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Freitag, 9. Mai 2025

In Luxemburg...

 ... war ich noch nie und ich gestehe, ich wusste auch so gut wie gar nichts über dieses kleine Land. Doch nun lebt mein Großer dort mit seiner Freundin ganz in der Nähe ihrer Familie. Am letzten Wochenende war ich eingeladen, die Familie und die Hauptstadt ein bisschen kennenzulernen.

Los ging's am 1. Mai nachmittags am Hamburger Flughafen. Eine Propellermaschine, das kleinste Flugzeug, mit dem ich bis jetzt geflogen bin, brachte mich nach Luxemburg. Der Flug war stellenweise etwas holprig, ich war ganz froh, dass er nur knapp eine Stunde dauerte. 

Mein Großer und seine Freundin holten mich am Flughafen ab. Mit dem Bus fuhren wir ganz bequem bis zur Wohnung der beiden. Erfreulich: Die öffentlichen Verkehrsmittel sind in ganz Luxemburg für alle kostenfrei! 

Bei den beiden gab es Essen, bevor wir nochmal zu einem Spaziergang aufbrachen. An einer Eisdiele trafen wir die Mama der Freundin des Großen. Weil der Abend so schön lau war, liefen wir doch noch bis in die Innenstadt hinein und ich bekam beim Sonnenuntergang einen ersten Eindruck von dem wunderschönen Ausblick von der Oberstadt in das Pfaffenthal. 

Mein Großer und seine Freundin hatten mir für das Wochenende ihre Wohnung überlassen und wohnten während dieser Zeit bei ihren Eltern. Wir verabredeten uns für den nächsten Tag.




Am nächsten Morgen trödelte ich ein bisschen vor mich hin und begab mich wieder in die Innenstadt. Wo am vorherigen Abend alles voller Menschen war, die draußen vor den Bars und Restaurants saßen, war nun alles ruhig und leer. Ich schlenderte noch vor Öffnung der Geschäfte durch die Stadt, schaute in die Schaufenster, trank einen Kaffee, bog hier und da in kleine Seitenstraßen ab, kaufte Milch und Joghurt und eine große Pflanze als nachträgliches Einzugsgeschenk. 







Zum Mittagessen war ich mit der Freundin des Großen in der Nähe ihrer Arbeitsstelle verabredet. Die befindet sich auf dem Kirchberg Plateau, wo viele moderne Bauten aus viel Glas und Stahl stehen. Hier befinden sich viele wichtige europäische Institutionen, Banken aber auch die Nationalbibliothek, ein Museum für moderne Kunst und hier im Bild die Philharmonie. 


Nach dem Essen traf ich ihre Mutter, die sich bereiterklärt hatte, mir mehr von Luxemburg zu zeigen. Vom Duft des Blauregens an unserem Treffpunkt war ich ganz berauscht.


Wir spazierten durch einen schönen Park mit hohen alten Bäumen wieder Richtung Innenstadt. Der Großherzogliche Palast ist die offizielle Stadtresidenz der großherzoglichen Familie Luxemburgs. Luxemburg ist ein Großherzogtum, der Großherzog ist weltweit der einzige regierende. Seit meine Omas und meine Mutter nicht mehr leben, habe ich keinerlei Berührung mehr mit der Regenbogenpresse, deshalb kenne ich mich mit dem europäischen Adel nicht aus. 


Diesmal liefen wir in das Tal hinunter. Der Fluss Alzette wird sogar in der Luxemburger Nationalhymne besungen. Der Fluss hat sich tief in den Sandstein gegraben und schlägt einen beeindruckenden Bogen. Wir liefen an der Schlossbrücke vorbei...


  ... zur Abtei Neumünster, die heute als Kulturtreffpunkt genutzt wird. 


Nach einem Stück Weg überquerten wir den kleinen Fluss. Mir war ganz schön warm geworden.


Hier sieht man, wie steil die Felswände im Tal aufragen. In den Fels ist da hinten links zwischen den Häusern ein Fahrstuhl eingebaut, der uns aus dem Tal wieder zurück in die Oberstadt brachte. 

Wir holten dann erst die junge Frau und dann auch meinen Großen mit dem Auto von der Arbeit ab. Alle zusammen fanden wir uns dann im Haus der Eltern ein, um gemeinsam zu Abend zu essen. Das war ein sehr schöner und unterhaltsamer Abend. 


Am Samstagmorgen war ich zum Frühstück mit meinem Großen und seiner Freundin verabredet. In der Fußgängerzone fand vor dem Rathaus ein Flohmarkt statt. Ich musste mich wegen des Fluggepäcks leider zurückhalten, aber eine kleine Messingschale in Form eines Fisches nahm ich mit.


Gefrühstückt haben wir bei Oberweis, einem bekannten luxemburgischen Familienunternehmen für Konditorei und Gastronomie. 



Danach machten der Große und ich noch einen Spaziergang an seiner Joggingstrecke entlang. Diesmal sah ich auch einen weiteren Aufzug von der Oberstadt ins Tal. Von einer verglasten Plattform aus hat man einen beeindruckenden Ausblick. 


Als ich eine große Truppe mit Fahrrädern sah, dachte ich noch, wir müssten ewig am Fahrstuhl anstehen, doch es passten deutlich mehr Leute und Fahrräder hinein, als ich dachte. 


Hier am Fluss rauschte es sehr herrlich. Hier unten, 60 Meter tief, gibt es eine der ältesten Wassermühlen des Landes. Schon früh siedelten sich hier Berufsstände an, die Wasser benötigten, hier wurde gegerbt, gefärbt, gemahlen, gewaschen und Wasser für die Stadt geholt. 

Mittags fuhren wir zur Wohnung meines Großen. Dort hatte seine Freundin in der Zwischenzeit etwas gekocht. Nach dem Essen holte uns ihre Mutter zu einem weiteren Ausflug ab.


Weil alle der Meinung waren, ich hätte nun genug von Luxemburg gesehen, wurde ich zu einer Fahrt ins französische Metz eingeladen. Bis zum Abend waren wir dort, es war auch sehr schön. Weil es so viele sind, zeige ich diese Bilder in einem extra Eintrag....

Am Sonntagmorgen war ich schon sehr früh wach. Mittags wollten die Anderen eintreffen uns sich von mir verabschieden. Weil ich noch Zeit hatte, entschloss ich mich, nochmals in die Innenstadt zu fahren. Wo ich schonmal da war, wollte ich mir noch die Kasematten ansehen. 

Der Bock-Felsen ist quasi die Wiege der Stadt Luxemburg. Der Felsen ragt wie eine Spitze ins Tal und ist nur von einer Seite aus einzunehmen. Hier entstand eine Burg. Ab dem 17. Jahrhundert wurden hier Wehranlagen, die sogenannten Kasematten errichtet. 

Ausblick ins Tal mit Cargo-Flugzeug....


Blick zur roten Brücke und zum Panorama-Fahrstuhl


Blick rüber zum Viertel Kirchberg mit den Hochhäusern und der modernen Architektur 


Als hier eine junge Frau für Fotos auf der steinernen Mauer balancierte und mit baumelnden Beinen 60 Meter überm Abgrund posierte (da ganz rechts), musste ich schnell weggucken...


Um viertel vor 10 öffneten die Kasematten, ich war eine der Ersten. So hatte ich die beeindruckenden verwinkelten Gänge fast für mich. Man muss gut zu Fuß sein, teilweise sind die in den Felsen gehauenen Gänge sehr niedrig, einmal habe ich mir den Kopf gestoßen. 





Auch hier am Ausgang wieder schönste Ausblicke...




Mittags machte ich mit meinem Großen noch einen Spaziergang durch einen nahegelegen Park. Ich habe mich sehr darüber gefreut, Land und Familie kennenzulernen. Jetzt habe ich Bilder vor Augen, wenn mir etwas erzählt wird. 

Am Sonntagnachmittag schließlich hob die kleine Propellermaschine mit mir an Bord wieder Richtung Hamburg ab. 




Freitag, 15. März 2024

12 von 12 im März 2024

Heute hole ich meinen "12 von 12"- Eintrag nach. Wie seit vielen Jahren habe ich dran gedacht, meinen Tag fotografisch festzuhalten, komme aber aus Gründen, die aus den Bildern ersichtlich sind, erst heute dazu, meine Bilder hier zu zeigen. Alle, die an der Aktion teilnehmen, sind drüben bei Caro versammelt. 

Am Dienstag wache ich um 3 Uhr auf. Da mein Wecker um 3:45 Uhr eh summen soll und ich deswegen aufgeregt bin, lohnt sich das Einschlafen nicht mehr. Ich stehe auf, gehe duschen, ziehe mich an und koche eine Kanne Kaffee. Ich mache Käsebrote, die ich in eine Dose packe. Kaffee mit Milch gieße ich in meinen Thermosbecher. Dann gehe ich mich schminken und mache meine Haare.

Der Liebste ist irgendwie auch wach geworden. Zusammen stehen wir in der Küche und trinken eine Tasse Kaffee. Ich checke mein Gepäck. Nix vergessen? Dann ist es soweit: ich muss los! Draußen ist es total still. Dicker Nebel verschluckt Straßen und Häuser. Mit meinem Rollkoffer bin ich die einzige Person weit und breit. 

Viel zu früh bin ich am Bahnhof. Ich bin gespannt, ob mein Zug auch wirklich bis an mein Ziel fährt, denn es ist der Tag des bundesweiten Streiks der Gewerkschaft der Lokführer. Da aber von Wismar auch Züge der Ostdeutschen Eisenbahn fahren, deren Personal nicht streikt, könnte es klappen.


Mein Zug fährt pünktlich um 5:22 Uhr los. Bei der Fahrt über Land ist es vor den Fenstern stockwarze Nacht. Ich nicke ein, für diesen Fall habe ich vorsorglich ein kleines Nackenkissen mitgenommen. Als ich etwa eine Stunde später wieder aufwache, ist es endlich hell. Gerade geht die Sonne auf. 

Die Fahrt verläuft reibungslos. Je näher wir Berlin kommen, desto voller wird der Zug. In Berlin-Spandau plötzlich eine Durchsage: das zulässige Gesamtgewicht wäre überschritten, es müssten Personen wieder aussteigen, sonst kann nicht weitergefahren werden. 20 Minuten und eine Türstörung später geht es weiter.


Ich fahre diesmal bis Berlin-Alexanderplatz. Dort steige ich in eine U-Bahn. Nur drei Stationen, dann erreiche ich das Motel-One Mitte, das sich genau am Moritzplatz befindet. Ich habe Glück, denn ein Zimmer ist schon für mich frei. 

So kann ich mein Gepäck wegbringen und mich frisch machen. Viel Zeit bleibt aber nicht, denn ich muss schon wieder weiter.


Ich laufe los Richtung Norden, immer die breite Heinrich-Heine-Straße entlang. Überall wird gebaut, Autos rasen, es ist laut... Berlin, ey! Unterwegs entdecke ich einen Supermarkt der Bio Company. Ewig nicht gesehen! Ich nehme mir zehn Minuten für einen Kaffee am Backstand.



Gegen halb 11 erreiche ich mein Ziel: die Räume der Stiftung Kinder forschen. Diese gemeinnützige Stiftung ist die größte Bildungsinitiative für pädagogische Fachkräfte des Landes. Seit 2006 wird sich für gute Bildung im Bereich MINT und Bildung für nachhaltige Entwicklung eingesetzt. 

Ich bin dort ab sofort zertifizierte Trainerin für das Netzwerk in Mecklenburg-Vorpommern und darf mein Wissen demnächst auf Fortbildungen an pädagogische Fachkräfte weitergeben. 

Die Räume der Stiftung befinden sich in einem von vielen Berliner Altbauhäusern mit Innenhöfen und Dachterrassen. Der Ausblick ist schonmal herrlich.


Ich treffe andere Trainerinnen und Trainer, mit denen ich an zwei Tagen die Grundlagen von BNE, also der Bildung für nachhaltige Entwicklung, kennenlerne und wie ich Fachkräfte dazu befähige, in ihren Einrichtungen mit Kindern aktiv zu werden.

Wir verbringen eine volle, interessante und spannende Zeit miteinander. Wir werden sehr gut versorgt. Getränke und Snacks stehen bereit, mittags bekommen wir in der Kantine von Faktura gleich gegenüber sehr gutes vegetarisches Essen.  


Nach dem Mittagessen nutze ich die Pause für einen Spaziergang an die Spree. Da stehe ich eine Weile und schaue aufs Wasser. An so langen Tagen mit vielen sozialen Kontakten muss ich auf meine Akkus achten. 


Bevor es am Nachmittag mit der Fortbildung weitergeht, kaufe ich noch in der Bonbonmanufaktur und in der Kaffeerösterei bei Faktura ein. Das ökologisch-kreative Unternehmen ermöglicht vielen Menschen Teilhabe am Arbeitsleben. Ich darf die gesamten Werkstätten in den hellen Räumlichkeiten sehen und nehme leckere Dinge mit. 


Um 17:30 Uhr endet an diesem Tag die Fortbildung. Ich laufe zurück ins Hotel und schnaufe kurz durch. 

Am Abend bin ich mit meinem Großen verabredet. Zur Zeit lebt er (noch) in Berlin. Er hat ein Restaurant in der Nähe für uns ausgesucht. Das Yafo befindet sich in Berlin-Kreuzberg in einem Hinterhof. Drinnen ist es bunt, gemütlich und lebendig. 


Wir bestellen Getränke und mehrere Teller, die wir uns teilen. Das Challa Bread ist ein Traum an Fluffigkeit! Der karamellisierte Feta ist weich und würzig, das Humus ganz mild und das Hühnchen mit Shug, einer Kräuterpaste, ganz zart und saftig. 

Wir haben einen schönen Abend miteinander. Beim Verabschieden muss ich mich ein bisschen zusammenreißen, um nicht vor ihm zu Weinen. Ich vermisse ihn mehr, als ich dachte. Vor allem, weil er demnächst nach Luxemburg zieht. Da weiß ich gar nicht, wann wir uns wiedersehen. Ich dachte, ich hätte mich in den letzten Jahren dran gewöhnt, dass er in der Welt umherzieht, aber es hört wohl nie auf.


Gegen 23 Uhr schaue ich ein letztes Mal aus dem Hotelfenster, bevor ein langer vollgepackter Tag für mich im gemütlichen Hotelbett zu Ende geht. 


Ich danke für das Mitlesen und die Anteilnahme. Hier gibt es die Möglichkeit, etwas in die virtuelle Kaffeekasse zu tun. Vielen Dank dafür!


Samstag, 18. Juni 2022

Eine Reise nach Paris 4



An unserem ersten Tag in Paris waren wir erst gegen Mitternacht im Bett. Unser Zimmer zeigte nach hinten raus, da war es sehr ruhig. Die Vorhänge waren schön dicht, so dass es auch ziemlich dunkel im Zimmer war. Mit der großen Doppeldecke hatten wir uns arrangiert. Leider weckte mich um 5:30 Uhr das Surren einer Mücke an meinem Ohr. Sie hatte mich gerade in die Wange gestochen. Kurz darauf wachte auch das Mutzelchen auf. Weil sie so heftig auf Mückenstiche reagiert, mussten wir auf Mückenjagd gehen. Nach einiger Zeit konnte ich das Insekt erwischen.

Das Mutzelchen schlief nochmal ein. Ich war wach. Gegen 7 ging ich duschen und holte mir schonmal eine erste Tasse Kaffee im Frühstücksraum. Um halb 9 gingen wir zusammen frühstücken. Auf dem Frühstücksbuffet gab es neben allerlei üblichen Lebensmitteln viele französische Leckereien: Croissants, Brioche, Baguette, Pain au Chocolat, Zitronen- und Schokoladenkuchen und natürlich verschiedene Sorten Hart- und Weichkäse. 

Um kurz nach 9 verließen wir das Hotel. Wir hatten uns seeeehr schick gemacht. Ich trug ein dunkelblaues kurzes Cocktailkleid mit Chiffon. Das Mutzelchen hatte sich einen petrolfarbenen eleganten Jump-Suit ausgesucht. Denn nun war der große Tag angebrochen: Wir würden unseren Großen auf dem Campus einer der besten Universitäten Frankreichs und der Welt besuchen. Dort hatte er die letzten beiden Jahre, mit Auslandsunterbrechungen, studiert und in einer großen Zeremonie sollte er an diesem Tag seinen Master verliehen bekommen.

Anderthalb Stunden Fahrt hatten wir vor uns. Immer Richtung Versailles. Vom Bahnhof Jouy-en-Josas nahmen wir einen Linienbus bis zum Campus. Dort angekommen, zeigten wir unsere Einladung vor. Der QR-Code wurde gescannt und wir durften eintreten.  

Das Gelände der Universität ist sehr weitläufig und gehört zu den größten in Europa. Die Universitätsgebäude mit den Hörsälen sind flach, aber langgestreckt. Auf dem Campus befinden sich auch Häuser mit Wohnungen für die Studierenden. 2000 Menschen können hier leben. Es gibt Sportplätze für viele Sportarten, Fitnessräume, mehrere Restaurants und Cafés. Die Gegend ist schön grün.


Der Große hatte schon seinen Talar und den viereckigen Hut mit der Quaste erhalten. Toll sah er aus! Einen Fototermin mit den Beteiligten seines Studienganges hatte er auch schon absolviert. Wir trafen uns an den Food-Trucks, die an diesem Tag Mittagessen anboten. Wir entschieden uns für italienisches Essen, das war sehr gut. Wir setzten uns auf eine Bank im Schatten, aßen und schauten uns das Treiben um uns herum an. 

In der Universität studieren Menschen aus über 100 Nationen. Das war zu spüren und sehr schön anzusehen. Stichwort: interessante Kleidung aus vielen unterschiedlichen Ländern. Dann wollte der Große noch Bekannte treffen. Er sollte an diesem Tag das letzte Mal auf dem Campus sein. 

Das Mutzelchen und ich waren zufällig dabei, als um 13 Uhr das große Zelt für alle Gäste geöffnet wurde. So konnten wir uns unsere Plätze aussuchen. Wir wählten welche an einem Gang, wo niemand vor uns saß und wir die Füße ausstrecken konnten. Wir hatten von dort einen prima Blick auf die Bühne.

Um 14:30 Uhr zogen dann unter viel Jubel, Beifall und Musik alle 1000 Studierenden ein. Jede Person durfte 2 Gäste zur Zeremonie mitbringen. Dementsprechend voll war die Halle. Es dauerte über eine halbe Stunde, bis alle an ihren Plätzen saßen. 

Dann sprach zuerst der sogenannte "Dean" der Universität. Dann der Leiter von L'Oréal, der in den 1970er Jahren auch an der HEC studierte. Dann sprachen noch weitere Absolventinnen und Absolventen von ihren Erfahrungen an der Universität und dem Berufsleben.


Gegen 17 Uhr wurde die Veranstaltung mit einer Art Uni-Hymne beendet. Alle tanzten und sangen und es herrschte eine ausgelassene und feierliche Stimmung. 


Dem Mutzelchen und mir war sehr warm geworden und weil es in der Halle so laut war, waren wir die Ersten, die den Rasen neben der Halle betraten. Dort war alles für den anschließenden Empfang aufgebaut. Verzeihung für die Bilderflut, aber das war alles so sehenswert! Ich konnte das alles fotografieren, bevor die tausenden Menschen den Rasen bevölkerten.

Es gab Fingerfood aus allen Kontinenten. An zusätzlichen Bars wurde auch frisch gebraten und gebrutzelt. Es war natürlich unmöglich, alles zu probieren! Aber das, was wir probieren konnten, war köstlich! Nach den vielen herzhaften Häppchen gab es sogar auch noch süße Köstlichkeiten. Eine Art Häppchen ließ uns schmunzeln: Vollkornbrot mit Pellkartoffeln und Remoulade drauf. Vermutlich exotisch für viele Gäste.









Wir trafen in dem Gewühl unseren Großen wieder. Zuerst haben wir auf seinen erfolgreichen Master-Abschluss angestoßen. Das hat er super hinbekommen! Er kann sehr stolz auf sich sein. Ich bin auf alle Fälle sehr stolz auf ihn. 

Natürlich posierten wir für Fotos in unseren schicken Outfits. Dann trafen wir seine Kommilitoninnen und Kommilitonen. Sogar sein Freund aus dem Bachelor-Studium in Vallendar war dort. Mit dessen Eltern hatte ich damals auf der Feier an einem Tisch gesessen und mich sehr gut unterhalten. Ein Kommilitone erinnerte sich sogar an das Mutzelchen. Er wusste, dass sie Schneekugeln sammelt. Der Große hatte in Singapur welche gesucht und allen davon erzählt. Nur in Singapur gibt es keinen Schnee und somit auch keine Schneekugeln.


Gegen 18:30 Uhr verabschiedeten wir uns vom Großen, der an dem Abend noch weiterfeiern wollte. Das Mutzelchen und ich fuhren zum nächsten Bahnhof und stiegen in den Zug. Das war eine Art Regionalbahn, die ringförmig fährt. Die war schön leer und zuckelte in einem großen Bogen auf Paris zu. In einem seeeehr großen Bogen, denn wir waren in die falsche Richtung eingestiegen.

So hatten wir eine Stunde Zeit, uns gemütlich die Gegend anzusehen. Das war nach dem aufregenden Tag eigentlich ganz schön und entspannend. 

Fortsetzung Teil 5


Ich danke für das Mitlesen und die Anteilnahme. Hier gibt es die Möglichkeit, etwas in die virtuelle Kaffeekasse zu tun. Herzlichen Dank für die Anerkennung!