Montag, 18. Januar 2021

18. Januar 2021

In der Nacht träume ich von einem Treffen mit anderen Menschen. Im Traum fällt mir auf, dass alle keine Gesichtsmasken tragen. 

Kurz nach 7 wache ich auf. Da klettert gerade die Augustschnuppe in unser Bett. Ich stehe auf, gehe duschen und wecke die anderen Kinder. Erstmal Kaffee.

Um 8:30 Uhr sitzen die beiden Großen und der Liebste an den Schreibtischen in ihren Zimmern. Der Adventsjunge beginnt um 9. Er sitzt am Schreibtisch im Wohnzimmer.

Gestern haben wir noch schnell den großen Umschlag mit den Aufgaben für die Woche abgeholt. Die sind nun nach Tagen aufgeteilt, das klappt besser als wenn er sich die Aufgaben selbst einteilt. Wir besprechen die Aufgaben und dann lasse ich ihn selbstständig arbeiten. Ab und zu schaue ich um die Ecke und stupse ihn. 

Für Kunst und Englisch gibt es eine gemeinsame Aufgabe: Farben benennen und einen Hampelmann ausmalen und basteln. Ich helfe ein bisschen. Die Augustschnuppe sitzt derweil am Esstisch und malt oder klebt Sticker auf. Ich mache den Haushalt, schreibe E-Mails oder laufe von Kind zu Kind und schaue nach, wie es überall läuft. Insgesamt ist es aber ein ruhiger Vormittag.

Zum Mittag gibt es Reste vom Wochenende. Sehr praktisch. Ich schneide zwischenzeitlich Sterne aus weißen Muffinförmchen aus. Einfach ein bisschen glattstreichen, falten und Muster hineinschneiden. Letztes Jahr im ersten Lockdown waren die in unserem Drogeriemarkt ausverkauft, da bestellte ich gleich 200 Stück bei Amazon. (Amazon-Partner-Link)

Dann nehme ich die bunten Fenstersterne aus Papier vorsichtig von den Fenstern ab, die heben wir auf, und klebe die Schneeflocken mit Röllchen aus Klebefilm an. Wenigstens ein paar Schneeflocken, wenn schon kein echter Schnee in Hamburg liegt. 

Am Nachmittag sind die beiden Großen fertig mit ihren Schulaufgaben. Das machen sie ganz alleine, das klappt echt gut. Sie haben Zeit für die Augustschnuppe. Ich radle mit dem Adventsjungen bei strömenden Regen ins Ortszentrum. Er hat wieder seinen Termin bei der Ergotherapie. Ich kaufe schnell in der Drogerie ein. Ansatzspray für neues Blond. Wer weiß, wann meine Friseurin wieder öffnen darf.

Der Blumenladen hat auf! Endlich! Ah, nicht so ganz. Draußen auf einer großen Tafel steht eine Telefonnummer geschrieben. "Click and Collect" quasi. Ich halte mich vor dem Laden auf und rufe mit meinem Handy an. Die Mitarbeiterin geht ans Telefon. Zuerst nimmt sie Namen und Telefonnummer auf. Dann darf ich meine "Bestellung" tätigen. Alle Blumen sind gut sichtbar hinter der großen Scheibe aufgebaut. Ich möchte bunte Tulpen mitnehmen. Wir beenden das Telefonat, sie packt die Blumen drinnen ein und bringt sie dann zum "Schalter" an der Tür, wo ich auch bezahle. Ein kreativer Weg auf alle Fälle.

Zu Hause wird wieder gespielt. Dann ist Badewannenzeit für die beiden Kleineren. Danach Abendessen mit Brot und Spiegelei. Zur Sandmännchenzeit sitze ich nebenan am Schreibtisch und schreibe meinen Tag hier auf.

Meine heutigen Entdeckungen im Internet:

Schule hat viele gesellschaftliche Funktionen. Durch die Corona-Krise sind diese ins Wanken geraten. In der Zukunft müssen wir überlegen: was ist uns wichtig an der Schule? Interessante Gedankenanstöße zum Thema von einem Bildungsexperten und Erziehungswissenschaftler unter: Schule muss scheitern, wenn sie den Normalzustand simuliert. 

Der Verein Jordsand betreut verschiedene Naturschutzgebiete im Norden. Ganz neu sind die Online-Vorträge zu bestimmten Themen. Am 21. Januar 2021 wird zum Beispiel über Pinguine und andere Seevögel der Antarktis berichtet. Per Live-Stream kann man am Vortrag teilnehmen.

Die European Space Agency kurz ESA hat auch eine umfangreiche Kinderseite. Auf ESA - Space for Kids gibt es super viele Sachen zu entdecken. Auf der Lernseite gibt es zum Beispiel Wissenswertes zum Universum, den Planeten, der Erde, zu Raumschiffen, Teleskopen, der Erderwärmung und, und, und... Seit neustem gibt es die ESA-App. Sie ist ein Einstieg für Kinder in die Welt der Raumfahrt und sogar in 14 Sprachen verfügbar. 

Radio Eins aus Berlin-Brandenburg sammelt wieder Emotional Rescue-Songs. Musik ist gut für die Seele. Meinen Lebensretter-Song heute habe ich ebenda auf meinem Hausradiosender gehört. "The Great Gig in the Sky" von Pink Floyd ist ein sechsminütiges Wunderwerk, das mich davonträgt und mir Bauchkribbeln macht. 


Ich danke für das Mitlesen und die Anteilnahme. Ich will denen, die es gerne möchten, die Möglichkeit geben, etwas in die virtuelle Kaffeekasse zu tun. Herzlichen Dank für die Anerkennung!

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