Bevor wir nach den erlebnisreichen Tagen in Aarhus und Umgebung weiterreisten, besuchten wir am 17. Juli 2026, unserem letzten Tag in Dänemark, das Gefängnismuseum in Horsens. Das war keine leichte Kost, aber interessant war es auf alle Fälle.
In Europas größtem Gefängnismuseum wird Geschichte lebendig. Auf ganz unterschiedliche moderne Art und Weise wird über die Insassen aber auch über die Arbeit dort berichtet. 1853 eröffnet, haben diese Mauern eine Menge miterleben müssen, bis das Gefängnis schließlich im Jahr 2006 geschlossen wurde.
Für Kinder gab es ein Heftchen in verschiedenen Sprachen mit einer Tour durchs Museum. Es sollten verschiedene Rätsel gelöst werden. Gar nicht so einfach!
Es gab dunkle Verliese und alte Zellen zu sehen.
In neuerer Zeit stellten Häftlinge z.B. Adventskalender oder Spielzeug her.
Sehr interessant war der eigene Trakt für die Mitglieder einer Rocker-Gang. Weil sie einzeln im normalen Gefängnisbetrieb sehr schnell die Strukturen unterwanderten und weiterhin kriminell tätig waren, wurden sie gemeinsam in einem separaten Trakt mit eigener Küche und eigenen Aufenthaltsräumen eingesperrt. So konnten sie von den anderen Häftlingen ferngehalten werden.
"Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg." stand auf dem Zettel, den ein Ausbrecher 1949 hinterließ. 11 Monate lang hatte er heimlich an dem 18 Meter langen Tunnel gearbeitet. Die Freiheit währte aber nur kurz, nach sieben Tagen wurde er wieder verhaftet. Nach einer unschönen Kindheit verbrachte er fast sein gesamtes Erwachsenenleben im Gefängnis. Carl August Lorentzen war auf das Aufbrechen von Panzerschränken spezialisiert. Als ein Hersteller von Panzerschränken damit warb, dass selbst die besten Einbrecher die Schränke nicht öffnen könnten, knackte Lorentzen solch einen Tresor und hinterließ eine Notiz "Ich konnte.". Das Geld blieb unangetastet.


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