... sich erfahrungsgemäß ein bisschen zieht, will ich ganz besonders auf meine Gemütsverfassung achten. Traditionell mache ich keine Vorsätze und miste meist auch nicht schwungvoll zu Jahresbeginn aus. Januar heißt Winterzeit und die bedeutet immernoch Ruhe und Rückzug. Mehr denn je beherzige ich das. Mache es mir gemütlich, wo es nur geht. Hülle mich in meine Wolldecke, trinke Kaffee oder Tee, erlaube mir Faulheit, blättere in Zeitschriften oder Bildbänden, genieße Kunst und Kultur, schaue einfach nur aus dem Fenster.
Die politische Weltlage ist das absolute Gegenteil: der Januar ist erst drei Wochen alt und jeden Tag gibt es neue Nachrichten, wo ich teilweise zuerst checken muss, ob sie nicht von einem Satirekanal kommen. Täglich reden der Liebste und ich wieso, weshalb, warum, wohin das alles führen soll, wie wir darauf reagieren sollen und welche Vorsorge wir treffen. Achten auf das Familienleben und die Gemütsverfassung vs. informiert bleiben und die aktuelle Nachrichtenlage - oh diese Gleichzeitigkeit von Dingen!
So kam es also, dass ich am Montagabend für die Seelenhygiene besonders früh im Bett war und sogar durchgeschlafen habe. Ich habe mich selber dafür gelobt. Und dann... war mein Internet am nächsten Morgen voll von bunten Bildern. Polarlichter! Über Deutschland! Ich war gefühlt die Einzige, die sie verpasst hatte! Seit vielen Jahren träume ich davon, mal in den hohen Norden zu reisen, um Polarlichter zu sehen. Hmpf.
Am Dienstagabend war ich ein bisschen später dran und machte vor dem Schlafengehen um 22:30 Uhr ein schnelles Bild aus dem Fenster raus. Joar, sind bestimmt die Lichter des Wohngebietes da hinten.
Nee, da ging es tatsächlich schon los, ich wusste es nur noch nicht. Ich lag dann im Bett und rollerte noch ein bisschen auf dem Handy umher. Da mehrten sich plötzlich die Nachrichten und Bilder von Polarlichtern. Ich stand nochmal auf hängte mich aus dem Fenster. Mittlerweile war es schon 23:30 Uhr, tatsächlich, da waren so bunte Nebel zu sehen. Das Handy machte daraus mit seinem guten Fotoauge schillernd bunte Bilder. Whoah! Glücklich ging ich schlafen. Viel zu spät natürlich und ziemlich durchgefroren.
Am nächsten Morgen war ich beim Weckersummen um kurz nach 5 wieder so müde wie eh und je. Doch Sonnenschein und eisige Luft machten es ein bisschen besser. Am Hafen in Wismar hält sich die Eisdecke.
Den ersten Kaffee draußen in der Sonne habe ich auch schon getrunken.
Auch wenn es sehr kalt ist und es wahrscheinlich nochmal schneien soll, schauen schon die ersten Frühblüher aus dem Boden. Die Natur macht einfach immer weiter.
Anfang Januar haben wir abgeschmückt. Über Weihnachten und Silvester hatten wir viel Besuch. Es gab viel gutes Essen, viele Filmabende, Spiele, Lachen, Trubel. Dann kam der Baum raus und die Wohnung war plötzlich wieder leerer. Der Herrnhuter Stern hängt noch. Sein heimeliges Licht darf uns noch ein wenig erfreuen.
Am Strand auf der Insel Poel waren wir auch. Ich mag, wie viel man auch oder ganz besonders im Winter entdecken kann. Die Strände sind schön leer.
Nun habe ich wiedermal ein paar Tage lang an diesem Eintrag gesessen. Zwischendurch muckte das Blog-Programm. Ließ mich nicht mehr rein, erlaubte keine neuen Fotos usw. Ohne die Hilfe des Liebsten würde ich wahrscheinlich schon viele Jahre gar nicht mehr bloggen. Danke an alle, die hier trotzdem noch regelmäßig reinschauen. Anhand der Statistik sehe ich, dass es noch sehr viele sind. Danke und ein schönes Wochenende!
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