Mittwoch, 10. Juni 2020

Zu-Hause-Tagebuch Tag 87

Alle meine Einträge aus der Zeit der Corona-Krise sammle ich unter dem Label Zu-Hause-Tagebuch. Es lohnt sich, auch in ältere Beiträge reinzuschauen, da ich jedes Mal eine Menge interessanter Lese-Tipps für Groß und Klein aus dem Internet zusammengetragen habe.

Ich wache schon wieder um halb 6 auf. Hmpf. Da ist es schon echt hell. Ich stehe leise auf, gehe duschen und mache mich fertig für die Fahrt zum Wochenmarkt. Weil es noch so früh ist, fahre ich noch an der Schwimmhalle vorbei. Seit Anfang März war ich nicht mehr dort. Seit einigen Monaten wird ein neues Außenbecken gebaut. Ich schaue mir den Baufortschritt an.

Danach bin ich wiedermal eine der ersten Besucherinnen des Marktes. Meine Runde ist schnell erledigt. Das Coffee-Bike ist heute leider nicht da, aber Bäcker Junge hat schon auf. Da hole ich Brötchen und einen sehr leckeren Kaffee und setze mich in der Fußgängerzone auf eine Bank. Ich lasse mich von der Morgensonne wärmen und schaue einfach nur in die Gegend. Meine kleine Auszeit.


Auf der Fahrt nach Hause zieht ein Duft an mir vorbei. Ah, der Holunder blüht! Ich könnte mal wieder Holunderblütengelee machen, aber da muss ich Büsche finden, die nicht an einer Straße wachsen.


Zu Hause ist die Familie gerade erst aufgestanden. Wir frühstücken frische Brötchen. Der Liebste geht nach nebenan an seinen Schreibtisch. Der Adventsjunge ist heute der Einzige, der Schulaufgaben machen soll. Weil er gestern so viel geschafft hat, braucht er heute nicht so viel machen. Irgendwann ist er dann fertig.

Ich bereite das Mittagessen vor. Es soll Lasagne geben. Ich koche eine Bolognese-Sauce, eine Bechamel-Sauce und mache mit dem Pastamaker (Amazon-Partner-Link) frische Lasagneblätter. Dann schichte ich alles in eine große Form und überbacke es im Ofen mit Käse. Moah, das wird lecker!


Am Nachmittag sind wir draußen im Gärtchen. In der Post ist ein Rezensionsexemplar des neuen Buches von Patricia Cammarata. Es heißt "Raus aus der Mental Load Falle - Wie gerechte Arbeitsteilung in der Familie gelingt" (Amazon-Partner-Link) und erscheint Ende des Monats. Es hat die Empfehlung einer Astronautin bekommen, wie cool! Ich blättere ein bisschen rein, komme aber nicht wirklich zum Lesen. Passt ja zum Thema.



Gegen 18 Uhr macht der Liebste Feierabend. Er baut gleich am Etagenbett der Jungs weiter. Ich mache derweil Schnittchenteller mit Gemüse fertig, die wir nach dem Sandmännchen leerfuttern.

Dann kommt die finale Phase im Bettenbau, da helfe ich dem Liebsten. Gegen 21 Uhr ist alles fertig und sehr schick! Die Kinder sind alle begeistert.

Gegessen: Brötchen, Lasagne, Kekse, Schnittchenteller
Gesehen: Holunderblüten
Gespielt: draußen
Bewegt: Fahrrad gefahren, Möbel gebaut
Vorgelesen: "Petra" von Rotraut Susanne Berner (Amazon-Partner-Link)
Gelesen: gar nichts, bis auf meine Tipps dort unten

Tipps aus dem Internet:

Spiegel: "Wir wollen nicht einfach nur 300 Euro Schweigegeld". Die Länder versprechen bald wieder reguläre Kinderbetreuung, aber eine Elterninitiative warnt: Viele Kitas scheitern schlicht an den Vorgaben. Die Initiative #elterninderkrise fordert tragfähige Lösungen - dauerhaft.
nytimes: When 511 Epidemiologists Expect to Fly, Hug and Do 18 Other Everyday Activities Again. (englisch) Experten erzählen, wann sie vermutlich bestimmte Aktivitäten wieder unternehmen werden.
3sat: Kinder ohne Schule - Was wird aus der Generation Corona? Kinder haben keine Lobby! Während wir Airlines und Autokonzerne retten, wird die Bildung vergessen. "Kulturzeit extra" fragt, wie Kinder, Eltern und Lehrer die Krise bewältigen.
nochmal 3sat: Corona - Schock und Zeitenwende. Was macht die Corona-Krise mit den Menschen? Wie wirkt sich dieser Stresstest für die Menschheit weltweit aus, und welche dramatischen Folgen kann er haben?
Der Tagesspiegel: Kindermuseum in Prenzlauer Berg steht wegen Lockdown vor dem Aus. Berlins berühmtes "MACHmit! Museum" kämpft ums Überleben. Die Chefin kritisiert die Politik scharf - sie lasse vor allem die Kinder im Stich.
Ärztezeitung: Homeschooling erschöpft Eltern – und Kinder. Fast jeden zweiten Elternteil stresst die aktuelle Schulschließung. Aber auch die Schüler leiden laut einer aktuellen Studie unter dem Unterricht zu Hause.
FAZ: Die Revolution des Lernens hat begonnen. Ada Pellert, Rektorin der Fernuniversität Hagen, erklärt im Gespräch, warum die Stoffvermittlung alter Schule ausgedient hat


Ich freue mich, dass meine regelmäßigen Tagebuch-Einträge so guten Anklang finden! Ich danke sehr für die Anteilnahme und für die Tipps, die mir von Leserinnen oder Lesern geschickt werden. Ich will denen, die es gerne möchten, die Möglichkeit geben, etwas in die virtuelle Kaffeekasse zu tun. Herzlichen Dank für die Anerkennung!


Kommentare:

  1. Ich hatte heute einen Cappuccino der Bäckerei Junge in Kühlungsborn!

    Vielen Dank für deine Links. Als Mutter einer Schülerin und einer Studentin, muss ich sagen, dass dir Studenten total übersehen werden. Da gehen gerade 1-2 Semester verloren, weil Dozenten kein Interesse an digitalem Unterrichten haben. Ist doch schön, Mal nichts zu tun. Unsere Tochter studiert 12-14 Semester Lehramt. Das ist nicht schön. Aber Studenten haben erst recht keine Lobby. Sie werden nie erwähnt. LG Tanja / suomitany

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    1. Kühlungsborn, wie schön! :-)

      Ja, von meinem Großen höre ich auch manche Dinge über das Studentenleben. Es ist tatsächlich gerade nicht leicht. Ich drücke der Tochter die Daumen!

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  2. Ich bin 48... und wache seit fünf Jahren morgens um fünf Uhr auf. Ich war immer eine SpätzuBettGeherin und ein Morgenmuffel. Jetzt stehe ich tatsächlich um fünf Uhr auf, weil das offenbar mein neuer Biorhythmus ist.
    Einerseits: Schade, denn ich muss abends früher ins Bett. Sehr schade. Aber: Der Morgen ist mir mittlerweile heilig. MEINE Zeit. Ich zelebriere die Ruhe vor dem Sturm - genieße die Stille am Morgen, stimme mich auf den Tag ein. Und freue mich täglich darüber, wie gut mir das tut. Wieviel mehr ich in mir ruhe, wenn ich mir diese Zeit für mich selber gegönnt habe - und zwar nicht erst am Ende des Tags, sondern als Auftakt.
    Bestimmt bist du jetzt nur einige Tage hintereinander früh aufgewacht und findest direkt wieder in den Rhythmus, den du dir wünschst. Aber falls du noch öfter zu einer früheren Zeit als der gewünschten aufwachst, mach einfach das beste draus :-)
    Liebe Grüße, Christine

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    1. Danke für Deine Worte!

      Ich glaube fast, das bleibt jetzt so. Und es stimmt, morgens ist es noch schön friedlich :-)

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