Dienstag, 18. Februar 2014

Unsere Kinderfee

Ich war lange Jahre Babysitterin. Während meiner Ausbildung zur Erzieherin habe ich in mehreren Familien auf Kinder aufgepasst. Manchmal sogar über Wochen während der Kitaschließzeiten. Es war eine sehr schöne Zeit. Ich habe viel von "meinen" Familien gelernt, was das Leben mit Kindern betrifft. Ich habe verschiedene Erziehungsstile erlebt und konnte mir für mein eigenes Familienleben etwas mitnehmen. Manchmal fühlte ich mich wie ein Familienmitglied. Ich war dankbar für das mir entgegengebrachte Vertrauen und habe gerne mein Konto mit dem Babysitten aufgebessert.

Wir haben neulich die Suche nach einem neuen Babysitter intensiviert. In der Nachbarschaft gibt es niemanden mehr. Über Kontakte ergab sich nichts oder die Personen waren uns zu jung. Auf den Teenie braucht niemand mehr aufpassen, aber drei kleine Kinder auf einmal sind schon eine ziemliche Herausforderung. Freunde haben alle eigene Kinder und können nur ausnahmsweise mal einspringen. Familie haben wir vor Ort nicht. 

So haben der Liebste und ich im Internet nachgeschaut. "Babysitter Hamburg" haben wir ins Suchfeld eingegeben. Gleich die allerersten Suchergebnisse waren große bundesweite Babysitteragenturen. Wir schauten uns um und fanden Profile von passenden Babysittern in unserer Gegend. Mit ihnen wollten wir gerne Kontakt aufnehmen. Nach einer kurzen Registrierung mit Mailadresse und Passwort wollten wir loslegen. Oh. Eine Kontaktaufnahme geht nur, wenn man 10 Euro bezahlt. Hm. Nunja, ich hätte als junge Frau auch nicht gerne Nachrichten von Jedermann aus dem Internet bekommen.

Für mich war das also plausibel und ich wollte, ohne weiter drüber nachzudenken, das Geld bezahlen. Die PayPal- Zahlung funktionierte bei mir irgendwie nicht, da registrierte sich der Liebste auch. Dabei las er sich mal das Kleingedruckte durch. Aha. Die 10 Euro gelten nur für 14 Tage. Nach Ablauf dieser Frist verlängert sich die Mitgliedschaft automatisch und weitere Beträge werden fällig. Möchte man das nicht, muss man 7 Tage vor Ablauf schriftlich in Briefform kündigen. Das kam uns sehr merkwürdig vor und wir beschlossen, das auf keinen Fall zu tun.

Noch während wir so überlegten, wurden wir mit e- Mail- Nachrichten der Agentur förmlich bombardiert. Potentielle Babysitter wollten uns gerne kennenlernen. Kontaktaufnahme natürlich nur nach Bezahlung. Fast stündlich kamen die Nachrichten. Es hat zwei Tage gedauert, bis unsere Profile auf unsere Bitten hin wieder gelöscht wurden.

Gerade nochmal gut gegangen. Ich schrieb auf Twitter, dass wir auf Babysittersuche sind. Da meldete sich Daan Löning, der Gründer von Kinderfee. Ich solle das doch mal ausprobieren.

Schon wieder eine Internetagentur? Ich war wegen unserer Erfahrungen sehr skeptisch, schaute mir die Seite aber an. Nach einer kostenlosen Registrierung konnte ich nach geprüften Babysittern in der Nähe suchen und habe auch direkt welche angeschrieben. Es kamen Absagen, aber auch eine Zusage. Und so lernten wir unsere neue Babysitterin kennen. Sie kam zu einem Kennenlerntermin zu uns nach Hause. Bei Kaffee und Keksen haben wir uns gegenseitig "abgeklopft" und wurden uns einig. Am Wochenende war sie wieder bei uns und der Liebste und ich waren nach ewigen Zeiten ganz alleine aus. Den Kindern hat es gefallen und uns auch.

Wir buchen unsere Babysitterin über die Seite der Agentur. Sagt sie zu, werden die Kosten für die gebuchten Stunden erst nach der Betreuung von unserem Konto abgezogen. Eine kleine Vermittlungsgebühr ist mit eingerechnet. Unserer Babysitterin wird der Verdienst einmal wöchentlich ausgezahlt. Unsere Kinder sind für die Zeit der Betreuung unfallversichert, die Babysitterin ist haftpflichtversichert. Sagt unsere Babysitterin für einen gebuchten Termin ab, sorgt Kinderfee für einen Ersatz. Vorteile also für alle Seiten.

Hier kannst Du nochmal nachlesen, wie es genau funktioniert. 

Daan Löning von Kinderfee hat mir für alle meine Leserinnen und Leser einen
Kennenlerngutschein über 10 Euro bereitgestellt.

Der Gutscheincode lautet: KF-FRISCHEBRISE

(Bei der ersten Buchung werden die Kontodaten erfasst, und es fallen Kosten von € 0,49 an. Der Gutschein wird auf die ersten Betreuungen angerechnet.)

Wir sind sehr zufrieden und freuen uns, dass wir ab jetzt für unsere Kinder eine verlässliche Betreuung haben. Wir können mal Verantwortung abgeben und die Kinder haben eine weitere Bezugsperson. Ich bin sehr dankbar für unsere Kinderfee. Neue Zeiten für uns :-)


Kommentare:

  1. Ui, das ist ja doch ein ganz anderes "Babysitten" als so, wie ich es kenne und "praktiziere" ;-) Klingt alles sehr professionell. Ich bin an "meine Familien" immer entweder über Kontakte oder die örtliche Familienbildungsstätte gekommen, Geld gibt's bar auf die Hand und versichert - keine Ahnung ;)
    Wusste auch gar nicht, dass es mittlerweile ganze Internetseiten gibt, die sich mit so etwas beschäftigen.
    Aber schön, dass ihr jemanden gefunden habt, der gut zu euch passt und dem ihr bedenkenlos eure Kinder anvertrauen könnt :)
    LG Hannah

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    1. Ich weiß, ich wurde damals auch über Aushänge gefunden ;-)

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  2. Das klingt wirklich toll! Unsere Kinderfee ist bisher die Tochter oder ihre Freundinnen. Aber so richtig toll ist das für alle nicht wirklich, weil es doch sehr einschränkt. Ich schau mich mal um und hoffe, daß für unsere Gegend was dabei ist. Ich habe nämlich auch die blde Erfahrung mit diesen Online-Portalen/Agenturen gemacht.

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    1. Ich mag den Teenie nicht ausnutzen. Er tut eh schon viel.

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    2. Mein erstes Aufpasskind war mein kleinster, 10 Jahre jüngerer Bruder. Ich hab ihn geliebt und er mich - und meine Eltern haben sich den Babysitter gespart ;-) Und insbesondere abends bot es sich ja auch an. Aber das mag wahrscheinlich auch nicht jedes ältere Geschwisterkind machen :)

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    3. Ich hab' bei meiner sieben Jahren jüngeren Schwester auch oft und gern gesittet (aber es war halt auch nur eine, der Teenie wäre da ja drei mal mehr gefordert ;))- ich hab' dafür aber auch 5 € bekommen, kam mir viel vor :).
      Ach und ich bin hin und her gerissen, meine Tochter wird in ein paar Tagen auch ein Jahr alt und ich würde so gern mal wieder "allein" zu zweit Zeit mit meinem Mann verbringen- aber finde es trotzdem schwer, mir vorzustellen, nicht mitzubekommen, wenn die Kleine weint, mhh...

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  3. Magst du schreiben, wieviel eine Stunde Babysitten kostet? Das kann ich ohne Registrierung auf der Seite irgendwie nicht finden ... Danke!

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    1. Ja. Die Kosten liegen zwischen 9 und 14 Euro die Stunde. Das legt jeder Babysitter für sich fest.

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  4. Hallo Carola,
    du kannst dir gar nicht vorstellen wie rechtzeitig dein Post kam. Zwar nicht für unsere Familie, unsere Kids sind schon 9 und 10, selbst schon fast Babysitter... Aber für meinen lieben Kollege, der einen Babysitter für seine Kleinen sucht. Gestern erst hat er mit über diese Agentur erzählt, die gleich Abo-Gebühren verlangt. Mit der Kinderfee hat er leider bisher kein Glück gehabt (hat sich noch keiner gemeldet. Zu wenig Babysitter in Berliner Raum?). Aber was noch nicht ist, kann noch werden. Einen Tipp bzg. Gutschein har er schon bekommen :)
    Liebe Grüße
    Julia

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  5. Hallo Carola,
    Vielen Dank für den informativen Bericht, das klingt wirklich sehr gut!! Mir ist noch nicht ganz klar, wer die Sozialabgaben bezahlt? Wenn ich in einem Privathaushalt einen "Minijobber" z.B. als Haushaltshilfe oder Babysitter beschäftige, muss ich den ja als "Arbeitgeber" bei der Minijob-Zentrale anmelden und die Beiträge abführen. Läuft das jetzt über euch oder auch über "Kinderfee"? Ich hab das in deren AGB's nicht so herauslesen können...

    Viele Grüße
    Hella

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  6. Hallo Hella,

    Carola hat mich eben auf Deine Frage aufmerksam gemacht.

    Unsere Babysitter erfüllen die Betreuungen als Freiberufler und nicht als Mini-Jobber.
    Sie melden dafür ein Gewerbe an und geben den Verdienst dann einfach in ihrer Steuererklärung an. Hierfür stellen wir ihnen eine Abrechnungsübersicht zur Verfügung. In der Regel liegen die Babysitter sowieso unter den € 8.000 Steuerfreigrenze pro Jahr und müssen daher keine Steuern auf ihren Verdienst zahlen. Sie sind aber trotzdem über uns Berufshaftpflichtversichert.

    Da die Babysitter als Freiberufler arbeiten musst Du den Babysitter auch nicht bei der Mini-Job Zentrale anmelden.

    Wenn Du Fragen hierzu hast kannst Du mir auch gerne eine E-Mail schreiben: daan [at] kinderfee.de. Oder sie hier unter meine Antwort posten :)

    Viele Grüße

    Daan

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    1. Hallo Daan,
      danke für die schnelle Antwort, jetzt habe ich es verstanden... ;) Und das man sich nicht mit diesem ganzen Minijob-Kram herumschlagen muss, macht Euer Angebot nochmal deutlich interessanter! :)
      Viele Grüße
      Hella

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  7. Bei uns im Kindergarten gibt es Kontaktadressen von (ehemaligen) Praktikantinnen und Praktikanten und Erzieherinnen im Anerkennungsjahr, die gern als Babysitter arbeiten. Wir haben da zweimal richtiges Glück gehabt und sehr nette und kompetenten Babysitter erwischt. Die erste heiratet demnächst und unsere Kinder sind Blumenmädchen, die zweite kommt regelmäßig an meinen "langen" Tagen. Wir versichern die Babysitter über die Minijob-Zentrale, das ist nicht teuer und gibt dem Ganzen eine rechtlich einwandfreie Basis ...

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  8. Vielen Dank für dein Post. So schön, dass du das hier allen mitteilst!!!
    Wie gerne hätte ich auch mal so einen Sitter in petto...hab mich auch gleich registriert und leider gibt's so gar nix in meiner Umgebung. Aber ich bleibe dran und hab nun mal eine vernünftige Adresse, wo ich immer mal schauen kann. ;-)
    Ich wünsche euch viele schöne zu zweit Stunden und deiner Kinderfee ganz viel Spaß mit deinen Kids! :-)
    LG Maike

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  9. Mit großem Interesse habe ich Deinen Post zu kinderfee.de gelesen, weil wir schon lange auf der Suche nach jemandem sind, der gelegentlich auf unseren Sohn aufpasst, damit auch wir mal wieder rauskommen. Also habe ich mich direkt dort registriert. Das war am Dienstag. Dann habe ich abends mit dem Mann darüber geredet, es sind zwei Tage mit Vollzeitarbeit ins Land gegangen und ich hatte nicht viel Zeit, mich weiter darum zu kümmern, jetzt konkret die angebotenen Babysitter zu durchforsten - ganz normaler Familienalltag halt, der das verhindert hat. Was mich aber extrem stutzig macht, ist die Tatsache, dass ich in diesen zwei Tagen des Nichthandelns per E-Mail und Telefon von kinderfee.de immer wieder darauf aufmerksam gemacht wurde, dass ich ja noch eine Aufgabe habe, wo ich mich schon registriert habe. Ich weiß das, aber ich habe leider nicht immer Zeit und sitze nicht den ganzen Tag vor dem Rechner. Mich setzt das extrem unter Druck und ich möchte gerne dann reagieren, wenn es mir passt. Und nicht abends auf dem Anrufbeantworter hören, dass man mir ja schon ein paar E-Mails geschrieben hätte... Hm...
    Liebe Grüße
    Nicole

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    1. Hallo Nicole, danke für Deinen Bericht.
      Hm, so war es bei uns nicht. Vielleicht setzt Du Dich lieber direkt mit den Mitarbeitern in Verbindung.

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    2. Danke für Deine schnelle Antwort! Ich denke, ich kümmere mich jetzt mal am Wochenende darum, eine der angebotenen Babysitterinnen zu kontaktieren. Mir ist auch klar, dass kinderfee.de ja auch etwas an mir "verdienen" will, aber mir fehlt jetzt gerade ein wenig die Luft zum Atmen bei dieser Sache.

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