Gleichzeitig freute ich mich, dass ich solche Schönheit sehen und auch genießen kann. Meine Begeisterungsfähigkeit für kleine und große Dinge erstaunt mich manchmal selber. Sei es die kleinste Blüte am Wegesrand, ein wunderbares Musikstück, ein Gemälde zum drin versinken, ein interessanter Fakt aus der Wissenschaft, die Eigenschaften unterschiedlichster Menschen, jede Tasse guter Kaffee, die Hoffnung, die Liebe... ich bin so froh und dankbar, dass ich das alles bemerke und würdigen kann.
Jetzt bin ich ein bisschen abgeschwiffen. Ich wollte doch nur über unsere Osterfeiertage berichten. Das Museum hatte durchgehend geöffnet. Ich habe auch gearbeitet. In den Ferien und an Feiertagen sind mehr Gäste im Haus und wir bieten ein kleines Ferienprogramm an. Das ist immer schön, denn die Familien, die in Wismar und Umgebung Urlaub machen, sind gut drauf und sehr fröhlich. Da macht das Arbeiten Spaß.
Am Ostermorgen durften die Kinder bunte Eier und ihre Osternester in der Wohnung suchen.
In der Gemeinde trafen wir uns vor dem Gottesdienst zum großen Osterfrühstück. Am Nachmittag schlemmerten wir zu Hause weiter. Ich hatte nur noch das traditionelle Osterlamm gebacken, die kleinen verzierten Törtchen holte ich in der örtlichen Konditorei.
Am Ostermontag setzten wir die Kinder am Kino ab. Sie freuten sich auf ein gemeinsames Filmerlebnis mit Popcorn. Der Liebste und ich fuhren in der Zwischenzeit auf die Insel Poel. In Gollwitz wurden wir von einem Osterbaum empfangen.
Im Ladencafé bekamen wir traumhaften Kuchen und plauderten mit der Inhaberin und mit ungefähr allen anderen Gästen am "sozialen Tisch" einer großen gemeinsamen Tafel. Schönes Konzept!
Der starke Wind hatte das Wasser der Ostsee woanders hingepustet. Angefüllt mit vielen schönen Erinnerungen machen wir weiter. Die nächsten schönen Momente sind schon ganz nah.
Schon immer lebe ich mit starken Gefühlen. Heute gibt es unterschiedliche Bezeichnungen dafür. Ich habe lange darunter gelitten. Wurde ausgenutzt. Nicht ernst genommen. Doch eigentlich ist es ein wahrer Schatz. Diese Fähigkeit macht mich aus. Sie hilft mir, nicht zu verzweifeln im Angesicht des abgrundtief Bösen auf dieser Welt. Hätte ich nicht die Fähigkeit, mich immer auf das Gute zu konzentrieren, hätte ich nicht die Hoffnung, dass am Ende alles gut wird, könnte ich nicht weitermachen.
Das heißt nicht, dass ich weltfremd bin. Ich verfolge die Nachrichten ständig. Will alles ganz genau wissen. Diskutiere, will alles einordnen, leide sehr unter den Ungerechtigkeiten der Welt. Vieles geht mir sehr, sehr nah. An der Weltlage verzweifle ich. Manche Dinge wecken auch unschöne Erinnerungen an meine Vergangenheit.
Doch ich denke: Jetzt erst recht! und bepflanze das Beet vor dem Haus, wo es niemand sonst tut. Hebe Müll auf und werde belächelt. Stelle der Nachbarin einen Schokohasen vor die Tür. Verschenke Dinge, die Andere mehr gebrauchen können. Spende Geld. Opfere meine Zeit für andere Menschen. Ich bin so reich und kann von diesem Reichtum abgeben.
Am Karfreitag hatte der Liebste Geburtstag. Ein schöner Tag mit allen Kindern, die Große war da und auch die Freundin des kleinen Bruders, und einer sehr gut gelungenen Eierschecke, dem Lieblingskuchen des Liebsten.
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