Samstag, 17. August 2019

Grün, grün, grün sind alle meine...


... Wände. 

Na gut, es ist nur eine Wand. Aber fast die wichtigste in unserer Wohnung.

Hier am Essplatz halten wir uns so oft am Tag auf. Frühstück, Kaffeepause, Mittagessen, Kuchenzeit, Abendbrot. Dazwischen wird an diesem Ort gemalt, gebastelt, gespielt, genäht, gebügelt, es werden Hausaufgaben gemacht, Plätzchen ausgestochen, Pläne geschmiedet, hier wird gefeiert, gestritten und gelacht.

Im März 2012 habe ich diese Wand zuletzt gestrichen. Huch, schon ganz schön lange her! Mittlerweile war die Wand nicht mehr besonders ansehnlich. Die Farbe war durch die Sonneneinstrahlung ganz ausgeblichen und hier und da waren Flecken zu sehen.

Seit ungefähr einem Jahr hatte ich Farbkarten aus dem Baumarkt im Schrank. In Grüntönen. Einen Farbton hatte ich dabei besonders ins Auge gefasst. Ein eher dunkleres und kühleres Grünblau. "Kaktus" stand dran. Im März hat Frau Rotkraut ihre Küchenwand grün gestrichen. Da fiel mir mein Vorhaben wieder ein. Allerdings wollte ich keine Nachmacherin sein. Ich vergaß das Thema wieder.

Im Sommerurlaub in Angeln saßen wir wieder in so vielen schönen Landcafés, da hatte ich hinterher richtig Lust, unsere Wohnung zu verschönern. Ich habe nach dem Urlaub sowieso immer Lust auf neue Dekorationen. Und aufs Ausmisten. Denn ein Aufenthalt in einer Ferienwohnung zeigt mir immer, mit wie wenig Kram wir doch eigentlich auskommen können.

Und dann ging es eigentlich ganz schnell. Als der Liebste und ich neulich zusammen den Wochenendeinkauf erledigt hatten, fuhren wir zum Baumarkt. Dort schnappte ich mir meine favorisierte Farbkarte und suchte den Farbeimer. Keiner im Regal, hm.

Auf Nachfrage wurde mir mitgeteilt, dass die Farbe vor Ort frisch angemischt wird. Das habe ich noch nie ausprobiert. Ich konnte mir aus mehreren Qualitäten eine Grundfarbe aussuchen, in die dann eine Maschine mehrere verschiedene Töne untermischte. Sehr viel teurer war das auch nicht und für die eine Wand reichte ja auch ein kleiner Eimer.

Glücklich zog ich mit meiner Farbe los und begann zu Hause gleich mit dem Streichen. Das ging sehr fix. Der Liebste war zuerst skeptisch wegen der ungewohnten Farbe, ließ mich aber machen, denn fürs Streichen bin ich zuständig.

Noch länger dauerte da das Nähen der Vorhänge. Seit mehreren Jahre hatte ich einen Ballen von Westfalenstoffe im Schrank. Die gewebten Streifen passen sehr gut, finde ich. Ich schnitt 16 Schlaufen zurecht, bügelte sie und nähte alle zusammen und dann an die Vorhänge. Am Abend war dann alles fertig.

Jetzt fühle ich mich in unserer Essecke wie bei einem Frühstück in England oder in einer Bibliothek. Irgendwie gemütlich und geborgen. Das Grün vor unserem Fenster kommt nun hinein bis an unseren Lieblingsplatz. Gefällt uns allen :-)




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