Montag, 25. März 2024
Übernachten in Wismar
Freitag, 16. Oktober 2020
Herbsturlaub auf der dänischen Insel Møn
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Schon Anfang diesen Jahres planten wir unseren Herbsturlaub. Wir wollten mal wieder nach Dänemark fahren. Wir lieben Dänemark im Herbst! Na guuut, wir waren bis jetzt immer nur im Herbst oder Winter dort. Das liegt zum einen an den Preisen. In der Nebensaison können wir uns die großen Häuser, die wir nunmal als sechsköpfige Familie brauchen, leichter leisten.
Zum anderen lässt sich ganz besonders im Herbst die berühmte Hygge-Stimmung in dem Land nachspüren und genießen. Wenn es draußen ungemütlich ist, ist es in den kleinen Cafés oder im Ferienhaus am Kamin erst richtig kuschelig.
Deshalb haben wir uns sehr gefreut, dass wir in diesem Jahr mit Unterstützung des dänischen Ferienhausanbieters Novasol die Möglichkeit erhielten, in unser Lieblingsland zu reisen. Unser Ziel sollte die Insel Møn sein. Die minikleine Insel in der Ostsee haben wir vor 12 Jahren schonmal besucht. Da waren wir frisch verliebt, der Große 9 Jahre alt und das Mutzelchen gerade ein Jahr alt. Und auch der kleine Bruder war schon mit, als winzige Bohne in meinem Bauch ;-)
Møn hatten wir in guter Erinnerung, denn hier gibt es wirklich sehr beeindruckende Kreidefelsen zu sehen. Die wollten wir unbedingt mal wieder besuchen. Die kleine Insel ist außerdem für uns von Hamburg aus sehr gut zu erreichen. Und die Hauptstadt Kopenhagen ist nicht mal anderthalb Stunden Fahrt entfernt. Gute Gründe also, um nach einem Ferienhaus auf Møn Ausschau zu halten.
Auf der Seite von Novasol suchte ich eine ganze Weile nach einem schönen Haus auf der Insel Møn. Zuallererst sollte es drei Schlafzimmer haben. Ein Kamin wäre auch nicht schlecht. Dann sollte es nicht so weit vom Wasser entfernt sein. Und es sollte verkehrsgünstig liegen. Dieses Haus in der Nähe der kleinen Stadt Stege hat mir dann von den Bildern her am besten gefallen.
Vom 03. bis 10. Oktober 2020 waren wir während der Hamburger Herbstferien auf Møn. Wir haben beschlossen, trotz der Corona-Situation zu verreisen. In einem Ferienhaus mitten auf dem Land im Nirgendwo und an langen Stränden ist Abstandhalten sogar viel leichter als an unserem Wohnort in Hamburg.
Die Anreise klappte super. In Stege holten wir ganz unkompliziert in einem Supermarkt unsere Schlüssel ab und dann hatten wir es gar nicht mehr weit. Und die Bilder haben nicht getäuscht. Es war im Haus alles genau so, wie wir uns das vorgestellt haben. Bei der Anreise war alles sauber und aufgeräumt. Ein bisschen überraschend war für uns, dass es ein Haus ist, das anscheinend auch viel privat genutzt wird.
In der Ecke stand hier eine Gitarre, da eine Staffelei und angefangene Bilder auf unterschiedlich großen Leinwänden, im Küchenschrank standen Gläser mit Pinseln, auf dem Schreibtisch in einem Zimmer lagen Schreibutensilien und überall im Haus hingen selbst gemalte Bilder. Das Geschirr war hier und da schon ein bisschen in die Jahre gekommen, aber ich als Porzellanfreundin fand es sehr charmant. Vieles stammte von namhaften skandinavischen Markenfirmen. Es war ein bisschen so wie Gast sein bei netten Menschen.
Bei der Auswahl des Hauses hätten wir allerdings noch ein bisschen mehr auf Kinderfreundlichkeit achten müssen. Erst später habe ich gesehen, dass man das in den Suchkriterien bei Novasol unter "Spezielle Extras" anklicken kann. Denn uns fehlten dann doch ein paar Kleinigkeiten für einen entspannteren Aufenthalt. Ein Hocker im Bad wäre zum Beispiel schön gewesen.
Ein Treppengitter kann man dann in so einem Haus natürlich auch nicht erwarten. Die Entfernung zum Meer war tatsächlich nicht weit, wir konnten es vom Fenster aus sehen. Doch da war leider kein Weg und auch kein Strand, an den wir hätten gehen können. Aber das war unser Versehen und soll gar keine Kritik an dem Haus an sich sein.
Ich mochte vor allem die schöne große offene Küche mit dem riesigen rustikalen Tisch. In diesen Platz habe ich mich gleich verliebt. Ein Traum für uns als große Familie! Mit dem Blick bis raus aufs Meer war das mein Lieblingsplatz während unserer Zeit dort. Am Abend bollerte da der Kamin, ich stellte Kerzenständer auf, die ich im Urlaub gekauft hatte und wir aßen ständig leckere Sachen.
Von unserem Ferienhaus aus machten wir ein paar schöne Ausflüge, von denen ich in den nächsten Tagen ausführlich in Wort und Bild berichten werde.
Hinweis: Das Haus wurde uns von Novasol zur Verfügung gestellt. Anreise, Ausflüge und sonstige Kosten haben wir selbst bezahlt.
Donnerstag, 14. November 2019
Hurra, wir backen Plätzchen!
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"Hurra, wir backen Plätzchen!" rufen in der Adventszeit viele Kinder glücklich. Die Freude auf das Ausrollen, Ausstechen und
Wahrscheinlich ist es Typsache: man mag es oder man mag es eben nicht. In der Adventszeit gibt es so viele Rituale, da gibt es ja noch ganz viel Auswahl. Auch vorlesen, singen, Weihnachtsfilme schauen, einen Weihnachtsmarkt besuchen, Kränze winden oder Sterne falten, können schöne Beschäftigungen in der Adventszeit sein. Oder noch ganz andere Dinge oder auch gar nichts davon. Traditionen gibt es so viele, wie es Familien gibt.
Nach fast 21 Jahren als Mutter von mittlerweile fünf Kindern, von denen gleich zwei im Dezember Geburtstag feiern, kann ich gar nicht mehr zählen, wie oft ich schon mit Kindern Plätzchen gebacken habe. Mit meinen Adventskindern haben sich Kindergeburtstage mit Plätzchenbacken sehr bewährt. Zur Freude der anderen Eltern ;-)
Dabei hatte ich in manchen Jahren im Advent auch nicht immer Lust drauf oder gar Zeit für große Backaktionen. Ich gestehe, ich habe auch schon fertigen Plätzchenteig verwendet. Oder ich habe ganz alleine gebacken, wenn die Kinder nicht da waren. Einige Jahre lang haben wir die Plätzchen gar nicht erst verziert sondern gleich pur aufgegessen. Oder manchmal gab es mehr gekaufte als selbst gebackene Plätzchen.
In diesem Jahr haben wir schon ganz früh angefangen, uns auf die Adventszeit einzustimmen. Bei Tchibo gibt es nämlich seit dieser Woche viele schöne Backutensilien, von denen wir uns etwas aussuchen durften. Zuerst haben alle Kinder eine schöne rote Schürze mit goldenen Pünktchen bekommen. Durch das verstellbare Nackenband haben die Schürzen den kleinen und großen Kindern gut gepasst. Wie kleine Wichtel sahen sie damit aus, als sie gespannt um den Tisch herumsaßen.
Mit der Zeit habe ich die Abläufe, was das Plätzchen backen betrifft, immer mehr optimiert. So haben alle ihren Spaß und ich kann so einen trubeligen Nachmittag auch etwas genießen.
* Hole Dir Unterstützung.
Warum nicht gleich mit einer befreundeten Familie zusammen backen? So verteilt sich alles auf mehrere (erwachsene) Schultern. Man sollte dann schon vorher die Zuständigkeiten klären. Ich hatte diesmal den Liebsten im Vorfeld darum gebeten, einzig auf die zweijährige Augustschnuppe zu schauen und notfalls mit ihr raus zu gehen. Ich ahnte schon, dass sie nur kurz Geduld haben würde. Das hat prima geklappt.
* Vorbereitung ist alles.
Die Teige sollten am besten schon fertig sein. Man kann sie einen Tag vorher vorbereiten und im Kühlschrank lagern. Auf dem Tisch sollte alles griffbereit stehen. Das wären genug Nudelhölzer, Keksausstecher und kleine Schüsseln mit Mehl für das Ausrollen am Platz.
* Nur kleine Mengen Teig auf einmal verarbeiten.
Jedes Kind bekommt eine kleine Kugel Teig an seinen Platz. Kleinere Mengen lassen sich leichter und platzsparender ausrollen. Außerdem nimmt der Teig bei der kurzen Verarbeitung nicht soviel Mehl auf und wird somit nicht so trocken.
* Bleche und Ofen schon einsatzbereit haben.
Den Ofen heize ich rechtzeitig vor. Unser Ofen heizt zum Glück mit Umluft. So kann ich immer gleich zwei oder drei Bleche gleichzeitig backen. Ich lege die Bleche mit Backpapier aus. Das Papier verwende ich ganz oft wieder und es rotiert am Backtag zwischen Herd und Tisch. Wenn die Bleche im Ofen sind, legen die Kinder am Tisch ihre fertig ausgestochenen Plätzchen auf ein Blatt Backpapier. Hole ich die fertig gebackenen Kekse aus dem Ofen, ziehe ich das alte Papier mit den heißen Keksen vom Blech und ziehe ein neues Papier gleich wieder drauf. Dabei hat uns in diesem Jahr erstmals das stapelbare dreistöckige Abkühlgitter von Tchibo sehr gute Dienste erwiesen. Unsere Küche ist nicht groß, da war das sehr praktisch!
* Beim Verzieren entspannt bleiben.
Ich bin immer noch Liebhaberin von ganz puren und knusprigen Plätzchen. Aber die Kinder lieben es nunmal bunt. Deshalb atme ich einfach entspannt weiter, reiche Zuckerstreusel und Schokolinsen an und lasse die Kinder ansonsten einfach machen. Sie haben dabei so einen Spaß! Handfeger und Kehrblech liegen immer griffbereit.
* Musik!
Und dann machen wir Weihnachtsmusik an, Rock Christmas & Co., drehen ein bisschen lauter und singen alle mit. Für die volle Pulle Weihnachtsgefühl!
Als ich bei Tchibo gesehen habe, dass es jetzt einen Pullover-Ausstecher gibt, hatte ich gleich eine tolle Idee: Wir machen einen Pullover-Wettbewerb! Vielleicht kennt Ihr ja die Tradition des "Ugly Christmas Sweater" aus den englischsprachigen Ländern. An bestimmten Tagen oder auch am Weihnachtsfest werden von Weihnachtsfans besonders kitschige und bunte Weihnachtspullover getragen. Je ausgefallener, desto besser!
Pullover aus Lebkuchenteig hatte ich schon am Vortag ausgestochen und gebacken. Die fertigen Lebkuchen-Pullover durften die Kinder dann nach Herzenslust verzieren. Hilfreich ist dabei zunächst eine feine Kontur am Rand des Kekses, dann läuft nichts vom Keks. Bei Tchibo gibt es dafür ganz neu ein Dekorier-Spritzset. Das ist eine kleine praktische Silikonflasche mit verschiedenen Aufsätzen für viele Gelegenheiten. Die Glasur trocknet darin nicht aus. Das Auswaschen geht hinterher ganz einfach.
Wenn die Konturen etwas angetrocknet sind, lassen sie sich mit eingefärbtem Puderzuckerguss ausfüllen. Das Verteilen in die Ecken geht prima mit einem Zahnstocher. Man kann die Pullover aber auch mit dünn ausgerolltem Fondant überziehen. Für kleinere Verzierungen bringt das Ausstech-Set noch ein kleines Herz und einen Stern mit. Und dann darf es ruhig sehr bunt werden. Die Kinder waren mit großer Kreativität und erstaunlicher Geduld dabei. Natürlich nur die Großen. Ich empfehle diese etwas filigranere Tätigkeit für Kinder ab dem (Vor)Schulalter. Schaut mal weiter unten, wie bunt und lustig unsere Pullover wurden!
Die Silikonbackform für das 3D-Weihnachtsbäumchen haben sich die Kinder gewünscht. Die einzelnen Gebäckstücke lösen sich wunderbar leicht aus der Form. Der kleine süße Kuchen steht in diesem Jahr bestimmt auch auf unserer weihnachtlichen Kaffeetafel. Ich denke, da werden wir mit der Verzierung noch ein bisschen experimentieren. Und die grünen und gold-glitzernden Deko-Bäumchen auf dem Fensterbrett bleiben bestimmt den ganzen Winter über da stehen.
Schaut gerne mal bei Tchibo vorbei, was es ab sofort Praktisches und Schönes für die Adventszeit gibt! Ich wünsche Euch ganz viel Spaß bei Euren Vorbereitungen!
Dienstag, 29. Oktober 2019
Warnemünde zwischen Tourismus und Umweltschutz
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"Und so sieht ein Strandabschnitt aus, der nicht regelmäßig gesäubert wird." erzählt Rebecca Kain vom NABU Mittleres Mecklenburg und zeigt uns allen ein Foto aus dem Naturschutzgebiet, für das sie als Schutzgebietsbetreuerin zuständig ist. Strand und Dünen sind total vermüllt. Wir sind entsetzt. Solche Strände haben wir schon im Fernsehen gesehen. Irgendwo auf der Welt. Aber doch nicht hier an der Ostsee!
Leider doch. Denn die Strände, die touristisch genutzt werden, sind eben alles andere als ein intakter Lebensraum für Flora und Fauna und vermitteln ein ganz falsches Bild eines Strandes. Damit Touristen den Strand nutzen können, wird der Sand immer wieder aufgefüllt. Und mehrmals pro Woche wird der Strand mit großen Traktoren geharkt. Dabei wird nicht nur Müll ausgesiebt sondern es werden auch kleine und größere Steine aussortiert.
Steine wären aber wichtig für Pflanzen und Tiere, die eigentlich an so einem Ort leben. An Steinen haften z.B. Pflanzen und Muscheln an. Gibt es keine Steine, gibt es auch keine Muscheln. Das ist der Grund warum man z.B. am Strand in Warnemünde so wenig Strandschätze finden kann.
Dafür sind aber ganz andere Dinge am Strand zu finden, die dort gar nicht hingehören. Rebecca kramt in ihrem Stoffbeutel. "Ist doch nur dieses eine Mal! Ist doch soooo ein schönes Ritual!" sagt sie und holt mehrere Fetzen von Luftballons hervor. Lange Bänder aus verdrehten Plastikschnüren hängen noch dran. Herzen sind draufgedruckt. Und stehen da auch noch Namen drauf? Hochzeitsgesellschaften haben wohl Ballons steigen lassen. Ihr Ende finden die Reste der romantischen Feste am Strand und im Meer. Übrigens auch die Reste von umweltfreundlichen Luftballons. Die verrotten doch nicht so schnell, wie man es sich vorstellt.
Dann hat Rebecca ein kleines Ratespiel für uns. Sie holt einen Stapel bunte Getränkeverpackungen hervor. Die kennen wir alle. Rebecca findet immer wieder welche. Massenhaft liegen sie am Strand herum. Schnell konsumiert und dann weggeworfen ist die Verpackung so leicht, dass sie schnell mal wegfliegt.
Das Problem am Plastikmüll ist, dass er nicht verrottet. Er hält sehr, sehr lange und wird nach und nach in immer kleinere Partikel zerrieben. Aber er ist immer noch da. So entsteht Mikroplastik. Als winzig kleine Partikel färbt das Plastik den Sand am Strand bunt. Tiere an Land und im Wasser nehmen das Mikroplastik mit ihrer Nahrung auf. Und der Mensch nimmt das Mikroplastik dann beim Verzehr von z.B. Fisch auf.
Aber zurück zum Ratespiel: Rebecca legt die Getränkeverpackungen aus. Alle hat sie in der letzten Zeit am Strand gefunden. Wir sollen raten, aus welchem Jahr welche Verpackung stammt. 2017 wurde der Name von "Sonne" in "Sun" geändert. So können wir die Verpackungen schonmal grob sortieren. Dann entscheiden wir nach dem Aussehen von Bild und Schriftart. Wir sind gar nicht mal so schlecht. Dann liest Rebecca die aufgedruckten Mindesthaltbarkeitsdaten vor. Wir staunen und sind gleichzeitig geschockt und traurig. Die ältesten Verpackungen sind über 20 Jahre alt und den meisten Verpackungen sieht man ihr Alter überhaupt nicht an. Das ist eine sehr lange Zeit für kurzen 200 Milliliter Getränkegenuss.
Und auch noch andere Verpackungen haben traurige Berühmtheit erlangt. Sie sind sogar schon über 30 Jahre alt. Es ist doch unglaublich, wie lange solche Dinge in der Welt bleiben, oder?!
Und was machen wir nun mit dem Wissen? Zunächst einmal ist es wichtig, in die Natur mitgebrachte Verpackungen wieder mitzunehmen und fachgerecht zu entsorgen, damit die Stoffe recycelt werden können. Schon beim Einkauf sollte auf so wenig Verpackung wie möglich geachtet werden. Für Ausflüge sind wiederverwendbare Flaschen und Behälter sehr praktisch. Darin können dann nämlich auch echte Strandschätze sicher nach Hause transportiert werden.
Zigarettenkippen sind ein großes Problem am Strand und generell in der Natur. Nicht nur wegen der Ästhetik, sondern sie schädigen auch die Umwelt. Die Filter bestehen aus einem Kunststoff, der nicht verrottet sondern sich in immer kleinere Teile zersetzt. Am Strand gehören Zigarettenkippen zu den am häufigsten gefundenen Meeresmüllteilen. Es dauert bis zu 15 Jahre, bis sich ein Filter zersetzt hat. In Salzwasser wird der Zersetzungsprozess sogar noch verlangsamt. In den Filtern sammeln sich eine Menge giftiger Substanzen, die nach und nach an die Umwelt abgegeben werden. Dabei kann ein einziger Zigarettenfilter eine Menge von 40 Litern Wasser verseuchen.
In Warnemünde wurden vom Tourismusverband in Zusammenarbeit mit der Küsten Union Deutschland, dem EUCC-D e.V., mehrere sogenannte "Ostsee-Ascher" aufgestellt. Damit sollen Menschen für das Thema sensibilisiert werden. Außerdem gibt es in der Tourismusinformation und in ausgewählten Geschäften Strandascher, kleine Blechdosen für die Hosentasche, günstig zu erwerben.
In der Jugendherberge Warnemünde lernten wir an unserem Wochenende auch das neuste Projekt vom EUCC-D e.V. für die Umweltbildung von Kindern und Jugendlichen kennen. Mit Hilfe der praktischen Ostseekiste bekommen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen spielerischen Zugang zum Thema Meeresmüll und Umweltschutz. Die Kiste ist ein modernes erlebnispädagogisches Werkzeug. Es gibt z.B. Experimente, Rätsel, Spiele und Geocaching. Wir haben Teile davon selbst ausprobiert und viel Spaß dabei gehabt.
Die Ostseekiste steht auch in den Jugendherbergen Prora, Born-Ibenhorst und Ueckermünde bereit. Besonders für Klassenfahrten kann dieses Programm interessant sein. In diesem Interview erzählt die Leiterin der Jugendherberge Warnemünde Monique Starr noch ein bisschen was über die Ostseekiste.
Auf einem Spaziergang durch Warnemünde lernten wir verschiedene Initiativen kennen, die sich vor Ort im Umweltschutz engagieren und untereinander vernetzen. Zum Beispiel eröffnen Janina Goldschmidt und Nadja Reinecke im Dezember Rostocks ersten Unverpackt-Laden "Green-Goldi". Dort soll es neben einem kleinen Café auch Gelegenheit zum Austausch und Workshops geben.
Außerdem trafen wir zwei Rostocker Schülerinnen, die in der Gruppe "Cleaning with meaning" aktiv sind. Diese Gruppe wurde von Jugendlichen im Alter von 12 bis 19 Jahren ins Leben gerufen. Einfach und niedrigschwellig verabreden sich die rund 80 Mitglieder über WhatsApp zu Müllsammelaktionen rund um Rostock und Warnemünde.
All die Personen, die wir in Warnemünde getroffen haben, engagieren sich im offenen Rostocker Meeresmüllstammtisch, in dem ca. 26 Organisationen und Unternehmen miteinander vernetzt sind. Gemeinsam werden Küstenputztage an Land und im Wasser organisiert. Um auf die Dimensionen der Vermüllung aufmerksam zu machen, werden nach solchen Müllsammelaktionen die gesammelten Müllberge ganz bewusst an prominenten Plätzen in der Stadt gezeigt.
Was uns und die vielen engagierten Menschen beschäftigte: reicht unser Vorbild? Ist es nicht für die Müllverursacher sehr bequem, wenn jemand hinter ihnen herräumt? Würden Verbote etwas bringen? Sollten nicht Politik und Industrie mehr Verantwortung übernehmen? Und warum finden nicht alle Menschen, dass sowas Einzigartiges und Wunderbares wie unsere Strände und das Meer mitsamt Pflanzen und Tieren besonders schützenswert ist?

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