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Dienstag, 29. September 2026

Der September...

... startete mit einem doppelten Regenbogen vor meinem Fenster.


Die ersten beiden Schulwochen waren voll mit Terminen. Für die Jüngste hatte ich nach zweijähriger Suche vor den Sommerferien einen Schwimmkurs ergattert. Den ganzen September lang radelten wir drei Mal in der Woche nachmittags zum Schwimmbad. Auch nach einem Jahr Schwimmunterricht in der Schule hatte unser Kind kein Seepferdchenabzeichen geschafft. Was vielleicht an der Uhrzeit des Schwimmunterrichts lag. Treffpunkt war 6:15 Uhr an der Schule. Ein Bus brachte die Kinder ins hiesige Spaßbad, wo Schulklassen vor der regulären Öffnungszeit ein Zeitfenster bekommen. Vielleicht lag es auch daran, dass der Schwimmunterricht wegen Personalmangels viele Wochen lang einfach ausfiel. Auch unser Familienschwimmen brachte nix. Das von uns gebuchte Training führte nun jedenfalls nun zum Erfolg. Nun heißt es dranbleiben und Ausschau halten nach einem Anschlusskurs. 

Hier ein Sonnenuntergang am Wismarer Hafen nach einem der drei Elternabende Anfang September: 


In Berlin absolvierte ich wieder eine Fortbildung bei der Stiftung "Kinder forschen". Es drehte sich um das Thema "Mathematik im Kita-Alltag". Ein Thema, das ich eigentlich nicht so mag, aber ich war zuversichtlich, dass die Stiftung es wieder schaffen würde, das Thema lebensnah und eingängig zu verpacken und rüberzubringen. Und so war es auch. Die zwei Tage voller Lernen vergingen wie im Flug und der Austausch mit Trainerinnen und Trainern aus ganz Deutschland tat wieder sehr gut. 


Die unbebaute Straßenecke in Berlin-Mitte wird immer grüner. Im März 2024 war ich das erste Mal dort und habe diese Häuserwand fotografiert. 


An meinem ersten Abend in Berlin ging ich wieder ins Kino. Das Kino "International" erstrahlte nach zweijähriger Sanierung wieder in neuem alten Glanz. Die meterhohen Filmplakate an der Fassade werden immernoch per Hand gemalt. Auf den Film "Vaterland" u.a. mit Sandra Hüller war ich gespannt. Ich mochte ihn sehr, auch wenn ich ihn entschieden zu kurz fand. 


Im Vorprogramm des Kinos lief eine Werbung für eine Veranstaltung im Chamäleon, einem Theater in einem historischen Festsaal in den Hackeschen Höfen. Hörte sich sehr spannend an. Weil ich mal etwas Besonderes erleben wollte, gönnte ich mir eine der letzten Eintrittskarten für das Stück "Kintsugi" einer zeitgenösischen Zirkuskompanie aus Kanada. 

Der Abend wurde phänomenal! Solche Akrobatik hatte ich noch nie gesehen! 9 Personen zeigten moderne, kraftvolle, zarte, unerwartete und mitreissende Akrobatik nicht nur auf der Bühne sondern auch im Saal. Der historische Saal war auch auf alle Fälle sehenswert und das Personal extrem aufmerksam. Das war ein wunderbarer Abend! Den darauffolgenden Tag zeigte ich im Blog schon bei "12 von 12 im September". 


Das Mutzelchen feierte seinen 19. Geburtstag. Ja, das Kind, das gerade ein Jahr alt war, als ich mit dem Bloggen anfing. Leider war das Geburtstagskind nicht bei uns, ja nichtmal in Deutschland. Sondern es weilte in Lissabon, nicht zum Urlauben sondern zum Arbeiten. Es handelt sich um einen vierwöchigen Aufenthalt im Rahmen des Erasmus-Programms. Erste Erkenntnisse über das Leben und Arbeiten in Lissabon hörten sich sehr spannend an. 


An einem nebeligen Nachmittag wollte die Jüngste unbedingt Plätzchen backen. Ich handelte sie runter auf "Herbstliche Nusskekse", die sie dann ein klein wenig verzierte. 


Nachdem ich an einem Samstag in einer Kita im Umland Wismars eine Fortbildung zu einem älteren Thema gegeben hatte, konnte ich die neu erlernte Fortbildung zum Thema "Mathematik" dann im phanTECHNIKUM gleich anwenden. Ein ganzes Team von 20 Personen hatte sich zu der Fortbildung angemeldet. Der Tag hat von meiner Seite aus super geklappt, auch wenn es zunächst ein bisschen mehr an Vorbereitung erforderte.


Das Paar, das die Königliche Backstube in Wismar betreibt, sagt: "Brot und Kunst sind Lebensmittel." Da stimme ich zu. Zwei Mal im Jahr zeigen Künstlerinnen und Künstler ihre Werke an einer Wand direkt in der Bäckerei. Sie setzen sich dabei mit dem Thema Brot, Ernährung, Traditionen, Gegenwart und Zukunft o.ä. auseinander. Während der Dauer der Ausstellung erhalten die Kunstschaffenden ihr "täglich Brot" als Honorar. 



Nach der Vernissage in der Bäckerei ließen der Liebste und ich den fast sommerlichen Abend am letzten Septemberwochenende am Wismarer Hafen ausklingen. 


Den letzten Sonntag im September verbrachten wir mit zwei Kindern in Kühlungsborn. Gleich nach dem Sonntagsgottesdienst fuhren wir los. In Kühlungsborn aßen wir Fischbrötchen und ließen uns ein bisschen durch den Ort treiben. Wie viele Erinnerungen wir an diesen Ort haben!