Freitag, 24. Juni 2022

Eine Reise nach Paris 6

In der vergangenen Woche waren (oder sind noch) drei von vier Kindern krank. Eins davon hat eine Infektion mit dem Corona-Virus. (Update ein paar Stunden später: zwei davon.)  Außerdem war der Große hier, der Paris nun vorerst verlassen hat. Den Sommer über wird er in Barcelona verbringen, bevor er im Herbst in Hamburg seine neue Arbeit antreten wird. 

Das alles kollidierte mit der Dienstreise des Liebsten und sehr wichtigen (Abend-)Veranstaltungen bei meiner Arbeit im Museum. Das war eine ganz schöne Organisierei, die ich ohne die Hilfe des Mutzelchens und des Großen, nachsichtigen Arbeitgeberinnen und einer wunderbaren Kollegin nicht hinbekommen hätte. 

Doch bevor ich alles vergesse, möchte ich noch die Aufzeichnungen über die Reise nach Paris zu Ende bringen. Voilà!


Am Tag nach dem großen Fest und dem wunderschönen Abend frühstückten wir um 8 Uhr im Hotelrestaurant. Danach fuhren wir wieder mit der Metro von der Station Porte Dorée bis in die Innenstadt zur Brücke Pont Neuf. 

Dort sollte unser Schiff abfahren. Wir waren sehr früh da, so waren wir die Zweiten in der Schlange. Unsere Tickets hatte ich noch in der Nacht online gekauft. Beim Einlass wurde der QR-Code gescannt und wir durften das Schiff betreten. Natürlich wollten wir oben ganz vorne sitzen. Und es klappte auch. 

Um 10:45 Uhr startete das Schiff mit der Rundfahrt auf der Seine. Eine Person, die erzählen sollte, woran wir vorbeifuhren, war ausgefallen. Auch die Bandansage war irgendwie kaputt. Doch das machte nichts. Faltblätter mit der Route und Erklärungen zu besonderen Gebäuden und Plätzen lagen in vielen Sprachen aus. 

Hauptsächlich wollten wir aber die Stimmung genießen und uns eine frische Brise um die Nase wehen lassen. Das hatte ich mir gewünscht. Zum Glück hatten wir Sonnencreme dabei! 

Der Turm, bien sûr:


Die Brücke, auf der wir an unserem ersten Abend mit dem Großen standen:


Dann erreichten wir die Kathedrale Notre Dame. Unglaublich, dass der große Brand auch schon wieder drei Jahre her ist. Von der Vorderseite mit den zwei Türmen sah das Bauwerk aus, wie immer. Doch als wir daran vorbeifuhren, konnten wir die Baustelle sehen. Die wird es wohl noch weitere zwei Jahre geben, bis das Gröbste wiederhergestellt ist. Eine vollständige Fertigstellung dauert wohl noch länger. 


Wir umrundeten die Spitze der Île Saint-Louis, einer kleinen Insel inmitten der Seine. Sie gehört heute zu den exklusivsten, begehrtesten und ruhigsten Wohngegenden der Stadt. 


Eingefasst ist die Insel mit einer Kaimauer aus Stein. Drumherum gibt es außerdem wunderbare Uferwege mit frischgrünen und raschelnden Pappeln.


Ein Anblick wie in einem Wes-Anderson-Film. 


Nach unserem entspannten einstündigen Schiffsausflug tauchten wir wieder ein in das unglaubliche Gewimmel der Pariser Straßen. Wir sahen riesige Shopping-Tempel in sehr exklusiven Lagen...


... und kleine süße Geschäfte an Straßenecken.


Dann war es Zeit für eine kleine Stärkung. Das Mutzelchen bekam eine heiße Schokolade, ich ein Gedeck mit Espresso und süßen Köstlichkeiten. Die haben wir uns geteilt. Das waren Crème brûlée mit einer richtig knusprigen Zuckerkruste, zarte Panna Cotta mit Himbeersauce, fluffige Mousse au Chocolat und ein kleines Mandeltörtchen. Das war alles sehr köstlich!


Dann zogen wir weiter. Das Mutzelchen wollte gerne in ein Geschäft für Kreativbedarf. Ich gab das bei Google Maps ein und wir bekamen einige Geschäfte empfohlen. Wir suchten eins in der Nähe aus und ließen uns hinlotsen. 


Unterwegs schauten wir uns natürlich links und rechts um. Da hinter den Bäumen entdeckten wir etwas...


... einen von außen sehr vielversprechenden Laden. In den Schaufenstern hingen die schönsten Küchenutensilien. Zum Beispiel weithin glänzende Kupertöpfe. Wir traten ein. 


Drinnen die Überraschung: alles sah aus wie in einem Geschäft für Handwerksbedarf! Was die Tätigkeiten in der Küche zweifelsohne sind. Ungewöhnlich sah es auf alle Fälle aus. Abgeschrammte uralte Regale, nix mit schöner Präsentation der Ware. Ein Deutscher kam mir mit strahlenden Augen entgegen. "Hier gibt es ALLES!" rief er begeistert. 

Das stimmte! E.Dehillerin ist ein Spezialgeschäft für alles rund ums Kochen und Backen. Doch mir ging es wie so oft in solchen tollen Geschäften. Ich wollte sehr gerne etwas kaufen, aber ich war einfach überwältigt von dem Angebot. Ich konnte mich nicht entscheiden und so schauten wir uns einfach nur im ganzen Laden und unten im schummerigen Keller um.

Dann traten wir wieder auf die Straße und liefen weiter zum Laden mit dem Kreativbedarf. Fortsetzung folgt... 





Ich danke für das Mitlesen und die Anteilnahme. Hier gibt es die Möglichkeit, etwas in die virtuelle Kaffeekasse zu tun. Herzlichen Dank für die Anerkennung!



4 Kommentare:

  1. Spannend, der Kontrast der Warenpräsentation in Frankreich zu derjenigen in Deutschland! Das zeigt meiner Meinung nach - wie manch' Anderes - wie verschieden im Nachbarland die Gesamthaltung zur Nahrungsaufnahme ist.

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  2. Ist ja irre, wie du die Abläufe und Zeiten noch so genau weißt. Hast du dir das alles vorher notiert? So viel Zeit und Arbeit für fremde Menschen zu investieren, das ist schon toll. Ich mag deine Berichte gern lesen, sie sind so normal😄 liebe Grüße von Mo

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  3. Liebe Carola, alles Gute für deine zwei Kranken! Da hast du ja enorm viel um die Ohren gehabt. Ich lese deinen Parisbericht sehr gerne, du hast die Atmosphäre so gut rübergebracht! Liebe Grüße, Rosmarie

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  4. Liebe Carola,
    ich mag deine Parisberichte sehr! Es ist ein bisschen wie Urlaub für mich, sie zu lesen. Danke dafür!

    Und dann wünsche ich deinen kranken Kindern gute Besserung! Dass sie ganz schnell wieder fit werden!

    Bei uns ist das leider auch häufig so, dass die Mädels oft krank sind, wenn der Papa auf Dienstreise ist... das ist dann immer ein ziemlicher Spagat. Ich kann das so gut nachempfinden...

    Ganz viele liebe Grüße vom kleinen Hof am Meer,
    Ruth

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