Samstag, 11. Mai 2019

Meine Woche

"... Mal wieder bloggen. Du musst mal wieder bloggen. Ich würde so gerne mal wieder bloggen. Mist, jetzt habe ich schon wieder nicht geschafft, zu bloggen. Heute schaffe ich es wieder nicht. Jetzt könnte ich eigentlich bloggen, aber ich mache lieber eine Pause auf dem Sessel. Bloggen, nee, ich bin gerade so schön am Aufräumen. Erst muss ich etwas essen, dann blogge ich. Oh, jetzt ist das Kind wieder wach. Und jetzt ist das Kind immernoch wach. ..."

Meine täglichen Gedanken seit einer ganzen Weile. Vom Aufstehen bis zum Schlafengehen habe ich keine freie Minute. Die Augustschnuppe entdeckt gerade ihren eigenen Willen. Und der ist bei ihr in diesem Alter stärker, als bei ihren Geschwistern. Beim fünften Kind erleben wir nun erstmals Wutanfälle mit strampelnden Beinchen auf dem Boden. Holla!

Der Adventsjunge wird gefühlstechnisch auch gerade durchgeschüttelt. Zwischen "ich bin schon groß und bald Schulkind" und "ich bin doch noch so klein und ein Kindergartenkind" liegen nur Momente. Und die beiden Schulkinder werden immer selbstständiger. Sie treffen Verabredungen und sind draußen unterwegs. Manchmal reiche ich nur noch Essen und das Telefon.

Und so verfliegt die Zeit. Und auch jetzt am Samstagmittag sitze ich hier mit schlechtem Gewissen hinter der Schlafzimmertür, während draußen die Kinder streiten, die Augustschnuppe heult und der Liebste die Wochenendeinkäufe verräumt. Aber jetzt soll es sein, sonst schiebe ich es wieder vor mir her und lasse es dann gleich bleiben, weil es sowieso nicht mehr aktuell ist.

(Und während ich mit schlechtem Gewissen an diesem Punkt abbreche, treffe ich in der Küche auf den kleinen Bruder und den Adventsjungen beim Spargel- und Kartoffeln schälen. Super!)

Dabei begann meine Woche diesmal sehr schön. Der Liebste hatte am Montag frei und lud mich und die Augustschnuppe zum Frühstück ins modernste Café im Ort ein. Er hatte ein riesiges deftiges Frühstück und ich fluffigste Pancakes. Das alles so reichlich, dass wir an diesem Tag auch kein Mittagessen mehr brauchten.


Dann habe ich endgültig all unsere Bücherregale durchgemomoxt. Ich bin vollgestopfte Bücherregale so leid. Aber es kommen ja doch immer wieder neue Bücher hinzu, denn ich liebe Bücher nunmal :-)

Diese Woche waren die Regale in den Kinderzimmern dran. Auslöser war eigentlich, dass ich einen Platz für die zwei Schulranzen der Jungs schaffen wollte. Ein Ranzen konnte irgendwie immer in der Ecke stehen, aber zwei wären doch zu viel.

Durch das Aussortieren ist ein Fach frei geworden und ich konnte einen Regalboden verstellen. Ich habe nun nochmal ca. 80 Euro über momox verdient. Das geht ganz einfach. Mit der App auf dem Handy scannt man die Strichcodes oder gibt die ISBN-Nummer ein. Sofort wird angezeigt, welchen Betrag man dafür bekommt. Zum Verschicken kann man sich kostenlose Etiketten ausdrucken. Ja sogar eine Abholung der doch recht schweren Bücherkartons lässt sich vereinbaren.

Ich hatte manchmal richtig Glück und es gab für ein Buch mehrere Euro. Ich habe aber auch Bücher für 15 Cent weggegeben. Weniger Kram für uns. Wir hatten doch eine Menge Bücher, die niemand liest. Kaputte oder völlig uninteressante Bücher kamen in den Papiercontainer (Uh, ja, es tut auch mir beim Schreiben weh). Noch gute Bücher spende ich der Schulbibliothek oder der Tauschbox in Wulfsdorf.

 So sieht es jetzt im Jungszimmer aus:


Und so beim Mutzelchen:


Und dann bin ich jetzt im Museumsdorf eingearbeitet und verstärke die Gruppe der museumspädagischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das war für mich ganz einfach. Mit meinen Qualifikationen als Erzieherin und Fachkraft für Naturerlebnispädagogik bin ich an diesem Ort genau richtig aufgehoben. Letzte und diese Woche habe ich Schulkindern vom Leben im alten Dorfe und speziell der Wollgewinnung und -verarbeitung erzählt. Ahhhhh, das macht solchen Spaß! Demnächst werde ich an der offenen Feuerstelle im Bauernhaus mit den Kindern aus frisch gemahlenem Buchweizen einen Teig herstellen, daraus Pfannkuchen backen und aus Sahne Butter schlagen.

Schön finde ich auch, dass ich dabei Kleidung trage, die der Kleidung von früher nachempfunden ist. Ich trage einen bodenlangen dunklen Rock, eine weiße Bluse und eine Schürze. Mein gestricktes Schultertuch wickle ich um den Oberkörper. So ist mir schön warm. Ich fühle mich im Museumsdorf richtig wohl. Ich darf jedes Mal ganz viele Tiere sehen und streicheln, hach! Die Ehrenamtlichen, die ich bis jetzt kennengelernt habe, sind alle sehr sympathisch und kommunikativ. Ich glaube, es liegt daran, dass sie die Arbeit alle freiwillig machen.

Und so habe ich also gut zu tun. Ich hoffe, Ihr seid mir trotzdem weiterhin treu und verzeiht mir mein unregelmäßiges Bloggen, liebe Leserinnen und Leser. Auf Twitter und Instagram bin ich ein kleines bisschen aktiver, schaut da gerne auch vorbei. Schönes Wochenende Euch allen!







Kommentare:

  1. Keine Sorge, ich lese weiter mit, auch wenn nicht regelmäßig neue Blogeinträge dazu kommen. Twitter und Instagram nutze ich dagegen nicht.
    Hui, die Bücherregale sind immer noch gut gefüllt. Ich kenn das, man mistet aus und doch ist der Platz schnell wieder belegt.
    LG von TAC

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  2. Finde ich ganz toll, wie Du das alles stemmst, Familie und nun diesen tollen Job. Hut ab! Liebe Grüße von Cosmee

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