Sonntag, 19. September 2021

Mein Wochenende...

 ... ist schnell erzählt: 

am Freitag war der Kindergarten wegen einer Fortbildung geschlossen. Am Tag davor war ich ja mit der Augustschnuppe in Grevesmühlen. Dass sie am Abendbrottisch so müde war, schob ich zunächst auf unseren Ausflug und das viele Laufen. Dass sie dann kurz darauf in ihrem Bett so schnell einschlief, war ungewöhnlich und sehr verdächtig. War doch klar, sie wurde krank. 

Das war besonders an diesem Wochenende sehr schade. Denn wir hatten vor einer Weile eine Einladung zu einer Pressereise nach Usedom erhalten. So ist der Liebste am Freitagnachmittag alleine mit den drei Großen hingefahren.

Ich pflegte die Augustschnuppe und seufzte auch nur ganz leise, als ich die Bilder von meterhohen Ostseewellen, tollen Buffets, einem schönen Hotel und dem Dinopark sah. Einen Gastbeitrag über diesen Kurzurlaub wird meine Familie noch schreiben.



Zu Hause arbeite ich mich derweil durch Wäscheberge, räumte mal so richtig auf, saugte besonders gründlich und saß oft neben der kranken Augustschnuppe. Als sie am Abend früh schlief, hatte ich Zeit für Filme, die ich mir schon lange aufgespart hatte. Zum einen war das "The United States vs. Billy Holiday" zum anderen "Die Berufung- Ihr Kampf für Gerechtigkeit" über das Leben von Ruth Bader Ginsburg (beide Amazon-Partner-Links). Beides Filme über starke bewundernswerte Frauen, die viel bewegt haben. Ich habe teilweise während der Filme gegoogelt und recherchiert, um mehr zu erfahren. 

Heute ist unser Mutzelchen 14 Jahre alt geworden. Ihr 1. Geburtstag war damals der erste, der in meinem noch frischen Blog gelandet ist. Im Hotel bekam sie heute Morgen einen toll gedeckten Frühstückstisch mit Schokosahnetorte. 

Als die Familie am Nachmittag eintrudelte, war ich gerade mit den Vorbereitungen fertig. Es gab noch Geschenke, die mit der Post gekommen waren und die Sandtorte, die das Mutzelchen sich gewünscht hatte.



Für das Abendessen wurden sich Hot-Dogs gewünscht. Weil ich im Supermarkt keine fertigen Brötchen dafür mehr bekommen habe, suchte ich ein Rezept raus. Dieses hier

Weil ich heute richtig viel Zeit hatte, setzte ich am Vormittag den Teig an. Mit etwas Dinkelvollkornmehl im Teig. Der ging ein paar Stunden und wurde richtig groß. Weil ich 20 Würstchen hatte, formte ich 20 statt 16 Brötchen wie im Rezept. Die wurden dann ein bisschen schmaler. 

Und ja: die selbst gebackenen oberfluffigen Hot-Dog-Brötchen sind natürlich um Längen besser als gekaufte, die es nun nicht mehr geben wird. Das habe ich jetzt davon ;-)

Nun ist das Wochenende schon rum. Morgen muss die Augustschnuppe noch zu Hause bleiben. Ich hoffe, sie ist dann schon so fit, dass wir mal ein bisschen rausgehen können. 


Noch mehr Einblicke in Familienwochenenden sammeln Alu und Konsti.




Ich danke für das Mitlesen und die Anteilnahme. Ich will denen, die es gerne möchten, die Möglichkeit geben, etwas in die virtuelle Kaffeekasse zu tun. Herzlichen Dank für die Anerkennung!


Samstag, 18. September 2021

Saftiger Kürbiskuchen

Endlich ist Kürbiszeit! Auf Kürbissuppe oder Kürbis aus dem Ofen freue ich mich das ganze Jahr! Jetzt habe ich dank Vanessa von MVliebe, die mir das Rezept verraten hat, auch einen saftigen Kürbiskuchen in meiner Rezeptsammlung. 

Die Art Kuchen kenne ich schon vom Möhrenkuchen oder vom Zucchinikuchen. Der Teig ist nussig und würzig und dank des Gemüses schön saftig. Auch nach einigen Tagen noch. 

Zutaten:

400g Hokkaido-Kürbis (ca. 1/2 kleiner Kürbis)

200g Zucker

1 Pkg. Vanillezucker

300g Mehl

1 Tüte Backpulver

4 Tl Zimt

2 Msp. gemahlene Nelke

2 Msp. gemahlener Muskat

100g gehackte Haselnüsse

100g gemahlene Mandeln

100ml Apfelsaft

200ml neutrales Öl

4 Eier

Puderzucker

Zubereitung:

* Kürbis waschen und mit der Schale fein raspeln, graue Hubbel schneide ich vorher raus (ich hätte auch die Küchenmaschine nehmen können, habe aber meine bestimmt 20 Jahre alte Leifheit-Reibe verwendet (oh, ich sehe gerade, die neueren Modelle (Amazon-Partner-Link) haben sogar einen Restehalter, ich habe es auf meine Weise gelöst)


* alle trockenen Zutaten und die Gewürze miteinander vermischen, bei den Gewürzen bin ich immer ein bisschen großzügiger


* Kürbisraspeln dazugeben


* Saft, Öl und Eier verrühren und unter den Teig mischen

* alles in eine gefettete Form geben, Form nach belieben, es geht eine Springform, ich benutze auch gerne die Auflaufform aus Glas (Amazon-Partner-Link), da klebt nichts an


* bei 170 Grad (Umluft 160 Grad) ca. 50 Minuten backen

* abkühlen lassen und vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben

Guten Appetit!



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Freitag, 17. September 2021

Wochenschnipsel

Oha, ich komme gar nicht mehr hinterher mit dem Bloggen! Sieben Wochen Schule liegen schon wieder hinter uns. Der ganze Wust aus frühem Aufstehen, immer mehr Dunkelheit morgens und abends, Essensbestellungen und -abbestellungen, Wandertagen, Sportfesten, Brotdosen, vergessenen Turnbeuteln, Maskenvorräten, verbummelten Schulmaterialien, Klassenkassen usw. usf. ist schon wieder ziemlich erfolgreich über uns hereingebrochen. Hmpf. Zum Glück sind in zwei Wochen Herbstferien! Leider nur eine Woche hier in MV.

Vor genau einer Woche am Freitag schien am Morgen so schön die Sonne bis hinein in den Flur. Die Augustschnuppe hatte ihre Kiste mit den Dinos in den Flur getragen und dort gespielt.

Nachdem wir sie in den Kindergarten gebracht hatten, sind der Liebste und ich schnell vor seinem Arbeitsbeginn in die Fika Kaffeebar gegangen. 

Am Nachmittag holte ich mit dem Lastenrad wieder unsere Regiotüte bei MVliebe ab. Mit den tollen regionalen Leckereien können wir auf alle Fälle locker ein ganzes Wochenende bestreiten. 

Am Abend kam Mutzelchens Freundin, die das Wochenende bei uns verbrachte. Am Samstag fuhren wir gemeinsam zum Biohof Tacke. Im Rahmen der Bio-Landpartie hatte der seine Türen geöffnet. Wir schauten der Feuerwehr in den Bauch, ins Gewächshaus mit den Tomaten und waren dabei, als die Kühe zum Melken geholt wurden. Am Abend machte ich vier Bleche Flammkuchen für alle.




Den Sonntag habe ich ja schon bei 12 von 12 im September gezeigt. Am Montagvormittag war die Innenstadt schon merklich leerer. Man merkt, dass die Sommerferien nun wirklich überall vorüber sind. Diese Katze hier wohnt in der Einkaufsstraße. Ich sehe sie da ganz oft. 



Am Dienstagabend habe ich eine Lesung in der Stadtbibliothek besucht. Die Schauspielerin Elisabeth Richter-Kubbutat hat mit sehr angenehmer Stimme Texte und Gedichte von Ingeborg Bachmann gelesen. Begleitet wurde sie von der Akkordeonistin Susanne Stock. Die Goldberg-Variantionen von Bach habe ich vorher noch nie auf dem Akkordeon gehört. Das war sehr beeindruckend.

Danach war es draußen schon dunkel. Ich fuhr einmal kurz mit dem Fahrrad durch die Stadt und zum Hafen. Am Hafenbecken erklang Musik und ein Paar tanzte in der Dämmerung Tango. Sieht die Stadt so beleuchtet nicht festlich aus?!





Gestern hatte die Augustschnuppe einen Termin in der augenärztlichen Praxis. Weil es in Wismar keine Praxis gibt, die speziell für Kinder da ist, müssen wir dafür bis nach Grevesmühlen fahren. Dort befindet sich ein Ableger einer Lübecker Praxis. Als ich mit der Kleinen am Busbahnhof in Wismar stand, wurde der Termin telefonisch abgesagt. Weil wir aber nichts weiter vorhatten, sind wir trotzdem die 45 Minuten über Land mit dem Bus gefahren. 

In Grevesmühlen haben wir uns in der Praxis direkt einen neuen Termin geholt. Dann sind wir durch die Stadt geschlendert. Der nächste Bus zurück nach Wismar sollte erst zwei Stunden später fahren. So hatten wir mehr als genug Zeit. In einer Bäckerei stärkten wir uns. Schade, das süße Café, aus dem Waffelduft kam, entdeckten wir erst danach. Das testen wir beim nächsten Mal!

Das Café liegt direkt am sogenannten Kinogang. Doch ach, beim Anblick des verwaisten Kinos blutete mir das Herz! 

Ansonsten hat das kleine Städtchen ganz schöne Ecken. Im Park an der Kirche gibt es einen ganz tollen riesigen Spielplatz mit gar nicht so leichten Klettergeräten für verschiedene Altersklassen. Das Stadtmuseum schaffen wir vielleicht auch beim nächsten Besuch.



Nun steht schon wieder das Wochenende vor der Tür. Schaut mal morgen rein, da veröffentliche ich noch ein leckeres Rezept für einen saftigen herbstlichen Kuchen


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Mittwoch, 15. September 2021

Ein Morgen an der Seebrücke

Zwischen zwei Terminen bin ich letzte Woche mit dem Fahrrad mal eben zur Seebrücke in Wismar-Wendorf gefahren. Ich war an dem Morgen ungefähr eine Stunde dort und hatte die Brücke komplett für mich alleine. 

Ich bin auf der Seebrücke bis ganz ans Ende gelaufen und habe ins Blaue geschaut. Weil das Wasser so klar war, konnte ich die vielen Schwäne beim Gründeln beobachten. Am Strand schaute ich nach schönen Steinen oder Muscheln und habe vermehrt Herbstboten entdeckt.

Der Aufenthalt am Wasser ist für mich wie eine Seelenmassage. Wohltuend. Beruhigend. Entspannend. Wichtig. Mein Gedankenkarussell dreht sich langsamer und ich kann durchatmen. 

Und damit meine Bilder nicht im Speicher versauern, zeige ich sie heute schnell.















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Sonntag, 12. September 2021

12 von 12 im September 2021

Heute ist wieder 12 von 12. Am 12. eines Monats macht man im Tagesverlauf ganz viele Fotos und zeigt am Abend 12 davon im Blog. Alle, die mitmachen, versammeln sich drüben bei Caro

Um 7 Uhr wache ich auf. Wachgetreten von der Augustschnuppe, die sich irgendwann in der Nacht wiedermal in unser Bett geschlichen hat.

Gestern Abend wurde es spät. Der Liebste und ich haben nach einiger Zeit nochmal den Film "Interstellar" (Amazon-Partner-Link) geschaut. Schon interessant, wie einige Filme Science-Fiction sein sollen, aber der Realität auf unserer Erde im Laufe der Jahre immer näher kommen. Der Film hat mich auch diesmal wieder berührt.

Wenn ich morgens die Augen aufmache, sehe ich dieses Bild:


Dann gehe ich duschen, ziehe mich an und laufe ans andere Ende der Wohnung. Dort gehe ich, wie jeden Morgen, zuerst ins Esszimmer und schaue aus dem Fenster raus in die Natur. Die Bäume bekommen ganz langsam ihre ersten bunten Blätter.


In der Küche mache ich mir zuerst eine Tasse Kaffee. Dann bereite ich noch vor dem Frühstück einen Hefeteig zu. Der kann schön lange gehen, bis ich ihn mittags weiterverarbeite. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass meine Teige am besten werden, wenn ich sie mindestens doppelt oder dreifach so lange gehen lasse, als in den gängigen Rezepten angegeben wird.


Nach dem Frühstück fahren der Liebste und ich mit dem Adventsjungen und der Augustschnuppe mit den Fahrrädern zum Gottesdienst in unserer neuen Gemeinde. Der kleine Bruder ist nicht da, er hat bei einem Freund übernachtet. Und das Mutzelchen hat Besuch von ihrer Freundin aus Hamburg, die das Wochenende bei uns verbringt.

In der Gemeinde gibt es hinterher wieder Kaffee und Kuchen und Gespräche. Die Kinder treffen sich mit anderen Kindern aus der Gemeinde und spielen draußen und in allen Räumen Verstecken. 

Wir bleiben aber nicht allzu lange heute, denn es gibt noch so viel zu tun. Ich bin ein bisschen traurig, weil ich es wohl nicht schaffen werde, mehr Angebote in der Stadt wahrzunehmen. Es sind einfach so viele tolle Veranstaltungen auf einmal! 

Wieder zu Hause bereite ich das Blech mit dem Kuchen vor. Auf dem fluffigen Teig landen Äpfel und Pflaumen und Streusel mit viel Zimt. Für ein Blech verdopple ich die Zutaten für die Streusel aus diesem Rezept. Der Liebste kocht parallel dazu eine Kürbissuppe. Gegen 14 Uhr essen wir die Suppe mit angerösteten Brotwürfeln. 


Nach dem Essen geht der Liebste mit dem Adventsjungen in die Stadt zu einer Dinosaurierausstellung, die an diesem Wochenende in Wismar gastiert. Die beiden großen Mädels packen das Übernachtungszeug zusammen. Die Eltern von Mutzelchens Freundin kommen rum und nehmen die Mädchen nochmal mit in die Stadt, wo sie zusammen Eis essen gehen.

Bevor ich mit der Augustschnuppe in die Stadt hinterherfahre, verpacke ich zwei Pakete, die ich wegschicken will. An der Packstation geht das auch am Sonntag. Sehr praktisch! Ich scanne an der Station die Paketmarken, eine Klappe öffnet sich, ich lege die Pakete ein, schließe die Klappe und fertig. Gelb:


Und auf dem Weg in die Stadt nochmehr gelb:


Ich halte dann am Alten Hafen. Dort darf die Augustschnuppe eine Runde mit dem Kinderkarussell fahren, was sie sehr freut. 

Der Liebste ist mit dem Adventsjungen in der Dino-Ausstellung sehr schnell durch. Hat sich nicht so wirklich gelohnt, gelinde gesagt. Anschließend gehen die beiden die Eisenbahnfreunde im alten Ringlokschuppen besuchen. Weil heute der bundesweite "Tag des offenen Denkmals" ist, werden dort Interessierte empfangen. Der Adventsjunge darf sogar die alte Drehscheibe bedienen. Der Liebste überlegt schon länger, ob er bei den Eisenbahnfreunden mitmachen soll. Demnächst geht er mal zu einem Treffen.

Wir verabreden uns über unsere Handys am Hafen. Da gehen wir mal wieder auf die Poeler Kogge, die im Hafen liegt und schauen auf Stadt und Wasser. Das Mutzelchen treffen wir dort auch noch und begeben uns dann alle zusammen nach Hause. 




Erst um 17 Uhr essen wir den Kuchen. So saftig und lecker! 


Weil wir alle gerade zusammensitzen, sprechen wir nach einer Woche mit dem neuen System über die Aufgaben im Haushalt. Die Kinder haben prima mitgemacht und fanden die Aufgaben angemessen. Besonders die Augustschnuppe ist superstolz, dass sie jetzt schon so groß ist, um mitzureden und mitzuhelfen. 

Natürlich ist es immernoch an uns Eltern, den Hauptteil der Aufgaben zu erledigen. Es ist ja nicht so, dass wir die Kinder alles machen lassen und selber nix mehr tun. Wir haben in der Woche auch öfters nachfragen und nachbessern müssen, aber das soll nicht so im Vordergrund stehen. 

Jedes Familienmitglied darf sich heute ganz frei neue Aufgaben auswählen, die nun wieder für eine Woche gelten. 


Ich setze danach mich ins Schlafzimmer an meinen kleinen Schreibtisch und beginne, die Bilder des heutigen Tages zu sichten. Mein Großer ruft aus Paris an und wir quatschen ein bisschen. 

Abendbrot fällt heute wegen des späten Kuchenessens aus. Die Kinder gehen in ihre Zimmer, der Liebste bringt die Augustschnuppe ins Bett und telefoniert wie jeden Sonntag mit seiner Mutter. Die Sonne geht unter, es wird schnell dunkel. Nun lassen der Liebste und ich den Tag auf dem Sofa ausklingen.




Ich danke für das Mitlesen und die Anteilnahme. Ich will denen, die es gerne möchten, die Möglichkeit geben, etwas in die virtuelle Kaffeekasse zu tun. Herzlichen Dank für die Anerkennung!