Sonntag, 17. Dezember 2017

Drittes Adventswochenende

Das Wochenende beginnt am Samstagmorgen mit einem Geburtstagslied. Endlich, endlich ist der Adventsjunge 5 Jahre alt! Seine Aufregung in den letzten Wochen war schon etwas herausfordernd. Noch nie hat ein Kind bei uns seinen Geburtstag so herbeigesehnt. Kaum zu glauben, dass seine Geburt hier bei uns zu Hause schon so lange her sein soll.

Auf dem Geburtstagstisch lagen dann auch die heiß erwünschten Dinge. Ich habe gleich mal die selbst genähten Geschenkbeutel eingeweiht. Das Flughafenlöschfahrzeug* hat er das ganze Wochenende nicht mehr aus der Hand gegeben.

Mittags trifft Familienbesuch aus Berlin ein. Es gibt das Wunschessen des Adventsjungen: Fischstäbchen mit Pommes und Brokkoli. Für die Großen gibt es Lachs aus dem Ofen und Salat dazu. Nach dem Essen machen wir einen Spaziergang in der Gegend. Nach dem Kaffeetrinken gibt es sogar noch eine kleine vorgezogene Bescherung. Der Adventsjunge bekommt noch ein Spiel mit Feuerwehrmann Sam. Allzeit bereit* heißt das. Wir sind ganz begeistert: endlich mal ein ganz kurzes einfaches Spiel für kleinere Kinder!






Am Sonntag wachen wir erst um halb 9 auf. Rekord! Wir frühstücken gemütlich und trödeln vor uns hin. Dann ist es schon Zeit für die "Sendung mit der Maus". Ich nähe später noch ein paar Geschenkbeutel. Danach machen wir gemeinsam einen Handabdruck von der Augustschnuppe auf eine Weihnachtskugel aus Glas. Die ersten Kugeln haben wir vor 5 Jahren kurz nach der Geburt des Adventsjungen angefertigt. Das ist echt nicht leicht bei einem Baby. Aber mit Glitzer wird alles schön.

Nach dem Essen schauen wir mit den Kindern einen Pettersson und Findus Weihnachtsfilm*. Der ist lustig. (Übrigens habe ich meine Liste der Weihnachtsfilme ein bisschen aktualisiert.) Das Baby und ich nickern dabei ein.

Am Nachmittag holen wir unseren Baum von der Terrasse. Wir stellen ihn seit einigen Jahren schon ein bisschen eher auf, damit wir mehr vom Baum haben und ganz entspannt in die Weihnachtsfeiertage starten können. Alle Kisten mit Baumschmuck werden aus dem Keller geholt und für eine Weile herrscht geschäftiges Chaos. Wir singen ganz laut Weihnachtslieder und tanzen zu "Last Christmas". Am Abend ist alles schick und als die Kinder im Bett sind, sitzen der Liebste und ich mit der Augustschnuppe auf dem Sofa und bewundern den Baum. Die Kleine hat jetzt viel zu gucken :-)



Noch mehr Einblicke in Familienwochenenden gibt es bei Susanne.












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Donnerstag, 14. Dezember 2017

Geschenke verpacken

Geschenke Geschenke, Geschenke! Um fast nichts anderes dreht es sich in der Vorweihnachtszeit. Geschenktipps gibt es überall zu lesen. Ich verzichte mal an dieser Stelle darauf und zeige lieber, wie ich unsere Geschenke schnell, schön und nachhaltig verpacke.

Um unser Wohnzimmer ein wenig adventlicher zu gestalten, habe ich im Möbelhaus ein paar neue Kissenhüllen und Vorhänge gekauft. Die Vorhänge waren viel zu lang für unsere niedrigen Neubaufenster, deshalb musste ich ein ganzes Stück abschneiden und die Kante umnähen.

So hatte ich plötzlich schönen festen roten Stoff übrig und die Nähmaschine aufgebaut. Da fiel mir mein Vorhaben ein, das ich schon seit Jahren habe: Geschenkbeutel für die Familie nähen!

Seit ich 2010 die Idee hier bei der Soulemama gesehen habe, will ich das umsetzen. Hier und da erwähnte ich es schon im Blog, um mich selbst zu motivieren, habe es aber nie umgesetzt.

Seitdem ärgere ich mich eigentlich jedes Jahr wieder über den vielen Verpackungsmüll gerade an Weihnachten. Ich suche schönes Papier aus, wickle die Geschenke ein und nur kurze Zeit später wird alles aufgerissen und weggeschmissen. Eine ziemliche Verschwendung! Schade um das Papier und das Geld! Bei mehreren Geschenken pro Person kommt da ganz schön was an Geschenkpapier zusammen. Manchmal habe ich mich fast wie bei Hoppenstedts gefühlt unter den ganzen Papierbergen. Kennt Ihr das?

Nun endlich, endlich haben wir wahrscheinlich genug Beutel für alle Weihnachtsgeschenke! Weil ich gerade einen Lauf hatte, habe ich noch nach anderen Stoffen in meiner Stoffsammlung geschaut. Ich habe fast 20 Beutel in verschiedenen Größen genäht, da passt nun alles von Ohrringen, über Bücher bis zum Playmobilkarton rein. Ja, eben, Müll wird trotzdem anfallen, aber nicht mehr so viel, wie sonst.

Ich habe die Geschenkbeutel bewusst schlicht gehalten und auch einige unweihnachtliche Muster gewählt, dann können wir die Beutel auch zu den Geburtstagen verwenden. Die Bänder zum Verschließen sind gleich fest angenäht, so geht das Verpacken der Geschenke zukünftig ganz fix. Mit kleinen Anhängern können die Beutel dann ganz individuell gekennzeichnet werden. Ich freue mich sehr über diese schöne und nachhaltige Verpackungslösung. Das Fest kann kommen!



Und so sieht übrigens unser Wohnzimmer vor...


... und nach der Verwandlung in ein Adventsheim aus. Schön warm und gemütlich. Das bleibt sicher noch so, bis die Tage wieder länger und heller werden.



Dienstag, 12. Dezember 2017

12 von 12 im Dezember

Heute ist wieder 12 von 12. Das Fotoprojekt gibt es schon ziemlich lange. Am 12. eines Monats macht man Fotos vom Tagesablauf und zeigt dann am Ende des Tages 12 Bilder im Blog. Gesammelt werden alle Beiträge bei Caro, vielen lieben Dank!

Die Augustschnuppe meldet um 4:30 Uhr Hunger an. Seit der letzten Mahlzeit um 22:30 Uhr hat sie gut geschlafen. Ich stehe auf und mache ihr eine Flasche. Nach dem Füttern ist sie eine ganze Weile halbwach und erzählt und zappelt in ihrem Beistellbettchen. Gegen 5:30 Uhr schlafen wir wieder.

Um 6:30 Uhr weckt mich der Liebste. Ich gehe ins Bad, er deckt den Tisch und bereitet die Schulbrotdosen vor. Dann weckt er die Kinder.

Am Frühstückstisch brennen die selbstgewickelten Kerzen vom Wochenende. Der Liebste geht als Erster los. Dann die Schulkinder. Damit der Adventsjunge pünktlich zum Morgenkreis im Kindergarten ist, müssen wir leider die Augustschnuppe wecken. Sie bekommt eine Flasche und dann gehts los.


Am Vormittag habe ich wieder Dienst in der Schulbibliothek.


Der kleine Bruder kommt mich dort besuchen und zeigt allen ganz stolz seine kleine Schwester.


Er leiht sich den fünften Band von Harry Potter aus, denn er hat das Mutzelchen eingeholt und es gab schon Streit um unser Buch. Ich nehme den Wälzer für ihn mit nach Hause.


Der Schnee von gestern ist schon wieder fast weggetaut. Es schneit zwar erneut, aber nichts bleibt liegen.


Unterwegs schläft die Augustschnuppe im Wagen ein. Ich kann sie schlafend aus dem Wagen nehmen und ablegen. Weil sie noch ihren Wollwalkanzug trägt, öffne ich das Fenster. Da schläft sie noch eine ganze Stunde.

Ich bereite derweil Plätzchenteig zu und stelle ihn im Kühlschrank kühl.


Als die Kleine aufwacht, ist sie eine Weile gut drauf und spielt neben mir auf ihrer Decke. Ich kann schnell meine E-Mails beantworten und Fotos raussuchen.


Dann ist es schon wieder Zeit, den Adventsjungen aus dem Kindergarten abzuholen. Weil ich mit dem Baby zu Hause bin, haben wir nur noch die Genehmigung für einen 5-Stunden-Platz im Kindergarten. So ein Vormittag ist dann echt schnell rum.

Der Adventsjunge war im Kindergarten draußen spielen. Eine sehr gute Sache natürlich. Nur leider sind Schneehose, Winterjacke und Winterschuhe klitschnass und voller Matsch. Die Sachen kann ich fast auswringen. Seufz. Die Schuhe kommen auf die Heizung, die muss er morgen wieder anziehen. Eigentlich sollen sie wasserdicht sein...

Hat irgendwer Tipps für wirklich dichte Winterschuhe?


Dann hilft mir der Adventsjunge beim Plätzchen backen. Das geht ratzfatz: ich rolle Rollen, er schneidet sie in Scheiben. Prima! Die Augustschnuppe guckt in der kurzen Zeit zu.


Die Plätzchen werden oberlecker und leben wie immer nicht lange.


Die Schulkinder kommen nach Hause, die Augustschnuppe hält ein kurzes Nickerchen und ich stelle meinen Eintrag über unsere neusten Weihnachtsbücher fertig. Der schöne rote Koffer als Aufbewahrung war eine meiner besten Ideen :-)


Der Adventsjunge will wieder sein persönliches Lieblingsbuch vorgelesen bekommen. Die Augustschnuppe guckt mit.

Dann beginnt das Abendprogramm. Kinderzimmer aufräumen und Schlafanzüge anziehen. Da der Liebste erst spät zu Hause ist, mache ich den Kindern bunte Schnittchenteller mit Gemüse fürs Sofa fertig. Als er schließlich da ist, schnappe ich mir meinen Rucksack mit dem Schwimmzeug und mache mich auf zum Aquafitnesskurs. Gegen 21:30 Uhr werde ich wieder zu Hause sein.


Noch mehr Weihnachtsbücher

Neue Weihnachtsbücher sind in unseren Bücherkoffer eingezogen. Und bevor es so richtig festlich wird, zeige ich sie heute mal. Obwohl wir schon echt viele Weihnachtsbücher haben, ist in unserem roten Koffer immernoch ein bisschen Platz. Den Koffer holen wir nur in der Adventszeit hervor, so bleiben die Bücher etwas Besonderes und jedes Jahr freuen sich die Kinder ganz besonders drauf.

Und auch hier sage ich es gerne noch einmal: ich halte das ganze Jahr über Ausschau nach neuen Büchern. Im Buchladen vor Ort gibt es ab und zu Büchertische mit reduzierten Büchern. Und auch über Amazon kaufe ich oft günstige Bücher. Dazu schaue ich ins Kleingedruckte unter "gebraucht".


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"Die Botschaft der Vögel" ist ein kleines feines Büchlein mit schönen Zeichnungen von verschiedenen Vogelarten und einem einfachen Text, der verkünden will "Es werde Friede auf Erden".

Im Minibuch "Wie weihnachtelt man?" entdecken die Tiere im Wald, was der eigentliche Sinn des Schenkens ist.

"Ralf-Rüdiger. Ein Rentier sucht Weihnachten" hat witzige Bilder und eine schöne Geschichte. Denn Weihnachten findet man nicht in vollen Geschäften in der Gitzerstadt sondern vielleicht eher an vertrauten Orten bei Freundinnen und Freunden.


"13 Weihnachtstrolle machen Ärger" hat 24 Kapitel, also für jeden Tag im Advent eins. Die Geschichte ist spannend und lustig, perfekt für größere Kinder, ungefähr ab dem Schulalter. Zwei Geschwister landen im Weihnachtsdorf und lernen dort viele Wichtel, ganz verschiedene Weihnachtsfiguren und eben die Trolle kennen. Wir lesen manchmal mehr als ein Kapitel am Tag, weil wir wissen wollen, wie es weitergeht.

In "Die Nacht des Kometen" vermischen sich Gestern und Heute und die alte vertraute Weihnachtsgeschichte ist plötzlich ganz nah. Schöne Illustrationen machen die spannend erzählte Geschichte rund. Dieses Buch ist auch eher für größere Kinder, ungefähr ab 10 Jahren, geeignet.


"Der Weihnachtsbaum" ist ein kleiner und krummer Tannenbaum. Als einer der letzten Bäume wird er von einem obdachlosen Jungen mitgenommen und verschönert das Weihnachtsfest an einem ungewöhnlichen Ort. Es wird ein Fest wie noch nie und der kleine Tannenbaum hat ein zweites und sogar ein drittes Leben. Die Illustrationen sind wunderschön!


Zum Abschluss noch ein Liederbuch, das uns schon sehr gute Dienste erwiesen hat. "Am Weihnachtsbaume" heißt es und macht mir gleich einen Ohrwurm. Für jeden Dezembertag bis Heiligabend eins, sind hier alle Klassiker der Weihnachtslieder versammelt. Die Illustrationen sind witzig und wer es braucht, findet hier auch alle Noten. Auf der beigelegten CD befinden sich alle Lieder, teils in neuen Interpretationen, zum Anhören und Mitsingen. Ich finde, so ein Liederschatz gehört in alle Haushalte mit Kindern.


Montag, 11. Dezember 2017

Zweites Adventswochenende

Am Samstag steht der Liebste als Erster auf und fährt gleich um 7 Uhr alleine zum Markt. Dort erledigt er die Einkäufe und kehrt mit frischen Brötchen nach Hause zurück. Mir hat er ein Bund Mistelzweige mitgebracht. Ich habe in den letzten zwei Wochen in den Blumenläden erfolglos danach gesucht.

Wir frühstücken gemütlich und warten auf das Mutzelchen, das bei ihrer Freundin übernachtet hat. Wir hatte eigentlich vor, das erste Mal zum Weihnachtsmarkt auf dem Gut Basthorst zu fahren. Aber leider wird bei unserem Auto ein kleiner technischer Fehler angezeigt, weshalb wir beschließen, lieber nicht eine halbe Stunde übers Land zu fahren. Für nächste Woche haben wir einen Termin in der Autowerkstatt.

So beschließen wir, lieber einen Weihnachtsmarkt gleich in der Nähe zu besuchen. Wie gut, dass auf dem Gut Karlshöhe der ökologische Adventsmarkt stattfindet. Diesen kleinen feinen Weihnachtsmarkt haben wir vor ein paar Jahren schonmal besucht. So machen wir uns auf den Weg und bekommen vor Ort just den allerletzten Parkplatz auf dem Gelände.

Das Wetter ist aprilig, mal scheint die Sonne, mal kommen dunkle Wolken auf und ein Regenschauer prasselt hernieder. Im Imkerhaus wollen unsere Kinder Kerzen aus Bienenwachs wickeln. Der Imker erzählt wieder interessante Geschichten. Mittlerweile haben so viele Leute Bienenvölker, dass die Bienen in der Stadt gar nicht genug zu fressen finden.

In der großen Scheune kleben die Kinder mit Zuckerguss Kekshäuschen und eine Eisenbahn aus Dominosteinen zusammen. Der kleine Bruder spendet etwas Taschengeld für die Schafe, wie lieb! Wir begucken uns noch die Stände der vielen Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerker und schauen bei den Schmiedejungs vorbei, bis wir wieder die Heimfahrt antreten.










Am Sonntag frühstücken wir gemütlich im Licht der zweiten Adventskerze. Die Augustschnuppe ist nun genau 4 Monate bei uns. Im Moment ist sie etwas unruhiger, wahrscheinlich kann sie bald etwas Neues.

Nach der "Sendung mit der Maus" beschließen wir, unseren Weihnachtsbaum aussuchen zu gehen. Seit ein paar Jahren fahren wir in einen kleinen privaten Gartenmarkt, der regionale Tannenbäume anbietet. Das wird eine schnelle Sache: der erste Baum gefällt uns am besten. Die Kinder stehen drumherum und singen zur Freude der anderen Kundinnen und Kunden "Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum...". Wir drehen noch eine Runde durch den Gartenmarkt und schauen uns die Reste der Adventsausstellung an.

Für das Mittagessen habe ich Rouladen mit Rotkohl vorbereitet. Die sind so zart und lecker, der Liebste liebt mich gleich noch ein bisschen mehr :-) Dann beginnt es, zu schneien. Die Kinder hält nichts mehr am Mittagstisch. Sie singen "Es schneit, es schneit, kommt alle aus dem Haus..." und feiern jede einzelne Flocke. Der Schneefall lässt dann etwas nach und setzt erst am Abend wieder richtig ein.

In der Mittagspause schauen wir mit den Kindern "Lauras Weihnachtsstern"* ein schön harmloser Film auch für kleinere Kinder. Den Adventskaffeetisch habe ich schön gedeckt, mit vielen Kerzen. Es gibt Kekse und Lebkuchen. Ich mache sogar Fotos, stelle aber später fest, dass meine Speicherkarte gar nicht in der Kamera war. Auf dem Sofa lese ich Weihnachtsbücher vor. Der Adventsjunge will wieder und wieder "Lieselotte feiert Weihnachten"* vorgelesen bekommen. Die Texte mit den kurzen Reimen kann er schon fast mitsprechen.

Am Abend erinnere ich mich an den "Worldwide Candle Lightning Day". Jedes Jahr am zweiten Sonntag im Dezember werden weltweit jeweils um 19 Uhr Ortszeit Kerzen entzündet, um an die Kinder zu erinnern, die nicht mehr bei ihren Familien sein können, weil sie gestorben sind. Die Illustratorin Melanie Garanin hat, als sie ihren kleinen Sohn gehen lassen musste, begonnen Kerzentiere zu zeichnen. Über 250 sind es schon. Auf Instagram veranstaltet sie ein Kerzentiertreffen. So bittersüß. In meinem Regal bewacht eine kleine Fledermaus die Erinnerungsschachtel an unser Sternenkind.

Die großen Kinder haben am Abend Badetag. Als alle im Bett sind, schauen der Liebste und ich eine schöne Reportage über Weihnachten im hohen Norden.


Noch mehr Einblicke in Familienwochenenden gibt es bei Susanne zu sehen.  







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