Donnerstag, 3. Mai 2018

Wismar mit Kindern

März 2018

In einem Urlaub mit Kindern kann man ganz viel sehen, entdecken, lernen und Spaß haben. Wir halten uns dabei nicht an einen starren Plan sondern lassen noch genug Raum für Improvisation. Ein paar Programmpunkte planen wir ein, die wir unbedingt erleben möchten. Den Rest des Tages lassen wir uns treiben.

Wichtig ist, dass ein fester Termin für die nächste Mahlzeit eingeplant wird. Wenn wir kein Essen dabei haben, kann es ansonsten zu schlechter Laune bei allen führen. Merke: hungrig geht es nicht mehr voran. In Wismar waren wir dieses Mal vor allem wegen zwei Punkten: dem Wonnemar und dem Phantechnikum.

Für das Erlebnisbad Wonnemar hatten wir einen Gutschein für einen Familieneintritt plus Mittagessen. Das hat uns im letzten Jahr so gut gefallen, dass wir gleich nach unserer Reise noch einen Gutschein erworben haben. Gleich nach dem Frühstück ging's los. Es war der erste Schwimmbadbesuch der Augustschnuppe. Mit Schwimmwindel bekleidet, plantschte sie auf unserem Schoß im warmen flachen Babybecken. Der Adventsjunge immer in unserer Nähe. Das Mutzelchen und der kleine Bruder durften sich im Bad schon alleine bewegen. Ab und zu ist ein Elternteil mitgegangen, vor allem, als im großen Becken die Wellen starteten. Irgendwann wurde das Baby müde und schlief auf dem Arm ein. Wir setzten es eingewickelt in ein Handtuch in die Babyautoschale.

Das Phantechnikum wollten wir schon lange mal besuchen. Jedes Mal, wenn wir zum Tierpark Wismar gefahren sind, kamen wir dran vorbei. An diesem kalten Märztag in der Woche waren wir fast die einzigen Gäste im Museum. Hier gibt es Technik zum Anfassen. In verschiedenen Ausstellungen zu den Themen "Luft", "Wasser" und "Feuer" kann man viele Experimente machen und so die verschiedenen Eigenschaften dieser Elemente erforschen und kennenlernen. Das Mutzelchen und der kleine Bruder haben am Eingang Rätselbögen für eine Museumsralley erhalten und waren hochmotiviert, sich alles anzusehen und auf ihrem Bogen abzuhaken. In der Dauerausstellung gibt es z.B. Dampfmaschinen zum Anfassen oder ein Propellerkarussell. Das ganze Museum ist barrierefrei gestaltet.







In Wismars Altstadt kann man auch einige Entdeckungen machen. Der weithin sichtbare Turm der Marienkirche steht tatsächlich ganz alleine da. Das im Krieg beschädigte Kirchenschiff wurde 1960 gesprengt. Der höchste Turm von Wismar gehört zu den ältesten Bauwerken der Stadt. Das Kirchenschiff wird nicht wieder aufgebaut. Dafür markieren niedrige Mauern den Grundriss des ehemaligen Gebäudes. Zwischendrin entsteht gerade ein kleiner begehbarer Park mit Kunstwerken. An einem taktilen Modell aus Metall kann man die ehemaligen Mauern und die umliegenden Gebäude mit Augen und Händen sehen und erspüren.

Turm der Marienkirche


Einen anderen Turm der Hansestadt haben wir erklommen, um von dort oben die Aussicht über die Stadt zu genießen. Das ging ganz leicht: ein moderner Fahrstuhl hat uns in der Georgenkirche nach oben auf die Aussichtsplattform gebracht. So konnten wir sogar problemlos den Kinderwagen mitnehmen. Im März wehte da oben ein eisiger Wind, so dass wir es nicht lange ausgehalten haben. Der Blick über die vielen kleinen Hinterhöfe Richtung Hafen und Werft war aber sehr schön! Die Kirche wird heute auch für vielfältige Kunst und Musikveranstaltungen genutzt. Der großzügige Bau gehört zu den bedeutendsten Zeugen der Backsteingotik.






Im Hafen von Wismar liegt ein ganz spannendes Schiff. Es ist eine nachgebaute Kogge aus dem 14. Jahrhundert, die in der Zeit der Hanse zum Transport von Gütern verwendet wurde. Die Wissemara kann täglich besichtigt werden. Den Anblick von diesem Segelschiff aus dicken Holzplanken mögen meine Kinder sehr. Beim Betreten des Schiffes verwandeln sie sich wahlweise in Wikinger oder Piraten. Ein Segeltörn mit diesem Schiff steht auf alle Fälle noch auf unserem Plan. Denn das steht fest: nach Wismar fahren wir bald wieder!





Kommentare:

  1. Danke, die Tipps speichere ich mir ab. Das sind tolle Ideen für evtl Regen in Boltenhagen.

    Alles Liebe
    Andrea

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  2. In Wismar war ich tatsächlich noch nie. Und nach Deinem Bericht von gestern und heute wird das wohl mal dringend Zeit. Vielen Dank für die schönen Tipps und ganz liebe Grüße, Anna

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