufe ständig durch die Wohnung und freue mich eigentlich durchgängig über unser riesengroßes Glück. Ich schaue ständig aus den Fenstern um ja kein Himmelsschauspiel zu verpassen. Und dann ist ja auch noch Wismar direkt vor der Tür!

Am Freitagabend habe ich mir mein Fahrrad geschnappt und bin alleine nach Wendorf gefahren. Dieser Stadtteil liegt direkt am Meer. Eine Viertelstunde fahre ich da mit dem Fahrrad hin. Vorbei am Hafen und der weithin sichtbaren Werft.

In Wendorf gibt es einen Strand und eine lange Seebrücke. Von dort hat man einen sehr schönen Blick auf die Wismarer Bucht und Stadt. Ganz hinten an der Mündung zur offenen See habe ich am Horizont die Poeler Kogge entdeckt. Die ist ein Nachbau einer hanseatischen Kogge aus dem 14. Jahrhundert. Hier steht mehr über die interessante Geschichte. 







Ich fahre noch schnell am Hafen rum, weil ich denke, ich erwische die Kogge beim Einlaufen. Doch das dauert noch, wie mir Männer, die dort angeln, verraten. 

Am Samstag machen der Liebste und ich wieder unseren Spaziergang in die Innenstadt. Mit Halt an der Fika-Kaffeebar und einigen anderen Geschäften. Die haben seit kurzem wieder vollständig geöffnet und man kann ohne Test o.ä. aber natürlich mit Maske einkaufen gehen. 



Am Abend fahren wir alle zusammen mit den Fahrrädern zum Hafen. Die Luft ist mild und es sind noch viele Menschen unterwegs. Wir kaufen eine Kugel Eis und genießen die Stimmung.


Am Sonntag wollen die Kinder kochen. So nehme ich mir am Vormittag wieder ein bisschen Zeit zum Fahrrad fahren. Am Hafen sehe ich endlich, wie die Kogge ablegt. Ich habe sie noch nie fahren sehen. Fast bin ich ein bisschen enttäuscht, wie der Motor angeworfen wird, Rauchwolken aufsteigen und das Schiff ziemlich zügig den Hafen verlässt. Das große Segel wird wohl erst später gehisst. 


Ich fahre noch zum Lindengarten und zum Mühlenteich, um mal etwas anderes als die Stadt und den Hafen zu fotografieren. In der Innenstadt, die ganz früher rundherum von der Stadtmauer geschützt war, gibt es natürlich hauptsächlich Häuser und schmale Gassen und Straßen mit viel Kopfsteinpflaster. Aber rundherum bietet Wismar ganz viel Grün. 

Am Rand der Inennstadt steht ein alter Wasserturm. Der war ursprünglich ein Wehrturm der mittelalterlichen Befestigungsanlage der Stadt. Dort erreicht man den Lindengarten, der auch direkt neben dem Bahnhof liegt. Im Lindengarten gibt es einen wunderschönen, sehr alten Baumbestand. Hier und da stehen Statuen. Es gibt einen Teich mit Entenhaus. Und die Blumenuhr, die ich schon in meiner Kindheit bewundert habe, gibt es auch noch. Nur leider ohne Zeiger. 

Vom Lindengarten aus fließt der Mühlenbach Richtung Hafen. Vorher kommt das Wasser aus dem Mühlenteich, der schon fast wie ein kleines Meer wirkt. 










Mit etwas Verzögerung öffnet dann zu Hause das Restorang. Es gibt selbst gemachte Tomatensuppe als Vorspeise, Königsberger Klopse mit leckerer Kapernsauce und zum Nachtisch Schokoladen-Tiramisu. Das haben die Kinder im Kopfbuch "Zack, fertig! Ich kann das allein!" (Amazon-Partner-Link) entdeckt. Das hatte ich den Kindern neulich zusammen mit einigen anderen Kochbüchern besorgt. Und ich muss sagen: so leckeres Tiramisu habe ich selten gegessen. Die Creme ist schokoladig und nicht zu süß. Die Löffelbiskuits haben eine ganz tolle teigige Konsistenz. Super!



Am Abend gibt es wieder einen schönen Sonnenuntergang und einen tollen Blick von unserem neuen Balkon aus in den Himmel und über die Türme der Stadt.


 

Ich danke für das Mitlesen und die Anteilnahme. Ich will denen, die es gerne möchten, die Möglichkeit geben, etwas in die virtuelle Kaffeekasse zu tun. Herzlichen Dank für die Anerkennung!


Freitag, 28. Mai 2021

Endlich wieder Kühlungsborn!


"Hier ist ja alles so grün!" riefen die Kinder am letzten Wochenende. Und auch wunderschön gelb! Kein Wunder, sie kennen die Gegend nur aus dem Herbst oder Winter. Bis jetzt haben wir immer in der Nebensaison Urlaub in unserem Herzensort Kühlungsborn gemacht. Da gefielen uns die Preise für Ferienwohnungen einfach besser. Das letzte Mal waren wir am vierten Advent 2019 in Kühlungsborn. 

Nun können wir von unserem neuen Wohnort Wismar einfach mal nach dem Frühstück losfahren. Sehr toll! Und so gehörten wir letzten Sonntag zu den ersten Gästen im Ostseebad. Wir parkten am Bahnhof Kühlungsborn-Ost und sahen gleich mal die Molli-Bahn, hach! Schön blankgeputzt war sie. 


Dann liefen durch die Strandstraße Richtung Seebrücke. Ganz leer war es am Morgen noch. So wie wir es aus dem Winter kennen. 


Während die Kinder schon den ersten Spielplatz enterten, ging der Liebste Kaffee holen. Mein Gang führte unterdessen einmal bis zum Ende der Seebrücke und wieder zurück. Sind die Farben nicht wunderschön?!






Als ich mir dann in der Bäckerei einen Kaffee geholt habe, wurde ich das erste Mal seit weiß ich wie vielen Monaten gefragt: "Zum Mitnehmen oder zum hier trinken?" Ich verstand die Frage erst gar nicht. Dann schweifte mein Blick nach draußen, wo die Terrasse bestuhlt und gut besucht war. Ah, das war neu. Trotzdem habe ich meinen Kaffee auf die Hand mitgenommen. 

Dann liefen wir gemütlich von der Seebrücke aus Richtung Kühlungsborn-West und haben alle Spielplätze besucht, die uns auf unserem Weg vor die Nasen kamen. Die Kinder haben die alle im Kopf. Mal liefen wir am frisch geharkten Strand entlang, mal oben auf der Promenade. Hier und da standen auch schon Strandkörbe bereit.




Am Rathaus waren die Beete wunderschön bepflanzt. Das waren sie im Februar 2008, als der Liebste und ich hier heimlich geheiratet haben, natürlich nicht. Schön, das mal bei Wärme und Sonnenschein zu sehen! 


Unser Ziel konnten wir dieses Mal schon von Weitem sehen. Auf dem Balticplatz drehte sich ein ziemlich hohes Riesenrad. Als wir den Kindern versprachen, dass wir damit fahren würden, waren sie ganz aus dem Häuschen. Je näher wir dem Rad kamen, desto größer wurde es. Der Liebste ließ uns lieber den Vortritt.


Und so fuhr ich mit den vier Kindern ein paar Runden im größten reisenden Riesenrad der Welt. Die Aussicht war herrlich! Ich wusste gar nicht, wo ich zuerst hinschauen sollte. 

Zum Leuchtturm Bastorf auf seinem Hügel inmitten gelber Rapsfelder? Richtung Seebrücke? Übers Meer mit seinen wunderschönen Farben und den geheimnisvollen Sandbänken unter der Wasseroberfläche? Der Villa Baltic aufs Dach? Sieh an, ich wusste gar nicht, dass sie oben ein Glasdach hat. 

Viel zu schnell war die Fahrt vorbei. Von oben hatte ich den Liebsten entdeckt, wie er auf einer Bank saß und etwas aß. Er war währenddessen beim Bäcker. Nach unserer Fahrt und süßen Teilchen für alle, hatten die Kinder schon wieder den nächsten Spielplatz im Blick. 

 




Weil es vorne am Strand schon viel voller geworden war, liefen wir auf dem Rückweg durch den Stadtwald. Das war jetzt im Frühling natürlich auch ein ganz anderes Erlebnis als sonst im Winter. So dicht und grün haben die Kinder den Wald noch nie erlebt. Hütten aus Stöckern haben wir auch gesehen und so einige Tiere. 

Nach fünf Stunden waren wir wieder an unserem Auto angekommen. Das machen wir auf alle Fälle bald mal wieder!