Samstag, 22. August 2026

Sommerferien in Dänemark 2

Teil 1

Der 15. Juli 2026 sollte einer der heißesten Tage während unseres Aufenthaltes in Aarhus werden. Knapp 30 Grad! Da wollten wir nicht durch die Stadt laufen sondern suchten uns ein schattiges Plätzchen aus. Südlich von Aarhus beginnen beeindruckende Wälder mit hohen uralten Bäumen. Dort befindet sich auch ein kleiner Wildpark mit Damwild. Perfekt bei solch einer Hitze! Wir liefen langsam die Wege entlang und konnten hier und da auch Tiere beobachten.



Auf dieser Bank saßen wir schließlich eine Dreiviertelstunde und genossen den Ausblick am Flüsschen entlang bis runter zum Meer. Wir aßen unsere mitgebrachten Käsebrote und Gemüsestückchen und wollten uns gar nicht mehr wegbewegen. Irgendwann kamen sogar Tiere ins Tal, das konnten wir von dort oben gut beobachten. 



Doch wir hatten noch etwas anderes vor: die Unendliche Brücke sehen und im Meer baden. An der Brücke war es jetzt im Sommer im Gegensatz zum Frühling natürlich etwas voller. Am Strand fanden wir dann aber einen Platz und ließen uns nieder. Praktisch: der Strand lag wegen des Waldes im Schatten. 

Doch Baden gehen konnten wir mit den Kindern nicht, die Wellen waren zu hoch, der Strand sehr steinig und das Wasser schnell etwas tiefer. Sieht man auf den Bildern gar nicht. Wir blieben dann nicht so lange, wie geplant. 






Das Abendessen wollten wir uns im Street Food Market im alten Busterminal in der Nähe des Bahnhofs aussuchen. Wir fanden einen Parkplatz am Hafen und liefen durch ein altes Industrieviertel. Das steht augenscheinlich in den Startlöchern, ein angesagtes Viertel zu werden. 


Hier befindet sich das allerneuste Ausflugsziel: die Kulbroen - Die Kohlebrücke. Hier kann man das historische Viertel am Südhafen aus der Höhe erleben. Die High Line in New York war Vorbild, naja, hier in Aarhus ist alles ein weeeeeeenig kleiner. 

Die Kohlenbrücke wurde 1950 erbaut um Kohle von den Schiffen im Hafen zum Gaswerk zu transportieren. Hafen und Gaswerk werden heute nicht mehr in dem Umfang genutzt. Es blieben die Stützen der alten Brücke, die mit einer neuen Brücke und Aussichtsplattformen überbaut wurden. Im Moment sahen wir von oben hauptsächlich Baustellen. Drumherum entstehen überall neue Wohn- und Geschäftshäuser. Mal sehen, wie es dort in ein paar Jahren aussieht. 





Am Ende der Brücke mussten wir noch an einer viel befahrenen Straße entlanglaufen. Bei der Hitze war das nicht so schön und die Laune war wegen des ausgefallenen Bades auch nicht besonders. 



Die Street Food Halle war mäßig besucht, trotzdem dauerte es eine Weile, bis alle Familienmitglieder etwas gefunden hatten, was sie mochten. An die Qualität im Nikolinehus auf Aarhus Øje kam das Essen aber nicht heran. 



Am Abend konnten wir alle endlich wieder im Garten unseres Ferienhauses entspannen. Wir spielten ein extrem kurzweiliges und lustiges Spiel und trugen unsere Highlights des Tages in unser Sommerbuch ein. Das hatte ich mir gewünscht, denn ich hatte in Berlin den herausragenden Film "Das Sommerbuch" geschaut nach dem gleichnamigen finnischen Klassiker von Tove Jansson. (beides Amazon-Partner-Link)

Ich hatte also ein Skizzenbuch besorgt, in das wir unsere Tageshöhepunkte eintrugen. Wir schrieben oder zeichneten den ganzen Urlaub lang und haben nun eine schöne persönliche Erinnerung an den Sommerurlaub 2026. 

Fortsetzung folgt....





Dienstag, 18. August 2026

Sommerferien in Dänemark 1

Schon während der herrlichen Aufenthalte in Aarhus dachten der Liebste und ich, wie schön es wäre, wenn unsere Kinder dass alles auch sehen könnten! Da wir beim Buchen für unseren Sommerurlaub in Angeln sehr spät dran waren, bekamen wir eine Ferienwohnung nur noch für eine Woche. So suchten wir uns für die Woche vorher eine Unterkunft in Dänemark. Das war für unser Zeitfenster auch im Januar schon fast aussichtslos. 

Ich fand irgendwann im Internet ein kleines Stadthaus ca. 30 Autominuten von Aarhus entfernt. Das gefiel uns und so bezogen wir es am 13. Juli. Es war schön eingerichtet, gemütlich und hatte einen Garten. Von dort aus machten wir täglich Ausflüge in die Umgebung und natürlich zuallererst nach...




... Aarhus! Wir hatten am Morgen gefaulenzt und kamen gegen Mittag in Aarhus an. Wir stellten unser Auto wieder im Parkhaus in der neuen "Hafencity" von Aarhus ab. Wir wussten einfach, dort gab es Platz und eine unkomplizierte Bezahlung mit der App EasyPark. Von dort aus eroberten wir die Stadt. Zuerst zeigten wir den Kindern, wo wir die letzten beiden Male gewohnt haben: im "Lighthouse" auf Aarhus Øje.


Die "Eisberge" in der Nachbarschaft.


Das zweite Frühstück gab es im "La Cabra". 


Dann liefen wir Richtung Innenstadt. Erster Stop war das DOKK1, die öffentliche Bibliothek. Dort verbrachten wir eine ganze Weile und ließen die Kinder alles entdecken: die Spielplätze außen drum, die Möglichkeiten innen drin zum Puzzlen, Spielen, Lesen, Bewegen. Den Gong (hier zeigte ich ihn schonmal).





Unser nächstes Ziel war dann natürlich das Kunstmuseum ARoS. Auch das ist hervorragend geeignet für einen Besuch mit Kindern! Erstmal gab es eine kleine Stärkung im Museumsbistro. 


Allein für den Gang durch das begehbare Kunstwerk auf dem Dach, den Regenbogen von Olafur Eliasson, lohnt sich der Besuch. Bei unserem Besuch im Juli war es sehr heiß, trotzdem hatten wir Freude daran.




Aber auch im Inneren des Museums gab es spannende Ein- und Ausblicke.



Diese Sonderausstellung sorgte für eine Menge Spaß: ein großer Saal voll unterschiedlicher Puppen erheiterte viele Gäste des Museums. Alle wurden richtig kreativ im Verstecken und unauffällig Rumstehen. 


"The Dome" des Künstlers James Turrell war auch sehr überraschend und wunderschön. Dieses Kunstwerk wurde erst im Juni eröffnet. Durch einen Gang erreichten wir es vom Museum aus. Ganz unbefangen betraten wir die riesige Kuppel. Sonniges Licht empfing uns. In der Decke befand sich eine kreisrunde Öffnung mit einem ganz puren Blick auf den knallblauen Himmel. 

Erst als wir die ersten Schritte im Innenraum liefen, merkten wir, dass jedes noch so winzige Geräusch mehrfach von den Wänden zurückgeworfen wurde. Das ergab sehr interessante Effekte. Ganz vorsichtig schlichen wir zu den Sitzplätzen, die sich rundherum am Rand befanden, setzten uns, verhielten uns ganz still und genossen einfach die beeindruckende Atmosphäre. Nach und nach füllte sich der Raum. Wir beobachteten die Reaktion der anderen Gäste auf das Licht und die Geräusche. Das alles war total spannend und ich freute mich, dass Kunst für die Kinder hier so greifbar wurde. 



Zum Abschluss statteten wir dem Museumsshop einen Besuch ab. Jede Ecke hier war sehr liebevoll und detailverliebt eingerichtet. Die ein oder andere Kleinigkeit durfte mit. Und überall meine Lieblingslampe in allen Farben! 



Anschließend wollten wir Aarhus von oben sehen und besuchten die Dachterrasse auf dem Kaufhaus Salling. Shoppen interessierte uns überhaupt nicht. Von unseren vorherigen Besuchen kannten der Liebste und ich schon den kürzesten Weg da hoch. Wir schauten uns um und nahmen ein kühles Getränk und genossen einfach unseren Aufenthalt. 




Durch die sommerlich aufgeheizte Stadt liefen wir zurück nach Aarhus Øje. 


Das hatten wir schon am Anfang des Tages geplant: wir essen Sauerteigpizza im Street Food Market im Nikolinehus. Weil es aber so ein warmer Sommerabend war, holten wir die Pizza und aßen sie draußen gleich gegenüber mit Blick auf die Wassersportanlage. Das war ein überaus perfekter Tag! 



Freitag, 14. August 2026

12 von 12 im August 2026

An jedem 12. eines Monat findet das Fotoprojekt "12 von 12" statt. Ursprünglich gestartet wurde es vor vielen, vielen Jahren von Chad Darnell, aber inzwischen nicht mehr fortgeführt. Man macht am 12. eines Monats Fotos vom Tagesablauf. Abends wählt man 12 Bilder aus und postet sie im Blog. So werden unterschiedliche Tage dokumentiert, mal sind sie bunt und aufregend, mal ganz unspektakulär und voller Alltagskram. Ich habe im Februar 2009 das erste Mal mitgemacht. 

Drüben bei Caro gibt es eine Liste zum Eintragen für alle Teilnehmenden im deutschsprachigen Raum.

Um 6:30 Uhr summt mein Wecker. Morgenprogramm. Der Liebste ist da schon auf dem Weg ins Büro nach Hamburg. Er hat aber schon Kaffee gekocht und alles in der Küche für mich bereitgestellt. 
 

Ich wecke die Jüngste, mache ihr Frühstück und fülle mir etwas zu Essen für die Arbeit ein: selbstgemachter Kokosreis mit Mango. Zwei Kinder können weiterschlafen, sie sind schon groß und bleiben in den Ferien zu Hause. 


Ich bringe die Jüngste in den Ferienhort und radle weiter zur Arbeit. Mit kleinem Zwischenstopp am Hafen, soviel Zeit muss sein. Mit 12 Grad ist es sogar noch ein bisschen frisch. Das ist erholsam zwischen den vielen Hitzetagen momentan.


9 Uhr Ankunft am Phantechnikum. Im Büro schaue ich in mein Mailpostfach. Dann bereite ich das Schaulabor vor, wo ich am Vormittag zwei Mal hintereinander eine Vorführung zum Thema "Feuer" gebe. Ein Mal für eine Gruppe, ein Mal für Familien, die bei uns im Norden Urlaub machen.


Mittwoch ist ein guter Tag, da hat die Fika Kaffeebar wieder geöffnet und ich kriege nach der Arbeit guten Kaffee. Für gleich in der Tasse...


... und in Form von frischen Bohnen in der Tüte für zu Hause. Mittlerweile sind es um die 20 Grad geworden. Sehr angenehm.


Danach stehe ich mit der Liste für Schulmaterialien in der Hand im Laden und packe den Korb voll mit Heften und Schreibblöcken. Ein Mathematikheft, A5 mit Lineatur Nummer 28 für die 4. Klasse suche ich vergeblich. Da ist eine Lücke im Regal. Ich muss nochmal wiederkommen.


Im Buchlädchen in der Sargmacherstraße schaue ich mal nach neuen Büchern.


Am Rathaus vorbei...


... radle ich nach Hause mit einem kurzen Stopp am Supermarkt. Mein Lastenrad vermisse ich schon ziemlich oft. Fast jeden Tag habe ich volle Fahrradtaschen.


Für das Abendessen schnibble ich Kartoffeln und Möhren und backe sie auf einem Blech im Ofen. Dazu essen wir Kräuterquark oder Hüttenkäse. Der Liebste ist zum Abendessen zurück.


Am Abend verfolgen wir vom Balkon aus die partielle Sonnenfinsternis. Ich habe noch die Sonnenfinsternisbrille von 1999. Sie war gut verwahrt im Fotoalbum meines Ältesten, der damals 8 Monate alt war. Ein Kind hat auch noch eine Lochkamera aus einer Chipsdose gebastelt.