Mittwoch, 5. Februar 2014

Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?

Frau Brüllen fragt das. Und deshalb hier und heute: Tagebuchbloggen.

03:00 Uhr der Adventsjunge ist wach und wird gefüttert, beim Wickeln stellt sich heraus, dass er komplett nass ist und sogar sein Schlafsack betroffen ist. Gut, dass ich vor Kurzem noch einen im Preis reduzierten Winterschlafsack gekauft hatte. Ich hatte schon gedacht, dass wir ihn vielleicht gar nicht mehr brauchen.

04:00 Uhr ich schlafe endlich wieder ein, nachdem ich ein bisschen über alles Mögliche hin- und hergegrübelt habe

06:00 Uhr der Wecker summt, der Liebste geht zuerst ins Bad, eine Viertelstunde später bin ich dran. Später macht der Liebste Frühstück, ich gehe die beiden Kleinen wecken.

07:00 Uhr ich klebe dem kleinen Bruder ein Emla- Pflaster auf den Handrücken. Heute ist endlich der lang erwartete OP- Termin. Die Ader in der Nase soll endlich verödet werden. Wir essen Marmeladenbrot, der kleine Bruder darf nur noch einen Schluck Wasser trinken.

07:30 Uhr der Liebste bleibt heute mit dem Adventsjungen zu Hause. Vorher fährt er mich und den kleinen Bruder zum Kinderkrankenhaus. Der Teenie hat heute später Unterricht und wird das Mutzelchen pünktlich zur Schule bringen.

08:00 Uhr der kleine Bruder und ich treffen auf der Tagesstation ein und bekommen ein Kinderbett mit bunter Bettwäsche zugewiesen. Dazu gibt es ein OP- Hemdchen mit bunten Tieren drauf.

08:30 Uhr der kleine Bruder bekommt einen Beruhigungssaft. Schon kurze Zeit später fängt er an zu grinsen und zu lallen. Er kuschelt sich in sein Bett und ist ganz entspannt.

09:00 Uhr wir werden abgeholt und rollen mit dem Bettchen über die Gänge zum OP- Trakt. Ich darf mit in die Schleuse und sehe zu, wie der kleine Bruder von der OP- Schwester in Empfang genommen wird. Sie streichelt ihn und deckt ihn ganz liebevoll mit einem vorgewärmten Tuch zu. Dem Kleinen geht es gut. Das macht mir ein warmes Gefühl im Bauch und ich verabschiede mich zuversichtlich von meinem Kleinen. Das letzte, was ich von ihm sehe, ist ein Lächeln.

09:30 Uhr ich werde in den Aufwachraum geholt. Dort sitze ich, bis der kleine Bruder aus dem OP kommt. Er schläft noch eine ganze Stunde seinen Rausch aus. Als er aufwacht, lächelt er wieder und fragt, wann es denn nun losgeht. Der operierende Arzt kommt vorbei und schaut nach seinem Patienten. Alles ist gut verlaufen. Die Ader war ungewöhnlich groß.

10:30 Uhr wir verbringen die nächsten Stunden in unserem Zimmer der Tagesstation. Der kleine Bruder bekommt Salzstangen und Butterkekse und später sogar ein Wassereis. Es geht ihm prima. Der Arzt kommt nochmal vorbei und später der Anästhesist.

14:00 Uhr der Liebste kommt mit dem Adventsjungen und holt den kleinen Bruder und mich ab. Zu Hause koche ich etwas aus den Zutaten, die der Liebste am Vormittag auf dem Markt gekauft hat. Der Teenie kommt von der Schule und ist später wieder weg, weil er sich mit einem Freund trifft. Mein Papa ruft an und erkundigt sich nach dem kleinen Bruder.

15:45 Uhr der Liebste holt das Mutzelchen von der Schule ab, als sie wieder da sind, mache ich mich auf den Weg zum Fahrradladen. Mein normales Fahrrad bedurfte einer großen Inspektion, da hier und da ein paar Teile ersetzt werden mussten. Der Laden ist nicht so gut zu erreichen, ich laufe ein Stückchen zu Fuß. Von Weitem sehen die Fenster schon so dunkel aus. Hm. Der Laden hat geschlossen. Es hängt kein Zettel im Fenster und auch am Telefon gibt es keinen Hinweis. Das nervt mich sehr. Ich finde das sehr rätselhaft. So laufe ich zu Fuß zum Stadtzentrum, weil ich noch einen Brief wegbringen will (mit dem wir die Buchung für unseren nächsten Kühlungsbornaufenthalt bestätigen *freu*) und mache ein paar kleinere Besorgungen.

17:00 Uhr ich komme heim, mache mir einen Tee und rede mit den Kindern, Mutzelchen erzählt von der Schule, dem kleinen Bruder geht es gut, der Adventsjunge macht ein spätes Nickerchen, der kleine Bruder zeigt mir, das Buch, aus dem er erfahren hat, dass Krankenhausbetten nach der Benutzung geduscht werden

18:00 Uhr Abendbrot

18:40 Uhr Kinderprogramm, Sandmännchen, Gute- Nacht- Geschichte von mir und dem Mutzelchen gelesen

19.30 Uhr Küche aufräumen und dann ab aufs Sofa, Füße hoch

20:00 Uhr den Adventsjungen ins Bett bringen, Tagesschau und danach gucke ich eine Arztserie im Privatfernsehen

22:30 Uhr ich sinke in die Kissen und hoffe auf eine ruhige Nacht




Kommentare:

  1. Schön, daß alles gut verlaufen ist. Wie hast du die Wartezeit verbracht? (du hattest sicher kein Strickzeug dabei...)

    AntwortenLöschen
  2. Pssst. Der Link zum Pflaster funktioniert nicht...
    Abendlicher
    Claudiagruß

    AntwortenLöschen

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...