Mittwoch, 16. Mai 2018

In der Club-Jugendherberge Neuharlingersiel


Werbung für die Club-Jugendherberge Neuharlingersiel

Hachseufz! 4 Tage ist unser Urlaub erst her und schon vermissen wir die Zeit in der Jugendherberge. Wobei Jugendherberge in diesem Fall maßlos untertrieben ist. Niemals wären wir auf die Idee gekommen, einen All-Inclusive-Urlaub zu machen. Und in einer Jugendherberge hätten wir erst recht nicht danach gesucht.

Das DJH Resort Neuharlingersiel, wie es offiziell heißt, hat uns Entspannung von der ersten Sekunde an geboten. Schon seit über 10 Jahren sind wir Mitglieder im Deutschen Jugendherbergswerk. Immer wieder haben wir auf kleineren Reisen in Jugendherbergen übernachtet. Die Unterkünfte waren meist recht schlicht, wobei wir aber die Verpflegung immer sehr geschätzt haben. Deshalb haben wir uns sehr über die Einladung vom Jugendherbergswerk gefreut, das Resort Neuharlingersiel in Ostfriesland zu testen.

Wir bezogen letzte Woche Montag unseren Bungalow mit den drei Schlafzimmern, den zwei Bädern, dem Kamin und der Terrasse. Wow, das ist purer Luxus! Kurz wunderte ich mich über den Minitisch und die fehlende Küche, bis mir einfiel, dass wir keine brauchen würden. Denn die Vollverpflegung ist mit im Preis drin. In den nächsten Tagen sollten wir morgens, mittags, abends und sogar zwischendurch reichlich Gelegenheit zum Essen und Trinken bekommen.




Aber zunächst drehten wir eine Runde durch das "Dorf". Es liegt gleich hinterm Deich an der Nordseeküste. Die Landschaft drumherum ist platt, der Himmel weit, es weht eine frische Brise und es riecht nach guter Landluft oder dem Meer. Auf dem weitläufigen Gelände entdecken wir eine Slack-Line, einen Lagerfeuer-Platz, einen Kinderspielplatz, Schaukeln, einen Volleyball-Platz und einen Boule-Platz. Gleich hinter unserem Bungalow am Kanal lagen bunte Kanus. Außer den Bungalows gibt es ein richtig großes Haupthaus mit vielen Zimmern, auch barrierefrei, und außerdem Apartmenthäuser. Zentral gelegen ist ein Marktplatz, auf dem Tische und Stühle und Strandkörbe stehen.

Weitere Häuser sind auf dem Gelände verteilt. Das "Kinnerhus" mit Bewegungshalle für kleinere Kinder sieht aus wie ein richtiger Kindergarten. Mit Atelier und Bewegungshalle. Im Watthus können größere Kinder im Labor forschen oder experimentieren. Die "School of Rock" ist ein Ort für die Teens. Hier gibt es einen Kicker und einen Billardtisch.

Im Preis enthalten sind außerdem eine riesengroße Anzahl an Aktivitäten für die ganze Familie. Alles wird von erfahrenen Mitarbeitern durchgeführt. Kinder von 3 bis 6 Jahren können vormittags und nachmittags Zeit im Kinnerhus verbringen. Dort treffen sie andere Kinder und können Angebote wahrnehmen. Es werden Spiele gespielt, es wird geturnt oder es wird kreativ mit Farben und Materialien umgegangen.

Für Kinder von 7 bis 9 Jahren gibt es schon anspruchsvollere Angebote. Sie können z.B. das Sportabzeichen machen, Naturdetektive sein, beim Fußballturnier mitmachen und noch mehr. Teens von 10 bis 15 Jahren können einen Percussion-Workshop besuchen, Bogenschießen, eine geführte Kanutour machen, Henna-Tatoos ausprobieren und noch vieles mehr.

Erwachsene können in der Zeit, in der die Kinder beschäftigt sind, verschiedenste Sport- und Entspannungskurse besuchen, z.B. Rückenfit, Yoga oder Walking. Außerdem gibt es interessante Ausflüge in die Umgebung mit dem Rad oder dem Kanu oder z.B. eine ostfriesische Teezeremonie. Im Wellnessbereich kann man gegen Bezahlung Massagen buchen oder in die Sauna gehen.

Die ganze Familie kann auch Dinge zusammen unternehmen. Das Mutzelchen und der kleine Bruder haben mit dem Liebsten Drachen gebaut, die richtig gut fliegen. Es gibt einen Nordseetag und Lagerfeuer mit Stockbrot und abends auch mal Kinderdisco. Bei einigen wenigen Angeboten fallen Materialkosten an.

Ich kann das gar nicht alles aufzählen, wir waren sehr, sehr beeindruckt. Wir haben gar nicht so viele Angebote wahrgenommen, weil wir gerne zusammen irgendwo draußen gesessen haben und das schöne Wetter und die freie Zeit so genossen haben. Mit dem Baby waren wir auch gerne in einem der Spielzimmer, da konnte es auf dem Teppich gemütlich durch die Gegend robben.

Einmal hat der Liebste für sich und mich abwechselnd eine Massage gebucht. Das war sehr schön. Die Kinder durften sich auch mal die großen Kettcars ausleihen und mit dem Bollerwagen ließen sie sich gerne durch die Gegend kutschieren. Wenn Kosten anfielen, wurden sie auf unsere Hausnummer gebucht. Das blieb aber wirklich überschaubar.










Wie oben schon erwähnt: die gesamte Verpflegung ist im Preis inbegriffen. Das bedeutet, es gibt immer ein reichhaltiges Buffet. Zum Frühstück von 7:30 Uhr bis 10 Uhr gibt es Brot, Brötchen, Toast, Knäckebrot, Müsli, Cornflakes, Joghurt, Rührei, gekochtes Ei, gebratener Speck, Käse, Wurst, Marmeladen, Schokocreme, Kaffee, Tee, Milch und Säfte. Außerdem frisches Obst und, was mir positiv aufgefallen ist, kleine Küchenmesser, ein Brettchen und eine Resteschüssel, um sich das Obst selber kleinzuschneiden.

Der Mittagssnack von 12:30 bis 14 Uhr war ein vollwertiges warmes Mittagessen. An einem Tag haben wir einen Ausflug gemacht und waren zu der Zeit nicht im Resort. Da bekamen wir am Morgen Papierbeutel, die wir mit Lebensmitteln vom Frühstücksbuffet befüllen konnten. Dazu gab es Wasserflaschen und Müsliriegel.

Am Nachmittag konnten wir im Seecafé jeden Tag unterschiedliche Sorten Blechkuchen essen und Kaffee und Säfte trinken. Das war immer sehr schön, weil es dort auch ein Kleinkindzimmer mit einer großen Scheibe gibt.

Am Abend gab es von 18 bis 20 Uhr ein sehr umfangreiches warmes Buffet, immer mit einer großen Salatbar, einer Suppe und süßem Nachtisch dazu. Als sehr schmackhaft sind mir die vegetarischen Spinatcannelloni in Erinnerung geblieben, die Maissuppe, das asiatische Buffet, das Steak... moah, was haben wir geschlemmt!

Die Kinder waren begeistert, dass sie nicht wie in den anderen Jugendherbergen den Tisch abräumen und abwischen mussten, sondern dass freundliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das Geschirr mitnahmen. An einer extra Kinderstation gab es am Boden eine große Stufe, damit die Kinder ans Buffet heranreichen können. Da gab es dann Nudeln, Kartoffeln oder Gemüse pur. Die Leute kennen sich mit Kindern aus. An einem Tag war übrigens Veggie-Day, das heißt, es gab nur vegetarische Speisen. Für Babys gab es in der Babystation Gläschen mit Obst-, Gemüse- oder Grießbrei und eine Mikrowelle.

Am Anfang der letzten Woche waren wir fast die einzigen Gäste, über Himmelfahrt reisten dann aber sehr viele Familien an und es tummelten sich an die 300 Menschen im Resort. Das war okay, das Gelände ist groß genug. Zu den Essenszeiten merkten wir es aber, da war das Restaurant gut gefüllt und wir mussten ein bisschen suchen, um für uns 6 einen guten Platz zu bekommen.

Tatsächlich sind wir sehr begeistert von dem Angebot im Resort. Wie gesagt, von alleine wären wir nie auf die Idee gekommen, einen All-Inclusive-Urlaub zu machen. Aber das was dort geboten wird, hat alle unsere Erwartungen übertroffen. Wir Eltern sind so entspannt, wie noch nie. So kann also Urlaub sein! Und auch die Kinder sind sehr zufrieden und denken gerne an unsere Zeit und die Freundinnen und Freunde, die sie dort kennengelernt haben, zurück. Und nun? Nun überlegen wir, wann wir das nächste Mal ins Clubdorf nach Neuharlingersiel fahren. Alle Infos gibt es hier.

Von unseren Ausflügen in die Umgebung erzähle ich demnächst. So viel kann ich verraten: wir haben das Meer nicht gesehen. Nordsee, halt ;-)


Hier waren wir z.B. Wattwandern. Bei Flut!










Kommentare:

  1. Ein schöner Bericht! Uns ging es zu Kurzeiten mit dem Meer genauso, nur dass wir gerne Ebbe gehabt hätten, um mal Wattwandern zu gehen, und wir sahen nur Wasser, wenn wir am Strand waren ;).

    Bin schon gespannt, was ihr in der Umgebung alles gemacht habt.

    Liebe Grüße,
    Jessica.....die jetzt Hunger auf ein Krabbenbrötchen hat, das sie seinerzeit immer am Neuharlingersieler Hafen gegessen hat

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    1. Danke :-)

      Ah, ich habe schon von einigen Frauen gehört, die da auf Kur waren.

      Neuharlingersiel ist wirklich süß, wir waren viiiiel zu kurz dort!

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  2. das ist sooo herrlich dort, bin oft in der Gegend. liebe Grüße von Kathrin

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  3. Wow! Das klingt wirklich entspannt - für alle Familienmitglied!
    Und die Freizeitangebote klingen unglaublich, da kommt ja dann echt auch mal Zeit zu Zweit in Frage. Lass mich raten: Ihr habt abends alle gut einschlafen können, oder? ;)

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    1. Stimmt, geschafft und sehr glücklich!

      Dabei haben wir noch gar nicht alles ausgenutzt :-)

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  4. Das sieht richtig toll aus! Da möchte ich gleich die Koffer packen :D

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  5. Ich habe mir da ein Angebot eingeholt, denn ich finde, es sieht wirklich nett aus. Aber der Preis ist unfassbar hoch. Wenn man viele Kinder hat, geht das einfach gar nicht. Sehr schade drum.

    Aber die Bilder sind toll. Schön, das ihr eine gute Zeit hattet.

    Viele Grüße
    Andrea

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    1. Das hängt davon ab, was für einen Urlaub man machen möchte.

      Ehrlich gesagt, wir waren auch zunächst etwas erschrocken über den Preis. Dann haben wir mal nachgerechnet: mit 6 Personen bezahlen wir für eine Ferienwohnung mit drei Schlafzimmern meist über 100 Euro.

      Manchmal müssen wir Bettwäsche und Handtücher mitnehmen und alles selber beziehen. Das fällt im Resort weg. Seife ist auch vorhanden.

      Wenn wir essen gehen, reicht den Großen ein Kinderteller nicht mehr aus. Mit Getränken dazu sind es im günstigsten Fall 60 Euro. Das ist dann EIN Essen. Am Nachmittag im Café vielleicht nochmal soviel. Dann fehlen immernoch Frühstück und Abendessen.

      Und die Preise für einen Ausflug kommen auch noch obendrauf. So viele Angebote, wie es in der Jugendherberge gibt, würden wir sonst niemals machen.

      Ich finde, die Preise sind gerechtfertigt.

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