Donnerstag, 13. Februar 2014

Hebamme - ein aussterbender Beruf

Schon vor mittlerweile fast 16 Jahren war es für mich nicht so einfach, eine Beleghebamme zu finden, also eine Hebamme, die ich während der Schwangerschaft schon kennenlerne und die mich zur Geburt in eine Klinik begleitet.  In dem Berliner Bezirk, in dem ich damals wohnte, waren es wenige Hebammen. Noch weniger wollten im terminintensiven Dezember arbeiten.

Als ich dann am Abend des 03.12. mit meiner Hebamme in der Klinik ankam, fühlte ich mich nicht willkommen dort. Wir bekamen einen Kreißsaal zugewiesen und richteten uns ein. Der kleine Raum war ziemlich spartanisch eingerichtet und von oben bis unten grüngrau gefliest, wie es damals halt so üblich war. Immerhin stand eine der werbewirksamen Badewannen darin. Vom Klinikflur trennte uns nur eine riesengroße Schiebetür.

Der diensthabende Arzt der Abteilung ließ ganz klar durchblicken, was er von uns hielt. Immer wieder kam er zum Gucken und schob dabei demonstrativ die Schiebetür bis zum Anschlag auf. Ich stand unter der Geburt ohne Kleidung in der Mitte des Raumes und hielt mich an einem Seil fest. Ich war den Blicken des fremden Arztes und aller Personen, die den Flur entlangliefen, völlig ausgeliefert. Wenn der Arzt wegging, ließ er die Tür einfach sperrangelweit aufstehen. Ich traute mich damals nicht, etwas zu sagen. Ich dachte, das gehört sich nicht, weil ich ja jetzt hier mein Kind bekomme. Es war ein Ausnahmezustand für mich und deshalb ließ ich das alles geschehen.

Nur 3 Stunden später war ich mit meinem Baby wieder zu Hause. Im Patientenfragebogen, den ich von der Klinik bekam, beschwerte ich mich über diesen Arzt und sein Gehabe. Meiner Hebamme wurde dazu später gesagt "da könne man nichts machen, er sei halt so".

Nach mittlerweile vier Geburten weiß ich, ich muss mir gar nichts gefallen lassen unter der Geburt. Ich bekomme mein Kind und niemand anderes. Und deshalb will ich gut für mich sorgen und brauche Menschen um mich herum, die mich kennen und mir den Rücken stärken. All das habe ich während den folgenden wunderbaren Geburten im Geburtshaus und zu Hause mit sehr tollen Hebammen erlebt.

Ich weiß, es gibt Frauen, denen ist es völlig egal, wer da alles während der Geburt um sie herum ist. Und wie die Umstände sonst so sind. Hauptsache, das Kind ist da. Irgendwie. Ist doch später eh alles vergessen. Oder?!

Ich weiß aber auch, dass Frauen nie vergessen, wann, wie und wo sie ihre Kinder zur Welt gebracht haben. Ist es ein gutes Erlebnis, kann davon ein ganzes Leben gezehrt und Kraft geschöpft werden. Ist es kein schönes Erlebnis gewesen, wird auch das das ganze Leben mitgetragen. Selbst meine Oma konnte noch bis zu ihrem Lebensende sehr detailliert von der Geburt meiner Mutter berichten.

Genauso gibt es auch Hebammen, die mit der Angestelltensituation im Krankenhaus gut klarkommen. Geregelte Dienstzeiten sind schon ein ziemlicher Vorteil. Ich verstehe das. Aus Gesprächen mit freiberuflichen Hebammen weiß ich aber, dass das noch längst nicht alles ist. Hier könnt Ihr nochmal die ehrlichen Worte einer Hebamme lesen. Und hier von der Krise im Kreißsaal.

Warum ich das alles aufschreibe? Heute wurde bekannt, dass freiberufliche Hebammen ab dem nächsten Jahr ohne Versicherung dastehen sollen und somit nicht mehr arbeiten können. Ich bin ganz fassungslos, was da für ein Spielchen getrieben wird. Noch vor Kurzem wurde nach vielen Protesten folgende Passage in den Koalitionsvertrag unserer neuen Regierung aufgenommen:

„Die Sicherstellung einer flächendeckenden Versorgung mit Geburtshilfe ist uns wichtig. Wir werden daher die Situation der Geburtshilfe und der Hebammen im Speziellen beobachten und für eine angemessene Vergütung sorgen.“ 

War schon klar, dass so eine schwammige Formulierung einigen Spielraum bietet. Eine flächendeckende Versorgung in der Geburtshilfe ist schon jetzt nicht mehr gegeben, geschweige denn eine Wahlfreiheit.
Auf Sylt gibt es seit Anfang des Jahres keine Geburtsstation mehr.
Meine Mutter war früher mal Hebamme. Welche Kinder können das später noch sagen?

Wie wird es weitergehen?



Nachtrag: Hier kannst Du eine Petition unterschreiben, die den Bundesgesundheitsminister Gröhe auffordert, einen Hebammenrettungsplan zu erarbeiten.



Wer könnte ein Interesse daran haben, dass es keine (freiberuflichen) Hebammen mehr gibt?
Diese Zahlen sprechen Bände.

Was kostet eine Geburt?

Geburt im Geburtshaus: 467,20 Euro
Hausgeburt: 548,80 Euro
Vaginalgeburt in einer Klinik 1.594 – 2.146 Euro
Kaiserschnitt: 2.505 bis 5.366 Euro

Quelle: Deutscher Hebammenverband, Oktober 2010


Nachtrag hier noch mehr Texte zum Thema:

wie eine Schwangerschaft mit Hebammenbegleitung verläuft, ist in meinem Schwangerschaftsblog nachzulesen

Schreibe an den Abgeordneten Deines Wahlkreises! (Musterbrief)

Rettet die Hausgeburten! 


Eine Geburtshilfe ohne Hebammen? 

Warum ich mich nicht nur für meine Hebamme einsetze. Sondern für mich. 


Wir brauchen Hebammen!


Geburt und Selbstbestimmung - meine Stimme für meine Hebamme


Warum ein Herz für Hebammen nicht reichen wird

Mein offener Brief an unsere Familienministerin

Hebammenprotest = Elternprotest - was Du tun kannst

neueste Nachrichten vom 18. 02. 2014: Hebammen beim Gesundheitsminister 

Deutschen Frauen werden die Hebammen gestrichen

Hebammentochter

Wer bleiben will, muss sich verändern - Interview mit einer Hebamme

Was wir langfristig tun können, um das Vertrauen in die Gebärfähigkeit zu stärken

Aufruf zu bundesweiten Demonstrationen

So war die Demonstration am 22.02. in Hamburg

Hebammen - wenn Wertschätzung versagt bleibt

Ab nächstem Sommer dürfen wir nicht mehr entbinden!

Ein Hebammenmann schreibt: Danke, ihr Hebammen in meinem Leben!

Von wegen gemütlicher kreißen! vom Deutschen Hebammenverband

die ersten Hände, die den Adventsjungen gehalten haben, waren die Hände unserer Hebamme


Kommentare:

  1. Oh je, wieder ein neuer Grund für stagnierende oder gar sinkende Geburtenzahlen in Deutschland...

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  2. Mich macht das auch sehr traurig und wütend ! Ich habe alle drei Kinder zu Hause geboren und es waren zwar sehr anstrengende, aber wunderschöne Geburten. Jedes Kind kennt sein Geburtshaus und ist stolz darauf (leider sind wir oft umgezogen und jedes kam in einem anderen Haus auf die Welt), ich habe mich so umsorgt gefühlt während der Schwangerschaft, unter der Geburt und danach, es war so schön, anschließend im gewohnten Umfeld bleiben zu können, dem Kind gleich ein "Nest" geben zu können. Und jetzt soll das alles nicht mehr möglich sein ? Unfassbar ...
    Ich hatte mir so gewünscht, daß meine Tochter später auch solche Geburten haben können wird. Bleibt dann wahrscheinlich nur die Alleingeburt ...

    Liebe Grüsse,

    Katrin

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  3. Unglaublich!
    Das kann doch nicht wahr sein!
    LG
    Astrid

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  4. Uff, das hat gesessen! Ich hoffe so sehr, dass eine (gute?) Lösung gefunden wird und es nicht bald nur noch Krankenhausgeburten geben wird.
    Liebe Grüße, Julia (die bestimmt kein Kind mehr im Krankenhaus bekommen möchte)

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  5. Mich hat heute die Nachricht auch schockiert. Die Konsequenzen aus diesem Fall gehen noch weiter, wie ich in meinem Blog schrieb:
    Die gesellschafts-, familien- und gesundheitspolitischen Konsequenzen, wenn bis dahin keine gesamtgesellschaftliche Lösung gefunden wird, sind fatal.

    ein Großteil der Frauen wird dann nur noch den Frauenarzt während der Schwangerschaft zur Betreuung haben. Diese werden massiv belastet, denn Hebammen übernehmen einerseits viele Aufgaben in der Betreuung, andererseits beantworten sie Fragen und gehen auf Ängste ein, die nicht in das Kerngebiet des Frauenarztes fallen. Vor allem der psychologische Bereich wird nicht mehr in dem Maße abgedeckt, wie Hebammen ihn heute übernehmen. Dadurch können Auswirkungen auf den Schwangerschafts- und Geburtsverlauf negativer ausfallen. Zudem wird das Budget der Frauenärzte massiv belastet.
    Geburtsvorbereitungskurse werden dann wohl nur noch in Krankenhäusern stattfinden. Die dort angestellten Hebammen müssen diese Mehrarbeit übernehmen, denn es wird ja wohl kaum mehr Personal eingestellt. Das Angebot an Geburtsvorbereitungskursen wird massiv eingeschränkt sein. Ob dann jede Schwangere einen solchen Kurs besuchen kann, bezweifle ich.
    Wer übernimmt dann die Wochenbettbetreuung? 2 Untersuchungen beim Frauenarzt, 2 Tage nach der Geburt bzw. 8 Wochen danach und die sich auf das Medizinische beschränken, übernimmt die Krankenkasse. In der bisherigen Wochenbettbetreuung schaut die Hebamme in den ersten 2 Wochen fast jeden Tag auf die Rückbildung, auf den Gesundheitszustand der Frau (auch wichtig nach einem Kaiserschnitt!), sieht die Entwicklung des Kindes – erst einmal nur physiologischen Bereich. Viel wichtiger aber noch ist die psychologische Betreuung. Hebammen geben Hilfe bei Stillproblemen, bei allen Fragen zur Pflege, zum Verhalten des Neugeborenen (Schreiattacken, Unruhe, Blockaden? usw.), zur neuen Alltagssituation. Sie schauen, ob die Mutter die hormonelle Umstellung gut schafft, ob es nur Heultage sind oder sie nicht eventuell in eine Wochenbettdepression abrutscht. Sie beantwortet die vielen Fragen der frischgebackenen Eltern im Umgang mit dem Kind, in der Pflege. Sie nimmt deren Ängste und Sorgen war, gibt Tips. Sie ist dadurch auch ein Schutz für das Neugeborene, wenn sie merkt, daß Eltern über das übliche Maß hinaus überfordert sind. Durch ihre Hausbesuche kann sie im Fall des Falles eingreifen.
    Ich habe heute das erste Mal in meinem Leben diversen Medien, Ministerien und Abgeordneten deswegen eine Nachricht mit Bitte und Aufforderung um eine Lösung des Problems gebeten. Ich hoffe, es wird schnellstmöglich eine Lösung im Sinne der Familien und Hebammen getroffen. Ansonsten... daran will ich lieber nicht denken

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  6. Liebe Frau Brise, ich habe noch schnell auch einen Post in mein Blog gesetzt:
    http://lemondedekitchi.blogspot.de/2014/02/das-aus-fur-die-hebammen.html
    Gute Nacht!
    Astrid

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  7. Diese Entwicklung macht mich unheimlich traurig...Diese Entscheidung stellt einen massiven Eingriff in das Leben einer werdenen Mutter dar. Ich habe selbst mein letztes Kind zuhause bekommen und könnte mir nicht noch einmal vorstellen eine Geburt im Krankenhaus zu akzeptieren.

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  8. Ich habe zwar beide Kinder im Krankenhaus bekommen (beides waren Kaiserschnitte), aber ohne meine Hebamme, die mich vorher und nachher zu Hause betreut hat, wäre ich im wahrsten Sinne des Wortes haltlos aufgeschmissen gewesen. Ich bin entsetzt von dieser Nachricht!

    LG, Luci

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  9. Wir haben auch lange überlegt und uns dann für eine Beleghebamme entschieden. Allerdings wurde uns damit die Wahl des Krankenhauses genommen. In Münster arbeitet nur eines(!) von vier Krankenhäusern mit Beleghebammen zusammenarbeiten. Die Besichtigung war ok und so fiebern wir der Geburt unseres ersten Kindes zum Glück ohne Bedenken entgegen.
    Bei der Entwicklung um den Berufsstand wird es jedoch beim zweiten Kind dann wieder unnötig zusätzlich spannender!

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  10. Liebe Carola, weißt du zufällig, ob es wieder eine Petition oder ähnliches gibt, bei der man unterschreiben kann? Man fühlt sich so hilflos, wenn man diese Entwicklung sieht...irgendetwas muss man doch machen können?

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  11. Liebe Frau frische Brise.
    Ich danke ihnen von Herzen für ihre wahren Worte, ihr stetiges Engagement in dieser Sache und ihre Wertschätzung für den Beruf
    der Hebamme. Alles Liebe.
    Daniela

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  12. Ich war mal mit einem Angestellten einer großen Hamburger Versicherung auf einem Seminar. Er sagte mir, dass dort in der Vorstandsetage u.a. ein echter Chagall hängt. Solch edle Ausstattung der Versicherungspaläste kann natürlich nur aufrechterhalten werden, wenn man möglichst wenig Schadensfälle in geringer Höhe bezahlen muss. Und wenn bei einer Geburt etwas schiefgeht und die Hebamme verklagt wird, hat die Versicherung schlicht keinen Bock, das über die Haftpflicht zu bezahlen.
    Versicherungen können in diesem Land immer noch machen, was sie wollen und versichern, wen sie wollen. Das erleben die Leute, die in Hochwassergebieten leben ja auch.

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  13. Diese Nachricht hat mich ebenfalls sehr schockiert! Gester habe ich auf Twitter noch einen kleinen Hoffnungsschimmer gefunden. Dort hat @leitmedium folgenden Link geteilt: https://m.facebook.com/BerlinerHausgeburten/posts/660090220719221
    Hoffentlich kann die von Dir verlinkte Petition ihren Teil dazu beitragen!

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  14. Es ist zum Kotzen!

    Ich würde gerne eine Hebammen-Textsammlung erstellen - ich habe auch noch sehr guten Kontakt zu meiner Hebamme, die sich sehr engagiert.
    Vielleicht schaffen wir es zusätzlich zur Petition ja, eine "kritische Masse" zu erzeugen, die zeigt, wie wichtig Hebammen sind.
    Wie sagte meine Hebamme: Es gibt nur ein paar tausen Hebammen in Deutschland, deren Gewicht zu gering ist, aber wenn alle Mütter und potentiellen Mütter sich zusammen schlössen, dann wäre das eine Stimme, die nicht unerhört bleiben kann (darf).

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    1. Du sprichst mir da aus dem Herzen!! Ich bin weder Blogger, noch Hebamme, aber unendlich betroffen von dieser Nachricht. Ich habe eine Tochter und erinnere mich noch sehr gut an die Zeit direkt nach der Geburt. Ohne unsere Hebamme, wären diese Zeit um ein vielfaches schwerer gewesen. Sie war für uns eine sehr wichtige Stütze. Nicht zuletzt, weil fernab unserer Familien wohnen und es unser erstes Kind war. Heutzutage hat man eben nicht mehr die Mutter und die Oma mit im Haus, die schon zig Kinder großgezogen haben. Da ist man auf sich allein gestellt und braucht dringend fachlichen, seelischen und moralischen Beistand! Am liebsten würde ich direkt auf die Straße gehen und ich hoffe so sehr auf die Empathie und die Bereitschaft sowohl der jungen und angehenden Mütter, wie auch eigentlich aller anderen, die ja bisher immer in den Genuss einer Betreuung durch eine Hebamme kamen. Ich finde es unvorstellbar auf Hebammen zu verzichten und alles über Ärzte und Krankenhäuser abzuwickeln!

      Herzliche Grüße
      Dorea

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  15. danke für deinen engagierten text und die updates am schluß. habe sofort unterschrieben.

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  16. Sofort die Petition unterschrieben, beschlosse nie nach Sylt o. Ä. zu ziehen und meine Beleghebamme beim nächsten Vorsorgetermin fest in den Arm zu nehmen. Hoffentlich ist sie beim (hoffentlich) nächsten Kind in einigen Jahren dann noch da...
    Über meine Fehlgeburt direkt vor der jetzigen Schwangerschaft habe ich mit meiner Hebamme gesprochen, nicht mit dem Arzt. Darüber zu sprechen war aber immens wichtig, weil sie meine Gefühle sehr beeinflusst hat! Vor UND nach der Geburt ist es die Hebamme, die mich betreut, nicht der Arzt. Unserer ist toll, aber eben Mediziner, das ist etwas ganz anderes. Auch wichtig, ja, aber viel wichtiger ist die emotionale Betreuung und das Sehen der ganzen Situation.

    Danke, dass Du immer wieder darüber schreibst und aufmerksam machst!

    Lieben Gruß
    Cati

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  17. Ich zittere seit einigen Monaten mit meiner engen Freundin, die freiberufliche Hebamme ist und mit deren liebevollen und unersetzbaren Begleitung unsere Tochter in unserem Wohnzimmer geboren wurde.
    Diese Versicherungskatastrophe ist einfach unfassbar und nur zum Weinen (oder zum Kotzen). Mir schwindet gerade die letzte Hoffnung, ein Geschwisterkind jemals außerklinisch gebären zu dürfen. Selbstbestimmung geht anders.

    Vielen Dank für den Text und herzliche Grüße!

    Marina

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  18. ich könnte wirklich wirklich weinen... ich hoffe sehr es geschieht etwas. ganz schnell.

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  19. Ich hoffe so sehr, dass sich doch eine Möglichkeit ergibt, dass der Beruf der Hebamme erhalten bleibt. Ich hätte mir die Geburt unserer Tochter ohne unsere Hebamme nicht vorstellen können und ohne sie wäre ich in der Zeit nach der Geburt wahnsinnig geworden.

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  20. Ich hoffe sehr, dass sich doch eine Lösung für die Hebammen ergibt. Es macht mir wütend und traurig, dass in der Politik das Thema so wenig beachtet wird. Unsere Hebamme ist mit Leib und Seele Hebamme und ich kann mir im Nachgang nicht vorstellen, wie die Geburt und die Zeit danach ohne sie gelaufen wäre. Es sollten wirklich alle Mütter die Petition unterschreiben.

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  21. Es ist einfach nur traurig, schrecklich, unfassbar, dumm, sinnlos, der absolute Wahnsinn ... Für mich waren meine Hebammen vor, nach und während der Geburt einfach sowas von wichtig, unersetzlich .... Ich habe 8 Kinder. Alle Schwangerschaften wurden zum größten Teil nur von Hebammen betreut, Nachsorgen waren immer schön, und ich hatte 7 Hausgeburten, eine ambulante Geburt nur mit Hebamme. Anders kann ich es mir nicht vorstellen. Gute Hebammen sind nicht mit Gold aufzuwiegen. Ich hoffe sehr, dass hier noch etwas passiert ....

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  22. Es ist unfassbar! Ich frage mich, wie es überhaupt dazu kommen kann, dass es keinen Anbieter für eine verpflichtende Versicherung gibt. Ich hoffe wirklich, dass sich hier eine Lösung finden wird.

    Eine Frage habe ich noch zu den hier angegebenen Zahlen: Wenn eine Geburt im Geburtshaus am billigsten ist, sollten doch die Krankenkassen ein Interesse daran haben, diese Möglichkeit zu erhalten und populär zu machen. Haben nicht die Krankenkassen eine Lobby, die groß genug ist, hier etwas zu bewirken? Das gleiche gilt ja auch für Vorsorge und Nachsorge, die von Hebammen günstiger durchgeführt werden können als von Ärzten.
    Mir ist auch nicht ganz klar, was in den Kosten alles mit drin steckt. Ist z.B. der stationäre Aufenthalt in den Kosten für die Krankenhausgeburt mit verrechnet? Wie sieht es mit U1 und U2 aus? Sind die bei Geburtshausgeburt und Hausgeburt berücksichtigt (die U2 wohl eher nicht)? Das ein Kaiserschnitt teurer ist, liegt z.B. auch daran, dass der Krankenhausaufenthalt länger ist und mehr Personen daran beteiligt sind. Auch ist die sterile Reinigung eines OPs aufwendiger als die eines Kreissaals. Verdient ein Krankenhaus tatsächlich mehr an einem Kaiserschnitt, oder ist der Verdienst nach Abzug der Kosten gleich? Gibt es hierzu irgendwo Informationen? Ich habe keine gefunden.

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    1. Ich kann das leider nicht aufdröseln, sicher gibt es mehr Informationen beim Hebammenverband.



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