Mittwoch, 3. März 2021

3. März 2021

Aufgewacht um 6. Aufgestanden um halb 7. Der Liebste ist da schon fertig, denn er fährt heute mal ins "echte" Büro. Ich sitze mit meinem Kaffee am Tisch, blättere in Zeitschriften und beantworte E-Mails. Draußen ist mal wieder Nebel, der sich aber rasch lichtet.



Um 9 Uhr ist immernoch kein Kind zu sehen. Da wird mir doch fast langweilig. Die Waschmaschine ist schon fertig mit der ersten Runde. Ich gehe mal die Augustschnuppe wecken. Die Großen sind doch schon alle wach, liegen aber noch in ihren Betten und spielen auf der Spielkonsole oder lesen. Sind ja Ferien!

Irgendwann frühstücken die Kinder. Da ist es, glaube ich, schon 11 Uhr. Ich fahre mal kurz mit dem Fahrrad los, für den Liebsten ein Paket zur Post bringen. Unterwegs halte ich an der Bäckerei und hole mir einen Becher Kaffee. Ich halte meine Nase in die Sonne und schaue mir das Treiben auf der Straße an. 

Ist es nicht erstaunlich, wie laut so ein Rotkehlchen singen kann? Man sieht den kleinen Vogel kaum, aber hören tut man ihn viele Meter weit, sogar über die Straße.

Zum Mittagessen haben sich die Kinder Käsenudeln gewünscht. Das ist einfach. Ich koche dafür immer eine ganze Packung Spirelli-Nudeln. Die einzige Sorte, neben Cannelloni, die ich noch fertig kaufe, weil die der Pastamaker nicht machen kann. Dann schneide ich eine große Zwiebel ganz klein und brate sie in der Pfanne ein bisschen an. Da kommen noch Speckwürfel dazu. 

Dann mische ich die gekochten Nudeln in einer großen Auflaufform mit geriebenem Käse, den Zwiebeln und dem angebratenem Speck. Oben drauf kommt noch ein bisschen Käse. Das Ganze wird dann im Ofen knusprig gebacken. Moah, lecker!

Als wir mit dem Essen fertig sind, ist es schon 14 Uhr. Am Nachmittag gehen die Kinder raus. Ich sauge mal richtig schön die ganze Wohnung durch. Das mache ich mittlerweile echt ganz gerne. Dann falte ich Wäsche und dann mache ich mir einen Kaffee und setze mich raus ins Gärtchen zu den Kindern. 

Da sehe ich aber einige Dinge, die zu tun sind. Ich bringe ein altes Kinderfahrrad in den Keller. Schaffe abgestorbene Pflanzen zum Kompost-Sammelplatz und räume ein bisschen hin und her. Bald wird es ja wohl dauerhaft wärmer werden, dann dürfen gerne wieder Frühlingsblumen in die Beete gepflanzt werden. Haben die Gartencenter in Hamburg eigentlich wieder auf? 

Auf alle Fälle sollen zwei von drei Schulkindern nach jetzigem Stand nach den Ferien, also am 15. März, wieder in die Schule gehen. Ich habe mal überlegt: was ist jetzt eigentlich anders als im Dezember, als die Schulen und Kitas geschlossen wurden? Sind wir aus dem Schneider? Sind die Infektionen oder die Inzidenz-Zahlen jetzt auf einem ausreichend niedrigem Niveau? Sind jetzt etwa alle Klassenräume mit Luftfiltern ausgestattet? Sind alle Beschäftigten in Kitas und Schulen schon geimpft? Oder die Eltern, die ja Kontaktpersonen der vielen Kinder sind, die wieder in den Einrichtungen sind? Werden alle Personen ständig getestet? 

Schon gut, schon gut, ich weiß die Antwort. Und deshalb wundert mich... nee eigentlich ärgert es mich, dass auch nach einem ganzen Jahr Pandemie die Konzepte für die Schulen "lüften, Maske, Abstand halten" heißen. Die Präsenzpflicht bleibt zwar aufgehoben, doch die Lehrkräfte sind im Präsenzunterricht eingespannt und können somit den Kindern, die doch zu Hause bleiben, keine Unterstützung anbieten, wie ich von einigen Eltern schon gehört habe.  

Man könnte meinen, es wäre gar kein Wahljahr...

Nunja, gegen 18 Uhr kommt der Liebste nach Hause. Wir haben heute tagsüber etwas ausgeheckt und sind ein bisschen gespannt, was sich da tut. Ich gehe an den Schreibtisch und der Liebste macht Abendessen mit den Kindern.

Meine heutigen Entdeckungen im Internet:

Verzweifelte Oberschüler: Einsame Maschinen zwischen Bett und Schreibtisch. Berliner Oberschüler fordern das Ende des Lockdowns: Texte auf einer digitalen Pinnwand sprechen von Einsamkeit, Panikattacken und totaler Überforderung.

Staatsversagen in der Pandemie: Sätze zum Ausflippen. "Nach der Wut kommt die Müdigkeit, aber irgendwann ist man selbst für Müdigkeit emotional zu erschöpft, und dann bleibt ein tiefer, dumpfer Dauergroll.


Es soll ja Menschen mit Langeweile geben. Hier gibt es Starthilfe für ungewöhnliche Hobbys. Klöppeln!

Der Silbersalon bietet in Einzel- oder Gruppenkursen Techniktrainings für ältere Menschen an, damit sie sich in der digitalen Welt zurechtfinden können. Es gibt sogar kostenlose Spieleabende, Erzählcafés und einen Literaturkreis Alles online.

Ein Jahr Corona. Diesen Erinnerungsbogen für Familien kann man ausdrucken und zusammen ausfüllen.

Vegane Cig Köfte aus Bulgur. Na das hört sich aber lecker an! Und sieht super aus. Ist gemerkt.    


Ich danke für das Mitlesen und die Anteilnahme. Ich will denen, die es gerne möchten, die Möglichkeit geben, etwas in die virtuelle Kaffeekasse zu tun. Herzlichen Dank für die Anerkennung!

Kommentare:

  1. Zehn Stunden tagten gestern die Ministerpräsidenten und die Kanzlerin, Söder und Scholz stritten wie die Kesselflicker und am Schluss kam ein Machwerk heraus, bei dem kaum jemand noch wirklich durchblickt.

    Das sind die Beschlüsse:

    Der Lockdowns wird bis 28. März verlängert
    Allen Bürgern wird mindestens einmal pro Woche ein kostenloser Schnelltest einschließlich einer Bescheinigung über das Testergebnis in einem von der jeweiligen Kommune betriebenen Testzentrum, bei von der jeweiligen Kommune beauftragten Dritten oder bei niedergelassenen Ärzten ermöglicht. Die Kosten übernimmt der Bund – bereits ab 8. März.
    Blumenläden, Buchhandlungen und Gartenmärkte dürfen ab 8. März mit Personenbegrenzung öffnen
    Treffen von zwei Haushalten, mit bis zu fünf Personen, sind wieder erlaubt
    Corona-Impfung in Arztpraxen sobald es möglich ist
    Der Handel kann ab einer Inzidenz von 50 Neuninfektionen je 100 000 Einwohnern in sieben Tagen öffnen. Erlaubt ist ein Kunde je 10 Quadratmeter bis 800 Quadratmetern Verkaufsfläche.
    Liegt die Inzidenz zwischen 50 und 100, kann ab dem 8. März den Einzelhandel für sogenanntes Terminshopping („Click and meet“) öffnen.
    Die gleiche Regelung gilt für Museen, Galerien, zoologische und botanische Gärten – größere Öffnungen aber der 50er-Inzidenz, darüber auch nur mit individuellen Zeitfenstern.
    Ebenso können Individualsport alleine oder zu zweit und Sport in Gruppen von bis zu zehn Kindern bis 14 Jahren im Außenbereich ab 8. März möglich sein, wenn die Inzidenz stabil unter 100 liegt.
    Wenn die Inzidenz nach der Einzelhandelsöffnung weitere zwei Wochen lang unter 100 liegt, kann die Außengastronomie ab frühestens 22. März unter strengen Auflagen, vor allem bei der Personenzahl, wieder öffnen. Sitzen aber an einem Tisch Personen aus mehreren Hausständen „ist ein tagesaktueller COVID-19 Schnell- oder Selbsttest der Tischgäste erforderlich.“ Liegt sie unter 50 sind großzügigere Öffnungen in der Außengastronomie möglich.
    Ebenso ist ab dem 22. März die Öffnung von Theatern, Konzert- und Opernhäusern sowie Kinos möglich, sowie „kontaktfreier“ Sport im Innenbereich – also etwa Fitnessstudios – bei einer Inzidenz von unter 100 – aber nur mit Vorlage tagesaktueller Corona-Schnell- oder Selbsttests.
    Weitere Öffnungen sind dann erst wieder 14 Tage später möglich, sofern das Infektionsgeschehen stabil bleibt. Also frühestens ab 5. April. Das könnte also erst nach Ostern der Fall sein. Dann können Freizeitveranstaltungen mit bis zu 50 Teilnehmern im Außenbereich wieder stattfinden.
    Steigt die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner an drei aufeinanderfolgenden Tagen auf über 100, treten ab dem zweiten Werktag danach die Regeln wieder in Kraft, die bis zum 7. März gegolten haben, also strengere Kontaktbeschränkungen und mögliche erneute Schließungen.
    Keine Öffnungsperspektive wird gegeben für Innen-Gastronomie, Kultur, Veranstaltungen, Reisen und Hotels – darüber soll „im Lichte der Infektionslage unter Berücksichtigung der angelaufenen Teststrategie, des Impfens, der Verbreitung von Virusmutanten und anderer Einflussfaktoren auf der nächsten Sitzung der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und -chefs der Länder beraten werden“.
    Das bedeutet Osterurlaub im Inland ist nur sehr beschränkt möglich, Reisen aber zum Beispiel nach Mallorca mit negativem Corona-PCR-Test schon.
    Bis zum zum 30. April 2021 wird die Homeoffice-Regelung verlängert: Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber müssen den Beschäftigten das Arbeiten im Homeoffice ermöglichen, sofern die Tätigkeiten es zulassen.

    das Zauberwort heißt Schnelltest, damit soll wohl nochmal so richtig Kohle abgegriffen werden, die Tests sind aber erst ab April erhältlich.
    Außer Spesen nichts gewesen :-(
    LG Cornelia

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  2. Wie ist denn das mit Mallorca gemeint? Stehe auf dem Schlauch.
    LG
    M.

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