Sonntag, 7. Februar 2021

7. Februar 2021

Heute haben wir mal alle ausgeschlafen. Gestern Abend wollte die Augustschnuppe mal bei ihrer großen Schwester übernachten. Nicht im ausgeklappten (Doppel)Bett sondern auf einer Matratze auf dem Boden. Wir haben zwei von diesen klappbaren Gästematratzen im Keller. Es wurde also ein schönes Lager gemacht. Mit allen Kuscheltieren und Puppen. Der Plan war, dass die beiden Schwestern zusammen ins Bett gehen und das Mutzelchen einfach noch liest, wenn die Augustschnuppe eingeschlafen ist. 

Doch die Jüngste kam immer wieder raus und meinte, sie könne nicht schlafen. Nach einer Stunde ungefähr wollte sie dann lieber wieder in ihr eigenes Bett. Dort sang sie ihren Babypuppen noch eine Weile etwas vor ("Willst du einen Schneemann bauen?") und schlief dann ein. In der Nacht kam sie dann doch wieder in unser Bett gekrochen. Nicht, dass ich mich schon auf eine ungestörte Nacht gefreut hätte...

Am Morgen mache ich nach dem Duschen in der Küche zuerst einen Kaffee. Dann backe ich etwas. Und zwar einen Frühstückskuchen. Ja, die Idee hat mir gleich gefallen! Ich bekomme von den Kitchenstories den Newsletter und habe auch die App auf meinem Handy. Im Februar dreht sich alles um Frühstück. 

Da habe ich auch das Rezept für den Buttermilch-Frühstückskuchen mit Blaubeeren entdeckt. Blaubeeren hatte ich im Sommer eingefroren. Heute war ihr Tag gekommen. Der Kuchen dauert eigentlich ein bisschen zu lange für eine spontane Aktion vor dem Frühstück, wird aber super! Sehr fluffig. Wir essen die Reste am Nachmittag. Da wärme ich ihn nochmal auf und serviere Vanilleeis dazu. Als wir mit dem Frühstück fertig sind, ist es schon halb 12. 


Draußen ist es eisig kalt. Der Wind hat in der Nacht ganz schön gepfiffen. Wir schlafen immer alle bei offenen Fenstern. Ich bin ja, seit ich weniger auf den Rippen habe, eine große Frostbeule geworden. Ich trage in der Nacht momentan einen Nicki-Schlafanzug, Thermosocken, in die ich die Hosenbeine reinstecke, eine Strickjacke und mein Schultertuch aus Wolle. Dazu die doppelt geknöpfte Ganzjahresdecke in Übergröße. Zum Vergleich der Liebste: kurzer Schlafanzug. Also T-Shirt und Shorts. 

So bleiben wir heute alle drinnen. Ach nee, die beiden Jungs gehen ganz kurz raus und holen die Schulaufgaben für den Adventsjungen vom Übergabepunkt ab. Vorher hat der Liebste mit dem Adventsjungen alle Blätter zusammengesammelt. Inklusive Bockanf... dazu sage ich nichts, denn ich bin schnell in ein anderes Zimmer gegangen. 

Ich hatte heute mal Zeit ganz in Ruhe den Kühlschrank aufzuräumen und sauberzumachen. Könnte schon fast als Wellness durchgehen. Sonst ist ja nicht so viel Zeit dafür. Heute höre ich dabei Radio und muckle vor mich hin. Die Gemüseschublade ist im neuen Kühlschrank so groß, dass ganz hinten doch mal eine halbe Gurke untergeht oder ein paar Möhren zu Gummi werden. Ups.

Dann bereite ich das Mittagessen zu. Nach dem Raclette ist vor dem Auflauf. So machen wir das immer und deshalb wandern alle Pellkartoffeln von gestern mit schön viel Käse in den Ofen. Dazu essen wir Salate, die ich auf dem Wochenmarkt am Stand mit Produkten aus dem Spreewald kaufe. Der Sommersalat ist mit Weißkohl, Möhren, Paprika und sauren Gurken echt lecker. Der andere Salat ist mit Roter Bete und Weißkohl. Beides schmeckt etwas säuerlich und ist lecker zum Kartoffelauflauf.


Nach dem Essen, da ist es schon halb 3, bin ich unendlich müde. Jaaa, ich lerne es nicht. Zu viel Kohlehydrate für mich. Ich lege mich kurz in den Sessel und nickere ein. Der Liebste sitzt neben mir und arbeitet an seiner Präsentation, die er morgen halten soll. 

Die Kinder spielen ganz gut in ihren Zimmern. Sie sind heute mal richtig faul. Das Mutzelchen schreibt an einer Geschichte, die Jungs bauen Lego und die Augustschnuppe spielt mit der Playmobil-Burg, die aus dem Keller nach oben durfte. Später beschäftigt sie sich damit, mal unterm Sofa nachzuschauen, was da so alles liegt. Sie sucht sich verschieden lange Utensilien, mit denen sie die Dinge hervorfischen kann. 


Als ich mich an den Computer setze und endlich Mails und Kommentare beantworten will, ruft der Große aus Paris an. Das Studium soll in der nächsten Woche wieder in Präsenz starten. Wir telefonieren eine halbe Stunde. (Ich habe immernoch die Worte meiner Oma im Ohr bei längeren Telefonaten: "Das wird zu teurer!")

Dann ist auch schon Zeit fürs Abendessen. Wir essen alles an warmen Gerichten auf, die wir noch so dahaben. Der Adventsjunge baut uns aus Legosteinen eine Botschaft. Macht mein Herz ganz weich. 

Meine heutigen Entdeckungen im Internet:

Ich habe es leider zu spät entdeckt, um es hier rechtzeitig zu verlinken: jedes Jahr am 6. Februar wird der Nationaltag der Sami gefeiert. Um dieses Datum herum findet immer der traditionelle Wintermarkt in Jokkmokk statt. In diesem Jahr gab es den Markt erstmals sogar online. Ich finde es toll, wie neue Möglichkeiten ausprobiert werden. 

Wir haben in einer Dokumentation über Schweden zur Weihnachtszeit vor einigen Jahren die schwedisch-damische Sängerin Sofia Jannok entdeckt. Die Musik hören wir im Moment wieder sehr gerne. Passt halt auch so gut zu eisigen Temperaturen und Tagträumen. Mit diesem Lied Liekkas gewann sie 2003 den Sami Grand Prix. Sie singt hauptsächlich auf Nordsamisch im Stile des Joiks, das dem Jodeln ähnlich ist. Das Lied hier mag ich auch sehr. 

Diese Familie ist auch sehr musikalisch. Oh, ich liebe ihre Interpretation von "Total Eclipse of the Heart"! Es ist so wahr! "Totally Fixed Where We Are"

Maike Brunk macht seit 14 Jahren Hafenrundfahrten in Hamburg. Jetzt gibt es die ersten hörbaren Hafenrundfahrten. Elbabwärts bis Blankenese

Auf dieser Seite gibt es ganz viele schöne Bastelideen für Kinder. Hier zum Beispiel können Dinosaurier-Vorlagen zum Basteln ausgedruckt werden. Und hier gibt es 19 lustige Ideen gegen Langeweile

Ein guter Plan bietet gratis zum Herunterladen ein sehr hilfreiches Krisentagebuch für diesen Corona-Winter an. "Ein guter Winter" zeigt Techniken gegen den Blues auf und möchte, dass wir offen und mutig durch diese Zeit gehen. Die Bewältigung des Alltags in der Pandemie soll erleichtert werden. Dafür werden uns einige Werkzeuge an die Hand gegeben.


Ich danke für das Mitlesen und die Anteilnahme. Ich will denen, die es gerne möchten, die Möglichkeit geben, etwas in die virtuelle Kaffeekasse zu tun. Herzlichen Dank für die Anerkennung!

Kommentare:

  1. Ooooh, dass der Wintermarkt in Jokkmokk diesmal online stattfand, habe ich gar nicht mitbekommen! Danke für den Hinweis! Gucke jetzt die Aufzeichnungen! :-)

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    1. Voll modern, oder?! Ich hab nur mal kurz reingeschaltet, das war alles live.

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  2. Ich Wärme mein Bett mit einer sehr heißen Wärmflasche vor.
    Gruß Nähgrete.

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