Freitag, 6. Dezember 2019

Lustig, lustig, tralalalalaaaaa....

... heut war Nikolausabend da! Schuhe müssen die Kinder schon seit 2012 nicht mehr putzen, also zumindest nicht am Nikolausabend. Seit Dezember 2012 hängen die von mir genähten Stiefel im Flur. Und dass es nicht der Nikolaus ist, der die Gaben bringt, wissen sie mittlerweile auch.

Gestern habe ich den ganzen Vormittag mit Hilfe der Augustschnuppe gebacken. Zuerst Plätzchen. Diesmal habe ich den Teig schön dünn ausgerollt, dann werden sie richtig doll knusprig. Und damit sie auch nicht wieder aufweichen, habe ich sie nur dünn mit dunkler Kuvertüre bestrichen. Moah, waren die lecker!

Die Weckmanntradition an Nikolaus habe ich irgendwann in den letzten Jahren ins Leben gerufen. Für jedes Kind gab es einen mit Tonpfeife in den Stiefel und noch mehr für den Frühstückstisch. Dazu noch etwas Schokolade, Mandarinen, kleine Modellbauschachteln für die Jungs und ein Bastelbuch für das Mutzelchen.

An mich hat natürlich der Liebste gedacht und ich an ihn. Ich habe dem Liebsten die nagelneuen limitierten Weihnachtsbecher von Ahoi Marie geschenkt. Ganz uneigennützig gleich zwei. Die sind so süß! Und er hat mir auch ein paar liebe Kleinigkeiten in den Stiefel getan.

Und jetzt: auf ins Wochenende!







Mittwoch, 4. Dezember 2019

Tannenbäumchen am Stiel


Seit Herbst 2010 backe ich Lebkuchen vom Blech. Jedes Jahr wieder viele, viele Bleche. Unser Freundeskreis, Kolleginnen und Kollegen und natürlich die ganze Familie mag dieses fluffige und würzige Gebäck. Im Advent 2011 habe ich auf Basis des Rezeptes meinen Weihnachtskuchen erfunden.

Jetzt wurde es mal wieder Zeit, etwas Neues auszuprobieren. Schon im letzten Jahr habe ich eine Packung Holzstiele (Amazon-Partner-Link) bestellt aber gar nicht benutzt. Das ganze Jahr über lag die Packung im Küchenschrank und ich wusste gar nicht mehr, was ich damit vorhatte. Jetzt ist es mir wieder eingefallen!

Tadaaaaaaa, ich präsentiere: Tannenbäumchen am Stiel! 

Vor allem die Kinder waren begeistert! Und ich fand es auch sehr praktisch, denn ihre Hände blieben beim Essen sauber. Ja, es macht ein bisschen mehr Arbeit, bringt aber eine Menge Freude. Der Adventsjunge wird solche Bäumchen an seinem Geburtstag mit zur Schule nehmen, das Mutzelchen möchte welche zur Klassenweihnachtsfeier mitbringen.

Basis ist wieder der Lebkuchen vom Blech. Diesmal habe ich allerdings ein ganzes Tütchen Backpulver verwendet, damit das Gebäck schön hoch geht. Das ist wichtig für das Aussehen des fertigen Gebäcks und damit auch die Stiele hineingesteckt werden können.

Ich schreibe das Rezept hier nochmal auf:

500g Mehl
300g Zucker
3 Esslöffel Backkakao
1 Beutel Lebkuchengewürz (ca. 15g)
1 ganze Tüte Backpulver

* alle trockenen Zutaten gut vermischen

500ml Milch
3 Esslöffel neutrales Öl (ich nehme Bratöl (Amazon-Partner-Link))

* die flüssigen Zutaten mit dem Mixer unterrühren. Dann den Teig auf ein Blech geben und glatt streichen. Bei 180°C (Umluft) ca. 15 Minuten backen.

Wenn das Gebäck ausgekühlt ist, in Dreiecke schneiden. Ich habe auf meinem Blech zuerst die waagerechten Schnitte gesetzt, dann die schrägen. Durch geschicktes Schneiden kommen aus meinem Blech 32 Stücke heraus. Die Reste vom Rand wurden auch aufgegessen.


Die Holzstiele werden in die kurze Seite gesteckt. Dann wird das Gebäck mit Schokolade überzogen. Ich habe diesmal dunkle Kuchenglasur verwendet, die lässt sich leichter verarbeiten als Kuvertüre. Die Kuchenglasur braucht nur im Wasserbad oder in der Mikrowelle kurz erwärmt werden. Dann habe ich das Gebäck am Stiel festgehalten und mit einem Pinsel die Oberseite und die Seiten mit Schokolade bepinselt.

Wenn der Schokoladenüberzug noch frisch ist, kann man direkt Zuckerstreusel draufstreuen. Ich habe ein bisschen gewartet und die Oberfläche trocknen lassen. Dann habe ich die Bäumchen mit weißem oder grünem Zuckerguss in Tannenbaumform verziert. Dafür habe ich Puderzucker mit Zitronensaft zu einem zähen Guss angerührt und später auch mit grüner Lebensmittelfarbe eingefärbt. Je öfter ich dann den kleinen Löffel geschwungen hatte, desto besser sind mir die Verzierungen im Zickzack gelungen.

Psssst, übrigens dachte ich, meine Idee, die Bäumchen auf Gitter zu legen, war toll. War sie aber nicht. Beim Trocknen sind sie am Gitter festgeklebt. Besser ist es, alles gleich auf Backpapier zu legen, dann löst sich alles ganz leicht.

Naaaaa, wollt Ihr es auch mal ausprobieren?








Dienstag, 3. Dezember 2019

Einundzwanzig

Heute feiert mein Großer seinen 21. Geburtstag. Das letzte Jahr war spannend. Er hat nach einem Aufenthalt in Lissabon sein Studium abgeschlossen. Zur Verleihung des Bachelors war ich eingeladen und bin dafür nach Vallendar gereist. Im Moment lebt und arbeitet der Große bis zum Frühjahr in Berlin. Danach ist er für eine Weile in München, bis er sein Masterstudium aufnimmt. Wo genau das sein wird, an welcher Uni im In- oder Ausland, wird sich im nächsten Jahr entscheiden. Ich hoffe, sein neues Lebensjahr wird gesund, glücklich und erfolgreich!

Ich bin nun also schon 21 Jahre Mutter. Um diese Zeit war die Geburt schon im Gange. Zehn Tage vor dem errechneten Termin. Draußen vor den Fenstern in Berlin-Zehlendorf hatte ein ziemliches Schneegestöber begonnen. Alles war so unwirklich, ich dachte die ganze Zeit "Passiert MIR das jetzt wirklich?" Als mein Junge geboren war, konnte ich es immer noch nicht glauben. Doch ich war bereit für ein Leben mit Kind. Ziemlich bald war ich alleine für ihn verantwortlich. Ich finde, wir haben das gut hinbekommen, mein Großer und ich.

Er hat es mir auch leicht gemacht. Es war eine große Freude mit so einem schlauen und wissbegierigen Kind. Wir haben gemeinsam die Welt entdeckt und viel unternommen. Ich war ihm eine andere Mutter als ich es jetzt für die kleineren Geschwister bin. In vielen Bereichen war ich entspannter, in manchen aber auch strenger. Das sage ich ihm immer, wenn er meint, ich habe ihm irgendwann etwas nicht erlaubt: "Du warst doch schließlich mein erstes Kind!" Mit einem Augenzwinkern natürlich :-)

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, mein Großer! 


Montag, 2. Dezember 2019

Erstes Adventswochenende


Am Samstag wache ich auf und es ist im Schlafzimmer sehr hell. Im Kinderzimmer gegenüber ist die Tür offen und die Sonne scheint herein. Was noch toller ist: es ist schon halb 10! Die Augustschnuppe muss irgendwann aufgestanden sein und ist nun bei ihren Geschwistern. Alle scheinen sich miteinander zu beschäftigen.

Ich stehe auf, gehe duschen und decke dann den Frühstückstisch. Die Kinder und der Liebste trudeln nach und nach ein. Nach dem Frühstück packe ich ein Advents- und Geburtstagspaket für den Großen. Von den am Freitag gebackenen Plätzchen kommen natürlich auch welche hinein.

Dann fahre ich mit dem Lastenrad ins Ortszentrum. Dort ist am Samstag Markt. Zuerst gebe ich das Paket bei der Post ab. Ich muss auch nur 15 Minuten anstehen. Angesichts der langen Schlange habe ich mit mehr Zeit gerechnet. Aber weil ich völlig kinderlos unterwegs bin, genieße ich die Zeit des Nichtstuns fast.

Auf dem Markt stelle ich mich beim regionalen Fleischer an. Da kaufen wir nun schon viele Jahre. Auf der Angebotstafel stehen Entenkeulen. Und so beschließe ich spontan, dass wir am 1. Advent ein Weihnachtsprobeessen machen und kaufe Entenkeulen. Außerdem landen noch Obst und Gemüse von anderen Marktständen im Lastenrad. Im Supermarkt gebe ich kurz Leergut ab. In dem Laden, in dem ich mir vor vielen Jahren meine letzte Mütze gekauft habe, kaufe ich mir eine neue Wintermütze. Und im Blumenladen bekomme ich endlich Mistelzweige, die ich schon die ganze Zeit gesucht habe. Überall ist es sehr voll, ich habe fast das Gefühl, am nächsten Tag wäre schon Weihachten.

Zum Mittag gibt es Kürbissuppe. Vielleicht die letzte der Saison? Das Mutzelchen kommt von ihrer Ballettprobe zurück. In zwei Wochen hat sie ihre große Prüfung.


Am späten Nachmittag fahre ich mit dem Bus nach Volksdorf. Ich will ins Kino gehen. Vorher habe ich noch ein bisschen Zeit und laufe durchs Ortszentrum. Es ist wie ausgestorben. Obwohl überall so hübsch geschmückt ist, haben die meisten Geschäfte schon geschlossen. Nur Thalia, Budni, Blume 2000 und Tchibo haben geöffnet. Ich stöbere kurz im Buchladen. Weil mir das Buch "Ein Stern strahlt in der dunklen Nacht" (Amazon-Partner-Link) von Wiebke Andersen und Regina Kehn so gut gefällt, kaufe ich es. Es ist hübsch illustriert und viele der Gedichte und Geschichten darin kenne ich noch gar nicht. Ein sehr schöner Adventssschatz!

Im Kino schaue ich mir den Film "Bernadette" mit Cate Blanchett an. Hm, ich hatte mir mehr erhofft. Der Film weiß nicht, ob er Komödie oder Drama sein will. Cate Blanchett macht ihre Sache natürlich gut, aber ihre Filmtochter, gespielt von der jungen Emma Nelson, hat mir am besten gefallen. Ich hätte die Hauptfigur der Bernadette gerne besser kennengelernt. Auf eine ernsthafte und tiefergehende Weise. Wie lebt es sich als Frau, die als Architektin mal große Erfolge gefeiert hat und nun in der Abgeschiedenheit einer Kleinstadt lebt? Was macht es mit ihr, keinen Anschluss zu finden? Wie ist es, wenn das Kind größer wird und in die Ferne will? Das alles wird nur angeschnitten und bleibt oberflächlich und komödiantisch. Das Ende ist ganz schön, aber der Weg dahin etwas abgedreht und unglaubwürdig. Am schönsten ist die innige Mutter-Tocher-Szene im Auto als beide während der Fahrt gemeinsam zu Cyndi Laupers "Time After Time" singen.



Am Sonntagmorgen backe ich wieder noch vor dem Frühstück ein Blech Lebkuchen. Diesmal habe ich damit etwas Besonderes vor, das ich bald im Blog zeige.


Draußen ist ist sehr nebelig. Auf dem Frühstückstisch liegen für alle ihre Adventskalender. Die Kinder bekommen Schokoladenkalender von GEPA. Da ist in jedem Jahr so ein schönes Motiv drauf! Der Liebste bekommt einen kleinen Schokokalender und einen Adventskalender von Paarzeit. Der hat mich angesprochen und davon haben wir beide etwas in diesem Advent.





Ich verbringe den ganzen Vormittag in der Küche. Ich gestalte die Backwaren und brate die Ente im Ofen. Zwischendurch schreibe ich meinen Hallo Dezember- Eintrag. Nach dem Mittagessen schauen wir alle den zauberhaften Weihnachtsfilm "Plötzlich Santa" (Amazon-Partner-Link). Der Filmtitel passt eigentlich gar nicht, denn das ist ein norwegischer Film, der gar nichts mit der amerikanischen Art, Weihnachten zu feiern, zu tun hat. Der Film erinnert eher an die Petterson und Findus-Art.

Am Nachmittag machen wir es uns an der Adventskaffeetafel so richtig gemütlich. Danach kruscheln wir alle so vor uns hin. Das Wetter war den ganzen Tag über nebelig und grau.

Als es dann ans sonntagabendliche Aufräumen geht, drehen die Kinder plötzlich alle auf. Sie fangen an, zu toben und zu schreien und streiten dann auch. Das kennen wir schon, diesmal ist es aber nicht so erträglich. Wir Eltern schimpfen und versuchen, die Kinder zu trennen. Die Augustschnuppe ist auf einmal sehr müde und lässt sich ins Bett bringen. Die anderen drei Kinder helfen uns bei der Wäsche und dem Geschirrspüler. Dann schauen sie die Abendsendungen auf dem KIKA. Der Liebste setzt sich dazu. Ich nutze die Zeit und gehe eine halbe Stunde um den Block. Das tut gut. Ich nehme mir vor, mit den Kindern am nächsten Wochenende, egal wie das Wetter ist, rauszugehen. Das lohnt sich im Moment, da man in den Straßen und Häusern viele bunte Lichter und Weihnachtsdekorationen entdecken kann.

Als alle Kinder im Bett sind, machen es uns der Liebste und ich auf dem Sofa gemütlich und öffnen unsere erste Karte vom Paarzeit-Adventskalender. Wir reden über unsere schönsten gemeinsamen Erlebnisse und Herausforderungen und ob unsere Beziehung so bleiben darf. Eine schöne Idee und wir sind gespannt auf die nächsten Tage.


Noch mehr Einblicke in Familienwochenenden werden bei Alu und Konsti gesammelt.  



Sonntag, 1. Dezember 2019

Hallo Dezember!

im Dezember werde ich...

... am ersten Advent die Adventskalender verteilen
... eine Backidee ausprobieren
... dem Großen zum 21. Geburtstag gratulieren (!)
... Nikolausstiefel befüllen 
... das Elternzugucken beim Balletttraining des Mutzelchens besuchen
... dem Mutzelchen für ihre Ballettprüfung die Daumen drücken
... beim "Süßen Advent" im Museumsdorf Volksdorf mitwirken (kommt alle!)
... backen, backen, backen
... alle tollen Weihnachtsfilme schauen
... den 7. Geburtstag des Adventsjungen feiern
... Plätzchen backen mit den Geburtstagsgästen (Tipps hier
... mit der Familie nach Kühlungsborn fahren (Nebensaison, hach!) 
... eine frische Brise Ostseeluft atmen
... einen Weihnachtsbaum aussuchen
... den Baum aufstellen und die Kinder schmücken lassen
... ein ganz entspanntes Weihnachtsfest feiern
... auf das Jahr zurückschauen
... mich auf das neue Jahr freuen
... mit der Familie Silvester feiern



Freitag, 29. November 2019

In dieser Woche...

... habe ich unsere Wohnung endgültig in ein Adventsheim verwandelt. Ich habe jeden Tag ein bisschen was gemacht.

Der Liebste war von Montagmorgen bis Freitagabend auf Dienstreise. Das ist immer ein merkwürdiges Gefühl, ganz alleine für alles zuständig zu sein. Es ist, als würde ein Teil von mir fehlen. Ich kriege den Alltag sehr gut hin, weil ich im Tagesplan weit voraus schaue und viel Zeit für alle Schritte einkalkuliere. Aber mir fehlt der Austausch mit dem Liebsten am Abend sehr.

Dazu hatte mein Lastenrad auch noch einen Platten im Hinterrad. Ohne mein Fahrrad geht hier gar nichts. Damit bin ich schnell und flexibel und schaffe viel weg und viel nach Hause. Montag war der Fahrradladen geschlossen. Dienstagmorgen pumpte ich das Rad auf und fuhr so schnell ich konnte Richtung Fahrradladen. Die Augustschnuppe und ein Faltbuggy an Bord für den Rückweg. Über jeden Meter, den ich geschafft habe, war ich froh, denn so ein schweres Fahrrad schiebt sich nicht so leicht.

Schon am Mittwoch konnte ich mein Rad zum Glück wieder abholen. Jetzt ist ein sogenannter "Unplattbar-Reifen" drauf mit einem extra guten Profil, das einen geringen Rollwiderstand hat. Mein Rad fährt jetzt richtig schnell!

Die Augustschnuppe bekommt die Adventszeit das erste Mal so richtig mit. Alles ist für sie neu, alles ist bestaunenswert. Das macht mir auch Freude. Unsere Holzkrippe wird jeden Tag bespielt. Die anderen Dekorationen irgendwie auch ;-)




Am Abend saß ich in meinem Sessel, habe kitschige Weihnachtsfilme auf Netflix geschaut und weitere Sterne gefaltet. Die Nächte waren trotzdem irgendwie kurz und nicht besonders erholsam.





Und am heutigen Freitag haben wir sogar verschlafen. Ich weiß nicht mehr, ob ich den Wecker vergessen hatte, zu stellen, oder ob ich ihn nicht gehört habe. Jedenfalls kam um 7 Uhr der kleine Bruder an mein Bett. Wir machten alle schnell, schnell und tatsächlich waren wir alle in vierzig Minuten angezogen, hatten gefrühstückt und kamen pünktlich los. Sogar ohne Geschwisterstreit, das ist erwähnenswert.

Heute war so ein schönes Licht! Ich habe den Tag richtig genossen. Am Vormittag war ich schon einkaufen, habe Wäsche gemacht, das letzte Laub im Garten geharkt und Plätzchenteig vorbereitet. Die dreifache Menge. Dann legten die Augustschnuppe und ich Schürzen an und machten uns ans Ausrollen und Ausstechen. Ich kann jetzt ganz genau sagen: für 6 Bleche Butterplätzchen brauche ich genau so lange, wie das Weihnachtsalbum von Michael Bublé (Amazon-Partner-Link) läuft. Sehr empfehlenswert, er hat eine tolle Stimme!

Die Plätzchen habe ich dann mit Zuckerguss und Streuseln verziert. Einen Teil davon möchte ich meinem Großen nach Berlin schicken. Er hat nächste Woche Geburtstag und wird erst an Weihnachten nach Hause kommen. So bekommt er hoffentlich ein bisschen Weihnachtsstimmung von uns ab.

Nun freue ich mich auf einen gemütlichen Abend mit dem Liebsten, aufs Ausschlafen morgen und das erste Adventswochenende. Unser Adventsheim ist bereit.

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern ein schönes Wochenende! 








Mittwoch, 27. November 2019

Bücher für die Weihnachtsstimmung


Seid Ihr schon in Weihnachtsstimmung? Falls nicht, kann ich Euch ein paar wunderschöne Bücher für Erwachsene empfehlen. Ich schaue da so gerne rein! Auch wenn ich es wahrscheinlich nie im Leben schaffen werde, alle tollen Rezepte nachzubacken, alle Gerichte nachzukochen oder alle Basteleien auszuprobieren, macht mir das Schmökern trotzdem große Freude.

Da träume ich mich ein paar entspannte Momente lang weg vom Alltag in ein Winterwunderland, in eine Zeit, in der noch Schnee lag und in der alles irgendwie langsamer lief. Idealerweise bin ich dabei in meinem Sessel eingemummelt in eine flauschige Decke und eine Tasse Tee dampft neben mir auf dem Tischchen. Ich saß aber auch schon neben Kindern, die Hausaufgaben machten und der Augustschnuppe, die Chaos mit Bastelmaterialien veranstaltete und habe mit Hilfe der Bücher ganz kurz mal abgeschaltet.

(alle folgenden Verlinkungen sind Amazon-Partner-Links, alle Bücher sind selbst gekauft)

Viele der Bücher habe ich gebraucht gekauft. Manche habe ich schon viele Jahre. Ich schaue jede Adventszeit wieder ein. Auf manche habe ich schon seit der Vorankündigung hingefiebert, die habe ich mir als Neuerscheinung gegönnt. Wie zum Beispiel das nagelneue Buch von Lisa Nieschlag und Lars Wentrup. Die beiden stehen seit einigen Jahren für sehr erfolgreiche Winter- und Weihnachtsbücher. "Driving home for Christmas" knüpft nahtlos an den großen Erfolg von "New York Christmas", "New York Christmas Baking" und "White Christmas" an. Wer diese Bücher kennt, macht mit dem neusten Werk nichts verkehrt. Auch im neuen Buch kann man wieder in traumhaften Bildern schwelgen, schöne weihnachtliche Kurzgeschichten lesen und sich wunderbare Inspirationen für die Festtage holen. Mein Lieblingsbuch in diesem Jahr!


"Hello Santa" von den Autorinnen Julia Cawley, Vera Schäper und Saskia van Deelen bietet traumhafte Winterlandschaften und leckere Rezepte aufgelockert durch weihnachtliche Texte und Gedichte. Es ist allerdings nicht so stark wie das Vorgängerbuch derselben Autorinnen "Hello Snow".

Vor zwei Jahren habe ich von Theresa Baumgärtner das Buch "Backen in der Winterzeit" erstanden. Ich muss gestehen, ich habe es irgendwann weitergegeben. Ich fand den Stil ein bisschen zu kitschig. Da kannte ich Theresa Baumgärtner aber noch nicht. Dann entdeckte ich sie auf Instagram und verfolge seitdem ihr Tun. Auch im Fernsehen habe ich sie schon gesehen. Ich bewundere ihre ruhige, herzliche und fröhliche Art und habe Respekt vor allem, was sie auf die Beine stellt. Mit diesem Wissen kann ich ihr neues Buch "Weihnachten: Rezepte für die schönste Zeit des Jahres" ganz anders sehen. Die Bilder im Buch sind ganz zauberhaft. Die Texte und Rezepte machen richtig Vorfreude aufs Fest. Das Buch gehört für mich zu den schönsten Neuerscheinungen in diesem Jahr.


Die folgenden Bücher entführen uns in den Norden. "God Jul" ist ein buchgewordener weihnachtlicher Stadtbummel. Stimmungsvolle Bilder lassen uns durch die Städte Stockholm, Kopenhagen, Oslo und Reykjavik schlendern. Dazu gibt es typische Rezepte für die Regionen.

"Hygge Christmas" versammelt die schönsten Rezepte und Bräuche des skandinavischen Weihnachtsfestes. Dieses Buch kann man getrost das Hausbuch der skandinavischen Weihnachtsrezepte nennen. Von süß bis herzhaft finden sich hier die ganzen Leckereien, die z.B. an Weihnachten auf dem schwedischen Julbord zu finden sind. Aus diesem Buch mache ich am meisten nach.

Für das Buch "Lucias Lichterkranz" wurden 24 Adventsbräuche aus Skandinavien zusammengetragen. Das Buch ist sozusagen ein literarischer Adventskalender für die ganze Familie. Für jeden Tag des Advents gibt es eine kurze Geschichte. Ergänzt werden die Geschichten mit wenigen Bildern, aber ganz vielen Informationen über Norwegen, Finnland, Schweden und Dänemark. Man lernt viele Bräuche kennen und kann Rezepte und Basteleien nachmachen.


"Winterzauber und Weihnachtsduft" reiht sich ein in die Riege der Wohlfühlbücher, um in weihnachtliche Stimmung zu kommen. Ich habe es sehr günstig erstanden, neu hätte ich es wohl nicht gekauft. Die Rezepte sind allesamt nicht neu, aber es ist insgesamt ganz schön, gemütlich drin zu blättern.

"Advent, Advent..." möchte Inspirationen für die schönste Zeit im Jahr bieten. Das war mein erstes Weihnachtsbuch. Ich habe es vor vielen Jahren in der Fundkiste bei Ikea entdeckt. Und es funktioniert immer noch. Gerade in der Adventszeit sind doch die Klassiker wie Scherenschnittsterne oder hübsche Gestecke immer aktuell.

Heute würde man es "nachhaltige Weihnachten" nennen, aber das Buch "Aus Alt wird Neu WEIHNACHTEN" ist schon von 2010 und somit auch eins meiner ältesten Weihnachtsbücher. Hier findet man ganz viele wunderschöne Ideen, wie man ohne großen Aufwand aus Erbstücken oder Flohmarktfunden schöne Dinge für die Adventszeit gestalten kann. Da schaue ich immer wieder gerne rein.



Zu den Klassikern kann man auf alle Fälle die folgenden Bücher zählen. "Weihnachten für die ganze Familie" bietet die klassischen süßen und auch herzhaften Rezepte und ganz einfache aber effektvolle Basteleien für die Adventszeit.

"Weihnachten - Das goldene von GU" darf eigentlich in keinem Haushalt fehlen. Die Rezepte von GU sind sehr erprobt und gelingsicher, das weiß ich auch aus anderen Büchern dieser Reihe. In diesem Buch gibt es die klassischen Rezepte aus der Weihnachtsbackstube, Rezepte für festliche Menüs und Ideen für Geschenke aus der Küche.

"Weihnachten mit den Landfrauen" habe ich mir gekauft, weil es gebraucht sehr günstig war. Im Fernsehen habe ich mal die Sendung "Land und lecker" gesehen, in dem Frauen, die auf Höfen auf dem Land leben und arbeiten sich gegenseitig besuchen und bekochen. Die bodenständigen Frauen wissen einfach, wie man neben einer großen Familie und viel Arbeit auf dem Hof tolle Gerichte zaubert. In diesem Buch verraten sie ihre Familienrezepte und geben Tipps für festliche Dekorationen.

"Das große Hausbuch zur Weihnachtszeit" bietet neben Rezepten, Basteltipps und Geschenkideen auch allerlei Wissenswertes von A wie "Advent" bis Z wie "Zimt". Es gibt Informationen über verschiedene Weihnachtsbräuche, kuriose Fakten und viele Listen. Außerdem gibt es auch schöne Gedichte und Geschichten. Ein sehr schönes Buch zum Schmökern!


Erst wenn Weihnachten im Herzen ist,
liegt Weihnachten auch in der Luft.

William Turner Ellis



Sonntag, 24. November 2019

Lieblingswochenende


Haaaaach, dieses Wochenende gehört auf alle Fälle zu den schönsten Wochenenden des Jahres! Nach einigen Wochen Vorbereitung war es endlich soweit: wir haben mit Freundinnen und Freunden die Adventszeit eingeläutet. Und weil es gar nicht so einfach ist, sechs Familien in der Adventszeit gleichzeitig unter einen Hut... ähm... unter ein Dach zu bekommen, fand das Ganze schon diesen Samstag statt.

Am Freitag war ich mit der Augustschnuppe in der Küche und habe sechs Bleche Lebkuchen-Figuren ausgestochen. Außerdem buk und verzierte ich noch vier Bleche Butterplätzchen.

Zwischendurch fotografierte ich mal alle meine Weihnachtsbücher für Erwachsene, die ich bald im Blog zeigen will. Die Augustschnuppe immer dabei. Der Adventsjunge war am Freitag bei seinem Freund eingeladen und wurde mir zur Sandmännchenzeit nach Hause gebracht. Der Liebste war mit den beiden Großen nachmittags und abends in der Gemeinde. Die Proben für das Krippenspiel haben schon begonnen.


Am Samstagmorgen buk ich als Erstes wieder ein Blech Lebkuchen. Dann wurde aufgeräumt, durchgesaugt und weiter vorbereitet.


Im Wohnzimmer habe ich Weihnachts-Bücher und Zeitschriften zum Schmökern bereitgestellt.



Im Zimmer des Mutzelchens wurde ein Tisch aufgebaut. Hier sollte eine Bastelstation sein. Unsere Gäste konnten hier ihren "Adventskranz mal anders" gestalten und Kränze auf dünnen Metallringen zum Aufhängen binden. Ich hatte alle Materialien dafür in ausreichenden Mengen besorgt. Kerzen, Kerzenhalter, Flaschen, Blumendraht und Kordeln hatte ich schon im Laufe der letzten Wochen besorgt. Tannen- und Eukalyptuszwiege kurz vorher.

Im anderen Kinderzimmer stand der große rote Koffer mit den Weihnachtskinderbüchern bereit.


Weil unser Auto diese Woche in der Werkstatt war und mein Lastenrad einen schlimmen Platten hatte, haben wir uns die Lebensmittel und Getränke für die Feier liefern lassen. Das hat super geklappt. Ich kochte am Vormittag im Bräter eine sehr große Menge schnelles Chili con Carne. Dazu sollte es Nacho-Chips und Brötchen geben. Für die weihnachtliche Note würzte ich das Chili noch mit Zimt und dunkler Schokolade.

In der Küche baute der Liebste das Getränke-Buffet auf. Es gab Limonaden und Schorlen, Kaffee und Tee. Ich befüllte bunte Teller mit Spekulatius, Lebkuchen, Schokokringeln, Plätzchen und Mandarinen und verteilte die Teller in allen Zimmern.


Am Esstisch konnten wieder Lebkuchen verziert werden. Dafür stand alles, vom Puderzuckerguss bis zu den bunten Streuseln, bereit.

Dann brauchten wir nur noch die Sonos-Lautsprecher in allen Zimmern in eine Gruppe packen und eine Weihnachts-Playlist erstellen. Das gerade erschienene Weihnachtsalbum von Robbie Williams (Amazon-Partner-Link) brachte dafür die richtige Stimmung. Ein bisschen Big-Band und nicht zu kitschig.


Ab 14 Uhr trudelten die Gäste ein. Wir waren insgesamt 19 Personen, davon 8 Kinder im Alter von 2 bis 12 Jahren. Wir begrüßten alle und klärten sie auf: wir wollten diesmal nicht nur am Kaffeetisch sitzen sondern uns zwischen den verschiedenen Zimmern bewegen und miteinander kreativ werden.

Unsere Gäste waren freudig überrascht. Das war ja auch das erste Treffen dieser Art. Und ich freute mich, dass meine Ideen so gut angenommen wurden. Alle kamen miteinander ins Gespräch, es entstanden die buntesten Kekse und schönsten Kränze.

Die Kinder plünderten die bunten Teller und hatten viel Spaß miteinander. Am Ende klebte der ganze Esstisch und die Küche. Der riesige Topf Chili con Carne wurde tatsächlich leer. Zum Schluss wurde von uns allen der beste bunteste Keks gekürt. Alle waren so fröhlich!

Für mich war das wie Weihnachten. Genau so stelle ich mir ein Fest mit einer großen Familie vor. Ungezwungen, herzlich und locker. Ich war sehr glücklich und wenn ich jetzt beim Schreiben daran zurückdenke, bekomme ich ein warmes Gefühl im Bauch. Wie schön, solche Freundinnen und Freunde zu haben!





Am heutigen Sonntag stand aufräumen und saubermachen auf dem Plan. Am Vormittag fuhr der Liebste mit den drei Großen ins Kino. Er hatte Karten für "Die Eiskönigin 2" besorgt. Nach dem Film im Kino in Wandsbek liefen die vier noch über den dortigen Wintermarkt an der Eisbahn. Es gab Würstchen und gebrannte Mandeln für alle.

Ich schaute mit der Augustschnuppe die "Sendung mit der Maus" (sehr schön heute von hinter den Kulissen bei "Shaun das Schaf") und buk die ersten Engelsaugen der Saison. Die Augustschnuppe half mir dabei.

Am Abend war Badewannenzeit für alle und dann gab es Salat aus der Gemüsekiste.


Noch mehr Einblicke in Familienwochenenden werden bei Alu und Konsti gesammelt.