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Donnerstag, 20. November 2025

19 Jahre Liebe

Als ich November 2006 von meinem ersten Treffen mit diesem Mann "aus dem Internet" zurückkam, fragte mich meine Nachbarin, wie es war. Sie hatte am Nachmittag auf meinen Sohn aufgepasst. "Er ist total nett!" sagte ich erstaunt. Ich hatte an diesem rundherum tollen Nachmittag keinen einzigen Haken entdeckt. Nach diversen anderen Erlebnissen während der Partnersuche war ich zunächst skeptisch. 

Eine Woche später waren der Liebste und ich ein Paar und planten unsere gemeinsame Zukunft. Sieben Wochen später zogen wir zusammen und erwarteten unser erstes gemeinsames Kind.

Nach mittlerweile 19 gemeinsamen Jahren ist da immernoch kein Haken. Es war von Anfang an so leicht! Keine Spielchen, kein Zögern, kein Verbiegen, kein Taktieren - einfach nur Ehrlichkeit, Vertrauen, Echtheit, Offenheit, Zuhören, Reden, Humor und Liebe, Liebe, Liebe.

Das vergangene Wochenende haben der Liebste und ich in Kühlungsborn verbracht. Wie schon im letzten Jahr haben wir wieder beim Ehewochenende mitgeholfen. Es war wieder sehr schön und inspirierend, mit anderen Paaren zusammenzukommen. Neben unserer Aufgabe am Freitagabend und am Sonntagnachmittag hatten wir selber auch ein schönes Wochenende miteinander. 

Am Freitag hatte es durchgehend geregnet. An der Seebrücke leuchteten schon die ersten Lichterketten in den Bäumen. 


Nach einem leckeren Abendessen teilten wir uns Applecrumble mit Vanilleeis. Danach fielen wir in unserer gemütlichen Ferienwohnung müde ins Bett und ließen uns vom Rauschen der Wellen in den Schlaf wiegen.


Am Samstag war es trocken, aber windig und kalt. Perfekt für einen Spaziergang einmal durch den ganzen Ort. Wir stöberten in den Läden, tranken mehrmals Kaffee, kauften weihnachtliche Dekorationen, eine warme Jacke und genossen einfach die Zeit in unserem Herzensort. Am Nachmittag machten wir es uns in der Ferienwohnung auf dem Sofa gemütlich und schauten einen Film. Für den Abend hatten wir einen Tisch im Restaurant reserviert. Dort aßen wir ganz hervorragend.





Am Sonntag fuhren wir nach dem späten Frühstück eine Runde mit der Molli-Bahn. So entspannt!


Endlich konnten wir auch das recht neue Café "eena" in Kühlungsborn-West ausprobieren. Tja, wir waren sogar gleich zwei Mal da :-)


Vor unserem Hochzeitsrathaus wurde schon die große Pyramide aufgebaut. 


Auf dem Heimweg am Sonntag wurden wir von einem spektakulären Sonnenuntergang begleitet. Von dieser schönen Auszeit zu zweit können wir jetzt wieder ganz lange zehren. 


Montag, 12. Mai 2025

12 von 12 im Mai 2025

An jedem 12. eines Monat findet das Fotoprojekt "12 von 12" statt. Ursprünglich gestartet wurde es von Chad Darnell, aber inzwischen nicht mehr fortgeführt. Man macht am 12. eines Monats Fotos vom Tagesablauf. Abends wählt man 12 Bilder aus und postet sie im Blog. So werden unterschiedliche Tage dokumentiert, mal sind sie bunt und aufregend, mal ganz unspektakulär und voller Alltagskram. 

Drüben bei Caro gibt es seit vielen Jahren eine Liste zum Eintragen für alle Teilnehmenden im deutschsprachigen Raum.

Um 2 Uhr bin ich wach. Schlafen ist im Moment nicht so erquicklich, denn vor 5 Tagen wurde ich an der Schulter operiert. Ich kann Schulter und Arm noch nicht ordentlich bewegen, kann nicht richtig liegen und  habe auch noch Schmerzen. 

Ich laufe also in der Wohnung rum, schaue mal hier mal da aus dem Fenster, horche der Nachtigall und den Fröschen zu, bestaune den Vollmond und den sternenübersäten Nachthimmel. Gerade als ich eine Stunde später wieder im Bett wegdämmere, steht die Augustschnuppe in der Tür, sie hatte schlecht geträumt...


Um 6 Uhr wache ich endgültig auf. Ich bleibe noch liegen, der Liebste absolviert das Morgenprogramm mit den Kindern. Um 7 Uhr stehe ich auf und gehe mal gucken. Ich kämme der Jüngsten die mittlerweile sehr langen Haare und flechte ihr einen Zopf. Der Liebste bringt sie zur Schule. Danach fährt er mit dem Auto Sperrmüll aus dem Keller zum Wertstoffhof. Ich nehme mir eine Tasse Kaffee und setze mich nochmal in mein Bett.

Ich nehme gedanklich Anlauf für die Körperhygiene: Duschen heute mit Haarewaschen. Dauert einarmig alles viel länger. Hinterher muss ich die Wunden mit neuen Pflastern versorgen.


Der Liebste hat sich heute frei genommen. Zum Aufhellen meiner Laune und für die Genesung fährt er mit mir nach Kühlungsborn. Herzensort seit Beginn unserer Liebe. Durch schöne Alleen...


... gehts bis nach Kühlungsborn-Ost, wo wir unser Auto parken und bis zur Seebrücke laufen. Dort machen wir zweites Frühstück hier vorne rechts in der Bäckerei Junge.


Dann setzen wir uns auf die nächste freie weiße Bank mit Blick auf die Ostsee und die Seebrücke. Durch den Wind ist es ziemlich frisch, ich bin froh um meinen dicken Mantel. So sitzen wir eine ganze Weile einfach nur da, schauen aufs Meer, hören die Wellen rauschen, quatschen und atmen tief durch. 

Eigentlich wollten wir noch ein bisschen spazieren, zum Yachthafen oder doch durch den Stadtwald? aber ich bin schon völlig fertig. Es ist das erste Mal nach der Operation, dass ich wieder draußen bin. 


So laufen wir einfach wieder die Strandstraße runter zurück zu unserem Auto. In der Bäckerei kaufen wir noch Streuselschnecken für den Nachmittag ein. 


Am Parkplatz angekommen höre ich ein Bimmeln: die Molli-Bahn fährt in den Bahnhof Kühlungsborn-Ost ein. Ach, das war immer schön, wenn wir mit den Kindern mitgefahren sind!


Auf dem Heimweg fahren wir auf Serpentinen durch die sogenannte "Kühlung", die echt hügelig ist. Hier ist auch stellenweise dichter Wald, so dass wir uns wie im Süden fühlen. Der Sage nach wollten Riesen die Ostsee mit Steinen und Erde zuschütten, um besser auf die andere Seite der Ostsee zu gelangen. Doch irgendwann merkten sie, dass es nicht klappt und ließen einfach Erde und Steine aus ihren Schürzen fallen. So sollen die bis zu 130 Meter hohen Berge mit vielen Senken und großen Findlingen entstanden sein. 


Am frühen Nachmittag sind wir wieder zu Hause. Ich koche einen großen Topf Milchreis und setze mich zwischendurch auf meinen "Folterstuhl". Den habe ich gleich einen Tag nach der Operation geliefert bekommen. Ich lege meinen Arm in die Motorschiene und die bewegt sich auf und ab, so dass die Schulter beweglich gehalten wird. 


Danach lege ich mich erstmal mit einem Kühl-Pack auf der Schulter in den Sessel. Ich schlafe für eine Stunde ein. Mittlerweile sind auch alle Kinder eingetroffen und teilweise schon wieder draußen spielen oder beim Hobby. Der Liebste und ich machen uns noch eine Tasse Kaffee. 


Ich gucke mal nach den Pflanzen auf dem Balkon. Die Tomatenpflanzen sind schon ganz schön groß geworden. In diesem Jahr habe ich mal kleine Büsche in Töpfen für die Balkone erstanden. Johannisbeeren, Himbeeren und Brombeeren. Ich bin gespannt. 

Im Herbst haben wir Kartoffeln geerntet, aber welche in der Erde vergessen. Da vorne links in dem weißen großen Topf. Nun sind sie wieder ausgetrieben und schon richtig hoch. Ich lasse sie jetzt einfach gewähren. 


Abendessen und danach gehe ich wieder für 30 Minuten auf den Bewegungsstuhl. Dabei sehe ich die Berliner Abendschau und die Tagesschau. Mal sehen, wie die nächste Nacht so wird.



Freitag, 7. Februar 2025

Anfang Februar

Dies und das vom Monatsbeginn:

Den Februar haben wir ganz gemütlich begonnen. Da die Kinder mittlerweile eh immer länger schlafen als wir, sind der Liebste und ich am letzten Samstag alleine frühstücken gegangen. Ein letztes Mal in der fika Kaffeebar, die fast den ganzen Februar Winterpause macht. Am Wochenende gibt es dort im "Breakfast Club" immer leckere Brote, Müsli oder Pancakes.
 

Ja, darunter ist eine dicke Scheibe knuspriges Sauerteigbrot :-)


Der Samstag endete mit einem wunderschönen Sonnenuntergang. Hier der Blick von unserem Balkon. Ich glaube, ich kann nie wieder ohne tollen Ausblick wohnen! 


Am Sonntag feierten der Liebste und ich unseren 17. Hochzeitstag, der auch Orchideenhochzeit genannt wird. Denn genauso wie die Pflanze braucht die Ehe Hingabe und Pflege. Nach 17 Jahren ist die Beziehung sehr wertvoll. Das wissen wir und geben uns wirklich Mühe. 

Wir haben nach einem gemütlichen Frühstück mit bestellten Frühstücksboxen einen Ausflug an unseren Hochzeitsort Kühlungsborn gemacht. Dort liefen wir am Meer einmal von West nach Ost, haben Fischbrötchen gegessen, dann gings wieder durch den Stadtwald von Ost nach West. Während die Kinder in der Eishalle schließlich Schlittschuhlaufen waren, genossen der Liebste und ich im Café unsere Lieblingstörtchen. 

Das war ein rundum perfekter Tag! 













Endlich gibt es auch in Wismar ein indisches Restaurant! Ich habe es mit den beiden Großen getestet und für gut befunden. 


Hier würden Möwen Fischbrötchen kaufen. Ach nee, brauchen sie ja nicht, sie klauen die Fischbrötchen einfach.


Abendausblick mit Mond und Venus.


Gestern habe ich es endlich zur Kinovorstellung ins TIKO geschafft. Das TIKOzigalpa ist ein gemeinnütziges und unabhängiges Kulturprojekt in Wismar. In einer alten Villa leben bis zu zehn Menschen gemeinsam in einer Hausgemeinschaft. Sie verwalten ehrenamtlich Haus und Hof und organisieren kulturelle Angebote wie Kino, Konzerte, Diskussionsrunden, Kochabende uvm. 

Es lief der sehr berührende Film "In Liebe, Eure Hilde!" von Andreas Dresen. Konsequent wird im Film auf Hilde Coppi geschaut, die Kamera bleibt ganz nah an ihr dran. Zeitgeschichte und Hintergründe werden als bekannt vorausgesetzt. Wie alle Filme von Andreas Dresen hallt auch dieser Film bei mir noch lange nach. 


Auf dem Heimweg habe ich noch eine kleine Fototour durch Wismar gemacht. Um 22 Uhr ist die Innenstadt wie gewöhnlich nahezu leergefegt. 





Heute hatte ich frei. Ich radelte eine große Runde, machte einige Besorgungen und zog mich ins Rauschen am Hafen zurück, wo ich Zeitung las und Pläne machte. 

Ich las diesen Text, der mich erst schmunzeln ließ und dann eiskalt erwischte. Was für Worte. 

Ich machte den Wahl-O-Mat. Wichtige Themen, die meine Lebensrealität betreffen, fehlen hier allerdings völlig. Wahltraut trifft es weitaus besser. Da werden Fragen zu Gleichstellung, Inklusion, Familie und Bildung viel besser abgebildet. Der Real-O-Mat dagegen schaut nicht auf Wahlversprechen sondern auf die tatsächliche Arbeit der Parteien im Bundestag. 


Ich danke für das Mitlesen und die Anteilnahme. Hier gibt es die Möglichkeit, etwas in die virtuelle Kaffeekasse zu tun. Vielen Dank dafür!

Sonntag, 17. November 2024

Eine Auszeit in Kühlungsborn

DAS könnte eine schöne Tradition für den November werden! Genau vor einem Jahr waren der Liebste und ich auf einem Ehewochenende in Kühlungsborn. Das war eins der denkwürdigsten und schönsten Erlebnisse in unserer Beziehung. Weil uns das so gut getan hat und wir dem Verein deswegen so dankbar sind, haben wir uns in diesem Jahr bereit erklärt, bei dieser Veranstaltung mitzuhelfen. 

So standen wir am Freitagabend vier Stunden lang mit anderen netten Menschen im Foyer eines Hotels und empfingen die diesjährigen Teilnehmenden. Wir geleiteten sie auf ihre Zimmer und trugen ihnen die Koffer. Der Kontakt zu den unterschiedlichen Paaren, die aus ganz Deutschland angereist waren, war eine sehr schöne Erfahrung. 

Danach hatten der Liebste und ich mächtig Hunger und gingen sehr gut essen. Ein kurzer Abstecher zum Strand in der Nacht und dann fielen wir in unsere Betten in einer schönen Ferienwohnung.


Am Samstag schliefen wir aus und trödelten so richtig rum. In der Nacht hatten wir das Rauschen der Wellen gehört, denn unsere Ferienwohnung lag direkt gegenüber vom Strand. Erst um halb 11 machten wir uns auf, um ein Café zum Frühstücken zu finden. 

Ferienwohnung von innen...

... und von außen.

Vorbei gings an unserem wunderschönen Hochzeitsrathaus. 

Nach dem Frühstück bummelten wir durch den Ort. In unserem langjährigen Lieblingsladen kauften wir ein bisschen Weihnachtsdekoration. Am Yachthafen tranken wir das erste Mal im Leben einen Eierpunsch. Kalt genug war es immerhin. 

Das graue Wetter störte uns nicht. Am Meer ist auch das einfach schön! Am Nachmittag machten wir es uns in der Ferienwohnung gemütlich. Wir tranken Tee, knabberten Kekse, schauten einen Weihnachtsfilm und nickten ein bisschen ein. 

Für den Abend hatten wir einen Tisch in einem Restaurant bestellt. Wir aßen wieder sehr gut. Auch der Gesprächsstoff ging uns nie aus. 






Am heutigen Sonntag war leider schon wieder Abreisetag. Wieder wurden wir in der Nacht von den rauschenden Wellen in den Schlaf gewiegt. Am Morgen packten wir unsere paar Sachen ein. Wie schnell, leicht und stressfrei das geht für nur zwei Personen! 

Letzter Blick aus dem Fenster:

Nach dem Abgeben der Schlüssel und dem Frühstück im Bäckereicafé kam die Sonne raus. Da mussten wir unbedingt nochmal an den Strand. Stundenlang könnte ich dort stehen und den Wellen zusehen! Es wird einfach nie langweilig! 

Nach knapp einer halben Stunde Fahrt waren wir dann schon wieder zu Hause. Wir sind unseren Kindern sehr dankbar, dass sie uns das Wochenende ermöglicht haben. Vor allem die beiden Großen haben uns ermutigt, uns die Zeit zu zweit auf alle Fälle zu gönnen. Denn nach einigen Bahnausfällen auf der Strecke konnte die Mama des Liebsten leider nicht zur Unterstützung angereist kommen. 

Die Kinder hatten zu Hause aber auch ein tolles Programm mit Pfannkuchen, Schlittschuhlaufen und Filmabend. Wir sind sehr dankbar dafür! So hatten wir alle ein sehr schönes Wochenende. 






Ich danke für das Mitlesen und die Anteilnahme. Hier gibt es die Möglichkeit, etwas in die virtuelle Kaffeekasse zu tun. Vielen Dank dafür!