Donnerstag, 27. August 2020

Donnerstagsschnipsel



* Die Tage werden jetzt merklich kürzer. Morgens geht die Sonne erst nach dem Aufstehen auf. Um zwanzig nach 6 sieht es vor unserem Fenster so aus.

* Mal wieder Verwunderung über das Fortschreiten der Woche. Heute dachte ich nämlich, es sei erst Mittwoch. Wenn es dann doch schon Donnerstag ist, ist die Woche ja quasi fast rum.

* Seit dem letzten Wochenende habe ich Schmerzen im Handgelenk. Ausgerechnet rechts. Ich habe noch im Museumsdorf und im Naturschutzgebiet gearbeitet. Am Montag bin ich noch viel mit dem Fahrrad gefahren. Die leichten Schmerzen habe ich ignoriert und dachte, sie gehen von alleine wieder weg. Doch am Abend war es so schlimm, dass ich meine Hand gar nicht mehr bewegen konnte. Ich rief in der orthopädischen Praxis an. Ich solle am nächsten Morgen um 7 Uhr anrufen. Mit Glück würde ich einen Notfalltermin am selben Tag bekommen.

Am nächsten Morgen versuchte ich eine Viertelstunde lang abwechselnd per Festnetz und Handy in der Praxis durchzukommen. Irgendwann klappte es und ich bekam einen Termin um 13 Uhr. Der Liebste war im Homeoffice und konnte sich um die Augustschnuppe kümmern.

In der Praxis musste ich gar nicht so lange warten. Ja, wie ich schon vermutet hatte: es ist eine Sehnenscheidenentzündung. Sowas Fieses! Sogar der Knochen ist betroffen. Der Arzt drückte so viel dran rum, dass ich Sterne gesehen habe und es hinterher noch doller wehtat. Uh. Ich bekam eine Spritze direkt in die schmerzende Stelle, Schmerzmittel und ein Rezept für eine Bandage. Die trage ich jetzt fleißig und versuche, so gut es geht, meine Hand ruhig zu halten. Auch diesen Text hier tippe ich größtenteils mit nur einer Hand. Heute ist der erste Tag, an dem die Hand ausnahmsweise mal nicht durchgehend schmerzt. (Ach, so lang sollte der Absatz über meine Wehwehchen gar nicht werden.)

* Der Große war in den letzten zwei Wochen hier. Er hat dicke Koffer geschleppt und Kleidersäcke mit Anzügen, seine Wäsche sortiert und Schriftkram geregelt. Dann hat er noch Freundinnen und Freunde getroffen und war sogar noch ein paar Tage in Dänemark beim Camping. Heute Nacht um 3 Uhr ist er Richtung Paris aufgebrochen. Wenn er wochen- oder monatelang nicht hier ist, kann ich, was seine Angelegenheiten betrifft, ganz gut gelassen sein. Jetzt war ich aber doch aufgeregt. Wahrscheinlich mehr als er. Ganz kurz vorher musste er noch einen Corona-Test machen. Dafür ist er extra zur Teststelle zum Hamburger Flughafen gefahren. Während ich das hier schreibe, schickt er mir eine Nachricht, dass er auf dem Uni-Campus in der Nähe von Paris angekommen ist. Er hat ein Zimmer direkt auf dem Campus und entdeckt gerade seinen Wohnort für die nächsten zwei Jahre (bis auf die Auslandssemester).

* Die Augustschnuppe ist in dieser Woche im Kindergarten schon ein bisschen heimisch geworden. Ich darf mich schon kurz nach dem Eintreffen von ihr verabschieden. Sie bleibt fröhlich da und wird von einigen Kindern schon ins Spiel eingebunden. Wenn ich zweieinhalb Stunden später wiederkomme, sitzt sie inmitten der Kinder und spielt. Wenn sie mich sieht, kriegt sie schlechte Laune. Manchmal weint sie auch. Sie will gerne noch dableiben. Und wahrscheinlich ist es auch die Anspannung, die sie sich dann traut, zu zeigen.

Neulich haben wir neue Gummistiefel gekauft. Dann trat sie mit den neuen Stiefeln an den Füßen das erste mal vor die Tür und rief laut und bestimmt: "So. Wo sind jetzt die Pfützen?!" Das war witzig. Als sie nun heute die Pfützen sah, fand sie sie aber gar nicht so toll und viel zu matschig.


* Und nun ist Zeit für das obligatorische Ende-August-Foto. Nee, es wird nicht jedes Jahr früher. Das war auch schon 2009 so :-)





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