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Freitag, 14. Juli 2017

Endspurt

"Sehen Sie, was ich sehe? Sie kennen sich doch schon aus, nicht wahr?!" Die Ärztin im riesigen Universitätsklinikum fährt mit der Sonde des Ultraschallgerätes ganz unten über meine Bauchdecke. Auf dem Monitor ist bildschirmfüllend ein großes Oval zu sehen. Ja, ich sehe es auch: es ist eindeutig der Kopf meines Babys. UND ER LIEGT UNTEN!!!

Die letzten Wochen war ich etwas angespannt. Tränen sind auch geflossen. Das Baby saß mit seinem Popo in meinem Becken und rührte sich nicht. Mehrmals täglich machte ich Übungen, ölte meinen Bauch und leuchtete dem Baby mit einer Taschenlampe den Weg. Alles, damit das Baby sich mit dem Kopf nach unten dreht. In die perfekte Startposition für eine Geburt. Nur ca. 4% der Babys liegen zur Geburt noch in Beckenendlage. Sollte unser Baby etwa zu diesen seltenen Persönchen gehören?

Ich sah die Chance auf eine Hausgeburt schwinden. Mit einer Beckenendlage müsste ich zur Geburt auf alle Fälle in ein Krankenhaus gehen. Dann wäre die Suche nach einer Hebamme und alle Vorbereitungen in der Schwangerschaft umsonst gewesen. Ich hätte im Krankenhaus keine Hebamme dabei, die mir vertraut ist, was mir enorm wichtig ist. Durch die Seltenheit einer Beckenendlage hätte ich in der Klinik trotzdem wahrscheinlich (zu) viel Personal um mich herum und würde nicht alleingelassen werden, wie so viele Frauen im Moment unter der Geburt. Auch beruhigend irgendwie, aber ach...

Ich wollte vorher noch die äußere Wendung probieren. Dabei wird von ärztlicher Seite und unter OP-Bereitschaft versucht, mit gezielten Handgriffen von außen das Baby im Bauch zu drehen. Die Chance, dass sowas klappt, liegt bei etwas über 50%. Sollte dabei etwas Unvorhergesehenes passieren, würde das Baby sofort per Kaiserschnitt geholt werden. Auch damit hatte ich mich nun schon abgefunden und den Kaiserschnitt eingeplant.

Diese Woche stand also der Beratungstermin an. Ich fuhr eine Stunde mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ans andere Ende der Stadt. Das Universitätsklinikum ist das größte Krankenhaus, das ich je in meinem Leben gesehen habe. Um zur Station für Geburtshilfe zu gelangen, musste ich das gesamte Gebäude mit seiner bahnhofsähnlichen Empfangshalle, Rolltreppen und seinen langen Fluren bis ganz nach hinten durchqueren und dann mit dem Fahrstuhl ganz nach oben fahren.

Ich war ziemlich aufgeregt und auch gespannt, was die Untersuchung ergeben würde. Vielleicht ließe sich ja auch irgendein Grund für die Sitzblockade des Babys erkennen? Nach einem kurzen Gespräch kommt die Ärztin gleich zur Sache. Ich darf mich auf eine Liege legen und schon gehts los. Wir sehen es sofort: das Baby liegt mit dem Kopf nach unten in perfekter Startposition.

Mir kommen die Tränen und die ganze Anspannung der letzten Wochen fällt von mir ab. Ich kann das gar nicht glauben. Noch vor einem Tag hatte die Hebamme doch noch nach dem Baby getastet, war sich allerdings nicht ganz sicher. Mir fällt die eine Nacht vom Wochenende ein, in der ich fast nicht geschlafen habe und zwei Mal von dem Gerumpel in meinem Bauch aufgewacht bin. Und seit zwei Tagen zieht und piekst es ganz schön nach unten. Uff. So kann es nun gerne bleiben. Niemand rührt sich vom Fleck, bitte!

Und sonst so? Ich kann es kaum glauben, dass nun schon der Endspurt der Schwangerschaft begonnen hat. In nur noch +/- 30 Tagen werden wir unser Sommermädchen in den Armen halten dürfen. In 9 Tagen beginnt die offizielle Rufbereitschaft unserer Hebamme. Ab diesem Zeitpunkt darf das Kind zu Hause zur Welt kommen. Eine Kliniktasche habe ich trotzdem gepackt und mich auch in der nächsten Klinik angemeldet.

Bis auf meine langsame Watschelei geht es mir ganz gut. Ich komme schneller aus der Puste und mein Becken fühlt sich klapprig an. Wenn mir etwas runterfällt, lasse ich es auch schonmal liegen. Das Umdrehen im Bett fällt mir schwerer. Ohne mein langes Seitenschläferkissen gehe ich nirgendwo hin. Haut und Haare sind prima, vom Sodbrennen werde ich im Moment zum Glück verschont. Die Vorwehen haben zugenommen und kommen am Abend fast alle halbe Stunde.

Für die Hausgeburt ist alles vorbereitet. Mit der Hebamme und ihrer Kollegin, die sie zur Geburt rufen wird, sind wir beim Vorbereitungsgespräch eine detaillierte Liste durchgegangen. Kuschelige Handtücher und Einmalunterlagen sind genügend vorhanden. Malerfolie wird immer wieder empfohlen. Die habe ich aber noch nie gebraucht und die werde ich auch niemals verwenden. Das kriege ich im Kopf beim besten Willen nicht mit Geburt zusammen. Ich habe für den Boden eine weiche, extra dicke Gymnastikmatte und einen doppelt großen wasserundurchlässigen Matratzenschoner* besorgt. Ich weiß, ich werde mich eh nicht im Bett oder auf dem Sofa aufhalten, da ich mich unter der Geburt eher in aufrechter Haltung wohlfühle.

Eine gute Lampe haben wir, die ersten Anziehsachen fürs Baby liegen bereit, bequeme Kleidung für mich auch und eine genau gehende Uhr, klar. Papierkram für die Anmeldung des Babys beim Standesamt, den großen Bluttest auf Stoffwechselstörungen und das neue Vorsorgeheft für Kinder sind schon vorbereitet. Der Kinderarzt ist auch informiert. Jetzt fehlen noch ein paar Müsliriegel für uns und eventuell hungrige Hebammen und dann, ja dann fehlt uns nur noch das Baby :-)


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Freitag, 19. Mai 2017

Vom Kinderwunsch

"Na dann bekommen wir auch noch eins!"

BÄM!

Hat er das wirklich gerade gesagt?!

Was war passiert?

Ich sitze in unserem Wohnzimmer im Sessel. Der Liebste sitzt mit dem Rücken zu mir neben mir auf dem Boden und kramt in seinem Regal. Er erzählt von Bekannten. "Nächste Woche ist der errechnete Termin erreicht. Das Kind könnte nun also jederzeit kommen."

Ich seufze.

"Warum seufzt du so?"

"Ich beneide sie. Ein Kind zu bekommen, ist so schön! Bei uns war das immer so schön!"

Er kramt weiter und sagt so ganz nebenbei "Na dann bekommen wir auch noch eins." und kramt und kramt.

Ich horche auf. "Weißt du, was du da gerade gesagt hast?"

Kramkram.

"Huhu, meinst du das wirklich ernst?!"

Der Liebste grinst, steht auf, setzt sich aufs Sofa und will auf seinem Tablet lesen.

Ich springe auf und falle dem Liebsten um den Hals.

Wir wollen noch ein Kind bekommen!!!  



So war das fast genau vor einem Jahr, als der Liebste und ich uns nochmals auf einen neuen spannenden Weg zu einem Kind machten. Ich hatte mir das in einem privaten Blog genau so aufgeschrieben.

Mein Kinderwunsch war, ehrlich gesagt, nie komplett abgeschlossen. Irgendwie hatte ich immer das Gefühl, das wars noch nicht. Begründen kann ich es nicht. Eigentlich hatte ich mir immer meinen 40. Geburtstag als Grenze gesetzt. Dann sollte es auch gut sein mit dem Kinderkriegen. Wir sind ja nun schon reich gesegnet mit gesunden tollen Kindern.

Der Liebste wusste von meinem Wunsch. Ich machte den Wunsch allerdings nicht zum ständigen Thema, denn ich wollte nichts erzwingen und meinen Mann nicht unter Druck setzen. Das würde unsere Partnerschaft nur unnötig belasten. Uns ging es ja sehr gut so. Und sollte es nicht mehr sein, dann hätte ich das auch akzeptiert.

Und nun dieser eine bauchkribbelige Satz von ihm! Waaahhhhhh!!!

An dem besagten Tag haben wir noch viel geredet. Warum war denn der Liebste erst jetzt nochmal bereit für ein weiteres Kind? Nun, ihm waren die Probleme rund um die Geburtshilfe und den Hebammenmangel nicht entgangen. Ich war ja öfters auf Demonstrationen und wir haben miteinander oft über die Zustände in den Kliniken und die Schwierigkeiten für außerklinische Geburten gesprochen. Unsere letzte Hausgeburtshebamme hatte auch aufgegeben. Hausgeburten wären nun wohl nicht mehr möglich.

Der Liebste dachte nun, wenn es nicht mehr möglich sein würde, sein Kind zu Hause mit einer eigenen Hebamme auf die Welt zu bringen, dann würde er keins mehr haben wollen. Er sah uns alleine in der Klinik sitzen und hatte Sorge vor den Interventionskaskaden dort. Solche Situationen wollte er vor allem mir ersparen. Der Gute!

Nun aber wurde das Kind von den Bekannten problemlos zu Hause geboren. Ah, es gab also doch noch Hausgeburtshebammen in Hamburg! Das gab dem Liebsten Hoffnung und so konnte er dem Wunsch, den er doch insgeheim auch schon lange hatte, endlich nachgeben. Wie schön!

Es hat dann überraschenderweise auch sehr schnell geklappt. Nur zwei Monate später war ich schwanger. Leider konnte dieses Kind nicht zu uns kommen. Eine schmerzliche Erfahrung, aber mit dem ganzen drumherum auch mehr als lehrreich.

Wir wollten es nochmal probieren. Ein Jahr gaben wir uns noch, dann sollte es auch gut sein, wie es ist. Es klappte sofort. Und da sitze ich nun und spüre, während ich hier schreibe, das Augustbaby meinem Bauch zappeln. So ein Wunder! So ein Segen!


Donnerstag, 11. Mai 2017

Keine 100 Tage mehr!

"Ich habe so richtig Bock auf Geburt!" sage ich zum Liebsten. Der guckt mich völlig entgeistert an. Jaja, jetzt habe ich Lust auf eine Geburt! Ich weiß genau, das wahre Muffensausen kommt ja erst noch. Aber danach bin ich dann wirklich bereit, weil es mir dann mit dem Schwangersein endgültig reicht.

Gerade habe ich mal nachgerechnet: es sind keine 100 Tage mehr bis zum errechneten Geburtstermin! Huch, das ist gar nicht mehr so lange. Ich bin schon so gespannt auf unser Mädchen!

Mir geht es im Moment sehr gut. Keine Gewichtszunahme, keine Zipperlein, schöne und häufige Kindsbewegungen, endlich ein Kugelbauch. Alles, wie es sein soll. Das sah auch meine Hebamme gleich, die gestern einen Hausbesuch bei uns machte. Der Liebste war auch da, weil das Aufklärungsgespräch zur Geburt anstand. Das bedeutet eine Stunde lang ziemlich viele Informationen und Zettelkram. Vor außerklinischen Geburten werden immer alle Eventualitäten abgecheckt und man bekommt ziemlich viele Einblicke in den Geburtsverlauf. Die Hebamme kann sehr viele Situationen abdecken. Aufgrund der ununterbrochenen Betreuung unter der Geburt und ihrer umfangreichen Erfahrungen vertraue ich ihr völlig. Und ich kann das auch. Wenn etwas nicht normal verlaufen sollte, ist es gut, ein Krankenhaus in der Nähe zu haben. Das wären bei uns nur 7 Minuten Autofahrt.

"Hallo Baby!" sagt die Hebamme, bevor sie meinen Bauch abtastet. Das finde ich eine sehr schöne und respektvolle Geste. Quer liegt es im Moment, das darf es auch noch. Ich habe es schon daran gemerkt, dass ich die Bewegungen gleichzeitig links und rechts in meinem Bauch bemerke.

Sehr gefreut habe ich mich in dieser Woche über die schöne Post einer Leserin. Sind die gestrickten Schühchen nicht wunderschön?! Ich kann mich gar nicht entscheiden, welche Farbe mir am besten gefällt. Danke!

Die wichtigsten Dinge für das Baby wie Kleidung und Windeln haben wir nun vorrätig. Ansonsten fehlen nur noch ein paar größere Dinge. Ein neuer Autositz muss noch her und den Wickeltisch bauen wir bald auch noch auf.

Jetzt warte ich auf wärmeres Wetter, denn bald bekomme ich meine dicke Jacke nicht mehr zu ;-)


Freitag, 5. Mai 2017

Familien brauchen Hebammen!

Als viele Menschen vor ein paar Jahren wieder und wieder auf Demonstrationen und mittels Petitionen auf die Problematik des Hebammenmangels hingewiesen haben, wurde das belächelt. Es schien ausschließlich die Sache der Leute zu sein, die ihre Kinder gerne außerklinisch auf die Welt bringen wollen. Das betrifft in unserem Land eh nur 2 Prozent aller Geburten. Ein Luxus, der doch nur diese Personengruppe etwas angeht. Wer eine sichere Geburt haben möchte, geht ins Krankenhaus, oder?!

Mittlerweile wird immer mehr Menschen klar: die Problematik war und ist längst in den Geburtsstationen der Krankenhäuser angekommen! Immer mehr Kreißsäle schließen und bescheren Schwangeren weite Wege. Frauen werden unter der Geburt vom überfüllten Kreißsaal abgewiesen. Schwangere auf den Inseln müssen wegen dort geschlossener Geburtsstationen Wochen vor dem errechneten Geburtstermin aufs Festland umsiedeln, wie auf Sylt und mittlerweile leider auch auf Föhr. Und am Ende werden Gebärende unter der Geburt die meiste Zeit allein gelassen, weil eine einzige Hebamme bis zu 4 Geburten auf einmal begleiten muss. Die Kaiserschnittrate in Hamburg betrug im letzten Jahr sagenhafte 39 Prozent. Als Grund wurde explizit Personalmangel angegeben. Auch Beleghebammen gibt es immer weniger. Und nein, ein Arzt, der dabeisteht, reicht nicht. Eine Hebamme schreibt: Es brennt!  Und es liegt nicht am angeblichen Geburtenboom sondern am Hebammenmangel. Von sicheren Geburten kann da längst nicht mehr gesprochen werden.

Heute ist der Internationale Hebammentag.

Hebammen werden gebraucht. Es geht aber nicht nur um den Beruf der Hebamme, es geht um Familien. Schwangere haben ein Recht auf Hebammenhilfe während der gesamten Schwangerschaft, während der Geburt, während der Zeit des Wochenbetts und des Stillens.
Es ist unser Recht!  Und wenn ich mit der Familienplanung abgeschlossen habe, geht es um meine Freundinnen und Freunde und irgendwann um meine eigenen Kinder, die auch noch sicher ihren Nachwuchs auf die Welt bringen wollen. Familien brauchen Hebammen!


Der Verein Motherhood e.V. und der Deutsche Hebammenverband setzen sich unermüdlich für sichere Geburten ein. Auf deren Seiten finden sich viele Infos zur aktuellen Lage.


Mittwoch, 26. April 2017

Hallo 7. Monat!

Ich habe immer gesagt, meine allerletzte Schwangerschaft will ich besonders genießen und zelebrieren. Nun bin ich aber einfach nur froh, wenn die Zeit rum ist. Ich habe mir aber auch geschworen, wenn ich wirklich nochmal schwanger werden darf, werde ich nicht jammern. Und das tue ich auch nicht.

Mir geht es gut. "Du bist ja nicht mehr die Jüngste. Na warte mal ab, der Sommer kommt ja erst noch." Dankeschön, weiß ich selber. Solche Kommentare finde ich nicht besonders hilfreich. Trotzdem ist es nicht von der Hand zu weisen: aufgrund meines Alters, der Vorgeschichte, der schnellen Schwangerschaftsfolge, meiner Schilddrüsenerkrankung und diversen Zipperlein gehört meine Schwangerschaft zu den Risikoschwangerschaften.

Spezielle genetische Tests haben wir, wie immer, nicht machen lassen. Einzig die ausführliche feindiagnostische Ultraschalluntersuchung haben wir vornehmen lassen. "Dem Leben zugewandt", wie es meine Ärztin formulierte. Denn kein genetischer Defekt hätte uns dazu gebracht, diese Schwangerschaft zu beenden. Trotzdem ist es gut, vorbereitet zu sein, sollten doch Probleme auftauchen.

So wurden bei unserem Mädchen in einer speziellen Praxis neulich alle Organe sehr genau unter die Lupe genommen. Gehirn, Herz, Magen, Nieren, Blutfluss - alles sieht gut aus. Arme und Beine sind dran und auch alle Finger und Zehen. Einziges Problem: der Arzt hat mit der Ultraschallsonde eine halbe Stunde lang so doll aufgedrückt, dass ich drei Tage Bauchschmerzen (und Sorgen) hatte.

Meine Ärztin und auch meine Hebamme haben dieses Mal so einiges zu tun, mich zu beruhigen und auf einen guten Weg zu bringen. Ich bin sehr dankbar für die einfühlsame Begleitung. Besonders die einstündigen Hausbesuche meiner Hebamme genieße ich sehr. Neulich hatte sie eine Hebammenschülerin dabei. Als wir die puckernden Herztöne mit einem kleinen mobilen Gerät hörten, schmunzelten beide. "Mädchenherztöne." Auch die Schülerin hatte es sofort gehört. Langsamere Herzfrequenzen deuten angeblich eher auf einen Jungen hin, schnellere auf ein Mädchen. Interessant!

Ich kann das Augustbaby schon den ganzen Tag über spüren. Morgens nach dem Aufwachen freue ich mich über den ersten Stups. Am Tisch sitzend muss ich mich manchmal nach hinten lehnen, weil sich da jemand Platz verschaffen will. Am Abend beim Fernsehen im Sessel lege ich meine Hände auf die Kugel, die nun schon genau zwischen Bauchnabel und Rippen endet. Und im Bett begleiten mich die Bewegungen in meinem Bauch in den Schlaf.

Die Vorbereitungen für das Baby gingen jetzt irgendwie ganz schnell. So viel war das dann doch gar nicht. Kleidung für die ersten Wochen habe ich ausreichend auf dem Flohmarkt gefunden. Sie liegt gewaschen und gefaltet bereit. Spucktücher, Windeln, Flaschen und Sauger sind vorhanden. Ein Bettchen ist in Aussicht. Und ansonsten braucht ein Baby ja vor allem uns. (Zu den Tops und Flops in der Babyzeit habe ich hier schonmal etwas geschrieben.)

Ein paar Sahnestücke gibt es aber trotzdem obendrauf. Eine liebe Begleiterin hier im Internet hat für uns gestrickt. Ich dürfte mir etwas wünschen. Es sollte eine Weste in Beerenfarben sein. Ich liebe solche Westen. Ist sie nicht schön?! Und so winzig! Die bequeme Hose gab es sogar noch dazu, wie lieb!

Noch 15 Wochen.


Donnerstag, 30. März 2017

Die Vorbereitungen beginnen...

Vor ein paar Tagen habe ich die allerersten Dinge für unser Augustbaby gekauft. Staunend habe ich mit den Kindern davorgesessen. Sind Neugeborene wirklich sooo klein? Hach!

Wir brauchen alles komplett neu, denn 2015 haben wir all unsere Kinderbekleidung an die Flüchtlingsunterkunft in unserem Stadtteil gespendet. Das ist jetzt nicht schlimm, ich hänge mein Herz nicht an Babykleidung. Nur den allerersten Strampler, den alle meine Kinder anhatten, habe ich aufgehoben. Diese Sachen hier sind ganz neu, das meiste werde ich aber demnächst auf Flohmärkten oder bei ebay erstehen.

Ich bin nun am Ende der 21. Schwangerschaftwoche angelangt. Das Baby spüre ich nun mehrmals täglich stupsen. Morgens nach dem Aufwachen, mittags am Tisch, abends im Fernsehsessel und beim Einschlafen. Ich genieße dieses Gefühl sehr und koste jeden einzelnen Stupser so richtig aus.

Im Schwangerschaftskalender steht für diese Woche: "...Sie sollten sich langsam überlegen, wo Sie Ihr Kind zur Welt bringen möchten. ... Sie sollten sich nun um eine Hebamme kümmern. ..." Nun, das ist reichlich spät. Geburtshäuser sind schnell voll und Hausgeburtshebammen gibt es in Hamburg z.B. nur noch eine Handvoll. Die sind ratzfatz ausgebucht. Aber auch die Hebammen, die Vor- und Nachsorgeuntersuchungen anbieten, werden immer weniger und die Verbliebenen sind dementsprechend sehr gefragt.

In meinem Fall ist es so, dass ich ganz zu Beginn der Schwangerschaft gleich eine Hausgeburtshebamme angeschrieben habe. Was für ein Glück, sie hat Zeit für mich und wir verstehen uns sehr gut! Aufgrund der großen Entfernungen in der Stadt kann sie aber leider nur zwei, drei Mal zur Nachsorge zu uns nach Hause kommen. Mehr ist einfach nicht drin. Damit stand ich nun das erste Mal vor der Aufgabe, eine Hebamme für die Nachsorgeuntersuchungen bei mir und dem Baby zu finden.

Das war schon schwieriger. Denn im August ist Urlaubszeit. Von den Dutzend in Frage kommenden Hebammen im Umkreis bekam ich nur Absagen. Eine einzige Hebamme ist übrig geblieben. Sie macht erst im September Urlaub. Nun hoffe ich, dass unser Baby pünktlich Mitte August geboren wird, damit dieser Kompromiss auch hält. Es ist zwar mein fünftes Kind, ich möchte aber trotzdem, dass jemand ein Auge auf meine Rückbildung und das neugeborene Baby hat.

Übrigens betrifft der Hebammenmangel nicht nur freiberuflich arbeitende Hebammen, sondern auch die angestellten Hebammen in den Geburtskliniken. Die wenigen Hebammen dort sind total überlastet. "Es brennt!" schreibt Jana heute im Hebammenblog. Und eine andere Hebamme schlüsselt in ihrem Text mal konkret auf, was das genau bedeutet, wenn eine Hebamme in der Klinik 3 bis 4 Frauen gleichzeitig unter der Geburt betreuen muss: Die Frauen sind die meiste Zeit der Geburt alleine!  Von der viel zitierten Sicherheit im Krankenhaus kann da nicht die Rede sein.

Einfacher war zum Glück die Sache mit dem Kinderarzt, der zur U2, der zweiten Untersuchung des Babys nach der Geburt, zu uns nach Hause kommen soll. Auf Nachfrage in unserer Kinderarztpraxis hieß es, ich solle nur kurz anrufen, wenn das Baby da ist, dann kommt er. Prima!

Wie geht es mir sonst so? Haare und Fingernägel wuchern wachsen schneller. Die Waage zeigt immernoch 6 Kilo weniger als zu Beginn der Schwangerschaft an. Meine Hosen rutschen jetzt immer unter den Bauch, weil die Taille verschwunden ist. Die Gewichtsabnahme ist allerdings gestoppt, ich denke, ab jetzt geht es wieder aufwärts. Schwangerschaftsbekleidung habe ich eigentlich nie besessen. Ich trage schon immer sehr gerne elastische Stoffhosen und Kleider, die verpacken auch gut einen größeren Bauch.

Müde bin ich immernoch. Besonderen Appetit habe ich nicht. Ich esse eher weniger, da ich am Abend nun schon öfter Sodbrennen hatte. Gemeine Sache und nichts hilft so richtig. Meine Ärztin hat mir nun ein Präparat aufgeschrieben. Ganz glücklich bin ich über die Entdeckung, dass ich wenigstens Grießbrei ohne alles am Abend essen kann.

Fazit: Die Sorgen werden weniger und die Vorfreude steigt :-)



Freitag, 24. März 2017

Halbzeit!

"Ich freue mich immer, wenn das Baby stupst. Dann weiß ich, es ist noch da." erzähle ich dem Mutzelchen. "Na wo soll es denn sonst sein?!" grinst die große Schwester.

Und sie hat ja vollkommen recht, das Baby ist wirklich da! Die Halbzeit der Schwangerschaft ist nun schon erreicht. Hurra! Mit jedem Stupser wird die Schwangerschaft endlich realer für mich. Mit jedem Stupser kann ich mich ein bisschen mehr entspannen.

Ich hatte lange damit zu tun, gedanklich das Bild auf dem Ultraschallmonitor bei meiner Ärztin mit meinem Bauch zu verbinden. Ist das verständlich? Ich habe da dieses Bild von einem kleinen zappelnden Menschlein gesehen, das ganz offensichtlich aus meinem eigenen Bauch stammte. Da mein Körper aber so wenig Schwangerschaftssymptome zeigte und noch keine Kindsbewegungen zu spüren waren, konnte ich es immernoch nicht so richtig glauben. Dazu diesmal die Sorgen, ob wirklich alles gut gehen wird.

Letzte Woche hat uns unsere Hausgeburtshebamme besucht. Weil Ferien waren, waren auch der Liebste und alle drei Kinder zu Hause. So konnten wir uns alle kennnlernen. Eine ganze Stunde war die Hebamme bei uns. Eine neue Vorsorgeuntersuchung stand an.

Wenn keine Ultraschalluntersuchung ansteht, erledigt eine Hebamme alle Untersuchungen, die auch eine ärztliche Vorsorge umfassen. Nur mit sehr viel mehr Zeit und Raum für Gespräche. Ich liebe es! Jedes Mal werden Urin und Blutdruck kontrolliert. Am Schönsten war auch dieses Mal wieder die Kontrolle meines Bauches. Ich bin auf mein Bett umgezogen. Die Kinder und der Liebste saßen alle neben mir, als die Hebamme mit ihren Händen von außen meine Gebärmutter ertastete. Die kleine feste Kugel hat nun mit ihrem Wachstum meinen Bauchnabel erreicht.

Und dann durften wir die Herztöne des Babys hören. Mit einem kleinen mobilen Herztongerät fand die Hebamme das galoppierende Herzchen und wir lauschten alle gespannt. Alles sieht wunderbar aus. Wir unterhielten uns noch ein Weilchen, erledigten ein bisschen Papierkram und dann war die Stunde auch schon rum.

Gestern hatte ich bei meiner Ärztin einen Termin zum großen Ultraschall. Da wurden die Organe des Babys genauer angeschaut. Die Durchblutung der Gebärmutterarterien wurde getestet und die der Nabelschnur. Alles gut. Und die Tendenz, die ich schon seit dem letzten Termin weiß, wurde nochmal bestätigt: wir bekommen ein Mädchen ❤ ❤ ❤


Einen Buchtipp möchte ich hier noch zeigen. Als ich vor bald 19 Jahren meinen ersten Geburtsvorbereitungskurs im Geburtshaus Berlin-Steglitz besuchte, kam ich das erste Mal in Kontakt zu Traumreisen oder Meditationen. Ich weiß heute noch, dass wir eine kleine warme Sonne durch unseren Körper auf Reisen schicken sollten und dabei unser Baby in unserem Bauch besucht haben.

Das war zunächst etwas befremdlich, aber in der Gruppe von "gleichgesinnten" Frauen fand ich es dann doch sehr schön. Bei den Meditationen sind regelmäßig Kursteilnehmerinnen eingeschlafen.

Das Buch "Mama werden, Mama sein"* von Katrin Michel ist ganz frisch erschienen und möchte Schwangere auf ihrer Reise durch die Schwangerschaft und die erste Zeit danach begleiten. Woche für Woche gibt es sehr einfühlsame Texte, die die Schwangere nach innen schauen lassen. Man kann sich die Texte vorlesen lassen oder auch selbst lesen.

Es gibt Texte, die sich mit Zipperlein in der Schwangerschaft beschäftigen. So lästig Übelkeit, Rückenschmerzen oder Sodbrennen auch sind, sie sind Begleiter einer besonderen Zeit und irgendwann auch wieder verschwunden. Und es gibt Texte für das Wochenbett, den Partner oder Entwicklungsschübe des Babys.

Illustriert ist das Buch mit Werken von Kindern zwischen 3 und 16 Jahren. Ich nehme das Buch jetzt immer wieder zur Hand und konzentriere mich, wenigstens für ein paar Minuten, ganz auf mich und mein Baby. Das hilft mir, immer gelassener zu werden.

Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.


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Samstag, 11. Juli 2015

Nebenan 45

Heute wieder eine Sammlung interessanter Dinge, die mir nebenan in "meinem" Internet begegnet sind, die mich beschäftigt haben und die ich hier teilen möchte. Alle meine Nebenan-Sammlungen seit Oktober 2012 sind hier aufgelistet.

Ich erzähle immer wieder gerne von den glücklichen Geburten meiner Kinder. Sie gehören für mich zu den schönsten Erlebnissen meines Lebens und werden für immer unvergesslich bleiben. Ich habe meine Geschichten im Blog geteilt. In neu geschaffenen Erzählcafés in ganz Deutschland können sich Interessierte treffen und sich zu diesem Thema austauschen, was ganz wichtig ist und Mut machen kann.

Die Geburtshilfe in unserem Land ist leider auf einem sehr schlechten Weg. Hebammen geben ihren Beruf auf und fehlen überall. Immer wieder werden Frauen unter Wehen im Krankenhaus abgewiesen und irren umher, weil die verbliebenen Kreißsäle besetzt sind. Die nötige 1:1 Betreuung durch eine Hebamme unter der Geburt ist schon lange nicht mehr möglich. Die umstrittene Dauer-CTG-Überwachung wird ausgeweitet und es wird sich dafür gerühmt.

Wie wird bloß mit Frauen in ihren allerverletzlichsten Momenten umgegangen?! Wollen wir das wirklich? Wollen wir das für unsere Kinder und Enkelkinder? Die Petition zum Elternprotest hat nun die 150.000 Marke überschritten. 150.000 Menschen, die sich Geburtshilfe anders wünschen. Das kann und sollte nicht ignoriert werden.

Etwas zum Entspannen gesucht? Ich schaue mir sehr gerne diese Seite mit skandinavischen Einrichtungen an oder schlendere durch den berlingarten.

Für Geschichtsinteressierte: der "Mythos Hammaburg", Bilder einer Ausstellung über die Anfänge Hamburgs des Archäologischen Museums, können jetzt ganz neu auch digital erlebt werden.

Auf der neuen Seite brokenlifts kann man herausfinden, welche Aufzüge der öffentlichen Verkehrsmittel in Berlin und Brandenburg funktionieren, oder eben nicht.

Die Sängerin Madonna wird nächsten Monat 57 Jahre alt. Auf dem neuen Albumcover sieht man ihr ihr Alter nicht an. Schade eigentlich, denn diese gleichaltrigen Frauen, die das Foto nachgestellt haben, sehen allesamt toll aus.

"Kreuzfahrtterminal". Aus Hamburger Sicht ist dieses Berliner Schild ganz witzig.

Donnerstag, 18. Juni 2015

Bewölktes Glück

Ich saß ganz, ganz tief unten in einem engen Brunnenschacht. Um mich herum war es dunkel. Mein Körper war gar nicht vorhanden. Ich sah nichts, hörte nichts und konnte mich nicht bewegen. Arme und Beine waren wie gelähmt. Ich konnte nicht sprechen. Auf meiner Brust lag ein zentnerschwerer Brocken. Ich schaffte es gerade so, überhaupt zu atmen. Ab und zu schaute ich hoch zu dem Punkt, wo das Licht herkam. Ich fühlte absolut gar nichts. Ein bisschen wunderte mich, dass mir alles so egal war, aber ich wollte an dem Zustand nichts ändern. Ich wollte einfach nur dasitzen.

Es gibt Fotos von mir aus dieser Zeit. Ich lache und sehe fröhlich aus. Das war im September 2007. Ich hatte gerade meine Tochter zur Welt gebracht. Die Geburt war total leicht und ging blitzschnell. Kaum war das Geburtshaus erreicht, war das Baby schon da. Gesund und munter. Ein echtes Geschenk und Wunder. Mein Mann und ich waren überglücklich. Unser Kind war gesund und sehr hübsch und die Krönung unser noch sehr frischen Liebe. Alles war perfekt. Von außen.


Mutterglück - von außen perfekt

Innen sah es anders aus. In mir drin gab es keine Regungen. Das Schreien meines Kindes drang wie durch dicke Watte zu mir durch. Ich hörte es, fühlte mich aber unfähig, zu reagieren. Mein Baby hatte Hunger und wollte gestillt werden. Ich wurde gebraucht. Dabei wollte ich doch nur meine Ruhe haben. Die unendlichen Schmerzen beim Stillen bestimmten meinen ganzen Tageslauf. Alle paar Stunden wieder. Und wieder. Und wieder. Und wieder. Und die Schmerzen nahmen jeden Tag zu. Wie Rasierklingen durchschnitten sie meinen Körper. Sie zogen von der Brust bis in die Fußspitzen und wieder zurück. Es war wie Folter. Mein Baby interessierte mich nicht. Ich hatte Angst vor ihm. Ich wollte nur noch, dass das alles irgendwie endet.

Ich hatte die beste Unterstützung, die es auf der Welt gibt. Mit meiner Hebamme und meinem Mann hatte ich schon während der Schwangerschaft ausführlich über das Stillen gesprochen. Ich hatte alle Literatur zum Thema gelesen. Ich war mir sicher, diesmal würde es klappen. Die Hebamme kam nach der Geburt jeden Tag zu uns nach Hause, mein Mann umsorgte mich sehr liebevoll. Beim ersten Kind war ich unerfahren und hatte keine Unterstützung. Daran hatte es bestimmt gelegen. Aber nun sollte doch alles perfekt sein. Stillen ist so praktisch. Immer dabei, perfekt temperiert, kostengünstig und vor allem gesund. Das Beste für das Kind! Das Natürlichste der Welt! Das kann doch jede Frau!

Und nun war es doch wieder so eine Katastrophe. Ich glaube, nicht mal mein Mann konnte erahnen, wie es mir tatsächlich ging. Ich biss die Zähne zusammen und hoffte, dass die Zeit verging. Ich musste alleine da durch. Irgendwann musste es doch besser werden. Ich musste mich nur genug anstrengen. Das hörte ich doch von allen Seiten. Ich machte ein Foto meiner Tochter, wie sie einen Milchbart hat. Von meiner Milch. Vielleicht als Beweis, dass mein Körper mein Kind ernähren konnte. Eigentlich. 

Als ich beschloss, sofort mit dem Stillen aufzuhören, ging es mir schlagartig besser. Der schwere Stein, der auf Körper und Seele drückte, rollte von mir ab. Ich fühlte mich leicht und unbeschwert. Die Sonne schien wieder. Ich konnte mich wieder bewegen, wieder reden, atmen und lachen. Ich hielt mein Baby wieder gerne im Arm und kuschelte viel mit ihm. Es trank problemlos aus der Flasche. Noch wochenlang hatte ich damit zu tun, den Milchfluss einzudämmen. Ich konnte nicht glauben, was da passiert war und war einfach nur froh, dass der Spuk endlich vorüber war.

Meine nächsten beiden Kinder habe ich von Geburt an mit der Flasche gefüttert. Da das Füttern eines Babys so viel mehr als nur Nahrungszufuhr ist, konnte ich meinen Kindern nun mit Hilfe von Pulvermilch unbeschwert all das geben, was sie zum Leben und für eine gute Bindung brauchten: Nähe, Trost, Geborgenheit, Halt, Liebe, Liebe, Liebe. Entspannt und rundum glücklich.


Es hat Jahre gedauert, diesen Text zu schreiben.

Donnerstag, 11. Juni 2015

Informationen zur Hebammenhilfe

Im Frühjahr 1998 bekam ich in meiner Frauenarztpraxis meinen Mutterpass ausgehändigt. Ich war tatsächlich schwanger! Das so schwarz auf weiß in diesem Dokument zu sehen, machte es für mich irgendwie greifbarer und offizieller. So einen Mutterpass bekommt jede Schwangere nach Feststellung der Schwangerschaft. Darin wird die persönliche medizinische Vorgeschichte eingetragen und alle Vorsorgeuntersuchungen, die während der Zeit der Schwangerschaft durchgeführt werden, vermerkt.


Damals, in meinem ersten Mutterpass, war gleich ganz vorne auf der 2. Seite ein Zettel eingeklebt. "Informationen zur Hebammenhilfe" stand darauf. Der Berliner Hebammenverband wies darauf hin, was Hebammenhilfe genau umfasst:

"Jeder schwangeren Frau steht laut Gesetz eine Hebamme zu, die sie während der Schwangerschaft, Geburt und in der Zeit des Wochenbetts betreut.

Hebammenhilfe umfasst:

1. Vorsorgeuntersuchungen in der Schwangerschaft
2. Beratungen in der Schwangerschaft, telefonisch oder als Hausbesuch
3. Einzelbetreuungen bei Schwangerschaftsbeschwerden
4. Geburtsvorbereitung (14 Stunden) als Frauen- oder Partnerkurse, Einzelvorbereitung auf ärztliche Anordnung
5. Geburtshilfe (Betreuung bei Haus- und Klinikgeburten, Geburten in Geburtshäusern und Praxen)
6. Wochenbettbetreuung nach Klinik- oder Hausgeburt und nach ambulanter Geburt bis zum 10. Wochenbetttag (bei Bedarf auch länger)
7. Rückbildungsgymnastik (Gruppenkurse 10 Stunden)

Die Krankenkassen übernehmen fast alle Kosten.
Bitte melden Sie sich rechtzeitig in der Schwangerschaft bei einer Hebamme.

Adresse und Telefonnummern für Informationen...."

Dieser kleine Zettel machte mich tatsächlich sicherer und selbstbewusster in der Schwangerschaft. Hebammenhilfe war laut Gesetz mein Recht! Das wollte ich auch nutzen und habe sehr davon profitiert.

Ich fand mit Hilfe der Hebammenliste bald eine Hebamme in meiner Nähe und machte den Großteil der Vorsorgeuntersuchungen mit ihr. Ich besuchte sie zu Hause oder sie mich. Zur ambulanten Geburt ging ich mit ihrer Begleitung ins nächste Krankenhaus. Mein etwas älterer Arzt war deswegen not amused, aber das war mir egal. Zu oft hatte er mich mit Aussagen wie "hm, zu groß" oder "hm, zu klein" verunsichert, was meine Hebamme zum Glück wieder auffangen konnte. Als ich dem Arzt mal erzählte, dass ich in einem Kreißsaal bei einer Besichtigung eine Sprossenwand gesehen habe, sagte er nur abschätzig: "Wir sind doch hier nicht im Busch!"

Wie auch in meinen darauffolgenden Schwangerschaften war die sehr persönliche Betreuung durch meine Hebamme sehr wichtig und trug dazu bei, dass ich gelassen in die Geburt gehen konnte. Diese Gelassenheit bewahrte ich mir auch in den nächsten drei Schwangerschaften, die immer durch kompetente Hebammmen begleitet wurden. Ich werde mein Leben lang dankbar an diese schönen Lebensereignisse zurückdenken.


So ein wichtiger Zettel klebte und klebt aber nicht in allen Mutterpässen. Leider. Viele Frauen und ihre Angehörigen kennen ihr Recht auf Hebammenhilfe gar nicht.

Eine wichtige Information fehlt darauf allerdings noch: ein bisschen schwanger gibt es nicht, denn gerade in den ersten Wochen passieren im Körper der Frau sehr wichtige Dinge und viele Fragen treten auf. Und auch wenn die Schwangerschaft durch eine Fehl- oder Totgeburt beendet wird, steht allen Frauen trotzdem Hebammenhilfe zu. Bitte sagt es weiter!

Frauen in Deutschland soll allerdings ganz aktuell das Recht auf Hebammenhilfe genommen werden. Die flächendeckende Versorgung mit Hebammen zerbricht gerade unaufhaltsam. Es gibt immernoch die Möglichkeit, die Petition zum Elternprotest zu unterschreiben. Über 112.000 mal wurde das schon getan. Ob es etwas bringt? Ich bin ratlos.

Dienstag, 5. Mai 2015

Internationaler Hebammentag

Seit 1991 wird jedes Jahr am 5. Mai in mittlerweile 50 Ländern der internationale Hebammentag begangen.

Ab Juli 2016 wird es in Deutschland keine Haftpflichtversicherung mehr für freiberufliche Hebammen geben. Das betrifft nicht nur die Hebammen sondern eben vor allem Eltern und Kinder in Deutschland.

Damit wird nicht nur den Hebammen ihre Existenz genommen, sondern auch Eltern die freie Wahl des Geburtsortes ihrer Kinder. Viele werden dann nicht mehr in den Genuss der Schwangerschafts- und Wochenbettbetreuung zu Hause kommen. Weder Beleghebammen, noch außerklinische Geburten werden möglich sein.

Das alles ist auch jetzt schon kaum mehr möglich.

Wie Geburt in Deutschland heute oft aussieht, beschreibt Anja, eine Hebamme, hier mit sehr eindringlichen und ehrlichen Worten. Warum ich meine Kinder so geboren habe, wie ich wollte, habe ich in meinem Schwangerschaftsblog aufgeschrieben.

Mehr Informationen zum aktuellen Stand gibt es z.B. auf der Seite Hebammenunterstützung oder beim Hebammenverband. Hier Infos zur aktuellen Petition.



Donnerstag, 26. Februar 2015

Donnerstagsschnipsel

* Heute habe ich auf eine spannende e-Mail gewartet. Um mich abzulenken, habe ich das Bücherregal im Kinderzimmer aufgeräumt und frisch sortiert. Das war mal wieder nötig.

Erstleserbücher in die eine Ecke, alle "Was ist Was"-Bücher in die andere. Die gesammelten Bände von Pettersson und Findus stehen nun zusammen und es gibt eine Ecke mit Büchern über Tiere, Natur und die Welt. Lieblingsbücher der Kinder weiter unten, wenig gelesene Bücher und Raritäten weiter oben. Weil der Adventsjunge gerne ausräumt und kaputt macht, hat er seine Bilderbücher in seiner Reichweite in einer Kiste, alle anderen stehen weiter oben im Regal.

Der Korb mit unseren Weihnachts- und Winterbüchern ist heute endlich in den Keller gewandert und wartet dort auf die nächste Adventszeit.

Gezählt habe ich die Bücher dann spaßeshalber auch mal. Es sind insgesamt 341 Bücher im Kinderzimmer. Ohne die unzähligen kleinen Pixiebücher. Und auch nur bis ca. 10 Jahre. Die Jugendbücher stehen dann beim Teenie im Zimmer. Da gibt es bestimmt nochmal so viele Bücher. Eine kleine Auswahl unserer Bücher gibt es hier auf meiner Liste zu sehen.


* "Die Hebammen werden abgeschafft." Beim Lesen dieser Zeilen klappte mir der Mund auf und ich bekam ihn nicht mehr zu. Eine Telefon-Hotline soll die Lösung sein. Ernsthaft? Hm, da fallen mir spontan ein paar Gelegenheiten aus meinen Schwangerschaften und Wochenbetten ein, wo mir eine Person am Telefon nicht hätte weiterhelfen können.

*  Die Polizei Hamburg hat 80 Fahrräder sichergestellt. Hier kann man Fotos sehen. Unsere gestohlenen Fahrräder sind aber nicht dabei.

*  Heute schien hier in Hamburg die Sonne. Ich entdeckte immer mehr Krokusse und Schneeglöckchen.

*  Morgen ist der letzte Schultag, dann haben wir zwei Wochen Ferien.

* Warum bei uns im Moment so wenig Dekoschnickschnack rumsteht:


Freitag, 27. Juni 2014

Demo. Mal wieder.

Gestern war ich auf einer Demonstration für Hebammen. Mal wieder.

Eine Demo am Donnerstagvormittag? Damit es keiner merkt?

Doch! Es wurde bemerkt. Und zwar nicht nur bei den üblichen Touristengruppen sondern auch von einem ganz anderen Teil der Bevölkerung, als dem, der sonst am Samstagvormittag in Hamburgs Mitte unterwegs ist. Eine 2 Kilometer lange "Nabelschnur" mit Zetteln vieler Familien war kreuz und quer über den Rathausmarkt gespannt und machte viele Passanten neugierig.

Gestern haben sich rund 500 Menschen am Hamburger Rathaus versammelt, weil dort die Konferenz der Gesundheitsminister von Bund und Ländern mit dem Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe stattfand. Auf der Demonstration vor dem Rathaus waren Vertreterinnen von Hebammen und Eltern der Bundesländer anwesend und berichteten über die Lage ihrer Regionen.

Hermann Gröhe ließ sich kurz blicken und bekam die erfolgreiche Petition mit 426.245 Unterschriften und die Landkarte der Unterversorgung an Hebammenhilfe überreicht.

Es geht eben nicht nur Mütter an. Die Tragweite des Themas ist vielen Menschen nicht bewusst. Fehlen Hebammen, wird sich die gesamte Kultur rund um Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett ändern. Es betrifft Mütter, Väter und Kinder genauso wie die Großeltern und andere Familienangehörige, aber auch die Ärzte verschiedenster Fachrichtungen, die die Probleme, die rund um die Geburt auftreten können, in Zukunft auffangen sollen. Aufmerksame Hebammen können bei Problemen wie z.B. vorzeitigen Wehen, Wochenbettdepressionen, Stillschwierigkeiten oder Auffälligkeiten beim Neugeborenen sehr früh und effektiv eingreifen und Schlimmeres verhindern.

Auf der Seite Meine Geburt wird in einer interaktiven Landkarte der Unterversorgung dokumentiert, in welchen Regionen unseres Landes schon vergeblich nach Hebammenhilfe gesucht wurde.

Auf der Seite Hebammenunterstützung werden weiterhin alle Neuigkeiten gesammelt.

Neu ist eine Petition zur Sicherstellung der freien Wahl des Geburtsortes sowie einer 1:1 Geburtsbegleitung. Diese Petition braucht noch Unterschriften.


Sonntag, 4. Mai 2014

Internationaler Hebammentag

"Wenn was schief geht, ja, dann ist die Freundschaft zur Hebamme vorbei!"

Falsch! Die Hebamme ist nicht meine Freundin. Auch wenn die Beziehung zu ihr sehr vertraulich ist und wir uns während der Zeit rund um die Geburt sehr, sehr nahe kommen, ist und bleibt es ein professionelles Verhältnis. Die Hebamme bietet mir ihre Dienste an, die ich benötige, um mein Kind auf die Welt zu bringen.

Wenn ich mich für den Erhalt des Hebammenberufes einsetze, setze ich mich vor allem für die Familien in unserem Land ein. Denn sie benötigen Hebammen.

Der 5. Mai ist Internationaler Hebammentag. Ein guter Tag um nochmal auf die aktuelle Lage hinzuweisen. Stirb langsam Hebamme?! Bundesweit finden dazu sehr viele Aktionen statt. Infos hier oder auch hier. Ich demonstriere auch. Jeden Tag. 

Und um speziell Hausgeburten im städtischen Raum sichtbar zu machen, gibt es seit einigen Jahren diese Idee aus Österreich: eine weiße Fahne mit rotem Herz wird ins Fenster der Wohnung gehängt, in der ein Kind zu Hause geboren wurde. Schön.


Freitag, 28. März 2014

Selbstbestimmt

Ich habe vier Kinder selbstbestimmt geboren. Ohne Eingriffe, ohne PDA, ohne Kügelchen oder sonstiges. Ich kann Schmerzen ganz gut ab, das liegt daran, dass ich schon ziemlich viele Schmerzen in meinem Leben erleiden musste. Ich hatte eine tolle Begleitung durch meinen Mann und gute Hebammen, die mir gedient haben. Ich habe Glück gehabt, oh ja!

Ich habe dafür aber im Vorfeld auch ein bisschen was getan. Ich habe mich informiert. Ich habe Vorsorge getroffen, dass die Geburten so verlaufen, wie ich es mir vorstelle. Für den Fall, dass während der Geburt Veränderungen eintreten, hatte ich vorgesorgt. Selbst ein Kaiserschnitt war nicht ausgeschlossen und war genauso detailliert geplant. Ich lebe ja zum Glück in einem Land zu einer Zeit, in der ich die Errungenschaften der modernen Medizin nutzen kann, wenn ich sie denn brauche.

Ein Kind kommt auf die Welt. Eine Frau wird zur Mutter. Wie, wo und unter welchen Umständen das passiert, ist ihre ureigene individuelle Geschichte. Das gehört respektiert. Punkt.
Für ein Buchprojekt sollen mutmachende Geburtsgeschichten gesammelt werden. Unter dem Titel "Selbstgeboren" sollen nur Geschichten von interventionslosen Geburten erzählt werden. Von diesen Geschichten hört man heutzutage in der Tat immer seltener.

Als ich allerdings den Begriff "selbstgeboren" las, war mir gleich mulmig und ich ahnte schon, was passieren würde: dass Frauen, Mütter, sich gegenüber stehen anstatt miteinander auf das zu schauen, was alle vereint: der Wille, Kinder zu haben und gut für sie zu sorgen. Jetzt sind da viel Traurigkeit, Wut, Unverständnis und Schuldzuweisungen.

Im Zuge der Elternproteste zur Hebammenrettung ist mir in den letzten Wochen schon aufgefallen, warum das Thema anscheinend nicht alle Eltern berührt. Es entsteht der Eindruck, es gehe eben nur um ein paar Prozent Haus- oder Geburtshausgeburten. Das stimmt nicht und ich weiß nicht, wie man das noch anschaulicher vermitteln kann.

Selbstbestimmung braucht es nicht nur unter der Geburt. Selbstbestimmung fängt im Grunde mit der eigenen Geburt an. Jeder einzelne Mensch möchte über sich selbst bestimmen, das ist ein ganz natürliches Bedürfnis. Selbstbestimmung hat etwas mit Selbstbewusstsein zu tun. Diese Selbstbestimmung sollten wir nicht aufgeben. Und deshalb sollten wir dafür eintreten. Miteinander statt gegeneinander.


andere Stimmen zum Thema:

Berlinmittemom, Nicole, Mama Mia, Susanne, Ich lebe jetzt







Dienstag, 25. März 2014

Nebenan 29 - Hebammenedition

Knapp 6 Wochen nach Bekanntwerden, dass Hebammen ab nächstem Sommer ohne Versicherung dastehen und somit ihren Beruf nicht mehr ausüben dürfen, ist die Situation immernoch unklar.


Wie ist der aktuelle Stand? Hier eine Analyse der Bundestagsdebatte vom 20.03.2014.

Eine rechtlich verbindliche Petition beim Deutschen Bundestag kann hier mitgezeichnet werden. 

Und auch nach so vielen Wochen geistern Halbwahrheiten durch die Medienlandschaft, die es unglaublicherweise sogar bis in die Tagesschau schaffen. Der fragliche Beitrag wurde mittlerweile aus der Mediathek entfernt. Ein offener Brief an die Verantwortlichen stellt klar.

Vielleicht waren die Hebammen zu ehrlich?

Dann geht doch einfach ins Krankenhaus! müssen sich viele Eltern anhören. Doch damit ist es nicht getan.

Auf Sylt können Frauen nicht mal mehr ins Krankenhaus gehen, weil die Geburtsstation Anfang des Jahres geschlossen wurde. Ein Kind kam deshalb gänzlich unbegleitet zu Hause zur Welt. 

Viele Hebammen sind allerdings ganz froh, dass es so gekommen ist, da die Situation schon seit vielen Jahren immer schwieriger wird. Hebammen- wollt Ihr sie wirklich? Na dann los!

Erinnert sich noch jemand an die Familienhebammen? Dieses bundesweite Programm sollte 2012 gestartet werden, eben weil Hebammen wichtige Arbeit zur Unterstützung von Familien leisten.

Als mein Mutzelchen mich neulich fragte, warum es denn nicht auf Plakaten steht, dass es bald keine Hebammen mehr gibt, war sie nicht die Einzige mit dieser Idee. Der Fotograf Björn Schönfeld, der seit Anfang des Jahres Hebammen für sein Projekt "Das erste Gesicht" portraitiert, hat es geschafft, dass ab Anfang Mai bundesweit Plakate zum Thema zu sehen sein werden. Spenden dafür sind jederzeit willkommen.

Hebammenhilfe steht übrigens jeder Frau, jeder Familie, von den ersten Schwangerschaftsanzeichen zu. Denn: Ein bisschen schwanger gibt es nicht.





Dienstag, 11. März 2014

Gesellschaftsprotest

Am Wochenende fanden bundesweit wieder viele Demonstrationen für eine flächendeckende Geburtshilfe statt. In Hamburg kamen trotz Schulferien und herrlichstem Ausflugswetter viele Menschen auf dem Rathausmarkt zusammen. Es geht hier um ein gesamtgesellschaftliches Problem! Auch Wochen nach Bekanntwerden der Hiobsbotschaft ist die Lage immernoch unklar.

Die alarmierenden Nachrichten häufen sich:

Auf dieser Deutschlandkarte werden Schließungen von Geburtsstationen in Kliniken oder von Geburtshäusern aufgelistet. "Unser" Geburtshaus in Berlin, in dem seit einiger Zeit leider keine Kinder mehr zur Welt kommen, fehlt auf dieser Liste sogar noch.

Unglaublich ist auch diese Meldung: in Ostholstein sollen Schwangere nach der Schließung einer Geburtsstation mit dem Hubschrauber zur nächsten Klinik geflogen werden. Außerdem sollen "Schwangeren- WGs" oder spezielle Klinikzimmer bereitgestellt werden, in die Schwangere schon Wochen (!) vor dem errechneten Entbindungstermin einquartiert werden sollen. Wer während dieser Zeit zu Hause die fehlende Mutter ersetzt, ist völlig unklar.

Außerdem:

Hebammen leisten auch sehr wichtige Arbeit, wenn Kinder tot geboren werden.

Und auch bei einem Kaiserschnitt stehen Hebammen Familien zur Seite. Ob vorher, währenddessen oder nachher. Informationen dazu findest Du hier.  Ich finde, das sollten alle Familien wissen.

Was tun?

Demonstrieren. Termine hier.

Weiter die Petition unterstützen.

Briefe an Abgeordnete und an die Bundesratsinitiative schicken, wo diesen Freitag das Thema auf den Tisch kommen soll.

Weitersagen. Weitermachen. Danke an alle, die mithelfen!


Mittwoch, 5. März 2014

Ich mach 'ne Demo...

... und zwar jeden Tag.








Und das kam so: neulich stand in der Kassenschlange im Supermarkt in meiner Nähe eine junge Frau ein paar Leute vor mir. Sie trug ihr Baby vor dem Bauch und hatte eine Umhängetasche um. Auf der Umhängetasche war mit Sicherheitsnadeln ein weißes Stück Stoff befestigt. Darauf stand etwas geschrieben. Ich konnte es nicht genau lesen, aber es kamen die Worte "Geburt" und "Hebamme" vor. Ich freute mich, dass es hier in meinem Hamburger Randbezirk Gleichgesinnte gibt. Als ich mit dem Bezahlen fertig war, war die Frau leider schon weg. Ich belud mein Fahrrad und radelte los.

Da fiel mir ein, wenn ich schon eine Werbefläche spazierenfahre, und eh schon immer angeschaut und angesprochen werde, dann kann ich ja auf etwas aufmerksam machen, das mir am Herzen liegt.
Familien fordern Hebammen! Dieser Spruch vom großen Netzwerk Hebammenunterstützung trifft es ganz gut, finde ich. Denn es geht nicht darum, irgendwie "gemütlicher" sein Kind zu bekommen, wie der Deutsche Hebammenverband klarstellt, sondern um viel mehr. Geburt wird nicht mehr sicher sein. Und Vor- und Nachsorge werden wegfallen. Es geht um Familien.

Ich druckte mir also die Banner aus und bastelte mir aus durchsichtiger Bucheinschlagfolie Aufkleber. Damit habe ich nun meinen Kasten vom Lastenrad beklebt. Ein paar Flyer werde ich noch mitführen, damit ich den Leuten, auf Nachfrage, etwas in die Hand geben kann.

Ich mach 'ne Demo. Macht Ihr mit? Alle Demos, die in nächster Zeit stattfinden, sind hier aufgeführt. Kommt zahlreich!