Montag, 4. Mai 2026

Ende April/ Anfang Mai

Endlich hängt mein neues Bild! Es ist so schön! Im Januar entdeckte ich bei Melanie Tilkov, deren Arbeit ich auf Instagram schon einige Jahre verfolge, wunderbare Wasserbilder. Mit ihrer Tiefe berührten sie mich sehr. Das Aquarell „Förde“ wurde meins. 

In einem Wismarer Betrieb gab ich einen angemessenen Rahmen in Auftrag. Ein dunkelblaues Passepartout und ein schmales mattgraues Profil wurden während der Beratung ausgesucht. Dazu ein entspiegeltes Glas. Die Fotos geben den Eindruck nur unzureichend wieder. Ich muss ständig daran vorbeilaufen und das Bild bewundern. Es sieht je nach Tageszeit ganz unterschiedlich aus.

Wenn ich das Bild sehe, höre ich das Wasser der Förde sachte glucksen und rauschen. Das klare Wasser gibt den Blick frei auf gelbgrünen Blasentang und Steine. Genau so einen Anblick haben wir jeden Sommerurlaub, den wir seit 2010 an der Flensburger Förde verbringen.



Während ich das hier schreibe, ist schon der Mai angebrochen. Wir haben an dem wettertechnisch sehr sommerlichen ersten Maiwochenende eine kleine Radtour unternommen, waren Kaffee trinken und am Abend setzten der Liebste und ich uns mit einem Glas Wein an den Wismarer Hafen und bewunderten den Sonnenuntergang. 

Die Große war auch hier, ich war mit den beiden Ältesten im Kino im Film "Michael". Ich war erst skeptisch, aber der Film war doch ganz gut gemacht. Die Kinder kennen die Musik ja nur noch retrospektiv...

Der Frühling war bis jetzt schön, zu trocken eigentlich, aber auch noch sehr frisch. Nachts waren es manchmal nur knapp über Null Grad. Fast jeden Morgen lag noch Raureif auf den Wiesen.



Das letzte Treffen "Drink and Draw" in der Fika Kaffeebar fiel leider aus. Da ich mich aber schon sehr auf einen entspannten Abend bei Gesprächen und Wein gefreut hatte, veranstaltete ich einfach selber einen Kreativabend. Und zwar zu Hause zusammen mit dem Liebsten. Aus dem Internet hatte ich die Idee, dass wir uns gegenseitig porträtieren könnten. 


Ich bereitete also alles vor, stellte Farben und Getränke bereit. Um die Spannung zu steigern, stellten wir einen Sichtschutz in der Mitte auf. Wir hatten einen sehr schönen Abend mit einem überaus witzigen Ergebnis. Am überraschendsten war das Bild des Liebsten! Alle, die es bis jetzt gesehen haben, fanden mich und meine Lebendigkeit sehr gut eingefangen. Zeige ich hier aber nicht ;-)


Nach der Sonderausstellung ist vor der Sonderausstellung. Nachdem die Lufthalle im Museum seit November umfangreiche Ausstellungsmöbel beherbergte, genießen wir im Moment kurz mal die freien Flächen. Diese Woche wird aber eine neue Sonderausstellung aufgebaut. In Zusammenarbeit mit der Deutschen Raumfahrtagentur werden dann bis Ende November Innovationen aus der Raumfahrttechnik präsentiert, die wir alle auch schon in unserem Alltag nutzen können. Ich bin sehr gespannt. 

Ansonsten nimmt das Museumsjahr wieder Fahrt auf. Nach den ruhigen Jahresanfangswochen finden jetzt wieder mehr Klassenfahrten und Wandertage statt, d.h. Schulklassen buchen Programme, und Touristen kommen auch wieder vermehrt ins Museum. 
 

Lange gewartet haben wir auf den Betrieb des Museumsbistros. Seit Anfang April gibt es endlich wieder sehr schmackhafte kleine Speisen und Getränke. Die Museumsgäste freut es sehr. Gut auch für mich, falls es auf der Arbeit mal wieder länger dauert. 


Draußen Kaffee trinken ist jetzt immer öfter möglich, sehr gut. Natürlich in der Fika Kaffeebar, die jetzt ihr fünfjähriges Jubiläum feiert.


Auf dem kleinen Pflanzenmarkt im Hof der Fika Kaffeebar neulich habe ich ein paar Pflanzen für den Balkon erstanden. Spinat, Mangold, Salat und Tomaten gedeihen prima in den Hochbeeten auf dem Balkon. 


Die Kraniche sind zurück. Einige waren den Winter über gar nicht weg. Aber jetzt sind es wieder viel mehr. Wenn so ein Schwarm vor unseren Fenstern kreist, kann es ganz schön laut werden!


Die schönste Straße ist im Moment die Claus-Jesup-Straße gleich in der Nähe des Hafens. Nach Straßenbauarbeiten ist sie zur Allee geworden, wo es sich im Moment unter den blühenden Bäumen am besten flanieren lässt. 




Vor fünf Jahren um genau diese Zeit sind wir nach Wismar gezogen. Das ging schnell und war immernoch eine super Entscheidung! Ab und zu zwickt es bei den Erinnerungen an unser Leben in Hamburg, aber das ist eher der Nostalgie geschuldet. Früher bin ich alle fünf Jahre umgezogen. Doch hier bleiben wir auf alle Fälle länger. Die Wohnung ist optimal für unsere Bedürfnisse, Kompromisse gehören nunmal dazu. 

Wismar ist immernoch wunderschön und bietet viel Abwechslung. Gerade so viel, dass wir jede Woche etwas unternehmen können und selten das Gefühl haben, etwas zu verpassen. Es gibt eine Menge engagierter Menschen, die dazu beitragen, dass Wismar lebenswert ist. Wir haben unsere Kirchengemeinde, haben Freundinnen und Freunde und viele Bekannte. 


Wir lieben es, am Hafen den Sonnenuntergang zu genießen....


... und schnelle Ausflüge an die Ostsee, wie hier nach Kühlungsborn.


Der Flieder blüht. Das heißt für mich auch, dass der kleine Bruder bald Geburtstag hat. Nach dem Auszug des Mutzelchens ist er im Moment der Älteste hier zu Hause. Siebzehn wird er jetzt im Mai. Unglaublich. 

Manchmal überfällt mich Wehmut, weil er im nächsten Jahr Abitur macht und ein Jahr so kurz ist und er dann sehr wahrscheinlich auch wegziehen wird. Aber so ist der Lauf des Lebens. Die Kinder machen das super. Wir bleiben zurück und müssen damit klarkommen....

Vielleicht werde ich in der nächsten Zeit ein bisschen was aufschreiben von meinen vielfältigen Erfahrungen als Frau und Mutter. Es ist so einiges passiert in all den Jahren. Seit 2008 blogge ich, da war das Mutzelchen gerade ein Jahr alt. Drei Kinder sollten noch folgen. Doch der Ton im Internet ist so rauh geworden, weshalb ich irgendwann immer weniger vom Familienleben berichtet habe. 

Anna von Berlinmittemom war immer eins meiner Vorbilder, sie schreibt ganz tolle Texte und hat gerade nach langer Zeit mal wieder den Faden aufgenommen. Mit ihren Worten spricht sie mir mal wieder aus der Seele.