Mittwoch, 26. Januar 2011

Hilfe bei Fruktoseintoleranz

Als ich erfahren habe, daß ich keinen Fruchtzucker vertrage, war das anfangs ganz schön schwer für mich. Ich habe 4 Wochen zuckerfrei gelebt, ohne Obst und Gemüse. Danach hatte sich mein Bauch etwas erholt und ich habe vorsichtig angefangen, zuckerhaltige Dinge zu essen. In Maßen. Dann vertrage ich das Essen auch ganz gut. Nur manchmal gibt es Rückschläge und ich muß überlegen, woran es nun lag, daß es mir wieder so schlecht geht. Obst ist schwierig. Mandarinen und Orangen kann ich essen. Birnen und Bananen eher nicht. Aber auch Gemüse enthält Fruktose. Esse ich einen Salat und es geht mir hinterher schlecht, muß ich mühsam überlegen, woran es nun gelegen haben könnte. Es ist ein ständiges Ausprobieren. Manchmal bin ich es leid.
In Erinnerung bleiben wird mir der Tag im November, als ich meinen Weihnachtsmarktstand hatte. Ich habe ein belegtes Brötchen aus der Kantine gegessen. Käse mit ein bißchen Paprika und Gurke drauf. Nach etwa einer Stunde wurde mir sehr kalt. Ich habe richtig gezittert. Dann wurde mir schwindelig und dann hatte ich extreme Bauchkrämpfe. Ich mußte fluchtartig meinen Stand verlassen und zur Toilette rennen. Danach hatte ich den ganzen restlichen Tag Kopfschmerzen. Wie blöd! Seitdem traute ich mich nicht, unterwegs etwas zu essen, weil ich immer Angst hatte, daß es mir wieder schlecht gehen könnte.
Ein Lichtblick war dann die Entdeckung von "Fructosin"! Das sind Kapseln, die das fehlende Enzym im Magen ersetzen und so dabei helfen, Fruchtzucker zu verdauen. Wow! Das funktioniert! Ich nehme es nur nach Bedarf kurz vor dem Essen, z.B. hat es mir in der Weihnachtszeit geholfen, auch mal ein Stück Stolle zu essen. Oder auf Ausflügen, wo ich mir nicht sicher bin, ob ich das Essen vertrage. Oder bei Essenseinladungen. Außerdem habe ich jetzt immer einen kleinen fruktosefreien Snack dabei, wo ich mir sicher sein kann, daß ich ihn vertrage. Gibt es alles bei Frusano zu kaufen. Und jetzt gehe ich mir wieder mein Knuspermüsli mit Reissirup zubereiten.


Kommentare:

  1. oh das ist ja wirklich schwierig wenn man so auf alles achten muss was man isst. schön wenns dann mal ein "medikament" gibt was wirklich hilft!!
    ..und 4 wochen zuckerfrei!? hammerhart, das ist wirklich schwierig!!
    LG

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  2. Mensch, bin ich froh, dass ich das nicht habe!
    Stelle mir das unglaublich schwer vor.
    Habe gestern auch wieder Knuspermüsli gemacht!
    LG, Bianca

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  3. hallo, das problem kenne ich gut, meine tochter (5 jahre) hat das auch und dazu noch laktoseunverträglichkeit. hat auch ewig gedauert, bis das mal ein arzt herausgefunden hat. den reissirup nehmen wir zu hause auch - als honigersatz - schmeckt erstaunlich gut. ich kaufe meist schokolade mit mehr als 70 % kakao zum naschen, die ist gut verträglich und schmeckt lecker. ansonsten nehmen wir es nicht ganz so streng, weil es für so ein kind ganz schön schwierig ist, immer nicht mitessen zu dürfen. alles gute und liebe grüße
    gretel

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  4. Ich habe seit bestimmt 30 Jahren eine Laktose-Intoleranz und kenne die Probleme sehr gut. Vor ca. 15 Jahren las ich mal von Tabletten die dagegen helfen sollen. Obwohl der Preis sehr hoch war, kaufte ich sie mir und danach begann echt ein neues Leben. Kleiner Tipp, wenn du Kapseln nimmst, dauert es ja einige Zeit bis die sich aufgelöst haben und wirken. Bei meinen Laktoseintoleranzkapseln mach ich die einfach auf, schütte das Pulver auf einen Löffel oder gleich in den Mund und in dem Moment wo ich geschlickt habe, kann ich sofort Sahne oder Milch zu mir nehmen ohne Problem.
    Lieben Gruß Doro

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  5. Kennst du Sukrin? Google mal, verwendet mein Bruder, der gar keinen Zucker, in welcher Form auch immer, darf ...

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