Mittwoch, 21. August 2019

An einem Mittwoch im August

Um halb 6 wache ich auf weil mir kalt ist. Es ist schon hell, der Wecker würde eh bald summen, also stehe ich auf. Als der Liebste aufsteht, befülle ich schon die drei Brotdosen unserer Schulkinder und decke den Frühstückstisch.

Frühstück mit Brötchen vom Vortag oder Müsli. Dann gehen die Großen los. Ich bringe den Adventsjungen zur Schule. Mit der Augustschnuppe im Kinderwagen fahre ich gleich weiter zum Museumsdorf Volksdorf.

Es ist ein herrlicher Morgen. Schön frisch, sonnig und ein bisschen morgennebelig.


Wir sind viel zu früh im Museumsdorf. Es ist erst halb 9. Ich wollte eigentlich erst gegen 9 Uhr da sein, um in Ruhe die Utensilien für die Vorführung aufzubauen. Ich schaue kurz in die gute Stube, wo die Aktion für die Schulklasse stattfinden soll. Mit dem Aufbauen warte ich aber noch auf meine Kollegin.


Ich luschere kurz in den neu gestalteten Raum, in dem ein kleiner historischer Klassenraum eingerichtet wurde.


Dann drehen die Augustschnuppe und ich eine kleine Runde durchs Museumsdorf. Das Schleswiger Kaltblut mit dem Namen "Umberto" ist wunderschön und riesig. Die Augustschnuppe hat aber keine Scheu, das Pferd an der Nase zu streicheln.

Ich spreche mit den Mitarbeitern, die sich gerade um die Tiere auf dem Hof kümmern. Sie zeigen uns noch ganz junge Küken mit der Glucke. Da sehe ich im Büro Betrieb und sage mal "Moin!". Es stellt sich heraus, dass heute gar keine Gruppenaktion zum Thema "Wolle" stattfindet. Der Termin wurde abgesagt. Oh, das wusste ich nicht.





Aber das macht nichts, der Morgen im Museumsdorf war einfach zu schön. Plötzlich habe ich ganz viel Zeit. Gemütlich schlendere ich mit der Augustschnuppe gen Ausgang. Im Ort sehe ich den Wochenmarkt. Praktisch, ich brauche eh noch Obst und Gemüse.





Wieder zu Hause verräume ich die Einkäufe, mache Wäsche und nehme Post für uns und die Nachbarn an. Die Augustschnuppe bleibt immer in meiner Nähe und spielt ruhig vor sich hin. Im Moment stellt sie immer solche Reihen auf.


Dann bereite ich das Mittagessen vor. Ich schneide etwas Kürbis klein, schäle ein paar Kartoffeln, zerkleinere eine harte Birne und zwei Möhren. Das kommt alles mit etwas Bratöl in eine Auflaufform und dann in den Ofen.


Während ich in der Küche bin, malt die Augustschnuppe am Tisch gleich in meiner Nähe.


Als das Essen fertig gebacken ist, gebe ich Mozzarella drüber, der ein bisschen zerläuft. Dann bestreue ich alles mit Gute-Laune-Gewürz (Amazon-Partner-Link), das liebe ich und es passt einfach zu allem.


Die Augustschnuppe mag lieber getrenntes Essen auf ihrem Teller.


Ich backe noch spontan einen Blechkuchen mit Äpfeln und Pflaumen und Streuseln.


Dann ist es Zeit, den Adventsjungen aus der Schule abzuholen. Ich fahre schnell mit dem Lastenrad hin, denn kurz nach uns kommen auch das Mutzelchen und der kleine Bruder nach Hause.


Am Tisch tauschen wir uns dann alle aus. Es gibt Wassereis und fluffigen Kuchen. Neue Zettel aus den Schulen trudeln ein. Der kleine Bruder braucht noch ein Notenheft und zeigt merkwürdige Violinschlüssel vor. Ich zeige ihm, wie es geht, es ist Jahrzehnte her, dass ich solche geschrieben habe. Die Aufgaben für die Mathematikolympiade sind da. Das Mutzelchen braucht noch ein Heft für den Unterricht. Der Adventsjunge hat heute seinen ersten Satz geschrieben: Mmmmm, 1 Eis. (Das Eis als Bildchen.) Finde ich süß :-)


Die Augustschnuppe und ich gehen ein bisschen ins Gärtchen, der Adventsjunge malt, das Mutzelchen spielt Lego und der kleine Bruder geht in die Badewanne. Mit viel Schaum. So haben alle ein bisschen Ruhe und können entspannen.


Plötzlich ist es 18 Uhr. Der Liebste kommt nach Hause und wir decken den Abendbrottisch. Es gibt Tomatensalat und Brot mit Wurst oder Käse. Nach dem Essen schauen die Kinder das Sandmännchen. Danach bringe ich die Augustschnuppe ins Bett. Weil sie keinen Mittagsschlaf mehr macht, schläft sie jetzt immer sofort ein.

Die beiden Großen räumen den Geschirrspüler ein, der Adventsjunge geht schonmal in sein Bett. Ich schaue die Berliner Abendschau und schreibe diesen Eintrag hier. Der Liebste arbeitet noch an einer Präsentation für den Job. Wenn wir beide fertig sind, machen wir uns einen Tee, quatschen noch ein bisschen und schauen eine Serienfolge. Wahrscheinlich gehe ich so gegen 22:30 Uhr ins Bett.

Das war mein Mittwoch im August. Ein schöner voller und bunter Tag.

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