Donnerstag, 14. September 2017

Donnerstagsschnipsel

Einige aktuelle Schnipsel von uns - Großfamilienedition

*  Fünf Wochen Augustschnuppe! Ja, auch wenn wir nun schon alte Hasen erfahrene Eltern sind, brauchen wir doch auch einen kleinen Anlauf für das Leben mit einem Neugeborenen und unsere neuste Rolle. Ein Baby läuft nämlich nicht einfach so mit, sondern beansprucht mit seinen Bedürfnissen seinen ganz eigenen Platz im Familiengefüge. Und wir sind für jedes Kind andere Eltern, das muss man sich auch mal bewusst machen.

*  Der Liebste arbeitet jetzt wieder richtig im Büro. Als er nach vier Wochen zurückkam, hatten seine Kolleginnen und Kollegen einen Geschenketisch auf seinem Schreibtisch aufgebaut. Da gab es Pflegeprodukte fürs Baby, Schokolade und Tee und für die Augustschnuppe etwas Wertvolles und Beständiges: einen echten kleinen Goldbarren. Wow!

*  So langsam macht sich der Schlafentzug der letzten Wochen bei mir bemerkbar. Mein Gehirn ist irgendwie wattig und meine Reaktionszeiten dauern etwas länger. Schreiben am Computer geht schleppend. Laute Geräusche kann ich gerade gar nicht ertragen, selbst das Laufen an einer Straße oder das Einkaufen im Supermarkt sind anstrengend. Ansonsten ist es schon ziemlich toll, körperlich wiederhergestellt zu sein.

*  Heute ist mir aufgefallen, dass unser Leben im Moment alle Phasen abdeckt, die man so mit Kindern erleben kann. Wir haben ein Neugeborenes, ein Kindergartenkind, ein Grundschulkind, ein Kind im Gymnasium und noch den Großen, der studiert. Hui, das ist sehr spannend alles!

*  Der Große hat heute erfahren, in welcher internationalen Universität er sein Auslandssemester machen wird. Dazu gibt es ein Ranking unter den Studierenden. Die besten dürfen zuerst aus dem weltweiten Angebot von Partnerunis wählen. Der Große wollte zuerst nach Neuseeland, hat sich dann aber aus praktischen Gründen Frankreich, Spanien oder Portugal ausgeguckt. Geworden ist es nun Barcelona. (Ich habe gleich Montserrat Caballé und Freddy Mercury im Kopf.) Aufregend!

*  Im Kindergarten fand heute ein Entwicklungsgespräch statt. Der Adventsjunge wird im Dezember 5 Jahre alt. Rund um dieses Alter werden in Hamburg alle Kinder in ihrer zuständigen Grundschule vorgestellt. "Viereinhalbjährigen-Testung" nennt sich das. Der Kindergarten füllt detaillierte Bögen zum Entwicklungsstand und den Kompetenzen des Kindes aus und spricht mit den Eltern. In der Schule findet ein Test, ähnlich eines Einschulungstests, statt und noch ein Gespräch mit den Eltern. So ist bei Bedarf genug Zeit bis zur Einschulung, um bestimmte Fähigkeiten des Kindes zu stärken. Der Adventsjunge ist altersgerecht entwickelt. Im Gespräch gab es jetzt keine Überraschungen für mich. Er erzählt gerne, spielt gerne Rollenspiele, konstruiert gerne und ist körperlich sehr fit. Einzig das zeichnen am Tisch interessiert ihn noch nicht so, aber das ist völlig in Ordnung so.

*  Im Gymnasium war diese Woche der erste richtige Elternabend. Der Liebste ist hingegangen und als frischgebackener Elternsprecher wiedergekommen. Er freut sich sehr auf sein Amt, kann er doch in dieser Funktion mitgestalten und lernt viele Eltern und Lehrerinnen und Lehrer kennen. Mit seiner besonnenen Art ist er genau der Richtige in so einem Amt.

*  Das Mutzelchen fährt nächste Woche auf Klassenfahrt. Gleich zu Beginn des neuen Schuljahres auf der neuen Schule steht vor allem das gegenseitige Kennenlerne der Schülerinnen und Schüler im Vordergrund. Das Mutzelchen ist sehr angetan von ihrer Klasse. Besonders gut gefällt ihr außerdem das Angebot der Mensa. Vor Ort werden täglich verschiedene Gerichte frisch gekocht, wer gar nichts passendes findet, nimmt vom Nudelbuffet.

*  Der kleine Bruder ist nun in der 3. Klasse und wird immer selbstständiger. Immer öfter unternimmt er kleine Streifzüge im Wohngebiet, besucht seine Freunde oder übernimmt kleinere Besorgungen für mich. Er genießt seine neue Freiheit und ich freue mich über so einen großen verständigen Jungen.


Kommentare:

  1. Auch, wenn ich vermutlich von vielen (AP- und anderen) Müttern dafür gesteinigt werde: Ich finde, gerade ein Baby, ein Neugeborenes, läuft ganz wunderbar so mit. Nie fand ich meine Kinder entspannender oder leichter zu betreuen als in diesem Stadium, wo sie noch "nix" tun können und vor allem, sich nicht auf die Socken machen und eigenständig in Gefahr bringen können. "Spannend" werden Kinder zwar erst, wenn man wirklich anfangen kann mit ihnen zu interagieren, aber gerade bei meinen späteren Kindern war ich froh um jeden Tag, den die Frischen noch geradezu "langweilig" waren und sich einfach ablegen, bespaßen und mitnehmen ließen.

    Die Phase mit dem "ein Kind in jeder Phase" hatten wir auch - spannend, wenn man dann auf einmal feststellt, wie lange man dieses "Elternsein" eigentlich schon macht.
    LG!

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    1. Hier wird niemand gesteinigt, das Empfinden ist ja individuell ;-)

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  2. Ich denke, mein Kommentar ist gefressen worden, deshalb muss ich nochmal ran 😉. Ich finde das Foto von Euren Beiden einfach unheimlich schön. Sehr berührend wie die Beiden sich anschauen. LG und eine schöne Woche - Elke

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