Montag, 2. September 2019

Unser Wochenende...

... beginnt am Freitag schon recht früh.

Der Liebste hat frei, weil er Überstunden abbauen muss/darf. Der kleine Bruder kommt mittags von der Klassenfahrt nach Kiel zurück. Ich stehe mit dem Lastenrad am Treffpunkt. Weil der Bus Verspätung hat, warte ich ungefähr eine Dreiviertelstunde. Wie gut, dass die Augustschnuppe zu Hause beim Liebsten ist und nicht mit mir warten muss.

Das Mutzelchen kommt früh nach Hause, weil die Tage in der Projektwoche eher enden. Wir holen auch den Adventsjungen früh ab. Als alle Kinder da sind, überraschen wir sie mit einer Fahrt ins Schwimmbad.

Die Zufahrt zum Schwimmbad in Volksdorf ist von unserer Seite aus gesperrt. In Volksdorf ist ein Straßenfest. Wir parken weiter weg und laufen vorbei am Kinderkarussell und Schmalzgebäckstand zum Schwimmbad.

Noch sind die Wasserbecken schön leer und wir lassen uns ein bisschen treiben. Als es am späten Nachmittag voller wird, sind wir schon fertig mit unserem Besuch und wollen nach Hause fahren. Draußen auf dem Gehweg fällt der Adventsjunge hin. Weil er eine kurze Hose anhat, schürft er sich seine Knie auf und weint. Humpelnderweise läuft er an meiner Hand langsam weiter.

Am Schmalzgebäckstand kaufen wir unterwegs eine riesige Tüte kleines Schmalzgebäck mit Puderzucker. Es ist noch sehr heiß, wir wollen es zu Hause essen und laufen weiter zum Auto. Kurz davor stolpert das Mutzelchen und fällt lang hin. Ihre Hose ist kaputt und am Arm tropft aus einer großen Wunde das Blut heraus. Sie weint.

Mit gleich zwei verletzten Kindern kommen wir also zu Hause an. Uff. Erstmal die Wunden versorgen. Dann essen wir das Schmalzgebäck, was an diesem Tag unser Abendbrot ist, weil es doch schon Abend ist. Draußen schwebt ein Heißluftballon über unser Haus hinweg.


Am Samstag haben wir uns bewusst nichts vorgenommen, weil wir am Sonntag den ganzen Tag unterwegs sein werden. Der Samstag soll nochmal sehr heiß werden. Nach dem Frühstück kruscheln wir alle vor uns hin. Der kleine Bruder besucht seinen besten Freund.

Ich fahre mit dem Lastenrad den Wochenendeinkauf machen. Danach wird vom Liebsten und mir ein bisschen Haushaltskram erledigt. Ich backe einen Blechkuchen mit Äpfeln und Pflaumen nach meinem Lieblingsrezept. Zum Mittag gibt es Schnüsch. Irgendwie ist der Tag dann rum.

Am Abend schauen der Liebste und ich auf dem rbb die Sendung "Berlin - Schicksalsjahre einer Stadt". In dieser TV-Chronik werden alle Jahre, in denen Berlin durch die Mauer geteilt war, vom Mauerbau 1961 bis zum Mauerfall 1989, gezeigt. Jeder 90 minütige Teil behandelt ein ganzes Jahr. Diesmal ist das Jahr 1980 dran. Die Sendung ist hochinteressant, vor allem, weil Filmmaterial aus beiden Hälften der Stadt gezeigt wird. Wir haben fast keinen Teil verpasst. Staffel 1 über die 60er Jahre und Staffel 2 über die 70er Jahre gibt es schon auf DVD (beides Amazon-Partner-Links).







Am Sonntag stehen wir recht früh auf, denn es ist der Tag des Gemeindeausflugs. Auf dem Tannenhof in Mölln, einem Ort mitten im Wald, treffen sich ungefähr 100 Gemeindemitglieder, um den Tag miteinander zu verbringen. Es sind Alte und Junge da, Familien, Paare oder Alleinstehende und auch Mitglieder der iranischen Gemeinde, die sich in unseren Räumen trifft. Das Wetter ist angenehm frisch.

In einer Mehrzweckhalle beginnen wir um 10 Uhr mit dem Gottesdienst. Wir singen gemeinsam und hören dann vom Pastor eine kurze Predigt. Dann teilen wir uns in Kleingruppen auf und überlegen, was unsere gemeinsamen Werte in der Gemeinde sind und wie wir uns das Gemeindeleben vorstellen.


Ich gehe mit den Kindern nach draußen und versuche das in bildlicher Form festzuhalten. Ich habe Zeitschriften und Klebestifte mitgebracht und so suchen wir gemeinsam Bilder raus, die zum Thema passen. Es wird eine schöne bunte Mischung aus Bildern und Zitaten. Anschließend stellen die verschiedenen Gruppen ihre Gedanken vor.



Nach dem Gottesdienst-Teil ist Zeit für Gespräche und Spiel. Dann gibt es Gegrilltes und Salate für alle Geschmäcker. Am frühen Nachmittag finden wir uns für ein Geländespiel in Gruppen zusammen. Wieder bunt gemischt. Wir laufen zwischen einigen Stationen hin und her und können die Aufgaben nur lösen, wenn wir deutsche und iranische Worte verwenden. Das macht viel Spaß und wir lernen uns untereinander noch ein bisschen besser kennen.

Nach Kaffee und Kuchen gibt es eine große Abschlussrunde und alle machen sich wieder auf den Heimweg. Der Ausflug wird noch eine ganze Weile nachwirken und ist jedes Jahr wieder ein wertvoller Teil des Gemeindelebens.



Wir sind am frühen Abend wieder zu Hause. Die Kinder gehen nacheinander oder miteinander in die Badewanne. Ich mache zwei richtig große Schnittchenteller mit Knabberzeug, sauren Gürkchen, Obst und Gemüse, die komplett leergefuttert werden. Die Kinder schlafen ziemlich schnell ein und der Liebste und ich haben schließlich Sofazeit.


Noch mehr Einblicke in Familienwochenenden werden bei Alu und Konsti gesammelt.


Kommentare:

  1. Ich glaube gerne, dass ein solcher Gemeindetag noch lange nachwirkt. Unsere Gemeindefeste, vor allem die mit den verschiedenen Gemeinden habe ich auch in guter Erinnerung.
    Schwimmbadmüde Kinder kenne ich auch. Ich wünsche den beiden, dass die Wunden schnell heilen.
    LG von TAC

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    1. Danke, so schnell werden wir wohl nicht mehr nach dem ganzen Wochenprogramm ins Schwimmbad gehen...

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