Posts mit dem Label Nordsee werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Nordsee werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 26. September 2025

In Nordfriesland....

Bevor wir im Sommerurlaub wieder auf dem Kleinen Hof am Meer waren, verbrachten wir die letzte Augustwoche mal an der Nordsee in Nordfriesland auf einem Ferienhof, der nur 3 Kilometer von der Nordsee entfernt war. 

Niebüll war auch ganz nah, das hatten wir im letzten Jahr schon besucht. Deshalb war unser erstes Ziel das "Pack und Schnack", ein schöner kleiner Unverpacktladen mit Café und offener Kunstwerkstatt. Wir saßen draußen auf dem kreativen Sitzmöbel mit Kräuterbepflanzung und genossen Kaffee und Kakao.



Unsere erste Unternehmung war eine Wattwanderung in Dagebüll. Als wir das letzte Mal im Mai 2018 im Watt wandern waren, war die Augustschnuppe noch Baby und wurde vom Liebsten in der Trage durch die rutschige Angelegenheit transportiert. Das Schlickwatt war wirklich eine Herausforderung.

In Dagebüll konnten wir barfuß auf schönem festen Wattboden laufen. Wir bekamen eine Führung und sahen wieder viele verschiedene Meerestiere. 





Im August 2014 besuchten wir mit vier Kindern die Hallig Hooge. Die Augustschnuppe war da noch gar nicht dabei. Deshalb machten wir den Ausflug in diesem Jahr einfach nochmal. Auf der einstündigen Fahrt mit der Fähre wurden wir herrlich durchgepustet. Wer wirklich mal Abstand zu ungefähr ALLEM gewinnen möchte, sollte unbedingt mal so einen Ausflug machen. 



Auf der autofreien Insel hatten wir vier Stunden Aufenthalt und drehten ganz entspannt unsere Runde und genossen die Ruhe und die Weite. Wir streichelten Kühe und Pferde und sahen unzählige unterschiedliche Vögel. Im Restaurant und später in einem Café trafen wir die unfreundlichsten Bedienungen des ganzen Urlaubs. Schnippisch, drängelnd und belehrend, hui, das war sehr unangenehm. Beim nächsten Mal würde ich ein komplettes Picknick selber mitbringen und nicht einkehren. Die freundlichste Frau trafen wir beim Halligkaufmann, dem toll sortierten kleinen Supermarkt.   






Besonderheit in der Inselkirche: der Boden ist unversiegelt und besteht aus Sand und Muschelschalen. So kann das Wasser nach einer Sturmflut besser abfließen. 





Unser Ferienhof lag gleich in der Nähe des nördlichsten Punkts auf dem deutschen Festland. Mitten in einem Naturschutzgebiet befindet sich hier auch ein besonders kleiner Grenzübergang nach Dänemark. Von einem kleinen Häuschen aus kann man die Vögel beobachten und sich über die Gegend informieren.




Das Nolde Museum hat uns schon im letzten Jahr gut gefallen. Wo wir nun schonmal in der Nähe waren, besuchten wir es einfach nochmal. Der Garten war natürlich wieder ein Traum! Die Augustschnuppe war so inspiriert, dass wir noch vor Ort im Museumsshop Stifte und Papier erstanden. Sie legte dann auch gleich los. 




In Dänemark waren wir auch. Fortsetzung folgt hier.



Sonntag, 26. Februar 2023

Auszeit an der Nordsee 3


An unserem letzten Tag des Kurzurlaubs an der Nordsee besuchten wir nochmal das Nationalpark-Haus in Fedderwardersiel. Das hat uns beim letzten Mal vor 4 Jahren schon so gut gefallen. Und wieder hat sich der Besuch gelohnt. Die Kinder sind ja älter geworden und konnten das Museum mit ganz neuen Augen sehen.



Besonders schön fand ich die Präsentationen im Haus. Hier ist zum Beispiel der Tisch für die Vögel reich gedeckt. So richtig mit Geschirr und Speisekarte. Da erfährt man etwas über die Nahrung der vielen Vögel am Wattenmeer. 




Später waren wir auf der Suche nach einer Teestube, um stilecht ostfriesischen Tee zu trinken. Auf dem Weg dorthin hielten wir in Langwarder um die dortige St. Laurentius-Kirche zu besichtigen, die auch "Dom von Butjadingen" genannt wird. Sie steht auf einer Warft, einem Hügel, mitten auf dem Land und diente auch als Seezeichen für Schiffe.

Sie wurde schon um 1150 erbaut und war so groß, dass sie 1844 verkleinert wurde, weil sich die Gemeinde den Unterhalt nicht mehr leisten konnte. Die Querhäuser wurden abgerissen und das Kirchenschiff um 7 Meter verkürzt. Aus dem Material wurde ein neuer kleinerer Turm errichtet. Die Kirchenglocke von 1468 bekam 1930 einen Sprung und steht nun vor der Kirchentüre. 

Bei unserem Besuch war die Kirche leider verschlossen. Altar und Orgel sollen auch sehr sehenswert sein.  Beim Gang über den alten Friesenkirchhof, der die Kirche umgibt, sind uns vor allem die vielen großen Steinplatten aufgefallen. Das sind Grabkeller, die von innen gemauert sind und mit den Platten verschlossen werden. Auf den Platten sind Familiendaten und Wappen zu sehen. Unter der gesamten Anhöhe sind außerdem die Gebeine hunderter Friesen vergraben, die 1514 bei einer großen Schlacht starben, in der sie unter dem Motto "Lever doodt als Sklav!" ihre Freiheit verteidigen wollten. Die "Friesische Freiheit" wurde damit beendet. 

Die Teestube war leider verwaist, weshalb wir dann unseren Ausflug ohne Tee abschlossen... 




Ich danke für das Mitlesen und die Anteilnahme. Hier gibt es die Möglichkeit, etwas in die virtuelle Kaffeekasse zu tun. Herzlichen Dank für die Anerkennung!

Donnerstag, 23. Februar 2023

Auszeit an der Nordsee 2


Nun wollten wir unseren Kurzurlaub natürlich nicht den ganzen Tag im Schwimmbad verbringen, sondern uns auch die Gegend ansehen, wenn wir schon mal da waren.

Wir fanden heraus, dass wir von der Butjadinger Küste ganz leicht mit einer Fähre über die Weser fahren könnten, um nach Bremerhaven zu gelangen. Über diese Stadt an der Mündung der Weser in die Nordsee wussten wir bis dahin noch nicht viel. 

Aus Zoosendungen im TV, die wir früher mit den Kindern ab und zu schauten, kannten wir nur den Zoo am Meer. Den wollten wir besuchen. Wir ließen unser Auto in Nordenham stehen und gingen zu Fuß auf die Fähre. Nach nur 20 Minuten erreichten wir Bremerhaven. 

Schon von Weitem sahen wir die beeindruckende Skyline von Bremerhaven. So eine große Stadt hatten wir gar nicht erwartet! Ich schaute kurz auf dem Handy nach: 113.000 Menschen leben dort. 


Wir brauchten nur 10 Minuten laufen, bis wir die moderne Hafenpromenade erreichten. Dort befanden sich gleich mehrere Attraktionen der Stadt. Sehr präsent ist das Deutsche Schifffahrtsmuseum, das im und an einem Hafenbecken verschiedene Schiffe präsentiert. Sogar ein U-Boot ist dabei. 



Wir liefen ein Stückchen weiter, passierten dabei das Klimahaus und das Deutsche Auswandererhaus und erreichten den Zoo. Der beschränkt sich auf Tiere aus dem Norden, z.B. Eisbären, Polarfüchse, Vögel und verschiedene Robbenarten. Der Zoo ist der kleinste in Europa, aber die Anlage ist schön und die Lage direkt am Meer ist etwas Besonderes. 


Bei der Fütterung der Seelöwen stand der Tierpfleger für Fragen zur Verfügung und wir erfuhren einige interessante Dinge über die Tiere und den Zoo. Nach einem schönen Spaziergang und einem Besuch auf dem Spielplatz verließen wir nach ungefähr zwei Stunden den Zoo. 



Nach einem Mittagessen in einem Restaurant machten wir uns so langsam auf den Rückweg. Zu gerne wäre ich noch in das Schiffahrtsmuseum gegangen, um die Kogge aus dem 13. Jahrhundert zu sehen! Oder ins Klimahaus. Und das Auswanderermuseum hätte mich auch sehr interessiert! Erst ein paar Tage zuvor hatte ich von einer Bekannten einen Bericht über das tolle Ausstellungskonzept gehört. Wir müssen unbedingt nochmal nach Bremerhaven fahren!



Ich danke für das Mitlesen und die Anteilnahme. Hier gibt es die Möglichkeit, etwas in die virtuelle Kaffeekasse zu tun. Herzlichen Dank für die Anerkennung!

Sonntag, 19. Februar 2023

Auszeit an der Nordsee


Ziemlich spontan beschlossen wir neulich, mit den Kindern in den Winterferien in den Center Parc zu fahren. Da es in Wismar nur ein einziges Schwimmbad gibt, das ein Spaßbad ist, in dem wir als Familie für einen Besuch 60 Euro Eintritt zahlen, weshalb wir das erst ein Mal seit wir in Wismar leben gemacht haben, wollten wir endlich mal wieder nach Herzenslust schwimmen und baden gehen. 

Unser letzter Besuch im Center Parc war vor 3 Jahren als nach unserer Rückkehr die Schulen geschlossen wurden und ich mein Zu-Hause-Tagebuch angefangen habe, das ich ab diesem Zeitpunkt genau 100 Tage schrieb und dann unter dem selben Label nochmal von Januar bis April 2021 fortsetzte. 

Den Center Parc Butjadinger Küste kennen wir schon von unserem Besuch im März 2019. Wir buchten dieses Mal Last-Minute ein Ferienhaus für 4 Nächte von Montag bis Freitag. Am ersten Tag war das Wetter grau in grau. Hinter dem Deich war keine Grenze zwischen Himmel und Meer auszumachen. 


Der Center Parc an der Nordsee ist nicht so weitläufig wie zum Beispiel in der Lüneburger Heide, wo man weite Wege laufen muss. Das Zentrum mit Restaurants, Läden und dem Schwimmbad ist hier schnell erreicht. Wir kosteten die Möglichkeit zum Schwimmen und Baden so richtig aus und waren jeden Tag ein oder zwei Mal im Spaßbad.



Doch wir unternahmen auch wieder sehr schöne Ausflüge in die Umgebung. Auf Instagram entdeckte ich einen Ausflugstipp: den Langwarder Groden. Dieser Naturerlebnispfad verläuft durch ein Gebiet, in dem die Salzwiesen Ebbe und Flut ausgesetzt sind. Auf schmalen Wegen und einem Rundweg auf Holzstegen konnten wir diese unglaublich schöne Landschaft durchqueren. Wir konnten Vögel beobachten, die einsetzende Flut verfolgen, und weit, weit, weit sehen. Es war herrlich!

Fortsetzung Teil 2...








Ich danke für das Mitlesen und die Anteilnahme. Hier gibt es die Möglichkeit, etwas in die virtuelle Kaffeekasse zu tun. Herzlichen Dank für die Anerkennung!