Dienstag, 6. Dezember 2016

KosmoBits

Heute gibt es eine Premiere im Blog: der Liebste hat das Wort! Als er hörte, dass mich der Kosmos-Verlag gefragt hat, ob wir für die Kinder einen technischen Experimentierkasten testen möchten, war er gleich ganz begeistert. Bitteschön:  

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Mit technisch interessierten Kindern kommt auch irgendwann die Frage nach dem "Wie funktioniert das eigentlich ?" auf. In unserem Haushalt gibt es viele kleine technische Dinge, mit denen die Kinder in Berührung kommen: das automatisierte Nachtlicht, die Beleuchtung, die bei Sonnenuntergang angeht, die sich abschaltende Heizung mit dem Fenstersensor. Auf meinem Bastelplatz liegen CHIP, Pi, Arduino und Co. Doch wie den Kindern das erklären und sie langsam an das Thema heranführen ?

Bei der Suche nach einer geeigneten kindgerechten Lösung sind wir vor ein paar Wochen über die KosmoBits gestolpert. Und der Kosmos-Verlag war so nett, uns ein Test-Exemplar zur Verfügung zu stellen. Gemeinsam mit den Kindern sollte ein erster Ausflug in die Welt der Elektronik unternommen werden.

KosmoBits Experimentierkasten 

Die KosmoBits kommen in einer Box und erinnern im ersten Moment an ein Brettspiel. Nach den Angaben auf der Verpackung sind 4 Sensoren, ein Gamepad, der KosmoDuino und diverse Kabel, Breadboard und LEDs enthalten. Zudem gibt es ein dickes Handbuch, welches eine sehr gute Einleitung und Beschreibung der Komponenten bietet. Das Unboxing haben wir im folgenden Video festgehalten:



Der Experimentierkasten sieht 3 Arten des Lernens vor:
  1. Gaming
  2. Coding
  3. Making
Beim Gaming wird ein Tablet mit iOS oder Android benötigt. Hier kann man nach dem Download der KosmoBits App sofort loslegen.
Beim Coding wird ein Computer benötigt, auf dem das Arduino Entwicklerstudio installiert und die Bibliotheken für den KosmoDuino heruntergeladen und dem Entwicklerstudio hinzugefügt werden müssen. Neben Windows und MacOS kann hier auch ein Linux-PC verwendet werden (das wird zwar nicht erwähnt, funktioniert aber einwandfrei).
Beim Making wird das erlernte aus Gaming und Coding angewendet. Praktische Beispiele sollen die Kinder anleiten, ihre eigenen Ideen mit den Sensoren umzusetzen (z.B. Sparbüchsen-Alarmanlage).

Wir haben uns erstmal für Gaming entschieden. Der Experimentierkasten ist für ein Alter von 10-16 Jahren vorgesehen. Das passt meiner Meinung nach sehr gut, aber auch ältere Jugendliche und Erwachsene finden hier einen guten Einstieg in die Welt der Mikroprozessoren und Sensoren.

Bevor wir spielen können muss natürlich das Gamepad zusammengebaut werden. Mit etwas Hilfe gelingt das meinem 7-jährigen Helfer ganz gut.

Anleitung lesen 
Gamepad zusammenbauen 

Jetzt das Gamepad einschalten und wir können die App auf dem iPad starten. Eine blaue LED signalisiert - die Bluetooth Verbindung hat geklappt und das Gamepad ist mit dem iPad verbunden (es wird Bluetooth 4.0 verwendet !). Die App bietet viele Level, einen eigenen Level-Editor und Informationen zur Hardware. 

Mein Sohn startet das erste Level.

Das Gamepad hat ein kleines Navigationsrad, um die Figur nach rechts oder links zu bewegen. Es gibt die Knöpfe A und B (leider ohne Beschriftung). Zudem am oberen Rad einen Anschluss, der in den späteren Leveln zur Nutzung der Sensorbits verwendet werden muss. Schnell ist das Spielprinzip verstanden: Laufen, Springen, Schalter umlegen. Dann ist da noch das kleine Computer-Terminal, wo eine Programmierumgebung zur Aktivierung von Schaltern bereit steht. Mit den eingesammelten Bausteinen muss der Quellcode vervollständigt werden, kompilieren und - der Schalter wird aktiviert. Schnell ist das erste Level geschafft.

Vorspann der KosmoBits App 
KosmoBits App Level 1-1 geschafft 

In den weiteren Leveln werden die SensorBits eingeführt. Steckt man diese auf den Steckplatz am Gamepad wechselt die Figur im Spiel und wird zum SensorBit. Die Fähigkeiten des Sensors müssen jetzt verwendet werden, um Rätsel zu lösen oder Hinternisse zu beseitigen. Der Bewegungssensor hilft Steinblöcke zu zerschmettern, der Temperatursensor schmilzt Eisblöcke.



Das Spiel macht Spass und mein kleiner Helfer wollte am liebsten alle Level spielen. Das Thema Coding und Making ist aber sicherlich wirklich erst für Größere geeignet. Das werde ich demnächst nochmal mit der Tochter ausprobieren.

Auf jeden Fall ist das ein toller Experimentierkasten, der gerade im Bereich Making Langzeitspass verspricht. 
Vielen Dank an den Kosmos-Verlag! 

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