Montag, 11. November 2019

Unser Wochenende....


... begann am Freitag mit einigen Vorbereitungen. Ein großes Paket eines Kooperationspartners kam an, so konnte ich mit den Planungen loslegen. Mit der Augustschnuppe werkelte ich dafür ein bisschen in der Küche.


Auf ebay hatte ich endlich die von mir seit Jahren gewünschten rot-weiß-gestreiften Ikea-Vorhänge ergattert. Ich musste sie zwischendurch noch kürzen und umnähen. Damit alles schön passt, kleidete ich unsere Sofakissen schonmal winterlich gemütlich ein.

Am Freitagabend fuhr der Liebste mit dem Mutzelchen und dem kleinen Bruder zur Gemeinde. Dort fand das erste Treffen all derer statt, die beim diesjährigen Krippenspiel mitmachen wollen.


Am Wochenendfrühstückstisch erzählte ich den Kindern vom 9. November 1989 in Berlin. Sie hatten viele Fragen und waren richtig interessiert.

Später am Vormittag kam wieder unsere Abokiste aus Wulksfelde. Der Liebste fuhr dann noch einkaufen.


Nach dem Mittagessen kam die Freundin vom Mutzelchen rüber. Bis 18 Uhr saßen wir dann alle um den Tisch herum, hatten Spaß und richtig viel zu tun. Ich machte ganz viele Fotos und werde demnächst berichten, worum es sich drehte. Besonders froh war ich um die sehr gute Absprache mit dem Liebsten, so wurde die Aktion ein voller Erfolg.



Am Abend fuhr ich ins Kino Koralle. Dort schaute ich mir den Film "Lara" an, der gerade angelaufen ist. Lara feiert ihren 60. Geburtstag. Sie ist geschieden und pensioniert. Gerade ist ihr erwachsener Sohn ausgezogen. Am Abend dieses Tages soll er ein Konzert als Pianist geben und will dort erstmals seine eigene Komposition spielen. Laras Tag beginnt nicht so gut. Sie zieht in ihrer Wohnung die Vorhänge auf, die Berliner Skyline mit dem grünen Tiergarten taucht auf. Vielleicht hält sie nur das Klingeln an der Tür von ihrem Vorhaben ab, das sie auf einem Stuhl stehend am geöffneten Fenster zeigt.

Wir begleiten Lara vom frühen Morgen bis in den späten Abend. Sie verlässt das Haus, hebt all ihre Ersparnisse vom Konto ab und kauft alle Restkarten für das Konzert ihres Sohnes auf. Es soll schließlich ausverkauft sein. Ist sie stolz auf ihren Sohn? Er meldet sich schon seit Wochen nicht bei ihr.

Lara besucht ihre alte Arbeitsstelle in der Verwaltung. Sie kauft sich ein elegantes Cocktailkleid. Sie besucht die Musikschule und will mit einem alten Professor reden. Sie trifft die Freundin ihres Sohnes. Sie verschenkt alle Konzertkarten an Menschen, die sie trifft. Sie besucht ihre Mutter. Dort trifft sie ihren Sohn, der gerade dort wohnt. Das Gespräch zwischen Mutter und Sohn verläuft nicht gut. Später trifft sie ihren Ex-Mann und dessen neue Frau. Dann das Konzert...

Lara ist eher unsympathisch, ja fast schon intrigant und bösartig. Trotzdem will man unbedingt wissen: Was ist ihr passiert, dass sie so ist?

Ich habe den Film so gerne gesehen! Anfangs ist der Film etwas sperrig, ungewöhnlich für einen deutschen Film. Zum Ende des Films klärt sich aber alles auf. Der Moment der Erkenntnis hat mich richtig glücklich gemacht. Da werden ganz existenzielle Fragen, die das Zusammenleben in einer Familie betreffen, geklärt. Wie lebe ich mit meinen Kindern zusammen? Wie gehe ich mit Lob und Kritik um? Wie ist das mit den Lebensträumen einer Mutter? Oder den Träumen der Kinder? Oder überhaupt?

Corinna Harfouch spielt die Lara ganz grandios. Fast stoisch läuft sie durch Berlin, nur an kleinen Gesten erkennt man ihren Gemütszustand. Überhaupt Berlin, das herbstliche Berlin! Mir wohl vertraute Ecken wurden gekonnt in Szene gesetzt. Die bunten Blätter harmonieren mit dem rostbraunen Mantel und ein braunen Haaren der Schauspielerin. Die Kameraführung macht richtig Spaß und lässt dem Auge viel Zeit. Dem Regisseur Jan-Ole Gerster ist nach "Oh Boy" wieder ein großer Film gelungen. Tom Schilling ist auch wieder dabei und spielt den Sohn. Ich kann den Film nur empfehlen!

Auf dem Nachhauseweg gegen 22:30 Uhr dieses Bild:


Am Sonntag waren wir eingeladen, den 60. Geburtstag unseres Freundes und gleichzeitig auch Arbeitskollegen des Liebsten zu feiern. Wir fuhren am Vormittag mit dem Bus zum Ort der Feier, einer wunderschönen Villa eines Bekannten. Dort fanden sich ungefähr 60 Personen ein. Alle brachten etwas fürs Buffet mit, das sehr bunt und abwechslungsreich war.

Die Kinder spielten mit anderen Kindern und wir Erwachsenen unterhielten uns mit den durch die Bank sehr sympathischen Gästen. Erst am Nachmittag fuhren wir wieder nach Hause, wo das übliche Sonntagsabendprogramm auf uns wartete.


Noch mehr Einblicke in Familienwochenenden werden bei Alu und Konsti gesammelt.


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