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Freitag, 23. Oktober 2020

Dänemark im Herbst 7

Freitag, 09.10.2020

Der Gedanke, dass wir auf der Insel mit den allertollsten Kreidefelsen sind, diese aber gar nicht so richtig aus der Nähe gesehen haben, lässt mich nicht los. Der Ausflug zum GeoCenter und der Spaziergang durch den Wald zu den Klippen war wirklich toll, aber ich hatte mir mehr erhofft.

So suche ich im Internet bei Google Maps nach einer Möglichkeit, an den Strand zu kommen. Es muss doch noch eine Möglichkeit geben, die Klippen quasi von der Seite erreichen zu können, um sie von unten zu sehen. Ich fahre alle Möglichkeiten virtuell ab und entdecke eine kleine Straße. Die probieren wir einfach mal aus.

Und tatsächlich: da beim kleinen Leuchtturm von Møn, der nicht für die Öffentlichkeit zugänglich ist, befindet sich ein Mini-Parkplatz. Die Straße dorthin ist nur einspurig. Wir parken unser Auto und folgen dem kleinen Trampelpfad, der an einer Wiese entlangführt. Das Schild "TIL STRANDEN - zum Strand" kommt gerade richtig. Da können wir ja so verkehrt nicht sein. 

Wir laufen den kleinen Abhang hinab und erreichen den Strand. Der ist über und über mit Feuersteinen bedeckt. Das Laufen hier ist gar nicht so einfach. Man muss sehr vorsichtig sein, um nicht umzuknicken. Die richtig großen Kreidefelsen sind hier noch nicht zu sehen. 

Doch wir kommen eh nicht weit. Sofort sind wir alle mit Suchen und Finden beschäftigt. Das ist echt eines unser liebsten Hobbys! Von schönen Steinen können wir alle nie genug haben! Dann machen wir erstmal Picknick auf einem wunderschönen Baumstamm, der am Strand liegt. Aber eigentlich haben wir gar keine Zeit zum Essen. Wir wollen weitersammeln. 


Ich will vor allem weiterlaufen. Da vorne beginnen die Kreidefelsen. Hier sind sie noch niedrig, aber weiter hinten werden sie immer höher. Ich bin ganz aufgeregt und laufe schonmal ein bisschen vor. 

Zwischendurch immer wieder den Blick nach unten. Welchen Stein verpasse ich sonst wohl? Die Kinder finden die ersten Fossilien. Vor allem das Mutzelchen hat einen super Blick, was das Finden von Donnerkeilen betrifft. Sie hat schon eine ganze Handvoll gefunden. 

Hier werden die Klippen immer höher. Ganz steil ragen sie weiß leuchtend in die Höhe. Ich muss sie am Fuße anfassen. Tatsächlich, es ist richtige Kreide. Am Boden liegen auch viele handliche Kreidestücke. Sie wurden von den Wellen rundgeschliffen. Ich nehme ein Stück in die Hand und schreibe damit auf einen großen Stein. Ja, wirklich echte Kreide!

Die Familie ist nun nachgekommen. Gemeinsam laufen wir noch ein Stückchen weiter. Wie sieht es wohl nach der nächsten Kurve aus? Da sind die Kreidefelsen noch ein gutes Stück höher. Oben drauf wahsen Bäume. Der Anblick ist wahrlich prächtig, das kann man nicht anders sagen. 

Dann erreichen wir einen Ort, der ist sehr bemerkenswert. Die Kreide befindet sich sogar auf dem Boden unter den vielen Steinen. An manchen Stellen liegen keine Steine darauf und so gehen wir direkt auf Kreideboden. Das ist ein ganz weiches Laufgefühl. Ein bisschen rutschig auch. Und irgendwie ein bisschen unwirklich.

Der Kreideboden reicht bis hinein ins Meer. Unter der Wasseroberfläche ist es ganz hell. Das Meer schimmert weiß, hellblau und türkis. 


Wir sind die einzigen Menschen weit und breit. Die Wellen rauschen. Die Sonne scheint. Die Welt ist ganz weit weg. Ich bin einfach nur glücklich. 

Wir suchen und sammeln noch ein bisschen weiter. Ich finde auch endlich meinen ersten Donnerkeil. Und gleich so einen großen! Außerdem noch viele kleinere und sogar eine versteinerte Muschel. Außerdem noch viele kleine geriffelte Stacheln von Seeigeln. Steine mit Loch sowieso. Bald müssen wir umkehren, unsere Tasche sind voll.

Wir können uns nur schwer von diesem magischen Ort trennen. An dieses besondere Erlebnis werde ich noch lange zurückdenken.

Wir kehren ein letztes Mal in das süße Café Bohème in Stege ein. Mittlerweile werden wir von der Inhaberin und dem Inhaber schon erkannt.

Zurück im Ferienhaus sichten wir unsere Strandschätze. Dann packen wir unsere Taschen, denn am nächsten Morgen müssen wir leider schon wieder abreisen. 

Vielen Dank fürs Mitreisen!




Donnerstag, 22. Oktober 2020

Dänemark im Herbst 6

Donnerstag, 08.10.2020

Am sechsten Tag unseres Urlaubs in Dänemark sind wir diesmal richtig viel unterwegs. Aber es hat sich sowas von gelohnt!

Von vorne: Zuerst einmal fahren wir in der Bonbonmacherei Møn Bolcher vorbei. Das haben wir den Kindern versprochen. In den Tagen vorher hatten wir es nie vor Ende der Öffnungszeiten geschafft, den Laden zu besuchen. Wir decken uns alle mit bunten Bonbons für den Tag ein. 

Dann gehts los auf die Insel Seeland. Die dänischen Inseln sind hier alle durch große Brücken verbunden, deshalb kann man schnell von Insel zu Insel kommen. Die Autobahnen sind nicht voll und es fährt sich wunderbar. 

Unser Ziel ist eine ziemlich neue und sehr spannende Attraktion: der Skovtårnet. Der Aussichtsturm mitten im Wald auf der höchsten Anhöhe Dänemarks wurde nach fünfjähriger Planung im letzten Jahr eröffnet. Er befindet sich im Camp Adventure, einem ganz spannenden Ort. Der große Parkplatz, der auch von anderen Zeiten zeugt, ist jetzt in der Nebensaison ganz leer. 

Der Eintritt ist echt nicht günstig. Aber es soll der beste Ausflug des Urlaubs werden. (Na gut, da wussten wir noch nicht, was wir am kommenden Tag noch erleben.) Wir betreten den Wald und werden über einen Holzsteg hindurch geführt. Der Steg windet sich um Bäume und über kleine Anhöhen. An manchen Stellen ist auf den Brettern ein feines metallisches Gitter angebracht, so dass man auch bei Nässe nicht ins Rutschen kommt. Der Wald ist malerisch herbstlich. Die ersten Blätter fallen, hier und da entdecken wir Pilze und ab und zu macht es *klonk* weil irgendwo eine Eichel oder Buchecker auf den Boden gefallen ist. 

Und da taucht er hinter den Bäumen auf: der Waldturm. Gebaut aus Stahl und Eichenholz fügt er sich ganz elegant in die Landschaft ein, als wäre er an diesem Ort gewachsen und schon immer dagewesen. Der Weg führt ganz automatisch in den Turm hinein. Dort windet er sich spiralförmig nach oben. Ganz sanft. Das Laufen fällt wirklich leicht. 

Wir kommen immer höher und höher. In der Mitte des Turmes wachsen auch Bäume. So sind wir links und rechts vom Laub umgeben. Das fühlt sich ganz geborgen an. Irgendwann wird es aber immer heller und luftiger. Nun laufen wir schon über den Baumkronen. Ab diesem Punkt habe ich ein leicht aufgeregtes Bauchkribbeln. Der Liebste überlegt, ob er überhaupt weiterlaufen soll. Doch wir wollen den Ausblick sehen. Tschakka!


Die drei großen Kinder sind da schon ganz oben angelangt. Hoch über dem Wald haben wir einen absolut phantastischen Blick in alle Himmelsrichtungen. Wir stehen 45 Meter über dem Waldboden. Was für ein Erlebnis! Bei gutem Wetter soll man die Ostsee sehen können und sogar bis rüber nach Malmö in Schweden blicken können. Da oben ist es windig. Wie gut, dass es nicht regnet.  

Wir laufen eine Runde rum und dann wieder ganz hinab. Am Fuße des Turmes machen wir ein Picknick. Da gibt es schöne Liegen aus Holz und sogar kostenloses W-Lan. Dann laufen wir weiter durch den Wald. Immer auf den Holzstegen entlang. Der gesamte Zugang zum Turm bis ganz hinauf ist barrierefrei und somit auch mit Kinderwagen oder Rollstuhl problemlos zu schaffen. 

Auf dem Rückweg kommen wir am Kletterwald vorbei. Der ist riesig! Über uns sausen ab und zu andere Gäste an Seilen an uns vorbei. Das sieht nach einer Menge Spaß aus. Am Wegesrand entdecken wir Jurten. Die sind ein ganz neues Projekt und für Besichtigungen geöffnet. Wow, die sind echt richtig schick! Das Konzept nennt sich "Glamping" und ist eine Mischung aus Glamour und Camping. Das passt! So ein schickes Bad haben wir nicht mal zu Hause!


Nach unserem Besuch im Wald wollten wir ursprünglich ins Glasmuseum im Werk der bekannten Firma Holmegaard fahren. Ich hätte das sehr gerne gesehen, da ich ein paar schöne Stücke von Holmegaard habe. Doch mir kam eine andere Idee. Für die Kinder wäre eine andere Sehenswürdigkeit wohl noch ein bisschen besser geeignet. So fahren wir noch ein Stückchen Richtung Norden nach Roskilde. 

In Roskilde steuern wir das Wikingerschiffsmuseum an. Das liegt direkt am Wasser. Draußen im kleinen Hafen liegen nachgebaute Schiffe. In der Werft wird gerade an einem gearbeitet. Es erinnert uns ein bisschen an Haithabu in Schleswig. Hier in Roskilde gibt es aber gleich fünf große Wikingerschiffe zu sehen. Sie befinden sich in einer Halle, die eine große Glasfront hat, durch die man direkt aufs Wasser schaut. Wir sind die einzigen Besucher und haben ganz viel Ruhe, uns umzusehen. 


Mit der Ruhe ist es allerdings vorbei, als die Kinder die zwei Schiffe entdecken, die bespielt werden dürfen. Hier darf alles angefasst und ausprobiert werden. An den Wänden sind Projektionen mit Himmel und Wellen. Die Bilder schwanken. So fühlt man sich, als wäre man wirklich an Bord eines Schiffes. Über Lautsprecher hören wir Meeresgeräusche. Wind kommt auf. Daraus wird ein Gewittersturm. Das Licht flackert wie bei Blitzen. Dann beruhigt sich alles. Es ist Nacht und der Mond geht auf. Dann wird das Licht zartrosa und ein neuer Tag bricht an. Ich könnte vor Freude heulen, wenn ich sehe, wie kinderfreundlich Museen gestaltet werden können!

Der Museumsshop mit seinen feinen, ausgesuchten Dingen ist einer der schönsten, den ich je gesehen habe. Das hier ist nur ein kleiner Teil davon. Es gibt Kunsthandwerk, Bücher, Schmuck und Textilien aus den nordischen Ländern.

Zum Abschluss unseres Besuches kehren wir ins Café Knarr auf dem Museumsgelände ein. Neue nordische Küche mit von den Wikingern inspirierten Zutaten wird da versprochen. Es gibt zum Beispiel keine Kartoffeln oder Tomaten, denn die Wikinger kannten diese Sachen noch nicht. Die Einrichtung ist angenehm schlicht. Die Speisen sind einfallsreich und überraschend. Es gibt tolle Salate, rustikale Sandwiches mit hausgebackenem Brot und der Nachtisch kommt mit Sanddorn. Es ist ein rundherum toller und sehr empfehlenswerter Besuch! 

Angefüllt mit vielen Eindrücken fahren wir wieder zurück ins Ferienhaus. Dort bollert dann wieder der Kamin und wir machen es uns gemütlich.

Fortsetzung Teil 7


Mittwoch, 21. Oktober 2020

Dänemark im Herbst 5

Mittwoch, 07.10.2020

Zum Frühstück probieren wir mal Koldskål oder Ymer mit Kammerjunker, den knusprigen kleinen Keksen. Die Milchprodukte gibt es in Dänemark schon fertig im Kühlregal. Mit Joghurt schmeckt es uns allen aber besser.

Nach dem Frühstück fahren wir wieder auf die Insel Falster. Diesmal aber ganz in den Süden. Dort gibt es gleich in der Nähe des Fähranlegers der Fähre Rostock-Gedser eine neue Sehenswürdigkeit, die vor allem der Liebste gerne besuchen möchte. Gibt es hier noch mehr Fans der Olsenbande? Für die ist die Remise Gedser nämlich der richtige Ort!

In dem Eisenbahnmuseum, das sich in einem ehemaligen Bahnhofsgebäude befindet, kann man uralte Eisenbahnen anschauen. Die Loks oder Waggons sind teilweise in einem ziemlich renovierungsbedürftigen Zustand. Je nach Finanzlage des Vereins werden die Fahrzeuge nach und nach instandgesetzt. Wir fanden die teils riesengroßen Loks jedenfalls sehr beeindruckend.

Der Liebste ist schließlich sehr glücklich, das Stellwerk zu sehen! Genau dieses Stellwerk spielt nämlich in einem Film der Olsenbande mit. Es wurde von Fans gekauft und mit einem Spezialtransport an diesen Ort gebracht. Das Stellwerk ist neu renoviert und man kann auch hineingehen. Oben in dem Raum ist wirklich alles genau so wie in dem Film "Die Olsenbande stellt die Weichen" (Amazon-Partner-Link).




Wir sehen uns ausführlich um und und machen viele Fotos. Danach überlegen wir, wo wir etwas essen könnten. Wir brauchen gar nicht weit fahren, sondern gehen direkt im Ort ins Zollcafé. Dort gibt es warme und kalte Speisen in einem Raum, der wie ein kleines Olsenbandemuseum aussieht. Passt ja zum Ausflug. 




Und wo wir schonmal da sind, fahren wir zum südlichsten Punkt Dänemarks. Am nördlichsten Punkt des dänischen Festlandes waren wir schon mehrmals. Da ist es flach und weit und zwei Meere treffen aufeinander. Hier ist eine kleine Steilküste und ein ganz schmaler Strandstreifen. 


Auf dem Rückweg halten wir ganz kurz in Marielyst. Dieser Ort ist bei Sommerurlaubenden sehr beliebt. Da gibt es einen sehr langen und breiten familienfreundlichen Sandstrand, der schon öfter als Dänemarks bester Badestrand betitelt wurde. Im kleinen Ortszentrum gibt es allerlei Läden für touristischen Bedarf und viele Restaurants. Drumherum gruppieren sich etliche große Ferienhaussiedlungen. Hat was von Cluburlaub. Jetzt im Herbst ist da aber nix los.

Zurück in Stege besuchen wir nochmal das kleine Café Bohème. Das haben wir während unseres Aufenthaltes zu unserem Lieblingscafé erkoren. Ganze drei Mal waren wir dort. Die Apfel-Tarte mit viel Zimtzucker oben drauf ist aber auch zu gut! 

Und dann besuchen wir noch die St. Hans Kirche, die mit ihrem hohen eckigen Turm das Stadtbild von Stege prägt. Im Inneren ist sie eher schlicht gehalten, hat aber schöne gemalte Fresken an den Wänden. Und wie so oft im Norden hängt auch hier ein Schiffsmodell von der Decke. Diese Schiffe wurden oft von Seefahrern für einen reichen Fang und eine gesunde Heimkehr gestiftet. 


Mir gefällt der Kindertisch in der Kirche. Zwar klein, aber immerhin ein Zeichen, dass auch Kinder in der Kirche willkommen sind. Das habe ich bis jetzt eher selten in solchen Kirchen erlebt. 

Fortsetzung Teil 6



Dienstag, 20. Oktober 2020

Dänemark im Herbst 4

Dienstag, 06.10.2020

Am vierten Tag unseres Urlaubs in Dänemark wollen wir Nykøbing anschauen. Das ist die größte Stadt auf der Insel Falster. Hauptsächlich wollen wir dort das Feuerwehrmuseum besuchen. Zuerst einmal laufen wir in die Stadt. Dort gibt es einen Wasserturm, den man erklimmen kann. Doch der hat geschlossen.

Wir laufen weiter durch die Stadt zur Touristeninformation. Die soll sich in einem alten Kaufmannsladen befinden, den wir gerne sehen möchten. Der Kaufmannsladen ist wirklich schön! Überall gibt es etwas zu sehen. Wir bekommen Informationen über die Stadt und zahlen Eintritt für das Haus. Wir denken, es gibt noch mehr zu sehen, was zum alten Laden passt. 

In Wirklichkeit haben wir Eintritt für das "Obskure Museum" bezahlt. Ähm... der Name ist Programm. Angeblich soll bei Bauarbeiten 2017 eine geheime Tür entdeckt worden sein. Dahinter versteckte sich eine Sammlung sehr skurriler Dinge des früheren Hausbesitzers. Und das ist nichts für Kinder, das sage ich gleich! Mit den beiden Kleineren bin ich schnell wieder rausgegangen. Da gab es nämlich irgendwelche Schädel, Vamirutensilien und einen ausgestopften Werwolf zu sehen. Alles ziemlich düster und gruselig. Wer sowas mag, ist hier gut aufgehoben.

Danach gehen wir erstmal einen Kakao trinken. Im Schokoladenladen gleich um die Ecke wärmen wir uns auf. Das ist ein richtig usseliger Tag, wie man in Hamburg sagt. Grau und mit Regen und Wind. Wir laufen noch durch die kleine Fußgängerzone. Klein für uns, groß für die Gegend dort. Im Süßigkeitenladen kaufen wir frische Schaumküsse in vielen Geschmacksrichtungen.

Dann erfüllt sich das Mutzelchen einen Wunsch. Im Designladen kauft sie sich einen "Hoptimist". Diese kleinen Figuren gibt es schon seit Ende der 1960er Jahre. Sie bestehen aus Holz oder Plastik und haben eine Sprungfeder. Sie haben sich zu einem dänischen Klassiker entwickelt. Es gibt sie groß und klein, in verschiedenen Farben und Ausführungen und zu unterschiedlichen Themen (z.B. hier - Amazon-Partner-Link). Sie sollen Freude in die Welt bringen. Den grünen da ganz rechts kauft sich das Mutzelchen. 

Nun hat bestimmt auch das Feuerwehrmuseum geöffnet. Doch als wir an der Feuerwache ankommen, sind die Türen verschlossen. Männer im Hof erzählen uns, dass erst in der folgenden Woche, während der dänischen Herbstferien geöffnet ist. Ach, schade. Wir schauen durch die Scheiben der Tore ins Innere hinein.

Plötzlich ist da Bewegung. Ein paar Männer öffnen uns. Sie sind ehrenamtlich tätig und sowieso gerade vor Ort. Alle Lichter werden eingeschaltet und wir dürfen eintreten. Die Männer sind sichtlich stolz, uns ihre Feuerwehrautos präsentieren zu dürfen. Das tun sie übrigens auf Deutsch. 

Die Kinder dürfen sogar Helme aufsetzen und in die Feuerwehrautos hineinklettern. Das freut sie natürlich sehr. Dann gehen wir hoch ins erste Stockwerk. Dort gibt es noch verschiedene Uniformen und Werkzeuge der Feuerwehr zu sehen. 

Und noch etwas beherbergt das Feuerwehrmuseum: eine ganze Etage mit alten Friseursalons aus allen möglichen Epochen. Die sind mit viel Liebe zum Detail aufgebaut. 

Weil es draußen so ungemütlich ist, schauen wir uns nicht mehr den Hafen und die Klappbrücke an. Wir fahren zurück ins Ferienhaus und essen dort unsere Schaumküsse. 

Fortsetzung Teil 5