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Montag, 25. November 2024

Ende einer Ära

Heute endete eine Ära unseres Familienlebens. Ich habe mein Lastenrad weggegeben. 

Im Sommer 2013 bekam ich die Anfrage, ob ich ein Lastenrad testen möchte und in meinem Blog vorstellen will. Das war eine der besten Anfragen, die mir mein Blog beschert hat! Ich legte selber noch 600 Euro drauf, um ein Rad mit Motor zu bekommen. Das war eine sehr gute Idee.

Denn in den folgenden Jahren fuhr ich mit einem...

... zwei ...

... drei oder auch vier Kindern.

Ich fuhr hochschwanger einen Tag vor der Geburt der Augustschnuppe... 

... fuhr unzählige Male zum Wochenmarkt ...

Ich fuhr im Frühling...

... im Sommer...

... im Herbst... 

... und im Winter.

Ich transportierte Heckenschnitt... 

... Pappe zum Sammelcontainer... 


... Einkäufe... 


...  Einkäufe ... 


... und noch mehr Einkäufe...


... und sogar einen Weihnachtsbaum.

Ich fuhr zur Arbeit, zum Sport oder zum Vergnügen. Ich demonstrierte für Hebammen...


... und bei Fridays for Future. 


Nun durfte das Rad weiterziehen. Die Kinder fahren nun alle selber Rad. Ich bin mittlerweile einfach zu selten damit gefahren. Ob ich es vermisse? Oh ja, manchmal schon :-)


Ich danke für das Mitlesen und die Anteilnahme. Hier gibt es die Möglichkeit, etwas in die virtuelle Kaffeekasse zu tun. Vielen Dank dafür!



Donnerstag, 5. Januar 2017

Alles auf Anfang


Das neue Jahr hat angefangen und alles ist noch so frisch. Noch ungewohnte Jahreszahl, unbeschriebene Kalenderseiten, ungelesene Bücher, ungewisse Zukunft. Die Weihnachtsdekoration ist abgeschmückt, der Baum ist raus, neue Farbtupfer sind noch nicht da.

Nicht mehr.

Noch nicht.

Einige Pfeiler im Jahreslauf stehen fest und darauf freue ich mich. Feste und Familienzeit. Ein großer Teil trägt aber noch ein Fragezeichen. Ich schwebe und warte auf ein Zeichen. Ich horche in mich rein und mir bleibt nur, abzuwarten. Das Gedankenkarussell fährt seine Runden. Die Blogblockade hat mich im Griff. Ich kann noch nicht darüber schreiben und merke, wie mir diese Art des Ausdrucks fehlt. Ich habe mir aber vorgenommen: Alles wird gut!

Auf dem Weg zur Post habe ich heute einen Abstecher zum nahegelegenen kleinen See gemacht. Obwohl es schon 11 Uhr war, stand die Sonne richtig tief. Ich stellte mich eine Weile in ihren Schein, schloss die Augen und atmete tief ein. Kurz nur, denn es war sehr eisig heute. Dann bin ich schnell nach Hause geradelt und habe bei einer Tasse Tee in meine Zeitschrift reingeblättert. Vielleicht hätte ich mir auch Blumen kaufen sollen.






Donnerstag, 12. Mai 2016

12 von 12 im Mai

12 von 12 im Mai. Schon Mai! Vor 7 Jahren sah der 12. Mai übrigens so aus. Da warteten wir auf die Ankunft des kleinen Bruders, der schließlich drei Tage später geboren wurde.

Heute wache ich um 5:45 Uhr von alleine auf. Wie gut, denn ich habe vergessen, den Wecker zu stellen. Der Liebste, der mich sonst immer wachküsst, weilt schon die ganze Woche in Köln auf einer Konferenz. Wie die Zeit ohne ihn so war, schreibe ich demnächst mal auf.

Ich gehe duschen und um 6 Uhr sieht es vor dem Fenster am Essplatz so aus:


Weil ich so früh dran bin, mache ich schon die Brotdosen für das Mutzelchen und den kleinen Bruder. Sie bekommen immer belegte Brote und wechselnde Obst- oder Gemüseknabbereien.


Dann wecke ich die drei Kleinen. Das Mutzelchen legt gleich schon wieder mit dem Malen los. Das Malbuch mit den Stiften* habe ich bei der Blogfamilia geschenkt bekommen.

Eigentlich soll das für Erwachsene sein und ist für Kinder viel zu schwer. Denkste! "Mama, das ist das Tollste, was du mir JEEEE mitgebracht hast!" Dem Sohn von Maximilian Buddenbohm gefällt es übrigens auch :-)


Die Kinder ziehen sich an und ich decke derweil den Frühstückstisch. Der Teenie hat ja keine Schule mehr und schläft natürlich noch.



Frühstück, Zähne putzen, Ranzen packen, alle Schuhe an die richtigen Füße und los! Als ich alle drei Kleinen in ihren Einrichtungen abgegeben habe, radle ich auf dem Weg zur Arbeit im Ortszentrum vorbei und kaufe Blumen für meine Kollegin, die heute Geburtstag hat.


Im Kindergarten gibt es dann großes Frühstück mit Geburtstagskuchen. Dann kommt mein kleines Eingewöhnungskind, um das ich mich in den nächsten zwei Stunden kümmere. Die Eingewöhnung verläuft ganz unkompliziert, was mich sehr freut.

Diese Bauhocker sind übrigens das meistbespielte Material im Kindergarten. Sie können gestapelt und gedreht werden und sind Stuhl und Tisch und Zug und Pferd und Verkaufsstand und noch vieles mehr.


Um 13 Uhr habe ich Feierabend und parke mein Rad erstmal an der wunderbaren Blumenwiese. Heute ist mein absolutes Lieblingswetter: 22 Grad, Sonnenschein, blauer Himmel und eine kräftige frische Brise. Hach, wie gerne wäre ich am Meer!



Ich halte kurz am Supermarkt und kaufe von meinem letzten Geld Milch und Äpfel. Dann hole ich den Adventsjungen vom Kindergarten ab. Das Mutzelchen und der kleine Bruder kommen am Nachmittag alleine aus der Schule nach Hause. Was für große Kinder ich doch habe!


Im Gärtchen spielt der Adventsjunge gleich wieder mit der heißgeliebten Wasserbahn*. Wir haben seit über 5 Jahren das schlichteste Modell, sie steht sogar im Winter draußen rum und ist trotzdem immernoch dicht. Ich freue mich über die erste zarte Blüte der Akelei. Die wachsen sehr gut im schattigen Gärtchen.

Das Mutzelchen und der kleine Bruder sind ganz aufgeregt, weil sie heute zur Schuldisko gehen. Als der Adventsjunge mit dem Teenie das Sandmännchen guckt, hole ich die beiden wieder ab.

Nun warte ich auf den Liebsten, der jeden Moment nach Hause kommt.

Mehr 12 von 12 - Einblicke sind bei Caro versammelt.



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Donnerstag, 25. Februar 2016

Freitag, 6. Februar 2015

Winterglück

Kennt Ihr das? Ihr seid so glücklich, dass Ihr laut jubeln könntet? So ging es mir heute Morgen. Als ich das Mutzelchen und den kleinen Bruder wegbrachte, war der Himmel zartrosa, frischer hauchdünner Schnee hatte alles in ein Winterwunderland verzaubert und die Luft war klar und schön kalt.

Zu Hause wurschtelte ich im Haushalt vor mich hin, als die Sonnenstrahlen draußen immer stärker wurden und ich ein richtiges Bauchkribbeln verspürte. Raus, raus! Das konnte ich mir doch nicht entgehen lassen!

Ich packte den Adventsjungen im Lastenrad warm ein und radelte mit meiner Kamera um den Hals los. Mit dem schweren Dreirad fühle ich mich auch bei diesen Straßenverhältnissen sicher. Eigentlich wollte ich nur mal schnell eine Runde um den See in der Nähe drehen. Ich wusste schon, es würde toll dort aussehen.

Die Sonne strahlte von einem knallblauen Himmel und blendete uns. Alle Zweige und Gräser waren überzuckert und glitzerten und funkelten. Ein Rotkehlchen zwitscherte ganz nah und hier und da tropfte es von den Bäumen. Der Schnee knirschte unter meinen Sohlen.

Es war so schön, dass ich noch weitergefahren bin zum Naturschutzgebiet Höltigbaum. Dort ließ ich den Adventsjungen laufen und wir beguckten uns ziemlich viele Steine am Wegesrand. Immer wieder wollte er mir Schnee bringen und war dann ganz erstaunt, dass, wenn er bei mir angekommen war, der Schnee in seiner Hand verschwunden war. "Ooohhhh, Schnee weg!"

Wir besuchten die Galloways, die gerade eine Extraportion Heu bekamen und entdeckten Schafe zwischen den niedrigen Bäumen der wilden Heidelandschaft. Der große Trecker war natürlich der Hit für den Adventsjungen. Dann fuhren wir wieder zurück nach Hause.

Unter der Bahnüberführung, als ich mit dem Adventsjungen drunter durch sauste, da jubelte ich wirklich. Denn da schallt es so schön :-)






Mittwoch, 21. Januar 2015

Was macht eigentlich...

... das Lastenrad?

Im Sommer 2013 wurde uns unser Lastenrad geliefert. Hier, hier und hier habe ich davon schon geschwärmt. Es ist wirklich toll! Meine ganze Wochenplanung war auf das Rad abgestimmt. Kinder bringen und holen, Fahrten zur Post, zum Markt, zum Großmarkt, alles, alles habe ich tagsüber mit dem Adventsjungen im Babysitz erledigt. Ausflüge am Wochenende in die Umgebung mit der ganzen Familie waren damit auch kein Problem. Alles ab in den Kasten und los! Ich fuhr im Frühling, Sommer, Herbst und Winter, auch bei Schnee und Regen. Kein Problem für mich. Die Kinder saßen immer schön trocken unter ihrer Plane. Und demonstriert bin ich auch mit meinem Rad.

Auch wenn das Mutzelchen und der kleine Bruder nun schon selber Fahrrad fahren können, nutze ich das Lastenrad trotzdem noch täglich. Ich bin mit dem Rad flexibel und unabhängig von den öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Busse, die ich nutze, sind oft überfüllt, das ist mit dem Kinderwagen etwas umständlich.

Leider wurde die Freude an unserem Schätzchen immer öfter getrübt. Im Hinterrad brachen Speichen. Immer wieder. Irgendwo war der Wurm drin. Ich konnte mein Rad nicht mehr zuverlässig nutzen. Ständig war es im nächsten Fahrradladen in Reparatur. Irgendwann war der Punkt erreicht, wo ein komplett neues Hinterrad sinnvoller war. Das war im September 2014. Ich kontaktierte den Kundendienst von Babboe. Zunächst per Mail, dann auch telefonisch. Ich wählte die Berliner Nummer und wurde direkt mit Mitarbeitern in den Niederlanden verbunden. Die Kommunikation lief schleppend und die Bearbeitung meiner Anfrage dauerte Wochen. Einen Tipp bekam ich vorab: ich solle doch schlechte Wege meiden. Das ist in unserer Hamburger Gegend schlicht unmöglich.

Ich sollte also ein neues Hinterrad bekommen. Es ist etwas spezieller, da in der Nabe der Elektromotor sitzt. Ich wartete und wartete, dann hakte ich nach, ich wurde vergessen, musste dann schon wieder warten und wurde müder und trauriger. Ich wollte doch Fahrrad fahren! Jetzt musste ich doch wieder mit dem Bus fahren und zur Post laufen.

Nach langem Hin und Her kam im November endlich das neue Hinterrad. Erst hatte ich kein Geld für die Reparatur, dann kam die Adventszeit und wie es dann so ist... Gestern Abend habe ich nun endlich mein Rad in der Werkstatt abgegeben. Am Wochenende darf ich es abholen. Ich hoffe, dann ist es für lange Zeit wieder tiptop.


Mittwoch, 4. Juni 2014

Babboe fahren

Zur Schule. Zum Kindergarten. Zur Ballettschule. Zum Schwimmbad. Zum Kinderarzt. Zum Drogeriemarkt. Zur Post. Zur Bibliothek. Zum Wald. Zum Naturschutzgebiet. Zum Großmarkt. Zum Spielplatz. Zum Bahnhof. Zum Markt. ...

1, 2, 3 oder 4 Kinder. Schultasche. Sportbeutel. Windelkarton. Milchpalette. Erdbeeren. Kartoffeln. Flohmarktkisten. Pflanzen. Gartenerde. Laufrad. Picknickdecke. Bücherbeutel. ...

Wir fahren und fahren und fahren. Seit fast einem Jahr haben wir nun unser Schätzchen. Noch nie hat mir Fahrrad fahren solchen Spaß gemacht. Wir haben uns sehr gut aneinander gewöhnt. Mittlerweile nutze ich mein "normales" Zweitrad fast gar nicht mehr. Es ist einfach viel praktischer, alle Einkäufe in den großen Kasten zu packen. Die Kinder haben vorne eine Menge Spaß.

Wir fallen auf, aber wie! Alle Leute grinsen uns an. Kinder wollen mitfahren. Männer interessieren sich besonders für den Akku und den Preis. Frauen wollen wissen, ob es sehr schwer zu fahren ist. Großeltern würden es ihren Enkeln wünschen.

Passantensprüche: "Darf ich mitfahren?" "Na ihr habt es ja gut!" "Süüüüüüüüß!" "Heiße Kiste!" "Und? Kostet?" "Cooles Teil!" "Guck mal!" "Ich will auch so eins!" "Eine kostbare Fracht fahren sie da." Und der beste Spruch von Teenagern: "Scheiß die Wand an!"

Wer gerne mal ein Babboe ausprobieren möchte, darf das am nächsten Sonntag, den 8. Juni 2014 von 10 bis 17 Uhr am großen Tag der Probefahrt auf dem Tempelhofer Feld in Berlin tun.

Mehr Infos hier.