An jedem 12. eines Monat findet das Fotoprojekt "12 von 12" statt. Ursprünglich gestartet wurde es vor vielen, vielen Jahren von Chad Darnell, aber inzwischen nicht mehr fortgeführt. Man macht am 12. eines Monats Fotos vom Tagesablauf. Abends wählt man 12 Bilder aus und postet sie im Blog. So werden unterschiedliche Tage dokumentiert, mal sind sie bunt und aufregend, mal ganz unspektakulär und voller Alltagskram. Ich habe im Februar 2009 das erste Mal mitgemacht. Drüben bei Caro gibt es eine Liste zum Eintragen für alle Teilnehmenden im deutschsprachigen Raum.
Um 01:43 Uhr wachte ich leider auf. Bis 04:00 Uhr dämmerte ich vor mich hin, bis das Weckersummen um 05:10 Uhr mich völlig erschreckte. Hmpf. Doch die Aussicht auf meinen freien Tag ließ mich trotzdem entspannt in den Montag starten.
Am Morgenhimmel entdeckte ich Jupiter und sogar den rotschimmernden Mars. Kaffee kochen, Tisch decken, drei Brotdosen mit Obst, Gemüse und kleinen Snacks befüllen, Kinder wecken, den Liebsten drücken, mit ihm über die Nachrichten diskutieren, Geschirrspüler leeren, Waschmaschine anstellen...
Das Display in der Küche sagte heute: das Jahr 2026 hat nur noch 81 Tage. Im rechten Bilderrahmen mein neustes selbstgemachtes Werk. Den Stoffbeutel mit der witzigen Aufschrift entdeckte ich letzte Woche in der Fika Kaffeebar. Der musste mit! Alle Familienmitglieder so: Jupp, das passt.
Die Kinder gehen selbstständig zur Schule. Um 9 Uhr hatte ich einen Termin zum Haareschneiden. Nachdem ich neulich einen neuen Salon suchen musste, freue ich mich über meine Entdeckung. Am Wismarer Marktplatz stieg die Sonne gerade hinter den Häusern auf. Beim Radfahren war es so frisch, dass ich Handschuhe vermisste.
Nach dem Haareschneiden kaufte ich mir eine Zeitung und wollte noch gemütlich Kaffee trinken gehen. Im Bäckereicafé am Markt war es rappelvoll. Andere Cafés haben Montags Ruhetag.
Ich hatte Glück und bekam im "Café Glücklich" gerade noch den letzten Platz. Ich las gemütlich in meiner Zeitung und genoss mein zweites Frühstück.
Draußen bekam das Glücksschwein auf der Schweinsbrücke ein paar Streicheleinheiten. Macht man hier in Wismar so.
In der Breiten Straße entdeckte ich neue kleine Baumzwerge.
Am Wismarer Hafen schaute ich eine Weile aufs glitzernde Wasser.
Zu Hause hatte sich der Staubsaugroboter am Türstopper festgefahren und rief um Hilfe. Ich befreite ihn und er setzte seine Runde fort. Ich habe mich lange dagegen gesträubt, aber jetzt finde ich das kleine unauffällige Gerät schon ziemlich praktisch. So ist immer eine gewisse Grundreinheit da. Wir haben
dieses hier, ohne Wischfunktion.
(Amazon-Partner-Link) Die Wackelaugen habe ich draufgeklebt :-)
Am Wochenende hatte die Jüngste ihr Bücherregal entrümpelt. Ich riet ihr, den Stapel im Flur zu deponieren, ich wollte ihn noch durchsehen. Als ich das Buch "Die kleine Raupe Nimmersatt" im Stapel entdeckte, piekste es in meinem Herzen. He! Das Buch hat der Große 1998 zur Geburt geschenkt bekommen! Alle meine Kinder sind mit diesem Buch aufgewachsen! Das wird nie, nie, nie unser Haus verlassen! Da geht eine Ära zu Ende...
Ich sichte jedenfalls den Stapel und sortiere nach Aufheben, Verschenken, Spenden oder Verkaufen.
Zwischendurch backe ich meinen
Lieblingsapfelkuchen. Aber in einer kleinen Form, weil noch Kuchen vom Wochenende übrig ist und nicht alle Kinder Apfelkuchen mögen. Ich halbiere mein Rezept. Die Äpfel koche ich meistens vor, dann sind sie wie Kompott. Der Kuchen ist schön saftig mit kompaktem Knetteig und herrlich knusprigen Streuseln.
Nachdem zwei volle Maschinen mit Familienwäsche gelaufen sind, wasche ich meine Lieblingsblusen im Feinwaschgang extra.
Oh, schon sind 12 Bilder zusammengekommen. Am Nachmittag sind alle Kinder da, ich habe zwischendurch sogar noch ein Nickerchen im Sessel machen können. Ich unterschreibe Zettel aus der Schule, quatsche mit den Kindern, räume hier und da, bestelle ein Geschenk. Der Liebste ist im Homeoffice und setzt sich auf einen Kaffee zu mir. Nachher dann Abendbrot, Serie, wahrscheinlich gegen 22 Uhr ins Bett. Das war ein sehr schöner Tag!