Dienstag, 7. Mai 2013

Unterwegs

Der Adventsjunge ist gerade eingeschlafen, da muss ich los, die beiden Kleinen aus der Kita abholen. Ich nehme ihn hoch, erzähle ihm, dass wir jetzt losmüssen, und ziehe ihn an. Er wacht dabei auf. Ich lege ihn in den Kinderwagen und gehe zur Bushaltestelle.

Der Bus fährt vor, die Türen öffnen sich. Fünf Leute stehen im ansonsten sehr leeren Bus auf der Fläche, die für Kinderwagen und Rollstühle vorgesehen sind und starren mich und den Kinderwagen an. Niemand rührt sich. Ich kippe den Wagen an, um einzusteigen. Alle gucken interessiert zu. "Entschuldigen Sie, dürfte ich mit dem Wagen bitte an diesen Platz?" frage ich freundlich und hänge mit dem halben Wagen immernoch draußen. Im Schneckentempo und anscheinend vollkommen überrascht räumen die Leute den Platz. Ich bedanke mich höflich und suche mir etwas zum Festhalten, denn der Fahrer fährt ziemlich rasant.

Nach vier Stationen steige ich aus. 10 Minuten laufe ich bis zum Kindergarten der Kleinen. Kurz vor dem Gebäude ist der Adventsjunge eingeschlafen. Ich muss ihn aus dem Wagen nehmen, um ins obere Stockwerk zum Gruppenraum zu gelangen. Der Kleine wacht wieder auf. Oben bildet sich eine Traube Kinder um mich und das Baby. Alle wollen es gerne anfassen. Die beiden Kleinen sind stolz auf ihren kleinen Bruder und erzählen den anderen Kindern, was man bei einem Baby beachten muss. Mit dem 8,5 Kilo- Baby auf dem Arm wird mir heiß.

Die Kinder ziehen sich an und wir können los. Ich lege den Adventsjungen in den Wagen, die beiden Kleinen fassen links und rechts am Wagen an. Mit den Kindern dauert der Fußweg 15 Minuten.
An der Bushaltestelle wie immer die bange Frage: Werden wir heute in den Bus passen? Wenn am nahen U-Bahnhof gerade eine Bahn angekommen ist, ist der Bus so voll, dass die Leute bis vorne an die Windschutzscheibe des Busses stehen. Das Vergnügen hatte ich mit den Kindern auch schon oft.

Der Bus kommt und hält an. Die Türen öffnen sich. Viele Augenpaare starren uns an. Niemand rührt sich. Keiner steigt aus. Ich möchte mich mit dem Wagen und den Kindern nicht mehr in den vollen Bus quetschen. Die Türen schließen sich wieder. Der Bus fährt ohne uns weiter. An der nächsten Haltestelle, die wir an der schnurgeraden Strecke von unserem Standpunkt aus sehen können, steigt die Masse der Leute aus. Ich beschließe, mit den Kindern eine Station vorzulaufen, um beim nächsten Bus bessere Chancen zu haben. Zum Glück regnet es dieses Mal nicht, denn das hatten wir auch schon. Wir laufen zirka 7 Minuten bis zur nächsten Haltestelle. Die hat sogar ein Wartehäuschen, wo die Kinder kurz auf der Bank sitzen können.

Der nächste Bus kommt. Viele Leute steigen aus. Die beiden Kleinen lasse ich zuerst einsteigen, dann komme ich mit dem Wagen hinterher. Die Sitzplätze am Wagenabstellplatz sind besetzt. Ich sage den Kindern, sie sollen sich bitte gut festhalten. Den kleinen Bruder fasse ich an und halte vorsichtshalber auch den Wagen gut fest. Es sind zum Glück nur noch drei Stationen und zwei Kurven von 90°.

An unserer Zielhaltestelle lasse ich zuerst die beiden Kleinen aussteigen. Ich habe ihnen beigebracht, gleich ganz an den inneren Rand des Bürgersteigs zu gehen und dort stehenzubleiben. Ich steige mit dem Wagen aus. "Gut gemacht!" lobe ich die Kinder. "Mama, das sagst Du immer." sagt das Mutzelchen. Weiß ich doch. Vielleicht sage ich es auch eher zu mir selbst. Ich bin jeden Tag froh, wenn wir alle heil aus dem Bus ausgestiegen sind. Links und rechts fassen die Kinder am Wagen an und so laufen wir nach Hause. Kurz vor unserem Haus ist der Adventsjunge wieder eingeschlafen. Er schläft weiter, als ich ihn aus dem Wagen nehme und ihn auf unserem Bett ablege.

Schuhe aus, Jacken anhängen, Hände waschen, die Kinder haben einen Bärenhunger. Ich mache ihnen Obstteller und reiche Zwieback oder Kekse dazu. Mein Kaffee ist auch gleich fertig. Insgesamt war ich eine Stunde unterwegs. Uff.

(Hier noch ein paar Gedanken dazu.)


Kommentare:

  1. Ach herrje,
    das hört sich doch sehr stressig an. Gut, dass du so gute Nerven hast und offensichtlich auch eine ordentliche Portion Geduld - vorallem mit so nicht-mitdenkenden und nicht-besonders-einfühlsamen Mitmenschen....

    Hut ab, was du da täglich leistest -
    "Mutter sein" ist eben doch ein "Beruf" :-)

    Liebe Grüße!

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  2. Das mache ich im Bus immer eisenhart: wer mir und dem Kinderwagen trotz freier Plätze im Weg steht, dem fahre ich zur Not auch über die Füße. Bisher hat sich dabei noch nicht mal jemand beschwert, wenn es passiert ist, sondern ist dann immer zur Seite gegangen. Im Hamburger Innenstadtbereich geht es manchmal nicht mehr anders. Die Bustaktung ist einfach zu schlecht. Ansonsten kenne ich das Problem mit dem Platz aber zu gut und stelle mir das mit so vielen Kindern, auf die man gleichzeitig achten muss, wirklich nervig vor :-(
    Dann genießt mal eure wirklich lecker aussehenden Obstteller und macht euch einen schönen Nachmittag!
    Liebe Grüße
    Ute

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  3. Respekt. Das liest sich anstrengend.

    Wäre ein Fahrrad mit Kindersitz(en) und Anhänger keine Option?
    Ich hab auch kein Auto und hab alles mit Rad, Sitz und Hänger gut hinbekommen.
    Meine waren und sind nach den Vormittagen in den Einrichtungen immer so fertig, dass sie ganz schnell nach Hause müssen.

    Viele Grüße
    Amelie

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    1. Ha, mit Fahrrad und Anhänger kommste in Hamburg aber noch schlechter voran ;-) Und wohin mit dem Baby?

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    2. Hihi, Malcesine, da haste Recht ;-)

      Nun, ich HABE einen Anhänger. Da könnten 2 Kinder rein. Eins müsste auf den Fahrradsitz am Rad. Packesel...

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    3. Na, das Baby und 1 Kind in den Hänger.
      Eins aufs Rad.

      Hier im Vorort wird so transportiert.
      Obs in Hamburg geht? Hmm....
      In Münster jedenfalls kein Problem.

      Ich bin lieber Packesel, als mit (meinen) maulenden Kindern Mittags so eine Tour mit Bus und zu Fuß zu machen.

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  4. Oh weh, da möchte ich echt nicht mit mir tauschen. Die Ignoranz mancher Leute ist echt unbeschreiblich. Dass ist ungefähr so, wie wenn morgens um 6:55 die Leute so dicht gedrängt in der S-Bahn stehn und keiner ein Stückchen rutscht, damit kleine 5. Klässler eingesteigen können....
    Ich bewundere echt deine Nerven und deine Geduld.

    Genießt den Restabend
    Annette

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  5. Ich finde es beschaemend, dass niemand hilft. Dabei frage ich mich immer, warum niemand hilft? Sind die Leute blind? Haben sie Angst, zurueckgewiesen zu werden, wenn sie Hilfe anbieten? Ich verstehe das nicht... Es macht mich irgendwie traurig. Man sieht einer jungen Mutter haeufig an, wie anstrengend das mit mehreren kleinen Kindern ist, da denke ich sofort an die Zeit als meine klein waren und helfe dann extra gerne. Ich wuensche Dir, dass Du ab und an mal nette Leute im Bus triffst. Hast Du mal versucht, um Hilfe zu bitten?
    Traurige Gruesse, Nessie

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    1. Hmm - dafür gibt es wahrscheinlich zahlreiche Gründe. Zum einen sind natürlich auch die anderen Menschen unter Druck und vielleicht zu sehr mit sich selbst beschäftig. Nein das ist keine Entschuldigung, natürlich sollte man auf seine Mitmenschen achten und Platz machen. Und dann habe ich die Erfahrung gemacht, dass man von Müttern sehr oft angeblafft wird, wenn man Hilfe anbietet. Inzwischen tue ich das nicht mehr. Ich versuche Blickkontakt herzustellen und Hilfsbereitschaft zu signalisieren - aber die Frage "Kann ich helfen?" kommt mir nicht mehr über die Lippen.

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  6. Hört sich stressig an!
    Hier bei uns fahren alle Kinder ab 3 Jahren alleine mit dem "großen" Schulbus (ein komfortabler Reisebus). Werden direkt am Kindergarten oder der Schule rausgelassen und die Erzieherinnen/Lehrer holen sie ab. Sehr bequem ist das. Mit dabei ist immer der gleiche Busfahrer, der die Kleinsten bespasst. Platzmangel gibt es hier nicht. Ich seh` schon, wir sind total verwöhnt auf dem Land. Aber wenn ich das so höre, bin ich da auch sehr froh drum!

    Liebe Grüße Helena

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  7. ohja, das ist glaub ich übersll in den Städten das gleiche Problem. Ich könnte mit der Straßenbahn fahren, aber das mache ich nur noch im absoluten Notfall, denn hier bekommt man zusätzlich noch "nette" Kommentare. Da laufe ich lieber, auch wenn ich dadurch 1 1/2 bis 2 Stunden unterwegs bin bis ich die ganze Meute aus Kiga und Schule eingesammelt habe. Egal, dafür bleib ich schön entspannt ;)
    Liebe Grüße
    Stefanie

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  8. Und das jeden Tag? Wow, ich glaub da würd ich einen Nervenzusammenbruch bekommen. Es leben die hilfsbereiten Menschen *hüstel*.

    Aus dem Grund wird das Jüngste bei uns, wenn ich alleine mit den Kindern unterwegs bin, fast auschließlich getragen. Mittlerweile auf dem Rücken und im Sommer im Sling. Irgendwie fühl ich mich da freier.

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  9. Oh weh. Das ist wohl ein Beitrag aus der Rubrik "Wir hatten schon vorher kein Glück - und dann kam auch noch Pech dazu'...

    Aber hattest du nicht geschrieben, dass der kleine Bruder jetzt in eine andere (nähergelegene) Kita gekommen ist?
    Dann gehören hoffentlich derartige Survivaltouren spätestens mit der Einschulung von Mutzelchen der Vergangenheit an?!

    Und herzlichen Glückwunsch zu DIESEM Adventsjungen!
    Mit meinem jüngeren Sohn hat gestörter Mittagsschlaf damals bedeutet, er wär nicht wieder eingeschlafen, hätte vor Übermüdung viel geweint. Das Kind und der Nachmittag wären dahin gewesen.

    Erhol dich gut. Ganz viele mitfühlende
    Claudiagrüße

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  10. Für mich der absolute Horror! Es fängt damit an, dass ich es absolut hasse, schlafende Kinder aufzuwecken. Ich habe meine Tochter hier immer schlafen lassen und der Nachbarin das Babyphone hingestellt und bin alleine zum Kindergarten gefahren. Habt Ihr mal darüber nachgedacht, aufs Land zu ziehen (und ggf. beruflich in die Stadt hineinzupendeln)? Ich finde, das würde viel besser zu Eurem Lebensstil passen...

    Kathrin

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  11. Oh, je, das hört sich stressig an - habt ihr nur ein Auto? Wäre es nicht besser der Vater nutzt den ÖPNV? Ich habe ja auch drei Kinder und weiß wie Tage mit kleinen Kindern aussehen - mir wären solche Bustouren gar nicht möglich gewesen, Musikschule und Schwimmbad etc. wären selbst hier in der Stadt auch nur mit langen Wegen per Bus oder Bahn möglich gewesen, als Berufstätige sowieso nicht, denn nach der Arbeit pünktlich am Kindergarten oder Schule, das ging nur mit dem Auto- aber Du wuppst es ja super und Passanten müssen - wie manch einer hier schreibt - mal auf ihre Ignoranz aufmerksam gemacht werden.

    LG Heidrun

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  12. da fühlte ich mich doch gleich 35 Jahre zurück versetzt - ich stand mit Kinderwagen und Kleinkind an einer Unterführung, erst den großen Jungen runterbringen, dann den Kinderwagen schleppen. Kommt mir ein Mann entgegen: Kommentar: Ja mei, gell des is schwer. wo er Recht hat, hat er Recht, der kam nicht mal im Traum drauf, mir zu helfen. Heute habe ich zwar keinen Kinderwagen, aber einen Rollstuhl. Damit muss mich zwar niemand die Treppe runtertragen :-), aber Busfahren in einer Kleinstadt, nein danke. Ähnliche Erfahrungen wie mit dem Kinderwagen. Dann kommt noch hinzu, dass du zwar an der Bushaltestelle stehen kannst, um zu sehen, ob ein Bus absenken kann - aber es kommt eben nicht immer einer.
    Alle schreien sie in Deutschland, dass wir zu wenig Kinder haben und denen, die welche haben, macht man das Leben zur Hölle.
    Ich habe mich aber auch - abgesehen von all dem unschönen Drumrum - wie eine Schreiberin vor mir - gefragt, ob der nun große kleine Bruder nicht schon in den anderen KiGa geht?

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  13. WUNDER....geschehen anderswo...
    dein Artikel liebe Carola - ich bin eine stille ,Leserin - und heute mein Kommentar - ja,der macht nachdenklich, all das kenne ich nur allzu gut und dazwischen liegen gut 38 Jahre!!! Es hat sich nichts aber auch nichts geändert!! Es ist hoffnungslos und manchmal tut es weh°! oftmals sollte es eine Veränderung geben des "SEHENS" - der Wunsch des <helfens hat sowieso in der heutigen Zeit seine Ohnmacht erfahren - Was also können wir tun, oder die Generation die jetzt im Umlauf ist - fast Nichts - Schade.
    Ich wünsche dir bessere Wege .und immer ein gutes Ankommen - dort wo du gerade hin möchtest -
    Glückwunsch zu deiner HP - und deinen herrlichen Kindern!!
    Grüße aus dem Rheinland von *rena*

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  14. ganz schoen hart! da muss man dann auch die ruhe bewahren! nicht so einfach. Die situation hier in italien (Mailand) ist eindeutig besser ; mir haben die anderen leute eigentlich immer gerne geholfen und das tut einem wirklich gut. im moment ist hier politisches chaos, alle scheinen diebe zu sein, aber der zusammenhalt zwischen den menschen klappt total gut. die Raetsel der menschichen Natur?!?!
    ich finde, du machst das gut, immer freundlich zu sein - gewisse menschen lernen bestimmt daraus. ein kleiner schritt nach dem anderen.
    eine freundliche umarmung,
    Barbara

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  15. Eine Stunde unterwegs, um die Kinder aus der Kita abzuholen? Und dann noch unter solchen Umständen.. puh.. Könnte nicht Dein Mann die Öffentlichen zur Arbeit nehmen und Dir das Auto lassen? Oder gibt es nicht eine Kita, die näher dran ist?

    Mitfühlende Grüße
    Andrea

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  16. Mensch, ich fühle mit dir. Das ist wirklich superanstrengend!
    Aber dass so überhaupt keiner hilft... die Erfahrung habe ich (Gottseidank) nicht gemacht (ich finde nur die Teenager immer sehr trantütig und nicht sehr hilfsbereit - woher kommt das frage ich mich. Die heutige Erziehung??). Man (naja man nicht, aber ich) ist ja mit Kindern im Straßenverkehr sowieso schon reichlich angespannt, selbst wenn alles gut läuft, aber dann noch das. Schöner Mist!

    Ganz liebe sonnige Grüße
    Jutta

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  17. Ach ja..und deine Obstteller sind immer wieder genial. So schön angerichtet. Sie rütteln mich jedes Mal auf, meinen Kindern auch so schön angerichtete Snacks hinzustellen (und beschämmn mich immer ein bißchen, dass ich da nicht von selbst draufkomme)

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  18. Puhh, Du Arme!

    Traurig traurig traurig!
    Manche Menschen scheinen einfach nicht mitzudenken, schauen lieber weg, sind vielleicht auch einfach nur egoistisch und ignorant, haben keine Hilfsbereitschaft und Rücksichtnahme beigebracht bekommen...oder was es auch immer!

    Wir haben als Kinder gelernt, daß man im Bus bei älteren Personen, Müttern mit Kindern und Leuten die sitzen müssen, Platz macht...das war und ist für mich selbstverständlich, genauso wie Hilfe anbieten!

    Leider sind auch die Busfahrer selbst oft genauso gestrickt...bevor das Omachen richtig sitzt, wird schon das Gaspedal durchgerückt...ohne Rücksicht auf Verluste!

    Wünsche Dir und Deinen lieben einen schönen und vor Allem erholsamen Feiertag,

    LG Natalie

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  19. Ich hätte jetzt fast gedacht du hast unseren Alltag geschrieben. ;o)
    Eigentlich traurig....aber bin ja soooo froh, dass es nicht nur in München diese Fahrgäste gibt, die einen mit großen fragenden Augen anschauen, wenn man mit dem Kinderwagen auf den vorgesehen Platz will. :o/

    Leider wurde ich schon paar Mal sehr unverschämt angeredet, obwohl ich höflich gefragt (ein Kind im Kinderwagen, das andere an der Hand) hatte um genau auf diesen Platz zu kommen.

    In den Straßenbahnen sind nur hinten und vorne Plätze für Kinderwägen...zum Teil müssen dafür Bänke hochgeklappt werden. Rate mal, ob da jemand freiwillig aufsteht?

    Kann wirklich mit Dir mitfühlen und was mich immer wieder erschreckt...aus Erzählungen von meiner Mama war es vor 33Jahren auch schon so. Soviel Kinderfreundliches Deutschland ! :o(

    Wünsch Dir noch einen schönen Tag und einen erholsamen Nachmittag,
    liebe Grüße aus München
    Bettina

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  20. Au ha. Und das jeden Tag.... Und ich dachte ich hätte stress.
    Eine Stunde, die würde mir sehr fehlen in meinem Alltag, und das Babymädchen hätte auch gar keinen Bock auf so eine Tour mit den Unterbrechungen.

    Andere Abholmöglichkeiten hast du sicher schon durchgespielt.

    Meine Freundin wohnt in Bremen und da gibt es einen Oma/Opa Hilfsdienst. Darüber hat sie eine Frau gefunden die nun mittags die Kinder abholt und zu Ihr bringt.

    Dann heisst es wohl durchhalten.
    Wünsche dir weiterhin gute Nerven , wenigstens wird das Wetter besser. LG Bibi

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  21. Ohjeee..
    Seit Oktober fahre ich auch täglich Bus (die ich vorher ein verwöhntes Kind war, das überall mit dem Fahrrad hingekommen ist, war das eine ganz schöne Umstellung) und sehe solche Szenen auch täglich mit an. Wobei die Mütter mit Kindern meist noch recht souverän wirken.
    Schlimmer finde ich es fast noch, dass Rollstuhlfahrern oder älteren Leuten mit Rollator genauso wenig Platz gemacht wird. Und älteren Menschen oder kleinen Kindern den eigenen Sitzplatz anzubieten, ist auch keine Selbstverständlichkeit mehr.
    Alles sehr schade...

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  22. Das mit dem Bus ist sicher stressig. Aber ohne Kinderwagen wäre es leichter. Schreibt die, die selber keinen hat. ;)
    Viele Grüße,
    Franziska

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    1. Mit kaputtem Knie und nach zwei Bandscheiben- Operationen trage ich kein Kind, das schon über 8 Kilo wiegt.

      Und auch ohne Kinderwagen sind wir auch schon manchmal nicht mehr in den Bus reingekommen.

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  23. Ja, das kommt mir sehr bekannt vor. Nur, dass ich - ehrlich gesagt - die Leute, die in der Busfahr-Meditation versunken sind, gleich mit einem freundlichen, aber lauten "Danke" zu Seite "kommandiere" und auch immer frage, ob sie die Plätze beim Kinderwagenabstellplatz frei machen können für meinen Großen. So nach dem Motto, wenn du dir selber nicht hilfst, hilft dir keiner....
    Hut ab, wie du deinen Alltag meisterst mit deinen Kindern!! Und viel Kraft für die vielen, vielen zukünftigen Abholtouren.
    Alles Liebe, Katharina

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  24. Ich verstehe Dich SO gut. Und das Phänomen erlebe ich meist leider nur im Norden so extrem. Ich treffe immer wieder auf zwei Welten, wenn ich aus dem Ruhrpott nach Hamburg und zurück komme. Die Nordmenschen können schon ganz schön stur sein ;) Die ersten Male, wo ich hier mit den Öffentlichen gefahren bin, war ich immer ganz erwundert, wie freundlich die Menschen sind.
    Sind wir mit dem Rollstuhl unterwegs, ist es meist sogar so, dass immer jemand aufsteht und uns die Rampe vom Bus heraus zieht und wenn wir eingestiegen sind, wieder einklappt.

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  25. Schön beschrieben, und das ist ja nur ein Miniteil eines Tages mit Kindern, an dem die "einfachsten" Sachen dann gleich mal Stunden dauern.
    Diese Busprobleme hatte ich auch oft (inklusive Überfüllung des Busses mit mehreren Kinderwagen/Rollstühlen/Rollatoren/Koffern/Einkaufstrolleys). Einmal bin ich mit dem Kinderwagen im KaDeWe hängen geblieben. Mit dem Fahrstuhl von unten in eine mittlere Etage war kein Problem, nur zurück nach unten ging nichts mehr. Eine Fahrstuhltür nach der anderen öffnete sich, voll mit Kunden, die mich teilnahmslos anstarrten, für mich keine Chance. Ich sah mich schon auf ewig im Kadewe eingeschlossen. Irgendwann ist dann ein Mann vorbeigekommen und hat dem Fahrstuhlinhalt befohlen, rauszugehen und mich runter fahren zu lassen.

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    1. Da könnt ich auch immer AUSRASTEN, bei diesen ganzen Menschen, die alle den Aufzug benutzen (und sinnloser weise dadurch BLOCKIEREN), obwohl sie weder gehbehindert oder sonst auf/mit Rädern unterwegs sind und genauso gut die Rolltreppe nehmen könnten. Absolut ätzend, hab ich NULL Verständnis für.
      Lieben Gruß,
      Sonja

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  26. Hallo, ich hatte diesen Eintrag gelesen und bin einen Tag später mit einem Bus gefahren der nur allen 20 Min kommt. An einer Haltestellen steigen dann zwei Familie mit je einem Kinderwagen und zwei Personen mit einem Einkaufstrollerys ein. Da habe bei diesem Bus dann auf der vorgesehnen Fläche keinen Platz und alles stehe im Weg. An den nächsten Haltestellen kommen die Fahrgäste nur noch schwer aus dem Bus. Ich verstehe echt nicht wie man solche Busse noch einsetzen kann.Da sprechen alle davon das man mehr mit Bus und Bahn fahren soll und dann diese Platzangebot.
    Ich bitte Müttern immer meine Hilfe an, mache lassen sich helfen, andere auch nicht.
    Ich wünschen weiter viel Kraft in dem Beruft der MUTTER.

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  27. Oh das erinnert mich SEHR an einen Beitrag den ich vor äh.. zwei Jahren glaub ich schrieb.. oh ich weiss genau wie das ist.... ich hab auch immer drei Kreuze gemacht wenn ich schwitzend heil hinterher VOR dem Bus stand und die Kinder nur noch nach Hause lotsen musste... brrrrr......

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  28. Ich habe Drillinge (jetzt sind sie schon groß) - aber ich bin mit dem großen Wagen eh nirgends reingekommen, weder in Bus noch in Straßenbahn oder Zug; Unter- oder Überführungen waren schon schwierig genug. Ich bin (wenn es zu weit zum Laufen bzw. die Laufstrecke zu steil war) und ich alle Kinder mitnehmen musste, grundsätzlich mit dem Auto gefahren, obwohl ich eigentlich sehr ungern Auto fahr.
    Ich habe aber auch die Erfahrung gemacht, dass es am besten ist, die Leute direkt anzusprechen und um Hilfe zu bitten. Da sind mir nach einem Einkauf auch schon mal die Kinder von (wildfremden!) Leuten nach Hause getragen worden.

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  29. Ich bekam als Kommentar als ich in Berlin in der Tram auf den - wohlgemerkt kinderwagenplatz - fahren wollte: ja soll ich denn jetzt etwa springen nur weil hier die
    Mutter mit Kinderwagen hinwill! Unfassbar . Und dem nicht genug, die ganze Fahrt über wurde sich darüber weiter aufgeregt!!!!

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