Montag, 25. Juli 2011

Zeitzeugen

Als ich so über unser Familientreffen am Samstag in Berlin nachdachte, fiel mir auf, daß dort am Tisch ein geballtes Wissen von Zeitzeugen versammelt war. Meine Oma ist im Krieg als Jugendliche aus Ostpreußen geflohen. Ihre Familie ist mitten im Winter über die gefrorene Ostsee gelaufen. Geblieben ist die Familie schließlich in Mecklenburg. Mein Papa hat in Berlin den Mauerbau miterlebt. Seine Familie lebte in ganz Berlin verstreut und wurde durch den Mauerbau getrennt. Der Liebste und ich sind in der DDR aufgewachsen. Wir haben uns viele kuriose Geschichten zu erzählen. Wir alle haben den Fall der Mauer miterlebt. Durch unsere Erlebnisse sind wir zu den Menschen geworden, die wir jetzt sind. Wir haben viele schwierige Situationen gemeistert. Ich hoffe, daß meine Kinder friedlich und ohne große Irrungen und Wirrungen leben werden.

Kommentare:

  1. Hallo,
    ich bin ja anfangs bei meiner Ur-Oma aufgewachsen und da sie alleine war, habe ich bei ihr im GROSSEN BETT geschlafen. Und dort habe ich mir dann vor dem Einschlafen immer gerne "Geschichten von Früher" erzählen lassen. Als kleines Kind fand ich es unwahrscheinlich spannend,....im Winter über die Ostsse aus dem sooooooo weiten Ostpreußen. Uns seit Jahren möchte ich mal nach Königsberg. Irgendwann klappt es bestimmt mal.
    Liebe Grüße,
    Emely N

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  2. Oh ja, diese Hoffnung auf Frieden und keine großen Wirrungen, die hab ich auch. In Zeiten wie diesen ist es nicht so einfach in dieser Hinsicht optimistisch zu bleiben.
    Liebe grüße!! maria

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  3. ist ja interessant, habe viel über die Flüchtlinge aus Ostpreussen gelesen und natürlichen den Mauerfall miterlebt...da kommen auch Erinnerungen am die Großeltern hoch, die in Pommern auf dem Lande wohnten ...nach Kriegsende manchmal ein paar Bemerkungen fallen ließen die immer sehr mysteriös wirkten ...heute hat sich alles in das rechte Licht gerückt worüber lange nicht viel geredet wurde.
    lg
    Susi

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  4. Ich bin froh, dass ich in der DDR aufgewachsen bin. Als Kind habe ich keine Einschränkungen oder Repressalien bemerkt. Ich war 9 als die Mauer fiel. Umso mehr Vorurteile muss ich mir heute als "Ossi" im Westen anhören. Leider, immer noch, nach sooo vielen Jahren ... Die Irrungen und Wirrungen erlebe ich daher eher heute ...
    An schwierigen Situationen wächst man ja auch, ich möchte sie - bis auf ein paar wenige - nicht missen! Ich wünsche mir daher, dass es irgendwann mal eine Generation geben wird, in der es keine Ossis und Wessis mehr gibt. Geografisch sowieso völlig schwachsinnig. Ich komme aus Norddeutschland ... Wenn also, dann bin ich ein Nordi ;-)
    Ich befürchte nur, die Vorurteile werden von Generation zu Generation weitergetragen werden. Thematisierst du Ost und West bei deinen Kindern? Musste sich der Große schon mal in der Schule als Zugezogener sowas in der Art anhören?

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  5. nur zur Info:
    morgen (Sonntag) um 14:30 Uhr "Damals in Ostpreußen" auf NDR im Fernsehen :-)

    Schönes Wochenende!!!

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