Dienstag, 19. Juli 2011

Wie man einen Vormittag rumkriegt...

Bereite Deine beiden Kleinkinder auf einen Spaziergang vorbei an Briefkasten und Supermarkt vor.

Den Kleinsten wickle, die Größere schicke nochmal ins Bad. Lass sie im Treppenhaus ihre Schuhe anziehen. Das können sie schon alleine. Der Kleine wird höchstwahrscheinlich Entenfüße haben. Beeile Dich, denn die beiden stehen schon am Treppenschutzgitter und zanken, wer vorgehen darf. Schnappe schnell den Beutel mit einem Brief, deine Jacke und die Schlüssel und los gehts, die Treppen runter.

Nimm nicht den Kinderwagen für den Kleinsten, er kann schon ganz gut alleine laufen. Es gibt einen kurzen und einen langen Weg. Wähle den langen Weg, Du hast ja Zeit. Lass die Kleinen ruhig jeden LKW am Wegesrand anschauen. Dem Bus dürfen sie auch hinterherwinken. Lass sie Blumen, Steinchen und Käfer am Wegesrand anschauen. Mach ruhig einen kleinen Umweg. Lass es gemütlich angehen. Am Briefkasten lass die Kinder den Brief einwerfen. Im Supermarkt dann lass jedes Kind selber einen kleinen Kindereinkaufswagen schieben. Sie laufen zwar kreuz und quer in alle Richtungen, aber Du hast ja Zeit. Der Kleinste packt sich den Wagen voll. Sei geduldig und packe mit ihm wieder alles in die Regale zurück. Es wird lange dauern, bis alle Kleinigkeiten eingesammelt sind. Achte darauf, dass jedes Kind gleich viele Produkte im Körbchen hat, sonst riskierst Du Schreianfälle auf beiden Seiten. Die Schlange an der Kasse ist lang. Halte Deine Kinder bei Laune, damit sie nicht in die verlockenden Süßigkeitenauslagen greifen. Halte den Kleinsten vom Auspacken der Butter ab. Beide wollen die Sachen auf das Laufband tun. Wenn Du mit dem Bezahlen an der Reihe bist, greife in Deinen Beutel und hole das Portemonnaie raus. Ja, das Portemonnaie, die Geldbörse, den Geldbeutel.

Wie, nicht da?! Aber an den Fotoapparat hast Du alte Bloggerin gedacht, nicht wahr?!

Gut, Du wolltest ja die Zeit rumkriegen. Also machst Du den Kindern nun klar, dass die Lebensmittel erstmal im Supermarkt bleiben müssen und auf Abholung warten. Und dass sie jetzt kein Brötchen vom Bäcker bekommen. Bitteren Tränen entgehst Du nur knapp. Dann spazierst Du mit den Kleinen den ganzen Weg zurück. Den kurzen diesmal. Du hast ja nicht ewig Zeit. Zu Hause angekommen, läufst Du schnell die Treppen nach oben und holst das Portemonnaie. Dann räumst Du den Fahrradanhänger aus, der als Zwischenablage für alles Mögliche dient: 3 Bälle, 1 Autoplane, 1 Kanister Scheibenflüssigkeit, 1 Decke für den Garten, 1 Handtuch für die nasse Rutsche, 1 steinhartes Brötchen, 1 Wickelunterlage. Schließe den Fahrradanhänger ans Fahrrad an und ignoriere die Kinder, die darum zanken, wer nun als Erstes in den Anhänger steigen darf. Schnalle beide an und fahre wieder Richtung Supermarkt. Auf dem kurzen Weg. Dort wirst Du dann endlich bezahlen und den Fahrradanhänger bepacken. Jetzt dürfen die Kleinen auch ein Brötchen haben.

Nun aber schnell nach Hause, der Vormittag ist ja schon fast rum!!!

Kommentare:

  1. :-) hihi. Jaja. Der liebe Alltag mit Kindern...

    AntwortenLöschen
  2. Hach wie schön! - Also schön zu lesen, für dich war dieser Vormittag bestimmt nur ganz am Anfang schön, 'ne? Und ab dem Supermarkt (beim ersten Mal) nur noch purer Streß!
    Ich fühle mit dir *hehe*!
    Liebe Grüße von
    Petra ;o)

    AntwortenLöschen
  3. :o))) Ich war förmlich dabei :o)))

    Wird bestimmt ein ruhiger Nachmittag - im Gegensatz zu dem Vormittag.

    Viele Grüße,
    Frau Mena.

    AntwortenLöschen
  4. Lang nicht mehr so geschmunzelt, das mit dem Portemonnaie hätt ich sein können... :-)

    AntwortenLöschen
  5. Weiß leider nicht, wie man Mails an Bloggerinnen schicken kann. Habe in einem amerikanischen Blog diese interessante Sache gesehen. Wäre das eine Näh-Geschäfts-Erfindung für Dich?

    https://www.uddercovers.com/

    Ganz lieben Gruss und gute Besserung !

    Regina

    AntwortenLöschen
  6. Hahaha du arme! Aber das hast du ja doch noch souverän gemeistert!

    AntwortenLöschen
  7. Au weia!
    Und da kannst Du ruhig bleiben?
    Meine Hochachtung wächst noch mehr!!!

    LG Suse

    AntwortenLöschen
  8. Super *lach* und ganz ohne Ausflippen :o) Fehlt nur der Mann, der abends nach Hause kommt und fragt: Was hast Du eigentlich den ganzen Tag gemacht ;o)))

    Lieben Gruß,
    Anja

    AntwortenLöschen
  9. ja, ......so kann es gehen....;-))))
    Auch ich grüße von hier so doll ich kann!!!!
    Denn kommentieren tu ich im Moment auch nicht so viel..aber lesen schon!
    LG, die Claudi

    AntwortenLöschen

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...