Sonntag, 19. November 2017

Eigentlich...

... sollten am Ende dieses Wochenendes hier ganz viele Bilder von Meer und Weite, von unserem schönen Zimmer im Hoftel, von unserem Besuch im Museum Kunst der Westküste und der vielversprechenden Ausstellung über Trachten, von der Tierfütterung im Nationalparkhaus und nochmal Strand und Meer und Meer und Strand und Föhr zu sehen sein.

Aber ach, ach...

Nachdem vor 2 Wochen der Adventsjunge, ein paar Tage später der kleine Bruder, an dem folgenden Wochenende das Mutzelchen und der Liebste mit Magen-Darm-Beschwerden (noch elegant ausgedrückt) darnieder lagen, hat es mich in der Nacht von Donnerstag auf Freitag erwischt. Von jetzt auf gleich heftigste Bauschmerzen und weitere fürchterliche Sachen. Ich sage mal so, die Investition in einen guten Geburtsvorbereitungskurs (Veratmen!) lohnt sich fürs ganze Leben. Uff.

Im Laufe des Freitags kam dann auch eine Rundmail unseres Kindergartens, es ist mittlerweile erwiesen, dass das Noro-Virus sein Unwesen treibt. Alles putzen, desinfizieren und Händewaschen half nichts, dieses Virus ist äußerst rege. Mir fehlen der komplette Freitag und der Samstag. Ich war so fertig, dass ich nur geschlafen habe. Dazu bin ich sehr traurig, dass wir unseren kleinen Ausflug nach Föhr streichen mussten. Nächstes Mal gibts 'ne Reiserücktrittskostenversicherung. Die Wyker Dampfschiffsreederei hat uns allerdings unsere Kosten für die Autofähre erstattet.

Am heutigen Sonntag war ich ganz plötzlich wieder fit, die letzten Tage liegen wie ein schlechter Traum im Nebel. Heute Morgen war die Augustschnuppe ganz unüblich schon um 6:30 Uhr wach. Ich machte sie frisch und legte sie zwischen mich und den Liebsten. Da brabbelte sie eine Weile vor sich hin, bis die Jungs aufwachten. Das Mutzelchen übernachtete die letzten zwei Nächte bei ihrer Freundin.

Zur Frühstückszeit gegen 9 Uhr war es draußen pechschwarz, so dass ich mit Kerzen dagegenarbeitete. Letztes Weihnachten habe ich bei Kähler einen großes Porzellanpaket gewonnen, daher stammen u.a. einige Häuschen und die weißen Kerzenhalter.

Nach der Sendung mit der Maus hatten wir ein bisschen Lust auf adventliche Stimmung. Der Liebste holte unseren Koffer mit den Weihnachtsbüchern aus dem Keller. Den habe ich vor einem Jahr gekauft. Weil wir die Bücher wirklich nur im Advent anschauen, haben sich die Kinder drauf gestürzt. Der Adventsjunge erinnerte sich an sein liebstes Büchlein "Weihnachten im Wald"*, dessen Reime teilweise in unseren Sprachgebrauch übergegangen sind. Das Mutzelchen nahm sich gleich die traumhaften Bücher "Die wunderbare Weihnachtsreise"* und das Nachfolgerbuch "Ein wunderbarer Weihnachtswunsch"* mit in ihr Zimmer. Und der kleine Bruder schnappte sich den Klassiker "Wo der Weihnachtsmann wohnt"* und fing gleich an, zu lesen. Psssst, ein paar schöne Neuzugänge für den Weihnachtskoffer habe ich schon im Schrank, die zeige ich bald.

Mittags gab es Kürbiscurry mit Reis. Die Augustschnuppe bekam ihren ersten Winterpullover an und die Zweige mit meinen gefilzten Hagebutten die jahrzehntealten Anhänger aus Messing, die mir plötzlich doch ganz gut gefallen. Dann haben wir unsere rote Bettwäsche aufgezogen und es uns den Rest des Tages gemütlich gemacht. Mal sehen, ob der Liebste und ich heute den Tatort aus Münster sehen können, es ist der einzige Tatort, den wir überhaupt noch gucken.


Noch mehr Familienwochenenden sind bei Susanne versammelt.









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Kommentare:

  1. Oh ihr Armen. Ich fühle von Herzen mit. Es gibt kaum was Schlimmeres als einen Magensdarminfekt im Haus. Wir hatten im Frühjahr Rota und Ehec gleichzeitig, alle 5 krank, das jüngste Kind 4 Tage in der Klinik. Auch die eingeflogenen Omas, die wir nötig brauchten, weil Alphalama komplett ausfiel und ich mit dem Pflegen nicht mehr nachkam bzw. dann wieder arbeiten musste und in die Klinik, sind krank geworden. Parallel dazu Minilamas erstes Laufturnier und Kitafotos vom Fotographen sowie Minilamas Geburtstag in Kita und zuhause und ein großes Projekt auf der Arbeit (wenn man arbeitet, kommt ja immer alles zusammen). Wir hatten vier Wochen lang den Ausnahmezustand zuhause.
    Ich sage ganz ehrlich, dass es absolut furchtbar war. Das ganze Haus, alle betten, mein Auto - alles vollgespuckt. Und in der Klinik im Isolierzimmer waren nur Leute, die isoliert wurden, weil man nicht wusste, was wir haben. Daher sollten wir selbst gut gucken, dass wir desinfizieren. Seitdem bin ich leicht keimphobisch und kenne nun meinen Ansprechpartner beim Gesundheitsamt. Der Kinderarzt kennt uns als "die mit dem Ehec". Denn diese meldepflichtigen Seuchen ziehen sich noch 6-8 Wochen nach dem Abklingen der akuten Symptome hin.
    Langer Rede kurzer Sinn: ich hoffe, ihr habt es überstanden und die Waschmaschine hat ihre Runden ausgedreht. Zum Glück konntet ihr euch gegenseitig unterstützen, das ist ein schöner Gedanke, auch was abgeben zu dürfen.

    Alles Gute
    Lamasus
    https://blog.kleinelamas.de

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  2. Ohja, wir haben auch bereits am Sonntag unsere Weihnachtsbücherkiste hervorgeholt. Es ist immer wieder ein besonderer Moment, wenn neugierige Kinderaugen und -hände durch die Bücher stöbern. Und auch hier gibt es im jeden Jahr das ein oder andere Buch dazu, so freue ich mich schon auf die Vorstellung Deiner Neuerwerbungen.
    Allerliebste Grüße
    Cora

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