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Freitag, 9. August 2024

Nosferatour - Theatertour mit Biss


Wismar am Abend. Straßen und Gassen leeren sich. Die untergehende Sonne taucht alles in ein goldenes Licht. Die Luft ist mild. Es riecht nach Meer und Deftigem aus den vielen Restaurants. Die Möwen drehen ihre Runden über den Dächern der Stadt. Schwalben zischen zwitschernd um die Häuserecken. 

Am Ziegenmarkt versammeln sich viele Menschen. Die Stimmung ist erwartungsvoll und fröhlich. Alle werden gleich Teil eines Theaterstücks. Kopfhörer werden ausgeteilt und aufgesetzt. Jetzt geht sie los: die Nosferatour 2024. 

Sehen die Großfiguren an sich schon beeindruckend aus, so entfalten sie untermalt mit atmosphärischer Musik ihren ganz besonderen Charme. Die Geschichte des jungen Jonathan und seiner Verlobten Mina wird tragisch, treffen sie doch auf den unheimlichen Grafen Orlok. Der wurde vom verwirrten Künstler Renfield nach Wismar eingeladen und kann sich so Zugang zur Stadt verschaffen. Der Vampirjäger Van Helsing nimmt das Publikum mit auf eine ganz besondere Jagd durch die historische Altstadt von Wismar.

Die Schatten werden länger, die Sonne geht unter. Zwei Stunden später weiß das Publikum, wie die Geschichte ausgeht...

Die Großfiguren für das Straßentheaterstück wurden in über einem Jahr von einem ganzen Team von Hand gefertigt. Überlebensgroße Kostüme wurden detailreich geschneidert. Texte wurden erdacht und Musik komponiert. Plakate und Flyer entworfen und verteilt. Abläufe immer und immer wieder geprobt. 

Letzte Woche feierte die Nosferatour Premiere. Ich durfte an einem Abend selber mitlaufen und konnte Fotos machen. Mehr als einmal war ich den Tränen nahe, weil die Stimmung so wunderschön war und das Publikum so verzückt schaute. Ich war ganz schön stolz auf das ganze Team!

Alle Termine und Tickets gibt bei Nosferatour oder in der Tourismus-Info in Wismar in der Lübschen Straße. 
 

















Ich danke für das Mitlesen und die Anteilnahme. Hier gibt es die Möglichkeit, etwas in die virtuelle Kaffeekasse zu tun. Vielen Dank dafür!

Dienstag, 18. Juli 2023

Das Schuljahresende...

... hat einige besondere Momente für uns bereitgehalten. Der Adventsjunge hatte eine sehr schöne und emotionale Abschiedsfeier in der Grundschule. Die ganze Klasse hatte ein tolles Programm vorbereitet. Hinterher wurde auf dem Schulhof gegrillt und gequatscht.

Die Augustschnuppe sowie alle anderen Vorschulkinder wurden im Kindergarten verabschiedet, bevor viele in die Ferien verschwanden. An einem Vormittag gab es für alle Kinder des Kindergartens ein großes buntes Fest mit Wimpeln und einem Zuckertütenbaum. 

Dann standen noch Elternabende auf der weiterführenden Schule des Adventsjungen und der Grundschule der Augustschnuppe an. Die beiden Großen hatten auf dem Gymnasium Projektwochen, ein Praktikum, eine Klassenfahrt, eine Übernachtung und ein Grillfest. So mussten der Liebste und ich uns manchmal aufteilen, um an den verschiedenen Aktivitäten teilnehmen zu können. 

Letzte Woche Freitag gab es schließlich für unsere drei Schulkinder die Zeugnisse. Alles in Ordnung. Das haben alle drei prima gemacht. Jetzt können die Schulranzen erstmal für sechs Wochen in der Ecke bleiben. Für die Ferien habe ich den Kindern kleine Sortierboxen (Amazon-Partner-Link) gefüllt mit Süßigkeiten geschenkt. Wenn sie leergefuttert sind, können die Kinder sie mit in den Urlaub nehmen und besonders schöne Steine oder Muscheln hineintun.

Gestern bin ich wie immer um 5:50 Uhr aufgestanden, um dann zu merken, dass ich ja gar nicht den Tisch decken und drei Brotdosen befüllen musste. So konnte ich am Morgen mal richtig trödeln.  

Auch in meiner Arbeit gab es sehr viel zu tun. Zum Schuljahresende gibt es immer sehr viele Anfragen nach Führungen und museumspädagogischen Programmen für Schulklassen oder auch Kindergartengruppen. Ich hatte fast jeden Tag andere Gruppen im Museum. In dieser Woche geht es gleich weiter mit dem Ferienprogramm und dem Projekt "Kultur macht stark". 

Im Rahmen des Projektes sind verschiedene Projektpartner mit Kindern unterwegs. Wir entdecken gemeinsam Kunst im öffentlichen Raum. Wir nähern uns den Kunstwerken und verarbeiten unsere Erfahrungen auf unterschiedliche Weise. Die Kinder machen mit bereitgestellten Geräten Fotos, zeichnen, formen, schneiden und kleben u.ä. Am Ende wird es im Museum eine Präsentation geben.

Letzte Woche ist die Mama des Liebsten mit ihrem Partner angereist. Die beiden sind in Wismar und Umgebung unterwegs. Sie wohnen im Hotel und ab und zu treffen wir uns. So bleibt die Balance zwischen Erholung und Familientrubel gewahrt.

Am Wochenende haben der Liebste und ich mit den beiden eine Abendfahrt mit der Poeler Kogge gemacht. Drei Stunden schipperten wir in der Wismarer Bucht herum. Auf den Bildern kann man ganz gut sehen, wie schnell sich Wolken und Sonne abwechselten. Der Wind reichte allerdings nicht zum richtigen Segeln. 





Am Wochenende war ich wieder mit dem Team der "Nosferatour" unterwegs. Am Samstagabend waren über 100 Menschen im Publikum. Den ganzen Tag über beobachteten wir den Wetterbericht und die Regenvorhersage. Der Regen machte zum Glück an dem Abend einen Bogen um Wismar und wir konnten auftreten. 

Am Sonntagvormittag bekam ich plötzlich starke Zahnschmerzen. So konnte ich an dem Abend leider nicht Theaterspielen. Im Moment ist der überkronte Zahn "nur" noch empfindlich. Früher oder später wird wohl eine Reparatur nötig.





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Montag, 26. Juni 2023

Mittsommerzeit


Anfang letzter Woche sind wir beim Fahrradfahren am Hafen unter eine Regenwolke geraten. Den Liebsten hatten wir gerade von zu Hause weggelockt. So mussten wir uns beim Sprottenhannes unterstellen und aßen dort Fisch und Pommes zum Abendessen. 

Von den angekündigten Gewittern war in Wismar ansonsten wenig zu merken. Der Regen war nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Mitte der Woche bin ich um 4 Uhr morgens von einem großen Donner aufgewacht. Der Rest der Familie hat es einfach verschlafen.


Am Dienstagabend fand im neuen "KulturTestZentrum" ein Jazzkonzert statt. Vom Verein Kuno e.V. wird ein ehemaliges Corona-Test-Zentrum bespielt. Diese Ladenfläche stand leer und ist ab sofort Bühne für verschiedenste Künste. "Jo Aldingers Downbeatclub" war absolut fantastisch und passte so gut zu einem milden Sommerabend! 

Nach dem Konzert radelten der Liebste und ich noch zum Hafen, um den Sonnenuntergang zu bewundern. Unterwegs holten wir uns eine Pizza, die wir uns mit Blick aufs Wasser teilten.



Dann war der Liebste wieder auf Dienstreise und ich allein für alles zuständig. Abends hatte ich genug Zeit, knapp 200 Fotos zu sichten, zu sortieren und ein bisschen zu verbessern. Die hatte ich an einem Nachmittag mit einer Freundin in einem nahen Wald gemacht. Ihre große Tochter stand Modell. 

Ich bin ziemlich verliebt in die Beiden und die vielen tollen Bilder, kann hier aber nur einen klitzekleinen Ausschnitt zeigen. 



Der Adventsjunge war auf seiner ersten Klassenfahrt. Es war gleichzeitig auch die letzte seiner Grundschulzeit. Nach anfänglichem Heimweh hatte er doch viel Spaß. 

Ich hatte im Museum wieder ein paar Führungen mit Schulklassen oder Kindergartengruppen. Es macht mir immer besonders viel Freude, wenn die Kinder nach der Führung sagen, dass es ihnen im Museum sehr gefallen hat. 

Am Freitagabend besuchte ich ein zweites Mal das Theaterstück, in dem die Große mitgemacht hat. Es war einfach so großartig! Die gesamte Gruppe hat unglaublich tolle Arbeit geleistet! 


Am Wochenende hatte der Liebste Besuch von einem langjährigen Freund aus Hamburg. Gemeinsam haben sie sich auf eine kleine Reise begeben. Der Freund hat sich das Buch "Unter den Wolken - Meine Deutschlandreise auf die höchsten Berge aller 16 Bundesländer" (Amazon-Partner-Link) zum Vorbild genommen und Freunde aus ganz Deutschland gefragt, ob sie ihn begleiten.

So bestiegen die beiden am Wochenende die höchste Erhebung Mecklenburg-Vorpommerns. Die befindet sich in den Helpter Bergen im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte und ist 179 Meter hoch. 

Ich war derweil mit der Jüngsten im Garten. Wir konnten die ersten eigenen Süßkirschen ernten. 


Am Samstagnachmittag besuchte ich mit drei Kindern die Oldtimerrallye im Phantechnikum Wismar. Ich schaute mir im Hof die interessanten Autos an und quatschte mit dem Museumsteam. Unten das älteste Auto des Tages aus dem Jahr 1929. 

Die Kinder waren drinnen im Museum unterwegs. Von den vielen, vielen Experimenten können sie nie genug bekommen. Neu ist ein Flugsimulator. 


Am Sonntagabend sind wir mit der ganzen Familie zum Abendessen an den Strand gefahren. Wir hatten Pizza dabei, Obst und Gemüse und Getränke. Alle zusammen haben wir in der warmen Ostsee gebadet. Das war alles so leicht und fröhlich. Es fühlte sich an, wie Urlaub. Pures Sommerglück! 



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Montag, 19. Juni 2023

Diese hellen Tage...

... sind voll mit interessanten Begegnungen! Letzte Woche traf ich eine Bloggerin, die fast so lange bloggt, wie ich. So lange "verfolgen" wir uns schon. Es war ein sehr schöner Abend in der Fika Kaffeebar. Draußen lag im Hafen ein riesiges Kreuzfahrtschiff, das alle Häuser überragte.


Am Freitagabend waren wir in der Theatergruppe so gut besetzt, dass ich endlich mal bei der Nosferatour mitgehen konnte. Diese Gelegenheit nutzte ich, um mal ausgiebig Fotos zu machen. Obwohl ich nun schon im zweiten Jahr mitspiele, habe ich das Theaterstück noch nie selber gesehen.

Los ging es um 20:30 Uhr am Ziegenmarkt in Wismar. An diesem Treffpunkt werden an alle, die ein Ticket erworben haben, Kopfhörer ausgeteilt. Darüber kann man Text und Musik hören und so dem Stück folgen. 


Fast 120 Personen waren am Freitag beim Theaterspaziergang durch die Altstadt dabei. 


Es ist wirklich ein ganz besonderes Erlebnis! Das wusste ich natürlich schon, aber jetzt habe ich es mit eigenen Augen gesehen. Wie die Großfiguren im Sonnenuntergang förmlich durch die Straßen schweben!


Beim Applaus gegen 22:30 Uhr war ich echt stolz auf die Truppe! 


Ich half dann beim Abbau und Abtransport der Figuren. Hinterher saßen wir noch ein bisschen im Hof des Vereins beisammen. Nach so einem Abend kann ich zu Hause nicht gleich schlafen gehen. So schlief ich erst gegen halb 2 ein.


Am Samstagmorgen schimpfte ich selber mit mir. Wie bin ich nur auf die Idee gekommen, ein Frauenfrühstück am Morgen nach der Theateraufführung zu planen! Um 8 Uhr radelte ich los, kaufte frische Brötchen und fuhr zur Gemeinde. 

Alles andere für das Frühstück hatte ich schon am Vortag nach der Arbeit eingekauft und auch schon die Tische eingedeckt. Es wurde dann ein sehr schöner gemütlicher Vormittag mit weiteren neun Frauen aus meiner Gemeinde. 

Am Samstagabend stand wieder Kultur im Kalender. Unsere Große spielt derzeit in einem Theaterstück mit. Um die 100 Jugendliche haben das selbstorganisiert auf die Beine gestellt. Seit November probte sie mit im Chor und stellte Kostüme her. 

Das Stück war grandios! Und unsere Große war so gut geschminkt, dass ich sie erst zum Schluss an ihren Schuhen erkannte :-)


Diesen schönen Abend ließen der Liebste und ich am Hafen ausklingen.

Am Sonntag waren wir zunächst im Gottesdienst. Bei einem gemeinsamen Mittagessen verbrachten wir noch Zeit mit den anderen Gemeindemitgliedern. Danach fuhren wir in den Garten. Die Kinder sprangen ins Planschbecken. Hach, die Kartoffelpflanzen sind endlich gewachsen! Wir waren sehr spät dran, jetzt bin ich gespannt. 

Am Abend war ich wieder dran mit dem Theaterspielen. Es lief sehr gut, wir bekommen immer mehr Routine. Es wurde aber wieder sehr spät. 



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Montag, 5. Juni 2023

In der letzten Woche...

... war wieder so viel los, dass ich fast nie am Computer war. Nachdem wir mit der Familie am Pfingstmontag traditionell eine Mühle besucht haben, ging es am Dienstag wieder los mit der Arbeit. Die Schulkinder hatten noch einen Ferientag und durften zu Hause bleiben. 

Meine Kolleginnen und ich waren an diesem Tag wieder mit einer Kindergruppe im Rahmen des Projektes "Kultur macht stark" unterwegs. Wir machten quasi einen Wandertag und entdeckten weitere Kunstwerke im Stadtbild von Wismar. Da gab es pro Kunstwerk einen Steckbrief zum Ausfüllen und mit Hilfe von Tablets wurden Fotos gemacht. Im Anschluss waren wir auch noch ein bisschen kreativ. Das alles macht mir jedes Mal viel Freude. 

Im Museum war in den letzten Wochen so einiges zu tun. Der Ostseerat, eine 1992 in Kopenhagen gegründete Organisation der Ostee-Anrainerstaaten, tagte in Wismar. Unter anderem auch im Schabbellhaus. Das Haus wurde im Vorfeld von oben bis unten geputzt und für das Treffen der Politikerinnen und Politiker vorbereitet. Und auch in der gesamten Innenstadt waren die Vorbereitungen spürbar. So gab es einige Absperrungen und Staus. Für Besucherinnen und Besucher und auch für die Beschäftigten war das Museum dann ein paar Tage komplett geschlossen.

Am Kindertag bekamen meine Kinder eine große Tasche voller Spielsachen für den Garten geschenkt: Frisbees, Boccia, Jonglierbälle, Federball etc. Und auch eine neue Wasserbahn (Amazon-Partner-Link)Die letzte dieser Art hatte fast 10 Jahre gehalten, wir haben sie beim Umzug weggegeben. Deshalb habe ich völlig überzeugt wieder ein Modell der Firma gekauft. 

Im Garten sind wir wieder ein Stückchen vorangekommen. Ich habe die Beete am Weg im Eingangsbereich mit der elektrischen Bodenhacke (Amazon-Partner-Link) bearbeitet. Dann habe ich die ersten Lavendelpflanzen verteilt. Mein Traum ist ein Weg, der von üppigen Lavendelbüschen gesäumt wird. Dann duftet es, wenn wir den Garten betreten und mit den Beinen am Lavendel entlangstreifen.

Bei Gesprächen mit den Nachbarn kam raus, der Garten lag noch viel länger als vier Jahre brach. Wahrscheinlich schon über zehn Jahre. Der Vorbesitzer konnte sich dennoch nicht trennen. Na dann ist es wirklich kein Wunder, dass der Boden steinhart ist. Zwei neue Tonnen frische Erde haben wir wieder in den Beeten verteilt. Weitere Tonnen werden folgen.


Im hinteren Teil sind auf einer alten Rasenfläche neue Beete entstanden. Dafür hat der Liebste alles mit der elektrischen Bodenhacke umgepflügt und Beete gebaut. Dort können Gemüsepflanzen einziehen.


Übernommen haben wir eine ganz besonders hübsche Rose mit zarten Blüten und rotem Laub. "Hechtrose" sagt mein Internet. Ihr haben die vielen Jahre ohne Pflege anscheinend überhaupt nichts ausgemacht. 


Am Wochenende ist die Theatergruppe Nosferatour zwei Mal aufgetreten. Das hat super geklappt, wir werden jedes Mal besser. Die nächsten beiden Termine sind der 16. und 18. Juni jeweils um 20:30 Uhr. 


Nach den Auftritten bin ich noch kurz am Hafen entlanggeradelt. Hach, jetzt beginnt die Zeit der hellen Nächte hier im Norden! Um 23 Uhr war es noch ein bisschen hell. 


Heute fand der jährliche Kontrolltermin nach meiner Magen-OP statt. Der Liebste nahm mich mit nach Hamburg und fuhr dort ins Büro. Ich ging erst Kaffeetrinken und war ein bisschen in Altona schlendern. 


Nach meinem Termin in der Klinik schaute ich kurz am Hamburger Hafen vorbei. Als ich meinem Großen ein Foto vom Hafen schickte, kam raus, er hat Urlaub. So trafen wir uns ganz spontan. Das war sehr schön. Am Nachmittag fuhren der Liebste und ich wieder nach Hause nach Wismar.



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