Donnerstag, 23. Juni 2011

So viel zu tun...

Ganz so entspannt, wie ich neulich noch war, bin ich nun doch nicht mehr. Nach einem Anruf bei der Arbeitagentur, um einen Beratungstermin zu bekommen, wurde ich darauf aufmerksam gemacht, daß ich mich schleunigst arbeitssuchend melden muß. Wieso ich mich denn jetzt erst melde. Okay, also liegt hier nun ein Riesenstapel Unterlagen, die ich bitteschön innerhalb von ein paar Tagen ausfüllen muß und mitsamt etlichen Nachweisen dem Amt übergeben muß. Am Telefon mußte ich erklären, wieso ich denn nicht mehr in meinem alten Job arbeite. Daß meine Familie von Berlin nach Hamburg gezogen ist und mein Job in Berlin geblieben ist, beeindruckte die Dame am Telefon gar nicht. Ich soll doch dazu bitte schriftlich Stellung nehmen. Das macht Freude. Ich habe schonmal sehr unschöne Erfahrungen mit dem Arbeitsamt gemacht, deshalb habe ich jetzt ein bißchen Bammel. Gleichzeitig renne ich in der Wohnung zwischen Computer, Drucker, Büroschrank hin- und her, um Bewerbungsmappen fertigzustellen (der kleine Bruder immer an meinen Fersen). Dann fehlt etwas und ich muß einkaufen fahren. Ich habe mich an sehr vielen Einrichtungen beworben. Bedarf ist durchaus da, meine Bewerbungen kommen gut an, aber es gibt kein Geld für Stellen. Dann muß ich mich außerdem um meine Weiterbildung kümmern. Eine lange Literaturliste ist abzuarbeiten, ein Hospitationsplatz zu finden. Gestern habe ich das erste Mal eine Familienhebamme getroffen und bei einem Babymassagekurs hospitiert. Mit wertvollen Tipps in der Tasche bin ich nach Hause gekommen. Dann ermahnt mich mein großer Stoffvorrat, endlich etwas Neues für meinen Shop zu nähen. Das alles begleitet mich bis in den Schlaf, wo ich wieder nachdenke, grüble, im Kopf zuschneide und nähe, die Kinderbetreuung organisiere und, und, und... Langweile, was ist das?

Und so ging es weiter.



Kommentare:

  1. Ohje, da hast du ja richtig Stress! Ich bin ja mit Formalitäten jeglicher Art auch total auf Kriegsfuss, wünsch dir gute Nerven!
    Und vor allem viel Glück bei der Stellensuche, hier in Berlin werden Erzieher total gesucht, ich seh es in unserer Kita. Ich drück dir die Daumen!
    LG Ute

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  2. Willst Du denn wieder als Erzieherin arbeiten? Ich bin ja auch Erzieherin, mag meinen Beruf auch wirklich gern, habe aber gemerkt, dass ich meinen eigenen Kindern nicht mehr gerecht wurde, wenn ich nachmittags von einem intensiven Arbeitstag nach Hause kam. Deshalb suche ich jetzt zwar etwas im pädagogischen Bereich, aber eben nicht in der "direkten" Kinderbetreuung.

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  3. Katobia, eben deshalb mache ich ja die Weiterbildung, damit ich später mehr in die Beratung gehen kann.

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  4. Besorgst Du Dir so viele Bücher? Ich habe bisher 3, die Martina als ein "Muss" bezeichnete.

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  5. Na dann viel Glück...bei der Deinen Vorhaben ;-)))
    werden ja hier hoffentlich lesen was es Neues gibt.
    lg
    Susi

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  6. Ich drück dir die Daumen, dass das alles gut klappt! Aber ich bin da optimistisch - bei drei Kindern lernt man Organisationstalent ;-) Das wird schon :-)

    Liebe Grüße,
    Cornalia

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  7. Uiuiui dieses Gedankenkarussell kenn ich - und weh dir eine frische Brise rüber, liebe Frau Brise :)
    Hoffe du kannst regelmäßig absteigen und durchatmen und ich wünsche dir eine wunderbare neue Stelle und trotzdem Zeit zum Nähen. Alles Liebe!

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  8. An deiner Stelle würde ich das Nähen für eine kurze Zeit erstmal einstellen, um mich auf das berufliche Fortkommen voll und ganz konzentrieren zu können. Das ist doch jetzt auch erstmal das Wichtigste, oder?
    Dann hast du den Kopf auch wieder freier und kannst dich dann, wenn alles jobmäßige getan ist, wieder voller Elan in die Handarbeit stürzen. Zu viel Multitasking hilft auch nicht: Da kann man überall nur teilweise Einsatz zeigen und schafft somit nichts zu 100%. Und das willst du doch auch nicht, oder?

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