Montag, 21. Dezember 2020

Rund um den vierten Advent

Nach wochenlangem Grau in Grau haben wir hier in Hamburg in den letzten Tagen mal wieder die Sonne gesehen. Inklusive atemberaubender Sonnenauf- und untergänge. Immer nur für ein paar kurze Minuten färbte sich der Himmel wunderbar ein. Umso glücklicher war ich, wenn ich das Schauspiel erwischt hatte.

Ich nutzte das schöne Wetter für diverse Fahrradtouren. Am Freitagmorgen hatte ich einen Termin zur Physiotherapie. Das Rezept werde ich jetzt noch beenden, dann brauche ich glücklicherweise erstmal wohl nicht mehr hin. Nach dem Termin, wo meine Schultern und der Nacken immer angenehm warm sind, bin ich eine große Runde durchs Naturschutzgebiet gefahren.

Bei dem Wetter ein Genuss!



Am Nachmittag sind wir mit der ganzen Familie zum Gut Karlshöhe gefahren. Dort kann man immer eine schöne Runde drehen. Die Schafe sehen wieder ganz anders aus, als die Bentheimer Landschafe im Naturschutzgebiet. Im Bauerngarten wächst immernoch Mangold und Palmkohl. Die Sonne stand um 13 Uhr echt tief, fast wie kurz vor Sonnenuntergang. Auf der Streuobstwiese konnten wir an den Apfelbäumen schon dicke Knospen sehen. Irgendwie beruhigend, dass die Natur immer weiter macht, egal was in der Welt gerade so los ist.





Zum Abendessen machte ich etwas Tolles nach: eine Abendbrotplatte, die ich auf Instagram entdeckt hatte. Das war so einfach herzustellen, sieht aber super aus. Die Buchstaben und Sterne habe ich in einer Partybox mit Salzgebäck aus dem Supermarkt entdeckt. Zur bunten Platte gab es noch Kräuterbaguette und Knuspersterne aus dem Bioladen. Alles war ratzfatz aufgegessen. 


Am Samstagvormittag sind wir zum Gut Wulfsdorf gefahren. Dort hatten wir Wurst für Weihnachten vorbestellt. Ein paar frische Sachen kauften wir auch noch ein. Vor dem Laden stand ein Bläserchor und spielte Weihnachtslieder. Das war eine sehr schöne Stimmung. Nach dem Einkauf holten wir uns Becher mit Kaffee und Kakao und hielten noch ein bisschen unsere Nasen in die Sonne. Danach liefen wir noch eine Runde ums Haus der Natur auf dem Nachbargelände. Wieder Schafe. Diesmal Heidschnucken.


Am Nachmittag entdeckte ich in unserem Gärtchen die ersten Spitzen der Narzissen.

Am Sonntag schreckte ich am Morgen aus dem Schlaf hoch. Wah, mein Termin! Als ich aufgestanden war, sah ich in meinem Internet die Bilder von Adventskränzen. Achso, Sonntag! Nun war ich aber sowieso schon wach. Ich ging duschen, machte mir einen Kaffee und erledigte all meine restliche Weihnachtspost. Bei dieser Gelegenheit weihte ich endlich mein neues Adressbuch ein. Hinein kamen nur noch Adressen von Menschen, die ich mit ins neue Jahr nehmen will. Sehr befreiend! Genauso wie das Löschen meines Facebook-Profils vorgestern. Da war ich seit Jahren nur noch passiv unterwegs. Aus Gewohnheit habe ich dort noch viel zu oft reingeschaut. Das war eigentlich nur noch ein Zeitfresser. 

Während ich schrieb, kam irgendwann die Augustschnuppe dazu. Bekam Joghurt mit Raspelschokolade und fing dann auch an, mit ihren Bastelsachen zu arbeiten. So saßen wir ganz nett beieinander, bis die anderen Familienmitglieder irgendwann nach und nach aufstanden.

Später schmolz ich Schokolade mit Butter ein, um nochmal eine neue Fuhre Schokoladen-Schneebälle zu backen. 

Dann war es endlich soweit: wir holten den Baum rein. Diesmal ist er ein paar Zentimeterchen kleiner als in den vergangenen Jahren. Denn er war der letzte seiner Größe. Dann verlief es wie immer. Während der Liebste die Ketten mit den Baumkerzen drapierte und anschloss, langweilten sich die Kinder und waren zusätzlich noch aufgeregt. Besinnlich ist das Schmücken hier nie ;-)

Dann konnten die Kinder aber endlich loslegen. Ich hatte mich verzogen und ließ sie machen. Eigentlich habe ich große ästhetische Ansprüche. Aber von Jahr zu Jahr werde ich entspannter und kann besser abgeben. Die Kinder hatten ihren Spaß und hinterher sah der Baum tatsächlich doch ganz schön aus. 

Am Nachmittag machten wir es uns wieder richtig gemütlich. Mit den Mahlzeiten kommen wir im Moment ein bisschen durcheinander. Wenn wir so spät frühstücken, essen wir erst ganz spät Mittag. Dann bleibt meist nur Zeit für Kaffee oder Abendessen. Diesmal wollte ich aber gerne ein richtiges Adventskaffeetrinken machen. Das war ein sehr schöner Moment mit Pyramide und Räucherhäuschen.

Heute Morgen war dann wirklich mein Termin bei der Physiotherapie. Es war fast noch dunkel, als ich losradelte. Danach bog ich gleich wieder ins Naturschutzgebiet ab. Die Sonne kam gerade hinter den Hügeln und Bäumen raus. Wenn ihr da eine Frau auf einem roten Fahrrad habt sehr tief seufzen hören: das war ich. 


Ich danke für das Mitlesen und die Anteilnahme. Ich will denen, die es gerne möchten, die Möglichkeit geben, etwas in die virtuelle Kaffeekasse zu tun. Herzlichen Dank für die Anerkennung! 



















Kommentare:

  1. Der Baum sieht wunderbar aus! Herzliche Grüße aus Bayern, Christine

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    1. Hihi, der essbare oder der geschmückte? :-)

      Viele Grüße in den Süden!

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  2. Bei Ihnen sieht es ja aus wie in Italien im Winter.

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