Sonntag, 16. Februar 2020

Das Wochenende danach...

Das war also das Wochenende nach einem meiner persönlichsten Blogeinträge. Nachdem ich den Text über die Geschichte meines Körpergewichts veröffentlicht hatte, explodierten meine Nachrichtenkanäle auf Twitter, Instagram, im Blog und auch mein privates Mailpostfach.

Mein Blog wurde am Tag der Veröffentlichung über 21.000 mal aufgerufen. Normalerweise sind es ungefähr 4000 bis 5000 Seitenzugriffe pro Tag. Auch gestern und heute waren es fast nochmal so viele.

Ich freue mich sehr über ausnahmslos respektvolle Kommentare. Das ist bei so einem persönlichen Thema absolut nicht selbstverständlich. Aus diesem Grund habe ich lange gezögert, den Text und vor allem die Bilder zu veröffentlichen. Die Wertschätzung, die mir entgegengebracht wurde, bedeutet mir sehr viel. Herzlichen Dank dafür!

Ich werde noch eine Weile brauchen, um auf manche Kommentare oder Mails genauer einzugehen. Es waren sehr viele gute Gedanken dabei. Vor allem solche, wie wir unseren Kindern ein gutes Körper- und Selbstwertgefühl mitgeben können. Selbstreflexion ist dabei schon sehr viel wert! Denn erst wenn ich mir selber meine Stärken und Schwächen eingestehen kann, kann ich auch meine Kinder gut auf ihrem Weg begleiten.

Wer sich vielleicht zum Thema Adipositas-OP einlesen möchte, kann dies z.B. mit diesen Büchern tun. Die kann ich empfehlen, die haben mir rund um die OP auch sehr geholfen. "Gut essen rund um die Adipositas-OP" oder auch das neuere "Gut essen Adipositas-OP" beide von Heike Raab. (Amazon-Partner-Links). Beide Bücher klären genau über die unterschiedlichen Operationsverfahren auf und bieten eine Fülle an Rezepten für die verschiedenen Phasen.

So habe ich also am Wochenende sehr viel am Rechner oder Handy gesessen, um alle Nachrichten zu lesen. Das Wochenende war ansonsten ganz entspannt. Am Samstagvormittag war der Liebste kurz einkaufen. Die Gemüsekiste wurde geliefert.

Ich bin mittags zum Museumsdorf Volksdorf gefahren, weil ich da meine erste Gruppenveranstaltung als Museumspädagogin in diesem Jahr hatte. Eine Kindergruppe wollte etwas zum Thema "Vom Schaf zur Socke" erfahren. Weil es nur eine kleine Gruppe war, habe ich das diesmal ganz alleine gemacht. Ich habe mich sehr über das mir entgegengebrachte Vertrauen meiner Kolleginnen vom Museumsdorf gefreut.

Ich bin extra eine Weile früher hingefahren, um genug Zeit für den Aufbau zu haben. Das war ganz gut, weil es auch noch diverse Führungen durch das Dorf gab, die alle auch durch die "gute Stube" des alten Hofes führten. Die Stube ist der einzige beheizte Raum im alten Bauernhaus. Dort stehen auch wertvolle Möbel und in den "Wandschränken" befinden sich die Betten der ehemaligen Hofbesitzer.



Ich hatte vorher noch ein bisschen Zeit und besuchte die Tiere im Stall. Sie leben dort noch wie früher, sind aber tagsüber viel draußen unterwegs. In der anderen guten Stube bewunderte ich noch die Arbeit der Weberin am alten Webstuhl. Sie schafft im Moment Stoff für einen langen Rock im Jahr zu weben. Es ist ein wahrer Schatz! Ich habe immer nur einen schlichten langen Baumwollrock und ein Schultertuch aus Wolle an.




Die Arbeit mit der Kindergruppe war dann sehr schön. Ich habe es sehr genossen. Als die Kinder wieder weg waren, räumte ich auf und trug wieder "Zivil". Das Geld für die Aktion brachte ich zur Kasse des Museumsdorfes.

Weil der Liebste mir vorher gesagt hatte, ich kann mir ruhig Zeit lassen, tat ich das auch und ging hinterher noch zum Krämerladen. In dem angeschlossenen winzigkleinen Café, das eher Omas Küche gleicht, setzte ich mich zu zwei anderen Besuchern mit an den einzigen Tisch. Ich bekam einen Pott Kaffee und ein Stückchen Butterkuchen aus dem museumseigenen Holzbackofen. Lecker!

Ich saß dann doch noch bis 17 Uhr dort. Wir quatschten alle ganz gut miteinander. Im Krämerladen schaute ich mich auch noch um. Da gibt es so viele schöne Dinge. Alle Besucherinnen und Besucher seufzen immer bei deren Anblick.

Zur Abendbrotzeit war ich dann wieder zu Hause. Nach dem Sandmännchen ging die Augustschnuppe ins Bett. Mit den drei Großen machten wir einen Filmabend und schauten Asterix.





Am heutigen Sonntag standen wir früh auf und fuhren in unsere Gemeinde. Nach dem Gottesdienst fand wieder ein Familiensonntag statt. Wir aßen zusammen mit anderen Familien Mittagessen und machten hinterher noch gemeinsame Spiele. Weil im Moment in den Räumen der Winterspielplatz aufgebaut ist, hatten die Kinder ganz viel Gelegenheit zum Spielen und Toben. Wir Erwachsenen konnten ein bisschen quatschen.

Als wir am Nachmittag zu Hause waren, schauten wir die "Sendung mit der Maus" aus der Mediathek. Ich machte noch zwei Bleche Grießkekse. Zusammen mit Resten von Apfelmuskuchen von Freitag und Butterkuchen aus dem Museumsdorf hatten wir dann einen ziemlich üppigen Kaffeetisch.



Am Nachmittag begann es, stürmisch zu werden. Bei 16 Grad war es sehr mild, ja fast schon warm draußen. Ich fotografierte im Gärtchen den Status der Narzissen im Februar.

Nach Badewannenzeit und Sandmännchenzeit ist dann Bettzeit für die Kinder. Der Liebste und ich machen es uns auf dem Sofa gemütlich und dann ist das Wochenende auch schon wieder rum.


Noch mehr Einblicke in Familienwochenenden werden bei Alu und Konsti gesammelt.


Kommentare:

  1. Liebe Carola, ich freue mich sehr für dich,dass du nur positives Feedback bekommen hast!Das ist toll und sicher nicht selbstverständlich.
    Deine Alltagsbeschreibungen lese ich ja immer sehr gerne und mag die Bilder eures Zuhauses.
    Ich wünsche dir eine schöne Woche!
    Viele Grüße, Monika

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    1. Dankeschön! Ich habe ganz vergessen, zu antworten!

      Ich hoffe, Deine Woche war auch schön!

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  2. Als "stille Leserin", die ab und an an deinem Leben teilnimmt, habe ich erstmal zurückgeschaut, um welche Geschichte es denn ging. Und jetzt bin ich sehr platt, oder auch nachdenklich. Und ehrfürchtig sowieso. Dein Weg war sicher hart, aber du hast dich nicht verloren oder dich verlieren lassen! Dazu gratuliere ich dir! Ich wünsche dir und deiner Familie weiterhin alles Gute und zu allem Gottes reichen Segen!! Fühl dich gedrückt, auch wenn wir uns nicht kennen! Claudia

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  3. sooo schön dieser kleine laden. schade, dass es sowas im echten leben nicht mehr gibt. ich würde sofort drin meine einkäufe machen ☺️. so ein kleiner laden, der hat doch was sehr anziehendes.

    liebe grüsse

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    1. Ja, ich liebe den Laden auch. Und man kommt immer ins Gespräch :-)

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  4. Ich bin ein grosser Fan von Tary Brumfitt, die mit ihrer Bewegung body Image Improvement und ihrem film "Embrace" meine Einstellung zu meinem Körper verändert hat. Sie sammelt momentan Spenden für die Realisierung ihrer nächsten Doku über das Körperempfinden von jungen Mädchen - ich habe beim Lesen deines Artikels sofort an sie denken müssen und wie viele Parallelen es zwischen euch gibt. Vielleicht kennst du sie ja schon und wenn nicht, musst du dir den Film und ihre Projekte ansehen. Eine wahnsinnig inspirierende Frau, die Mut macht - so wie Du.

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